WEBVTT

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Wettervorhersagen, Verkehrsberechnungen oder die Simulation komplexer

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Systeme, das ist nur mit modernster Technik und hoher Rechenleistung

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möglich.

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Um große Datenmengen zu bewältigen, sind leistungsfähige Rechner

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notwendig.

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Immer schneller, immer kleiner heißt die Devise.

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Doch irgendwann stößt die heutige Technik an ihre Grenzen.

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Irgendwann geht es nicht mehr schneller und nicht mehr kleiner.

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Neue Ansätze müssen her.

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Heute werden Informationen im Computer mithilfe elektrischer Signale

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transportiert.

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Wesentlich schneller wären jedoch Lichtsignale.

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Informationen würden in Lichtgeschwindigkeit vom Prozessor zum

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Speicher und wieder zurück rasen.

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Doch wie könnte ein solches Lichtsignal entstehen?

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Und zwar eines, das winzig ist.

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Eine Möglichkeit?

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Ein Molekül, das elektrisch angesteuert wird, um Licht zu erzeugen.

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Ein solches Molekül mit Leuchtkern haben Forscher des Karlsruher

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Instituts für Technologie und der Universität Basel entwickelt.

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Es handelt sich sozusagen um eine molekulare Taschenlampe.

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Also zunächst mal bedeutet es, dass uns gelungen ist, ein einzelnes

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Molekül einzufangen, zu kontaktieren und elektrisch zum Leuchten

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anzuregen und das auch in so einem Aufbau, wie hier neben mir steht,

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messtechnisch zu erfassen.

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Was es nicht bedeutet, ist, dass wir jetzt hier eine Taschenlampe

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haben, mit der man einen Raum ausleuchten kann.

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Sondern das ist eher ein so kleines Bauelement, was Perspektive sich

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dazu eignen würde, Licht über gewisse Strecken auf einem Computerchip

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zu übertragen.

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Also in dem Sinne eine Lampe, um Informationen zu übertragen, aber

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nicht um einen Raum auszuleuchten.

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Das Molekül ist nur wenige Nanometer groß und ist in eine

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Kohlenstoffnanoröhre eingebettet.

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Um solch eine maßgeschneiderte Konstruktion herzustellen, arbeiten

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Nanowissenschaftler mit Molekularchemikern zusammen.

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Die Herstellung erfolgt in mehreren Schritten.

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Zuerst muss in einer Kohlenstoffnanoröhre eine Lücke entstehen, in die

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das Molekül mit dem Leuchtkern genau hineinpasst.

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Dafür wird die Nanoröhre auf ein Substrat zwischen zwei Metallkontakte

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aufgebracht.

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Legt man eine elektrische Spannung an, bricht die Röhre auseinander.

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Am Ende muss das Molekül mit den Kohlenstoffröhrchen verbunden werden.

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Dies geschieht durch sogenannte molekulare Arme, die Teile des

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Moleküls sind.

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Und wenn man dann an so einen Nanoröhren-Molekül-Nanoröhren-Kontakt

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eine Spannung anlegt, sagen wir mal einer Größenordnung von 4 Volt,

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dann fängt dieses Molekül an zu leuchten.

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Also die größte Herausforderung bestand darin, dass Moleküle an und

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für sich eigentlich sehr kleine Objekte sind.

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Auf der anderen Seite brauchten wir Elektroden, mit denen wir diese

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Moleküle kontaktieren können.

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Dafür müssten wir also Lücken erzeugen in die Nanoröhren, die

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möglichst klein sind.

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Das heißt, damit das Molekül genau hineinpasst in die Lücke, hat auf

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der einen Seite unsere Chemiker versucht, das Molekül immer größer zu

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machen, und wir als Physiker haben versucht, diese Lücken immer

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kleiner zu machen.

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Und glücklicherweise haben wir uns dann getroffen in der Mitte.

