WEBVTT

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Er ist ja inzwischen zu einer echten Seltenheit geworden.

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Der Professor, der mehr schlecht denn recht von einem Vorlesungsskript

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abliest, ohne seine Studenten auch nur eines Blickes zu würdigen.

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Einen großen Anteil an dieser positiven Entwicklung haben die

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Hochschuldidaktikzentren, die vor sechs Jahren an den neun

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Universitäten in Baden-Württemberg eingerichtet wurden.

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Mit minimalem personellem Aufwand wurde ein Maximum erreicht.

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Hochschullehrer, die in ihrer Mehrheit durchaus wissen, wie

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Studierende optimal lernen.

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Während ein Kind noch ganz locker auch auswendig lernen kann, ohne zu

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wissen, in welche Struktur das praktisch aufgenommen werden muss,

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sondern nur einfach mal aufnimmt, muss der Erwachsene genau wissen, an

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welche Stelle er andockt, damit er später das Wissen wieder abrufen

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kann.

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Anke Dietz ist Leiterin der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik und der

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wissenschaftlichen Weiterbildung an der Uni Karlsruhe.

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Sie ist stolz auf die steil ansteigenden Teilnehmerzahlen.

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Immer mehr Hochschullehrer wollen nach den neuesten Erkenntnissen der

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Lernforschung unterrichten, belegen entsprechende Workshops, nehmen

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Trainingsangebote wahr.

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Wir haben 80 Prozent der Erstlehrenden, das heißt, die sind auch ganz

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neu in diesem Lehrprozess.

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Gerade die Maschinenbaufakultät und die Elektrotechnikfakultät sind

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wirklich offen für Neues.

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Es gibt Institute, die geben den Studierenden ein Problem zu Beginn.

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Die Studierenden müssen dieses Problem lösen und können sich natürlich

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ihre Informationen aus den Vorlösungen, Übungen, aber auch in

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Eigenarbeit selber erarbeiten.

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Das Lernen in konkreten Projekten an ganz konkreten Problemstellungen

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bildet künftig den didaktischen Schwerpunkt an der Uni Karlsruhe.

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Darin liegt schließlich auch der Vorteil des Zusammenschlusses mit der

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Großforschungseinrichtung des Forschungszentrums zum KIT, dem

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Karlsruher Institut für Technologie.

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Wenn wir an Bachelor und Master denken, könnte das auf jeden Fall eine

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Form sein, um hier auch noch mal eine andere Qualität reinzubringen zu

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den klassischen Vorlesungen, Übungen und Tutorien und da einfach auch

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noch mal diese Kompetenzschiene mit reinbringen.

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Unser Beirat ist ja besetzt mit Frau Prof. Kolmus.

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Und Frau Prof. Kolmus ist eine Anhängerin von dem Problem-Based

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Learning.

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Und die haben wir zum Beispiel das nächste Jahr eingeladen.

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Und die wird dann vorstellen, wie eine gesamte Universität diesen

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Ansatz fährt.

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Also in der Universität Erlberg in Dänemark fährt die ganze

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Universität diesen Ansatz, also nicht nur einzelne Institute, weil das

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natürlich immer das Aufwand ist.

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Es scheint so, als wäre das nervtötende Auswendiglernen riesiger

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Stoffmengen bald Schnee von gestern.

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Stefan Fuchs, Forschungsuniversität Karlsruhe.

