WEBVTT

00:11.390 --> 00:16.770
Die Herren haben sich gerade entschuldigt, Präsident Bechthold und ich

00:16.770 --> 00:18.610
mache die Vizenz, das ist verständlich.

00:18.930 --> 00:23.670
Wir werden Herrn Bechthold später im Verlauf des Tages sehen.

00:24.070 --> 00:28.670
Ich möchte mich jedenfalls zuallererst bedanken bei der IHK, auch bei

00:28.670 --> 00:33.290
Prof. Mengele und bei Dr. Brüggemann und jetzt habe ich um Sie

00:33.290 --> 00:38.910
gestehen, den technischen Leiter, den Name nicht parat, aber ich freue

00:38.910 --> 00:42.850
mich sehr für die Möglichkeit, dass wir hier in Kooperation mit der

00:42.850 --> 00:45.810
IHK heute diese Tagung ausführen können.

00:46.870 --> 00:51.150
Sehr geehrte Frau Vizepräsidentin Keil, sehr geehrte Frau Stadträtin

00:51.150 --> 00:56.090
Piepke, verehrte Frau Herrhausen, sehr geehrte Referentinnen und

00:56.090 --> 00:57.470
Referenten, meine Damen und Herren.

00:58.650 --> 01:02.710
Auch ich heiße Sie sehr herzlich willkommen und freue mich über Ihre

01:02.710 --> 01:05.150
Bereitschaft, unser Projekt zu unterstützen.

01:05.150 --> 01:10.370
Und wie ich sehe aus der Teilnehmerliste, wir haben tatsächlich

01:10.370 --> 01:15.930
Vertreterinnen und Vertreter aus sieben von der Gruppe TU9 hier

01:15.930 --> 01:19.850
anwesend und eine ganze Reihe von weiteren Persönlichkeiten aus

01:19.850 --> 01:20.750
technischen Hochschulen.

01:20.910 --> 01:21.850
Ich freue mich sehr darüber.

01:23.410 --> 01:27.510
Wie Sie bereits gehört haben, ist die Konferenz heute Teil des

01:27.510 --> 01:31.150
Verbundprojekts Schusse Qualifikation an technischen Universitäten.

01:31.790 --> 01:34.290
Es ist daher auch eine Arbeitskonferenz.

01:34.750 --> 01:40.210
Wir werden heute nicht unsere Ergebnisse vornehmlich präsentieren

01:40.210 --> 01:40.810
wollen.

01:42.270 --> 01:46.190
Dieses Projekt, das haben Sie auch gehört, wird finanziert durch das

01:46.190 --> 01:49.650
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

01:50.650 --> 01:55.830
Ich begrüße auch für das Ministerium Dr. Kernbach und ich bedanke mich

01:55.830 --> 01:57.930
für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

01:58.930 --> 02:03.750
Voraussetzung für die Förderung durch das Land war erstens die

02:03.750 --> 02:10.270
Kooperation mit zwei Partnern und zweitens die Siegsetzung, Ergebnisse

02:10.270 --> 02:11.470
verfügbar zu machen.

02:12.090 --> 02:15.530
Ich muss gerade entschuldigen, das werde ich auch weiterklicken.

02:16.850 --> 02:18.070
Das ist der Verbund.

02:20.110 --> 02:23.470
Mit zwei Partnern und zweitens die Siegsetzung, Ergebnisse verfügbar

02:23.470 --> 02:27.650
zu machen, die grundsätzlich auf alle Universitäten des Landes

02:27.650 --> 02:30.030
übertragbar sein könnten.

02:30.930 --> 02:34.910
Organisatorisch geschieht dies im Rahmen des Forums SQ.

02:34.910 --> 02:39.010
Ich begrüße auch hier die anwesenden Mitglieder, denen alle

02:39.010 --> 02:41.350
Landesuniversitäten angehören.

02:42.250 --> 02:45.970
Ich möchte Sie auch gerne auf die inzwischen eingerichtete Webseite

02:45.970 --> 02:50.430
des Forums hinweisen, die wir am ZAK technisch betreuen.

02:52.990 --> 02:58.110
Bei der Formulierung des Projektantrags war es uns wichtig, die

02:58.110 --> 03:02.710
besonderen Rahmenbedingungen, Vorverständnisse und Erwartungen der

03:02.710 --> 03:04.730
Technischen Hochschule in den Mittelpunkt zu stellen.

03:05.690 --> 03:10.890
Unter anderem dienten die Ergebnisse einer von mir geleiteten Studie,

03:11.430 --> 03:17.430
die 1999 mit Unterstützung der Hochschulrektorenkonferenz in allen

03:17.430 --> 03:20.430
technischen Universitäten und Fachhochschulen Deutschlands

03:20.430 --> 03:25.490
durchgeführt wurde, der Entwicklung der Ausgangsfragen und Thesen.

03:26.910 --> 03:30.310
Viele Hindernissegründe wurden genannt, die Sie alle kennen, Budget

03:30.310 --> 03:32.930
und Struktur und Zeit und so weiter.

03:33.830 --> 03:38.810
Also man könnte zugespitzt zusammenfassen, allerdings im Hinblick auf

03:38.810 --> 03:44.490
das Wissen, nämlich dass Universitäten, wie oft auch Unternehmen, oft

03:44.490 --> 03:49.230
nicht wissen, was sie wissen oder was sie wissen könnten.

03:50.530 --> 03:54.670
Um aber Missverständnissen gleich entgegenzuwirken, will ich auch

03:54.670 --> 03:59.210
feststellen, es gibt zwar zahlreiche hervorragende einzelne

03:59.210 --> 04:04.110
Initiativen und Best-Practice-Beispiele an vielen Universitäten, die

04:04.110 --> 04:09.490
aber oft nur vom Engagement Einzelner getragen werden, keineswegs

04:09.490 --> 04:16.610
flächendeckend sind, zumeist ungenügend institutionalisiert und oft in

04:16.610 --> 04:18.490
ihrer Bedeutung unterschätzt sind.

04:18.490 --> 04:23.350
Eine konsequente Bündelung der Aktivitäten steht am Anfang.

04:24.870 --> 04:28.870
Auch bei den drei Universitäten des Verkunftsprojekts gibt es jeweils

04:28.870 --> 04:30.970
besondere positive Ansätze.

04:31.090 --> 04:36.610
Wir haben jetzt auch von Frau Prof. Vogt, Frau Dr. Keidel, den Ansatz

04:36.610 --> 04:38.610
von Karin Linde gehört.

04:39.390 --> 04:41.970
Dennoch wissen wir alle, es gibt noch sehr viel zu tun.

04:43.030 --> 04:46.670
Heute Nachmittag bei der Zertifikatsverleihung werde ich kurz auf die

04:46.670 --> 04:48.990
Angebote des ZAK eingehen.

04:49.090 --> 04:53.370
Ansonsten verweise ich Sie auf die Informationsmaterialien, die Sie

04:53.370 --> 04:54.290
erhalten haben.

04:55.330 --> 04:59.030
An der Friedrich-Erzian, Sie haben es auch schon gehört, haben wir

04:59.030 --> 05:03.310
selbstverständlich auch weitere Best-Practice-Beispiele, etwa am

05:03.310 --> 05:06.990
Karlsruher Wissenschaftliche Weiterbildung, KWB, im Bereich der

05:06.990 --> 05:10.570
Hochschuldidaktik und Weiterbildung und an der Fakultät für

05:10.570 --> 05:15.030
Maschinenbau, insbesondere das umfassende Angebot des CALEB,

05:15.290 --> 05:20.330
Karlsruher Lehrermodell für Produktentwicklung, oder am International

05:20.330 --> 05:23.390
Department, wie ich begrüße, auch befassen wollte.

05:24.310 --> 05:28.510
In einem Workshop im März dieses Jahr würden die Best-Practice

05:28.510 --> 05:31.950
-Beispiele der Verbundpartner bereits präsentiert.

05:36.390 --> 05:39.110
Ich glaube, ich habe falsch gemacht.

05:39.110 --> 05:44.200
Das muss ich gleich noch umheben.

05:46.720 --> 05:47.920
Doch, ich habe es.

05:48.080 --> 05:48.460
Entschuldigen.

05:50.160 --> 05:53.640
Mit der Gewinnung der Karl-Winther-Akademie der TU München als

05:53.640 --> 05:57.680
Verbundpartner konnten wir auf die wichtigen Erkenntnisse einer

05:57.680 --> 06:02.600
variierten und geführten Delphi-Studie zurückgreifen, in der auch die

06:02.600 --> 06:06.240
Erfahrungen und Erwartungen der Wirtschaft erfasst worden sind.

06:07.240 --> 06:12.460
Übereinstimmend sehen wir einen Hauptmangel in dem Fehlen von

06:12.460 --> 06:15.340
ganzheitlichen Konzeptionen bei der Vermittlung von

06:15.340 --> 06:16.240
Schlüsselqualifikationen.

06:17.300 --> 06:20.440
Frau Vizepräsidentin Greilich hat es schon bemerkt.

06:21.060 --> 06:26.360
Im Rahmen des Projekts haben wir den von der Karl-Winther-Akademie

06:26.360 --> 06:31.240
entwickelten Lehrbrief Kommunikation und Information übernommen.

06:31.240 --> 06:36.040
Ich bedanke mich ganz besonders bei Dr. Wetzlar für die gute und

06:36.040 --> 06:40.280
konstruktive Zusammenarbeit, aber auch bei Prof. Gritzmann, dem

06:40.280 --> 06:42.220
wissenschaftlichen Leiter der Akademie.

06:42.680 --> 06:46.360
Ich freue mich auch, dass ich Mitglied des Akademierats bin und hoffe,

06:46.480 --> 06:49.640
dass wir eng weiter zusammenarbeiten können.

06:50.680 --> 06:55.300
Die TU Darmstadt, die leider an der Leitung nicht vertreten ist, aber

06:55.300 --> 06:58.620
ich weiß, es sind viele Darmstädter unter uns, unser zweiter

06:58.620 --> 07:04.680
Verbundpartner hat vor zwei Wochen eine Studie mit klaren Empfehlungen

07:04.680 --> 07:05.560
veröffentlicht.

07:06.460 --> 07:14.560
In Zusammenarbeit mit der Auto-Zulieferung Continental und mit acht

07:14.560 --> 07:19.860
Universitäten in einem internationalen Netzwerk von MIT bis zur

07:19.860 --> 07:25.080
Shanghai Choi Tung University wurden für die Entwicklung künftiger

07:25.080 --> 07:29.740
Ausbildungskonzepte für Ingenieure, die Vermittlung einer globalen

07:29.740 --> 07:34.420
Kompetenz als unerträgliche Schlüsselqualifikation von Absolventen

07:34.420 --> 07:35.300
identifiziert.

07:35.940 --> 07:40.140
Das Erlernen von Fremdsprachen und die Befähigung zur interkulturellen

07:40.140 --> 07:43.120
Kommunikation sind dabei zentral.

07:44.280 --> 07:49.370
Angeregt wird, dass die acht Partneruniversitäten im Rahmen des

07:49.370 --> 07:54.970
Projekts eigene und gemeinsame Studiengänge für den Abschluss Master

07:54.970 --> 07:59.550
of Global Engineering konzipieren und einrichten, wobei ein

07:59.550 --> 08:04.090
Schwerpunkt auf erfolgreichen Arbeiten in internationalen und

08:04.090 --> 08:06.490
interkulturellen Teams liegen soll.

08:07.490 --> 08:12.330
Für Karlsruhe möchte ich anregen, dass das Konzept zur Einrichtung

08:12.330 --> 08:17.370
eines Begleit- oder Masterstudiengangs Global Culture and

08:17.370 --> 08:23.710
Communication, das wir dem früheren Rektorat im Jahre 1999 vorlegten,

08:24.370 --> 08:26.450
erneut diskutiert werden könnte.

08:27.810 --> 08:33.430
In seiner Abwesenheit wegen Krankheit bedanke ich bei Wim Götz an der

08:33.430 --> 08:37.030
Hochschuldidaktische Arbeitsstelle der TU Darmstadt für die

08:37.030 --> 08:38.470
hervorragende Zusammenarbeit.

08:38.690 --> 08:43.710
Mit seiner Hilfe wird ein innovatives Bildungsprojekt Sprungbrett

08:43.710 --> 08:48.550
Zukunft, an der sich der Linde AG und die EMBW beteiligen,

08:49.130 --> 08:52.690
voraussichtlich im nächsten Wintersemester auch in Karlsruhe starten

08:52.690 --> 08:53.050
können.

08:53.850 --> 08:58.550
In diesem Projekt werden Studierende nur nach einem strengen

08:58.550 --> 09:00.610
Auswahlverfahren zugelassen.

09:01.590 --> 09:06.570
Inhaltlich ist eine Strukturierung vorgesehen, die den Vorschlägen in

09:06.570 --> 09:11.230
unserem gemeinsam erarbeiteten Positionspapier, das sich in Ihrem

09:11.230 --> 09:13.430
Tagungsblatt befindet, nahekommt.

09:13.970 --> 09:19.070
Ich freue mich, dass der Vizepräsident der TU Darmstadt, Prof. Ander,

09:19.430 --> 09:24.050
das Interesse seiner Universität an einer Zusammenarbeit auch nach

09:24.050 --> 09:27.330
Beendigung des Verbundprojekts bekundet hat.

09:29.350 --> 09:33.270
Entscheidend für die Nachhaltigkeit unseres Projekts ist tatsächlich,

09:33.910 --> 09:38.390
dass in allen drei Hochschulen die Hochschulleitungen die zunehmende

09:38.390 --> 09:42.070
Bedeutung von Schlüsselqualifikationen auf die hochschulpolitische

09:42.070 --> 09:43.290
Agenda gesetzt haben.

09:43.950 --> 09:48.690
Und somit sehr gute Voraussetzungen für die Umsetzung der Erkenntnisse

09:48.690 --> 09:51.070
des Verbundprojekts gegeben sind.

09:51.910 --> 09:55.770
Lassen wir mich jetzt in aller Kürze die im Antrag festgehaltenen

09:55.770 --> 09:58.890
Zielsetzungen des Verbundprojekts nennen.

09:59.390 --> 10:05.330
Sie bestehen erstens in der Entwicklung von Strukturen zur Förderung

10:05.330 --> 10:10.030
und des Erwerbs von Schlüsselkompetenzen gemeinsam mit den Fakultäten.

10:11.030 --> 10:15.930
Und zweitens in der modellhaften Entwicklung curricularer und

10:15.930 --> 10:20.890
extracurricularer Lehrangebote unter Einbeziehung der Wirtschaft und

10:20.890 --> 10:23.610
anderer relevanter außeruniversitärer Partner.

10:24.350 --> 10:30.110
Auf diese Basis erhebt das Projekt den Anspruch, mögliche Standards

10:30.110 --> 10:34.710
für die Integration von Schlüsselkompetenzen in die Studienpläne von

10:34.710 --> 10:38.950
Fakultäten an technischen Universitäten zur Diskussion zu stellen.

10:39.890 --> 10:43.470
Die Entscheidungen hierüber liegen freilich nicht bei der

10:43.470 --> 10:44.010
Projektleitung.

10:44.990 --> 10:50.410
Es ist daher besonders vorteilhaft, dass unsere Vorschläge hier in

10:50.410 --> 10:56.270
Grasholm an der eigenen Universität im Rahmen der Taskforce-SQ unter

10:56.270 --> 11:00.970
der Leitung von Projektrektor Professor Jürgen Becker zur Sprache

11:00.970 --> 11:01.570
kommen können.

11:02.370 --> 11:07.790
Mit unserem Ansatz wollen wir eine State-of-the-Art-Diskussion darüber

11:07.790 --> 11:15.030
anstoßen, wie qualitative und quantitative Lücken im Angebot

11:15.030 --> 11:21.410
defizitärer Strukturen, mangelnde Koordination und Kooperation

11:21.410 --> 11:26.510
anerkannt und behoben werden können.

11:26.810 --> 11:31.750
Und dies unter Berücksichtigung der besonderen Rahmenbedingungen, aber

11:31.750 --> 11:34.430
auch der besonderen Chancen der technischen Hochschule.

11:55.030 --> 12:00.990
Lassen Sie mich nun einige wenige Ausgangsthesen und Fragen benennen,

12:01.830 --> 12:05.910
die durch eine Gegenüberstellung mit der Praxis entweder eine

12:05.910 --> 12:09.450
Bestätigung erfahren oder aber eine Modifizierung bedürfen.

12:10.350 --> 12:15.050
Gefragt werden muss, was denn Schlüsselqualifikationen im Zeitalter

12:15.050 --> 12:17.150
der Globalisierung des schnellen Wandels sind.

12:17.910 --> 12:20.070
Welche Kompetenzen sind dafür nötig?

12:21.450 --> 12:24.630
Und wo, wie und wie können sie vermittelt werden?

12:25.250 --> 12:27.910
Wie haben sich die Rahmenbedingungen des Lernens verändert?

12:28.890 --> 12:32.870
In welchem Wirkungszusammenhang stehen formelle und informelle

12:32.870 --> 12:33.550
Kontexte?

12:33.550 --> 12:37.030
Wie müssen Lehrangebote dem angepasst werden?

12:37.230 --> 12:41.970
In welchem Verhältnis stehen gesellschaftliche Megatrends, wie etwa

12:41.970 --> 12:47.510
demografischer Wandel, Arbeitsweltentwicklung, Internationalisierung

12:47.510 --> 12:48.770
und Kompetenzentwicklung?

12:49.530 --> 12:53.430
Und in welchen Folgen müssen wir rechnen, wenn wir Absolventen nicht

12:53.430 --> 12:55.270
dementsprechend ausbilden?

12:55.730 --> 13:00.350
In seinem Beitrag wird Professor Zimmerlich auf die Vernachlässigung

13:00.350 --> 13:03.710
der Kompetenzentwicklung in der Hochschulausbildung ausführlich

13:03.710 --> 13:04.230
eingehen.

13:04.890 --> 13:10.450
Wie Sie bereits vom Rektor Hitler gehört haben, richten wir, da wir

13:10.450 --> 13:14.410
eben das auch erkannt haben, das House of Competence, Cultures of

13:14.410 --> 13:17.250
Social Competence und Personal Fitness ein.

13:17.790 --> 13:21.090
Ein Vorhaben, das wir vom ZAK wesentlich mitgestaltet haben.

13:22.330 --> 13:28.250
Bei der Diskussion über die Definition von Kompetenz besteht

13:28.250 --> 13:30.850
weitgehende Übereinstimmung.

13:31.690 --> 13:34.310
Kompetenz ist ein Programm und ein Begriff.

13:35.490 --> 13:39.670
Hieraus lässt sich die Notwendigkeit eines Kompetenz-Konzepts

13:39.670 --> 13:44.750
ableiten, wie es beispielsweise von Erkenbeck und von von Rosenstück

13:44.750 --> 13:45.210
vorliegt.

13:45.950 --> 13:51.830
Kern dieses Konzepts ist die Bedeutung selbstregulativen Handels und

13:51.830 --> 13:54.850
dies zunehmend im Kontext Lebenslangenlernens.

13:54.850 --> 14:00.650
Dispositionelle Kompetenzen als Teil der Persönlichkeit, insbesondere

14:00.650 --> 14:06.030
Sozialkompetenz, Einfühlungsvermögen, kommunikatives und intuitives

14:06.030 --> 14:09.810
Verhalten, sind individuell unterschiedlich vorhanden.

14:10.410 --> 14:14.930
Aber auch diese und weitere Basis-Kompetenzen können erweitert,

14:15.250 --> 14:17.650
aktualisiert und trainiert werden.

14:18.930 --> 14:23.090
In der neuen Diskussion wird davon ausgegangen, dass Kompetenz

14:23.090 --> 14:28.810
-Konzepte notwendigerweise prozesshaft und reflexiv sind.

14:29.890 --> 14:31.650
Ich zitiere Sigrid J.

14:31.770 --> 14:36.850
Schmidt, Selbst Organisation wird gesehen als Resultat der

14:36.850 --> 14:41.410
Wechselwirkungen von kognitiven, sozialen, emotionalen und

14:41.410 --> 14:47.610
motivationalen Ressourcen als bewusste und reflexive Steuerung des

14:47.610 --> 14:52.330
eigenen Lernens in Richtung auf eine reflexive Lebenswirkung.

14:53.810 --> 14:57.710
Auch aus diesem Grund erachten wir die Vermittlung von

14:57.710 --> 15:00.450
Orientierungswissen als Schlüsselkompetenz.

15:01.410 --> 15:05.590
Ohne gesellschaftliches Zusammenhängen in einer sich zu schnell und

15:05.590 --> 15:09.950
zunehmend verändernden Welt erkennen zu können, kann auch eine

15:09.950 --> 15:13.730
individuelle Reflexion nur auf dem Ort nicht stattfinden.

15:14.710 --> 15:18.450
Um Schlüsselqualifikation optimal zu fördern, sind Anreize

15:18.450 --> 15:24.590
erforderlich, die einerseits ein Maximum an Wahlfreiheit zulassen und

15:24.590 --> 15:27.630
andererseits nicht zu Beliebigkeit führen.

15:28.830 --> 15:32.490
Auf der Basis der Selbstreflexion, die auch mit Hilfe von Coaching

15:32.490 --> 15:38.010
angeregt werden kann, bleibt aber selbst motivationales und selbst

15:38.010 --> 15:41.090
organisatorisches Lernen ein wichtiges Prinzip.

15:41.090 --> 15:47.510
Wir gehen daher von der Notwendigkeit eines differenzierten und

15:47.510 --> 15:53.690
flexiblen Angebots aus, das dennoch vorstrukturiert sein soll.

15:54.870 --> 16:01.010
Wir können also unsere Module kurz hier einblenden.

16:01.790 --> 16:09.930
Wir gehen daher von dieser Strukturierung aus und haben hier eine

16:09.930 --> 16:16.290
Reihe von möglichen Angeboten, aus denen man ein Mischmodul machen

16:16.290 --> 16:21.170
kann, die diese Vorstrukturierung nach dem Basis-Enabling und

16:21.170 --> 16:26.870
Orientierungswissen berücksichtigen und lösen kann.

16:29.210 --> 16:33.510
In unserem Positionspapier schlagen wir vor, das Leben der generellen

16:33.510 --> 16:40.770
Praxisorientierung, die auch meistens in vielen Studiengängen gut

16:40.770 --> 16:44.630
integriert ist, den Erwerb von Basiskompetenzen und

16:44.630 --> 16:48.230
Orientierungswissen für jede qualifizierte Ausbildung heutzutage

16:48.230 --> 16:50.130
unabdingbar ist.

16:50.750 --> 16:57.610
Je nach Fach- und Berufsfeld kann das unterschiedliche Anforderungen

16:57.610 --> 17:02.270
und Qualifikationen zur Folge haben, die sich freilich über die Zeit

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strukturell oder biografisch beides ändern können.

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Daher denke ich auch wichtig, lebenslanges Lernen.

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Auch die persönlichen Eignungen und Fähigkeiten spielen für die

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Kompetenzgewerbe eine erhebliche Rolle.

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So entwickelte modulare Systeme sollen daher die jeweiligen

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Differenzierungen berücksichtigen und die wehrleisten, damit wir eben

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auch das Konzept eines prozesshaften Entwicklungs darstellen können.

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Dadurch sollen Defizite abgebaut werden, aber auch die Stärkung

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persönlich bereits vorhandener Kompetenzen im Sinne einer

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Elitenbildung gefördert werden.

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Bezogen auf die Förderung von Schlüsselpapierkollektionen halten wir

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aus unserer Sicht also fest, dass Orientierungswissen,

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Basiskompetenzen und Praxisorientierung je nach Fach- und Berufswelt

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in unterschiedlichen Verhältnissen zueinander verpflichtend angeboten

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werden sollten.

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Zum quantitativen Umfang an ECTS-Punkten sind unterschiedliche Modelle

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in der Diskussion.

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Und natürlich, darüber könnte man ganz lange diskutieren.

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Es gibt auch viel Bedarf, aber das können wir jetzt im Moment nicht.

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Fakultatives Zusatzangebote, und das ist ein besonderer Punkt auch in

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der Karl-Heinz-Linder-Akademie, sind dennoch wichtig.

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Insbesondere, da ein fechendeckendes Angebot sich oft nur an minimalen

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Standards bildorientieren kann.

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Zusatzqualifikationen bieten einen Anreiz, mehr zu wissen und mehr zu

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können.

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Und unsere Erfahrung zeigt, dass gerade fachlich guten, engagierten

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und besonders motivierten Studierenden davon Gebrauch machen.

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Die Offenheit der universitären Ausbildung für Zusatzqualifikationen,

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wie zum Beispiel das Begleitstudium angewandte Kulturwissenschaft,

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aber auch international ausgerichtete Studienprogramme, ich nenne die

19:05.690 --> 19:10.430
Quartett, TIT oder Doppelbibliothek, müssen daher erhalten bleiben,

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gerade und insbesondere im Hinblick auf die Vermittlung von

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Orientierungswissen und Internationalisierung.

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Die Herausforderung besteht darin, geeignete Programme aufzustellen,

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die modellar und flexibel aufgebaut sind.

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Programme, die den verändernden Bedingungen die Globalisierung

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angepasst werden können und ein sinnvolles und erkennbares,

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ganzheitliches Konzept des lebenslangen Serien darstellen.

19:40.230 --> 19:44.430
Meine Damen und Herren, um die Referenten und Referenten vorzustellen,

19:44.970 --> 19:46.050
fehlt mir leider die Zeit.

19:46.750 --> 19:50.770
Biografien und Abstrakts stündlich zu vorträgen, befinden sich in

19:50.770 --> 19:52.350
ihren Tagungsmangeln.

19:53.290 --> 19:57.610
Zum Konzept der Tagung sei kurz gesagt, dass es vornehmlich um vier

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Themenkomplexe geht.

19:59.110 --> 20:02.690
Erstens, wie können wir eine rasche, sich wandelnde

20:02.690 --> 20:07.570
Nachfrageorientierung der Wirtschaft für die kollegiale Entwicklung

20:07.570 --> 20:10.630
schneller erkennen und daraus Konsequenzen ziehen.

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Welche strategischen Partnerschaften müssen eingegangen oder

20:16.330 --> 20:20.370
intensiviert werden, damit technische Universitäten in der Lage sind,

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diesen großen Herausforderungen gerecht zu werden.

20:24.390 --> 20:28.110
Wie lässt sich die Kooperation zwischen Wirtschaft und Universität

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verbessern?

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Zweitens, welche Wissenskulturen müssen etabliert werden, damit die

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richtige Balance zwischen einer notwendigen, aber oft kurzfristigen

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Nachfrageorientierung und einem nachhaltigen Bildungsauftrag

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hergestellt werden kann.

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Drittens, welche Aspekte und Beispiele gibt es, um mögliche und gute

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Wege der Vernetzung von Fachwissen und facheübergreifenden Lehren zu

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verdeutlichen.

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Schließlich wird gefragt, welche Schlüsselqualifikationen

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Führungskräfte vor dem Hintergrund der globalisierten Wirtschaft

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benötigen.

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Ziel unserer Bemühungen ist es, einen Konsens anzustreben, der ein

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umfassendes Verständnis von Schlüsselqualifikation formuliert.

21:15.850 --> 21:20.470
Hierzu bitte ich auch noch einmal um Ihre aktive Mitarbeit.

21:21.090 --> 21:25.830
Und da der heutige Tag leider Diskussionen im Plenum aus seitlichen

21:25.830 --> 21:31.090
Gründen nicht zulässt, werden wir sehr darüber erfreut, wenn Sie per E

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-Mail, per Telefon oder mit den Bögen, die wir in Ihren Wappen gelegt

21:34.490 --> 21:37.870
haben, uns Ihre Rückmeldungen zukommen lassen können.

21:38.530 --> 21:43.950
Ich bedanke mich noch einmal bei der IHK und dem Präsidenten Bechthold

21:43.950 --> 21:48.110
für die Unterstützung, aber auch für die Gastfreundschaft in den

21:48.110 --> 21:50.130
Pausen und am Schluss der Veranstaltung.

21:50.130 --> 21:57.490
Ich hoffe, dass wir in einer angenehmen Umgebung gut miteinander ins

21:57.490 --> 22:01.650
Gespräch kommen können und das Informelle ist oft ganz besonders

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wichtig.

22:02.670 --> 22:07.290
All diesem Verlauf, sowohl des Verbundprojekts als auch der heutigen

22:07.290 --> 22:10.810
Tagung, möchte ich ganz herzlich bedanken.

22:11.230 --> 22:15.770
Vor allem meine eigenen Mitarbeiter Iris Coban und Jens Gürtelsch,

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aber auch meine ganz großartigen Gesamtsack-Team.

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In einer global ausgerichteten Wissensgesellschaft, meine Damen und

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Herren, müssen Schlüsselqualifikationen die Verbindung zwischen

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Wissenskultur und Kompetenzkulturen herstellen.

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Ich hoffe, dass wir mit dieser Konferenz ein Stück weiter auf diesen

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Weg kommen.

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Ich habe auch eine weitere große Hoffnung, das ist aber ein bisschen

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sehr idealistisch, aber ich weiß, es wird teilweise auch in die

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internationalen Universitäten umgesetzt und wir tun das auch in

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unserem ganzen Bereich öffentliche Wissenschaft.

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Ich hoffe, dass wir nämlich mit entsprechenden Bildungsangeboten dem

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großen Ideal eines institutionalisierten, dialogischen Austausches

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zwischen Science and Society und Society and Science näherkommen.

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Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

