WEBVTT

00:09.980 --> 00:11.540
Guten Tag meine Damen und Herren,

00:15.210 --> 00:19.890
nochmals kurz am Anfang der Vorlesung der Hinweis, dass die Vorlesung

00:19.890 --> 00:23.270
aufgezeichnet wird und Sie sich, wenn Sie nicht im Bild sein wollen,

00:23.350 --> 00:24.270
bitte nach hinten setzen.

00:26.790 --> 00:30.650
Ansonsten hatten wir in der letzten Vorlesung begonnen.

00:30.650 --> 00:37.710
Wie sieht es aus mit der Arbeit einer Kraft, welche sich aus einem

00:37.710 --> 00:39.610
Potenzial herleiten lässt?

00:39.770 --> 00:49.990
Für die Kraft F gilt dann, dass sie gerade ist, minus dv nach dx in x

00:49.990 --> 01:07.430
-Richtung, minus dv nach dy in y-Richtung und minus dv nach dz in z

01:07.430 --> 01:20.030
-Richtung, was gerade entspricht minus Gradient der skalaren Größe v,

01:20.630 --> 01:25.430
die in dem Falle abhängen kann von den kathesischen Koordinaten x, y

01:25.430 --> 01:26.130
und z.

01:27.750 --> 01:32.470
Nochmal der Hinweis, wenn keine kathesischen Koordinaten verwendet

01:32.470 --> 01:35.390
werden, sondern irgendwelche anderen Koordinaten, Zylinder- oder

01:35.390 --> 01:40.870
Kugelkoordinaten, dann sieht das Ganze etwas anders aus, der

01:40.870 --> 01:41.930
Gradientenoperator.

01:46.850 --> 01:53.570
Und wenn wir jetzt noch entsprechend die Verschiebung dr dazu nehmen,

01:53.710 --> 02:04.570
da haben wir dx in x-Richtung, dy in y-Richtung und dz in z-Richtung,

02:06.090 --> 02:13.210
dann sehen wir, dass sich für die Arbeit ergibt, das war laut

02:13.210 --> 02:25.030
Definition Integral fdr zwischen R0 und R1, bilden wir das

02:25.030 --> 02:30.890
Skalarprodukt, dann ergibt sich gerade minus dv nach dx mal dx, minus

02:30.890 --> 02:38.430
dv nach dy mal dy, minus dv nach dz mal dz, also ein Integral, das

02:38.430 --> 02:42.870
Minuszeichen können wir vor das Integral ziehen, dann haben wir noch

02:42.870 --> 03:01.170
drin stehen, dv nach dx, dx plus dv nach dy, dy plus dv nach dz, dz.

03:03.670 --> 03:09.510
Wenn wir davon ausgehen, dass das Potential abhängt von x, y und z,

03:10.050 --> 03:20.910
dann wissen wir aber, dv, wenn v von x, y und z abhängt, ist gerade dv

03:20.910 --> 03:36.070
nach dx mal dx plus dv nach dy, dy plus dv nach dz, dz, so dass wir

03:36.070 --> 03:43.330
sehen, die rechte Seite, die steht gerade im Integrand, also

03:43.330 --> 03:47.810
entspricht das gerade Minusintegral dv,

03:54.980 --> 03:58.220
dv können wir sehr leicht integrieren, es gibt nämlich gerade das

03:58.220 --> 04:01.620
Potential v, so dass sich letztendlich ergibt,

04:18.150 --> 04:29.630
Arbeit war Integral f dr von r0 bis r1, da haben wir gesehen, das ist

04:29.630 --> 04:38.190
jetzt gerade Minusintegral dv, also ist das Minus v zum einen bei r

04:38.190 --> 04:50.630
gleich r0, zum anderen bei r gleich r1, also obere Grenze eingesetzt,

04:50.630 --> 05:01.450
ergibt also Minus v von r1, Minus, untere Grenze eingesetzt ergibt

05:01.450 --> 05:17.970
dann Plus v von r0 oder Minus, V von r1 Minus v von r0, das heißt in

05:17.970 --> 05:25.530
dem Fall sehen wir, die Arbeit w hängt nicht mehr ab vom Weg, sondern

05:25.530 --> 05:31.630
hängt nur noch ab von Anfangs- und Endpunkt.

05:37.580 --> 05:42.280
Also Arbeit nur

05:46.240 --> 05:52.280
noch abhängig von Anfangs- und Endpunkt.

06:06.420 --> 06:14.140
Jetzt, wie können wir überprüfen, ob für eine Kraft es möglich ist,

06:14.220 --> 06:18.040
die aus einem Potential herzuleiten und letztendlich dann so ein

06:18.040 --> 06:19.360
Potential zu formulieren.

06:23.480 --> 06:26.080
Also der Nachweis,

06:30.990 --> 06:41.800
dass Kraft aus einem Potential abgeleitet werden kann,

06:47.740 --> 06:49.460
schreiben wir es zunächst mal formal an.

06:50.800 --> 07:00.020
Wir bilden einfach Rotation von f, wobei, wenn wir wieder kathesische

07:00.020 --> 07:05.180
Koordinaten verwenden, das f abhängt von x, y und z.

07:06.820 --> 07:11.460
Also Rotation von f muss in dem Fall sein, nun Rotation von einem

07:11.460 --> 07:16.040
Vektor ergibt wieder einen Vektor, in dem Fall der Nullvektor.

07:18.660 --> 07:23.760
Also das Kraftfeld muss

07:27.620 --> 07:28.540
wirbelfrei sein.

07:39.000 --> 07:42.740
Nun Rotation von f, wie bilden wir das?

07:43.490 --> 07:47.240
Wir können das anschauungsmäßig so machen.

07:48.140 --> 07:57.040
Wir haben im Grunde genommen eine Determinante von Ex, Ey,

08:00.120 --> 08:00.540
Ez.

08:01.520 --> 08:07.520
Dann haben wir d nach dx, d nach dy, d nach dz.

08:09.080 --> 08:13.580
Und zum Schluss den Vektor, von dem die Rotation gebildet werden soll,

08:14.180 --> 08:18.360
beschrieben durch die Koordinaten fx, fy und fz.

08:19.340 --> 08:25.940
Wenn wir jetzt die Determinante auswerten, dann ergibt das gerade

08:25.940 --> 08:38.500
wieder, angeschrieben für die einzelnen Koordinaten, in x-Richtung

08:38.500 --> 08:42.840
dann dfz nach dy,

08:46.380 --> 08:51.420
minus dfy nach dz.

08:52.780 --> 08:57.620
Jetzt wird zyklisch vertauscht, also aus z wird x, aus y wird z.

08:57.620 --> 09:13.240
Deshalb als nächstes dfx nach dz, minus dfz nach dx und als letzte

09:13.240 --> 09:24.280
Koordinate des Vektors Rotation dann dfy nach dx, minus dfx nach dy.

09:27.020 --> 09:32.680
So, das ist der erste Satz.

09:34.680 --> 09:41.840
Dann kommen wir

09:45.700 --> 09:46.860
zum zweiten Satz.

09:47.300 --> 09:52.700
Der zweite Satz ist der dritte Satz.

09:52.700 --> 09:54.280
Der dritte Satz ist der vierte Satz.

09:54.280 --> 09:54.300
Der vierte Satz ist der vierte Satz.

09:54.760 --> 09:55.620
Der

10:07.650 --> 10:07.810
vierte Satz ist der vierte Satz.

10:07.810 --> 10:13.930
Wir haben zunächst mal die Kraft fx.

10:15.010 --> 10:22.190
Sehen wir, fx ist minus dv nach dx.

10:22.890 --> 10:34.310
Also fx gleich minus dv nach dx.

10:35.310 --> 10:45.950
Wir wissen, fy ist minus dv nach dy.

10:48.170 --> 10:52.690
Wenn wir jetzt die Kraft fx nach y ableiten,

10:56.110 --> 11:01.390
dann müssen wir rechts auch nach y nochmals ableiten.

11:01.570 --> 11:03.930
Das ergibt dann minus d2v nach dxdy.

11:04.670 --> 11:09.170
Des Weiteren leiten wir dfy nach dx ab.

11:10.130 --> 11:13.070
Dann müssen wir auch auf der rechten Seite nochmals partiell nach x

11:13.070 --> 11:13.670
ableiten.

11:16.150 --> 11:19.730
Und jetzt sehen wir, ob wir zunächst nach x partiell und dann nach y

11:19.730 --> 11:22.130
ableiten oder umgekehrt.

11:22.150 --> 11:23.050
Das ist egal.

11:23.650 --> 11:25.710
Also müssen die beiden gleich sein.

11:25.850 --> 11:30.870
Das heißt, dfx nach dy gleich dfy nach dx.

11:41.720 --> 11:48.400
Und nichts anderes bedeutet die letzte Koordinate der Rotation gleich

11:48.400 --> 11:48.660
null.

11:50.040 --> 11:54.800
Und bei den anderen Bedingungen hat man es dann ganz analog.

12:03.840 --> 12:08.940
Nun solche Kräfte, wie wir sie hier betrachtet haben,

12:12.440 --> 12:18.780
nennt man auch konservative Kräfte.

12:28.220 --> 12:31.300
Die besitzen ein Potenzial, wie wir gesehen haben.

12:42.610 --> 12:46.470
Das heißt, die Gesamtarbeit, wenn wir irgendwo starten und wieder zum

12:46.470 --> 12:51.010
Ausgangspunkt zurückgehen, dann ist die Gesamtarbeit letztendlich

12:51.010 --> 12:54.050
null, weil dort dasselbe Potenzial vorliegt.

13:03.400 --> 13:06.140
Jetzt haben wir zwar formal ein Potenzial eingeführt.

13:06.140 --> 13:12.440
Die Frage ist, wie können wir das Potenzial überhaupt dann berechnen.

13:16.540 --> 13:22.240
Und das berechnen wir, indem wir die Arbeit einsetzen.

13:23.160 --> 13:27.800
Weil wir wissen, Potenzial und Arbeit, die hängen zusammen.

13:28.880 --> 13:32.300
Jetzt kann man natürlich sagen, was ist dann der Vorteil, wenn wir im

13:32.300 --> 13:35.600
Arbeitssatz anstatt der Arbeit das Potenzial einsetzen wollen.

13:35.600 --> 13:39.640
Ziel wird natürlich sein, dass wir für viele Elemente a priori schon

13:39.640 --> 13:44.140
ein Potenzial formuliert haben, nur noch das Potenzial einsetzen und

13:44.140 --> 13:48.200
nicht mehr letztendlich über die Arbeit in jedem Fall bestimmen

13:48.200 --> 13:48.520
müssen.

13:53.180 --> 13:57.520
Also Potenzialberechnung über

14:04.750 --> 14:08.150
die Berechnung der Arbeit.

14:20.030 --> 14:31.970
Wir haben gesehen, die Arbeit, das war Integral f dr von

14:35.740 --> 14:40.340
r0 bis r1, die ist gerade Minus,

14:43.880 --> 14:50.620
und jetzt nennen wir das Potenzial am Punkt r gleich r1 gerade V1 und

14:50.620 --> 14:55.640
das Potenzial am Punkt r gleich r0 V0, dann haben wir hier V1 minus

14:55.640 --> 14:56.320
V0.

14:58.860 --> 15:09.060
Das heißt, das Potenzial V1 ergibt sich dann, multiplizieren wir die

15:09.060 --> 15:15.440
Gleichung mit Minus 1 durch, dann ergibt sich Minus Integral von r0

15:15.440 --> 15:23.200
bis r1 f dr, bringen das V0 nach links, also letztendlich ist das dann

15:23.200 --> 15:32.200
V0 minus Integral von r0 bis r1 f dr,

15:35.860 --> 15:44.980
oder wenn wir die Arbeit W nehmen, haben wir dann V0 minus W.

15:46.060 --> 15:49.280
Also das Potenzial hängt mit der Arbeit noch mit dem negativen

15:49.280 --> 15:51.200
Vorzeichen zusammen, das sollten Sie sich merken.

15:55.120 --> 15:59.780
Und, auch ganz wichtig, das Potenzial ist im Grunde genommen immer

15:59.780 --> 16:04.040
bestimmt bis auf eine beliebige Konstante, das heißt später, wenn wir

16:04.040 --> 16:09.180
irgendwelche Potenziale bestimmen oder berechnen oder mitnehmen in der

16:09.180 --> 16:13.600
Rechnung, dann legen wir das so fest, dass die Rechnung möglichst

16:13.600 --> 16:14.380
einfach wird.

16:20.160 --> 16:23.900
Nun, in der Mechanik, der technischen Mechanik, sind vor allem zwei

16:23.900 --> 16:25.000
Potenziale wichtig.

16:25.740 --> 16:33.480
Das eine ist das schwere Potenzial, das andere das Potenzial von der

16:33.480 --> 16:33.740
Feder.

16:34.760 --> 16:42.540
Also in technischer Mechanik wichtig,

16:49.930 --> 16:51.550
zunächst das schwere Potenzial.

17:17.890 --> 17:26.230
Das schwere Potenzial, das heißt, wenn wir uns das mal aufskizzieren,

17:26.330 --> 17:31.550
dann haben wir meinetwegen die Koordinaten x, y und z, wobei wir jetzt

17:31.550 --> 17:36.330
in dem Fall die z-Koordinate so einführen, dass die entgegengesetzt

17:36.330 --> 17:38.690
gerichtet ist zum Schwerkraftvektor.

17:39.450 --> 17:42.950
Das heißt, wenn wir jetzt irgendwo eine Bahn haben und unseren

17:42.950 --> 17:51.550
Massenpunkt, dann haben wir da eine Kraft m mal g in negative z

17:51.550 --> 17:52.050
-Richtung.

17:55.030 --> 18:03.570
Das wiederum bedeutet, die Kraft f ist gerade minus m mal g mal e z.

18:13.270 --> 18:20.630
Überprüfen wir, ob es hierfür ein Potenzial gibt, anhand der

18:20.630 --> 18:24.070
Bedingung, dass die Rotation verschwindet.

18:24.550 --> 18:28.050
Nun, fz nach

18:31.240 --> 18:31.740
dy.

18:34.100 --> 18:39.240
Da sehen wir, fz ist minus m mal g, hängt nicht von y ab, ist also

18:39.240 --> 18:39.500
null.

18:41.820 --> 18:44.080
Minus dfy nach dz.

18:46.260 --> 18:50.840
Nun, fy ist a priori null, also ist das erfüllt.

18:52.400 --> 18:57.100
Und wenn wir dann die anderen Koordinaten des Rotationsvektors

18:57.100 --> 19:01.200
anschauen, dann sehen wir, fx ist null, weil nur ein fz vorliegt.

19:01.300 --> 19:05.000
Das fz hängt aber nicht von x ab, also ist auch die zweite Koordinate

19:05.000 --> 19:05.440
null.

19:05.440 --> 19:10.320
Und bei der letzten Koordinate treten wir auf, fx und fy, und die sind

19:10.320 --> 19:10.880
beide null.

19:11.480 --> 19:17.740
Also letztendlich haben wir hier Rotation von f gleich null erfüllt.

19:22.280 --> 19:26.580
Das heißt, die Gewichtskraft ist eine konservative Kraft.

19:27.820 --> 19:31.620
Und jetzt müssen wir nur noch das schwere Potenzial bestimmen.

19:35.970 --> 19:39.090
Das machen wir wie oben angedeutet.

19:40.150 --> 19:47.790
Also, V von R ist dann eine konstante V0.

19:48.390 --> 19:57.430
Minus Integral f dr, also minus Integral von R0 bis R1.

19:57.970 --> 20:07.810
Und dann haben wir f mal dr. Nun, die Kraft f ist minus m mal g mal

20:07.810 --> 20:08.210
ez.

20:11.110 --> 20:19.510
Skalar multipliziert mit der Verschiebung dx in ex-Richtung plus dy in

20:19.510 --> 20:24.290
ey -Richtung plus dz in z-Richtung.

20:27.430 --> 20:31.370
Das sehen wir, da bleibt übrig V0.

20:34.170 --> 20:39.510
Minus, und jetzt haben wir hier nur dz mal minus m mal g mit dem

20:39.510 --> 20:42.770
Minuszeichen vor dem Integral ergibt plus das Integral.

20:47.680 --> 20:48.660
Also ergibt

20:55.880 --> 21:01.000
letztendlich dann V0.

21:01.820 --> 21:07.340
Dann wie gesagt, minus mal minus gibt plus ein Integral und dann steht

21:07.340 --> 21:10.440
noch drin m mal g mal dz.

21:14.370 --> 21:18.450
Von z gleich z0 bis z gleich z1.

21:19.770 --> 21:22.730
Nun, m mal g ist eine Konstante, also haben wir im Grunde genommen ein

21:22.730 --> 21:23.630
Integral dz.

21:23.930 --> 21:29.810
Das ist ausgewertet gerade z, also Integrationsgrenzen eingesetzt

21:29.810 --> 21:31.250
ergibt zunächst mal V0.

21:31.250 --> 21:37.270
Plus, dann haben wir gesagt, m mal g und jetzt mal z und

21:37.270 --> 21:42.510
Integrationsgrenzen eingesetzt ergibt z1 minus z0.

21:44.310 --> 21:49.470
Wenn wir jetzt sagen, unsere obere Grenze z1, die ist beliebig.

21:52.230 --> 21:59.510
Also z1 beliebig und wir nennen das nur noch z.

21:59.970 --> 22:04.010
Dann sehen wir also V0 plus m mal g mal z minus z0.

22:05.670 --> 22:08.730
Und dann noch mit einer Normierung,

22:13.930 --> 22:22.910
dass eben das V0 zum Beispiel gerade m mal g mal z0 ist.

22:23.810 --> 22:28.530
Dann heben sich die beiden weg und es bleibt übrig für das schwere

22:28.530 --> 22:32.650
Potential letztendlich V

22:39.010 --> 22:45.450
von R gleich m mal g. Mal z.

22:47.690 --> 22:52.590
Wir sehen, das hängt also nur von der z-Koordinate, also von der

22:52.590 --> 22:53.610
Höhenkoordinate ab.

23:02.900 --> 23:04.760
Wie sieht es dann konkret aus?

23:06.840 --> 23:08.860
Nun, wenn wir irgendwo den Massenpunkt haben,

23:13.600 --> 23:16.460
haben die Erdbeschleunigungen g nach unten.

23:18.580 --> 23:23.120
Dann legen wir irgendwo ein Nullniveau fest.

23:23.820 --> 23:26.660
Und wie gesagt, das können wir im Grunde genommen beliebig festlegen.

23:27.400 --> 23:29.900
Das bestimmt letztendlich nur noch die Konstante V0.

23:31.980 --> 23:34.780
Das heißt, das ist das Nullniveau.

23:38.690 --> 23:40.250
Hier irgendwo.

23:41.670 --> 23:49.170
Dann haben wir die Koordinate z beginnend mit dem Nullniveau.

23:51.270 --> 23:58.870
Und wenn der Massenpunkt sich oberhalb des Nullniveaus befindet, also

24:00.430 --> 24:15.390
Massenpunkt oberhalb Nullniveau, dann haben wir eben potenzielle

24:15.390 --> 24:18.870
Energie größer 0.

24:19.450 --> 24:23.250
Und wenn der Massenpunkt sich unterhalb befindet,

24:30.630 --> 24:35.670
dann ist eben die potenzielle Energie negativ.

24:35.670 --> 24:38.490
Was Sie allerdings nicht machen dürfen, ist, wenn Sie das Nullniveau

24:38.490 --> 24:42.070
festgelegt haben, zu sagen, dass sich das während der Bewegung ändert.

24:42.690 --> 24:45.690
Das müssen wir einmal festlegen und dann werden ab diesem Nullniveau

24:45.690 --> 24:51.510
die ganzen potenziellen Energien von Massenpunkten, wenn mehrere

24:51.510 --> 24:53.050
Massenpunkte beteiligt sind, bestimmt.

24:58.380 --> 25:03.460
Das nächste Potenzial, was oft anzutreffen ist, das ist das Potenzial

25:03.460 --> 25:04.120
einer Feder.

25:25.030 --> 25:30.170
Und ich nehme an, das Potenzial von etwas wie der Gravitation, das hat

25:30.170 --> 25:32.290
im Grunde genommen jeder gewusst, wie sieht es aus beim

25:32.290 --> 25:34.030
Federpotenzial, wie groß ist das?

25:40.430 --> 25:42.170
Wie groß ist das Federpotenzial?

25:47.650 --> 25:50.390
Wenn ich jetzt eine Auslenkung x habe, wie groß ist das?

25:53.530 --> 25:54.970
Hat das noch nie jemand bestimmt?

26:00.050 --> 26:03.750
Also Federkonstante mal Auslenkung ist dimensionsmäßig.

26:05.370 --> 26:07.170
Newton pro Meter mal Meter ist Newton.

26:07.690 --> 26:12.470
Und die Arbeit hat eine Dimension Newtonmeter.

26:14.190 --> 26:15.690
Also kann es das nicht ganz sein.

26:17.950 --> 26:17.990
Ja?

26:20.250 --> 26:27.230
cx² Also gut, wir bezeichnen die Federkonstante meistens mit c.

26:28.190 --> 26:31.530
Das heißt, wir nehmen mal an, wir haben eine hübsche lineare Feder.

26:50.980 --> 26:56.100
Das heißt, wenn ich jetzt hier die Feder habe, die bei x entspannt

26:56.100 --> 27:04.770
ist, dann habe ich hier irgendwo den Massenpunkt und jetzt ziehen wir

27:04.770 --> 27:05.370
an der Feder.

27:17.330 --> 27:20.490
Hübsche lineare Feder heißt, ich kann das über eine Federkonstante c

27:20.490 --> 27:21.010
beschreiben.

27:23.490 --> 27:33.190
Dann habe ich irgendwo mein x gleich x0 und habe irgendwo das x.

27:42.930 --> 27:50.670
Und ich gehe mal hier von dem x aus, das ich so einführe, dass die

27:50.670 --> 27:52.910
Feder entspannt ist bei x gleich 0.

28:12.580 --> 28:17.480
Jetzt wollen wir die potenzielle Energie, abhängig von R-Wissen,

28:18.540 --> 28:19.520
schreiben wir das wieder ab.

28:19.700 --> 28:20.540
Das war V0.

28:22.980 --> 28:23.540
Minus.

28:24.180 --> 28:28.000
Und jetzt haben wir Integral von

28:31.770 --> 28:32.990
R0 bis R1.

28:38.460 --> 28:40.660
Und jetzt haben wir die Federkraft.

28:41.920 --> 28:45.840
Und die Federkraft, wie groß ist die bei einer linearen Feder?

28:52.960 --> 28:54.260
10 mal x.

28:55.580 --> 28:57.000
Und in x-Richtung, oder?

28:58.760 --> 29:00.200
Also 10 mal x.

29:02.860 --> 29:03.360
Ex.

29:05.000 --> 29:08.840
Multipliziert mit der Verschiebung, da sehen wir.

29:09.920 --> 29:10.880
Da haben wir dx.

29:11.940 --> 29:13.840
Ex plus dy.

29:14.500 --> 29:16.900
Ey plus dz.

29:18.800 --> 29:19.780
Ez.

29:20.940 --> 29:22.440
Das heißt.

29:25.140 --> 29:28.880
Werten wir das aus, dann ergibt sich V0.

29:30.900 --> 29:31.940
Minus.

29:33.680 --> 29:38.380
Und jetzt Cx ex mal dx ex ergibt gerade Cx dx.

29:44.930 --> 29:49.690
Von x0 bis x1.

29:53.190 --> 29:53.690
Ergibt.

29:55.530 --> 29:57.390
Nach dem Integrieren.

29:57.890 --> 30:01.250
Nun C mal x integriert ergibt C halbe x Quadrat.

30:02.510 --> 30:04.770
Also ergibt V0.

30:05.710 --> 30:06.710
Minus.

30:07.890 --> 30:08.810
C halbe.

30:10.110 --> 30:12.070
Und dann haben wir da x1 Quadrat.

30:13.870 --> 30:16.010
Minus x0 Quadrat.

30:18.270 --> 30:22.390
So dass nach entsprechender Normierung.

30:37.420 --> 30:41.940
Mit einem entsprechenden V0 sich gerade wieder ergibt.

30:46.480 --> 30:52.160
V von R gleich in dem Falle V von x.

30:54.380 --> 30:55.640
Und dann sehen wir.

30:56.520 --> 30:58.740
Das x1 wäre wieder ein beliebiges x.

30:58.740 --> 31:02.560
Ist also C halbe x Quadrat.

31:06.340 --> 31:07.880
Allerdings mit einem Minuszeichen.

31:10.920 --> 31:13.020
Sie haben aber geboten C x Quadrat.

31:13.140 --> 31:14.360
Also jetzt haben wir einen Faktor in halb.

31:15.080 --> 31:16.920
Und haben einfach noch ein anderes Vorzeichen, oder?

31:22.030 --> 31:23.250
Was gibt es da zu lachen?

31:27.930 --> 31:31.690
Was hätten Sie gedacht, was das Federpotential ist?

31:43.170 --> 31:46.010
Er hat nichts erwartet, aber man kann es gut ausrechnen.

31:48.340 --> 31:54.990
Hat schon mal jemand im technischen Gymnasium oder irgendwo anders ein

31:54.990 --> 31:57.030
Potential von einer Feder berechnet?

32:02.180 --> 32:04.910
Und es war minus C halbe x Quadrat.

32:06.570 --> 32:06.890
Wie?

32:10.390 --> 32:11.850
C halbe x Quadrat.

32:11.930 --> 32:13.830
Und ich komme auf minus C halbe x Quadrat.

32:13.950 --> 32:16.890
Wo liegt denn jetzt der Fehler?

32:27.510 --> 32:30.330
Ich habe da die Kraft eingezeichnet, die geht in x Richtung.

32:32.390 --> 32:34.470
Und wir ziehen ja an der Feder, oder?

32:51.260 --> 32:57.640
Also der Trick ist der, wir betrachten die Kräfte am Massenpunkt.

32:59.000 --> 33:05.240
Das heißt, wenn ich jetzt mal meinen Massenpunkt betrachte, dann habe

33:05.240 --> 33:10.060
ich dort natürlich auch die Federkraft, aber in

33:13.540 --> 33:14.720
negative x Richtung.

33:15.620 --> 33:18.700
Das heißt, wenn wir das richtig machen, dann müssen wir eigentlich

33:18.700 --> 33:20.700
hier ein Minuszeichen reinmachen.

33:23.880 --> 33:28.380
Dann ergibt sich hier unten ein Pluszeichen.

33:31.120 --> 33:33.060
Auch da ergibt sich ein Pluszeichen.

33:33.940 --> 33:37.840
Und jetzt sehen wir, dann ergibt sich da ein Pluszeichen, wenn ich

33:37.840 --> 33:44.840
nämlich für das V0 gerade C halbe x 0 Quadrat einsetze.

33:55.700 --> 34:01.870
Und man sieht, das Schwerepotential, wenn der Massenpunkt sich

34:01.870 --> 34:04.390
unterhalb dem Nullniveau befindet, ist es negativ.

34:05.010 --> 34:07.230
Oberhalb des Nullniveaus ist es positiv.

34:07.230 --> 34:12.030
Hier beim Federpotential haben wir eigentlich immer ein positives

34:12.030 --> 34:13.230
Potential.

34:15.250 --> 34:18.530
Egal, ob die Feder gedehnt oder zusammengedrückt wird.

34:22.520 --> 34:26.800
Und wenn wir das Ganze dreidimensional machen, also eine Verschiebung

34:26.800 --> 34:28.320
der Endpunkte im Raum,

34:36.540 --> 34:52.800
also dreidimensional haben wir dann V von R gleich C halbe R Quadrat,

34:53.840 --> 34:58.380
wenn jetzt die Feder spannungslos ist bei R gleich 0.

35:01.480 --> 35:03.740
Also R gleich

35:07.700 --> 35:18.420
Federverlängerung oder Verkürzung und

35:30.160 --> 35:33.120
zwar gegenüber der entspannten Lage.

35:49.300 --> 35:52.380
Jetzt sieht es aus, als wäre das immer das Potential von einer Feder.

35:56.320 --> 35:59.860
Nun natürlich nicht, das ist nur das Potential, wenn wir voraussetzen,

36:00.560 --> 36:04.200
hübsche Feder und lineares Verhalten.

36:04.880 --> 36:10.300
Jetzt wissen wir, die meisten Federn, wenn wir die relativ stark

36:10.300 --> 36:13.380
auseinanderziehen oder zusammendrücken, dann haben die irgendwann ein

36:13.380 --> 36:14.600
nicht lineares Verhalten.

36:15.680 --> 36:16.660
Wie sieht es dann aus?

36:21.980 --> 36:25.200
Also bei einer nicht linearen Federkennlinie,

36:58.770 --> 37:02.890
da hängt dann die Kraft nicht mehr linear von der Verschiebung ab,

37:02.970 --> 37:07.270
sondern irgendwie in einem nicht linearen Zusammenhang und es bleibt

37:07.270 --> 37:12.570
uns ja nichts anderes übrig, als letztendlich das V von X direkt über

37:12.570 --> 37:17.010
die Arbeit zu bestimmen, nämlich nun die Feder, die zieht am

37:17.010 --> 37:21.870
Massenpunkt, deshalb Minus Integral, und wenn wir es wieder entlang

37:21.870 --> 37:27.450
einer Strecke machen, dann haben wir eben das Integral von X0 bis X

37:28.150 --> 37:35.110
und dann die Federkraft, die abhängt von der Auslenkung mal der

37:35.110 --> 37:35.810
Verschiebung.

37:35.810 --> 37:41.670
Nun, um jetzt Integrationsgrenze zu unterscheiden, machen wir da

37:41.670 --> 37:49.050
einfach ein X quer bei der Integration und je nach Charakteristik

37:49.050 --> 37:52.770
ergibt sich eben ein anderer Verlauf der Federkraft in Abhängigkeit

37:52.770 --> 37:53.990
der Auslenkung.

37:55.090 --> 37:58.890
Nehmen wir als Beispiel mal eine Feder mit kubischer Charakteristik.

38:01.050 --> 38:18.620
Also, zum Beispiel eine Kennlinie mit kubischem Anteil.

38:25.500 --> 38:29.120
Beispiel, wenn Sie ein Gummi nehmen und dran ziehen, dann fällt sich

38:29.120 --> 38:34.860
das zunächst mal relativ linear, wenn Sie dann aber die Auslenkung

38:34.860 --> 38:38.000
genügend groß machen, dann spüren Sie, ja gut, jetzt nimmt die Kraft

38:38.000 --> 38:39.360
überproportional zu.

38:41.640 --> 38:48.500
Zum Beispiel können wir das beschreiben durch eine Federkraft, die

38:48.500 --> 38:58.020
abhängt von der Auslenkung über Minus C1X, also die hat nach wie vor

38:58.020 --> 39:05.360
so einen Anteil proportional dem X, aber zusätzlich noch einen Anteil

39:05.360 --> 39:07.980
proportional dem X hoch 3.

39:08.560 --> 39:12.340
Das heißt, wenn das C2 positiv ist, dann hätten wir so eine

39:12.340 --> 39:13.100
progressive Feder.

39:13.100 --> 39:15.160
Also

39:22.190 --> 39:24.970
das wäre linear,

39:32.910 --> 39:46.680
das wäre progressiv für C2 größer 0 und degressiv, wenn das C2 kleiner

39:46.680 --> 39:47.260
0 ist.

40:00.620 --> 40:05.900
Und das Potenzial selbst, das bestimmen wir über die angegebene

40:05.900 --> 40:16.960
Formel, das heißt es gilt V von X ist Minus Integral von X0 bis X1

40:16.960 --> 40:17.560
bzw.

40:17.820 --> 40:29.260
X und dann haben wir als Federkraft Minus C1X² Minus C2X² hoch 3 dx.

40:31.740 --> 40:35.100
Wir sehen, das Minus kürzt sich wieder mit dem Minuszeichen im

40:35.100 --> 40:40.740
Integrand, es ergibt sich ein positives Integral und dann haben wir

40:40.740 --> 40:51.840
C1X² zu integrieren, das ergibt gerade C1X²½, dann müssen wir das C2X²

40:51.840 --> 40:53.960
hoch 3 integrieren, das ergibt gerade

40:57.220 --> 40:59.760
C2Viertel mal X² hoch 4,

41:05.780 --> 41:20.140
Grenzen X0 und X und wir sehen, wenn wir, im Grunde genommen hätten

41:20.140 --> 41:24.000
wir hier noch das V0 wieder mitnehmen können und das so anpassen, dass

41:24.000 --> 41:26.100
sich das mit der unteren Grenze weghebt.

41:26.900 --> 41:30.840
Ich mache das mal ein bisschen salopp, obere Grenze eingeführt ergibt

41:30.840 --> 41:52.740
C1½ X² plus C2Viertel X hoch 4 Minus C1½ X0² Minus C2½ X0 hoch 4 und

41:56.990 --> 42:10.890
schreibe dazu, das kann verschwinden bei Normierung von V0 und man

42:10.890 --> 42:16.210
sieht, letztendlich ergibt das einen Anteil wieder quadratisch in X,

42:17.270 --> 42:21.070
man sieht der Faktor ½, der kommt eben vom Integrieren und genauso

42:21.070 --> 42:25.890
beim kubischen Anteil, da hat man jetzt was, was proportional X hoch 4

42:25.890 --> 42:32.210
ist und der Faktor ¼, der kommt ebenfalls vom Integrieren.

46:27.360 --> 46:32.560
Nun, wenn man das Sperrepotenzial so einführt, wie wir das eingeführt

46:32.560 --> 46:34.320
haben, dann sieht man oben im Integral,

46:48.150 --> 46:52.810
Wenn man das Sperrepotenzial so bestimmt, wie wir das bestimmt haben,

46:53.250 --> 46:58.210
dann war die Voraussetzung dafür, dass eben die Gewichtskraft MLG

46:58.210 --> 47:07.230
nicht vom Ort abhängt und stets die gleiche Richtung hat.

47:08.050 --> 47:11.430
Wenn wir jetzt an Weltraumanwendungen denken, dann wissen wir ja gut,

47:12.970 --> 47:16.630
wenn ich weit genügend von der Sonne oder von einem Planeten oder wie

47:16.630 --> 47:22.330
auch immer weggehe, dann ändert sich natürlich die Erdbeschleunigung

47:22.330 --> 47:28.390
G, das ist dann keine Konstante mehr und auch die Richtung der Kraft,

47:28.510 --> 47:29.710
die ändert sich natürlich.

47:29.710 --> 47:34.490
Wobei die Kraft immer so gerichtet ist, dass die in Richtung, in

47:34.490 --> 47:38.010
unserem Falle der Erde geht, oder wenn man einen Himmelskörper hat,

47:38.110 --> 47:41.990
immer in Richtung des Schwerpunktes des Himmelskörpers.

47:42.930 --> 47:48.650
Wenn man das berücksichtigt, dann entspricht das dem

47:48.650 --> 47:52.950
Gravitationspotenzial von

47:57.680 --> 47:58.320
zwei Massen.

48:05.810 --> 48:08.410
Nehmen wir die mal Groß-M und Klein-M.

48:12.610 --> 48:17.530
Und ohne das herzuleiten, gilt in dem Falle, dass das Potenzial

48:17.530 --> 48:32.070
abhängig von R gerade ist, minus K, große Masse mal kleine Masse,

48:33.190 --> 48:38.770
dividiert durch den Betrag des Abstandsvektors.

48:46.790 --> 48:52.670
Also wichtig für Weltraumanwendungen,

49:02.800 --> 49:08.800
man sieht, das Potenzial geht gegen Null, wenn R beliebig groß ist,

49:08.960 --> 49:10.440
ansonsten ist es negativ.

49:15.080 --> 49:20.380
Man hat also praktisch das Nullniveau, wo man das Null setzt, gegen

49:20.380 --> 49:21.260
unendlich gelegt.

49:23.000 --> 49:32.440
Und wie sieht es aus, wenn man jetzt einsetzt, einen Abstand, zum

49:32.440 --> 49:37.360
Beispiel hier auf der Erde, der mehr oder weniger dem Erdradius

49:37.360 --> 49:37.980
entspricht.

49:41.100 --> 49:49.240
Also für Abstand gleich Erdradius, nennen wir den mal Groß-R, plus

49:49.240 --> 49:58.240
jetzt eine Koordinate Z, was wir als Höhe über dem Erdradius

49:58.240 --> 49:59.240
bezeichnen würden.

50:11.200 --> 50:40.700
Dann führt es, also geht dies über in das zuvor angegebene schwere

50:40.700 --> 50:41.360
Potenzial.

50:46.060 --> 50:53.560
Und man sieht, da steht im Nenner eben R plus Z, das können wir dann

50:53.560 --> 51:05.360
entwickeln, da hat man dann nämlich 1 durch R plus Z ergibt 1 durch R

51:05.360 --> 51:13.240
mal Und als nächstes haben wir dann oben stehen 1

51:19.410 --> 51:39.800
plus Z durch R, also durch Entwicklung von 1 dividiert durch R mal 1

51:39.800 --> 51:43.420
plus Z durch R.

51:45.660 --> 51:55.320
Ist ungefähr 1 durch R mal 1 minus Z durch R.

51:57.740 --> 52:04.300
Und dann sehen wir, das gibt eine Konstante, der erste Anteil und das

52:04.300 --> 52:08.680
andere ergibt gerade, minus mal minus gibt plus, dann haben wir K mal

52:08.680 --> 52:14.260
M mal M, dividiert durch R Quadrat und wenn Sie dann ein bisschen im

52:14.260 --> 52:20.680
Physikunterricht nachschlagen, dann ist das K mal große Masse,

52:21.380 --> 52:25.860
dividiert durch R Quadrat, das entspricht gerade dem G.

52:28.100 --> 52:31.800
Als Hausaufgabe mal im Physikunterricht das Ganze nachschlagen.

52:35.100 --> 52:38.560
Jetzt haben wir viele Potenziale bestimmt, das heißt, wenn wir in

52:38.560 --> 52:42.320
Zukunft das schwere Potenzial benötigen, setzen wir einfach ein, M mal

52:42.320 --> 52:46.940
G mal Z, wobei Z die Höhe über einem frei wählbaren Nullniveau ist.

52:47.340 --> 52:50.880
Bei der Feder setzen wir ein, wenn es eine lineare Feder ist, C halbe

52:50.880 --> 52:56.300
X Quadrat, wobei X die Auslenkung gegenüber der entspannten Feder ist.

52:59.640 --> 53:03.560
Und wie sieht es dann mit dem Arbeitssatz aus?

53:19.480 --> 53:22.380
Also, falls alle Kräfte konservativ,

53:35.800 --> 53:45.220
dann ergibt sich die Arbeit zu Minus V am Ende, Minus V am Anfang.

53:47.000 --> 53:51.080
Aus dem Arbeitssatz wissen wir, das war aber gerade die Differenz der

53:51.080 --> 53:59.880
kinetischen Energien, also gleich T1 minus T0, so dass wir sehen, wenn

53:59.880 --> 54:04.200
wir das V1 nach rechts bringen und das T0 nach links, dann haben wir

54:04.200 --> 54:12.120
Minus mal Minus gibt Plus, also letztendlich dann T1 plus V1 gleich T0

54:12.120 --> 54:14.260
plus V0.

54:17.200 --> 54:20.540
Den Energieerhaltungssatz der Mechanik,

54:34.480 --> 54:38.700
der, ich hatte es schon erwähnt, ja nur bei konservativen Systemen

54:38.700 --> 54:44.840
gilt, bei denen alle Kräfte aus einem Potenzial herleitbar sind.

54:45.800 --> 54:51.340
Und wir wissen, na gut, in dem Fall das T0 plus V0, das entspricht

54:51.340 --> 54:58.340
gerade einer konstanten E sozusagen, die Gesamtenergie.

55:19.060 --> 55:22.360
Und wenn wir ein konservatives System vorliegen haben, dann können wir

55:22.360 --> 55:29.880
eben mit Hilfe des Energieerhaltungssatzes der Mechanik, dann wieder

55:29.880 --> 55:36.300
bei einem gegebenen Anfangszustand den Endzustand bestimmen und so zum

55:36.300 --> 55:39.540
Beispiel die Geschwindigkeit als Funktion der Position bestimmen.

55:40.780 --> 55:45.960
Also nützlich, wenn

55:53.850 --> 55:58.210
eine zeitfreie Lösung gesucht ist und

56:11.200 --> 56:13.580
nur Anfangs- und Endzustand interessieren.

56:50.640 --> 56:52.460
Machen wir dazu mal ein Beispiel.

57:21.740 --> 57:23.800
Wir nehmen ganz einfach ein mathematisches Pendel.

57:29.680 --> 57:31.680
Ohne Reibung und Luftwiderstand.

57:50.160 --> 57:56.700
Und wir können mal kathesische Koordinaten einzeichnen.

57:57.860 --> 57:58.980
X und Y.

58:00.640 --> 58:05.920
Dann haben wir vertikal nach unten die Gravitation.

58:07.560 --> 58:12.020
Wir haben dann das Pendel selbst, das ja hier gelagert ist am

58:12.020 --> 58:12.660
Ursprung.

58:13.980 --> 58:18.460
Das heißt, wir haben ein Pendel, Pendellänge L.

58:20.780 --> 58:26.530
Wir haben den Massenpunkt mit der Masse M.

58:27.250 --> 58:31.770
Die Lage des Pendels wird beschrieben durch den Winkel Phi zwischen

58:31.770 --> 58:33.490
der Vertikalen und der Pendelstange.

58:37.260 --> 58:43.120
Und wir wissen, der Massenpunkt bewegt sich auf einer Kreisbahn.

58:44.920 --> 58:54.940
Das heißt, wir wollen jetzt wissen, wie groß ist die Geschwindigkeit

58:54.940 --> 58:59.840
des Pendels in einer beliebigen Lage.

59:00.640 --> 59:06.800
Wobei wir natürlich definieren müssen, wie groß z.B.

59:06.960 --> 59:09.180
hier unten die Maximalgeschwindigkeit ist.

59:09.780 --> 59:12.080
Oder wie groß der Maximalausschlag ist.

59:12.180 --> 59:13.180
Das werden wir aber noch sehen.

59:15.380 --> 59:25.060
Also gesucht ist die Winkelgeschwindigkeit Phi Punkt in

59:29.300 --> 59:30.280
allgemeiner Lage.

59:37.350 --> 59:41.210
Wir lösen das Ganze mit dem Energiesatz.

59:53.060 --> 59:59.460
Wir wissen, Summe aus kinetischer und potenzieller Energie muss, weil

59:59.460 --> 01:00:02.880
in dem Fall jetzt alle Kräfte konservativ sind, es gibt ja nur die

01:00:02.880 --> 01:00:14.680
Gewichtskraft, muss gerade sein Gesamtenergie gleich konstant sein.

01:00:15.540 --> 01:00:21.220
Das heißt, zunächst müssen wir die kinetische Energie bestimmen.

01:00:22.340 --> 01:00:28.000
Nun, die kinetische Energie des Massenpunktes ist gerade M halbe mal V

01:00:28.000 --> 01:00:28.680
Quadrat.

01:00:32.870 --> 01:00:34.810
Und wie groß ist die Geschwindigkeit?

01:00:35.550 --> 01:00:35.770
V.

01:00:37.370 --> 01:00:39.630
Und mit ein bisschen Übung müssten Sie das jetzt eigentlich schon

01:00:39.630 --> 01:00:39.970
sehen.

01:00:40.090 --> 01:00:43.950
Die Geschwindigkeit des Massenpunktes beträgt gerade L, das war ja

01:00:43.950 --> 01:00:45.710
eine Konstante, mal Phi Punkt.

01:00:46.410 --> 01:00:54.170
Ergibt also in dem Falle M halbe L Quadrat Phi Punkt Quadrat.

01:00:55.390 --> 01:01:04.550
Für die potenzielle Energie, da sehen wir, es gibt eigentlich nur die

01:01:04.550 --> 01:01:08.190
Gewichtskraft, also brauchen wir so ein Gravitationspotenzial.

01:01:08.750 --> 01:01:12.050
Das heißt, wir müssen uns irgendwo jetzt ein Nullniveau festlegen.

01:01:12.590 --> 01:01:15.650
Das könnten wir jetzt zum Beispiel machen bei Y gleich Null.

01:01:16.230 --> 01:01:21.330
Wir können aber auch das Nullniveau festlegen hier unten.

01:01:24.460 --> 01:01:35.780
Dann haben wir an der Stelle die Höhe H des Massenpunktes über dem

01:01:35.780 --> 01:01:36.700
Nullniveau.

01:01:37.500 --> 01:01:44.340
Damit ergibt sich die potenzielle Energie zu M mal G mal H.

01:01:44.940 --> 01:01:52.000
Das H hängt aber von Phi ab, also ergibt das in dem Falle M mal G.

01:01:52.800 --> 01:01:58.320
Und die Höhe H, da sehen wir, das ist gerade von der unteren Lage zum

01:01:58.320 --> 01:01:59.780
Lager haben wir die Länge L.

01:02:00.240 --> 01:02:04.020
Davon ziehen wir jetzt ab, das L mal Cosinus vom eingeschlossenen

01:02:04.020 --> 01:02:04.640
Winkel Phi.

01:02:05.200 --> 01:02:10.360
Ergibt also letztendlich L minus L Cosinus Phi.

01:02:33.990 --> 01:02:37.870
Das heißt, wenn wir jetzt kinetische Energie und potenzielle Energie

01:02:37.870 --> 01:02:47.050
in den Energiesatz einsetzen, dann erhalten wir M halbe L Quadrat Phi

01:02:47.050 --> 01:02:55.250
Punkt Quadrat plus M mal G, das L können wir ausklammern, mal 1 minus

01:02:55.250 --> 01:02:59.450
Cosinus Phi muss gerade Gesamtenergie E ergeben.

01:03:00.930 --> 01:03:06.090
Was wir jetzt wissen wollen, ist das Phi Punkt als Funktion der Lage

01:03:06.090 --> 01:03:06.490
Phi.

01:03:07.630 --> 01:03:09.850
Also müssen wir nach Phi Punkt auflösen.

01:03:10.370 --> 01:03:14.490
Dazu bringen wir das MGL mal 1 minus Cosinus Phi nach rechts mit einem

01:03:14.490 --> 01:03:15.290
Minuszeichen.

01:03:16.030 --> 01:03:18.550
Multiplizieren mit 2, dividieren durch die Masse.

01:03:19.350 --> 01:03:33.060
Ergibt dann letztendlich für Phi Punkt Quadrat gerade 2 dividiert

01:03:33.060 --> 01:03:36.740
durch ML Quadrat mal E.

01:03:38.740 --> 01:03:44.920
Und dann sehen wir Minus, das M kürzt sich weg, dann haben wir 2G

01:03:44.920 --> 01:03:46.180
dividiert durch L.

01:03:54.040 --> 01:03:56.160
Jetzt habe ich das M hier...

01:03:57.160 --> 01:03:58.540
Machen wir es mal so,

01:04:03.120 --> 01:04:07.940
MGL mal 1 minus Cosinus Phi.

01:04:12.000 --> 01:04:18.000
Oder für Phi Punkt dann die Wurzel gezogen, also Phi Punkt ist dann

01:04:18.000 --> 01:04:21.560
Wurzel aus 1 durch L Quadrat, ist 1 dividiert durch L.

01:04:22.760 --> 01:04:29.960
Und dann haben wir innerhalb der Wurzel noch stehen, 2 dividiert durch

01:04:29.960 --> 01:04:41.040
M mal Gesamtenergie E minus MGL mal 1 minus Cosinus Phi.

01:04:48.140 --> 01:04:51.360
Jetzt haben wir noch eine konstante E drin stehen, die müssen wir

01:04:51.360 --> 01:04:51.980
irgendwie bestimmen.

01:04:51.980 --> 01:04:55.560
Ich habe gesagt, entweder mit dem Maximalausschlag oder mit der

01:04:55.560 --> 01:04:56.960
Maximalgeschwindigkeit.

01:05:01.160 --> 01:05:03.100
Also Bestimmung von E,

01:05:06.180 --> 01:05:10.600
entweder über den Maximalausschlag.

01:05:21.730 --> 01:05:25.670
Wenn der vorliegt bei Phi gleich Phi 1, dann bedeutet das, dass an der

01:05:25.670 --> 01:05:31.290
Stelle die Geschwindigkeit 0 sein muss, weil sonst wird sich sie ja

01:05:31.290 --> 01:05:32.010
noch weiter bewegen.

01:05:32.770 --> 01:05:42.130
Also, dann haben wir Phi Punkt von Phi 1 muss 0 sein, also 0 gleich 1

01:05:42.130 --> 01:05:46.370
dividiert durch L, Wurzel aus 2 durch M.

01:05:48.170 --> 01:06:00.170
Und jetzt steht da drin, E minus MGL mal 1 minus Cosinus Phi, und zwar

01:06:00.170 --> 01:06:03.690
bei Phi gleich Phi 1, also 1 minus Cosinus von Phi 1.

01:06:06.490 --> 01:06:10.890
Jetzt sehen wir, das wird 0, wenn E gerade entspricht, M mal G mal L

01:06:10.890 --> 01:06:13.310
mal 1 minus Cosinus Phi 1.

01:06:14.170 --> 01:06:28.060
Also haben wir das Vorliegen bei E gleich MGL mal 1 minus Cosinus Phi

01:06:28.060 --> 01:06:28.600
1.

01:06:30.400 --> 01:06:34.220
Setzen das wieder in die Beziehung für Phi Punkt ein, dann ergibt sich

01:06:34.220 --> 01:06:37.460
Phi Punkt gleich 1 dividiert durch L.

01:06:38.520 --> 01:06:47.300
Jetzt haben wir die Wurzel, und jetzt steht hier E minus MGL, also 2

01:06:47.300 --> 01:06:52.380
durch M.

01:06:54.180 --> 01:06:57.860
Jetzt haben wir E minus, also MGL,

01:07:00.940 --> 01:07:12.740
minus MGL Cosinus Phi 1, das ist das E, minus MGL plus MGL

01:07:17.080 --> 01:07:20.100
Cosinus Phi.

01:07:25.890 --> 01:07:30.870
Man sieht, das MGL, das kürzt sich weg.

01:07:32.310 --> 01:07:38.710
Dann haben wir minus MGL Cosinus Phi 1 plus MGL Cosinus Phi, da können

01:07:38.710 --> 01:07:43.730
wir das MGL ausklammern, dann kürzt sich noch die Masse hier weg.

01:07:44.600 --> 01:07:49.750
Sodass wir letztendlich erhalten, Phi Punkt gleich 1 dividiert durch

01:07:49.750 --> 01:08:03.500
L, Wurzel aus 2GL mal Cosinus Phi minus Cosinus Phi 1.

01:08:26.010 --> 01:08:33.010
Man sieht, Phi ist immer kleiner als der Maximalausschlag Phi 1 oder

01:08:33.010 --> 01:08:33.790
höchstens gleich.

01:08:34.910 --> 01:08:39.150
Wenn Phi kleiner ist als Phi 1, dann ist aber der Cosinus von Phi

01:08:39.150 --> 01:08:47.410
größer als der Cosinus von Phi 1, sodass letztendlich das immer

01:08:47.410 --> 01:08:49.170
positiv wird.

01:08:49.770 --> 01:08:50.550
Macht auch Sinn.

01:08:58.090 --> 01:09:02.770
Was wir noch machen könnten wäre, die Konstante E aus der

01:09:02.770 --> 01:09:04.550
Maximalgeschwindigkeit bestimmen.

01:09:12.810 --> 01:09:24.530
Die liegt natürlich vor bei Phi 0 gleich 0 und sei mal mit Phi 0 Punkt

01:09:24.530 --> 01:09:25.110
gegeben.

01:09:26.950 --> 01:09:29.590
Und wenn wir das haben, dann haben wir Phi 0 Punkt.

01:09:32.790 --> 01:09:51.650
Gleich 1 durch L mal Wurzel aus 2 dividiert durch M mal E minus MGL

01:09:51.650 --> 01:09:54.490
mal 1 minus Cosinus Phi.

01:09:55.930 --> 01:10:00.250
Für Phi gleich Phi 0 gleich 0 ist das Cosinus von 0.

01:10:03.230 --> 01:10:07.250
Cosinus von 0 ist 1, also fällt das gerade weg.

01:10:15.070 --> 01:10:23.070
Das heißt, wenn wir mit L multiplizieren, dann haben wir Phi 0 Punkt

01:10:23.070 --> 01:10:25.470
Quadrat L Quadrat.

01:10:25.470 --> 01:10:29.490
Jetzt haben wir schon quadriert, dann steht rechts gleich 2 durch M

01:10:29.490 --> 01:10:29.950
mal E.

01:10:31.010 --> 01:10:34.710
Also gleich E mal 2 durch M gibt hier M halbe.

01:10:39.010 --> 01:10:43.630
L Quadrat Phi 0 Punkt Quadrat, das hätten wir natürlich auch gleich

01:10:43.630 --> 01:10:48.250
erkennen können, wenn wir beachtet hätten, dass an der Lage Phi gleich

01:10:48.250 --> 01:10:49.150
Phi 0 gleich 0.

01:10:50.150 --> 01:10:53.950
Am unteren Punkt wäre das Nullniveau festgelegt haben, das heißt dort

01:10:53.950 --> 01:10:55.570
haben wir ja keine potenzielle Energie.

01:10:55.570 --> 01:10:59.550
Nur kinetische Energie, also wäre die Gesamtenergie gerade die

01:10:59.550 --> 01:11:01.690
kinetische Energie an der Stelle.

01:11:02.770 --> 01:11:10.470
Und wenn wir das dann entsprechend einsetzen, ergibt sich, ich habe es

01:11:10.470 --> 01:11:14.230
jetzt, glaube ich, gar nicht mehr explizit ausgedrückt.

01:11:14.930 --> 01:11:20.010
Das können Sie aber auch im Grunde genommen zu Hause selbst machen.

01:11:20.010 --> 01:11:26.430
Sie setzen jetzt das E noch in die allgemeine Formel ein und dann

01:11:26.430 --> 01:11:32.990
haben Sie eben wieder das Phi Punkt als Funktion der Lage Phi, weil

01:11:32.990 --> 01:11:38.610
eben die Gesamtenergie E mit M halbe L Quadrat Phi 0 Punkt Quadrat

01:11:38.610 --> 01:11:40.510
explizit vorgegeben ist.

01:11:41.430 --> 01:11:43.330
Gibt es soweit Fragen?

01:12:45.460 --> 01:12:49.100
Dann kommen wir jetzt noch zur Methode Energieintegral.

01:13:14.120 --> 01:13:18.980
Wir haben gesehen, so ein Massenpunkt, der hat im Allgemeinen

01:13:18.980 --> 01:13:23.600
vielleicht drei Freiheitsgrade, kann sich in drei Raumrichtungen

01:13:23.600 --> 01:13:27.680
bewegen, jetzt gibt es aber auch eingeschränkte Bewegungen und wenn

01:13:27.680 --> 01:13:31.480
jetzt ein Massenpunkt vorliegt, ähnlich unserem Pendel, bei dem die

01:13:31.480 --> 01:13:35.820
Bewegung durch eine Koordinate beschrieben werden kann und wenn wir

01:13:35.820 --> 01:13:41.780
noch voraussetzen, dass ein konservatives System vorliegt, das heißt,

01:13:41.860 --> 01:13:46.220
dass alle Kräfte, die am Massenpunkt angreifen, konservativ sind, also

01:13:46.220 --> 01:13:57.160
bei konservativen mechanischen Systemen,

01:14:03.960 --> 01:14:11.820
ich schreibe mal gleich, mit einem Freiheitsgrad,

01:14:16.490 --> 01:14:30.510
da wissen wir, beim Massenpunkt gilt M halbe mal R Punkt Quadrat plus

01:14:30.510 --> 01:14:34.930
potenzielle Energie, abhängig von R,

01:14:39.380 --> 01:14:41.140
gleich Gesamtenergie E.

01:14:42.220 --> 01:14:45.480
Jetzt haben wir aber gesagt, der Massenpunkt hat nur einen

01:14:45.480 --> 01:14:49.520
Freiheitsgrad, das heißt, die Ortskoordinate oder der Ortsvektor R,

01:14:50.080 --> 01:15:00.120
der hängt nur ab von einer Größe S entlang der Trajektorie, das heißt,

01:15:01.240 --> 01:15:06.740
wir können das dann so umformulieren, wenn wir hier oben irgendwo eine

01:15:06.740 --> 01:15:13.560
Masse M haben, ich nenne die mal M quer, dann hängt das R Punkt wieder

01:15:13.560 --> 01:15:17.320
mit S Punkt zusammen linear, das heißt, wir haben dann letztendlich M

01:15:17.320 --> 01:15:25.940
halbe, S Punkt Quadrat plus V von R von S, also letztendlich V von S,

01:15:26.620 --> 01:15:28.860
gleich Gesamtenergie E.

01:15:32.820 --> 01:15:37.940
Also wie gesagt, ein Massenpunkt, ein Freiheitsgrad, beim Pendel

01:15:37.940 --> 01:15:39.520
bewegt sich der Massenpunkt.

01:15:40.100 --> 01:15:44.940
Auf einer Kreisbahn, da haben wir dann als entsprechende Koordinate,

01:15:45.440 --> 01:15:55.740
wie man sieht, wenn wir als S den Winkel V einführen, so ganz

01:15:55.740 --> 01:16:01.580
allgemein, dann haben wir irgendwas mal V Punkt Quadrat plus ein

01:16:01.580 --> 01:16:06.500
Potential, das von V abhängt, gleich Gesamtenergie E, wobei der

01:16:06.500 --> 01:16:10.220
Vorfaktor vor dem S Punkt Quadrat nicht unbedingt immer einer Masse

01:16:10.220 --> 01:16:13.740
entsprechen muss, das hängt davon ab, was das S ist.

01:16:14.700 --> 01:16:17.640
Aber letztendlich beschreibt eine Koordinate die Bewegung.

01:16:19.920 --> 01:16:28.520
Und dann liegt es nahe, das Ganze nach S Punkt aufzulösen, das heißt,

01:16:28.720 --> 01:16:35.080
S Punkt ist dann, jetzt bringen wir das V von S nach rechts, dann

01:16:35.080 --> 01:16:36.820
haben wir E minus V von S,

01:16:41.060 --> 01:16:49.740
dann müssen wir mit 2 durch M quer multiplizieren, also mal 2

01:16:49.740 --> 01:16:54.540
dividiert durch M quer, das quer lasse ich jetzt an der Stelle wieder

01:16:54.540 --> 01:16:55.820
weg, ich sage es jetzt nur dazu.

01:16:57.440 --> 01:17:01.720
Das war jetzt nur, um zu zeigen, das muss nicht unbedingt Dimension

01:17:01.720 --> 01:17:05.440
Masse haben, das könnte auch beim Pendel was ML Quadrat.

01:17:07.180 --> 01:17:11.500
Das war dann S Punkt, um S zu erhalten, brauchen wir noch die Wurzel.

01:17:14.860 --> 01:17:24.900
Jetzt wissen wir aber, S Punkt ist ja DS dividiert durch DT, was jetzt

01:17:24.900 --> 01:17:28.960
bedeutet, wenn wir die Gleichung mit DT multiplizieren und durch die

01:17:28.960 --> 01:17:33.080
Wurzel dividieren, dann haben wir links nur das DT stehen,

01:17:37.540 --> 01:17:46.800
also DT und rechts dann das DS dividiert durch die Wurzel,

01:17:50.040 --> 01:18:00.880
also 2 durch M mal E minus V von S, das heißt links hängen jetzt alle

01:18:00.880 --> 01:18:04.800
Größen nur noch von der Zeit ab, rechts nur noch von S, damit haben

01:18:04.800 --> 01:18:06.800
wir eine Trennung der Veränderlichen durchgeführt,

01:18:25.900 --> 01:18:29.540
das heißt wir können jetzt formal auf beiden Seiten integrieren

01:18:41.590 --> 01:18:46.270
und auf der linken Seite, wenn wir von T gleich T0 bis T gleich T1

01:18:46.270 --> 01:18:49.810
integrieren, dann haben wir im Grunde genommen, ich stelle es mal so

01:18:49.810 --> 01:18:58.570
an, ein Integral und hier ein Integral, dann haben wir hier von T0 bis

01:18:58.570 --> 01:19:06.470
T1, hier haben wir von S0 bis S1, die linke Integration, die können

01:19:06.470 --> 01:19:09.990
wir leicht durchführen, DT integriert ergibt einfach T, Grenzen

01:19:09.990 --> 01:19:12.490
eingesetzt ergibt T1 minus T0,

01:19:15.590 --> 01:19:25.730
rechts haben wir dann das Integral stehen von S0 bis S1 und dann steht

01:19:25.730 --> 01:19:36.850
drin DS, dividiert durch 2 durch M, E minus V von S und daraus die

01:19:36.850 --> 01:19:49.840
Wurzel, das heißt jetzt haben wir rechts ein Integral stehen,

01:19:51.400 --> 01:19:55.860
allerdings können wir das nicht in allen Fällen auch wirklich

01:19:55.860 --> 01:19:59.360
analytisch integrieren, unter Umständen muss man das dann

01:19:59.360 --> 01:20:04.520
näherungsweise machen, aber die Lösung von so einem Integral, die ist

01:20:04.520 --> 01:20:07.660
im Allgemeinen sehr viel leichter, als wenn wir eine entsprechende

01:20:07.660 --> 01:20:13.240
Differentialgleichung numerisch lösen müssten, das heißt, wir haben

01:20:13.240 --> 01:20:16.180
jetzt das Ganze zurückgeführt auf eine sogenannte Quadratur,

01:20:22.460 --> 01:20:26.740
also nach, ich schreibe mal unter Umständen,

01:20:35.780 --> 01:20:39.600
numerischer Auswertung der

01:20:45.000 --> 01:20:45.760
rechten Seite,

01:20:51.990 --> 01:20:58.770
hat man dann das T als Funktion von S und wenn wir dann die

01:20:58.770 --> 01:21:00.430
Umkehrfunktion bilden,

01:21:07.900 --> 01:21:14.420
haben wir dann eben das S als Funktion der Zeit.

01:21:23.420 --> 01:21:28.120
Wenn wir das probieren, bei einem mathematischen Pendel,

01:21:44.030 --> 01:21:45.310
also Beispiel,

01:21:51.640 --> 01:22:04.180
mathematisches Pendel, dort hatten wir M halbe L Quadrat Phi Punkt

01:22:04.180 --> 01:22:13.160
Quadrat, plus MGL mal 1 minus Cosinus Phi,

01:22:17.080 --> 01:22:18.860
gleich Gesamtenergie E,

01:22:22.380 --> 01:22:31.360
das war dann gerade MGL mal 1 minus Cosinus Phi 1, das können wir im

01:22:31.360 --> 01:22:36.340
Grunde genommen abschreiben, von ganz oben,

01:22:43.240 --> 01:22:54.000
das heißt, das Phi Punkt Quadrat ist dann gerade das minus dem, das

01:22:54.000 --> 01:23:00.980
gab gerade Cosinus Phi minus Cosinus Phi 1, das M und ein L kürzt sich

01:23:00.980 --> 01:23:04.320
mit dem M und dem L auf der rechten Seite, sodass letztendlich übrig

01:23:04.320 --> 01:23:19.340
bleibt, 2G dividiert durch L mal Cosinus Phi minus Cosinus Phi 1 und

01:23:22.340 --> 01:23:29.110
Phi Punkt,

01:23:35.680 --> 01:23:42.440
das war dPhi dividiert durch dt, ergibt dann die Wurzel aus der

01:23:42.440 --> 01:23:44.320
rechten Seite, ich deute das mal so an,

01:23:49.720 --> 01:24:00.120
das heißt, dt ist dann dPhi, dividiert durch die Wurzel aus der

01:24:00.120 --> 01:24:08.240
rechten Seite hier, also dividiert durch Wurzel aus 2G, dPhi dividiert

01:24:08.240 --> 01:24:18.040
durch L mal der Wurzel aus Cosinus Phi minus Cosinus Phi 1,

01:24:22.740 --> 01:24:31.040
also wenn wir das für eine allgemeine Zeit und einen allgemeinen

01:24:31.040 --> 01:24:37.340
Winkel machen, dann erhalten wir T minus T0 nach Integration der

01:24:37.340 --> 01:24:42.620
linken Seite, gleich, und jetzt müssen wir auf der rechten Seite

01:24:42.620 --> 01:24:49.280
integrieren von S0 bis S, und dann haben wir da drin stehen, ne

01:24:49.280 --> 01:24:54.900
Entschuldigung, von Phi 0, wir sind ja bei Phi, bis Phi, und dann

01:24:54.900 --> 01:25:04.280
haben wir drin stehen, dPhi dividiert durch Wurzel aus 2G, dividiert

01:25:04.280 --> 01:25:11.600
durch L, und dann haben wir Wurzel aus Cosinus Phi minus Cosinus Phi

01:25:11.600 --> 01:25:16.120
1, und damit wir jetzt wieder unterscheiden zwischen

01:25:16.120 --> 01:25:19.840
Integrationsvariable und Integrationsgrenze, können wir da noch ein

01:25:19.840 --> 01:25:24.660
Phi -Quer einführen, also dPhi-Quer dividiert durch die Wurzel, das

01:25:24.660 --> 01:25:28.160
hier ist eine Konstante, und dann haben wir Wurzel aus Cosinus Phi

01:25:28.160 --> 01:25:33.340
-Quer minus Cosinus Phi 1, wenn man das jetzt nachschaut, das wird man

01:25:33.340 --> 01:25:39.240
natürlich nicht so leicht lösen können, wenn Sie das in Maple oder

01:25:39.240 --> 01:25:43.680
Mathematica einsetzen, dann gibt es noch entsprechende Lösungen, das

01:25:43.680 --> 01:25:48.500
sind dann aber Funktionen, die Sie gar nicht so genau kennen, und

01:25:48.500 --> 01:25:54.160
letztendlich hat man die Schwierigkeit, genauso wie bei Sinus, Cosinus

01:25:54.160 --> 01:25:58.760
oder E-Funktionen oder irgendwelchen anderen Funktionen, dass wenn man

01:25:58.760 --> 01:26:02.520
numerische Werte haben will, man die irgendwann berechnen muss, früher

01:26:02.520 --> 01:26:05.860
hat man die dann mal berechnet und in Tabellenbücher eingetragen und

01:26:05.860 --> 01:26:09.840
dann immer nachgeschlagen, wie groß ist der Wert bei einem bestimmten

01:26:09.840 --> 01:26:12.980
Argument, heutzutage geht es natürlich ein bisschen einfacher,

01:26:13.520 --> 01:26:17.320
nichtsdestotrotz sieht man dann eben bestimmte Charakteristika der

01:26:17.320 --> 01:26:27.400
Lösung, das führt in dem angegebenen Fall zu elliptischen Funktionen,

01:26:29.160 --> 01:26:38.440
also führt hier zu elliptischen

01:26:43.930 --> 01:26:50.370
Funktionen, ohne die jetzt genau noch anzugeben.

01:26:50.890 --> 01:26:55.630
Also wichtig, wir haben jetzt beim Arbeitssatz begonnen, wir haben

01:26:55.630 --> 01:27:03.780
gesehen, es gibt ganz bestimmte Kräfte, es gibt ganz bestimmte Kräfte,

01:27:03.900 --> 01:27:09.200
nämlich diejenigen, bei denen die Arbeit nicht vom Weg abhängt,

01:27:09.340 --> 01:27:12.360
sondern nur von Anfangs- und Endpunkt, das waren die konservativen

01:27:12.360 --> 01:27:16.320
Kräfte, da können wir ein Potential formulieren, wenn an einem

01:27:16.320 --> 01:27:19.980
Massenpunkt nur konservative Kräfte angreifen, können wir den

01:27:19.980 --> 01:27:25.120
Arbeitssatz als Energiesatz formulieren und wenn wir bestimmte

01:27:25.120 --> 01:27:28.940
Potentiale a priori schon berechnen, zum Beispiel Schwerepotential

01:27:28.940 --> 01:27:32.380
oder Federpotential, können wir die direkt einsetzen, wir müssen nur

01:27:32.380 --> 01:27:35.440
entsprechend zum Beispiel für das Schwerepotential Nullniveau

01:27:35.440 --> 01:27:39.920
formulieren oder irgendwo festlegen und dann eben die Prozedur

01:27:39.920 --> 01:27:40.820
auswerten.

01:27:41.580 --> 01:27:44.980
Falls unser Massenpunkt nur einen Freiheitsgrad hat, können wir sogar

01:27:44.980 --> 01:27:49.020
die Geschwindigkeit als Funktion der Position dann darstellen an einem

01:27:49.020 --> 01:27:56.060
allgemeinen Punkt und wie gesagt, letztendlich dann auch entsprechende

01:27:56.060 --> 01:28:00.000
Integrale auswerten, unter Umständen gibt es analytische Lösungen,

01:28:00.140 --> 01:28:03.680
unter Umständen natürlich auch nicht, dann bleiben uns zumindest aber

01:28:03.680 --> 01:28:08.580
Nährungsverfahren, die für Integrale leichter auszuwerten sind, als

01:28:08.580 --> 01:28:10.720
die Auswertung von Differenzialgleichungen.

01:28:11.400 --> 01:28:13.020
Soweit für heute, vielen Dank.

