WEBVTT

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Ein gutes Drittel aller Kredite muss die Weltbank schon heute für die

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Beseitigung der Schäden von Naturkatastrophen verwenden.

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Tendenz steigen.

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Erdbeben oder Wirbelstürme kann man zwar nicht verhindern, aber eine

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bessere Vorbereitung könnte auch hier helfen, Menschenleben zu retten

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und Kosten zu sparen.

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Dieses Ziel haben sich die Experten gesteckt, die gestern und heute an

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der Uni Karlsruhe tagten.

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Das Risiko minimieren heißt Vorsorgen zu treffen und Vorsorgen heißt

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die Gefährdung sicher abgeschätzt zu haben und dann zu sehen, wie man

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darauf reagiert, mit welchen baulichen Maßnahmen man das Risiko

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minimieren kann.

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Professor Lothar Stempniewski ist Leiter des Instituts für Massivbau

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an der Uni Karlsruhe und Sprecher von CEDIM, einer

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Forschungseinrichtung, die sich der Katastrophenforschung verschrieben

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hat.

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CEDIM, in der die Karlsruher Hochschule und das Geoforschungszentrum

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Potsdam zusammenarbeiten, ist einer der Initiatoren der Karlsruher

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Konferenz zum Thema Naturkatastrophen.

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Erdbebenexperten, Meteorologen, Ingenieure und

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Versicherungsmathematiker diskutierten zwei Tage lang in Karlsruhe,

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wie das Unberechenbare der Natur berechenbarer gemacht werden kann.

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Eines der Schwerpunktthemen, erdbebensicheres Bauen.

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Man sieht es immer wieder in Erdbebengebieten, dass immer noch nicht

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entsprechend den Stand der Kenntnis gebaut wird, sondern auch heute

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werden also noch tausende von Gebäuden gebaut, die nicht

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erdbebensicher sind.

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Das heißt, wenn wir von heute an die Bevölkerung sensibilisieren

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können, dass das, was heute neu gebaut wird, endlich sicher wäre, dann

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hätte man zumindest mal die Empfindlichkeit eingefroren und könnte

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sich dann um die alten Gebäude kümmern.

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Für Professor Stempniewski wäre es eine der Aufgaben internationaler

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Organisationen wie der Weltbank, den Entwicklungsländern das

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entsprechende Wissen zu vermitteln, zumal erdbebensicheres Bauen kaum

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teurer ist.

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Bei den normalen Wohngebäuden, da sage ich ganz einfach, wenn man es

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richtig macht, kostet es keinen Cent mehr.

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Es sieht natürlich anders aus, wenn ich eine Fabrikanlage oder wenn

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ich größere Hochhäuser baue, dann kostet es mehr Geld.

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Bei einem Hochhaus vielleicht in der Größenordnung zwischen zwei und

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drei Prozent.

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Bei einer Industrieanlage hängt es natürlich davon ab, mit welchem

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Material ich da händle.

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Ich meine, die Diskussion kennen wir ja von unseren eigenen

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Atomkraftwerken.

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Im Bereich des Katastrophenmanagements wird Technologietransfer sehr

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leicht zur Frage von Leben und Tod.

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Stefan Fuchs, Universität Karlsruhe

