WEBVTT

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Im Bürogebäude gehören Klimaanlagen inzwischen zur Standardausrüstung.

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Im Sommer soll die Arbeit möglichst wenig unter steigenden

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Temperaturen leiden.

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Aber Klimaanlagen haben viele Nachteile.

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Sie verbrauchen viel Energie, steigern die Hitze in den Innenstädten

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zusätzlich und verwandeln Büroräume oft in Eiskeller, was zur

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Ausbreitung sommerlicher Erkältungen beiträgt.

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Mit einem weltweit einzigartigen Labor prüfen jetzt Architekten des

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Karlsruher Instituts für Technologie, ob es nicht Alternativen zum

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flächendeckenden Einsatz von Klimaanlagen gibt.

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Unser Ziel ist gerade diese vollklimatisierten Gebäude zu

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hinterfragen, weil es sehr viele Erkenntnisse gibt, dass das auch

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nicht das gelbe vom Ei ist.

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Wenn man den Personen im Gegensatz zu vollklimatisierten Gebäuden in

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nicht klimatisierten Gebäuden die Möglichkeit gibt, das Fenster zu

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öffnen, gibt es Erkenntnisse, dass die Behaglichkeit auch bei wärmeren

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Temperaturen noch höher ist, dadurch, dass die Personen die

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Möglichkeit haben, den Raum ihren Wünschen anzupassen.

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Dr. Marcel Schweiger arbeitet im Fachgebiet Bauphysik und technischer

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Ausbau der Architekturfakultät des KIT.

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Dort hat man das Ziel, Gebäude so zu planen, dass man möglichst ganz

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ohne Klimaanlagen auskommt.

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Um das realistisch zu überprüfen, wurde das Raumlabor Lobster gebaut.

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Lobster unterscheidet sich von üblichen Klimakammern.

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Im Gegensatz zu diesen klassischen Klimakammern ist unser Lobster ein

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Teststand, der einen Bezug zum Außenraum herstellen kann.

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Wir haben ganz normale Fenster, die man ganz normal öffnen und

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schließen kann, durch die man hindurchsehen kann, durch den man

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eigentlich den Kontakt hat zum Außenklima, wodurch sich die

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Möglichkeit ergibt, diese bisher sehr, sehr viel theoretischeren

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Untersuchungen in geschlossenen Klimazellen zu erweitern, um den

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Faktor des Einflusses des Außenklimas.

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Die ersten Tests zeigen, das Wohlbehagen der Menschen steigert sich,

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wenn sie selbst Einfluss auf das Raumklima nehmen können, und sei es

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durch das Öffnen eines Fensters oder, man höre und staune, das

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Einschalten des guten alten Ventilators.

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Der Ventilator kann viel gezielter von der einzelnen Person gesteuert

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werden, weil die Klimatisierung ein Standardklima schaffen muss, mit

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dem möglichst viele Leute zufrieden sind, während man mit kleineren

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Ventilatoren auf die individuelle Person eingehen kann.

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Jeder einzelne Person kann für sich entscheiden, ob sie die Kühlung

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durch den Ventilator gerade in Anspruch nehmen möchte oder nicht.

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Das haben die Tests auch ergeben.

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Was für den einen unerträglich heiß, ist für andere noch behaglich

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warm.

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Stefan Fuchs, Karlsruher Institut für Technologie.

