WEBVTT

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Die letzte Woche des Sommersemesters hat begonnen, aber die Freude auf

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die Sommerpause hält sich auf dem Campus in Grenzen.

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Für die meisten Studierenden fängt jetzt der Stress erst richtig an.

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In der vorlesungsfreien Zeit werden die meisten Klausuren geschrieben,

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schriftliche Hausarbeiten müssen abgegeben werden.

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Wenn die anderen in den Urlaub fahren, beginnt für viele Studierende

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ein veritabler Lernmarathon.

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Damit dabei nicht allzu viele Fehler gemacht werden, gibt es auch am

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Karlsruher Institut für Technologie eine professionelle Lernberatung.

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Wie organisiere ich mein Lernen?

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Wie schaffe ich es, einen effizienten Zeitplan zu machen?

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Wie baue ich geschickt Pausen ein?

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Britta Hoffmann arbeitet als Lernberaterin am House of Competence des

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KIT.

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Gerade in den Stressphasen vor Prüfungen kann man ziemlich viel falsch

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machen.

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Viele sagen, wenn sie fünf Stunden gelernt haben, können sie nicht

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mehr.

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Das ist was, was völlig normal ist.

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Die Aufmerksamkeitsspanne liegt so.

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Für eine hohe Aufmerksamkeit 15 Minuten und für einen Themenblock nach

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45 Minuten braucht das Gehirn einfach eine Pause.

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Da ist es eben ganz wichtig, dass man sinnvoll Pausen macht, um die

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Konzentration zu steigern.

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Gelegentliches Lüften und vor allem jede Menge Bewegung können die

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Aufnahmefähigkeit des Gehirns ebenfalls steigern.

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Vor allem aber muss man sich von schlechten Gewohnheiten

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verabschieden.

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Früher im Gymnasium habe ich eigentlich immer kurz vor knapp gelernt,

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Tag, zwei vor der Arbeit und habe mir halt den ganzen Stoff dann

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kurzzeitig irgendwie ins Kurzzeitgedächtnis reingebrügelt.

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Und jetzt habe ich halt gemerkt bei der Klausur, dass es überhaupt

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nicht geklappt hat.

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Also das war viel zu viel Stoff und in viel zu kurzer Zeit.

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Ich habe viel zu spät angefangen zu lernen und dann war eigentlich

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schon die Prüfung von vornherein eigentlich gescheitert.

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So wie dem Informatikstudenten Ralf geht es vielen, die ein Studium

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beginnen.

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Auf der Hochschule braucht man ein gutes Zeitmanagement.

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Hier können die Experten der Lernberatung helfen, indem sie gemeinsam

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mit den Studierenden einen detaillierten Lernplan aufstellen.

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Der ist dann auch ein probates Mittel gegen die grassierende

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Aufschieberitis.

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Da geht es eben häufig darum, dass man wichtige Aufgaben

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vernachlässigt und unwichtige Aufgaben stattdessen macht.

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Also es geht nicht darum, dass man einfach nichts macht, also es hat

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nichts mit Faulheit zu tun, sondern dass es schwer fällt

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herauszufiltern, was ist wirklich wichtig, wann muss ich was

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erledigen, um zum Ziel zu kommen.

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Da sind wir dann eigentlich auch schon wieder im Zeit- und

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Selbstmanagement.

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Einen Semesterplan, zum Beispiel einen Wochenplan, aber die eben auch

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so realistisch wie möglich zu gestalten.

