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00:00.780 --> 00:05.260
Folgen Sie uns mit InsideScience und werfen Sie den Forschern einen

00:05.260 --> 00:06.180
Blick über die Schulter.

00:07.300 --> 00:11.420
In diesem Beitrag Präzision und die fundamentalen Fragen der

00:11.420 --> 00:12.330
theoretischen Teilchenphysik.

00:14.180 --> 00:17.220
Die theoretische Teilchenphysik befindet sich in einer aufregenden

00:17.220 --> 00:17.640
Phase.

00:18.820 --> 00:22.380
Was ist es, was die Welt im Innersten zusammenhält, fragen sich die

00:22.380 --> 00:23.370
Physiker schon seit Jahrhunderten.

00:25.300 --> 00:29.080
Je weiter die Forschung voranschreitet, desto mehr zeigt sich, es gibt

00:29.080 --> 00:32.200
Phänomene, die die bisherigen Theorien nicht mehr erklären können.

00:33.860 --> 00:37.680
Auf der Erde sind wir es im Alltag gewohnt, Dinge präzise vorhersagen

00:37.680 --> 00:38.160
zu können.

00:39.160 --> 00:42.200
Wie viele Kilometer muss man von A nach B zurücklegen?

00:42.800 --> 00:44.220
Wie viele Kilo wiegt etwas?

00:44.900 --> 00:47.500
Wie viel Energie braucht es, um ein Haus zu heizen?

00:49.400 --> 00:53.180
Blicken wir jedoch genauer in den Sternenhimmel oder in die Welt der

00:53.180 --> 00:56.360
kleinsten Teilchen, so sieht die Sache schon ganz anders aus.

00:56.620 --> 01:00.300
Je genauer die theoretischen Teilchenphysiker hinschauen, desto mehr

01:00.300 --> 01:03.700
Abweichungen von den bisher anerkannten Theorien fallen ihnen auf.

01:04.540 --> 01:08.220
Dies gilt für astronomische Beobachtungen im Weltall, genauso wie für

01:08.220 --> 01:12.640
Teilchenkollisionen in den neuen Beschleunigern, wie dem LHC am CERN.

01:14.340 --> 01:17.400
Stellen Sie sich vor, dass Sie zwei Gläser miteinander zerschlagen.

01:18.400 --> 01:22.020
Zunächst sieht der Scherbenhaufen wie gewohnt aus, doch beim genaueren

01:22.020 --> 01:25.080
Blick auf die Splitter merken Sie, dass die Bruchstücke nicht mehr

01:25.080 --> 01:28.960
exakt zusammenpassen und dass sich die Energie des Aufpralls immer ein

01:28.960 --> 01:32.220
wenig anders auf die Splitter verteilt, als Sie es erwartet haben,

01:32.500 --> 01:34.740
egal wie oft Sie das Experiment wiederholen.

01:36.260 --> 01:39.360
Dabei geht es immerhin um die wichtigste und erfolgreichste Theorie

01:39.360 --> 01:40.700
der letzten 40 Jahre.

01:41.320 --> 01:42.760
Das Standardmodell der Teilchenphysik.

01:43.720 --> 01:47.420
Mit ihm berechnen Teilchenphysiker auf der ganzen Welt, wie Teilchen

01:47.420 --> 01:50.160
entstehen und welche Kräfte zwischen ihnen wirken.

01:51.060 --> 01:55.020
Man könnte also sagen, mit dem Standardmodell wird bisher alles

01:55.020 --> 01:58.900
berechnet, was in der Welt der kleinsten Teilchen Rang und Namen hat.

02:00.300 --> 02:03.700
Um was handelt es sich eigentlich bei einer Theorie, die in der Lage

02:03.700 --> 02:05.340
ist, Teilchenphysik zu beschreiben?

02:06.260 --> 02:09.700
Hinter dem Standardmodell der Teilchenphysik steckt eine sogenannte

02:09.700 --> 02:11.900
relativistische Quantenfeldtheorie.

02:12.840 --> 02:15.920
Das klingt zunächst wie die Kopfgeburt eines Science-Fiction-Autors,

02:15.920 --> 02:20.600
aber hier treffen die zwei atemberaubendsten Theorien des 20.

02:20.820 --> 02:21.820
Jahrhunderts aufeinander.

02:22.880 --> 02:25.920
Die Quantentheorie und die Einstein'sche Relativitätstheorie.

02:27.380 --> 02:31.520
Zunächst einmal, nach Einsteins berühmter Formel, ist Masse eine Form

02:31.520 --> 02:32.180
von Energie.

02:32.880 --> 02:35.960
Teilchenbeschleuniger nutzen dies, um Energie in Teilchen umzuwandeln.

02:37.200 --> 02:40.200
Je mehr Energie die kollidierenden Teilchen haben, desto schwerere

02:40.200 --> 02:42.380
Teilchen können in der Kollision erzeugt werden.

02:42.380 --> 02:46.660
Und nach der Quantenfeldtheorie können Kräfte, die zwischen den

02:46.660 --> 02:50.360
Materieteilchen wirken, durch den Austausch anderer Elementarteilchen

02:50.360 --> 02:51.160
beschrieben werden.

02:51.800 --> 02:55.060
Wie bei zwei Raumfahrern im All, die sich durch das Zuwerfen von

02:55.060 --> 02:56.540
Bällen voneinander wegbewegen.

02:58.020 --> 03:00.400
Die neuen schweren Teilchen werden schnell wieder zerfallen.

03:01.320 --> 03:03.560
Diesmal wirkt Einsteins Formel in der anderen Richtung.

03:04.000 --> 03:05.360
Aus Masse wird wieder Energie.

03:07.220 --> 03:10.560
Die leichten Teilchen, die im Zerfall entstehen, werden dann im

03:10.560 --> 03:11.680
Detektor nachgewiesen.

03:12.480 --> 03:16.700
Das Studium von Erzeugung und Zerfall schwerer Teilchen erlaubt es,

03:16.760 --> 03:18.080
nach neuen Kräften zu suchen.

03:19.320 --> 03:23.220
Es geht also um Energie-Materieteilchen und um Kräfte zwischen den

03:23.220 --> 03:24.220
Materieteilchen.

03:25.300 --> 03:29.420
Wir suchen nach neuen Naturgesetzen und dazu gehören neue Teilchen und

03:29.420 --> 03:31.500
neue Kräfte, die zwischen ihnen wirken.

03:32.180 --> 03:35.720
Die Teilchenphysiker benutzen für ihre Untersuchungen riesige

03:35.720 --> 03:36.780
Teilchenbeschleuniger.

03:36.780 --> 03:41.000
In ihnen werden kleinste Teilchen auf hohe Geschwindigkeiten

03:41.000 --> 03:43.240
beschleunigt und zur Kollision gebracht.

03:43.960 --> 03:48.080
Je größer die entstehende Energie ist, umso kleinere Strukturen kann

03:48.080 --> 03:48.800
man untersuchen.

03:50.100 --> 03:53.160
Mithilfe des Standardmodells machen sich die Physiker nicht nur ein

03:53.160 --> 03:56.780
genaues Bild von den alltäglichen elektrischen und magnetischen

03:56.780 --> 03:57.200
Kräften.

03:58.060 --> 04:01.080
Auch die Wechselwirkung der Kernkräfte lässt sich damit erklären.

04:01.660 --> 04:05.080
Sogar die Entdeckung der Quarks lässt sich auf Forschung anhand dieses

04:05.080 --> 04:06.180
Modells zurückführen.

04:07.220 --> 04:11.560
Quarks sind die Bausteine, aus denen sich Neutronen und Protonen

04:11.560 --> 04:14.960
zusammensetzen, die wiederum den Atomkern bilden.

04:17.120 --> 04:20.400
Das Standardmodell der Teilchenphysik, das beschreibt die uns heute

04:20.400 --> 04:23.860
bekannten grundlegenden Bausteine der Materie und ihre

04:23.860 --> 04:25.020
Wechselwirkungen untereinander.

04:26.040 --> 04:29.160
Und das ist eigentlich eine Theorie der Superlative, denn es

04:29.160 --> 04:32.600
beschreibt die Physik auf Abständen, die sich über mehr als 20

04:32.600 --> 04:33.900
Größenordnungen erstrecken.

04:33.900 --> 04:36.160
Weit mehr als 20 Größenordnungen.

04:36.260 --> 04:39.240
Das geht von der mikroskopischen Skala auf dem Niveau der

04:39.240 --> 04:43.040
Elementarteilchen bis hin zu makroskopischen Skalen im Universum.

04:44.000 --> 04:46.120
Außerdem ist es sehr genau getestet worden.

04:46.600 --> 04:49.980
So wurde es in den vergangenen Experimenten wie dem Large-Electron

04:49.980 --> 04:53.860
-Positron -Kollider am CERN beispielsweise auf Promillenniveau

04:53.860 --> 04:54.140
getestet.

04:54.140 --> 04:57.880
Und auch konnten die theoretischen Physiker im Rahmen des

04:57.880 --> 05:02.400
Standardmodells Vorhersagen machen, die dann im Experiment geprüft und

05:02.400 --> 05:03.260
getestet wurden.

05:03.440 --> 05:05.280
Und das alleine ist ja schon unglaublich.

05:05.620 --> 05:07.860
Dennoch weist das Standardmodell Schwächen auf.

05:08.280 --> 05:11.900
So ist es nicht klar, wie die Materie, die Masse der Teilchen, in

05:11.900 --> 05:15.680
mathematisch konsistenter Weise vor dem Hintergrund der Symmetrien des

05:15.680 --> 05:17.420
Standardmodells generiert werden kann.

05:18.660 --> 05:22.660
Auch kann das Standardmodell quantitativ nicht das Ungleichgewicht

05:22.660 --> 05:25.380
zwischen Materie und Antimaterie erklären.

05:26.200 --> 05:29.840
Dass es dieses Ungleichgewicht gibt, darauf deutet schon allein unsere

05:29.840 --> 05:30.640
Existenz hin.

05:31.260 --> 05:35.460
Dieses Ungleichgewicht ist wichtig, denn wenn Materie und Antimaterie

05:35.460 --> 05:37.500
aufeinander treffen, dann zerstrahlen die.

05:38.260 --> 05:40.940
Wäre das Ungleichgewicht nicht da, dann gäbe es uns auch nicht.

05:41.060 --> 05:43.660
Alle Materie und Antimaterie wären zerstrahlt.

05:43.660 --> 05:47.680
Das Standardmodell liefert auch keinen geeigneten Kandidaten für die

05:47.680 --> 05:48.600
dunkle Materie.

05:49.640 --> 05:54.360
Dunkle Materie und dunkle Energie machen immerhin 96% unseres

05:54.360 --> 05:55.280
Universums aus.

05:55.820 --> 06:00.600
Nur etwa 4% sind baryonischer Natur, also derart, aus der Sterne,

06:00.840 --> 06:03.300
Planeten und letztlich auch wir aufgebaut sind.

06:03.300 --> 06:06.900
Schließlich vermag es auch die vierte fundamentale Kraft, die

06:06.900 --> 06:08.600
Schwerkraft, nicht mit einzubinden.

06:08.840 --> 06:12.300
Und deswegen suchen wir Teilchenphysiker eben nach neuen Theorien,

06:12.700 --> 06:16.460
nach neuen Ansätzen, die uns helfen können, diese mit diesen Schwächen

06:16.460 --> 06:19.440
des Standardmodells verbundenen Fragen zu beantworten.

06:19.440 --> 06:23.680
Es gibt fünf fundamentale Fragen, mit denen sich Teilchenphysiker auf

06:23.680 --> 06:25.060
der ganzen Welt beschäftigen.

06:25.820 --> 06:28.880
Wie entstand die Masse der Elementarteilchen, aus denen wir heute

06:28.880 --> 06:29.380
bestehen?

06:30.600 --> 06:34.840
Woraus bestehen die 96% des Universums, die wir bisher nicht sehen

06:34.840 --> 06:35.180
können?

06:36.200 --> 06:38.180
Warum war der Urknall asymmetrisch?

06:38.680 --> 06:40.220
Und wo ist die Antimaterie?

06:40.960 --> 06:44.660
Wie sahen Materie und Kräfte kurz nach dem Urknall aus?

06:44.660 --> 06:49.440
Gibt es eine neue Form von Symmetrie, die Materie mit Kräften

06:49.440 --> 06:50.120
verknüpft?

06:51.940 --> 06:57.340
Im Karlsruher Institut für Technologie, dem KIT, beschäftigt sich der

06:57.340 --> 07:00.860
Sonderforschungsbereich Computergestützte Theoretische Teilchenphysik

07:00.860 --> 07:02.560
mit genau diesen Fragen.

07:02.560 --> 07:06.560
Die Wissenschaftler aus Karlsruhe arbeiten mit Forschern der

07:06.560 --> 07:10.340
Universitäten Aachen und Berlin sowie dem Deutschen Elektronen

07:10.340 --> 07:12.640
-Synchrotron DESY in Berlin-Zeuten zusammen.

07:13.860 --> 07:17.260
Ihre Forschung basiert auf computergestützter Präzisionsrechnung.

07:19.200 --> 07:21.320
Mit diesen Berechnungen machen die Mitarbeiter des

07:21.320 --> 07:24.800
Sonderforschungsbereichs Vorhersagen, die dann wiederum die Forscher

07:24.800 --> 07:29.360
am LHC in Genf und an anderen großen Beschleunigern mit ihren

07:29.360 --> 07:30.820
Experimenten überprüfen.

07:31.820 --> 07:38.160
Wir versuchen mit Hilfe von neuen Methoden im Raum der

07:38.160 --> 07:44.980
Quantenfeldtheorie und mit computergestützten Präzisionsrechnungen die

07:44.980 --> 07:50.280
Parameter des Standardmodells, welches ja die gesamten Phänomene der

07:50.280 --> 07:55.620
Teilchenphysik derzeit sehr gut beschreibt, genauer zu bestimmen.

07:55.620 --> 08:01.880
Diese Parameter gehen dann wiederum ein in Vorhersagen für Experimente

08:01.880 --> 08:06.620
am Large Hadron Collider in Genf und auch an anderen Beschleunigern.

08:07.370 --> 08:13.080
Nun ja, in der Schule kennen Sie Rechnungen mit Unbekannten, mit X und

08:13.080 --> 08:13.400
Y.

08:13.840 --> 08:19.900
Sie haben Rechnen mit Buchstaben kennengelernt und in ähnlicher Art

08:19.900 --> 08:25.620
und Weise werden auch hier Rechnungen durchgeführt, bei denen wir mit

08:25.620 --> 08:30.720
Buchstaben rechnen, allerdings nicht nur mit X und Y, sondern mit

08:30.720 --> 08:32.320
Millionen von Unbekannten.

08:33.100 --> 08:38.920
Und diese Rechnungen haben ein Grad von Komplexität, dass man sie eben

08:38.920 --> 08:42.260
nicht mehr mit Papier und Bleistift durchführen kann, sondern

08:42.260 --> 08:46.920
zwangsläufig die Hilfe des Computers in Anspruch nehmen wird.

08:47.480 --> 08:49.280
Warum müssen Sie präziser werden?

08:49.280 --> 08:56.040
Nun ja, einerseits wollen wir natürlich feststellen, ob tatsächlich

08:56.040 --> 09:00.260
die Vorhersagen des Standardmodells so genau stimmen und das kann man

09:00.260 --> 09:04.720
eigentlich nur dadurch erreichen, dass man eben die Präzision immer

09:04.720 --> 09:05.540
weiter vorantreibt.

09:06.540 --> 09:12.660
Andererseits wären Abweichungen ein Hinweis auf eine erweiterte

09:12.660 --> 09:16.620
Theorie, auf Modifikationen, die durchgeführt werden.

09:17.180 --> 09:22.440
Und schlussendlich gibt es Konzepte, welche es in gewissen Fällen

09:22.440 --> 09:27.600
erlauben, die Parameter des Standardmodells auch aus übergeordneten

09:27.600 --> 09:30.660
Gesichtspunkten eben vorherzusagen.

09:30.660 --> 09:35.520
Wir gehen also aus von der sogenannten Lagrange-Dichte, die Sie hier

09:35.520 --> 09:35.860
sehen.

09:36.040 --> 09:39.520
Das ist ein komplizierter Satz von Formeln, entscheidend für das

09:39.520 --> 09:45.300
folgende ist aber, dass in dieser Funktion gewisse Parameter

09:45.300 --> 09:51.060
vorkommen, die letztendlich dann den Quarkmassen und der Stärke der

09:51.060 --> 09:52.740
starken Wechselwirkung entsprechen.

09:52.740 --> 09:57.800
Diese Parameter bestimmen wir, beispielsweise die Masse des Botton

09:57.800 --> 10:04.660
-Quarks mit einer Formel, in die einerseits experimentelle Größen

10:04.660 --> 10:12.560
eingehen, hier groß M bezeichnet, und Konstanten C, welche aus einer

10:12.560 --> 10:17.300
aufwändigen Rechnung entstehen, die eben unsere Aufgabe ist und die

10:17.300 --> 10:20.100
ich im Folgenden ganz kurz beschreiben will.

10:20.100 --> 10:26.040
Was wesentlich ist für das folgende und für unser Verfahren, sind

10:26.040 --> 10:29.560
Rechnungen mit Hilfe sogenannter Feynman-Diagramme.

10:30.440 --> 10:34.540
Das Beispiel für solche Feynman-Diagramme sehen Sie hier.

10:35.940 --> 10:41.940
Sie sehen, es handelt sich dabei um Grafiken mit Schleifen, mit vielen

10:41.940 --> 10:48.440
Schleifen, deshalb nennen wir diese Verfahren auch Multi-Loop

10:48.440 --> 10:50.560
-Rechnungen, viel Schleifen-Rechnungen.

10:50.560 --> 10:56.880
Und jede dieser Feynman-Diagramme stellt in Wirklichkeit eine

10:56.880 --> 11:00.020
Vorschrift für gewisse Integrale dar.

11:00.340 --> 11:03.760
Sie sehen hier das erste dieser Feynman-Diagramme.

11:04.760 --> 11:10.840
Nun kommt erschwerend hinzu, dass sehr oft ein einzelnes Diagramm,

11:10.840 --> 11:15.580
hier ist nun wiederum ein solches Feynman-Diagramm aufgezeichnet, ein

11:15.580 --> 11:24.860
Drei -Schleifen-Diagramm, zerlegt werden kann in viele Teilobjekte, in

11:24.860 --> 11:31.820
diesem Bild hier 35, und diese Objekte werden nun in einem nächsten

11:31.820 --> 11:35.400
Schritt wieder zerlegt und dann können Sie sich sehr gut vorstellen,

11:35.880 --> 11:38.940
dass man sehr schnell bei einem hohen Grad von Komplexität landet.

11:39.940 --> 11:45.160
Als Endresultat dieser Untersuchungen, wenn wir nun experimentelle

11:45.160 --> 11:49.960
Informationen in unsere Rechnung kombinieren, erhalten wir für die

11:49.960 --> 11:57.140
Bottengurg -Masse 4163 Megaelektronenvolt mit einem Fehler einer

11:57.140 --> 12:03.680
Unbestimmtheit von 16 Megaelektronenvolt und haben damit das weltweit

12:03.680 --> 12:05.940
genaueste Messresultat.

12:05.940 --> 12:11.320
Das Faszinierende dabei, durch diese Computerprogramme haben sich die

12:11.320 --> 12:15.300
KIT -Physiker ein Werkzeug geschaffen, mit dem sie an vorderster Front

12:15.300 --> 12:17.800
den Umbruch der Teilchenphysik vorantreiben können.

12:18.920 --> 12:23.800
Diese Technik erlaubt ihnen, ihre Ideen für neue Theorien mit präzisen

12:23.800 --> 12:27.760
Vorhersagen zu verknüpfen, zum Beispiel die supersymmetrische

12:27.760 --> 12:29.360
Erweiterung des Standardmodells.

12:29.360 --> 12:33.780
Die neuen Theorien liefern möglicherweise neue Kandidaten für die

12:33.780 --> 12:34.680
dunkle Materie.

12:35.580 --> 12:39.380
Die Karlsruher Forscher arbeiten somit direkt an den fundamentalen

12:39.380 --> 12:39.680
Fragen.

12:40.160 --> 12:43.280
Und diese werden in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit

12:43.280 --> 12:46.140
einen Durchbruch in der Teilchenphysik herbeiführen.

12:47.460 --> 12:51.880
Die KIT-Serie InsideScience blickt den Wissenschaftlern des

12:51.880 --> 12:53.720
Sonderforschungsbereichs über die Schulter.

12:53.720 --> 12:56.260
In weiteren Beiträgen erfahren Sie mehr.

12:57.140 --> 12:58.980
Wie bitte entsteht überhaupt Masse?

12:59.580 --> 13:01.380
Die Suche nach den Higgs-Teilchen.

13:02.180 --> 13:06.360
Supersymmetrische Teilchenkaskaden jenseits des Standardmodells der

13:06.360 --> 13:07.120
Teilchenphysik.

13:07.780 --> 13:09.760
Durch Staub zu den Sternen.

13:10.400 --> 13:13.080
Ist Forschung ohne Nutzen nutzlos?

13:13.780 --> 13:17.040
Die Monte-Carlo-Simulation für die Teilchenphysik.

13:17.720 --> 13:21.030
Raum, Zeit, Symmetrie und Antimaterie.

13:22.030 --> 13:26.430
Sehen Sie auch Beiträge aus den drei Rubriken Wissenschaftler im

13:26.430 --> 13:33.010
Gespräch Fundamentale Fragen der Teilchenphysik und InsideScience an Schulen.

