WEBVTT

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Aufträge für Neubauten sind im Augenblick absolute Mangelware.

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Die Krise der Baubranche hinterlässt auch bei den Architekten ihre

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Spuren.

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Die Fakultät für Architektur an der Uni Karlsruhe versucht mit

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Spezialisierungsangeboten, Spezialisierungsangeboten dagegen zu

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halten.

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Ein neuer Aufbaustudiengang ist dabei großer Retter in der Not.

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Es ist ja so, dass wir in Mitteleuropa nicht mehr auf der grünen Wiese

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bauen, wie vielleicht in der Sahara oder in Grönland, sondern 70

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Prozent eigentlich unseres Siedlungsraumes ist bebaut.

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Und die Hauptaufgabe ist eigentlich mit dieser Altbausubstanz, mit

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diesem historischen Erbe umzugehen.

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Davon betroffen sind also mehrere Berufsgruppen.

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Das fängt eigentlich an von den Bauherren-Investoren, geht weiter zu

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den Städten, bis dann zu den Leuten, die dann handgreiflich mit den

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alten Bauwerken umgehen.

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Dr. Hannes Eckert ist einer der beiden Leiter des neuen

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Masterstudiengangs Altbauinstandsetzung an der Uni Karlsruhe.

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Entstanden ist das Projekt aus einem langjährigen

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Forschungsschwerpunkt, bei dem es um alles ging, was den Umgang mit

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geschichtlich gewachsener Bausubstanz ausmacht.

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Vom Mörtel in alten Backsteinmauern bis zu einer modernen Nutzung von

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Fachwerkhäusern.

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Ein Studienobjekt war ein altes Fachwerkhaus, erbaut 1496.

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Und die Studierenden fangen dann an.

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Sie lernen zu beobachten, welche Eigenheiten sind an diesem Haus zu

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sehen, welche Eingriffe wurden gemacht, fertigen dann einen

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Baualtersplan an, von dem abzulesen ist, wann das Gebäude erbaut wurde

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und welche weiteren Phasen dieses Gebäude erfahren hat.

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Die Architektin Annette Busse ist Kursleiterin des Masterkurses.

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Eine erfolgreiche Altbauinstandsetzung ist für sie nur dann erreicht,

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wenn auch ein überzeugendes Konzept für die neue Nutzung des alten

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Gebäudes entwickelt wurde.

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Das ist etwa bei Fachwerkhäusern gar nicht so einfach.

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Die Räume sind anders konzipiert, als man sie heute gerne hat.

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Sie sind viel zu niedrig, sie sind klein und eine große Öffnung der

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Flächen ist nicht möglich, weil es die Konstruktion nicht hergibt.

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Und da ist es dann natürlich schon genau zu schauen, was kann ich

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daraus machen, eben auch in baufysikalischer Hinsicht und in

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konstruktiver.

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Voraussetzungen für den Master in Altbauinstandsetzung sind ein

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abgeschlossenes Hochschulstudium und ein Jahr Berufspraxis in einem Planungsbüro.

