WEBVTT

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E-Learning, Digitale Labors, virtuelle Vorlesungen.

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Was heute noch abgefahren klingt, soll in absehbarer Zukunft zum

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Alltag an den Hochschulen gehören.

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Nur noch gelegentlich zwängt sich Student oder Studentin auf die engen

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Bänke eines Hörsaals.

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Gelernt wird ja hauptsächlich zu Hause vor dem Computer und genau

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dann, wenn man Lust dazu hat.

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Bleibt die Frage, was wird aus dem guten alten Professor, der seine

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Formeln an die Tafel schreibt.

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Das ist natürlich eine Vorlesung, die scheinbar den geringsten Aufwand

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macht.

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Man geht mit einem kleinen Spickzettelchen rein und hat ein Stück Reit

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in der Hand, schreibt dann die Tafel hin.

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Das sind auch unter Umständen sehr lebendige Vorlesungen.

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Nur, in unserer hochtechnisierten Welt können wir eben nicht mehr

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alles mit dieser Art der Tafelvorlesung betreiben.

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Mal ganz abgesehen davon, wenn ich in einem Hörsaal sitze mit 650

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Leuten, dann müssen sie mit 40 cm hohen Lettern an die Tafel

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schreiben, damit sie die Hinter noch sehen.

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Der Informatikprofessor Peter Deussen ist Mitinitiator des

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Multimediatags, der am vergangenen Freitag zum ersten Mal an der Uni

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Karlsruhe stattfand.

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Fazit der Diskussionen über die multimediale Zukunft der Hochschule.

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Der gute alte Professor mit Vorlesungsskript und Tafelkreide, er

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stirbt nicht aus.

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Wohl aber kann eine Computeranimation beispielsweise die trockenen

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mathematischen Formeln der Strömungsphysik anschaulich machen.

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Das kann kein Lehrbuch in der Form leisten.

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Und der Student hat auch noch die Möglichkeit, wenn wir ja über den

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Einsatz mobiler Geräte sprechen, dieses auf seinem Laptop mitzunehmen

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und vielleicht sogar in der Straßenbahn nochmal sich diese

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Strömungssimulation vor Augen zu halten.

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Der Leiter des Karlsruher Rechenzentrums, Professor Wilfried Juhling,

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ist sich dabei wohl bewusst, dass die Nintendo-Generation mit Tafel

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und Kreide allein jedenfalls nicht mehr zum fleißigen Studieren

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motiviert werden kann.

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Mit Game Boy fangen die an und dann geht das über die Schulen und zu

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Hause über die häuslichen Computer.

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Und wir als Universitäten müssen uns natürlich rechtzeitig auch darauf

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einstellen, dass die jungen Studierenden das natürlich auch bei uns

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erwarten.

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Wie andere schöne Dinge auch, kann dieses spielerische Lernen mit

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Computersimulationen und Wissensdatenbanken im Internet natürlich auch

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ganz unerwünschte Nebeneffekte haben.

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So etwas darf nicht passieren, dass man am Ende eines Seminarvortrags

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mal fragt, warum ist das und das nicht behandelt worden?

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Und man bekommt als Antwort, das habe ich im Internet nicht gefunden.

