WEBVTT

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Hier an der Uni, der Radio-Regenbogen-Campus-Report.

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Plastik, Waschmittel, Medikamente.

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Alles, was die Chemie uns an Produkten liefert, besteht aus vielen

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Grundstoffen, die oft lange Transportwege zurücklegen mussten, bevor

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sie schließlich in hochspezialisierten Anlagen zum chemischen

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Endprodukt werden.

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Ein neues EU-gefördertes Forschungsprojekt will da Abhilfe schaffen.

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Die Chemiefabrik der Zukunft soll wie ein Baukasten aufgebaut sein und

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Grundstoffe, ebenso wie viele verschiedene Fertigprodukte, an einem

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einzigen Standort herstellen.

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Das Karlsruher Institut für Technologie ist ganz vorne mit dabei.

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Im Moment ist es so, dass sie die Grundchemikalien in großen,

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sogenannten World Scale Plans herstellen und dann transportieren

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müssen über weite Strecken.

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Und da soll eine verteilte Produktion entstehen.

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Das ist bei manchen dieser Prozesse relativ schwierig, weil manche

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Prozesse sind wirtschaftlich im Moment nur für sehr große Mengen.

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Frau Dr. Katja H.

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Santos ist Chemikerin am Institut für Mikroverfahrenstechnik des KIT

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und verantwortlich für das EU-Forschungsprojekt F3.

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Nichts weniger als die Chemiefabrik der Zukunft.

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Effektiv, ökologisch und mit hoher Anpassungsfähigkeit soll da in den

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nächsten vier Jahren entwickelt werden.

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Eine Revolution für die Chemiebranche.

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Revolutioniert wird vor allem die Herangehensweise.

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Wir wollen, dass wir ein Anlagengrundgerüst haben, ein sogenanntes

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Backbone, und daran verschiedene Produktionslinien, an denen man

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modular, man kann sich das vorstellen in kleinen Containern, die für

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einen bestimmten Prozess jeweiligen Apparate andocken kann.

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Und das flexibel.

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Das Backbone, also das Rückgrat einer solchen als Baukasten

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aufgebauten Fabrik, liefert neben den Grundchemikalien auch Energie,

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Wärme und Kälte und alles, was man sonst für die verschiedenen

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chemischen Reaktionen braucht.

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Normalerweise müssen Sie für jede Anlage wieder die Versorgung neu

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herstellen.

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Und das soll hier wegfallen, sodass Sie schneller reagieren können.

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Sie müssen nur die einzelnen Kleinteile, die Reaktoren austauschen,

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aber nicht die komplette Anlage mit der Versorgung neu designen.

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Forschungspartner des KIT sind die ganz Großen der Chemiebranche.

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Koordinator des gesamten Projektes ist Bayer Technology Service, aus

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Deutschland ist noch die BASF dabei, Evonik, aus Frankreich Rhodia und

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Achkima, sowie Procter & Gamble, als auch AstraZeneca, einer der

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größten Pharmaziehersteller Europas.

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Stefan Fuchs, Karlsruher Institut für Technologie.

