WEBVTT

00:08.200 --> 00:14.040
Meine Damen und Herren, ich darf Sie zur heutigen Vorlesung recht

00:14.040 --> 00:14.960
herzlich begrüßen.

00:17.160 --> 00:22.220
Zunächst wieder der kleine Hinweis, dass heute die Vorlesung

00:22.220 --> 00:28.180
aufgezeichnet wird, Sie eventuell im Bild auftauchen können, deshalb

00:28.180 --> 00:32.320
sichtbar sind, sofern Sie sich nicht auf die seitlichen Plätze setzen.

00:34.680 --> 00:38.980
An der Stelle schon ein Hinweis, da betrifft es wahrscheinlich weniger

00:38.980 --> 00:42.760
Sie, die hier sind, als vielmehr diejenigen, die nicht hier sind und

00:42.760 --> 00:44.160
sich auf den Mitschnitt verlassen.

00:45.520 --> 00:49.040
Ich selbst muss mich in den nächsten zwei Wochen leider vertreten

00:49.040 --> 00:49.280
lassen.

00:52.860 --> 01:02.500
Die Vertretungen, die lassen sich nicht gern aufzeichnen, also ich

01:02.500 --> 01:07.160
würde den Aufzeichner bitten, einfach nochmal Rücksprache zu halten.

01:07.940 --> 01:09.840
Wahrscheinlich wird es nicht aufgezeichnet.

01:14.440 --> 01:15.040
So,

01:20.080 --> 01:26.120
in der

01:32.190 --> 01:36.250
letzten Vorlesung waren wir soweit gekommen, dass wir die Lagrangian

01:36.250 --> 01:37.870
Gleichungen hergeleitet hatten.

01:38.870 --> 01:44.770
Die da sind die totale zeitliche Ableitung, wobei man an der Stelle

01:44.770 --> 01:47.510
vielleicht als Studentin oder Student ein bisschen Schwierigkeiten

01:47.510 --> 01:50.530
hat, warum ist an der einen Stelle eine Parzelleableitung, an der

01:50.530 --> 01:53.210
anderen Stelle eine totale Zeitableitung.

01:53.810 --> 01:57.330
Das ergab sich einfach aus der Herleitung der entsprechenden

01:57.330 --> 01:57.870
Gleichungen.

01:59.330 --> 02:03.790
Parzelleableitungen in dem Fall, weil Qi und Qi-Punkt als

02:03.790 --> 02:07.150
unterschiedliche Variablen aufgefasst wurden.

02:07.990 --> 02:12.650
Und die Zeitableitung hier, wie gesagt, ergab sich dann aus der

02:12.650 --> 02:13.190
Herleitung.

02:13.190 --> 02:18.790
Also totale zeitliche Ableitung der Parzellenableitung der Lagrange

02:18.790 --> 02:20.850
-Funktion nach Qi-Punkt

02:23.870 --> 02:30.810
minus Parzelleableitung der Lagrange-Funktion nach Qi gleich

02:30.810 --> 02:33.550
generalisierte Kraft Groß Qi.

02:34.550 --> 02:41.230
In dem Falle für i gleich 1 bis n, n war die Zahl der generalisierten

02:41.230 --> 02:42.030
Koordinaten.

02:42.890 --> 02:47.250
Was wir so verstanden haben, dass das Minimalkoordinaten sind, also

02:47.250 --> 02:51.010
letztendlich Zahl der Freiheitsgrade, da wir ein holonomes System

02:51.010 --> 02:56.030
vorliegen haben, bei dem keine nicht-holonomen Zwangsbedingungen zu

02:56.030 --> 02:57.050
berücksichtigen sind.

02:57.990 --> 03:08.430
Die Lagrange-Funktion war T minus V und die generalisierten Kräfte,

03:08.870 --> 03:12.990
die bestimmen wir aus der virtuellen Arbeit.

03:13.770 --> 03:18.330
Nun, wenn wir die virtuelle Arbeit bestimmen, all derer an Kräften und

03:18.330 --> 03:25.250
Momente, die nicht im Potential berücksichtigt sind, dann können wir

03:25.250 --> 03:32.190
die letztendlich darstellen aus einer Linearkombination, also Summe i

03:32.190 --> 03:41.030
gleich 1 bis n, Linearkombination der Delta Qi und die Vorfaktoren

03:41.030 --> 03:44.450
sind dann eben gerade die generalisierten Kräfte.

03:54.030 --> 03:58.030
Wenn Sie sowas in

04:02.570 --> 04:08.650
der Klausur sehen, dann ist es meistens so, dass die entsprechende

04:08.650 --> 04:12.690
Aufgabe, die beginnt irgendwie mit Kinematik und dann soll irgendwas

04:12.690 --> 04:17.930
anderes bestimmt werden, das liegt letztendlich darin begründet, dass

04:17.930 --> 04:21.010
sie in der Klausur entsprechend hingeführt werden.

04:21.830 --> 04:28.550
Im wirklichen Leben, da heißt die Aufgabe, wir messen ja das System.

04:30.150 --> 04:35.150
Das System soll die und die Bewegung ausführen bzw.

04:35.370 --> 04:37.510
soll so angetrieben sein oder wie auch immer.

04:38.530 --> 04:43.930
Sie müssen dann wissen, wie groß sind die entsprechenden

04:43.930 --> 04:48.230
Gelenkreaktionen, wie groß sind die Momente, die auftreten.

04:48.230 --> 04:50.550
Sie müssen ja irgendwelche Dinge dann letztendlich bemessen.

04:51.230 --> 04:55.350
Und diese Größen, die hängen ab natürlich auch von der Bewegung

04:55.350 --> 04:59.310
selbst, das heißt letztendlich müssen Sie zunächst mal wissen, wie

04:59.310 --> 05:00.470
bewegt sich das System.

05:01.450 --> 05:04.350
Dazu brauchen Sie die Bewegungsgleichungen und wenn wir die

05:04.350 --> 05:07.170
Bewegungsgleichungen haben, das haben wir bisher nicht gemacht,

05:07.670 --> 05:10.230
vielleicht führe ich Sie in einer der nächsten Vorlesungen mal vor,

05:10.910 --> 05:16.690
dann müssen Sie die zunächst mal lösen, da die im Allgemeinen nicht

05:16.690 --> 05:19.370
linear sind und gekoppelt, kriegen Sie das nicht mehr so ohne weiteres

05:19.370 --> 05:19.530
hin.

05:20.250 --> 05:23.910
Nur noch nährungsweise, numerisch, kann man auch machen.

05:25.030 --> 05:27.650
Und wenn wir die numerische Lösung haben, dann können wir wieder

05:27.650 --> 05:29.870
schauen, na gut, wie sieht es aus mit den Zwangskräften,

05:30.410 --> 05:33.770
Zwangsmomenten, wie müssen die Lager letztendlich bemessen sein.

05:34.490 --> 05:37.930
Nun für die Herleitung der Bewegungsgleichungen, auch da sagt Ihnen im

05:37.930 --> 05:40.450
wirklichen Leben niemand, wie Sie das machen sollen, Sie nehmen

05:40.450 --> 05:42.530
einfach eine der vorgestellten Methoden.

05:43.990 --> 05:47.410
Und wenn Sie sich für Lagrange entscheiden, dann wissen Sie, na gut,

05:47.510 --> 05:50.410
die Lagrange-Gleichungen, die sehen sehr einfach aus.

05:50.870 --> 05:55.230
Totale Zeitableitung von Parzelleableitung minus Parzelleableitung

05:55.230 --> 05:56.590
gleich generalisierte Kraft.

05:57.110 --> 05:58.990
Jetzt müssen wir nur noch wissen, was brauchen wir dazu.

05:59.990 --> 06:02.750
Da muss also der nächste Schritt sein, ich brauche dazu die Lagrange

06:02.750 --> 06:06.890
-Funktion, T minus V, also brauche ich die kinetische Energie und ich

06:06.890 --> 06:08.410
brauche die potenzielle Energie.

06:09.510 --> 06:11.850
Bei der potenziellen Energie, das geht im Allgemeinen.

06:13.810 --> 06:19.550
Sollte Sie lineare Federn haben, Drehfedern, irgendwelche

06:19.550 --> 06:23.170
translatorische Federn, wenn Sie eine nicht-lineare Feder haben,

06:23.290 --> 06:26.050
müssten Sie das entsprechende Potenzial sich zunächst mal herleiten.

06:26.970 --> 06:32.610
Beim Gravitationspotenzial, da legen Sie sich zunächst mal irgendwo

06:32.610 --> 06:37.030
ein Nullniveau fest und wir sehen, die Lage des Nullniveaus, die ist

06:37.030 --> 06:40.730
völlig egal, weil es ist lediglich eine Konstante, bei der sich die

06:40.730 --> 06:43.650
verschiedenen Nullniveaus unterscheiden und beim Parzellenableiten, da

06:43.650 --> 06:45.110
fliegt die Konstante sowieso raus.

06:45.930 --> 06:47.450
Deshalb kommt es da auch nicht drauf an.

06:49.350 --> 06:53.290
Und was vielleicht ein bisschen aufwendiger ist, das ist die

06:53.290 --> 06:54.270
kinetische Energie.

06:54.750 --> 06:54.930
Warum?

06:56.050 --> 06:58.630
Nun zunächst mal wissen wir, die kinetische Energie von einem starren

06:58.630 --> 07:02.290
Körper war ein Halbmal Masse mal Schwerpunktgeschwindigkeit zum

07:02.290 --> 07:08.110
Quadrat plus eben die Rotationsenergie, wenn wir das Ganze mit einem

07:08.110 --> 07:10.950
Schwerpunkt machen, bei einer Ebenenbewegung ein

07:10.950 --> 07:15.150
Halbmassenträgheitsmoment mal Winkelgeschwindigkeit zum Quadrat, bei

07:15.150 --> 07:17.070
einer allgemeinen räumlichen Bewegung wird es ein bisschen

07:17.070 --> 07:18.430
komplizierter, das wissen wir.

07:20.270 --> 07:25.870
Was dort dann die Schwierigkeit ist, das ist, dass wir die kinetische

07:25.870 --> 07:31.190
Energie letztendlich darstellen müssen, als Funktion der

07:31.190 --> 07:33.790
generalisierten Koordinaten und deren Ableitungen.

07:35.290 --> 07:38.710
Das heißt, wenn wir ein System haben mit mehreren Körpern, aber nur

07:38.710 --> 07:42.610
wenigen Freiheitsgraden, dann hängen eben Schwerpunktgeschwindigkeiten

07:42.610 --> 07:47.690
und vielleicht auch die Winkelgeschwindigkeiten von ganz wenigen

07:47.690 --> 07:50.570
generalisierten Koordinaten und deren Ableitungen ab.

07:50.970 --> 07:54.630
Also brauchen wir dazu die Kinematik.

07:57.410 --> 08:01.090
Die kriegen wir auch oft über Abrollbedingungen und solche Sachen.

08:02.450 --> 08:06.990
Wie gesagt, um bei der Klausur Sie da ein bisschen zu führen, wird in

08:06.990 --> 08:09.750
so einer Aufgabe dann meistens ganz hinten angefangen, also mit der

08:09.750 --> 08:10.410
Kinematik.

08:11.950 --> 08:15.390
Dann wird mit der Kinematik die kinetische Energie bestimmt oder

08:15.390 --> 08:19.450
vielleicht potenzielle Energie und dann letztendlich sollen die

08:19.450 --> 08:21.070
Lagrangiangleichungen hergeleitet werden.

08:23.130 --> 08:26.470
Gibt es soweit noch Fragen?

08:28.190 --> 08:30.770
Wichtig, dass Sie wissen, wann dürfen wir die anwenden?

08:31.530 --> 08:35.310
Die dürfen Sie anwenden für Starkkörpersysteme, also auch für

08:35.310 --> 08:38.850
räumliche Bewegungen von starren Körpern, hergeleitet haben wir es nur

08:38.850 --> 08:45.910
für Massenpunkte, gilt aber genauso für starre Körper, und zwar für

08:45.910 --> 08:51.610
Systeme mit endlich vielen Freiheitsgraden, die holonom sind.

08:51.710 --> 08:55.210
In dem Falle, wenn holonome Zwangsbedingungen vorliegen, müssen wir

08:55.210 --> 08:59.930
das noch ein bisschen erweitern, das zeigen wir dann in der Einführung

08:59.930 --> 09:02.370
in die Mehrkörperdynamik, in der weiterführenden Vorlesung.

09:08.430 --> 09:14.110
Damit kommen wir jetzt zu Beispielen, sowohl für das Prinzip von D

09:14.110 --> 09:20.090
'Alain -Berlin-Lagrange-Erfassung, wie auch für die Lagrangian

09:20.090 --> 09:21.270
-Gleichung in zweiter Art.

09:38.340 --> 09:44.900
Also zunächst Prinzip von D'Alain-Berlin

09:48.770 --> 09:51.830
-Lagrange -Erfassung.

09:56.980 --> 10:00.820
Wir betrachten ein relativ einfaches System, das aus zwei

10:00.820 --> 10:06.380
Massenpunkten besteht, mit einem Freiheitsgrad, wir haben nämlich zwei

10:06.380 --> 10:07.580
schiefe Ebenen,

10:12.230 --> 10:16.990
die eine mit dem Neigungswinkel Alpha, die andere mit dem

10:16.990 --> 10:18.130
Neigungswinkel Beta.

10:19.570 --> 10:28.720
Wir haben zwei Massenpunkte,

10:34.600 --> 10:36.780
M1 bzw.

10:39.140 --> 10:40.540
M2,

11:01.980 --> 11:08.400
die Lage der Massenpunkte wird gekennzeichnet durch die Koordinaten

11:14.100 --> 11:17.960
Y1 entlang der einen schiefen Ebene bzw.

11:20.600 --> 11:24.100
Y2 entlang

11:27.290 --> 11:28.590
der anderen schiefen Ebene.

11:29.730 --> 11:34.330
Ich hatte gesagt, wir haben insgesamt einen Freiheitsgrad, das heißt,

11:34.430 --> 11:37.730
was noch fehlt, das ist die Kopplung zwischen den beiden

11:37.730 --> 11:43.290
Freiheitsgraden, die erfolgt hier über so ein masseloses Rad und ein

11:43.290 --> 11:44.650
undehnbares Seil.

11:46.910 --> 11:51.250
Wie man sieht, die Koordinaten Y1 und Y2, die müssen nicht unbedingt

11:51.250 --> 11:58.730
gleich sein, aber wir wissen zumindest aufgrund der Kinematik, dass

11:58.730 --> 12:01.130
hier ein Freiheitsgrad vorliegt.

12:03.710 --> 12:09.090
Und das eben gilt, Y1 Punkt entspricht gerade Y2 Punkt.

12:13.180 --> 12:16.380
An der Stelle haben wir es uns jetzt ein bisschen leicht gemacht,

12:16.800 --> 12:22.600
würden wir die Koordinate Y2 von hier unten zum Massenpunkt messen,

12:23.340 --> 12:28.540
dann kehrt sich hier das Ganze um, dann ist Y1 Punkt gleich minus Y2

12:28.540 --> 12:28.940
Punkt.

12:29.760 --> 12:33.520
Also an der Stelle muss man sich das wirklich entweder vektorell oder

12:33.520 --> 12:34.720
aus der Anschauung überlegen.

12:35.820 --> 12:38.640
Das bezeichnen wir in dem Fall einfach mal mit Y Punkt.

12:39.500 --> 12:45.320
Und wenn wir jetzt unser System mal virtuell verrücken, dann sehen wir

12:45.320 --> 12:48.920
die virtuelle Verrückung von Massenpunkt 1, die entspricht gerade der

12:48.920 --> 12:50.820
virtuellen Verrückung von Massenpunkt 2.

12:51.620 --> 12:58.760
Also gilt in dem Fall auch Delta Y1 gleich Delta Y2.

13:00.220 --> 13:02.480
Das nennen wir einfach mal Delta Y.

13:07.720 --> 13:16.540
Also hier hatten wir Delta Y1, hier hatten wir Delta Y2.

13:19.700 --> 13:26.380
Und wir haben dann entsprechend Kräfte, zum einen aufgrund der

13:26.380 --> 13:28.220
Gravitation die Gewichtskräfte

13:33.940 --> 13:40.760
M1 mal G nach unten, beziehungsweise M2 mal G.

13:43.800 --> 13:48.180
Wir nehmen an, wir haben zusätzlich noch eine Antriebskraft, die am

13:48.180 --> 13:53.000
Massenpunkt 2 wirkt, parallel zur entsprechenden schiefen Ebene, das

13:53.000 --> 13:55.000
ist die Kraft F0.

14:00.920 --> 14:06.560
Und wir haben Reibung vorliegen zwischen den Massenpunkten und den

14:06.560 --> 14:14.240
schiefen Ebenen, die entgegen der Bewegungsrichtung gerichtet sind.

14:15.700 --> 14:21.240
Also haben wir hier die Reibkraft R1, beziehungsweise hier die

14:21.240 --> 14:24.040
Reibkraft R2.

14:27.240 --> 14:31.240
Nun für das Prinzip von D'Alembert und Lagrange-Erfassung brauchen wir

14:31.240 --> 14:37.800
jetzt zusätzlich noch die Trägheitskräfte.

14:38.480 --> 14:42.700
Die Trägheitskräfte wirken entgegen den positiven Beschleunigungen,

14:42.820 --> 14:46.980
das heißt die positive Beschleunigung von Massenpunkt 1, die ist Y1

14:46.980 --> 14:52.480
zwei Punkt schräg nach oben, deshalb die entsprechende Trägheitskraft

14:52.480 --> 15:01.760
M1 Y1 zwei Punkt nach unten und die positive Beschleunigung von

15:01.760 --> 15:05.940
Massenpunkt 2, die geht in positive Y2-Richtung, also die

15:05.940 --> 15:14.540
entsprechende Trägheitskraft in negative Y2-Richtung M2 Y2 zwei Punkt.

15:16.940 --> 15:22.480
Jetzt wird die virtuelle Arbeit für alle Kraftanteile bestimmt.

15:24.040 --> 15:32.780
Wir sehen, Delta W, virtuelle Arbeit, ist in dem Falle, man sieht, R1

15:32.780 --> 15:42.140
ist entgegen Delta Y1 gerichtet, deshalb Minus R1 Delta Y1.

15:42.840 --> 15:49.220
Dann haben wir das Skalarprodukt von der virtuellen Verschiebung mit

15:49.220 --> 15:52.980
der Gewichtskraft, gibt gerade den Anteil entlang der schiefen Ebene,

15:53.100 --> 15:55.240
das ist M1 mal G mal Sinus Alpha,

16:00.820 --> 16:03.240
multipliziert mit Delta Y1.

16:03.980 --> 16:06.900
Beide sind entgegengesetzt gerichtet, deshalb Minus.

16:08.200 --> 16:08.980
Was haben wir noch?

16:10.620 --> 16:17.620
Dann haben wir noch die Trägheitskraft, die ebenfalls in negative Y1

16:17.620 --> 16:25.200
-Richtung geht, also Minus M1 Y1 zwei Punkt Delta Y1.

16:27.720 --> 16:31.700
Und wir haben noch weitere Kräfte, die Normalkraft und die Seilkraft,

16:31.700 --> 16:35.340
das sind aber Zwangskräfte, die hier nicht explizit berücksichtigt

16:35.340 --> 16:38.460
werden müssen, im Prinzip von D'Alembert und Lagrange-Erfassung.

16:38.960 --> 16:43.840
Deshalb jetzt noch die Anteile an der virtuellen Arbeit infolge der

16:43.840 --> 16:44.200
Kräfte.

16:45.040 --> 16:50.180
Am Massenpunkt 2, da haben wir in positive Y2-Richtung die

16:50.180 --> 16:54.900
Antriebskraft F0, also Plus F0 Delta Y2.

16:55.650 --> 17:03.660
Dann haben wir M2 mal G mal Sinus-Beta, ebenfalls in positive Y2

17:03.660 --> 17:11.400
-Richtung, deshalb Plus M2 G Sinus-Beta Delta Y2.

17:13.020 --> 17:18.380
In negative Y2-Richtung haben wir die Reibkraft und die zugehörige

17:18.380 --> 17:30.420
Trägheitskraft, also Minus R2 Delta Y2 minus M2 Y2 zwei Punkt Delta

17:30.420 --> 17:31.400
Y2.

17:33.900 --> 17:39.280
Das heißt, wenn wir jetzt das Ganze mal auswerten und eben unsere

17:39.280 --> 17:44.180
Beziehung Y1 Punkt gleich Y2 Punkt gleich Y Punkt einsetzen,

17:44.180 --> 17:49.520
beziehungsweise Delta Y1 gleich Delta Y2 gleich Delta Y.

17:50.360 --> 17:57.040
Und wir brauchen noch das Y1 zwei Punkt und das Y2 zwei Punkt, aber Y1

17:57.040 --> 18:03.520
zwei Punkt ist gerade ja Y2 zwei Punkt, beziehungsweise Y zwei Punkt.

18:05.660 --> 18:16.400
Das heißt, wir erhalten für die virtuelle Arbeit den Gesamtausdruck

18:16.400 --> 18:19.000
Delta W gleich.

18:19.560 --> 18:23.180
Und jetzt sehen wir, bei jedem Term steht das Delta Y1 beziehungsweise

18:23.180 --> 18:24.400
das Delta Y2.

18:24.940 --> 18:27.340
Das können wir also ausklammern als Delta Y.

18:27.680 --> 18:34.180
Dann steht hier drinnen R1 mit Minus.

18:35.140 --> 18:52.320
Dann haben wir Minus M1 G Sinus Alpha Minus M1 Y2 Punkt plus F0 plus

18:52.320 --> 18:54.160
M2 G Sinus Beta

18:58.620 --> 19:07.860
Minus R2 Minus M2 Y2 Punkt.

19:09.080 --> 19:13.740
Das mal Delta Y muss Null sein.

19:15.600 --> 19:17.760
Für Delta Y ungleich Null.

19:23.820 --> 19:27.680
Das heißt, das schaffen wir nur dadurch, dass die runde Klammer

19:27.680 --> 19:28.150
verschwindet.

19:29.330 --> 19:36.830
Und wenn wir jetzt noch einsetzen, dazu brauchen wir allerdings das

19:36.830 --> 19:41.830
Newton'sche Grundgesetz, dass eben R1 gerade ist.

19:42.410 --> 19:55.850
µ mal M1 G Sinus Alpha und das R2 entsprechend über eine Kräftebilanz

19:55.850 --> 19:57.790
normal zur Ebene.

19:58.630 --> 20:05.650
µ mal M2 G Sinus Beta.

20:06.650 --> 20:23.900
Dann ergibt sich letztendlich als Bewegungsgleichung M1 plus M2 mal Y2

20:23.900 --> 20:24.420
Punkt.

20:24.420 --> 20:35.640
Dann haben wir plus µ mal G mal M1 Cosinus Alpha plus M2 Cosinus Beta

20:35.640 --> 20:43.060
plus G.

20:44.880 --> 20:59.420
Dann haben wir drin stehen M1 Sinus Alpha minus M2 Sinus Beta minus F0

20:59.420 --> 21:02.280
gleich Null.

21:02.360 --> 21:04.520
Sie sehen, ich habe im Grunde genommen das Vorzeichen einmal

21:04.520 --> 21:08.280
umgekehrt, weil runde Klammer gleich Null mit Minus 1

21:08.280 --> 21:11.420
durchmultipliziert ergibt dann gerade die hier angegebene Gleichung.

21:14.040 --> 21:18.780
Also haben wir jetzt auf die Art und Weise die Bewegungsgleichung

21:18.780 --> 21:19.380
hergeleitet.

21:26.410 --> 21:30.590
Und wenn wir die Seilkraft explizit wissen wollen, dann sehen Sie,

21:30.650 --> 21:38.290
dann geht es nur, wenn wir das Freischneiden entsprechend und das

21:38.290 --> 21:39.530
Newton'sche Axiom anwenden.

21:40.090 --> 21:41.850
Gibt es zu den Beispielfragen.

21:47.590 --> 21:51.030
Dann gehen wir gleich zu den Lagrangengleichungen zweiter Art.

22:05.780 --> 22:11.080
Betrachten als erstes Beispiel ein sehr einfaches Beispiel, nämlich

22:11.080 --> 22:13.640
ein physikalisches Pendel.

22:28.350 --> 22:33.110
Das heißt, wir haben irgendwo den Lagerpunkt, dann haben wir unseren

22:33.110 --> 22:40.130
starren Körper, der irgendwo den Schwerpunkt hat.

22:42.310 --> 22:47.510
Dann sehen wir, der Schwerpunkt bzw.

22:47.970 --> 22:54.270
die Verbindende zwischen Schwerpunkt und Lager, die hat gegenüber der

22:54.270 --> 23:01.610
Vertikalen, das nenne ich mal die Y-Achse, horizontal nehme ich mal

23:01.610 --> 23:06.890
die X-Achse, dann haben wir da gerade den Winkel Phi,

23:12.550 --> 23:19.350
welcher die Bewegung beschreibt und der Abstand des Schwerpunktes vom

23:19.350 --> 23:25.030
Lager, der sei gerade klein a.

23:27.240 --> 23:29.990
Die Masse des Körpers sei m.

23:33.230 --> 23:39.650
Das Massenträgheitsmoment in dem Falle bezüglich dem Lagerpunkt O

23:44.610 --> 23:50.430
für eine Drehung um die Z-Achse, ganz wichtig, das sei gegeben durch J

23:50.430 --> 24:00.430
-O und wir nehmen an, vertikal nach unten wirkt die Erdbeschleunigung.

24:01.570 --> 24:07.090
Das heißt zunächst, wenn wir das Problem mit den

24:07.090 --> 24:10.850
Lagrangiansgleichungen zweiter Art lösen wollen, sollten wir uns

24:10.850 --> 24:13.090
überlegen, wie viele Freiheitsgrade hat das System.

24:14.030 --> 24:17.270
Ganz klar, in dem Fall hat das System einen Freiheitsgrad, nämlich den

24:17.270 --> 24:18.450
Verdrehwinkel Phi.

24:20.310 --> 24:26.650
Das heißt, n ist 1, wir haben nur ein Q1 und das ist gerade der Winkel

24:26.650 --> 24:26.910
Phi.

24:33.470 --> 24:43.810
Also wir haben einen Freiheitsgrad, n ist 1, Q1 ist Phi.

24:47.990 --> 24:56.390
Das heißt, wir können anschreiben, d nach dt, von dL nach dPhi Punkt,

24:57.390 --> 25:02.830
minus dL nach dPhi gleich groß Q Phi.

25:04.810 --> 25:11.590
L war t minus V, das heißt, wir benötigen sowohl die kinetische

25:11.590 --> 25:16.810
Energie als auch die potenzielle Energie als Funktion des Winkels Phi

25:16.810 --> 25:18.130
und Ableitungen davon.

25:18.810 --> 25:22.930
Dann war zunächst mal t gleich was.

25:22.930 --> 25:28.590
Wir haben eine Drehung um den raumfesten Punkt, wir haben das gegeben,

25:28.670 --> 25:32.430
das Massenträgheitsmoment bezüglich dem raumfesten Punkt, also können

25:32.430 --> 25:39.050
wir hier einfach schreiben, 1 halb J bezüglich O mal Phi Punkt

25:39.050 --> 25:39.590
Quadrat.

25:41.050 --> 25:42.030
Das ist sehr einfach.

25:44.190 --> 25:50.590
Die potenzielle Energie, da haben wir nur das schwere Potenzial, für

25:50.590 --> 25:54.370
das schwere Potenzial wählen wir uns ein Nullniveau irgendwo.

25:54.990 --> 25:58.410
Wir nehmen das Nullniveau bei Y gleich Null.

26:00.070 --> 26:01.490
Da wäre also das Nullniveau,

26:06.350 --> 26:16.250
das heißt, die Höhe über dem Nullniveau, M mal G mal H und die Höhe

26:16.250 --> 26:24.990
über dem Nullniveau ist aber Minus A mal Cosinus Phi, also Minus M mal

26:24.990 --> 26:30.270
G mal A mal Cosinus Phi ist dann letztendlich die zugehörige

26:30.270 --> 26:31.930
potenzielle Energie.

26:34.870 --> 26:42.290
Das kinetische Potenzial L war T minus V, also 1 halb J O Phi Punkt

26:42.290 --> 26:49.450
Quadrat Minus Minus gibt Plus M mal G mal A mal Cosinus Phi.

26:53.810 --> 26:54.650
Wenn

27:01.300 --> 27:05.380
die Erdbeschleunigung nach unten geht, dann ist immer wichtig, die

27:05.380 --> 27:08.300
Höhe über dem Nullniveau.

27:09.080 --> 27:16.200
Also das Potenzial wäre in dem Falle Minus M mal G mal Y und Y ist A

27:16.200 --> 27:17.020
mal Cosinus Phi.

27:20.840 --> 27:25.380
Wenn ich das Y nach oben positiv annehme, dann ist das die potenzielle

27:25.380 --> 27:27.620
Energie M mal G mal Y.

27:29.060 --> 27:33.400
Wenn ich das Y nach unten annehme und bei Y gleich Null das Nullniveau

27:33.400 --> 27:35.960
festlege, ist es Minus M mal G mal Y.

27:35.960 --> 27:36.440
Wie?

27:47.150 --> 27:53.710
Das Y war, also das schwere Potenzial gleich M mal G mal Y gilt nur,

27:54.030 --> 27:59.410
wenn die Y-Achse Ihnen praktisch entgegengesetzt zu G gerichtet ist,

27:59.570 --> 28:00.390
nach oben.

28:01.190 --> 28:03.550
Jetzt haben wir das Y, das können wir einführen wie wir wollen, nach

28:03.550 --> 28:04.410
unten positiv.

28:05.730 --> 28:08.970
Dann ist das schwere Potenzial Minus M mal G mal Y.

28:11.550 --> 28:15.090
So, was jetzt noch fehlt in der Gleichung, das ist natürlich das Q

28:15.090 --> 28:18.670
Phi, die generalisierte Kraft.

28:18.870 --> 28:22.070
All der Kräfte und Momente, die wir noch nicht berücksichtigt haben,

28:22.390 --> 28:25.670
nun da wir in dem Falle keinen Dämpfer haben und das Gewichtskraft

28:25.670 --> 28:28.730
haben wir ins Potenzial reingearbeitet, haben wir keine weiteren

28:28.730 --> 28:33.550
Anteile mehr, also das Groß-Q Phi ist in dem Falle Null, weil die

28:33.550 --> 28:37.730
virtuelle Arbeit von nicht konservativen Anteilen hier nicht auftritt.

28:38.930 --> 28:41.410
Das heißt, jetzt können wir wirklich die Gleichungen anwenden.

28:41.550 --> 28:43.530
Zunächst haben wir D L nach D Phi Punkt.

28:44.290 --> 28:46.650
D L nach D Phi Punkt.

28:47.390 --> 28:52.310
Bei dieser partiellen Ableitung, da werden Phi Punkt und Phi als

28:52.310 --> 28:53.850
separate Variablen aufgefasst.

28:54.790 --> 29:00.150
Das heißt, die Ableitung nach Phi Punkt haben wir in dem Falle, Phi

29:00.150 --> 29:02.250
Punkt Quadrat abzuleiten nach Phi Punkt.

29:02.390 --> 29:03.810
Das gibt zweimal Phi Punkt.

29:04.470 --> 29:07.070
Mit dem Faktor ein Halb gibt es gerade Phi Punkt.

29:07.070 --> 29:11.890
Gibt also in dem Falle J O Phi Punkt.

29:13.970 --> 29:22.810
Das D L nach D Phi oder Cosinus Phi abgeleitet nach Phi Punkt ist

29:22.810 --> 29:28.390
Null, weil Phi eine andere Variable ist als Phi Punkt beim partiellen

29:28.390 --> 29:28.810
Ableiten.

29:30.130 --> 29:34.730
Jetzt die Ableitung von L nach Phi, da ist Phi Punkt unabhängig von

29:34.730 --> 29:37.930
Phi, also die partielle Ableitung vom ersten Term ist Null.

29:38.990 --> 29:41.390
Hier haben wir den zweiten Term, der hängt von Phi ab.

29:41.930 --> 29:44.190
Das ergibt also M mal G mal A.

29:45.870 --> 29:51.430
Und die Ableitung von Cosinus Phi, die war Minus Sinus Phi.

29:52.530 --> 29:58.250
Das heißt, wenn wir jetzt das Ganze in die Gleichungen einsetzen,

30:01.850 --> 30:06.270
dann haben wir gerade J O mal Phi Punkt.

30:11.100 --> 30:13.380
Nochmals nach der Zeit abzuleiten.

30:14.100 --> 30:17.300
Das gibt aber J O mal Phi zwei Punkt.

30:19.780 --> 30:22.180
Minus D L nach D Phi.

30:23.020 --> 30:24.920
Minus mal Minus gibt Plus.

30:25.860 --> 30:32.340
M mal G mal A mal Sinus Phi.

30:34.700 --> 30:41.020
Auf der rechten Seite steht Q Phi, das war aber Null, also gleich

30:41.020 --> 30:41.780
Null.

30:43.540 --> 30:50.040
Das heißt, so haben wir jetzt sehr einfach die Gleichung für das

30:50.040 --> 30:52.420
physikalische Pendel hergeleitet.

31:00.700 --> 31:04.580
Und wenn wir beim Pendel sind, dann machen wir mal ein anderes

31:04.580 --> 31:05.040
Beispiel.

31:13.490 --> 31:17.450
Nämlich, wir nehmen an, wir haben ein physikalisches Pendel in Form

31:17.450 --> 31:18.710
von so einem schlanken Stab.

31:27.040 --> 31:28.620
Drehpunkt in O.

31:30.800 --> 31:36.420
Die Verdrehung gegenüber der Vertikalen, das ist gerade wieder der

31:36.420 --> 31:37.020
Winkel Phi.

31:44.470 --> 31:50.150
Der Stab selbst hat das Massenträgheitsmoment bezüglich dem Lagerpunkt

31:50.150 --> 31:51.310
O, J O.

31:52.590 --> 32:00.450
Und jetzt haben wir eine Buchse auf dem Stab, die auf dem Stab gleiten

32:00.450 --> 32:00.810
kann.

32:01.910 --> 32:10.130
Die über zwei Federn, jeweils Federsteifigkeit C halbe.

32:13.480 --> 32:20.140
Da jetzt mal so an, mit der Umgebung verbunden ist.

32:21.120 --> 32:31.420
Und die Höhe der Federn, das sei gerade immer vertikaler Abstand klein

32:31.420 --> 32:31.720
a.

32:34.000 --> 32:37.620
Und man sieht, Gravitation brauchen wir in dem Falle nicht, die

32:37.620 --> 32:40.500
Gravitation soll meinetwegen senkrecht, zu Zeichen Ebenen wirken oder

32:40.500 --> 32:41.520
soll nicht vorhanden sein.

32:42.100 --> 32:49.840
Und die Frage ist jetzt, was ergibt sich als Bewegungsgleichung für

32:49.840 --> 32:50.720
dieses Beispiel?

32:58.820 --> 32:59.460
Wo?

33:06.470 --> 33:08.190
Wer spricht hier gerade?

33:09.270 --> 33:09.910
Ganz hinten.

33:11.550 --> 33:13.270
Nur aus Fehlern haben wir gut gelernt.

33:15.330 --> 33:17.410
Ich habe J O Vieh Punkt Punkt geschrieben.

33:19.090 --> 33:19.590
Richtig?

33:20.950 --> 33:21.450
Warum?

33:26.410 --> 33:27.370
Wo ist der Stock?

33:33.730 --> 33:34.770
So, jetzt gehe ich am Stock.

33:37.590 --> 33:41.370
Wir haben hier die partielle Ableitung von L nach Vieh Punkt, die gibt

33:41.370 --> 33:42.510
J O Vieh Punkt.

33:43.630 --> 33:46.630
Und die müssen wir aber nochmal nach der Zeit ableiten, den ganzen

33:46.630 --> 33:47.090
Ausdruck.

33:47.090 --> 33:51.050
Also wenn wir das nach der Zeit ableiten, J O ist konstant, dann gibt

33:51.050 --> 33:52.190
es J O Vieh 2 Punkt.

33:55.910 --> 34:03.230
So, wir sind mal mutig, damit wir das Prinzip von D'Alembert nicht

34:03.230 --> 34:03.930
ganz vergessen.

34:05.490 --> 34:07.210
Machen wir es mal durch Freischneiden.

34:08.330 --> 34:12.930
Und wir haben hier unten einen Lagerpunkt, da tragen wir mal die

34:12.930 --> 34:16.610
Lagerkräfte, meinetwegen F X und F Y an.

34:18.990 --> 34:21.710
Die interessieren uns allerdings nicht so sehr.

34:24.130 --> 34:28.490
Gewicht haben wir keines, weil ja die Gravitation nicht berücksichtigt

34:28.490 --> 34:28.690
wird.

34:29.150 --> 34:30.490
Wir haben aber die Federkräfte.

34:36.960 --> 34:45.340
F Feder 1 ist in dem Falle Federsteifigkeit C Halbe mal Delta L 1.

34:45.980 --> 34:51.000
Und wir haben hier eine Federkraft nach links.

34:53.320 --> 34:56.680
Feder 2 ist dann Federsteifigkeit, das war C Halbe.

34:57.620 --> 35:02.300
Nun die Verlängerung auf der Seite ist so groß betragsmäßig wie die

35:02.300 --> 35:03.720
Verkürzung auf der Seite.

35:04.080 --> 35:07.800
Da wir jetzt die Richtung hier schon eingearbeitet haben, haben wir

35:07.800 --> 35:08.840
Delta L 2.

35:11.160 --> 35:19.200
Das heißt, wir können jetzt angeben, Delta L 1 gleich Delta L 2 gleich

35:19.200 --> 35:20.060
Delta L.

35:20.740 --> 35:30.020
Das ist aber gerade, wenn die Federn spannungslos sind, bei Phi gleich

35:30.020 --> 35:30.300
0.

35:30.400 --> 35:35.680
Dann haben wir hier, das ist Delta L, das war A, das ist Phi.

35:35.680 --> 35:44.550
Also das dividiert durch das, Delta L durch A ist Tangens Phi.

35:46.110 --> 35:50.250
Also Delta L ist A mal Tangens Phi.

35:57.110 --> 36:00.010
Was jetzt noch fehlt, das sind die Trägheitstherme.

36:01.090 --> 36:05.550
Nun das Phi geht positiv im Uhrzeigersinn, dann ist das entsprechend

36:05.550 --> 36:12.730
die Trägheitsmoment, um das Lagergerade J O Phi 2 Punkt.

36:15.350 --> 36:18.510
Entgegen einer positiven Beschleunigung, positive Beschleunigung geht

36:18.510 --> 36:19.310
in Richtung von Phi.

36:19.750 --> 36:21.650
Also das Trägheitsmoment entgegen.

36:22.150 --> 36:24.950
Und wir sehen, die Lagerkräfte, die interessieren uns nicht.

36:25.470 --> 36:28.010
Jetzt machen wir eine Momentbilanz um diesen Punkt.

36:28.930 --> 36:29.890
Und erhalten.

36:37.050 --> 36:39.750
Dann haben wir J O Phi 2 Punkt.

36:42.730 --> 36:49.890
Plus F1, F1 mal A plus F2 mal A, der Abstand der beiden Kräfte ist ja

36:49.890 --> 36:50.530
gerade A.

36:52.310 --> 36:56.150
Also man sieht, Delta L1 gleich Delta L2.

36:56.690 --> 37:01.090
Dann haben wir C halbe Delta L plus C halbe Delta L gibt also C mal

37:01.090 --> 37:02.170
Delta L.

37:02.170 --> 37:05.770
Das ergibt C mal A mal Tangens Phi.

37:06.670 --> 37:10.870
Das noch multipliziert mit dem Hebelarm, klein A, gibt hier ein A

37:10.870 --> 37:13.570
Quadrat gleich Null.

37:15.450 --> 37:27.690
Also J O Phi 2 Punkt plus C A Quadrat Tangens Phi gleich Null.

37:33.680 --> 37:36.360
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

37:37.100 --> 37:41.500
Wir kontrollieren das Ganze mit den Lagrangian Gleichungen.

37:42.520 --> 37:43.220
Zweiter Art.

37:44.120 --> 37:45.180
Ich mache das mal hier daneben.

37:47.880 --> 37:48.820
Was brauchen wir da?

37:48.980 --> 37:52.160
Und wir haben einen Freiheitsgrad, nämlich wieder unseren Winkel Phi.

37:52.700 --> 37:56.500
Das heißt, wir haben D nach D T von D L nach D Phi Punkt minus D L

37:56.500 --> 37:58.080
nach D Phi gleich Groß Q Phi.

37:59.060 --> 38:02.780
Wir sehen, einen Dämpfer oder sowas haben wir nicht.

38:03.660 --> 38:05.340
Also Groß Q Phi ist Null.

38:06.620 --> 38:11.280
Sofern wir die Federkräfte in Potential einarbeiten.

38:12.040 --> 38:14.800
Dann brauchen wir also noch L, das war T minus V.

38:15.960 --> 38:17.320
Das T, das bleibt genauso.

38:17.560 --> 38:24.800
Das ist 1 halb J O Phi Punkt Quadrat.

38:27.780 --> 38:33.280
Einzig das Federpotential wird ein bisschen anders als das

38:33.280 --> 38:34.300
Gewichtspotential.

38:35.020 --> 38:41.400
Da haben wir nämlich V gleich V von Feder 1 plus V von Feder 2.

38:42.040 --> 38:48.100
Das war 1 halb mal, und jetzt haben wir die Federsteifigkeit von Feder

38:48.100 --> 38:52.780
1, das war C halbe, mal Delta L 1 Quadrat.

38:55.740 --> 39:02.720
Plus 1 halb Federsteifigkeit von Feder 2, das war C halbe, mal Delta L

39:02.720 --> 39:03.780
2 Quadrat.

39:04.620 --> 39:07.620
Und man sieht, über die Vorzeichen müssen wir uns hier gar keine

39:07.620 --> 39:10.120
Gedanken machen, ob das nach links oder nach rechts geht.

39:10.580 --> 39:11.500
Das ist der Vorteil.

39:11.860 --> 39:14.540
Wir haben gesehen, Delta L 1 ist Delta L 2.

39:14.540 --> 39:20.140
Dann haben wir C halbe plus C halbe gibt also letztendlich 1 halb mal

39:20.140 --> 39:23.540
C mal Delta L Quadrat.

39:24.380 --> 39:30.340
Delta L zum Quadrat ist aber gerade A Quadrat Tangents Quadrat Phi.

39:39.710 --> 39:49.330
Das heißt die Lagrange-Funktion ist jetzt 1 halb J O Phi Punkt Quadrat

39:49.330 --> 39:59.650
minus 1 halb C A Quadrat Tangents Quadrat Phi.

40:10.990 --> 40:14.110
Jetzt brauchen wir in der Lagrange-Gleichung wieder D L nach D Phi

40:14.110 --> 40:14.470
Punkt.

40:18.080 --> 40:24.760
Das ergibt 1 halb mal J O mal 2 mal Phi Punkt.

40:25.380 --> 40:31.280
Der Faktor 2 kürzt sich mit dem Faktor 1 halb, gibt also J O Phi

40:31.280 --> 40:31.700
Punkt.

40:34.440 --> 40:42.020
Wenn wir das Ganze nochmal nach der Zeit differenzieren, dann gibt es

40:42.020 --> 40:45.980
rechts J O ist die Konstante, also Phi 2 Punkt, jetzt wird es

40:45.980 --> 40:46.700
vielleicht deutlicher.

40:48.900 --> 40:52.020
Ein bisschen komplizierter wird es bei der Parzellenableitung von L

40:52.020 --> 40:53.160
nach Phi.

40:56.380 --> 41:00.080
Also der Term hier hinten, der hängt nicht von Phi Punkt ab, der hängt

41:00.080 --> 41:00.860
nur von Phi ab.

41:01.540 --> 41:05.040
Phi Punkt und Phi sind beim Parzellenableiten unterschiedliche

41:05.040 --> 41:05.620
Variablen.

41:07.020 --> 41:11.240
Bei der Ableitung nach Phi, da ist Phi Punkt eine andere Variable,

41:11.900 --> 41:12.620
fällt also weg.

41:12.620 --> 41:26.040
Dann haben wir minus 1 halb C A Quadrat mal Tangents Quadrat Phi

41:26.040 --> 41:33.480
abgeleitet ergibt 2 mal Tangents Phi mal der Ableitung von Tangents

41:33.480 --> 41:34.100
nach Phi.

41:34.100 --> 41:35.160
Was gibt das?

41:42.500 --> 41:51.930
Und das gibt zunächst mal 1 durch Cosines Quadrat Phi.

42:05.260 --> 42:10.780
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, das stimmt aber zumindest in

42:10.780 --> 42:11.700
meinem Skript überein.

42:13.720 --> 42:15.620
So, jetzt setzen wir das ein.

42:16.660 --> 42:18.440
Dann haben wir also J O Phi 2 Punkt.

42:22.160 --> 42:23.820
Minus Minus gibt Plus.

42:25.280 --> 42:28.840
1 halb, kürzt sich mit einem Faktor 2, gibt also C A Quadrat.

42:29.940 --> 42:34.320
Und jetzt haben wir hier Tangents Phi dividiert durch Cosines Quadrat

42:34.320 --> 42:34.500
Phi.

42:34.620 --> 42:40.120
Das gibt im Grunde genommen Sinus Phi dividiert durch Cosines hoch 3

42:40.120 --> 42:41.580
Phi.

42:43.100 --> 42:43.960
Gleich 0.

42:52.800 --> 42:55.580
Und an der Stelle haben wir jetzt natürlich das Problem, dass wir beim

42:55.580 --> 43:01.160
einen Mal einfach das Tangents Phi haben, beim anderen Mal Sinus Phi

43:01.160 --> 43:04.620
durch Cosines hoch 3 Phi, das war gerade Tangents Phi dividiert durch

43:04.620 --> 43:05.700
Cosines Quadrat Phi.

43:06.540 --> 43:11.040
Also, wenn wir linearisieren würden für kleine Winkel Phi, dann würde

43:11.040 --> 43:11.800
es nichts ausmachen.

43:13.120 --> 43:16.800
Aber da unsere Bewegungsgleichung natürlich auch für große Winkel Phi

43:16.800 --> 43:19.620
gelten soll, ist jetzt die Frage, jetzt haben wir zwei verschiedene

43:19.620 --> 43:21.180
Bewegungsgleichungen hergeleitet.

43:22.080 --> 43:27.120
Sind jetzt beide richtig oder ist eine davon falsch oder woran liegt

43:27.120 --> 43:27.340
es?

43:32.670 --> 43:33.830
Wer hat eine Idee?

43:42.690 --> 43:46.130
Ja, wer denkt, dass nur eine richtig ist?

43:48.950 --> 43:49.910
Das denkt niemand.

43:50.890 --> 43:53.210
Wer denkt, dass gar keine richtig ist?

43:54.310 --> 43:55.150
Auch niemand.

43:56.050 --> 43:57.750
Wer denkt, dass beide richtig sind?

43:58.990 --> 44:00.070
Das wäre ja ein Widerspruch, oder?

44:04.100 --> 44:05.600
Ja, an was liegt es denn jetzt?

44:09.310 --> 44:11.470
Was erscheint einem denn plausibler?

44:11.610 --> 44:16.090
Ich meine, das Prinzip von d'Alembert, so mit Dreckheitsthermen und so

44:16.090 --> 44:18.330
weiter, das war doch ziemlich einleuchtend, oder?

44:20.810 --> 44:25.570
Wohingegen wir ja hier nur ein Schema angewandt haben, oder?

44:33.000 --> 44:34.940
Ja, wem trauen die Studenten denn eher?

44:35.760 --> 44:36.220
Lagrange?

44:37.320 --> 44:38.320
Wer traut Lagrange?

44:40.620 --> 44:42.360
Wer traut Lagrange?

44:42.360 --> 44:42.680
Wer traut dem anderen?

44:45.520 --> 44:52.280
Ach, gefühlsmäßig sind es mehr, aber ich würde Ihnen jetzt mal sagen,

44:53.440 --> 44:55.320
Demokratie ist nicht immer das Richtige.

44:57.840 --> 44:59.940
Oh, das darf ich jetzt eigentlich nicht ins Mikrofon oder in die

44:59.940 --> 45:00.720
Kamera sagen.

45:01.920 --> 45:04.300
Mein Nebensatz, man sieht es an unseren Politikern.

45:10.840 --> 45:13.020
Ja, das ist leider nicht mehr zu lachen.

45:14.820 --> 45:18.860
Von den Politikern wird man erwarten, dass er das macht, was für das

45:18.860 --> 45:22.580
System, sprich für die Lebensgemeinschaft und für die Entwicklung von

45:22.580 --> 45:23.680
einem Land am besten ist.

45:24.100 --> 45:26.440
Aber leider machen das die Politiker nicht immer.

45:27.640 --> 45:29.360
So, aber an was liegt es bei uns?

45:31.120 --> 45:34.860
Nun, wir haben hier eine Hülse, die sich hier verschieben kann.

45:36.380 --> 45:39.980
Jetzt hat die Mehrzahl gemeint, sie traut dem hier natürlich mehr.

45:40.480 --> 45:45.000
Bloß, wir können natürlich wollen, genauso wie die Politiker viel

45:45.000 --> 45:47.880
wollen, die wollen, dass praktisch der Wind genau dann bläst, wenn ich

45:47.880 --> 45:48.580
Strom brauche.

45:49.360 --> 45:51.080
Ob das immer so geht, das weiß ich nicht.

45:52.020 --> 45:56.040
Oder dass die Straßen, wenn die Politiker sagen, eine Straße hält eine

45:56.040 --> 45:59.100
Achslast von 15 Tonnen aus, dann meint der Politiker, weil er das

45:59.100 --> 46:00.120
gesagt hat, ist das so.

46:00.600 --> 46:02.320
Bloß die Straße macht das nicht.

46:03.140 --> 46:04.860
Deshalb sind unsere Straßen kaputt.

46:05.620 --> 46:10.500
Ne, wir können natürlich wollen, dass die Hülse immer auf der Höhe

46:10.500 --> 46:14.800
bleibt, im Abstand A, aber wenn Sie mal ganz ehrlich sind, wenn eine

46:14.800 --> 46:17.880
Kraft von der Feder auf die Hülse wirkt, beziehungsweise von der

46:17.880 --> 46:21.580
linken Feder auf die Hülse, dann wird sich sofort die Hülse

46:21.580 --> 46:22.740
entsprechend verschieben.

46:25.100 --> 46:29.740
Das heißt, ah, haben wir jetzt falsche Annahmen gemacht, wir haben

46:29.740 --> 46:32.420
doch hier einfach das eingesetzt und haben was rausbekommen.

46:33.800 --> 46:38.920
Nun, der Trick ist der, damit diese Hülse immer auf der gleichen Höhe

46:38.920 --> 46:44.220
bleibt, müssen wir eigentlich so eine kleine Führung anbringen,

46:44.220 --> 46:48.000
meinetwegen so einen Bolzen, den wir in einer horizontalen Führung

46:48.000 --> 46:55.620
gleiten lassen, dann bleibt die Hülse wirklich auf der Höhe.

46:58.600 --> 47:01.700
Allerdings dürfen wir dann nicht mehr so ganz einfach freischneiden,

47:01.780 --> 47:02.960
wie wir das hier gemacht haben.

47:02.960 --> 47:05.280
Was wir dann machen müssen ist,

47:14.680 --> 47:21.160
wir haben dann wieder das wie gewohnt, und jetzt haben wir aber von

47:21.160 --> 47:31.450
der Hülse auf unser Pendel nur noch eine Normalkraft, N.

47:32.090 --> 47:36.630
Eine Kraft entlang des Pendels kann es ja nicht geben, und jetzt

47:36.630 --> 47:39.170
müssen wir separat noch unsere Hülse freischneiden.

47:41.990 --> 47:46.410
Da haben wir letztendlich die Normalkraft vom Pendel auf die Hülse.

47:47.110 --> 47:51.050
Wir haben die beiden Federkräfte, die fasse ich jetzt mal zu einer

47:51.050 --> 47:54.990
Kraft zusammen, und wir haben die Kraft von der Führung.

47:57.230 --> 48:01.650
Die Kraft von der Führung ist aber in dem Falle ja eine Zwangskraft.

48:03.630 --> 48:06.550
Bei den Lagrangian Gleichungen spielen die Zwangskräfte, die waren ja

48:06.550 --> 48:08.290
außen vor, die treten da gar nicht auf.

48:09.570 --> 48:12.810
Und wenn Sie jetzt alles richtig machen, dann sehen Sie die

48:12.810 --> 48:13.770
Normalkraft N.

48:16.110 --> 48:24.530
Hier haben wir die Federkraft, das war gerade C mal A mal Tangensphi.

48:28.060 --> 48:30.940
Dann machen wir eine Kräftebilanz in der Richtung.

48:33.000 --> 48:42.100
Dann wird also N mal Cosinusphi gerade so groß sein wie die

48:42.100 --> 48:49.600
Federkraft, das heißt die Normalkraft, die ist C mal A mal Tangensphi

48:49.600 --> 48:52.060
dividiert durch Cosinusphi.

48:52.180 --> 48:53.640
Jetzt haben wir also schon einen Cosinus.

48:54.360 --> 48:59.160
Und dann haben wir natürlich hier einen Hebelarm von der Normalkraft,

48:59.560 --> 49:03.500
der größer ist als der vertikale Abstand, also kriegen wir da nochmal

49:03.500 --> 49:04.860
was rein, Cosinusphi.

49:05.240 --> 49:09.180
Und kommen letztendlich über so einen Freischnitt auf genau dasselbe

49:09.180 --> 49:11.820
Ergebnis wie über die Lagrangian Gleichung.

49:15.120 --> 49:22.760
Eine andere Möglichkeit besteht natürlich darin, ich bringe an meiner

49:22.760 --> 49:28.960
Hülse einen Aktor an, den ich mit dem Pendel verbinde und regle die

49:28.960 --> 49:33.920
Kraft, die an der Hülse zieht, damit die in der Höhe bleibt, immer so

49:33.920 --> 49:36.480
abhängig von der Stellung, von der Winkelstellung.

49:37.140 --> 49:39.700
Die Kraft, mit der ich dann längs des Pendels an der Hülse ziehen

49:39.700 --> 49:41.700
muss, die ist von der Stellung abhängig.

49:43.180 --> 49:47.760
Wenn ich so einen Mechanismus mache, dann muss ich natürlich

49:47.760 --> 49:48.320
aufpassen.

49:49.620 --> 49:53.300
Und zwar muss ich dann bei den Lagrangian Gleichungen aufpassen, weil

49:53.300 --> 49:58.100
dann habe ich plötzlich eine Kraft, mit der ich Arbeit am System

49:58.100 --> 49:58.700
verrichte.

50:00.280 --> 50:05.380
Dann habe ich plötzlich nicht mehr Qphi gleich Null, sondern dann habe

50:05.380 --> 50:08.760
ich eine virtuelle Arbeit aufgrund der Verschiebung dieser Kraft.

50:09.520 --> 50:12.820
Aber wenn ich dann alles wieder richtig mache, dann komme ich mit den

50:12.820 --> 50:19.500
Lagrangian Gleichungen natürlich auf die Bewegungsgleichung.

50:21.640 --> 50:28.380
Beim Prinzip von d'Alembert ist dann diese Kraft eine innere Kraft,

50:29.940 --> 50:33.740
die ich letztlich dann, weil es eine innere Kraft ist, nicht

50:33.740 --> 50:34.620
berücksichtigen muss.

50:35.600 --> 50:40.640
Also man sieht, es ist im Grunde genommen ein einfaches Beispiel.

50:42.720 --> 50:46.260
Nichtsdestotrotz muss man sich auch bei einfachen Beispielen mitunter

50:46.260 --> 50:50.300
einiges überlegen, um das beim Auftritt erklären zu können.

50:50.460 --> 50:53.980
Und ich hoffe, dass Ihnen auch klar geworden ist, dass man mit der

50:53.980 --> 50:59.020
Methode, ich nehme mal an, dass das so ist, dass man da sehr

50:59.020 --> 50:59.980
vorsichtig sein muss.

51:01.300 --> 51:05.780
Sehr oft lösen wir Dinge aus der Anschauung.

51:07.000 --> 51:13.480
Und das kann aber in 95% gut gehen, zu einem gewissen Prozentsatz kann

51:13.480 --> 51:14.140
das schief gehen.

51:15.900 --> 51:17.880
Gibt es soweit noch Fragen?

51:32.030 --> 51:37.130
Also wenn Sie Prinzip von d'Alembert nehmen und rechnen irgendwas aus

51:37.130 --> 51:40.410
und Sie nehmen irgendeine andere Methode und es kommt nicht dasselbe

51:40.410 --> 51:44.630
raus, dann müssen Sie zumindest mal suchen, wo liegt der Fehler.

51:45.450 --> 51:49.550
Und der Fehler, Fehlersuche ist schwierig, der könnte zunächst mal

51:49.550 --> 51:52.130
darin liegen, dass Sie einfach irgendeinen Rechenfehler drin haben.

51:52.810 --> 51:54.070
Das ist das Unangenehmste.

51:54.890 --> 51:58.910
Und aber fast noch unangenehmer sind solche Modellfehler.

52:00.130 --> 52:04.730
Und die kann man durchaus vielleicht damit finden.

52:05.350 --> 52:09.730
Also ich habe auch schon durchaus renommierte Bücher über

52:09.730 --> 52:19.150
Mehrkörperdynamik gesehen, bei denen genau solche Dinge, wie auf der

52:19.150 --> 52:21.690
rechten Tafelseite dargestellt, behandelt wurden.

52:22.050 --> 52:26.330
Die haben auch den Fehler gemacht, dass die praktisch so nach dem

52:26.330 --> 52:31.250
Motto, ich nehme an, die Kraft wirkt immer in der Höhe, gehandelt

52:31.250 --> 52:31.450
haben.

52:32.610 --> 52:35.250
Ich muss dazu sagen, das waren ursprünglich Elektrotechniker.

52:41.640 --> 52:46.100
Wenn es keine Fragen mehr gibt, dann kommen wir jetzt zum dritten

52:46.100 --> 52:46.620
Beispiel.

53:12.390 --> 53:17.290
Nämlich ein Relativproblem,

53:21.630 --> 53:24.930
nämlich ein Massenpunkt kann sich in einem rotierenden Rohr bewegen.

53:39.660 --> 53:46.160
Wir haben also ein Inertialsystem, nennen wir das mal XY.

53:48.920 --> 53:52.220
Wir haben im Inertialsystem ein Rohr,

53:58.860 --> 54:03.820
das eigentlich schlank sein soll, soll keine Ausdehnung haben, quer zu

54:03.820 --> 54:04.600
seiner Achsrichtung.

54:06.660 --> 54:16.700
Wir führen entsprechende Relativkoordinaten X' und Y' ein, wobei das

54:16.700 --> 54:21.900
Y' eigentlich nur dazu dient, um zu zeigen, dass das Rohr gegenüber

54:21.900 --> 54:23.560
dem Inertialsystem rotiert.

54:25.200 --> 54:33.600
Der Rotationswinkel Phi, der soll sich konstant mit der Zeit ändern,

54:33.600 --> 54:37.280
das heißt, wir haben eine konstante Winkelgeschwindigkeit des Rohrs.

54:39.740 --> 54:43.940
Damit können wir die relativ leicht integrieren und auf den

54:43.940 --> 54:46.880
Verdrehwinkel kommen, nämlich für eine konstante Winkelgeschwindigkeit

54:46.880 --> 54:50.480
ergibt sich dann ein Winkelphi gleich Omega T plus eventuelle

54:50.480 --> 54:53.500
Konstante, die Konstante lassen wir jetzt einfach mal weg.

54:54.640 --> 54:56.220
Wie gesagt, Omega ist konstant.

54:57.960 --> 55:02.620
Die Gravitation, die spielt in dem Falle keine Rolle, die ist also

55:02.620 --> 55:04.500
senkrecht auf unserer Bewegungsebene.

55:05.400 --> 55:08.580
Im Rohr selbst haben wir einen Massenpunkt,

55:13.310 --> 55:34.790
Masse M, der mit dem Rohr über eine Feder und einen Dämpfer verbunden

55:36.540 --> 55:36.940
ist.

55:39.300 --> 55:45.180
Dämpferkonstante sei K, Federkonstante sei C, also eine Feder mit

55:45.180 --> 55:46.500
einer linearen Charakteristik.

55:46.500 --> 55:55.280
Feder entspannt, wenn der Massenpunkt sich gerade hier im Ursprung

55:55.280 --> 56:00.100
befindet, das heißt, für x' gleich 0 ist die Feder entspannt.

56:07.810 --> 56:11.810
Zunächst mal die Frage, wenn wir die Bewegungsgleichungen oder wie

56:11.810 --> 56:15.250
auch immer mit Lagrange herleiten, wie viele Freiheitsgrade hat das

56:15.250 --> 56:15.630
System?

56:24.810 --> 56:26.530
Wie viele Freiheitsgrade hat das System?

56:31.550 --> 56:32.610
Wer ist für einen?

56:34.970 --> 56:36.050
Wer ist für zwei?

56:38.250 --> 56:39.250
Wer ist für drei?

56:42.960 --> 56:44.340
Wo sehen Sie drei Freiheitsgrade?

56:53.690 --> 56:56.690
Er war der Protestwähler, jetzt fragen wir mal die große Mehrheit.

56:57.330 --> 56:58.270
Wer war für zwei?

57:00.770 --> 57:01.430
Welche zwei?

57:05.870 --> 57:09.210
Ja, sehen Sie, Demokratie ist nicht immer gut.

57:10.690 --> 57:13.190
Die Drehbewegung haben wir vorgegeben.

57:14.410 --> 57:18.250
Die ist explizit gegeben mit Omega t, das ist eine vorgegebene

57:18.250 --> 57:19.440
Bewegung, das ist kein Freiheitsgrad.

57:20.630 --> 57:24.150
Also letztendlich haben wir in dem Falle ein System mit nur einem

57:24.150 --> 57:24.440
Freiheitsgrad.

57:26.130 --> 57:31.090
Also wir haben einen Freiheitsgrad, n ist wieder 1 und der

57:31.090 --> 57:33.430
Freiheitsgrad ist dann gerade x'.

57:40.810 --> 57:45.910
Mit Lagrange sehen wir, wir brauchen kinetische Energie und

57:45.910 --> 57:47.030
potenzielle Energie.

57:47.510 --> 57:51.970
Für die kinetische Energie, da brauchen wir die Absolutgeschwindigkeit

57:51.970 --> 57:52.790
des Massenpunktes.

57:55.110 --> 58:03.970
Also t gleich 1,5 m mal v Absolut zum Quadrat.

58:04.670 --> 58:08.970
Und die Absolutgeschwindigkeit, die hängt natürlich ab von der

58:08.970 --> 58:10.790
Bewegung, aber auch von der Drehung.

58:11.830 --> 58:15.270
Also das sieht man jetzt nicht so ohne weiteres, deshalb macht man in

58:15.270 --> 58:16.590
so einem Fall den Dienstweg.

58:18.050 --> 58:23.650
Und wir sehen, der Ortsvektor zum Massenpunkt im Inertialsystem, der

58:23.650 --> 58:30.310
ist gerade x' mal Cosinusv in x-Richtung.

58:32.390 --> 58:42.490
Also x' Cosinusv und V war Omega t in x-Richtung und in y-Richtung

58:42.490 --> 58:51.450
gerade x' mal Sinusv, also x' Sinus Omega t.

58:53.930 --> 59:00.630
Dementsprechend haben wir dann R' gleich, jetzt müssen wir aufpassen,

59:00.750 --> 59:04.730
sowohl das x' als auch Omega t sind Funktionen der Zeit.

59:05.270 --> 59:14.210
Produktregel gibt also x' Cosinus Omega t plus x' mal der Ableitung

59:14.210 --> 59:15.930
von Cosinus Omega t.

59:15.930 --> 59:25.630
Das gibt minus Omega Sinus Omega t, also minus x' Omega Sinus Omega t.

59:27.930 --> 59:32.190
Genauso für die y-Koordinate, da erhalten wir x' Punkt.

59:34.630 --> 59:44.770
Sinus Omega t plus x' Ableitung von Sinus Omega t ist Omega Cosinus

59:44.770 --> 59:45.510
Omega t.

59:52.050 --> 59:57.790
Wir brauchen Vabsolut, das ist gerade x-Koordinate der Geschwindigkeit

59:57.790 --> 01:00:02.590
zum Quadrat plus y-Koordinate der Geschwindigkeit zum Quadrat.

01:00:02.590 --> 01:00:11.210
Also Vabsolut zum Quadrat ist, das kriegen wir hier, x' Quadrat

01:00:11.210 --> 01:00:16.670
Cosinus Quadrat Omega t

01:00:22.170 --> 01:00:30.190
Plus x' Quadrat Omega Quadrat Sinus Quadrat Omega t plus x' Quadrat

01:00:30.190 --> 01:00:35.770
Omega Quadrat Sinus Quadrat Omega t.

01:00:37.050 --> 01:00:44.390
Und jetzt der gemischte Term, mal zwei, gibt also minus zweimal x'

01:00:46.870 --> 01:00:54.990
Omega Sinus Omega t Cosinus Omega t.

01:01:00.350 --> 01:01:05.510
Plus jetzt y-Koordinate zum Quadrat, da haben wir zunächst den ersten

01:01:05.510 --> 01:01:11.190
Term zum Quadrat, also plus und der erste Term zum Quadrat ergibt x'

01:01:11.750 --> 01:01:16.030
Quadrat Sinus Quadrat Omega t.

01:01:17.530 --> 01:01:25.110
Plus den zweiten Term zum Quadrat, also plus x' Quadrat Omega Quadrat

01:01:25.110 --> 01:01:26.810
Cosinus Quadrat Omega t.

01:01:29.330 --> 01:01:37.510
Plus, jetzt zweimal den gemischten Term, gibt also plus zweimal x' x'

01:01:38.030 --> 01:01:43.430
Omega Sinus Omega t Cosinus Omega t.

01:02:03.400 --> 01:02:05.680
Jetzt muss ich nur kurz zwischendurch die Tafel wischen, dass die

01:02:05.680 --> 01:02:06.140
trocken wird.

01:03:57.710 --> 01:03:59.370
So, was haben wir dann?

01:03:59.830 --> 01:04:02.290
Nun, ich habe das so geschickt untereinander geschrieben, dass man

01:04:02.290 --> 01:04:06.190
sieht, die ersten beiden untereinander stehenden Terme, das ist x'

01:04:06.590 --> 01:04:11.070
Quadrat, einmal mit Cosinus Quadrat, einmal mit Sinus Quadrat.

01:04:11.070 --> 01:04:20.850
Das gibt also gerade v' Quadrat gleich x' Quadrat.

01:04:21.930 --> 01:04:25.830
Dann haben wir als nächstes untereinander stehen x' Quadrat Omega

01:04:25.830 --> 01:04:29.810
Quadrat, einmal mit Sinus Quadrat Omega t, einmal mit Cosinus Quadrat

01:04:29.810 --> 01:04:30.510
Omega t.

01:04:30.510 --> 01:04:38.270
Das gibt also plus x' Quadrat Omega Quadrat.

01:04:39.770 --> 01:04:43.690
Und die gemischten Terme, das sieht man, die heben sich gerade

01:04:43.690 --> 01:04:49.270
gegenseitig weg, sodass unsere Absolutgeschwindigkeit sehr einfach

01:04:49.270 --> 01:04:54.370
wird, weil eben Omega konstant vorgegeben ist.

01:04:57.010 --> 01:05:06.950
Das heißt, die kinetische Energie beträgt einfach m Halbe mal x'

01:05:07.450 --> 01:05:11.530
Quadrat plus x' Quadrat Omega Quadrat.

01:05:12.370 --> 01:05:16.010
Man sieht, jetzt haben wir mal ein Beispiel, bei dem die kinetische

01:05:16.010 --> 01:05:19.690
Energie nicht nur von der Zeitableitung von der Koordinate abhängt,

01:05:19.810 --> 01:05:21.550
sondern auch von den Koordinaten selbst.

01:05:22.890 --> 01:05:30.170
Die potenzielle Energie, und da haben wir nur die Feder, lineare

01:05:30.170 --> 01:05:34.270
Federcharakteristik heißt, die zugehörige potenzielle Energie ist

01:05:34.270 --> 01:05:38.890
einfach c Halbe mal Federverlängerung zum Quadrat, die Verlängerung

01:05:38.890 --> 01:05:39.350
bzw.

01:05:39.490 --> 01:05:43.730
Verkürzung war gerade x', also x' Quadrat.

01:05:46.190 --> 01:05:59.770
Damit haben wir L gleich 1 Halb m x' Punkt Quadrat plus x' Quadrat

01:05:59.770 --> 01:06:05.850
Omega Quadrat minus c Halbe x' Quadrat.

01:06:10.700 --> 01:06:18.100
Was jetzt noch fehlt, ist natürlich der Anteil des Dämpfers.

01:06:19.660 --> 01:06:23.460
Wie sieht es eigentlich aus mit der Kraft, mit der Normalkraft

01:06:23.460 --> 01:06:24.840
zwischen Rohr und Massenpunkt?

01:06:27.760 --> 01:06:29.280
Wie bringen wir denn die ins Spiel?

01:06:41.550 --> 01:06:44.490
Jein, es gibt eine viel einfachere Erklärung, das ist eine

01:06:44.490 --> 01:06:45.990
Zwangskraft, die interessiert uns nicht.

01:06:48.950 --> 01:06:51.870
Also Zwangskräfte müssen wir einfach nicht berücksichtigen und wenn

01:06:51.870 --> 01:06:57.090
wir verschieben würden, sehen wir auch, die bringt keinen Beitrag.

01:06:58.070 --> 01:07:00.030
Also was noch bleibt, ist der Dämpfer.

01:07:00.550 --> 01:07:04.410
Die Dämpferkraft, die wirkt entgegen einer positiven

01:07:04.410 --> 01:07:07.890
Relativgeschwindigkeit, das heißt, wenn der Massenpunkt sich in

01:07:07.890 --> 01:07:16.370
positive x' Richtung bewegt, dann ist die Dämpferkraft in negative x'

01:07:16.570 --> 01:07:17.450
Richtung gerichtet.

01:07:18.110 --> 01:07:23.730
Die zugehörige virtuelle Verschiebung ist delta x' in positive x'

01:07:23.910 --> 01:07:24.270
Richtung.

01:07:24.910 --> 01:07:33.230
Also letztendlich die virtuelle Arbeit ist minus k mal x' Punkt mal

01:07:33.230 --> 01:07:34.950
delta x'.

01:07:37.820 --> 01:07:43.700
Die ist aber auch gerade q x' mal delta x'.

01:07:44.100 --> 01:07:56.020
Man sieht, das q x' ist damit gerade minus k mal x' Punkt.

01:07:58.860 --> 01:08:06.900
Was jetzt noch fehlt, ist die Parzelleableitung von L nach x' Punkt.

01:08:07.960 --> 01:08:13.360
Nun wir sehen, in L hängt nur der erste Term von x' Punkt ab, das gibt

01:08:13.360 --> 01:08:25.640
also gerade 1 halb mal m mal 2 mal x' Punkt, gibt also m mal x' Punkt.

01:08:27.360 --> 01:08:30.980
Alle anderen Terme hängen zwar noch von x' ab, aber nicht von x'

01:08:31.240 --> 01:08:34.020
Punkt, nicht von der Zeitableitung von x'.

01:08:35.940 --> 01:08:41.720
Auch hier können wir das D nach DT letztendlich sehr einfach machen.

01:08:42.220 --> 01:08:46.000
Ich deute es mal in der gelben Farbe an, das gibt dann einfach nochmal

01:08:46.000 --> 01:08:48.000
eine Zeitableitung auf der rechten Seite.

01:08:48.540 --> 01:08:52.280
M ist konstant, also müssen wir einfach das x' Punkt nochmal nach der

01:08:52.280 --> 01:08:57.340
Zeit differenzieren, das gibt dann also x' 2 Punkt.

01:09:03.450 --> 01:09:08.750
Als letztes noch die Parzelleableitung von L nach x'.

01:09:09.630 --> 01:09:20.470
Und da sehen wir, wir haben 1 halb m x' Punkt Quadrat, partiell nach

01:09:20.470 --> 01:09:25.810
x' abgeleitet ist 0, aber x' Quadrat Omega Quadrat partiell nach x'

01:09:25.970 --> 01:09:29.600
abgeleitet ergibt 2 mal x' mal Omega Quadrat.

01:09:29.600 --> 01:09:39.920
Der Faktor 2 kürzt sich mit dem Faktor 1 halb, gibt damit m x' Omega

01:09:39.920 --> 01:09:40.700
Quadrat.

01:09:42.740 --> 01:09:47.480
Dann haben wir minus c halbe x' Quadrat partiell nach x' abgeleitet

01:09:47.480 --> 01:09:50.060
ergibt minus c mal x'.

01:09:54.260 --> 01:09:58.440
Das heißt, jetzt haben wir sowohl den ersten Term in der

01:09:58.440 --> 01:10:02.220
Lagrangiangleichung und den zweiten Term und das q x'.

01:10:02.220 --> 01:10:12.660
Wir können alles einsetzen und erhalten schlussendlich m x' 2 Punkt,

01:10:13.660 --> 01:10:18.280
minus gibt hier plus c mal x'.

01:10:19.660 --> 01:10:28.560
Minus m Omega Quadrat gibt also c minus m Omega Quadrat mal x' gleich

01:10:28.560 --> 01:10:32.660
0 als Bewegungsgleichung in dem Falle.

01:10:34.800 --> 01:10:37.200
Gibt es soweit Fragen?

01:10:47.920 --> 01:10:49.380
Er hat aufgepasst.

01:10:53.300 --> 01:10:55.460
Ich war so in meinem Ding drin.

01:10:57.100 --> 01:11:05.240
Also da steht zunächst mal gleich minus k mal x' Punkt.

01:11:06.880 --> 01:11:11.140
Dieses minus k mal x' Punkt bringe ich gleich nach links, dann heißt

01:11:11.140 --> 01:11:14.360
es plus k mal x' Punkt gleich 0.

01:11:15.160 --> 01:11:15.880
Danke.

01:11:29.930 --> 01:11:33.530
Das haben wir an der Stelle vielleicht nicht explizit gesagt, aber

01:11:33.530 --> 01:11:38.570
vorausgesetzt, dass der Massenpunkt im Rohr reibungsfrei gleiten kann.

01:11:39.650 --> 01:11:42.170
Sonst müssen wir da noch die Reibkraft berücksichtigen, genau.

01:11:54.900 --> 01:12:00.780
Als letztes dann noch ein Vergleich von den beiden Methoden für ein

01:12:00.780 --> 01:12:02.680
etwas komplizierteres Beispiel.

01:12:08.210 --> 01:12:12.910
Das etwas kompliziertere Beispiel, das können Sie nehmen so ein

01:12:12.910 --> 01:12:16.250
bisschen als Modell für das, was ich hier im räumlichen Fall

01:12:16.250 --> 01:12:16.870
vorstelle.

01:12:17.450 --> 01:12:20.570
Und wenn ich das so drauf stelle, dann kann das sowohl zur Seite

01:12:20.570 --> 01:12:22.390
kippen als auch nach vorne und hinten.

01:12:23.350 --> 01:12:26.190
Wenn Sie mal meine Hand betrachten und annehmen, meine Hand, die kann

01:12:26.190 --> 01:12:28.790
sich irgendwo in der Ebene bewegen.

01:12:29.030 --> 01:12:32.930
Also im räumlichen Fall wird die sich natürlich räumlich bewegen.

01:12:32.930 --> 01:12:38.150
Und dann kann ich natürlich die Hand ansteuern, um letztendlich das zu

01:12:38.150 --> 01:12:38.770
balancieren.

01:12:46.830 --> 01:12:48.370
Das war jetzt jetzt noch nicht wert.

01:12:51.250 --> 01:12:52.830
Das können ja sogar meine Kinder.

01:12:57.780 --> 01:13:00.960
Wir betrachten das Ganze mal in der Ebene, dann kann das zumindest

01:13:00.960 --> 01:13:02.780
nicht zur Seite fallen, gehen wir davon aus.

01:13:03.840 --> 01:13:08.160
Das heißt, wir haben jetzt so ein Wägelchen,

01:13:16.910 --> 01:13:21.650
das sich reibungsfrei auf der Unterlage bewegen kann.

01:13:22.750 --> 01:13:25.510
Man sieht, das kann auch nur eine translatorische Bewegung machen.

01:13:28.450 --> 01:13:35.630
Und dann haben wir so gelenkig im Wagen gelagert einen Stab,

01:13:36.370 --> 01:13:41.770
Flankenstab der Länge L, homogen, das heißt der Schwerpunkt, der liegt

01:13:41.770 --> 01:13:42.590
genau in der Mitte.

01:13:44.390 --> 01:13:50.410
Die Verdrehung des Stabes gegenüber der Vertikalen, das beschreiben

01:13:50.410 --> 01:13:52.110
wir durch den Winkel V.

01:13:58.570 --> 01:14:05.230
Die Bewegung des Wägelchens, die beschreiben wir durch eine Koordinate

01:14:05.230 --> 01:14:12.370
X, wobei ich jetzt mal noch zwei Koordinatenachsen einzeichne, nämlich

01:14:12.370 --> 01:14:13.630
Y und Z.

01:14:17.930 --> 01:14:25.110
Also das X ist dann gerade die Verschiebung des Wägelchens.

01:14:28.820 --> 01:14:36.420
Wir haben zusätzlich jetzt noch die Gravitation wirken.

01:14:38.900 --> 01:14:48.040
Wir haben eine Feder hier angebracht, lineare Charakteristik,

01:14:48.480 --> 01:14:54.820
Federsteifigkeit C, deren Fußpunkt bewegt wird über eine vorgegebene

01:14:54.820 --> 01:14:55.480
Bewegung.

01:14:56.300 --> 01:14:58.760
Also das U von T ist gegeben.

01:15:01.300 --> 01:15:09.480
Wir haben eine Antriebskraft am Wagen, F von T, die im Prinzip

01:15:09.480 --> 01:15:10.900
ebenfalls gegeben ist.

01:15:12.100 --> 01:15:19.040
Und wir haben jetzt noch einen Dämpfer zwischen dem Stab und dem

01:15:19.040 --> 01:15:25.380
Wägelchen mit der Dämpferkonstanten Kd.

01:15:34.260 --> 01:15:40.880
Der Wagen hat die Masse M1, der Stab die Masse M2, der Stab hat

01:15:40.880 --> 01:15:44.860
zusätzlich das Massenträgheitsmoment bezüglich dem Schwerpunkt Js2.

01:15:47.820 --> 01:15:50.980
Nun für den Wagen, da könnten wir auch so einen Massenträgheitsmoment

01:15:50.980 --> 01:15:54.260
angeben, aber Sie wissen natürlich, in dem Fall, wenn der Wagen sich

01:15:54.260 --> 01:15:56.780
nicht verdreht, ist das uninteressant, das sparen wir uns an der

01:15:56.780 --> 01:15:57.080
Stelle.

01:15:57.860 --> 01:16:01.060
Zunächst mal die Frage, wie viele Freiheitsgrade hat das System?

01:16:12.140 --> 01:16:14.940
Sie müssen doch, wenn Sie in einer mündlichen Prüfung drin sitzen, wo

01:16:14.940 --> 01:16:20.640
Sie hoffentlich nie hinkommen, wissen, wie viele Freiheitsgrade so ein

01:16:20.640 --> 01:16:21.380
System dann hat.

01:16:23.920 --> 01:16:25.040
Welche?

01:16:29.160 --> 01:16:29.440
Wie?

01:16:31.880 --> 01:16:33.540
Was ist mit dem U?

01:16:40.970 --> 01:16:42.090
Wie?

01:16:45.120 --> 01:16:49.900
Was wäre, wenn das nicht vorgegeben wäre?

01:16:50.940 --> 01:16:52.260
Wäre das dann ein Freiheitsgrad?

01:16:55.220 --> 01:16:55.620
Wie?

01:16:59.230 --> 01:17:01.830
Oh, wir haben kontroverse Diskussionen.

01:17:02.750 --> 01:17:05.450
Fast wie im Parlament, die einen sagen ja, die anderen sagen nein.

01:17:05.950 --> 01:17:07.990
Hier haben wir den Vorteil, hier gibt es eine eindeutige Antwort, wir

01:17:07.990 --> 01:17:10.570
haben keine Masse an dem Punkt befestigt, also wäre es auch kein

01:17:10.570 --> 01:17:14.870
Freiheitsgrad, wenn wir das nicht irgendwie vorgeben, die Verschiebung

01:17:14.870 --> 01:17:20.010
hier, dann wäre die Feder einfach entspannt und würde frei hängen.

01:17:20.010 --> 01:17:24.930
Wenn wir da eine Masse noch anbringen würden und nicht die

01:17:24.930 --> 01:17:28.450
Verschiebung vorgeben, dann wäre das noch ein weiterer Freiheitsgrad.

01:17:29.470 --> 01:17:31.650
Also in dem Fall haben wir zwei Freiheitsgrade,

01:17:36.140 --> 01:17:37.820
nämlich das X und das Phi.

01:17:41.670 --> 01:17:46.910
Also wenn wir später mit Lagrange das machen, haben wir N gleich 2, Q1

01:17:46.910 --> 01:17:49.250
gleich X, Q2 gleich Phi.

01:17:51.190 --> 01:17:56.110
Jetzt machen wir das allerdings mal zunächst mit dem Prinzip von d

01:17:56.110 --> 01:17:57.510
'Alembert in lagranger Fassung.

01:17:58.630 --> 01:18:08.930
Dazu zeichnen wir uns das System nochmal raus und tragen alle

01:18:08.930 --> 01:18:15.610
relevanten Kräfte und Momente in das Bild ein, die wir brauchen.

01:18:20.280 --> 01:18:27.900
Nun ganz klar, wir haben zunächst mal die Federkraft, die

01:18:32.820 --> 01:18:34.140
am Wagen nach links zieht.

01:18:35.580 --> 01:18:37.180
Wie groß ist die Federkraft?

01:18:38.040 --> 01:18:44.140
Nun die ist C mal X, das ist aber nur X die Verlängerung der Feder,

01:18:44.520 --> 01:18:47.240
wenn das U Null ist.

01:18:47.240 --> 01:18:50.600
Wenn jetzt das U positiv ist, dann nimmt die Federverlängerung ab,

01:18:50.660 --> 01:18:53.740
nämlich genau um U, also C mal X minus U.

01:18:55.600 --> 01:19:01.140
Wir haben die Antriebskraft, F von T.

01:19:03.160 --> 01:19:10.720
Nun da letztendlich man hier eine Führung hat, haben wir zwar eine

01:19:10.720 --> 01:19:14.500
Normalkraft von der Unterlage auf den Wagen, das ist aber eine

01:19:14.500 --> 01:19:15.160
Zwangskraft.

01:19:15.160 --> 01:19:17.460
Die müssen wir dort nicht berücksichtigen.

01:19:18.640 --> 01:19:19.400
Was haben wir noch?

01:19:21.180 --> 01:19:27.400
Nun zunächst mal haben wir einen Moment auf den Stab vom Drehdämpfer.

01:19:27.920 --> 01:19:32.780
Wenn der Stab sich in positive Phi-Punkt-Richtung bewegt, dann haben

01:19:32.780 --> 01:19:38.480
wir einen Moment am Stab K D mal Phi-Punkt.

01:19:39.480 --> 01:19:43.900
Jetzt müssen wir aber aufpassen, dieses Moment wirkt auch am Wagen,

01:19:44.060 --> 01:19:49.780
also auch auf den Wagen wirkt dann ein Moment K D mal Phi-Punkt.

01:21:34.400 --> 01:21:35.480
Was haben wir noch?

01:21:35.780 --> 01:21:44.400
Wir haben die Gewichtskräfte, M1 mal G als eingeprägte Kraft, dann M2

01:21:44.400 --> 01:21:45.060
mal G.

01:21:53.760 --> 01:21:58.980
Was jetzt noch fehlt, sind die entsprechenden Trägheitstherme, die ich

01:21:58.980 --> 01:21:59.940
in gelb eintrage.

01:22:00.920 --> 01:22:01.680
Was haben wir da?

01:22:01.760 --> 01:22:07.280
Wir haben zum einen, ich trage es einfach mal hier an, obwohl es

01:22:07.280 --> 01:22:10.280
eigentlich am Schwerpunkt vom Wagen angreifen sollte, das ist die

01:22:10.280 --> 01:22:16.080
Trägheitskraft des Wagens, nämlich M1 X2-Punkt entgegen einer

01:22:16.080 --> 01:22:17.060
positiven Beschleunigung.

01:22:19.040 --> 01:22:35.110
Beim Stab müssen wir aufpassen, da haben wir zunächst mal M2 mal Y2

01:22:35.110 --> 01:22:38.470
-Punkt in horizontaler Richtung.

01:22:38.970 --> 01:22:43.910
In vertikaler Richtung haben wir entgegen der positiven Z-Richtung die

01:22:43.910 --> 01:22:50.250
Trägheitskraft M2 Z2-Punkt.

01:22:51.930 --> 01:22:57.290
Und wir haben das Trägheitsmoment, ich trage es mal so an, entgegen

01:22:57.290 --> 01:23:05.870
einer positiven Winkelbeschleunigung haben wir dann JS2 Phi-Punkt.

01:23:07.290 --> 01:23:11.570
Man sieht, wir haben jetzt eine ganze Menge Kräfte und Momente.

01:23:12.750 --> 01:23:14.770
Was haben wir jetzt noch anzutragen?

01:23:15.410 --> 01:23:22.250
Nun im Grunde genommen würde ich sagen, fehlen jetzt noch die

01:23:22.250 --> 01:23:26.910
zugehörigen virtuellen Verschiebungen, Verdrehungen und Verrückungen.

01:23:26.910 --> 01:23:36.370
Das sind beim Massenpunkt 1 lediglich ein Delta X nach rechts,

01:23:41.020 --> 01:23:50.460
hier haben wir ein Delta Y1 in Richtung der Y-Achse vom Stab, dann ein

01:23:50.460 --> 01:23:58.600
Delta Z1, virtuelle Verrückung des Schwerpunktes, und eine virtuelle

01:23:58.600 --> 01:24:05.020
Verdrehung, ein Delta Phi, die virtuelle Verdrehung des Massenpunktes

01:24:05.020 --> 01:24:05.420
ist 0.

01:24:06.700 --> 01:24:12.660
Und wenn wir jetzt die virtuelle Arbeit aufstellen,

01:24:16.870 --> 01:24:23.270
dann können wir das machen für den Wagen und für den Stab.

01:24:25.310 --> 01:24:31.690
Dann haben wir zunächst mal die Anteile des Wagens, Delta W ist, was

01:24:31.690 --> 01:24:32.170
haben wir da?

01:24:32.170 --> 01:24:39.410
Wir haben die Federkraft, skalar multipliziert mit Delta X, minus C

01:24:39.410 --> 01:24:42.590
mal X minus U mal Delta X.

01:24:43.430 --> 01:24:50.430
Dann haben wir die Antriebskraft plus F und T, Delta X.

01:24:53.480 --> 01:24:57.640
Die Gewichtskraft steht senkrecht auf Delta X, bringt also keinen

01:24:57.640 --> 01:24:58.320
Beitrag.

01:24:58.320 --> 01:25:07.160
Allerdings minus M1 X2 Punkt Delta X, was haben wir noch?

01:25:07.600 --> 01:25:12.800
Nun am Wagen greift auch das Moment an, KD mal Phi Punkt, da aber die

01:25:12.800 --> 01:25:17.600
zugehörige Winkelverdrehung Delta Phi des Wagens, oder die virtuelle

01:25:17.600 --> 01:25:21.940
Verdrehung des Wagens 0 ist, entfällt das, das waren jetzt alle

01:25:21.940 --> 01:25:27.060
Anteile des Wagens, wie sieht es aus mit dem Stab?

01:25:27.060 --> 01:25:36.440
Nun haben wir zum einen in negative Y-Richtung, also minus M2 Y2 2

01:25:36.440 --> 01:25:58.340
Punkt Delta Y2, das Delta Y2 geht nach rechts, die Trägheitskraft nach

01:25:58.340 --> 01:25:58.680
links.

01:25:58.680 --> 01:26:02.720
Dann haben wir die Trägheitskraft in Z-Richtung, auch die geht

01:26:02.720 --> 01:26:10.500
entgegen dem Delta Z2, also minus M2 Z2 2 Punkt Delta Z2.

01:26:15.110 --> 01:26:20.530
Dann haben wir die Gewichtskraft, auch die geht in negative Z

01:26:20.530 --> 01:26:25.550
-Richtung, also minus M2 G mal Delta Z2.

01:26:28.430 --> 01:26:35.130
Und jetzt fehlt noch das Trägheitsmoment und das Moment des Dämpfers,

01:26:35.970 --> 01:26:40.590
beide in negative Phi-Richtung, also entgegen dem Delta Phi, also

01:26:40.590 --> 01:26:56.510
minus JS2 Phi 2 Punkt Delta Phi minus KD mal Phi Punkt mal Delta Phi

01:26:56.510 --> 01:26:58.190
gleich 0.

01:26:58.670 --> 01:27:01.570
Ich hoffe, dass ich jetzt nichts vergessen habe im Eifer des

01:27:01.570 --> 01:27:02.230
Gefechtes.

01:27:02.230 --> 01:27:08.790
Man sieht, jetzt haben wir natürlich noch drinstehen, Z2 2 Punkt Y2 2

01:27:08.790 --> 01:27:16.810
Punkt Delta Z2 Delta Y2.

01:27:18.130 --> 01:27:22.190
Wir müssen aber all diese virtuellen Verrückungen und auch die

01:27:22.190 --> 01:27:26.230
Koordinaten ausdrücken über unsere Freiheitsgrade Q und Phi.

01:27:26.230 --> 01:27:27.730
Wie machen wir das?

01:27:28.750 --> 01:27:29.890
Das geben wir jetzt noch an.

01:27:30.690 --> 01:27:40.730
Und da wissen wir, R2, der Ortsvektor, zum Schwerpunkt des Stabes ist

01:27:40.730 --> 01:27:49.690
gerade in horizontaler Richtung das X plus L halbe Sinus Phi in

01:27:49.690 --> 01:27:52.290
vertikaler Richtung L halbe Cosinus Phi.

01:27:54.790 --> 01:28:12.510
Damit wissen wir, R2 Punkt ist X Punkt plus L halbe Phi Punkt Cosinus

01:28:12.510 --> 01:28:12.710
Phi.

01:28:12.710 --> 01:28:22.010
Dann haben wir hier minus L halbe Phi Punkt Sinus Phi und das R2 Punkt

01:28:22.010 --> 01:28:34.130
ist Y2 2 Punkt Z2 2 Punkt.

01:28:35.130 --> 01:28:38.090
Das erhalten wir noch durch Differentiation.

01:28:40.410 --> 01:28:50.770
Dann haben wir X2 Punkt plus jetzt haben wir L halbe Phi 2 Punkt

01:28:50.770 --> 01:28:51.810
Cosinus Phi.

01:28:52.870 --> 01:28:55.790
Müssen wir aufpassen, das Cosinus Phi hängt auch noch von der Zeit ab,

01:28:55.910 --> 01:29:02.050
also minus L halbe Phi Punkt Sinus Phi mal Phi Punkt gibt Phi Punkt

01:29:02.050 --> 01:29:02.650
Quadrat.

01:29:03.600 --> 01:29:11.050
Und in der unteren Zeile haben wir minus L halbe Phi 2 Punkt Sinus Phi

01:29:11.050 --> 01:29:17.790
minus L halbe Phi Punkt Quadrat Cosinus Phi, wenn wir das richtig

01:29:17.790 --> 01:29:18.330
ableiten.

01:29:18.910 --> 01:29:23.990
Sie sehen, wenn wir jetzt oben Y2 2 Punkt und Z2 2 Punkt einsetzen,

01:29:24.110 --> 01:29:25.450
wird es ein bisschen komplizierter.

01:29:25.450 --> 01:29:33.250
Was jetzt noch fehlt, sind natürlich Delta Y2 und Delta Z2 als

01:29:33.250 --> 01:29:35.850
Funktion von Delta X und Delta Phi.

01:29:35.990 --> 01:29:37.970
Das kriegen wir aber über Delta R2 raus.

01:29:48.220 --> 01:29:58.260
Und da sehen wir, es gibt gerade in dem Falle Delta X plus L halbe

01:29:58.260 --> 01:30:08.160
Cosinus Phi Delta Phi beziehungsweise minus L halbe Sinus Phi Delta

01:30:08.160 --> 01:30:08.600
Phi.

01:30:09.600 --> 01:30:15.900
Damit können wir jetzt alles einsetzen und die virtuelle Arbeit

01:30:15.900 --> 01:30:23.460
ausdrücken als Klammer 1 mal Delta X plus Klammer 2 mal Delta Phi.

01:30:24.420 --> 01:30:27.960
Beide Klammern müssen für sich verschwinden und damit haben wir die

01:30:27.960 --> 01:30:29.340
entsprechenden Bewegungsgleichungen.

01:30:32.920 --> 01:30:35.920
Das sah jetzt relativ kompliziert aus, wenn Sie das mit dem Prinzip

01:30:35.920 --> 01:30:38.580
von D'Alembert machen, haben Sie noch viel mehr Zwangskräfte drin.

01:30:39.240 --> 01:30:40.380
Da wird es noch komplizierter.

01:30:42.360 --> 01:30:43.200
Ich bin gleich soweit.

01:30:44.160 --> 01:30:44.920
Gibt es noch Fragen?

01:30:45.720 --> 01:30:46.500
Hoffentlich nicht.

01:30:48.160 --> 01:30:48.680
Vielen Dank.

