WEBVTT

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Dem Internet Informationen zu entlocken ist ja alles andere als ein

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Kinderspiel.

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Klick für Klick muss man sich durch die endlosen Trefferlisten der

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einschlägigen Suchmaschinen hindurchquälen.

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Wie schön wäre es da, ein Suchverfahren zu haben, das automatisch die

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Spreu vom Weizen trennt.

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Informatiker der Uni Karlsruhe arbeiten mit Hochdruck daran.

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Es wird weiterhin die Suchmaschinen geben, nur mit einer anderen

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Funktionalität, dass sie nicht mehr aus Hunderttausenden von Treffern

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sich das passende Dokument heraussuchen müssen, sondern ihnen die

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Suchmaschine genau die Informationen zurückliefert, nach denen sie

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gefragt haben.

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Professor Rudi Studer vom Institut für Angewandte Informatik der Uni

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Karlsruhe steht an der vordersten Front der Wissenschaftler in aller

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Welt, die das Chaos der vielen Millionen Informationsangebote im

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Internet in ein handlicheres Format bringen wollen.

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Semantisches Web heißt das Ziel.

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In Zukunft sollen intelligente Agentenprogramme den Dschungel des

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Internet automatisch nach den gesuchten Informationen durchforsten

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können.

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Das sind Softwareprogramme, die eine gewisse Selbstständigkeit haben,

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sodass ich sie zum Beispiel beauftragen kann, mir eine Reise zu planen

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und zu buchen, Flüge, Hotels, Mietwagen und eine gute Assistentin, die

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kennt ihre Präferenzen.

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Und ein Teil dieser Eigenschaften könnte so ein Softwareagent

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nachbilden.

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Damit diese dienstbaren Geister die Informationen im Internet nach

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unseren Vorgaben korrekt filtern können, müssen sie mit dem Problem

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der Doppeldeutigkeit menschlicher Sprache vertraut sein.

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Wenn Sie in eine der Suchmaschinen ein Stichwort eingeben, ist ja dann

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die Frage, was bedeutet eigentlich dieses Stichwort?

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Zum Beispiel geben Sie einen Bank, dann ist ja die Frage, suchen Sie

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gerade nach einem Geldinstitut, wenn Sie einen Kredit aufnehmen wollen

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oder planen Sie gerade eine Wanderung im Hochgebirge, wo Sie

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vielleicht eine Rast machen wollen.

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Und nur wenn das System über Ihren Anwendungskontext genügend Bescheid

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weiß, ist es dann auch in der Lage zu entscheiden, redet man jetzt

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gerade über eine Fragestellung im Kontext Gelden und Banken oder redet

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man über eine Fragestellung im Kontext Freizeit, Tourismus,

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Wanderungen zum Beispiel.

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Wenn es einmal fertig ist, soll das sprechende Internet noch sehr viel

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mehr können, wenn beispielsweise Informationen aus ganz verschiedenen

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Quellen selbstständig zusammenführen.

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Stefan Fuchs, Universität Karlsruhe

