WEBVTT

00:00.880 --> 00:05.160
dieses Kapitels 6, wo es um die physikalischen Grundlagen geht.

00:05.680 --> 00:10.320
Wir haben die verschiedenen Modulationsverfahren behandelt, unter

00:10.320 --> 00:12.460
anderem Amplituden- und Frequenzmodulationen.

00:12.520 --> 00:17.080
Und jetzt ist die letzte Form der Modulation die Phasenmodulation, die

00:17.080 --> 00:17.700
wir hier sehen.

00:18.420 --> 00:23.840
Wir sehen wieder hier unser Primärsignal, das eben digital ist.

00:24.700 --> 00:30.880
Und durch die Modulation führen wir das über in ein analoges Signal.

00:31.320 --> 00:34.460
Das ist das Ein-Ausgabesignal, das wir bezeichnet haben.

00:35.120 --> 00:40.260
Und wir modulieren das digitale Signal, die digitalen Informationen,

00:41.420 --> 00:42.980
auf eine Trägerfrequenz.

00:43.720 --> 00:50.520
Und die digitalen Signale manipulieren sozusagen die Trägerfrequenz.

00:50.740 --> 00:55.160
Sie können die Amplitude manipulieren oder die Frequenz an sich.

00:55.160 --> 00:56.700
Dann bräuchten Sie zwei Oszillatoren.

00:57.120 --> 01:00.740
Oder eben wie hier angedeutet, die Phase.

01:01.580 --> 01:08.980
Und was wir hier sehen ist, dass wir diesen Bitstrom sozusagen

01:08.980 --> 01:12.180
aufmodulieren auf diese Trägerfrequenz.

01:12.840 --> 01:17.280
Und bei der Phasenmodulation gibt es zum Beispiel die CCITT

01:17.280 --> 01:24.620
-Empfehlung, die jetzt gar nicht mehr die Abkürzung ITU trägt.

01:24.620 --> 01:30.020
Die sagt, diese Empfehlung V1, V steht immer für analoge Standards,

01:30.740 --> 01:37.260
eine Null soll codiert werden oder soll dargestellt werden durch eine

01:37.260 --> 01:39.280
Phasendrehung um 180 Grad.

01:39.940 --> 01:42.780
Das können wir hier an diesem Beispiel recht schön sehen.

01:43.460 --> 01:48.240
Wir müssen immer an diesen Punkten letztendlich schauen, was passiert,

01:48.380 --> 01:49.520
gedreht oder gedreht wird.

01:49.980 --> 01:52.880
Das sind hier jetzt diese drei Punkte, an denen wir uns das anschauen

01:52.880 --> 01:53.180
können.

01:53.180 --> 01:59.560
Und hier sehen wir, wenn Sie sich das genauer betrachten, eine 30 Grad

01:59.560 --> 01:59.940
haben.

02:00.680 --> 02:02.840
Wir befinden uns also gerade hier bei 90 Grad.

02:03.560 --> 02:09.080
Und wir gehen jetzt nicht, wie es normalerweise der Ablauf wäre oder

02:09.080 --> 02:12.480
der Verlauf wäre, weiter nach unten, sondern wir drehen die Phase um

02:12.480 --> 02:17.900
180 Grad, von 90 auf 270 Grad und erhalten hier entsprechend dann

02:17.900 --> 02:19.180
diese...

02:19.180 --> 02:23.820
Und dadurch wird genau diese Null hier codiert oder festgelegt.

02:24.260 --> 02:28.400
Entsprechend sehen wir an dieser Stelle, die 1 wird dadurch eben

02:28.400 --> 02:32.240
ausgedrückt, dass wir keine Phasendrehung haben.

02:32.500 --> 02:35.960
Entsprechend hier wieder an dieser Stelle wird wieder eine Null

02:35.960 --> 02:45.120
codiert und an der Stelle wird eben von 270 Grad auf 90 Grad gedreht.

02:45.120 --> 02:49.290
So ist also das Vorgehen bei der Phasenmodulation.

02:50.080 --> 02:52.580
Deswegen kommt diese Art von Verlauf heraus.

02:52.960 --> 02:55.800
Das können Sie sich nochmal eben klar machen, wenn Sie sich diesen

02:55.800 --> 03:00.480
Kreis anschauen und eben die Sinus-Schwingung betrachten, dann können

03:00.480 --> 03:04.000
Sie ja die Winkel hier antragen und entsprechend die Gradzahlen

03:04.000 --> 03:06.420
antragen und dann kommen Sie eben genau auf diesen Verlauf.

03:07.340 --> 03:09.660
Phasenmodulation ist das beste, aber auch aufwendigste Verfahren.

03:09.960 --> 03:13.280
Kann man hier schon dran sich vorstellen, dass man eben so ein

03:13.280 --> 03:17.240
Verzögerungselement braucht, dass eben genau diese Phasendrehung,

03:17.620 --> 03:19.900
diese Phasenverzögerung durchführt.

03:20.400 --> 03:25.060
So, das wäre also zu den physikalischen Grundlagen.

03:25.180 --> 03:28.480
Wir kommen jetzt zu der Sicherungsschicht.

03:29.560 --> 03:35.580
Also wir gehen von der Schicht 1, die wir jetzt behandelt haben, das

03:35.580 --> 03:39.220
kann man hier fast nicht sehen, das ist grau unterlegt, in die Schicht

03:39.220 --> 03:39.600
2.

03:39.600 --> 03:45.260
Wir haben also die Signalebene überwunden, sind auf der Bit

03:45.260 --> 03:51.240
-Übertragungsebene angekommen und jetzt entstehen einige interessante

03:51.240 --> 03:55.880
Funktionen, einige interessante Aufgaben, die wir hier weiter unten

03:55.880 --> 03:56.740
betrachten werden.

03:57.240 --> 04:01.680
Das sind also die ersten Protokollfunktionen, die wir uns anschauen

04:01.680 --> 04:04.220
werden in dieser Schicht 2.

04:04.980 --> 04:08.600
Die Strukturierung der Datenübertragung ist eigentlich die Grundlage,

04:08.720 --> 04:11.080
um überhaupt Protokollfunktionen realisieren zu können.

04:11.500 --> 04:14.520
Sie können sich das vorstellen, wenn Sie auf der Bit-Ebene bleiben,

04:15.220 --> 04:17.600
können Sie eigentlich keine vernünftigen Protokollverfahren

04:17.600 --> 04:18.200
realisieren.

04:18.300 --> 04:20.700
Das haben wir beim Alternating-Grid-Protokoll eigentlich auch schon

04:20.700 --> 04:28.320
assoziiert oder zugrunde gelegt, dass wir solche PDUs hier einbauen

04:28.320 --> 04:31.980
müssen und einführen müssen, Protokolldateneinheiten einführen müssen.

04:31.980 --> 04:35.640
Das ist die Voraussetzung eigentlich, um hier solche

04:35.640 --> 04:38.660
Fehlerursachenbehandlungen machen zu können, Fehlerursachen zu

04:38.660 --> 04:41.600
erkennen, zu beheben oder auch Flusssteuerung machen zu können.

04:44.960 --> 04:48.140
Bei Medienzugriff ist nochmal eine andere Geschichte.

04:48.920 --> 04:55.640
Das ist einer der wenigen Verfahren in der Telematik, wo wir keine

04:55.640 --> 04:57.720
PDUs zugrunde legen müssen.

04:57.840 --> 05:01.100
Das hat noch sehr viel mit Nachrichtentechnik zu tun, hat aber schon

05:01.100 --> 05:02.420
auch was mit Algorithmen zu tun.

05:02.580 --> 05:04.260
Also das ist eigentlich ein interessanter Bereich.

05:04.760 --> 05:12.600
Das ist die Schicht 2a, die dadurch entsteht, dass wir eben gemeinsam

05:12.600 --> 05:13.580
genutzte Medien haben.

05:13.680 --> 05:16.120
Da werde ich heute intensiver noch drauf eingehen.

05:16.880 --> 05:20.820
Und dann kommt sozusagen diese PDU-Strukturierung und die ganzen

05:20.820 --> 05:24.480
Protokollfunktionen, die wir in den verschiedenen Schichten zu

05:24.480 --> 05:25.340
behandeln haben.

05:28.000 --> 05:32.040
So, schauen wir uns die Aufgaben der Sicherungsschicht nochmal an.

05:32.120 --> 05:35.640
Das haben wir an verschiedenen Stellen eigentlich schon im Überblick

05:35.640 --> 05:36.260
behandelt.

05:36.700 --> 05:40.500
Hier ist das nochmal eine weitere Überblicksfolie, die ins Gedächtnis

05:40.500 --> 05:41.900
rufen soll, wo wir uns befinden.

05:42.440 --> 05:46.780
Wir gehen eben hier aus von einem sogenannten nachrichtentechnischen

05:46.780 --> 05:47.260
Kanal.

05:47.940 --> 05:50.800
Es ist die Schicht 1-Verbindung, wenn Sie so wollen.

05:50.800 --> 05:56.940
Das ist ein Kanal, der vollständig durch das Medium vorgegeben ist.

05:57.260 --> 06:00.900
Da versuchen Sie tatsächlich nur auf die Bittebene zu kommen,

06:00.980 --> 06:03.200
Bittströme zu übertragen und die sind ungesichert.

06:03.560 --> 06:08.080
Das, was das Medium an der Stelle liefert, das steht Ihnen hier an

06:08.080 --> 06:11.040
diesem Dienstzugangspunkt, an diesem Service Access Point zur

06:11.040 --> 06:11.440
Verfügung.

06:12.300 --> 06:15.960
Und in der Sicherungsschicht versuchen wir, von dem

06:15.960 --> 06:19.840
nachrichtentechnischen Kanal zu einem gesicherten Kanal zu gelangen.

06:19.840 --> 06:25.380
Wir erhöhen also die Zuverlässigkeit, die Stabilität, die

06:25.380 --> 06:27.380
Fehlerwahrscheinlichkeit wird gedrückt.

06:28.120 --> 06:31.520
Und was noch hinzukommt, das ist eben jetzt diese erste Funktion, die

06:31.520 --> 06:32.300
ich Ihnen genannt habe.

06:32.380 --> 06:34.880
Verfälschung und Verlustsicherung soll hier realisiert werden.

06:35.260 --> 06:40.300
Und wir haben eben noch als zweite Grundfunktion, die insbesondere

06:40.300 --> 06:42.980
oder nur in lokalen Netzen auftritt, diesen Medienzugang.

06:42.980 --> 06:48.100
Also eigentlich zwei Funktionen, die traditionelle Funktion, die

06:48.100 --> 06:52.980
Absicherung des nachrichtentechnischen Kanals und den Medienzugang, um

06:52.980 --> 06:55.520
gemeinsam genutzte Medien aufteilen zu können.

06:55.860 --> 06:59.160
Die Strukturierung des Datenstroms, wie gesagt, ist eine

06:59.160 --> 07:03.620
Grundvoraussetzung, um diese erste Hauptfunktion realisieren zu

07:03.620 --> 07:03.820
können.

07:04.120 --> 07:06.340
Aber natürlich entsprechend auch sehr wichtig.

07:07.440 --> 07:11.400
Und vielleicht sollte ich nochmal zu der vorhergehenden hier

07:11.400 --> 07:12.440
übergehen.

07:13.020 --> 07:17.780
Diese Medienzugangskontrolle bei geteilten Medien, die führt uns genau

07:17.780 --> 07:19.760
in den Lokalnetzbereich.

07:19.960 --> 07:22.960
Oder andersrum gesagt, aus dem Lokalnetzbereich kommt genau diese

07:22.960 --> 07:24.640
Problematik des Medienzugangs.

07:25.140 --> 07:29.460
Und das ist jetzt der Übergang auch zu der nächsten Folie, die zeigt,

07:29.840 --> 07:34.960
wie sieht denn die Situation im LAN, im Lokalnetzbereich aus.

07:34.960 --> 07:40.300
Aufgabenteilung der Lokalnetzschichten, der Schichten in Lokalnetzen.

07:40.900 --> 07:45.920
Und hier sehen Sie das erste Mal explizit gemacht diese Schicht 2a.

07:46.420 --> 07:49.840
Das ist das eigentlich Interessante hier in diesem Modell.

07:50.340 --> 07:51.980
Wir haben eine Teilschichtenbildung.

07:53.080 --> 07:58.580
Die kommt daher, dass die ISO-Schichtung zuvor diesen Aspekt nicht

07:58.580 --> 07:59.320
behandelt hat.

08:00.000 --> 08:03.220
Also diese Aufteilung von gemeinsam genutzten Medien.

08:03.220 --> 08:09.280
Wir mussten zu dem Zeitpunkt, zu dem diese Problematik auftrat,

08:09.960 --> 08:16.120
irgendwie diese Funktion in die bestehende Schichtung einbauen.

08:17.000 --> 08:19.740
Und das ist so eine beliebte Prüfungsfrage auch in der

08:19.740 --> 08:21.920
Vertiefungsfachtelematik, die ich stelle.

08:22.960 --> 08:28.160
Sie haben hier Entscheidungsfreiheitsgrade, diese Funktion in ein

08:28.160 --> 08:29.880
bestehendes Referenzmodell einzubauen.

08:30.580 --> 08:33.620
Diskutieren Sie mal, ob es überhaupt ein Freiheitsgrad ist.

08:35.100 --> 08:38.620
Das werden Sie vielleicht jetzt im Moment noch nicht ganz umreißen

08:38.620 --> 08:39.800
können, die Problematik.

08:40.040 --> 08:41.240
Es ist aber eine sehr grundsätzliche.

08:41.300 --> 08:45.360
Man hat im Zusammenhang mit der ISO noch gar nicht an gemeinsam

08:45.360 --> 08:46.420
genutzten Medien gedacht.

08:46.520 --> 08:51.080
Man ist eigentlich davon ausgegangen, dass man so teilvermaschte Netze

08:51.080 --> 08:51.220
hat.

08:51.320 --> 08:53.940
Das waren die öffentlichen Netze, das waren diese Vermittlungsknoten.

08:53.940 --> 08:57.260
Und man hat gedacht, naja, ich muss halt diese Links, das sind ja

08:57.260 --> 09:00.960
diese Schicht 2 Verbindungen, die muss ich erstmal absichern und in

09:00.960 --> 09:03.320
der Schicht 3 versuche ich die Wege aufzubauen.

09:03.540 --> 09:07.420
Man ist eigentlich bei der Konstruktion von dem Referenzmodell davon

09:07.420 --> 09:10.400
ausgegangen, ich habe keine gemeinsam genutzten Medien.

09:10.540 --> 09:14.580
Ich habe diese Verbindungen, die zwei Knoten miteinander in Verbindung

09:14.580 --> 09:16.180
bringen und die muss ich absichern.

09:16.560 --> 09:20.680
Und die ganze Sache hat sich dramatisch geändert, als man mit solchen

09:20.680 --> 09:23.540
Strukturen angefangen hat, mit solchen Busstrukturen angefangen hat.

09:23.600 --> 09:26.700
Und die sind ja diejenigen, die sich heute auch letztendlich im

09:26.700 --> 09:28.420
Lokalnetzbereich durchgesetzt haben.

09:28.900 --> 09:30.880
Da hat man eine ganz neue Aufgabe gehabt.

09:31.360 --> 09:34.520
Dieser eine Strich, das ist ja eigentlich das, was man hier

09:34.520 --> 09:37.760
vergleichen könnte, nämlich das ist letztendlich die Strippe, sage ich

09:37.760 --> 09:38.000
mal.

09:38.480 --> 09:44.320
Diese beiden Striche haben eine ganz unterschiedliche Positionierung.

09:44.720 --> 09:48.020
Im einen Fall haben wir sowas wie Punkt-zu-Punkt-Verbindung,

09:48.140 --> 09:49.620
dedizierte Leitung, wie wir sagen.

09:49.620 --> 09:53.120
Und im unteren Fall haben wir jetzt auf einmal sowas, was wir aus

09:53.120 --> 09:56.360
Betriebssystemen heraus kennen, eine gemeinsam genutzte Ressource.

09:56.860 --> 09:59.860
Nämlich das ist genau das gleiche, ob das jetzt Speicher ist oder ob

09:59.860 --> 10:03.080
das eine CPU ist, ist halt jetzt eine Strippe, ist jetzt ein Medium

10:03.080 --> 10:05.480
und da greifen mehrere gleichzeitig drauf zu.

10:05.980 --> 10:09.880
So, das muss ich irgendwie auflösen, dieses Problem, bevor ich mich

10:09.880 --> 10:13.080
wieder an die ganz normalen Protokollfunktionen machen kann.

10:13.080 --> 10:18.400
Und die Frage ist jetzt, wir haben diese bestehende Schichtung, gibt

10:18.400 --> 10:19.800
es irgendwelche Alternativen?

10:19.920 --> 10:24.800
Könnte man sich sozusagen überlegen, ob man diese Schicht 2a nicht

10:24.800 --> 10:28.060
noch weiter nach oben bringt, ob man die weiter nach unten bringt oder

10:28.060 --> 10:29.140
muss die genau da liegen?

10:29.380 --> 10:32.840
Das ist eine interessante Diskussion, möchte ich hier an der Stelle

10:32.840 --> 10:33.800
nicht vertiefen.

10:34.900 --> 10:36.940
Es gibt aber sehr geringe Freiheitsgrade.

10:36.940 --> 10:41.880
Also man muss irgendwie unten wohl die Medien behandeln und oben muss

10:41.880 --> 10:43.540
man dann die Absicherung durchführen.

10:43.820 --> 10:46.540
Die Absicherung kann ich eigentlich nur, dieses Logical Link Control,

10:46.680 --> 10:50.460
das ist genau die Schicht 2, das wäre die klassische Schicht 2 im ISO

10:50.460 --> 10:54.960
-Kontext, kann ich eigentlich nur richtig behandeln, wenn ich mal

10:54.960 --> 10:56.620
weiß, ja welche zwei sind es denn?

10:56.700 --> 10:59.500
Also die zwei greife ich dann raus, durch die Schicht 2a wird

10:59.500 --> 11:03.500
sozusagen gesagt, diese beiden bekommen das Medium und dann kann ich

11:03.500 --> 11:07.120
eigentlich erst diese ganz normalen Protokollfunktionen darauf

11:07.120 --> 11:09.500
anwenden, weil ich dann nämlich erst sozusagen die Verbindung

11:09.500 --> 11:14.960
identifiziert habe, die ich absichern möchte, wo ich ein Multiplexing

11:14.960 --> 11:17.720
drauf durchführen möchte, Qualitäten festlegen möchte und so weiter.

11:18.440 --> 11:22.380
Und in dieser Schicht 2a, werden wir eben heute auch noch sehen, haben

11:22.380 --> 11:26.100
wir grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten, das Medium

11:26.100 --> 11:26.920
zuzuteilen.

11:26.920 --> 11:32.060
Die eine Möglichkeit ist, dass ich sage, ich habe einen Algorithmus,

11:32.480 --> 11:38.480
der vorab genau festlegt, wer von diesen teilnehmenden Stationen das

11:38.480 --> 11:46.460
Medium erhält und diese steuernde Instanz legt genau diese beiden zu

11:46.460 --> 11:49.680
jedem Zeitpunkt fest, dann kann nichts passieren, dann müssen sie das

11:49.680 --> 11:51.820
Medium abgeben und die nächsten sind dran.

11:51.820 --> 11:56.140
Das ist der kontrollierte Zugriff, also der gesteuerte kontrollierte

11:56.140 --> 11:57.260
Zugriff.

11:57.860 --> 12:02.320
Und da können sie sich schon dran überlegen, das könnte aufwendig

12:02.320 --> 12:04.080
werden, das könnte ineffizient werden.

12:05.620 --> 12:09.140
Warum lässt man nicht auch eine Möglichkeit zu, dass die konkurrierend

12:09.140 --> 12:11.860
darauf zugreifen, die verschiedenen Teilnehmer und wenn dann was

12:11.860 --> 12:13.620
schief geht, dann löse ich das halt irgendwie auf.

12:13.620 --> 12:20.600
Und es ist erstaunlich, aufgrund von verschiedenen Phänomenen, hat

12:20.600 --> 12:26.100
sich dieser konkurrierende Zugriff extrem durchgesetzt gegenüber dem

12:26.100 --> 12:27.480
kontrollierten Zugriff.

12:27.900 --> 12:30.960
Das eine ist eben das Ethernet-Verfahren, das wir jetzt auch mit dem

12:30.960 --> 12:34.520
Fast Ethernet weiterhin in der Zukunft haben werden und das andere

12:34.520 --> 12:41.400
kontrollierte Zugriff steht für Token Ring, der immer hinterher, also

12:41.400 --> 12:44.840
immer großer Abstand zwischen Ethernet und Token Ring war, trotz der

12:44.840 --> 12:48.300
ganzen Überlegungen, die IBM damit eingebracht hat, hat sich das

12:48.300 --> 12:49.900
eigentlich weniger durchgesetzt.

12:50.080 --> 12:53.640
Es sind aber einige, wie gesagt, einige Phänomene da enthalten in

12:53.640 --> 12:57.700
diesem CSMACD-Verfahren, das hinter dem konkurrierenden Zugriff

12:57.700 --> 13:02.800
steckt, die, sage ich mal, glücklicherweise zusammengekommen sind,

13:02.800 --> 13:06.300
dass dieser konkurrierende Zugriff wirklich effizient ist, extrem

13:06.300 --> 13:09.240
effizient ist und deswegen haben wir zum Beispiel jetzt das Fast

13:09.240 --> 13:09.640
Ethernet.

13:09.800 --> 13:13.720
Wenn dem nicht so wäre, würden auch andere Produkte existieren.

13:14.140 --> 13:16.840
So, die Medien, das haben wir auch schon behandelt, hier sehen Sie

13:16.840 --> 13:20.780
nochmal die drei wichtigsten, die wir in den heutigen lokalen Netzen

13:20.780 --> 13:23.840
verarbeiten, also auf der untersten Ebene.

13:24.300 --> 13:28.600
Die sind die Glasfasern sicherlich als wichtigstes Medium, heute

13:28.600 --> 13:30.620
eingesetztes Medium zu nennen.

13:30.620 --> 13:36.720
Was erstaunlich ist, also das sollten Sie sich einfach mal näher

13:36.720 --> 13:41.720
betrachten, wir kommen, was Übertragungskapazität angeht, in den

13:41.720 --> 13:43.300
Terabit pro Sekunde-Bereich.

13:44.020 --> 13:49.460
Wenn Sie sich mal einen Terabyte angeschaut haben als Datenablage, da

13:49.460 --> 13:53.280
können Sie also sehr viel an Informationen reinbuttern, um sowas zu

13:53.280 --> 13:53.800
realisieren.

13:53.800 --> 13:59.260
Wir kommen dazu, dass wir innerhalb von Sekunden Terabytes schleifen

13:59.260 --> 14:00.880
können über die Netze.

14:03.020 --> 14:07.560
Eigentlich haben wir heute die Situation, in spezialisierten

14:07.560 --> 14:13.780
Bereichen, dass wir viel mehr Übertragungskapazität anbieten können,

14:13.900 --> 14:16.580
als wir tatsächlich Anwendungen haben.

14:16.780 --> 14:20.860
Das gilt nicht für den großflächigen Bereich, jetzt World Wide Web,

14:21.320 --> 14:26.140
mit den Problemen der Wartezeiten, da nicht, aber in lokal

14:26.140 --> 14:31.620
abgegrenzten Szenarien, in Laborbereichen, haben wir sehr viel mehr

14:31.620 --> 14:36.200
Kapazität, Übertragungskapazität, als die Systeme an

14:36.200 --> 14:38.420
Verarbeitungsleistung liefern.

14:38.600 --> 14:42.080
Das ist auch ein Fehler, der häufig gemacht wird oder nicht gesehen

14:42.080 --> 14:46.240
wird, dass man meint, die Netze sind immer eigentlich der Engpass und

14:46.240 --> 14:49.100
die Systeme sind so schnell und die Systeme sind so leistungsfähig.

14:49.100 --> 14:54.220
Das gilt wirklich nur für die flächendeckenden Netze, für die

14:54.220 --> 14:55.270
flächendeckende Übertragung.

14:56.060 --> 15:00.840
Das gilt nicht für Applikationen oder Anwendungsumfelder, die sie sich

15:00.840 --> 15:04.200
in einem abgegrenzten Szenario zusammenbauen.

15:04.340 --> 15:08.340
Es ist tatsächlich so, dass wir heute Übertragungskapazitäten anbieten

15:08.340 --> 15:10.560
können und wir wissen gar nicht, wozu wir die verwenden sollen.

15:11.080 --> 15:11.960
Das war schon immer so.

15:12.280 --> 15:15.700
Das war schon, als ich 1980 mein Diplom gemacht habe.

15:15.700 --> 15:21.640
Am Leibniz Rechenzentrum war ich mit der Ersten, der an dem Ethernet

15:21.640 --> 15:22.700
mitgearbeitet hat.

15:23.780 --> 15:27.100
10 Megabit pro Sekunde, das war schon zu dem Zeitpunkt 10 Megabit pro

15:27.100 --> 15:27.360
Sekunde.

15:27.460 --> 15:31.180
Ich habe da so einen Protokollanalysator in C geschrieben und wir

15:31.180 --> 15:33.620
wussten gar nicht, was wir eigentlich mit den 10 Megabit pro Sekunde

15:33.620 --> 15:34.200
machen sollen.

15:34.580 --> 15:38.740
Also die Systeme haben da so ganz leicht ihre Daten auf das Netz

15:38.740 --> 15:41.720
gelegt und heute ist das nicht mehr das Thema.

15:41.840 --> 15:45.920
10 Megabit pro Sekunde haben sie ganz schnell besetzt.

15:46.540 --> 15:49.480
Wir sind jetzt bei 100 Megabit pro Sekunde, aber eigentlich sind wir

15:49.480 --> 15:50.600
schon im Terabit pro Sekunde.

15:50.700 --> 15:53.080
Eigentlich sind wir schon im Gigabit und Terabit pro Sekunde Bereich

15:53.080 --> 15:56.740
und wir sind tatsächlich in der Forschung überlegen, was sind

15:56.740 --> 16:00.920
Applikationen, die tatsächlich solche Übertragungsdaten, Datenmengen

16:00.920 --> 16:01.360
benötigen.

16:01.600 --> 16:05.520
Sehr interessant, sozusagen nochmal diese Entwicklung von Systemen auf

16:05.520 --> 16:07.920
der einen Seite und Netzen auf der anderen Seite zu verfolgen.

16:07.920 --> 16:08.520
Hier ist eine Frage.

16:13.840 --> 16:14.940
Das stimmt nicht.

16:15.340 --> 16:20.100
Also hier steht drin, es ist noch genannt, also die Frage war, warum

16:20.100 --> 16:24.540
kann ich über verdrillte Kupferadern so viel mehr übertragen als über

16:24.540 --> 16:25.340
Koaxialkabel.

16:25.640 --> 16:28.420
Wichtig ist, theoretisch mehr doch nicht genutzt.

16:28.620 --> 16:31.940
Das Thema ist, das Koaxialkabel hat sich ausgelebt.

16:32.320 --> 16:35.840
Wir haben mit dem Twisted Pair eine Möglichkeit, heute relativ

16:35.840 --> 16:38.240
akzeptable Datenmengen zu übertragen.

16:38.240 --> 16:43.260
Mit dem Koaxialkabel, da kämen Sie sicherlich nochmal um den Faktor 10

16:43.260 --> 16:47.700
bis 100 problemlos besser voran, als mit einem verdrillten

16:47.700 --> 16:48.240
Kupferkabel.

16:49.340 --> 16:53.520
Nur das Problem ist, das Koaxialkabel ist viel zu teuer und Sie kommen

16:53.520 --> 16:56.300
nicht an die Dimension ran, die Ihnen Glasfasern bietet.

16:56.420 --> 16:58.260
Das heißt, es ist schlichtweg uninteressant geworden.

16:58.600 --> 17:02.300
Diese Abschirmung, die ich früher gemacht habe, um zu besseren

17:02.300 --> 17:05.380
Übertragungskapazitäten zu kommen, habe ich mit dem verdrillten

17:05.380 --> 17:06.940
Kupferadern jetzt in den Griff bekommen.

17:06.940 --> 17:11.020
Und um wirklich auf Dimensionen wie Terabit pro Sekunde zu kommen,

17:11.500 --> 17:13.560
führt der Weg an Glasfaser nicht vorbei.

17:13.740 --> 17:20.160
Der Grund ist schlichtweg, das Koaxialkabel hat keine wirklichen

17:20.160 --> 17:20.800
Vorteile mehr.

17:21.200 --> 17:23.660
Wir können mit verdrillten Kupferadern und Glasfaser arbeiten.

17:23.980 --> 17:27.160
Was auch noch ein Thema ist, was hier nicht aufgeführt ist, müsste

17:27.160 --> 17:30.000
aber im lokalen Netzumfeld durchaus erwähnt werden.

17:30.480 --> 17:34.240
Das ist die ganze Mobilfunktechnologie.

17:34.240 --> 17:38.840
Das ist auch eines der heißen Themen, auch in der Telematik, wie man

17:38.840 --> 17:41.920
hier zu vernünftigen Übertragungskapazitäten kommt.

17:42.540 --> 17:46.420
Aber Sie wissen ja auch selber, die ganze Diskussion mit Elektrosmog

17:46.420 --> 17:49.420
und dergleichen ist tatsächlich ein Thema, wenn Sie zu hohen

17:49.420 --> 17:52.780
Frequenzbereichen kommen und zu hohen Übertragungskapazitäten kommen,

17:53.480 --> 17:56.440
kommt da sozusagen nochmal ein ganz neues Thema dazu, das wir ja hier

17:56.440 --> 17:57.520
an dieser Stelle nicht haben.

17:58.640 --> 18:01.860
Vielleicht noch eine Story dazu, was auch ganz witzig war.

18:01.860 --> 18:09.600
Wo das erste Mal im größeren Umfeld so eine Verkabelung von 10 Megabit

18:09.600 --> 18:13.060
bis zu 100 Megabit pro Sekunde durchgeführt worden ist, da gab es

18:13.060 --> 18:16.480
tatsächlich Studien, die sich erstmal Gedanken gemacht haben, ob nicht

18:16.480 --> 18:21.200
durch irgendwelche physikalischen Phänomene die Brandgefahr erhöht

18:21.200 --> 18:23.020
wird, durch die höheren Frequenzbereiche.

18:23.180 --> 18:26.480
Da gab es tatsächlich Vermutungen, dass man hier ein großes

18:26.480 --> 18:29.100
Gefahrenpotential sich ins Haus holt.

18:29.460 --> 18:30.840
Das hat sich dann nicht bewahrheitet.

18:30.840 --> 18:34.340
Also ich möchte nicht sagen, dass jetzt diese Diskussion mit den

18:34.340 --> 18:38.060
Funknetzen diese Kategorie einnimmt.

18:38.620 --> 18:43.120
Wir müssen schauen, wie wir wirklich mit Situationen umgehen, wo wir

18:43.120 --> 18:47.460
überall um uns herum Funknetze aufgebaut haben.

18:47.560 --> 18:50.780
Da weiß heute tatsächlich noch kein Mensch, was das tatsächlich heißt

18:50.780 --> 18:53.360
für die Organismen und für die Umwelt.

18:54.100 --> 18:58.760
Es sind aber Themen, die massiv bearbeitet werden, auch von Industrie

18:58.760 --> 19:02.440
sehr interessiert beobachtet werden und bearbeitet werden, weil es

19:02.440 --> 19:04.340
bringt ja nichts in die Technologie zu investieren.

19:04.420 --> 19:08.000
Dann stellt sich nach 5 Jahren raus, eine riesen Krebsgefahr oder

19:08.000 --> 19:09.180
sowas kommt auf.

19:09.820 --> 19:12.540
Das ist also ein großes Risiko, was man da eingehen würde.

19:13.800 --> 19:20.000
Gut, das waren also jetzt die Lokalnetz-Aspekte auf der Stich 2.

19:20.000 --> 19:23.280
Wir kommen jetzt zum Medienzugriff.

19:24.420 --> 19:26.940
Das ist schon noch zu früh, zum Medienzugriff.

19:27.300 --> 19:30.140
Und wir sehen jetzt mal diese ganzen Topologien auf der ersten Folie.

19:31.140 --> 19:37.260
Das sind also die Netztopologien, die wir heute unterscheiden.

19:37.580 --> 19:41.320
Wir können die so ein bisschen gruppieren, in der Form, dass wir

19:41.320 --> 19:45.940
sagen, na diese Art von Netze, vollvermascht ist eigentlich ein

19:45.940 --> 19:49.420
absoluter Spezialfall, aber dieses teilvermaschte Netz, das finden wir

19:49.420 --> 19:51.480
im WAN-Bereich, Wide Area Network-Bereich.

19:51.600 --> 19:54.820
Also das IP-Netz ist ein teilvermaschtes Netz, da können Sie sich eben

19:54.820 --> 20:02.180
vorstellen, diese Knoten hier, das sind eben die IP-Router, die IP

20:02.180 --> 20:07.140
-Vermittlungsknoten, die die IP-Pakete über dieses teilvermaschte Netz

20:07.140 --> 20:07.840
transportieren.

20:09.040 --> 20:11.240
Interessant ist durchaus der Stern.

20:11.860 --> 20:13.860
Da können wir die beiden hier eigentlich verknüpfen.

20:14.320 --> 20:17.600
Aus dem Stern geht die hierarchische Anordnung hervor.

20:17.740 --> 20:20.300
Das sind sozusagen Sterne mit Satelliten dran.

20:21.880 --> 20:27.000
Insofern hat das eine große Bedeutung erreicht, als dass wir die

20:27.000 --> 20:31.520
Busstruktur im Rahmen vom Ethernet darauf abbilden können.

20:32.120 --> 20:34.360
Das will man auch zunächst nicht glauben.

20:34.360 --> 20:39.980
Dass das sozusagen abbildbar ist, diese beiden Strukturen, wird genau

20:39.980 --> 20:44.100
gemacht, wenn ich von einem 10-Base-5, das ist von einem normalen

20:44.100 --> 20:48.880
gelben Kabel-Ethernet-Bus strukturiert, auf ein Twisted-Pair, ein 10

20:48.880 --> 20:53.180
-Base -T gehe, dann wird nämlich dieser Bus, der jetzt ursprünglich

20:53.180 --> 20:56.700
das Medium war, oder in diesem Fall das Medium ist, wird zu einer

20:56.700 --> 21:00.580
Komponente, das nennt man den Hub, wie sicherlich schon mal gehört,

21:00.660 --> 21:01.480
oder Sternkoppler.

21:01.480 --> 21:07.880
Da wird sozusagen das Medium und die ganze Anschlusstechnik wird

21:07.880 --> 21:10.140
sozusagen in eine Komponente gebündelt.

21:10.900 --> 21:15.860
Und insofern ist der Stern, und auch diese hierarchische Anordnung,

21:16.520 --> 21:20.600
ist heute die häufigste Form der Netztopologie, die Sie im

21:20.600 --> 21:21.740
Lokalnetzbereich finden.

21:21.940 --> 21:23.200
Weniger die Bustechnologie.

21:24.460 --> 21:27.060
Und der Ring ist insofern interessant, dass wir eben noch den

21:27.060 --> 21:29.880
Tokenring an der Stelle als Implementierung haben.

21:29.880 --> 21:33.140
Also insofern kann man eigentlich hier so ein bisschen eine Grenze

21:33.140 --> 21:34.320
ziehen zwischen diesen beiden.

21:34.860 --> 21:38.160
Hier sind wir eher im Lokalnetzbereich, diese Strukturen, und wenn wir

21:38.160 --> 21:43.980
dann in die höhere Ebene gehen, ab Schicht 3, finden wir immer solche

21:43.980 --> 21:47.640
teilvermaschten Topologien vor.

21:53.820 --> 22:02.180
IEEE war massiv und ist massiv beteiligt an den Schichten 1 und 2 im

22:02.180 --> 22:06.040
Lokalnetzumfeld und im Metropolitan Area Network Umfeld.

22:06.600 --> 22:11.720
Und hier sehen Sie die wichtigsten Standardisierungsdokumente.

22:12.960 --> 22:18.340
Die sind alle in dieser 802.x vereinigt.

22:19.180 --> 22:23.160
Also 802.x, da x steht eben für eine laufende Nummer, und da haben wir

22:23.160 --> 22:27.720
heute schon eine zweistellige Anzahl von wichtigsten Dokumenten.

22:27.720 --> 22:31.220
Also die ganzen Dokumente, die hier aufgeführt sind, das sind die

22:31.220 --> 22:35.540
wichtigsten Standardisierungsdokumente im Lokalnetz und im

22:35.540 --> 22:37.380
Metropolitan Area Network Bereich.

22:38.100 --> 22:43.200
Und Sie sehen, dass man also hier diese Dokumente in der Form anordnen

22:43.200 --> 22:43.540
kann.

22:44.280 --> 22:45.920
Fangen wir mal kurz durch.

22:46.040 --> 22:53.220
Diese 802.1 liefert die Gesamtarchitektur dieses LAN-Modells.

22:53.220 --> 22:58.740
Man redet auch von einem Implementierungsreferenzmodell in dem

22:58.740 --> 23:03.880
Zusammenhang von IEEE, weil das Referenzmodell von IEEE sehr viel

23:03.880 --> 23:06.320
weiter geht als das ISO-Modell, auch sehr viel weiter geht als das

23:06.320 --> 23:07.140
Internet -Modell.

23:07.760 --> 23:10.640
Da steckt eigentlich in den Standards drin, wie Sie ein Internet

23:10.640 --> 23:13.860
aufbauen, wie die Komponenten aussehen, welche mechanischen

23:13.860 --> 23:15.460
Eigenschaften diese Komponenten haben.

23:15.580 --> 23:19.120
Also es ist nicht nur irgendwie ein hübsches Paperwork, sondern das

23:19.120 --> 23:26.420
liest sich eher wie eine Technikspezifikation eines Netzes.

23:26.600 --> 23:30.640
Und insofern redet man hier von Implementierungsreferenzmodellen, weil

23:30.640 --> 23:34.600
es sozusagen wirklich dazu dient, so ein Netz aufzubauen und die

23:34.600 --> 23:36.060
Komponenten zu spezifizieren.

23:36.220 --> 23:40.080
Nicht nur logisch, sondern auch physisch und deren physischen

23:40.080 --> 23:40.780
Eigenschaften.

23:41.440 --> 23:43.960
So, und das ist also die Gesamtarchitektur.

23:44.100 --> 23:45.860
Es wird auch über das Management ein bisschen was gesagt.

23:45.860 --> 23:49.260
Ein ganz wichtiges Thema, es geht nicht nur darum bei Netzen, wie baue

23:49.260 --> 23:52.380
ich die auf, sondern wie betreibe ich die, wie überwache ich die, wie

23:52.380 --> 23:54.740
stelle ich sicher, dass die funktionieren, diese Netze.

23:54.820 --> 23:55.540
Das ist das Management.

23:56.580 --> 24:00.360
Dann haben wir hier auch in dem 802.1 so eine übergelagerte

24:00.360 --> 24:06.860
Fragestellung, wie führe ich ein Bridging, eine Brückenbildung, eine

24:06.860 --> 24:11.060
Überbrückung von verschiedenen Technologien durch, auf der MEC-Ebene,

24:11.200 --> 24:13.940
auf der Stich 2a, auf der Medium Access Control.

24:15.220 --> 24:20.460
Darunter finden wir dann die verschiedenen Ansätze, wie ich die

24:20.460 --> 24:23.420
Schichten 1 und 2a gestalten kann.

24:24.340 --> 24:27.840
Ich kann ein CSMACD-Verfahren realisieren, das heißt, ich realisiere

24:27.840 --> 24:29.000
das Ethernet an der Stelle.

24:30.060 --> 24:31.260
Das ist genau das Ethernet.

24:31.740 --> 24:34.000
Ich kann ein Tokenbus, ich kann ein Tokenring realisieren.

24:35.280 --> 24:39.220
Und das Schöne ist, an diesem Modell, ich kann das Ganze wieder

24:39.220 --> 24:39.960
zusammenführen.

24:39.960 --> 24:45.460
Das heißt, ich habe da nicht isolierte Welten, Inseln, sondern durch

24:45.460 --> 24:49.160
das Bridging wird sozusagen wieder das gesamte Netz zusammengefügt.

24:49.440 --> 24:53.800
Und Sie müssen sich eben obendrüber eigentlich immer das IP denken und

24:53.800 --> 24:54.680
das Internet denken.

24:56.080 --> 24:59.560
Das ist dann sozusagen, was oben ab der Stich 3 weitergeht.

25:00.120 --> 25:04.500
Und dazwischen haben Sie noch diese Aufgabe der Sicherung, der

25:04.500 --> 25:09.100
eigentlichen traditionellen Absicherung des Links, also der Stich 2

25:09.100 --> 25:09.680
Verbindung.

25:10.220 --> 25:13.280
Und das ist dann die Stich 2b, nennen wir sie, weil wir ja schon die

25:13.280 --> 25:16.280
Stich 2a, den MacLayer hier eingeführt haben.

25:16.740 --> 25:21.920
Und das heißt, wir haben eigentlich auf zwei Ebenen eine Kopplung im

25:21.920 --> 25:22.480
Netzbereich.

25:23.060 --> 25:26.240
Mindestens auf zwei Ebenen im Transportsystem.

25:27.100 --> 25:31.940
Unten, was die eigentlichen LAN-Technologien angeht, die also

25:31.940 --> 25:37.440
sozusagen die physikalischen Netzstrukturen einbringen, das wird dann

25:37.440 --> 25:43.520
auf der Stich 2b, na es ist 2a noch, dieses Mac-Bridging, deswegen

25:43.520 --> 25:47.080
heißt es Mac, Stich 2a gemacht, es gibt auch auf der Stich 2b

25:47.080 --> 25:48.520
Möglichkeiten der Kopplung.

25:48.520 --> 25:54.880
Und dann noch eine Ebene drüber, wenn ich diese einzelnen Teilnetze

25:54.880 --> 25:58.200
verbunden habe, und dann gehe ich eigentlich eher schon aus den

25:58.200 --> 26:02.800
Unternehmensdomänen raus, möchte eine weltweite Kopplung realisieren,

26:03.140 --> 26:04.520
und das mache ich auf der Stich 3.

26:04.880 --> 26:08.060
Das heißt, Sie haben eigentlich, wenn Sie sich mal ein

26:08.060 --> 26:10.880
Unternehmensnetz anschauen, ich sage mal UN steht für ein

26:10.880 --> 26:15.100
Unternehmensnetz, dann sieht das so aus, dass Sie hier einzelne Netze

26:15.100 --> 26:15.300
haben.

26:15.300 --> 26:19.740
Sie haben ein Ethernet, Sie haben ein Token Ring, Sie haben ein Token

26:19.740 --> 26:23.200
Bus, Sie haben irgendein anderes Netz, das Sie irgendwie anbinden

26:23.200 --> 26:27.740
müssen, und diese Anbindung, also dieses Verknüpfen zu einem

26:27.740 --> 26:31.400
sogenannten Corporate Network, das passiert im Wesentlichen hier auf

26:31.400 --> 26:35.760
dieser, oder kann auf dieser Stich 2 passieren, und dann haben Sie

26:35.760 --> 26:38.460
sozusagen auf der Stich 2 sein Unternehmensnetz, und wenn Sie jetzt

26:38.460 --> 26:42.040
wirklich noch weitere Unternehmensnetze koppeln wollen, also Sie gehen

26:42.040 --> 26:45.880
sozusagen in die Welt raus, das machen Sie über das Internet.

26:48.160 --> 26:51.860
Das ist das Internet, das ist hier diese Wolke, und darüber wird das

26:51.860 --> 26:52.300
gekoppelt.

26:52.880 --> 26:57.060
Was in der Tat passiert, das war also diese Kopplung auf der Stich 2,

26:57.600 --> 27:00.160
das war Thema, als man damit angefangen hat.

27:00.880 --> 27:03.600
Sie haben gemerkt, ich habe ein bisschen gezögert, weil nämlich in der

27:03.600 --> 27:07.760
Tat ist es jetzt so, dass man gar nicht mehr auf der Stich 2 heute

27:07.760 --> 27:11.640
koppeln möchte, aus verschiedenen Gründen, sondern man zieht sich

27:11.640 --> 27:15.700
eigentlich das Internet, das IP, zieht man sich in dieses

27:15.700 --> 27:20.020
Unternehmensnetz rein und koppelt sozusagen über ein

27:20.020 --> 27:24.740
unternehmensinternes Internet die Netze, deswegen reden wir von einem

27:24.740 --> 27:28.500
Intranet, das ist genau das Thema, der Begriff Intranet, dass ich

27:28.500 --> 27:34.320
innerhalb einer Unternehmensdomäne die Internettechnologie nutze, um

27:34.320 --> 27:36.680
Netze, verschiedene Netze zu koppeln.

27:36.680 --> 27:39.880
Und da ist genau die grundsätzliche Frage, die dahinter steckt,

27:40.660 --> 27:46.820
koppelt ich Netze auf der Stich 2, im Sinne eines Bridgings, oder

27:46.820 --> 27:50.360
kopple ich Netze auf der Stich 3, im Sinne eines Routings.

27:51.340 --> 27:56.320
Das ist also eine grundsätzliche Frage gewesen, lange Zeit hat man auf

27:56.320 --> 28:00.320
dieser Stich 2 ein Bridging durchgeführt, aus verschiedensten Gründen,

28:00.480 --> 28:04.500
ein Grund ist, dass das Internet sozusagen außerhalb auch in die

28:04.500 --> 28:07.660
Unternehmensnetze reingewachsen ist, macht das Sinn, dass man eben gar

28:07.660 --> 28:10.960
nicht mehr auf der Stich 2 koppelt, sondern auf der Stich 3, dass man

28:10.960 --> 28:15.300
sozusagen fast eine homogene Struktur hat mit Intranetz, mit dem

28:15.300 --> 28:18.760
Internet, das außerhalb die ganzen anderen Intranetz verbindet, und

28:18.760 --> 28:24.400
gegebenenfalls auch Extranetz, die sozusagen Netze außerhalb sind, die

28:24.400 --> 28:27.020
abgegrenzte Domänen darstellen.

28:29.320 --> 28:32.280
Diese unteren Technologien werden wir uns dann gleich noch anschauen.

28:32.280 --> 28:36.760
Hier sehen wir vielleicht noch als zum Abschluss, dass auch Security

28:36.760 --> 28:39.220
ein großes Thema in diesem Modell ist.

28:39.600 --> 28:43.120
Es gibt einen eigenen Standard, der sich mit Security

28:43.120 --> 28:47.200
-Sicherheitsinfrastrukturen für 802.X-Protokolle beschäftigt.

28:47.700 --> 28:52.540
Also Sie sehen, das Thema wird auch in dem Standard gewürdigt.

28:53.020 --> 28:56.320
So, schauen wir uns die Zugriffsverfahren mal im Überblick an.

28:57.100 --> 29:01.540
Die ersten zwei Klassen haben wir eigentlich schon behandelt.

29:01.540 --> 29:03.820
Zeiten-Multiplex, Frequenz-Multiplex.

29:03.880 --> 29:07.300
Erstmal muss man vielleicht noch verdeutlichen, dass Medien zuteilen

29:07.300 --> 29:08.740
nichts anderes als Multiplexing.

29:09.500 --> 29:09.740
Warum?

29:10.800 --> 29:15.240
Weil ich ein Medium habe, eine Verbindung habe, eine physische

29:15.240 --> 29:19.240
Verbindung habe, und die teile ich mehreren Teilnehmern zu, und das

29:19.240 --> 29:20.420
ist genau Multiplexing.

29:21.080 --> 29:25.200
Und wir können Zeit-Multiplexing oder Frequenz-Multiplexing

29:25.200 --> 29:25.600
durchführen.

29:25.680 --> 29:29.200
Sie sehen schon an der Grafik hier, das ist das Interessante.

29:29.200 --> 29:33.200
Damit beschäftigen sich auch die Lahn-Technologien im Wesentlichen.

29:34.080 --> 29:36.540
Was nicht heißt, dass es kein Frequenz-Multiplexing gibt, aber das ist

29:36.540 --> 29:38.360
nachrichtentechnische Geschichte.

29:39.080 --> 29:40.980
Das ist bei Basisband und Breitband.

29:41.700 --> 29:45.820
Bei diesen Begriffen sehen Sie, Breitband ist eben im Frequenz

29:45.820 --> 29:47.620
-Multiplexen, liegt dem zugrunde.

29:48.100 --> 29:50.700
Zeit-Multiplex ist interessant vom Algorithmus her, deswegen

29:50.700 --> 29:51.740
interessiert uns das auch mehr.

29:52.120 --> 29:53.340
Es ist eine Protokollfrage.

29:53.720 --> 29:56.520
Frequenz-Multiplex ist eine Nachrichtentechnik-Frage.

29:56.520 --> 29:59.580
Zeit-Multiplex ist eine Protokollfrage, eine Algorithmenfrage.

30:00.300 --> 30:04.000
Und hier unterscheiden wir zwischen synchronen Zeit-Multiplex

30:04.000 --> 30:06.960
-Verfahren und asynchronen Zeit-Multiplex-Verfahren.

30:07.540 --> 30:11.960
Synchron ist auch wieder sehr einfach, aber ineffizient.

30:12.540 --> 30:15.600
Synchron heißt, Sie haben N Teilnehmer.

30:16.820 --> 30:21.000
Und diese N Teilnehmer bekommen immer in der gleichen Reihenfolge die

30:21.000 --> 30:22.600
gleichen Zeitschlitze zugeteilt.

30:23.880 --> 30:28.220
Und das Verhalten ist dann eben ein synchrones, in der Form, dass

30:28.220 --> 30:30.900
jeder Teilnehmer weiß, ich muss so und so lange warten, dann bekomme

30:30.900 --> 30:32.680
ich wieder genau diese Zeitscheibe zugeteilt.

30:33.060 --> 30:35.020
Das ist das synchrone Verfahren.

30:35.580 --> 30:38.840
Und Sie können sich vorstellen, dass man sowas aufbrechen möchte, weil

30:38.840 --> 30:42.560
zum Beispiel der Teilnehmer oder viele Teilnehmer gar nichts zu senden

30:42.560 --> 30:42.780
haben.

30:42.840 --> 30:44.760
Die kriegen trotzdem die Zeitscheibe.

30:45.020 --> 30:47.700
Oder sie brauchen gar nicht so lange, bekommen trotzdem die

30:47.700 --> 30:48.100
Zeitscheibe.

30:48.100 --> 30:51.100
Das heißt, sie haben da eine Zuordnung von dem Medium, von dem

30:51.100 --> 30:53.960
wertvollen Medium und das wird nicht genutzt.

30:54.040 --> 30:57.660
Das ist ja genau das Ziel, dass man das möglichst effizient, möglichst

30:57.660 --> 30:59.280
umfassend nutzen möchte.

30:59.800 --> 31:03.860
Und das führt dann genau zu den asynchronen Zeit-Multiplex-Verfahren.

31:04.400 --> 31:08.080
Und hier unterscheiden wir zwischen diesem konkurrierenden Zugriff und

31:08.080 --> 31:09.600
kontrollierten Zugriff.

31:09.940 --> 31:14.560
Und wir werden gleich die vier hier behandelten Beispiele, die werden

31:14.560 --> 31:15.520
wir uns mal kurz anschauen.

31:15.520 --> 31:18.540
Wir fangen an mit dem ALOA, das ist also ein konkurrierender Zugriff.

31:18.720 --> 31:23.580
Und das ist so ungefähr nach dem Motto, viel einfacher und dümmer kann

31:23.580 --> 31:26.020
ich es nicht machen, im ALOA-Verfahren.

31:26.780 --> 31:31.200
Sie können an der Skizze sofort die wichtigsten Eigenschaften

31:31.200 --> 31:40.220
erkennen, die so aussehen, dass Sie N Sender haben, in dem Fall 5.

31:41.640 --> 31:45.700
Und jeder Sender, wenn er jetzt hier von der oberen Schicht...

31:45.700 --> 31:47.920
Sie müssen sich einmal vorstellen, wir sind in der Schicht 2.

31:48.620 --> 31:53.860
Und die Schicht 3, die Schicht 3-Instanz ist das hier, die sagt jetzt,

31:53.940 --> 31:59.260
ich möchte was auf dem Kanal senden, auf diesem gesicherten Kanal.

31:59.260 --> 32:03.320
Und gibt dem A die Information, gibt die Daten.

32:04.120 --> 32:10.580
Und die Station A fängt sofort an, hier einen Rahmen auf das Medium zu

32:10.580 --> 32:10.880
setzen.

32:11.360 --> 32:15.200
Hier ist es ein Medium, das ist kein Frequenzmultiplex, sondern dieses

32:15.200 --> 32:17.020
hier ist eigentlich ein Medium.

32:17.720 --> 32:21.120
Und die verwenden alle das gleiche Medium, also nicht irgendwelche

32:21.120 --> 32:24.700
Frequenzbänder, die da unterteilt sind, sondern die senden auf dem

32:24.700 --> 32:26.620
gleichen Frequenzband, auf dem gleichen Medium.

32:26.620 --> 32:31.200
Und Sie sehen, das macht dann B auch an der Stelle, bekommt ein

32:31.200 --> 32:35.200
bisschen später, das ist hier die Zeit, die hier läuft, bekommt ein

32:35.200 --> 32:38.260
bisschen später den Sendewunsch von Ihrer Schicht 3-Instanz.

32:38.740 --> 32:43.040
Und was passiert, wenn was auf dem Medium ist, wenn auf dem Medium

32:43.040 --> 32:46.700
gesendet wird, dann gibt es eine sogenannte Kollision.

32:47.240 --> 32:51.700
Die Rahmen kollidieren, die Rahmen überlagern sich mit dem Ergebnis,

32:52.320 --> 32:56.640
dass sie den gesamten Rahmen, also das ist hier eine Kollision, dass

32:56.640 --> 33:00.600
sie den gesamten Rahmen nicht mehr verwenden können.

33:02.520 --> 33:09.640
Das passiert immer wieder, immer dann, wenn mindestens zwei Stationen

33:09.640 --> 33:14.400
gleichzeitig dieses Medium verwenden und nur, wenn Sie das Glück

33:14.400 --> 33:19.840
haben, wie jetzt bei C, dass zufällig eben in dieser Zeit, in der der

33:19.840 --> 33:26.960
Rahmen gesendet wird, keine andere Station das Medium verwendet, dann

33:26.960 --> 33:31.860
kommen Sie ohne Kollision aus und Sie können den Rahmen sicher

33:31.860 --> 33:32.560
übertragen.

33:33.340 --> 33:39.580
Und Sie sehen schon an diesem Beispiel, dass das also durchaus großes

33:39.580 --> 33:43.860
Gefahrenspotenzial besteht, dass Sie hier in Kollision geraten und das

33:43.860 --> 33:48.560
nächste, was Sie sich überlegen, ist dann eben die Frage, wie können

33:48.560 --> 33:54.300
Sie die Kollisionswahrscheinlichkeit verringern, gegebenenfalls sogar

33:54.300 --> 33:55.420
ganz vermeiden.

33:55.580 --> 33:58.820
Wir schauen uns jetzt die Verringerung an, also wir lassen immer noch

33:58.820 --> 34:02.880
Kollisionen dann zu, aber die Wahrscheinlichkeit wird geringer und das

34:02.880 --> 34:05.440
führt, also hier sollte man noch sagen, Sie kommen zu wirklich

34:05.440 --> 34:11.320
schlechten Kanalauslastungen durch dieses Verfahren und genau diese

34:11.320 --> 34:16.180
Idee des ALOA-Verfahrens, die hat letztendlich zum ISONET-Verfahren

34:16.180 --> 34:16.620
geführt.

34:16.920 --> 34:20.600
Genau die Defizite, die man daran erkannt hat, die haben dazu geführt,

34:20.700 --> 34:24.680
dass man eben zu diesem CSM-ACD-Verfahren gekommen ist.

34:25.200 --> 34:31.540
CSM-ACD steht für Carrier Sense Multiple Access with Collision

34:31.540 --> 34:32.080
Detection.

34:32.080 --> 34:36.240
Da steckt eigentlich genau drin, was das Verfahren oder stecken alle

34:36.240 --> 34:37.680
Eigenschaften des Verfahrens drin.

34:38.720 --> 34:43.620
Die Idee ist die sehr einfach, wenn ich Kollisionen verringern, die

34:43.620 --> 34:46.780
Wahrscheinlichkeit verringern möchte, muss ich mich irgendwie mal

34:46.780 --> 34:50.780
schlau machen, ob vielleicht schon auf dem Kanal jemand sendet.

34:51.360 --> 34:56.280
Wenn ich das nämlich erreiche, wenn ich die Information bekomme, da

34:56.280 --> 35:01.840
sendet schon jemand auf dem Kanal und ich dann nicht sofort anfange zu

35:01.840 --> 35:07.460
senden, habe ich schon mal eine große Gefahrenquelle verringert oder

35:07.460 --> 35:09.400
eine Gefahrenquelle beseitigt.

35:09.480 --> 35:13.540
Ich habe es nicht ganz beseitigt, aber ich habe eine sehr viel

35:13.540 --> 35:14.620
geringere Wahrscheinlichkeit.

35:14.720 --> 35:16.660
Deswegen gibt es genau dieses Carrier Sense.

35:17.000 --> 35:21.460
Multiple Access, das können Sie an der Stelle mal ignorieren, das ist

35:21.460 --> 35:25.760
die Grundvoraussetzung oder die Vorgabe, mehrere greifen darauf zu.

35:25.760 --> 35:30.640
Aber das Carrier Sense, also ich höre den Kanal ab, bevor ich anfange

35:30.640 --> 35:31.700
zu senden.

35:31.760 --> 35:35.780
Das ist also eine ganz wichtige zusätzliche Eigenschaft von diesem

35:35.780 --> 35:37.960
Verfahren gegenüber dem ALOA-Verfahren.

35:38.520 --> 35:43.760
Aber, das werden wir gleich sehen, ich bin noch nicht ganz am Ende mit

35:43.760 --> 35:52.300
dem Verfahren, das liefert mir leider doch nicht als endgültiges

35:52.300 --> 35:59.060
Resultat, dass ich keine Kollisionen erhalte, sondern es verringert

35:59.060 --> 35:59.700
nur die Gefahr.

36:00.000 --> 36:03.980
Und das werden wir an der nächsten Folie eben sehen, ich komme

36:03.980 --> 36:07.100
vielleicht nochmal zu dieser zurück, aber an der kann man das

36:07.100 --> 36:07.480
erkennen.

36:08.480 --> 36:17.700
Das Problem ist, dass trotz des Hörens auf dem Medium die Gefahr

36:17.700 --> 36:22.980
besteht, dass eine Kollision entsteht, weil sich die Signale eben mit

36:22.980 --> 36:24.360
einer gewissen Zeit ausbreiten.

36:24.360 --> 36:34.540
Das heißt, in dieser Situation denkt die Station B, der Kanal ist

36:34.540 --> 36:40.180
frei, das Medium ist frei, aber er ist in Wirklichkeit nicht frei,

36:40.640 --> 36:47.980
weil dieses Signal, das vorher auf das Medium gesetzt worden ist, noch

36:47.980 --> 36:51.440
nicht bis zur Station B vorgedrungen ist.

36:51.440 --> 36:55.580
Und hier spielt genau diese Signallaufzeit, die wir ja schon

36:55.580 --> 36:59.360
eingeführt haben, die wichtigste Rolle.

37:00.080 --> 37:04.660
Die Signallaufzeit, die abhängig ist von der Signalgeschwindigkeit,

37:04.840 --> 37:08.500
das ist annähernd Lichtgeschwindigkeit, und von der Distanz zwischen

37:08.500 --> 37:10.080
Station A und B.

37:10.600 --> 37:12.540
Und das ist genau das kritische Intervall.

37:12.540 --> 37:16.940
Trotz Carrier Sense, trotz Abhören des Mediums, besteht die Gefahr,

37:17.720 --> 37:22.960
dass zwei Stationen quasi simultan das Senden beginnen und dann muss

37:22.960 --> 37:25.540
sich die Kollision irgendwie behandeln.

37:26.460 --> 37:31.380
Aber das Intervall ist natürlich sehr, sehr viel stärker verringert im

37:31.380 --> 37:35.560
Vergleich zum ALOA-Protokoll, bei dem ja das Konfliktintervall

37:35.560 --> 37:40.460
sozusagen die gesamte Zeit ist, weil nicht auf das Medium gehört

37:40.460 --> 37:40.980
worden ist.

37:40.980 --> 37:47.060
So, und jetzt tritt hier eben an der Stelle, die Station B meint, das

37:47.060 --> 37:51.300
Medium ist frei, fängt auch an zu senden, und an der Stelle kommt es

37:51.300 --> 37:55.480
eben zu Kollisionen, zu einer Kollision, zu einer Überlagerung der

37:55.480 --> 37:58.660
beiden Übertragungen.

37:58.660 --> 38:01.820
Und diese Kollision wird erkannt.

38:01.980 --> 38:04.320
Das ist eine relativ einfache Angelegenheit.

38:04.840 --> 38:10.280
Eine Überlagerung wird dadurch erkennbar, dass Sie eben falsch

38:10.280 --> 38:13.680
verlaufende Signalverläufe haben oder speziell verlaufende

38:13.680 --> 38:14.800
Signalverläufe haben.

38:15.220 --> 38:19.420
Das ist eine sehr einfache physikalische Schaltung, die Sie da eben in

38:19.420 --> 38:23.260
dem Transceiver, in diesem Ethernet-Element haben, um das

38:23.260 --> 38:24.340
weiterzuleiten.

38:24.340 --> 38:28.060
Und Sie müssen jetzt entsprechend in der höheren Schicht, also

38:28.060 --> 38:35.180
oberhalb dieses CSMA, oberhalb dieser Kollisionserkennungsschicht,

38:35.460 --> 38:36.660
müssen Sie Maßnahmen ergreifen.

38:37.360 --> 38:40.800
Eine Maßnahme ist, dass man eben jetzt ein Jamming-Signal schickt.

38:40.960 --> 38:44.800
Das ist im Grundsatz nur dafür da, dass das ganze Verfahren etwas

38:44.800 --> 38:45.900
effizienter abläuft.

38:46.240 --> 38:49.020
Aber Sie müssen eben diese Kollision auflösen.

38:49.820 --> 38:54.420
Und die Frage ist an der Stelle, wie gehen Sie da vor, um die

38:54.420 --> 38:55.580
Kollision aufzulösen?

38:56.720 --> 38:59.340
Das Vorgehen ist das folgende.

38:59.740 --> 39:02.600
Sie müssen sich für die Stationen, Sie haben jetzt ja mindestens zwei

39:02.600 --> 39:08.100
Stationen, die sozusagen sendewillig sind, aber deren Übertragung

39:08.100 --> 39:09.020
nicht funktioniert hat.

39:09.400 --> 39:15.540
Sie müssen dafür sorgen, dass diese Stationen eine Zeit lang warten

39:15.540 --> 39:17.080
mit ihrem Senden.

39:17.080 --> 39:19.780
Sie müssen auf jeden Fall mal die beiden Stationen entzerren.

39:20.400 --> 39:22.640
Das Schlimmste, was passieren kann oder der größte Fehler, den Sie

39:22.640 --> 39:25.120
machen können in der Situation, ist, dass Sie beide wieder

39:25.120 --> 39:28.680
gleichzeitig zum Start schicken und beide fangen dann wieder an zu

39:28.680 --> 39:28.960
senden.

39:29.020 --> 39:30.920
Dann fangen Sie wieder quasi simultan an zu senden.

39:31.240 --> 39:34.880
Sie müssen also dafür sorgen, dass sozusagen eine Wartezeit für die

39:34.880 --> 39:39.020
Stationen gewählt wird, die insbesondere die Eigenschaft hat, dass sie

39:39.020 --> 39:39.840
unterschiedlich sind.

39:39.840 --> 39:44.260
Dass sie sozusagen beim nächsten Mal dafür garantieren können oder mit

39:44.260 --> 39:47.880
einer hohen Wahrscheinlichkeit garantieren können, dass diese Station

39:47.880 --> 39:50.620
nicht wieder quasi simultan beginnt zu senden.

39:52.080 --> 39:57.560
Das Verfahren, das hier im Ethernet realisiert wird, heißt Truncated

39:57.560 --> 39:59.180
Binary Backoff Algorithmus.

39:59.540 --> 40:02.780
Das ist also ein Algorithmus, der die Wartezeit bestimmt.

40:02.780 --> 40:06.720
Und in diesem Algorithmus ist eine ganz interessante, sehr einfache,

40:06.820 --> 40:11.600
aber ganz interessante Technik eingebaut.

40:12.200 --> 40:20.140
Nämlich, die Stationen zählen mit, wie häufig sie immer wieder in eine

40:20.140 --> 40:21.600
Kollision gekommen sind.

40:21.840 --> 40:24.980
Also nicht wie häufig sie absolut in eine Kollision gekommen sind,

40:25.100 --> 40:29.180
sondern mit diesem Datum, mit diesem Paket, das sie senden wollen.

40:29.180 --> 40:31.840
Wie viele wiederholte Kollisionen sind aufgetreten?

40:32.800 --> 40:38.840
Und je mehr Kollisionen wiederholt auftreten, umso länger warten sie.

40:39.920 --> 40:40.640
Zufällig.

40:41.760 --> 40:45.980
Nämlich, je mehr Kollisionen wiederholt auftreten, umso höher ist

40:45.980 --> 40:48.960
voraussichtlich die gesamte Netzlast.

40:48.960 --> 40:52.440
Und das Schlimmste, was sie tun können, wenn sie eh eine hohe Netzlast

40:52.440 --> 40:55.680
haben, ist, wenn alle Stationen, die in Kollision geraten sind, immer

40:55.680 --> 40:57.240
wieder das Netz belasten.

40:57.800 --> 40:59.080
Sie wollen das also entzerren.

40:59.680 --> 41:02.180
Das heißt, sie wollen einen Mechanismus einbauen, der dafür sorgt,

41:02.880 --> 41:04.060
jetzt haben wir eine hohe Netzlast.

41:04.640 --> 41:08.340
Und in diesem CSMACD-Verfahren, das fängt an, sich sozusagen

41:08.340 --> 41:11.820
zurückzuziehen, das Netz nicht vollkommen zuzumachen, sondern eben

41:11.820 --> 41:16.240
ganz im Gegenteil verzögert zu übertragen, beziehungsweise länger zu

41:16.240 --> 41:16.520
warten.

41:16.520 --> 41:20.860
Und das ist ein sehr, sehr einfacher Algorithmus, sehr, sehr einfach

41:20.860 --> 41:23.080
zu implementieren, kostet praktisch nichts.

41:23.760 --> 41:27.200
Da gehe ich jetzt nicht im Detail drauf ein, aber es ist fast

41:27.200 --> 41:28.380
geschenkt, dieser Algorithmus.

41:28.800 --> 41:33.860
Und der hat dazu geführt, dass das Ethernet an der Stelle stabil

41:33.860 --> 41:35.520
geblieben ist.

41:35.720 --> 41:40.580
Man hat nicht geglaubt, wo man mit dem Ethernet begonnen hat, sind

41:40.580 --> 41:43.920
Modelle gemacht worden, mathematische Modelle, Verkehrsmodelle gemacht

41:43.920 --> 41:44.200
worden.

41:44.200 --> 41:48.100
Man ist immer davon ausgegangen, bei einer Netzlast von sagen wir mal

41:48.100 --> 41:55.280
30%, also wenn 30% dieser 10 Megabit pro Sekunde angefordert werden

41:55.280 --> 41:57.880
von den Stationen, dann geht das Ethernet in die Knie.

41:58.340 --> 42:00.660
Das wird nicht funktionieren, das wird sehr schnell kollabieren.

42:02.680 --> 42:06.920
Faktum ist, dass Sie ein Ethernet mit 80 bis 90% fahren können, ohne

42:06.920 --> 42:09.740
dass es kollabiert, es bleibt also stabil.

42:09.740 --> 42:12.580
Genau dieser Truncated Binary Backoff-Algorithmus sorgt dafür.

42:13.180 --> 42:17.020
Das heißt, die Stationen werden immer wieder durch diese, wenn sie in

42:17.020 --> 42:19.980
zwei, drei Kollisionen nacheinander geraten, werden sie immer weiter

42:19.980 --> 42:22.640
zurückgezogen mit ihrem Senden.

42:23.100 --> 42:27.400
Das Netz erholt sich, das sind sehr, sehr schnelle Vorgänge und kann

42:27.400 --> 42:32.560
wieder sozusagen die Netzlast nach oben gehen.

42:32.560 --> 42:38.400
Das heißt, sie haben sozusagen so einen Zustand des Einschwingens und

42:38.400 --> 42:42.580
der Effekt ist, sie können bis zu 90% an Ethernet auslasten oder 80%.

42:42.580 --> 42:45.740
Hängt natürlich von Verkehrsprofilen ab, aber die Verkehrsprofile sind

42:45.740 --> 42:49.320
so in der Realität, dass sie also diesem Verfahren auch sehr stark

42:49.320 --> 42:50.240
entgegenkommen.

42:50.600 --> 42:54.140
Eine sehr interessante Angelegenheit, haben also vor 10 bis 15 Jahren

42:54.140 --> 42:57.160
viele Leute ihre Promotionen und wissenschaftliche Arbeiten darüber

42:57.160 --> 42:57.520
geschrieben.

42:57.520 --> 42:59.780
Ist ja sehr viel Mathematik auch dahinter, sehr viel

42:59.780 --> 43:04.300
Simulationsarbeit, die man sich vorstellen kann und die wurde auch

43:04.300 --> 43:04.880
ausgeführt.

43:05.140 --> 43:10.580
Fakt ist aber, dass dieses Verfahren sehr hohe, also sehr gute

43:10.580 --> 43:11.360
Ergebnisse liefert.

43:11.680 --> 43:12.820
Erstaunlich gute Ergebnisse.

43:13.740 --> 43:17.720
Und das führt dazu, dass wir heute im Bereich der lokalen Netze nicht

43:17.720 --> 43:21.020
nur diese 10 Megabit pro Sekunde Ethernet-Varianten haben, die hier

43:21.020 --> 43:22.600
nochmal aufgeführt sind.

43:22.600 --> 43:26.560
Ich habe schon die verschiedenen Varianten schon zumindest mal

43:26.560 --> 43:27.000
genannt.

43:27.540 --> 43:33.980
Hier haben wir den wichtigen Übergang von der Busstruktur zur

43:33.980 --> 43:34.780
Sternstruktur.

43:36.040 --> 43:39.080
Also hier haben wir jetzt genau dieses 10BaseT, das arbeitet eben mit

43:39.080 --> 43:43.040
Hubs, mit entweder Twisted Pair Hubs oder Glasfaser Hubs.

43:44.320 --> 43:47.940
Wir haben an der Stelle mit dem dicken Koaxialkabel begonnen.

43:49.080 --> 43:54.120
Da können wir uns Segmentlängen bis maximal 500 Meter leisten, bevor

43:54.120 --> 43:58.380
wir wieder einen Repeater dazuschalten müssen, der dann das Wieder

43:58.380 --> 43:59.920
-Auffrischen des Signals durchführt.

44:00.300 --> 44:03.020
Beim SYN Ethernet, da sparen wir ein bisschen an dem Kabel.

44:03.440 --> 44:07.620
Da müssen wir nach 200 Meter schon einen Repeater einsetzen, um das

44:07.620 --> 44:09.660
Kabel, um das Signal aufzufrischen.

44:09.660 --> 44:13.580
Und beim 10BaseT und 10BaseF habe ich eine ganz andere Struktur.

44:13.680 --> 44:17.440
Da habe ich, wie gesagt, diesen Hub in der Mitte und ich kann

44:17.440 --> 44:22.100
sternförmig diese Ethernet-Stationen daran verbinden.

44:23.160 --> 44:26.560
Das ist auch eine Ethernet-Station und so weiter.

44:27.420 --> 44:30.620
Und ich kann dann eben auch die Hubs verbinden, dass ich eben zu

44:30.620 --> 44:34.640
solchen, wie gerade gezeigten, hierarchischen Strukturen komme.

44:34.640 --> 44:38.480
Der Vorteil von der, man sollte jetzt irgendwie meinen, diese Hub

44:38.480 --> 44:41.080
-Struktur, das ist ja irgendwie äußerst aufwendig.

44:41.140 --> 44:43.800
Ich habe jetzt elektronische Komponenten auf einmal drin, ich habe

44:43.800 --> 44:47.460
Koppelelemente in meinem Netzaufbau mit enthalten, das ist richtig.

44:48.020 --> 44:54.880
Es ist auch durchaus eine nicht unbedingt billigere Technologie, nur

44:54.880 --> 44:58.340
Sie haben mit dieser Hub-Technologie einen riesen Vorteil des

44:58.340 --> 44:58.900
Managements.

44:58.900 --> 45:05.600
Sie haben zwei große Vorteile, Sie können die Netz-Topologie auf Ihre

45:05.600 --> 45:10.020
Unternehmensstruktur sehr viel besser abbilden, auf Ihre

45:10.020 --> 45:11.620
Gebäudestruktur insbesondere.

45:11.840 --> 45:15.840
Stellen Sie sich vor, Sie müssen ein endstöckiges Gebäude verkabeln,

45:16.500 --> 45:18.980
ist mit der Hub-Technologie wunderbar zu machen.

45:19.140 --> 45:24.120
Sie haben eben auf einer Etage, setzen Sie beispielsweise ein oder

45:24.120 --> 45:28.320
zwei Hub-Systeme an, also zwei Sterne oder einen Stern und können

45:28.320 --> 45:30.740
entsprechend dann die Stockwerke über diese Hubs dann auch

45:30.740 --> 45:32.000
entsprechend verkabeln.

45:32.480 --> 45:35.580
Das ist der eine große Vorteil, also Sie können sehr viel besser diese

45:35.580 --> 45:37.880
Struktur an die Gegebenheiten anpassen.

45:38.220 --> 45:41.400
Und der zweite, noch größere Vorteil ist, Sie erkennen sofort

45:41.400 --> 45:42.460
Ausfälle.

45:42.700 --> 45:44.740
Das Management ist ein großer Vorteil.

45:45.160 --> 45:49.400
Beim 10Base-5, 10Base-2-Isolator kann es Ihnen durchaus passieren und

45:49.400 --> 45:52.980
das ist jetzt nicht irgendwie theoretisch, sondern sehr praktisch.

45:52.980 --> 45:57.500
Eine Station hat einen Defekt, hat einen Schaden, führt dazu, dass

45:57.500 --> 46:01.560
gegebenenfalls das gesamte Isonet zum Ausfall kommt, dass Sie gar

46:01.560 --> 46:02.360
nichts mehr machen können.

46:03.800 --> 46:07.920
Das Fehlerverfolgen ist extrem aufwendig, ist extrem schwierig, das

46:07.920 --> 46:08.760
dann zu finden.

46:09.620 --> 46:12.540
Bei den Hubs haben Sie einen ganz großen Vorteil, das sind aktive

46:12.540 --> 46:17.100
Komponenten, in der Form, dass die eben an den entsprechenden Stellen

46:17.100 --> 46:19.240
Checks durchführen können.

46:19.240 --> 46:23.020
Also was macht hier die Isonet-Station an diesen Stellen und die

46:23.020 --> 46:25.340
können diese Isonet-Station automatisch abschalten.

46:26.480 --> 46:30.900
Das wird natürlich gemeldet, an der Stelle ist ein Netzausfall über

46:30.900 --> 46:34.580
eine entsprechende Netzmanagement-Plattform, aber Sie können dafür

46:34.580 --> 46:37.560
sorgen, dass Sie sozusagen diesen Fehler wirklich von dem gesamten

46:37.560 --> 46:39.020
Netz abkoppeln.

46:39.020 --> 46:43.920
Und das hat sich in der Praxis als einen riesen Vorteil erwiesen.

46:44.460 --> 46:47.940
Deswegen geht man eben heute zu diesen Strukturen über mit diesen

46:47.940 --> 46:48.540
Sternkopplern.

46:49.460 --> 46:52.400
Und da geht es dann weiter, ich habe Ihnen schon gesagt, dass wir eben

46:52.400 --> 46:56.580
jetzt hier, Sterntopologie ist sozusagen die grundlegende

46:56.580 --> 47:02.820
Netztopologie und wir haben durch verschiedene Tricks, da muss man

47:02.820 --> 47:06.300
auch ein bisschen was in den Verfahren durchführen, ich bin nicht auf

47:06.300 --> 47:07.740
Konfliktparameter eingegangen.

47:07.740 --> 47:10.920
Beim CSMA-CD muss man ein bisschen aufpassen.

47:11.520 --> 47:15.140
Aber Sie schaffen es, nicht nur von der Anschlusstechnologie und von

47:15.140 --> 47:17.880
der Medientechnologie, sondern eben auch von den Algorithmen her, von

47:17.880 --> 47:22.000
den Verfahren her, das auf 100 Megabit pro Sekunde zu betreiben.

47:22.460 --> 47:25.620
Und das ist jetzt, sagen wir mal, eine Ebene, mit der man noch einige

47:25.620 --> 47:27.280
Jahre ganz gut leben kann.

47:27.680 --> 47:33.140
Also 100 Megabit pro Sekunde ist eigentlich so die normale

47:33.140 --> 47:34.040
Anschlusstechnik.

47:35.600 --> 47:38.700
Weiter hinaus mache ich mal keine Aussagen, ob wir da wirklich dann

47:38.700 --> 47:42.660
das Ethernet auch noch im Gigabit-Bereich betreiben.

47:43.000 --> 47:45.700
Da kann heute eigentlich noch keiner genau was zu sagen.

47:45.820 --> 47:49.220
Da käme dann eher auch sowas wie FTDI oder solche Technologie wieder

47:49.220 --> 47:50.220
zum Forschen.

47:50.280 --> 47:54.540
Aber das ist für die nächsten Jahre, ist das das gängige Prinzip.

47:54.960 --> 47:59.180
Und diese Technologien, da verdienen sich die Firmen oder haben sich

47:59.180 --> 48:03.680
die Firmen zumindest ganz gut mitverdient, weil die sich wirklich

48:03.680 --> 48:05.000
durchgesetzt haben in der Praxis.

48:06.340 --> 48:12.000
So, kommen wir noch zu anderen Verfahren, die eher jetzt

48:12.000 --> 48:18.400
Zusatzinformationen liefern, die nicht mehr so stark gebraucht werden.

48:18.540 --> 48:23.060
Auch in Spezialkonfigurationen findet man beispielsweise diesen

48:23.060 --> 48:27.040
kontrollierten Zugriff mit Aufforderungsbetrieb, kann man relativ

48:27.040 --> 48:27.840
schnell abhandeln.

48:29.040 --> 48:32.460
Das Ethernet oder diese CSMA-CD-Struktur hat ja die Eigenschaft,

48:32.620 --> 48:33.980
vollständig dezentral zu sein.

48:34.080 --> 48:39.060
Sie haben keine einzige steuernde Station, keine Station, die mehr

48:39.060 --> 48:40.720
Rechte hat als eine andere Station.

48:40.840 --> 48:43.960
Also vollständig dezentral, das ist die wesentliche Eigenschaft.

48:44.460 --> 48:49.540
Und genau das Gegenteil findet hier statt mit dieser Leitstation, die

48:49.540 --> 48:53.440
sozusagen die volle Steuerung über das lokale Netz hat.

48:54.240 --> 48:55.940
Sie haben auch eine Busstruktur, wie Sie sehen.

48:55.940 --> 49:00.160
Aber wenn jetzt die Stationen den Bus in Anspruch nehmen wollen,

49:00.560 --> 49:03.300
müssen sie immer über die Leitstation gehen.

49:03.800 --> 49:05.300
Es sieht sogar genau andersrum aus.

49:05.400 --> 49:07.120
Die Leitstation hat so eine Polling-Tabelle.

49:08.120 --> 49:12.940
Also hat so eine Tabelle, in der sie reinschreibt, wer als nächstes

49:12.940 --> 49:14.480
den Bus in Anspruch nehmen darf.

49:14.940 --> 49:19.520
Und die ganzen Stationen, die hier angeschlossen sind, die werden

49:19.520 --> 49:21.000
gemäß dieser Tabelle gepollt.

49:21.080 --> 49:23.420
Das sehen Sie eben genau hier an diesen Pfeilen.

49:23.420 --> 49:30.180
Die erhalten sozusagen eine Aufforderung, den Bus in Anspruch zu

49:30.180 --> 49:30.380
nehmen.

49:30.560 --> 49:34.440
Die können gar nicht selber aktiv werden, sondern sie müssen sozusagen

49:34.440 --> 49:36.220
gemäß dieser Tabelle werden die gesteuert.

49:43.840 --> 49:46.660
Weil sie die Polling-Tabelle ändern können, deswegen.

49:47.100 --> 49:49.660
Weil da sozusagen eine Dynamik drin ist, das ist richtig.

49:49.800 --> 49:53.440
Also die Frage ist, warum das als asynchron bezeichnet wird.

49:53.440 --> 49:58.980
Das hängt damit zusammen, dass diese Polling-Tabelle geändert werden

49:58.980 --> 49:59.420
kann.

49:59.640 --> 50:00.620
Die ist also nicht stabil.

50:06.610 --> 50:07.890
Genau, da kommen wir gleich dazu.

50:08.230 --> 50:08.810
Beim Tokenring.

50:09.090 --> 50:10.390
Da sieht es nochmal ganz anders aus.

50:10.790 --> 50:12.230
Da haben wir auch ein asynchrones Verfahren.

50:13.690 --> 50:15.970
Und zwar, gut, kann ich gleich behandeln mit dem Tokenring.

50:16.750 --> 50:19.630
Wenn wir gleich sehen, das ist ein Token, das eben um den Ring

50:19.630 --> 50:20.250
wandert.

50:20.250 --> 50:25.770
Da haben wir die Asynchronität deswegen, weil im Regelfall die

50:25.770 --> 50:27.970
Stationen den Token einfach durchlaufen lassen.

50:28.270 --> 50:32.590
Und nur dann vom Netz nehmen, wenn sie wirklich einen Sendewunsch

50:32.590 --> 50:32.870
haben.

50:33.150 --> 50:35.050
Dann bekommen sie diese Asynchronität rein.

50:41.030 --> 50:42.490
Ja, das ist genau der Tokenring.

50:42.830 --> 50:45.270
Das ist genau das, was wir gerade schon angefangen haben.

50:45.550 --> 50:48.850
Ist auch ein IEEE-Norm, 802.5.

50:49.990 --> 50:54.310
Ein paar Aspekte, die wir hier vielleicht vertiefen könnten.

50:55.090 --> 50:57.550
Wir haben eben eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung.

50:58.410 --> 51:00.690
Der Ring besteht aus Punkt-zu-Punkt-Verbindung.

51:01.390 --> 51:06.190
Es ist also nicht so, dass die so dran hängen, dass wir die eine

51:06.190 --> 51:08.410
Alternative, sondern es ist so.

51:09.310 --> 51:17.970
Also es sind wirklich aktiv, die Information läuft aktiv durch die

51:17.970 --> 51:18.410
Knoten.

51:18.750 --> 51:19.510
Das ist also der Unterschied.

51:19.810 --> 51:23.670
Wenn Sie so eine Situation hätten, müssten Sie sich überlegen, wie Sie

51:23.670 --> 51:26.610
die Auffrischung gegebenenfalls realisieren können.

51:27.130 --> 51:29.070
Oder müssen, von dem Signal.

51:29.490 --> 51:33.990
Wenn der Ring zu groß wird, dann müssen Sie da auch noch irgendeine

51:33.990 --> 51:36.650
aktive Komponente hier vorsehen.

51:36.650 --> 51:41.650
Die Information läuft durch die am Turkenring angeschlossenen

51:41.650 --> 51:42.270
Elemente.

51:42.270 --> 51:45.650
Hier haben wir auch eine Verzögerung von dem Datenfluss.

51:46.370 --> 51:49.950
Also wir haben eine Ein-Bit-Verzögerung, die wir mit einbeziehen

51:49.950 --> 51:50.250
müssen.

51:50.590 --> 51:55.170
Das heißt, nicht mit Lichtgeschwindigkeit wandert hier das Paket oder

51:55.170 --> 51:59.430
der Rahmen um diesen Ring herum, sondern mit entsprechenden

51:59.430 --> 52:01.730
Verzögerungszeiten, mit Verarbeitungszeiten.

52:03.950 --> 52:09.810
Wir unterscheiden jetzt grundsätzlich zwischen zwei Arten von Rahmen,

52:10.350 --> 52:12.590
die auf dem Ring laufen.

52:13.250 --> 52:17.450
Der eine Rahmen ist der Token, das ist ein sehr kurzer Rahmen, wie wir

52:17.450 --> 52:18.270
gleich sehen werden.

52:19.090 --> 52:20.670
Und das andere ist ein Datenrahmen.

52:20.670 --> 52:29.830
Und wenn ein Tokenrahmen auf dem Ring sich befindet und bei einer

52:29.830 --> 52:35.830
Station ankommt, die sendewillig ist, dann kann diese Station, dann

52:35.830 --> 52:40.070
wird diese Station den Token umwandeln in einen Datenrahmen.

52:41.850 --> 52:43.970
Das ist also der Aspekt.

52:44.810 --> 52:49.490
Immer wenn ein Tokenrahmen auf dem Ring sich befindet, ist der Ring

52:49.490 --> 52:50.410
sozusagen frei.

52:51.370 --> 52:54.650
Wenn sich ein Datenrahmen auf dem Ring befindet, ist der Ring besetzt.

52:56.470 --> 53:01.990
Und die Station, die jetzt den Rahmen erhält, wird sich als erstes

53:01.990 --> 53:05.170
fragen, ist das ein Tokenrahmen oder ist das ein Datenrahmen?

53:05.170 --> 53:08.370
Wenn es ein Tokenrahmen ist und ich habe etwas zu senden, dann mache

53:08.370 --> 53:09.530
ich daraus einen Datenrahmen.

53:09.670 --> 53:12.210
Dann benutze ich den Ring zum Senden.

53:13.010 --> 53:16.910
Ist es ein Datenrahmen, muss ich mir die Empfängeradresse anschauen

53:16.910 --> 53:21.530
und schauen, ob das gegebenenfalls Daten sind, die für mich bestimmt

53:21.530 --> 53:21.810
sind.

53:21.930 --> 53:23.850
Oder ist das vielleicht sogar eine Broadcast Message?

53:24.730 --> 53:30.890
Das wäre dann eben für alle Stationen am Ring, die diese Informationen

53:30.890 --> 53:31.350
bekommen.

53:31.350 --> 53:34.850
Das können wir uns gleich mal anschauen.

53:34.990 --> 53:40.770
Was hier ein Problem ist, sind die vielen, vielen Fehlerfälle, die

53:40.770 --> 53:41.610
auftreten können.

53:41.990 --> 53:46.690
Das wirkt jetzt im Moment nicht komplizierter als das CSMACD

53:46.690 --> 53:48.370
-Verfahren, ist es aber.

53:48.810 --> 53:51.870
Also in der Praxis hat sich das gezeigt, dass Sie viel mehr

53:51.870 --> 53:56.690
Fehlerfälle mit diesem Verfahren sich einfangen und behandeln müssen.

53:56.690 --> 54:02.350
Sie können, im Vergleich zu dieser Problematik, wie ich das beim

54:02.350 --> 54:05.170
Binary Backoff Algorithmus gesagt habe, Sie haben Probleme mit dieser

54:05.170 --> 54:09.630
Netzlast beim Ethernet gehabt und Sie haben ein ganz einfaches

54:09.630 --> 54:14.550
Minimalverfahren, um dieses Problem, dieses massive Problem in den

54:14.550 --> 54:15.230
Griff zu bekommen.

54:15.750 --> 54:17.410
Bei dem Tokenring ist es genau andersrum.

54:18.070 --> 54:21.070
Sie meinen, Sie haben so lauter kleine Probleme, die müssten doch

54:21.070 --> 54:24.630
eigentlich gelöst werden und die erweisen sich dann bezüglich der

54:24.630 --> 54:26.130
Realisierung als Riesenprobleme.

54:26.730 --> 54:33.210
Also man will ja nicht meinen, dass das Problem, zwei Tokens zu haben

54:33.210 --> 54:36.530
auf dem Ring, das wirkt auch so theoretisch, das wirkt so

54:36.530 --> 54:41.530
theorielastig, wenn dann zwei Tokens um den Ring herummarschieren.

54:42.050 --> 54:42.930
Das passiert.

54:43.390 --> 54:44.430
Oder der Token geht verloren.

54:45.070 --> 54:45.650
Das passiert.

54:46.450 --> 54:47.490
Und zwar gar nicht so selten.

54:48.590 --> 54:52.170
Und das Thema oder das Problem ist jetzt, wie kriege ich das in den

54:52.170 --> 54:52.410
Griff?

54:53.530 --> 54:55.890
Erstmal muss ich mir überlegen, welche Verfahren brauche ich?

54:55.970 --> 54:58.630
Also das ist das Tokenmanagement und wie realisiere ich das?

54:58.790 --> 55:02.650
Und was ganz interessant ist, was ich als ganz interessant empfunden

55:02.650 --> 55:07.010
habe, als ich das das erste Mal genauer mir betrachtet habe, jeder

55:07.010 --> 55:10.630
dieser Stationen hat das gesamte Tokenmanagement, kann sozusagen

55:10.630 --> 55:11.710
Tokenmanager spielen.

55:12.570 --> 55:14.490
Also dann die Frage, wer ist denn Tokenmanager?

55:14.490 --> 55:17.350
Sie können ja auch nicht mehrere Tokenmanager haben, die kommen ja

55:17.350 --> 55:18.110
dann auch in einen Konflikt.

55:18.630 --> 55:20.870
Sie müssen ja dann auch ein Verfahren haben, wer ist denn jetzt der

55:20.870 --> 55:21.790
nächste Tokenmanager?

55:22.210 --> 55:25.030
Also die Station, die das Tokenmanagement durchführt, haben sie wieder

55:25.030 --> 55:27.190
eine Verkomplizierung von dem ganzen Verfahren.

55:27.930 --> 55:31.550
Und zum Schluss endet man darin, dass jeder im Grundsatz Tokenmanager

55:31.550 --> 55:34.090
sein kann und sie müssen sich eben einen Algorithmus überlegen, ein

55:34.090 --> 55:38.070
Verfahren überlegen, wie sie dieses in einem bestimmten Fall, wenn

55:38.070 --> 55:40.730
dieser Fall auftritt, wem sie das Tokenmanagement übergeben.

55:40.730 --> 55:43.390
Das heißt, sie haben ziemlich viele Komplexitäten in diesem

55:43.390 --> 55:48.690
grundsätzlich einfachen Verfahren enthalten, die dazu führen, dass die

55:48.690 --> 55:52.230
ganze Geschichte eben relativ uninteressant ist.

55:54.790 --> 55:58.390
Der eigentliche Vorteil, den man mit dem Tokenring gesehen hat, war,

55:58.910 --> 56:02.390
dass man Realzeitanforderungen erfüllen kann.

56:02.490 --> 56:07.130
In der Form, man kann die maximale Wartezeit mit diesem Verfahren

56:07.130 --> 56:07.790
vorherbestimmen.

56:07.790 --> 56:08.950
Das ist im Grundsatz richtig.

56:09.830 --> 56:12.270
Modulo der Fehlerfälle, die da auftreten können.

56:12.430 --> 56:14.410
Also wenn irgendwie da was schiefläuft, dann können sie das auch nicht

56:14.410 --> 56:14.670
machen.

56:15.070 --> 56:16.910
Beim Isernet können sie eigentlich gar nichts vorhersagen.

56:17.110 --> 56:19.730
Da haben sie ein vollständig nicht deterministisches Verhalten.

56:20.670 --> 56:24.550
Hier können sie die maximalen Wartezeiten zumindest vorhersagen, aber

56:24.550 --> 56:27.010
das hat dann auch nicht so wahnsinnig viel gebracht.

56:27.290 --> 56:30.750
Also Fakt ist, dass heute Isernet in Realzeitumgebungen eingesetzt

56:30.750 --> 56:34.570
wird und man sozusagen dieses Restrisiko eingeht, das aber sehr gering

56:34.570 --> 56:34.790
ist.

56:34.790 --> 56:38.990
Gut, schauen wir uns mal kurz den Verlauf an von dem Tokenring.

56:39.770 --> 56:41.090
Hier sehen Sie das Freitoken.

56:41.470 --> 56:45.430
Hier sehen Sie also einen Rahmen, einen sehr kleinen Rahmen, wie wir

56:45.430 --> 56:47.830
dann gleich sehen werden, der eben hier auf dem Ring verläuft.

56:49.350 --> 56:51.770
Jetzt kommt das bei der Station A vorbei.

56:52.570 --> 56:55.330
A hat einen Sendewunsch, das heißt wieder, Sie können sich hier oben

56:55.330 --> 56:59.230
die IP-Schicht irgendwie überlegen, die möchte auf der Schicht 2

56:59.230 --> 57:00.350
datenlos werden.

57:00.350 --> 57:06.950
Und wir haben gesagt, sobald hier ein Freitoken, also dieses Token,

57:06.970 --> 57:12.790
vorbeikommt, kann die sendewillige Station dieses Token umwandeln in

57:12.790 --> 57:17.030
einen Belegtoken, das heißt es ist ein Datenrahmen, der jetzt auf dem

57:17.030 --> 57:18.230
Ring verläuft.

57:18.850 --> 57:24.330
Und entsprechend soll jetzt hier angedeutet werden, dass das für C

57:24.330 --> 57:28.390
bestimmt ist, dass also hier eine Kommunikation zwischen A und C

57:28.390 --> 57:30.330
durchgeführt wird.

57:30.330 --> 57:39.330
C erkennt das daran, dass es eben die Information in dem Belegtoken,

57:39.970 --> 57:44.290
also in dem Datenrahmen durchgeht und die Empfängeradresse erkennt und

57:44.290 --> 57:52.590
nimmt diese Information vom Netz und ergänzt hier eine Information,

57:53.370 --> 57:56.430
ich habe die Information vom Netz genommen, ich habe sie bekommen,

57:56.750 --> 58:00.130
also sozusagen eine Empfangsbestätigung, die hier enthalten ist.

58:01.130 --> 58:07.290
Das ist die Empfangsbestätigung von C, das ist genau diese sozusagen

58:07.290 --> 58:10.810
Quittungsnummer, wenn Sie so wollen, oder das Acknowledge, das eben

58:10.810 --> 58:15.590
hiermit enthalten ist und A erkennt eben diese Empfangsbestätigung und

58:15.590 --> 58:20.030
hat damit die Information, C hat die Information bekommen und es geht

58:20.030 --> 58:21.130
mit dem Freitoken weiter.

58:21.630 --> 58:24.850
Was hier jetzt nicht gut angedeutet ist, aber wir haben es ja gerade

58:24.850 --> 58:29.250
gesagt, das geht wirklich hier durch.

58:29.530 --> 58:32.310
Die sind aktiv am Netz angeschlossen, die Komponenten.

58:32.770 --> 58:34.690
Das ist also noch ein wichtiger Aspekt.

58:36.810 --> 58:42.910
Gut, das sind also die verschiedenen Übertragungsverfahren der

58:42.910 --> 58:48.150
Mehrfachnutzung und jetzt kommen wir zur Strukturierung der

58:48.150 --> 58:49.110
Datenübertragung.

58:49.210 --> 58:52.290
Jetzt kommt ein Abschnitt, wo Sie mal ein paar PDUs sehen.

58:54.370 --> 58:55.290
Einige Protokolldateneinheiten.

58:55.810 --> 58:59.630
Wir schauen uns jetzt eben die Schicht 2 PDUs von Ethernet, Tokenring

58:59.630 --> 59:04.630
und HDLC an und behandeln dann, gehen dann über in, wenn wir uns das

59:04.630 --> 59:06.790
HDLC betrachten, zur Codetransparenz.

59:06.910 --> 59:09.870
Das ist eigentlich die erste Protokollfunktion, die wir da betrachten.

59:10.350 --> 59:12.970
So, schauen wir uns mal das Paketformat vom Ethernet an.

59:13.910 --> 59:17.370
Dann werden wir einige Dinge wiedererkennen, die wir schon behandelt

59:17.370 --> 59:17.630
haben.

59:17.750 --> 59:22.430
Also diese Synchronisationszeichen am Anfang, zur Aufsynchronisation

59:22.430 --> 59:24.570
des Empfängers, sehen wir hier.

59:24.950 --> 59:27.930
Dann haben wir so einen Startdelimiter, der eben dadurch

59:27.930 --> 59:32.250
gekennzeichnet ist, dass er zwei aufeinanderfolgende Einsen am Ende

59:32.250 --> 59:33.370
aufweist.

59:33.950 --> 59:36.030
Das erinnert so ein bisschen an das Startbit.

59:36.970 --> 59:39.470
Hat auch so ungefähr diese Eigenschaft.

59:40.590 --> 59:45.250
Und das sind immerhin schon 64 Bit, die wir hier auf die Reise

59:45.250 --> 59:45.910
geschickt haben.

59:46.450 --> 59:52.830
Dann kommen die Adressen, die wir ja in jeder Schicht 2 benötigen, von

59:52.830 --> 59:55.530
wem kommt es, an wen wird es geschickt.

59:55.630 --> 59:57.150
Das sind eben die MAC-Adressen.

59:57.850 --> 01:00:01.690
Hier gibt es einen kleineren Adressraum und einen größeren Adressraum.

01:00:02.250 --> 01:00:08.770
Nämlich es gibt 16 Bit, also ein 2-Byte und 6-Byte-Formate, die wir

01:00:08.770 --> 01:00:13.770
vorsehen können, je nachdem, wie groß der Adressraum ist, den wir eben

01:00:13.770 --> 01:00:14.610
benötigen.

01:00:14.930 --> 01:00:16.530
Heutzutage brauchen wir eher größere.

01:00:16.530 --> 01:00:20.110
Deswegen haben wir diese 6-Byte-Ergänzung hier vorgenommen.

01:00:20.470 --> 01:00:22.710
Ursprünglich waren das 16 Bit nur, also nur 2 Byte.

01:00:23.670 --> 01:00:26.190
Aber es ist dann eben noch vergrößert worden.

01:00:26.590 --> 01:00:29.770
Dann sehen wir auch wieder einen Aspekt, den wir schon beim

01:00:29.770 --> 01:00:31.830
Alternating -Bit-Protokoll festgestellt haben.

01:00:32.150 --> 01:00:37.330
Wir müssen eine Länge angeben, damit die Empfangende Station weiß,

01:00:37.790 --> 01:00:39.310
wann hört denn das Datenfeld auf.

01:00:39.390 --> 01:00:44.530
Also hier wird die Anzahl der Byte im Datenfeld kodiert.

01:00:44.530 --> 01:00:46.730
Das sind maximal 12.000 Bit.

01:00:46.930 --> 01:00:52.610
Das heißt also, Sie haben bis zu 1500 Byte, die Sie übertragen können

01:00:52.610 --> 01:00:53.970
an dieser Stelle.

01:00:54.350 --> 01:00:57.530
Dann gibt es noch sogenannte Padding-Bits.

01:00:59.790 --> 01:01:02.270
Da bin ich jetzt gar nicht näher drauf eingegangen.

01:01:02.390 --> 01:01:04.490
Das ist aber auch ein wichtiger Aspekt.

01:01:04.690 --> 01:01:10.170
Sie müssen eine Mindestpaketlänge im Ethernet vorsehen.

01:01:11.430 --> 01:01:14.850
Die liegt bei 64 Byte.

01:01:15.770 --> 01:01:20.670
Jetzt können Sie aber natürlich nur sehr kurze Daten übertragen und

01:01:20.670 --> 01:01:25.010
Sie kommen mit den Steuerinformationen eben nicht auf diese 64 Byte.

01:01:25.830 --> 01:01:29.690
Das heißt, Sie müssen jetzt irgendwie in dem Fall, in dem Sie so kurze

01:01:29.690 --> 01:01:35.530
Daten übertragen, künstlich die Länge des Ethernet-Paketes erweitern.

01:01:36.150 --> 01:01:37.690
Der Grund ist der folgende.

01:01:38.350 --> 01:01:44.650
Dieses CSM-ACD-Verfahren funktioniert nur, wenn die sendende Station

01:01:44.650 --> 01:01:49.170
den Sendefunk noch nicht abgeschlossen hat, während sie die Kollision

01:01:49.170 --> 01:01:49.630
entdeckt.

01:01:49.930 --> 01:01:54.510
Das heißt, wenn die Kollision bei der sendenden Station ankommt, also

01:01:54.510 --> 01:01:58.270
diese Signalüberlagerung festgestellt wird, muss die Station noch

01:01:58.270 --> 01:01:58.850
senden.

01:01:59.310 --> 01:02:02.810
Das ist also eine Vorgabe, sonst funktioniert das Ganze nicht, weil

01:02:02.810 --> 01:02:06.330
Sie nämlich ansonsten nicht wissen, wer ist denn von der Kollision

01:02:06.330 --> 01:02:06.730
betroffen.

01:02:06.730 --> 01:02:10.070
Das ist auch nochmal ein Effizienzaspekt von dem Verfahren.

01:02:10.510 --> 01:02:12.750
Sie haben diese Eins-zu-eins-Zuordnung.

01:02:14.170 --> 01:02:23.310
Wenn eine Kollision auftritt, dann sind das meine gesendeten Daten,

01:02:23.410 --> 01:02:27.430
beziehungsweise andersrum, hier wird es noch klarer, wenn ich meine

01:02:27.430 --> 01:02:31.170
Informationen, meine Daten gesendet habe, und in der Zeit, in der ich

01:02:31.170 --> 01:02:34.990
gesendet habe, habe ich kein Kollisionssignal entdeckt, gehe ich davon

01:02:34.990 --> 01:02:37.410
aus, dass das geklappt hat, dass das funktioniert hat.

01:02:38.190 --> 01:02:44.910
Das heißt also, Sie müssen dafür sorgen, dass sozusagen zwischen dem

01:02:44.910 --> 01:02:49.150
Ausbreiten, wir nehmen mal die Station A und die Station B, wir haben

01:02:49.150 --> 01:02:54.950
hier das Medium, mal ganz salopp gesprochen, Sie müssen dafür sorgen,

01:02:55.090 --> 01:02:57.030
dass diese Station A, die jetzt hier sendet,

01:03:03.830 --> 01:03:08.490
Sie haben hier die Station A, Sie haben hier die Station B, Sie

01:03:08.490 --> 01:03:12.030
brauchen eine Zeit, bis sich die Kollision ausbreitet.

01:03:12.730 --> 01:03:17.130
Sie brauchen hier, Sie müssen sich sozusagen dahin ausbreiten, dann

01:03:17.130 --> 01:03:21.970
vergeht Zeit, bis die Station B auch irgendwas aufs Netz gebracht hat.

01:03:22.330 --> 01:03:25.490
Sie haben also hier irgendwie Signallaufzeiten, und dann muss das

01:03:25.490 --> 01:03:28.050
Kollisionssignal, das ja hier jetzt irgendwo entstanden ist, muss auch

01:03:28.050 --> 01:03:28.730
wieder zurückgehen.

01:03:29.030 --> 01:03:34.330
Das heißt, Sie müssen die Roundtrip-Delayzeit, die Zeit, die die

01:03:34.330 --> 01:03:39.090
Signale brauchen, bis sie einmal vom Empfänger und zurückgekommen

01:03:39.090 --> 01:03:40.230
sind, müssen Sie einbeziehen.

01:03:40.850 --> 01:03:45.810
Und das ist die eine Zeitkomponente, und die müssen Sie vergleichen

01:03:45.810 --> 01:03:50.410
mit der Zeit, die diese Station A braucht, um das Paket loszuwerden,

01:03:50.490 --> 01:03:51.910
oder die Daten loszuwerden.

01:03:52.130 --> 01:03:59.230
Das war ja die Übertragungszeit, oder hängt massiv ab von der

01:03:59.230 --> 01:04:00.810
Übertragungskapazität.

01:04:01.690 --> 01:04:07.130
Und je länger die Daten sind, die Sie hier übertragen müssen, durch

01:04:07.130 --> 01:04:12.870
das A, umso länger braucht die Station A auch, um die Daten

01:04:12.870 --> 01:04:13.830
loszuwerden.

01:04:14.510 --> 01:04:21.350
Und wenn Sie jetzt die Paketlänge, wenn Sie wissen, das Paket hat eine

01:04:21.350 --> 01:04:26.150
Mindestlänge, dann können Sie diese Zeit auch festlegen.

01:04:26.330 --> 01:04:29.070
Wenn Sie nicht wissen, wie lang das Paket ist, wenn es beliebig kurz

01:04:29.070 --> 01:04:33.450
sein kann, ist die Zeit, die die Station A für Senden braucht, auch

01:04:33.450 --> 01:04:37.070
nicht vorhersagbar, nicht mit einkalkulierbar.

01:04:37.730 --> 01:04:40.190
Und dementsprechend können Sie dann eben keine Aussage mehr treffen,

01:04:40.510 --> 01:04:43.470
ist denn die Station A wirklich noch am Senden, während hier dieses

01:04:43.470 --> 01:04:47.210
Kollisionssignal, wenn das Kollisionssignal ankommt.

01:04:47.590 --> 01:04:51.170
Das heißt, diese Zeit, die die Station A braucht, um das Paket

01:04:51.170 --> 01:04:55.350
loszuwerden, müssen Sie gegebenenfalls künstlich verlängern.

01:04:55.930 --> 01:05:01.990
Und das passiert genau dann, wenn Sie zu kurze Pakete haben, zu wenig

01:05:01.990 --> 01:05:05.430
Daten, zu wenig Nutzdaten übertragen, dann müssen Sie eben diese

01:05:05.430 --> 01:05:10.550
Padding -Daten hinzufügen, um diese Mindestlänge von 64 Byte zu

01:05:10.550 --> 01:05:11.990
erreichen in dem Ethernet-Paket.

01:05:12.410 --> 01:05:14.230
Das ist also der Grund für das Padding.

01:05:14.750 --> 01:05:17.130
Dann kommen wir noch zu dem Frame-Check-Sequence.

01:05:17.630 --> 01:05:20.690
Dahinter steckt jetzt das CRC-Verfahren, das Cyclic Redundancy Check

01:05:20.690 --> 01:05:27.570
-Verfahren, eine Polynom-Division, die Sie über diese Daten legen,

01:05:28.490 --> 01:05:32.230
hier eine Zusatzinformation angeben, mit der Sie eben dann

01:05:32.230 --> 01:05:35.170
Verfälschungen beim Empfänger identifizieren können.

01:05:35.490 --> 01:05:41.450
Das ist also die eigentliche Erkennung von Bit-Fehlern.

01:05:42.330 --> 01:05:45.170
Dann das Paketformat vom Tokenring.

01:05:46.290 --> 01:05:47.610
Eigentlich ist das ein bisschen unglücklich.

01:05:47.610 --> 01:05:52.970
Wir reden immer von Ethernet-Paketen und von Tokenring-Paketen.

01:05:53.890 --> 01:05:58.830
Eigentlich ist das unglücklich, weil es sind immer Schicht-2-PDUs, die

01:05:58.830 --> 01:05:59.610
wir hier betrachten.

01:06:00.330 --> 01:06:04.770
Schicht-2-PDUs, also Protokoll-Daten-Einheiten der Schicht-2.

01:06:05.550 --> 01:06:10.630
Und eigentlich sind Pakete, das ist so der Begriff für Schicht-3-PDUs

01:06:10.630 --> 01:06:15.950
und Schicht-2-PDUs, da redet man eher über Frames oder Rahmen.

01:06:20.910 --> 01:06:25.070
Da sind natürlich die Pakete als Nutzdaten drin von der Schicht-3, das

01:06:25.070 --> 01:06:25.450
ist klar.

01:06:25.950 --> 01:06:30.550
Aber eigentlich müsste man über Rahmenformat von Tokenring an der

01:06:30.550 --> 01:06:32.590
Stelle eher reden als von Paketen.

01:06:33.170 --> 01:06:38.250
So, und hier haben wir zwei grundsätzlich unterschiedliche Formate,

01:06:39.270 --> 01:06:40.530
nämlich das Tokenformat.

01:06:40.530 --> 01:06:45.210
Das ist das Format, was wir brauchen, die PDU, die wir benötigen, um

01:06:45.210 --> 01:06:51.890
sozusagen die Situation zu behandeln, wenn der Ring frei ist.

01:06:52.250 --> 01:06:56.950
Also wenn das Tokenformat über dem Ring läuft, dann heißt das, der

01:06:56.950 --> 01:06:57.650
Ring ist frei.

01:06:58.390 --> 01:07:03.690
Und das Datenrahmenformat, das wir dann benötigen, wenn wir über den

01:07:03.690 --> 01:07:05.830
Ring Daten übertragen wollen.

01:07:06.190 --> 01:07:11.430
Und das Vorgehen, das wir gerade auf der Folie gesehen haben, grafisch

01:07:11.430 --> 01:07:14.950
angezeigt gesehen haben, läuft folgendermaßen ab.

01:07:15.630 --> 01:07:21.390
Wenn eine Station dieses Tokenformat erhält, dann erkennt es in diesem

01:07:21.390 --> 01:07:26.490
AC an einem Bit in dem Access Control, das AC steht für Access

01:07:26.490 --> 01:07:36.970
Control, erkennt es, es handelt sich um ein Token, um ein Token, das

01:07:36.970 --> 01:07:40.810
eben charakterisiert, dass der Ring frei ist.

01:07:41.590 --> 01:07:45.650
Und diese Station, wenn die Sendewillig ist, macht die nichts anderes,

01:07:45.790 --> 01:07:49.050
als dass sie in diesem Access Control, dieses Bit im Access Control,

01:07:49.690 --> 01:07:57.250
verändert, also von 0 auf 1 setzt und entsprechend dann dieses

01:07:57.250 --> 01:08:00.150
Tokenformat ergänzt.

01:08:00.610 --> 01:08:04.370
Das heißt, diese Antelimiter, das ist also eigentlich nur ein Start-

01:08:04.370 --> 01:08:08.350
und Antelimiter, der wird sozusagen nach hinten geschoben und es

01:08:08.350 --> 01:08:14.030
werden die Informationen eingefügt, die benötigt werden, um Daten zu

01:08:14.030 --> 01:08:14.550
übertragen.

01:08:14.790 --> 01:08:18.770
Das sind im Wesentlichen gewisse Steuerinformationen zur

01:08:18.770 --> 01:08:23.470
Rahmensteuerung, können Sequenznummern beispielsweise sein, das ist

01:08:23.470 --> 01:08:27.350
insbesondere die Adressierung, die wir hier brauchen, also von wem,

01:08:28.010 --> 01:08:31.570
wer sendet, an wen soll es gesendet werden, die Daten, ganz wichtig,

01:08:31.570 --> 01:08:38.710
und wieder die Framecheck-Sequenz, mit denen man Bitfehler erkennen

01:08:38.710 --> 01:08:39.430
kann.

01:08:39.870 --> 01:08:43.470
Und entsprechend kommt dann hier der Antelimiter und nochmal ein

01:08:43.470 --> 01:08:44.530
Rahmenstatus.

01:08:45.070 --> 01:08:51.870
Also letztendlich wird dieses Token ergänzt um die Daten und wenn dann

01:08:51.870 --> 01:08:57.390
entsprechend die Daten erfolgreich übertragen worden sind, wird

01:08:57.390 --> 01:09:00.150
sozusagen das wieder zurückgenommen und man hat wieder das

01:09:00.150 --> 01:09:00.750
Tokenformat.

01:09:00.750 --> 01:09:04.650
Also da hat man sich auch schon wieder einiges überlegt, dass man sehr

01:09:04.650 --> 01:09:08.290
effizient dieses Umwandeln von Tokenformat in Datenrahmenformat und

01:09:08.290 --> 01:09:08.910
zurück machen kann.

01:09:09.010 --> 01:09:13.550
Das ist ja genau das, was sozusagen immer passiert im Tokenring, wenn

01:09:13.550 --> 01:09:16.810
der Token freigegeben wird, wieder besetzt wird, freigegeben wird, das

01:09:16.810 --> 01:09:21.670
ist ja das häufigste Vorgehen, was man eben hier im Tokenring

01:09:21.670 --> 01:09:22.350
vornehmen muss.

01:09:24.870 --> 01:09:29.470
HDLC ist jetzt das dritte Paketformat.

01:09:30.790 --> 01:09:36.950
Das sieht so aus, dass wir hier eine Sicherung durchführen können mit

01:09:36.950 --> 01:09:37.530
diesem Paketformat.

01:09:38.270 --> 01:09:41.750
Also im HDLC haben wir keine gemeinsam genutzten, kein gemeinsam

01:09:41.750 --> 01:09:45.590
genutztes Medium, sondern das ist das klassische Schicht 2 Protokoll

01:09:45.590 --> 01:09:51.930
gemäß dem ISO-Modell und hat also folgenden Aufbau.

01:09:52.410 --> 01:09:55.470
Hier ist nochmal der Begriff Pakete, Blöcke.

01:09:56.450 --> 01:09:58.910
Eigentlich sind es Rahmen, also Sie sehen, es gibt mehrere Begriffe

01:09:58.910 --> 01:09:59.350
dafür.

01:10:01.050 --> 01:10:05.590
Die sieht folgendermaßen aus, dass wir also eine sogenannte

01:10:05.590 --> 01:10:08.190
Blockbegrenzung haben, am Anfang und am Ende.

01:10:09.590 --> 01:10:14.970
Und dann haben wir Adressinformation, Steuerfeld, hier sind

01:10:14.970 --> 01:10:18.650
Quittungsnummern enthalten, die werden wir dann auch nochmal später

01:10:18.650 --> 01:10:22.730
etwas näher beleuchten, das Datenfeld und wieder das

01:10:22.730 --> 01:10:27.810
Blockprüfungsfeld, dahinter steckt wieder das CRC-Verfahren.

01:10:28.530 --> 01:10:34.530
Interessant, im Folgenden ist diese Blockbegrenzung, hierhinter steckt

01:10:34.530 --> 01:10:40.170
nämlich ein Verfahren, das nennt sich Bitstuffing und dahinter steckt

01:10:40.170 --> 01:10:46.510
wieder eigentlich die Frage oder das Ziel der Co-Transparenz.

01:10:47.290 --> 01:10:51.790
Das Thema, das wir hier zu behandeln haben, die Frage, die wir zu

01:10:51.790 --> 01:10:58.170
beantworten haben, ist, wie kann ich Begrenzungsinformationen, also

01:10:58.170 --> 01:11:04.170
hier beginnt der Block, hier endet der Block, wie führe ich die in

01:11:04.170 --> 01:11:11.170
einen bestehenden Datenstrom ein, ohne, dass ich sozusagen innerhalb

01:11:11.170 --> 01:11:20.510
der Transparenz übertragenen Datenfeldes einen Konflikt bekomme, dass

01:11:20.510 --> 01:11:26.350
gegebenenfalls dieses Blockbegrenzungsmuster hier auftreten kann.

01:11:26.810 --> 01:11:34.190
Das heißt, wie kann ich Blockbegrenzungen einführen, also spezielle

01:11:34.190 --> 01:11:39.050
Steuerinformationen einführen, die mir Anfang und Ende vom Block

01:11:39.050 --> 01:11:44.390
identifizieren, ohne dabei Vorgaben an die zu übertragenen Daten zu

01:11:44.390 --> 01:11:44.610
machen.

01:11:45.690 --> 01:11:53.570
Denn wer garantiert mir, dass nicht dieses Bitmuster, bestehend aus

01:11:53.570 --> 01:11:58.510
einer Null und sechs konsekutiven, also aufeinanderfolgenden Einsen,

01:11:58.750 --> 01:12:00.690
dass das nicht in den Nutzdaten enthalten ist.

01:12:01.050 --> 01:12:02.410
Das heißt, ich muss hier irgendwie was tun.

01:12:03.010 --> 01:12:08.110
Ich muss dafür sorgen, dass ich irgendwie diese Blockbegrenzung, dass

01:12:08.110 --> 01:12:11.210
diese Blockbegrenzung nicht in dem Datenfeld auftreten.

01:12:11.510 --> 01:12:16.390
Und das ist genau das Bitstuffing, diese Sequenz darf eben in diesem

01:12:16.390 --> 01:12:19.210
Paket, das heißt in diesen Feldern, nicht auftreten.

01:12:19.890 --> 01:12:24.790
Und das ist, was wir jetzt im Rahmen der Cotransparenz behandeln

01:12:24.790 --> 01:12:25.130
werden.

01:12:25.530 --> 01:12:29.710
Vorher noch ein einfacheres Verfahren, das eben auch Cotransparenz,

01:12:29.910 --> 01:12:32.950
für Cotransparenz sorgt, das wäre eben die Längenangabe.

01:12:32.950 --> 01:12:38.230
Damit habe ich eigentlich auch das gleiche erreicht, wie mit der

01:12:38.230 --> 01:12:39.350
Blockbegrenzung.

01:12:40.150 --> 01:12:43.130
Ich sage nämlich letztendlich, wo hören die Nutzdaten auf.

01:12:43.530 --> 01:12:47.210
Das ganz Vergleichbare mache ich mit dieser Blockbegrenzung.

01:12:47.990 --> 01:12:53.170
Das ist aber ein Problem, das mit diesem Lösungsansatz verbunden ist.

01:12:53.590 --> 01:12:58.650
Wenn hier Fehler auftreten, haben Sie also größere Probleme.

01:12:59.970 --> 01:13:03.110
Und Sie haben noch zusätzlich einen Overhead an der Stelle.

01:13:03.710 --> 01:13:08.910
Also es ist durchaus sinnvoll, sich über ein alternatives Verfahren

01:13:08.910 --> 01:13:09.670
Gedanken zu machen.

01:13:09.830 --> 01:13:11.350
Und das ist genau dieses Bitstuffing.

01:13:12.370 --> 01:13:16.090
Nämlich, das ist jetzt hier angegeben, wie komme ich zu diesem

01:13:16.090 --> 01:13:20.470
Blockbegrenzungszeichen, bestehend aus den 6 Einsen.

01:13:21.290 --> 01:13:29.070
Ich füge in den zu übertragenden Nutzdatenstrom, der hier angedeutet

01:13:29.070 --> 01:13:36.330
ist, füge ich solche Stopfbits ein, also so ein Bitstuffing ein.

01:13:36.890 --> 01:13:39.390
Und zwar nach folgender Regel.

01:13:40.470 --> 01:13:48.470
Wenn 5 aufeinanderfolgende Binärzeichen 1 anliegen, in dem transparent

01:13:48.470 --> 01:13:53.950
zu übertragenden Nutzdatenstrom, dann fügt die sendende

01:13:53.950 --> 01:13:58.970
Datenendeinrichtung, DEE steht für Datenendeinrichtung, ein

01:13:58.970 --> 01:14:00.150
Binärzeichen 0 ein.

01:14:00.810 --> 01:14:04.690
Und die empfangende DEE entfernt eben diese nach 5

01:14:04.690 --> 01:14:08.410
aufeinanderfolgenden Binärzeichen ein folgendes Binärzeichen 0.

01:14:09.310 --> 01:14:16.210
Und damit erhalten Sie, wenn keine Bitfehler auftreten, da haben Sie

01:14:16.210 --> 01:14:20.950
aber das CRC-Verfahren dafür, damit erhalten Sie ein eindeutiges

01:14:20.950 --> 01:14:25.990
Verfahren, wie Sie sozusagen diese eingefügten Nullen identifizieren

01:14:25.990 --> 01:14:29.450
können und entsprechend wieder Co-Transparenz herstellen können.

01:14:30.070 --> 01:14:39.710
Und gleichzeitig dieses Muster hier als Blockanfangs- bzw.

01:14:39.970 --> 01:14:42.570
Endezeichen benutzen können.

01:14:43.230 --> 01:14:47.430
Weil nämlich, wenn nach 5 aufeinanderfolgenden Einsen, das ist ja

01:14:47.430 --> 01:14:51.310
genau hier der kritische Punkt, wenn nach 5 aufeinanderfolgenden

01:14:51.310 --> 01:14:59.870
Einsen keine 0 anliegt, sondern eine 1 anliegt, dann haben wir genau

01:14:59.870 --> 01:15:02.690
den Fall, dass wir am Ende des Blockes angekommen sind.

01:15:03.070 --> 01:15:09.790
Wenn eine 0 anliegt, dann muss diese 0 das eingefügte Zeichen sein vom

01:15:09.790 --> 01:15:10.090
Sender.

01:15:10.430 --> 01:15:14.570
Also das ist ein recht einfaches Verfahren, das eben für diese Co

01:15:14.570 --> 01:15:15.650
-Transparenz auch sorgt.

01:15:17.730 --> 01:15:22.050
Letzter Abschnitt beschäftigt sich jetzt mit Fehlerursachen und

01:15:22.050 --> 01:15:26.530
Fehlerbehandlung in der Schicht 2, das eigentliche, die Hauptfunktion,

01:15:27.410 --> 01:15:30.010
Protokollfunktion, die wir eben in der Schicht 2 haben.

01:15:31.910 --> 01:15:36.630
Wir unterscheiden, müssen überlegen, durch was entstehen überhaupt

01:15:36.630 --> 01:15:37.630
Übertragungsfehler.

01:15:38.750 --> 01:15:41.530
Durch das Medium kann was passieren, durch die Anschlusselektronen

01:15:41.530 --> 01:15:49.050
können Fehler entstehen, die Typen, die wir hier unterscheiden, sind

01:15:49.050 --> 01:15:53.070
Einzelbitfehler, also ein einzelnes Bit ist verfälscht, Bündelfehler

01:15:53.070 --> 01:15:56.830
und Synchronisierfehler, die also hier auftreten können.

01:15:59.530 --> 01:16:03.470
Um welchen Typus es sich handelt, von Fehler es sich handelt, ist zum

01:16:03.470 --> 01:16:06.170
Teil abhängig von der Übertragungsgeschwindigkeit.

01:16:06.870 --> 01:16:09.890
Also was in einem sehr langsamen Medium ein Einbitfehler ist, kann zu

01:16:09.890 --> 01:16:13.730
einem Bündelfehler in einer höheren Übertragungsgeschwindigkeit

01:16:13.730 --> 01:16:14.050
führen.

01:16:14.710 --> 01:16:18.230
Das heißt also hier müssen wir die Übertragungsgeschwindigkeit auch

01:16:18.230 --> 01:16:18.910
mit einbeziehen.

01:16:19.650 --> 01:16:23.010
Das ist genau das, was hier unten angegeben ist.

01:16:23.590 --> 01:16:29.930
Schauen wir uns mal gewisse Werte an, die typischerweise auftreten in

01:16:29.930 --> 01:16:31.650
der Praxis, bezüglich der Medien.

01:16:32.230 --> 01:16:38.950
Sie sehen also verglichen, wenn wir das analoge Fernsprechnetz mit 10

01:16:38.950 --> 01:16:45.050
hoch minus 4 vergleichen mit Glasfaser bis 10 hoch minus 12, dann sind

01:16:45.050 --> 01:16:49.890
das wirklich Dimensionen, in denen wir hier denken müssen.

01:16:51.630 --> 01:16:56.130
Wir haben sehr störungsanfällige Medien, mit dem Fernsprechnetz

01:16:56.130 --> 01:16:56.710
insbesondere.

01:16:57.250 --> 01:17:01.630
Und wenn wir Richtung Glasfaser gehen, sieht die ganze Geschichte

01:17:01.630 --> 01:17:03.030
schon sehr viel angenehmer aus.

01:17:03.030 --> 01:17:08.270
Vom Medium her sind die Fehlerwahrscheinlichkeiten sehr gering.

01:17:08.770 --> 01:17:12.370
Das müssen wir auch in den Protokollen berücksichtigen, dass wir da

01:17:12.370 --> 01:17:18.450
nicht zu viel Aufwand investieren und das Gesamtziel nicht vernünftig

01:17:18.450 --> 01:17:19.230
erreichen können.

01:17:19.290 --> 01:17:22.030
Das gilt insbesondere für Isochron-Datenverkehr, also Multimedia

01:17:22.030 --> 01:17:22.710
-Datenverkehr.

01:17:23.330 --> 01:17:24.670
Da müssen wir uns ein paar Gedanken machen.

01:17:26.670 --> 01:17:32.310
Jetzt müssen wir uns überlegen, treten die Fehler in den Daten auf, in

01:17:32.310 --> 01:17:35.310
den Nutzdaten oder treten sie in den Protokoll, in den

01:17:35.310 --> 01:17:36.830
Steuerinformationen auf.

01:17:39.130 --> 01:17:46.470
Das ist eigentlich an der Stelle nur bedingt relevant, weil sie

01:17:46.470 --> 01:17:49.890
grundsätzlich immer in Schichten denken müssen.

01:17:50.490 --> 01:17:54.370
Und wenn sie in Schichten denken, dann stellen sie fest, dass eine

01:17:54.370 --> 01:17:57.830
Steuerinformation für eine Schicht in der nächsten Schicht schon

01:17:57.830 --> 01:17:59.470
wieder Nutzinformationen darstellt.

01:18:00.070 --> 01:18:03.270
Das heißt also, wenn wir hier kein geschichtetes System hätten, dann

01:18:03.270 --> 01:18:05.030
würde das schon eine massive Rolle spielen.

01:18:05.150 --> 01:18:06.890
Da müssten sie sich schon ein paar Gedanken machen.

01:18:07.230 --> 01:18:11.070
Aber dadurch, dass wir in geschichteten Systemen denken und auch die

01:18:11.070 --> 01:18:15.870
Telematik -Systeme geschichtet aufbauen, spielt das eine geringwertige

01:18:15.870 --> 01:18:22.170
Rolle, weil sie sozusagen von Schicht zu Schicht ändert sich ja, kann

01:18:22.170 --> 01:18:25.530
eine Information von der Steuerinformation zur Nutzinformation werden.

01:18:26.390 --> 01:18:31.190
Wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass wir diese Bitfehler erkennen

01:18:31.190 --> 01:18:34.870
und durch entsprechende Maßnahmen beheben können.

01:18:35.830 --> 01:18:39.020
Das ist jetzt die einfachste Form der Fehlererkennung.

01:18:39.890 --> 01:18:42.110
Das ist die Paritätsüberprüfung.

01:18:43.010 --> 01:18:47.230
Sie können sich eine Quer- oder Längsparität hier vorstellen.

01:18:47.230 --> 01:18:51.650
Fangen wir mal mit der Längsparität an.

01:18:52.110 --> 01:18:55.330
Sie haben also hier N-Zeichen, die Sie zu übertragen haben.

01:18:56.150 --> 01:19:00.530
Und Sie fügen jetzt bei der Längsparität ein sechstes Zeichen hinzu

01:19:00.530 --> 01:19:07.990
und füllen dieses Zeichen, diese Steuerinformation so auf, dass Sie

01:19:07.990 --> 01:19:15.670
immer entweder eine gradzahlige oder ungradzahlige Anzahl von Einsen

01:19:15.670 --> 01:19:19.770
beziehungsweise Nullen auf dieser Zeile haben.

01:19:20.270 --> 01:19:23.670
In dem Fall haben wir eine gerade Blockparität.

01:19:24.330 --> 01:19:28.630
Gerade Blockparität heißt, dass Sie also eine gerade Anzahl von Einsen

01:19:28.630 --> 01:19:34.030
immer verlangen und entsprechend hier, wenn eine ungrade Anzahl von

01:19:34.030 --> 01:19:36.730
Einsen in dieser Zeile auftritt, eine Eins ergänzen.

01:19:36.830 --> 01:19:41.670
Wenn eine gerade Anzahl von Einsen hier entsteht, das ist genau diese

01:19:41.670 --> 01:19:45.190
zwei, das ist eine gerade Anzahl, dann kommen wir zur Null.

01:19:45.650 --> 01:19:49.010
Währenddessen hier haben wir dann drei Einsen und wir ergänzen eine

01:19:49.010 --> 01:19:49.350
Eins.

01:19:49.430 --> 01:19:54.710
Das heißt, wir können an der Stelle auf der anderen Seite diese

01:19:54.710 --> 01:19:59.150
Überprüfung machen und entsprechend Bitfehler, gewisse Bitfehler

01:19:59.150 --> 01:20:02.370
zumindest überprüfen oder erkennen.

01:20:03.290 --> 01:20:09.350
Genauso können Sie eben hier auf Querparität überprüfen.

01:20:09.350 --> 01:20:13.510
Hier ergänzen Sie entsprechend nicht zeilenweise, sondern Sie ergänzen

01:20:13.510 --> 01:20:15.670
sozusagen pro Zeichen.

01:20:16.230 --> 01:20:22.290
Sie ergänzen jedes Zeichen um ein Bit und entsprechend genauso wie

01:20:22.290 --> 01:20:25.670
gerade, Sie sorgen dafür, dass die Anzahl der Einsen, bleiben wir bei

01:20:25.670 --> 01:20:27.970
den Einsen, entweder immer gerade oder ungerade ist.

01:20:28.370 --> 01:20:30.350
Das können Sie also beliebig variieren.

01:20:30.490 --> 01:20:36.390
Sie können im Grundsatz auch eine Kreuzparität realisieren, indem Sie

01:20:36.390 --> 01:20:41.490
beide Verfahren einsetzen und Sie können, wie es hier angegeben ist,

01:20:41.690 --> 01:20:46.590
sich überlegen, ob Sie die Querparität auf ungerade Zeichenparität und

01:20:46.590 --> 01:20:49.910
die Längsparität auf gerade Blockparität realisieren.

01:20:50.730 --> 01:20:52.310
Da haben Sie also beliebige Freiheitsgrade.

01:20:52.790 --> 01:20:56.490
Insgesamt führt aber dieses Verfahren nicht sehr weit.

01:20:57.710 --> 01:21:03.090
Sie haben einen relativ hohen Aufwand für die Fehler, diese Bitfehler,

01:21:03.150 --> 01:21:04.750
die Sie tatsächlich damit erkennen können.

01:21:04.750 --> 01:21:08.770
Und das führt dazu, dass man sehr viel effizientere Verfahren heute

01:21:08.770 --> 01:21:09.290
einsetzt.

01:21:09.910 --> 01:21:14.990
Und das in der Praxis am meisten und am häufigsten eingesetzte und

01:21:14.990 --> 01:21:21.490
sich als sehr geeignet herausgestellte Verfahren ist der Cyclic

01:21:21.490 --> 01:21:23.090
Redundancy Check, CRC.

01:21:23.870 --> 01:21:32.810
Die Idee ist folgende, wir sehen die zu prüfende Bitfolge, das sind

01:21:32.810 --> 01:21:38.250
die Nutzdaten, die ich überprüfen möchte, die ich also auf Bitfehler

01:21:38.250 --> 01:21:42.930
überprüfen möchte, die sehen wir als Polynom an, so ein Polynom.

01:21:46.130 --> 01:21:48.590
Das ist das zu überprüfende Polynom.

01:21:49.710 --> 01:21:53.670
Und wir haben ein zweites Polynom, das ist das sogenannte

01:21:53.670 --> 01:21:55.250
Generatorpolynom.

01:21:56.310 --> 01:22:00.170
Und die Idee ist folgende, wir werden da noch Übungsaufgaben machen,

01:22:00.170 --> 01:22:04.530
in denen Sie dann an ganz konkreten Bitfolgen das mal durchexerzieren

01:22:04.530 --> 01:22:04.890
können.

01:22:05.230 --> 01:22:06.730
Die Idee ist relativ einfach.

01:22:06.950 --> 01:22:11.110
Die sieht so aus, dass ich eine Polynomdivision durchführe, also

01:22:11.110 --> 01:22:17.710
sozusagen das Polynom aus dieser zu prüfenden Bitfolge, dass ich

01:22:17.710 --> 01:22:20.570
dieses durch das Generatorpolynom dividiere.

01:22:21.270 --> 01:22:24.430
Ich muss vorher noch eine Erweiterung um Nullfolgen durchführen, damit

01:22:24.430 --> 01:22:28.330
das funktioniert, damit sozusagen die Gradzahl auch angepasst ist.

01:22:28.330 --> 01:22:38.410
Und ich übertrage diesen Rest der Division als Prüfsumme oder als

01:22:38.410 --> 01:22:39.270
Prüfinformation.

01:22:41.570 --> 01:22:48.590
Und jetzt kann auf der anderen Seite, wird mit diesem Rest neu

01:22:48.590 --> 01:22:49.190
dividiert.

01:22:50.510 --> 01:22:56.050
Und wenn keine Bitfehler aufgetreten sind, wenn alles korrekt bei der

01:22:56.050 --> 01:23:01.850
anderen Seite angekommen ist, dann muss diese, dass diese Division auf

01:23:01.850 --> 01:23:03.810
der Empfängerseite den Rest Null ergeben.

01:23:05.670 --> 01:23:10.330
Aufgrund der Konstruktion mit dem Rest und dass ich den Rest eben bei

01:23:10.330 --> 01:23:12.370
der Division beim Empfänger mit einbeziehe.

01:23:13.490 --> 01:23:18.810
Dieses Verfahren hängt ganz stark davon ab, wie Sie das

01:23:18.810 --> 01:23:22.090
Generatorpolynom festlegen.

01:23:22.710 --> 01:23:26.370
Also da können Sie beliebig viele schlechte Ergebnisse erzielen.

01:23:26.550 --> 01:23:30.470
Es gibt drei oder vier verschiedene Generatorpolynome, die also im

01:23:30.470 --> 01:23:34.250
Standard festgelegt sind, die also auch sehr gute Ergebnisse, also

01:23:34.250 --> 01:23:36.530
sehr viele Bitfehler erkennen.

01:23:38.050 --> 01:23:41.750
Und die werden eben dann auch genutzt in den heutigen Verfahren, in

01:23:41.750 --> 01:23:46.290
den heutigen Hardware-Steinen, sozusagen Hardware-Elementen, um dieses

01:23:46.290 --> 01:23:48.330
CRC -Verfahren zu realisieren.

01:23:48.330 --> 01:23:52.270
Wie gesagt, wir werden in der Übung hier drauf noch im Detail

01:23:52.270 --> 01:23:57.330
eingehen, wie diese Polynom-Division vonstatten geht.

01:23:57.410 --> 01:24:00.530
Aber wenn Sie es einmal gemacht haben für ein Beispiel, dann ist das

01:24:00.530 --> 01:24:02.810
sehr schnell einzusehen, dass das funktioniert.

01:24:03.710 --> 01:24:06.710
Was sehr viel schwieriger ist, ist dann die Abschätzung, wie gut ist

01:24:06.710 --> 01:24:10.430
das Verfahren, in welchen Situationen liefert es gute Ergebnisse,

01:24:10.570 --> 01:24:12.050
welche Bitfehler werden nicht erkannt.

01:24:12.470 --> 01:24:16.270
Also das ist dann schon eine sehr mathematische und zahlentheoretische

01:24:16.270 --> 01:24:16.990
Angelegenheit.

01:24:16.990 --> 01:24:20.390
Die Primzahlen spielen dann natürlich bei der Bildung des

01:24:20.390 --> 01:24:22.250
Generatorpolynoms eine ganz erhebliche Rolle.

01:24:23.690 --> 01:24:30.130
So, kommen wir jetzt zu den Fehlerbehandlungen auf der PDU-Ebene, auf

01:24:30.130 --> 01:24:30.870
der Block-Ebene.

01:24:31.550 --> 01:24:36.310
Sie sehen hier eine Übertragung mal ohne Fehlerbehandlung.

01:24:37.470 --> 01:24:41.430
Das ist eigentlich ein sehr untypisches Verhalten für Schicht 2.

01:24:42.430 --> 01:24:45.170
Das gibt es auf der Schicht 2 eigentlich nicht, weil die Schicht 2

01:24:45.170 --> 01:24:48.430
genau dafür da ist, dass wir eben eine Fehlerbehandlung durchführen.

01:24:48.890 --> 01:24:51.490
Aber das wäre das typische Verhalten auf der IP-Schicht.

01:24:52.090 --> 01:24:54.390
Das ist genau, wie die IP-Schicht arbeitet.

01:24:55.130 --> 01:24:58.430
Der ist sozusagen vollkommen egal, dem Sender ist hier vollkommen

01:24:58.430 --> 01:25:01.210
egal, was ankommt, es wird einfach übertragen.

01:25:02.050 --> 01:25:05.070
Das ist also zu sagen, hier soll Ihnen angedeutet werden, so sieht

01:25:05.070 --> 01:25:06.950
eine Übertragung ohne Fehlerbehandlung aus.

01:25:08.390 --> 01:25:12.110
Also für Schicht 2 gibt es doch eher andere Vorgehensweisen.

01:25:12.870 --> 01:25:18.650
Das Erste, was wir eben einfügen können auf der Ebene, was auch

01:25:18.650 --> 01:25:24.250
durchgeführt wird, ist, dass wir ein Acknowledge einführen, also eine

01:25:24.250 --> 01:25:25.350
Bestätigung einführen.

01:25:25.970 --> 01:25:27.290
Das sehen wir also hier.

01:25:30.610 --> 01:25:35.430
Beim Sender wird ein Block P1 übertragen.

01:25:36.590 --> 01:25:39.030
Der wird hier als Indication angegeben.

01:25:39.030 --> 01:25:44.410
Und auf der Empfängerseite wird ein Acknowledge als

01:25:44.410 --> 01:25:46.650
Empfangsbestätigung für dieses P1 angegeben.

01:25:46.850 --> 01:25:51.670
Mit dem Effekt, dass auf der Senderseite hier eine Verzögerung

01:25:51.670 --> 01:25:52.350
stattfindet.

01:25:52.910 --> 01:25:54.070
Das ist eine Verzögerung.

01:25:54.670 --> 01:25:59.170
Die Senderseite, das ist jetzt das Verhalten, das hier vorgegeben

01:25:59.170 --> 01:26:09.370
wird, kann erst dann das nächste Paket absetzen, wenn das erste Paket

01:26:09.370 --> 01:26:11.750
bestätigt wurde, mit diesem Acknowledge-Paket.

01:26:12.450 --> 01:26:13.650
Das ist also auch relativ einfach.

01:26:13.990 --> 01:26:18.490
Was Sie sehen, ist, dass hier eine Bestätigung auf Protokollebene

01:26:18.490 --> 01:26:18.970
erfolgt.

01:26:19.130 --> 01:26:23.190
Es erfolgt keine Bestätigung auf, hat keinen Einfluss auf die

01:26:23.190 --> 01:26:23.530
Dienstschnittstelle.

01:26:24.290 --> 01:26:26.590
Die kriegt das gar nicht mit, das wird transparent gemacht.

01:26:28.770 --> 01:26:34.250
Wenn man ein bisschen mehr spendiert an Steuerinformation, dann kommt

01:26:34.250 --> 01:26:38.090
man genau zu diesen Sequenznummern, dass man eine implizite

01:26:38.090 --> 01:26:40.130
Bestätigung hier vorsieht.

01:26:41.270 --> 01:26:46.890
Die sieht so aus, dass man jetzt anfängt, die Pakete

01:26:46.890 --> 01:26:47.830
durchzunummerieren.

01:26:48.210 --> 01:26:52.190
Das ist also der nächste Schritt in der Fehlerbehandlung und

01:26:52.190 --> 01:26:53.230
Fehlerbearbeitung.

01:26:54.090 --> 01:26:57.250
Sie führen sogenannte Sequenznummern ein.

01:26:58.770 --> 01:27:04.270
Eine Sendefolgenummer, die nennen wir N von S, wird von der Sendeseite

01:27:04.270 --> 01:27:06.150
in aufsteigender Folge vergeben.

01:27:06.550 --> 01:27:08.630
Das heißt, Sie haben jetzt jedes Paket durchnummeriert.

01:27:09.530 --> 01:27:15.710
Und die Empfangsseite, die hat jetzt die Möglichkeit herauszubekommen,

01:27:16.890 --> 01:27:23.350
bis zu welchem Paket hat sie denn erfolgreich die Daten empfangen.

01:27:24.010 --> 01:27:28.470
Und das führt zu dieser Empfangsfolgenummer, die eben angibt auf

01:27:28.470 --> 01:27:29.750
Empfängerseite.

01:27:29.750 --> 01:27:34.690
Bis dahin habe ich die Pakete erfolgreich empfangen.

01:27:35.730 --> 01:27:41.710
Und entsprechend können wir über diese Empfangsfolgenummer jetzt eine

01:27:41.710 --> 01:27:46.210
implizite Bestätigung angeben, nämlich indem wir jetzt nicht nur ein

01:27:46.210 --> 01:27:50.210
Acknowledge angeben, sondern in dieses Acknowledge noch die

01:27:50.210 --> 01:27:51.710
Sequenznummer angeben.

01:27:52.290 --> 01:27:55.050
Also die Paketnummer, bis zu der wir erfolgreich empfangen haben,

01:27:55.050 --> 01:28:00.750
können wir also nicht immer nur ein Paket bestätigen, sondern eine

01:28:00.750 --> 01:28:02.010
ganze Folge von Paketen.

01:28:02.090 --> 01:28:06.450
Nämlich genau bis zu der Nummer, die angegeben ist, genau bis zur

01:28:06.450 --> 01:28:08.450
Nummer NS gleich N minus 1.

01:28:08.910 --> 01:28:10.810
Das heißt, dadurch haben wir eine implizite Bestätigung.

01:28:11.690 --> 01:28:19.690
Und auf der Basis von diesen Nummern setzen sehr viele komplexere

01:28:19.690 --> 01:28:21.270
Protokollverfahren auf.

01:28:21.370 --> 01:28:24.270
Also das Sliding-Window-Protokoll, das wir unter anderem behandeln

01:28:24.270 --> 01:28:28.670
werden, setzt genau auf diese Nummerierung von Paketen auf und

01:28:28.670 --> 01:28:31.730
Empfangsnummern und Sendennummern und Austausch dieser Informationen

01:28:31.730 --> 01:28:33.310
zwischen Sender und Empfänger.

01:28:34.130 --> 01:28:35.690
Gut, ich wäre soweit am Ende.

01:28:35.910 --> 01:28:36.870
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

01:28:37.570 --> 01:28:37.770
Danke.

