WEBVTT

00:11.220 --> 00:14.140
Willkommen zu dieser letzten Lesung.

00:17.040 --> 00:20.760
Eine kurze Summe von einigen Fakten aus der letzten Lektion.

00:21.140 --> 00:27.060
Wenn man unabhängige randome Variablen mit Densitäten hat, dann hat

00:27.060 --> 00:28.580
auch die Summe eine Densität.

00:29.100 --> 00:33.620
Und es gibt eine sogenannte Konvolution-Formel, die sagt, dass diese

00:33.620 --> 00:35.460
Densität von einem Integral gegeben wird.

00:35.460 --> 00:40.220
Man sieht die Densität von x, evaluiert bei s, mal die Densität von y,

00:40.880 --> 00:43.240
evaluiert bei t-s ds.

00:43.500 --> 00:44.740
Das ist Konvolution.

00:47.200 --> 00:51.760
Wenn man unabhängige randome Variablen hat, und sagen, dass x eine

00:51.760 --> 00:56.680
normale Distribution hat, mit einigen Parametern, μ und σ², und y hat

00:56.680 --> 01:02.580
auch eine normale Distribution mit μ und τ², dann hat die Summe auch

01:02.580 --> 01:05.440
eine normale Distribution, und die Parametern ergeben.

01:05.540 --> 01:10.960
Das heißt, das erste Parameter ist μ plus ν, und das zweite ist σ²

01:10.960 --> 01:12.240
plus τ².

01:12.980 --> 01:16.660
Das kann man mit der Konvolution-Formel ausdrücken.

01:17.800 --> 01:21.840
Wenn man einen randomen Vektor sieht, sehen wir, dass x ein n

01:21.840 --> 01:25.140
-dimensionaler randomer Vektor ist, der eine Densität hat, mit Bezug

01:25.140 --> 01:28.040
auf die Lebesgue-Mehrheit in den Euclidean-N-Spaß.

01:28.360 --> 01:32.540
Und wenn man eine measurable Funktion hat, die den Euclidean-Spaß in

01:32.540 --> 01:37.540
die echten Zahlen bildet, dann kann man die Erwartung der Summe, sagen

01:37.540 --> 01:43.640
wir mal, der Funktion hx, durch ein Integral, die Funktion hx mal

01:43.640 --> 01:50.360
Densität, dx, und zum Beispiel kann man so die Kovariante zwischen

01:50.360 --> 01:54.160
zwei randomen Variablen ausdrücken, die einen bi-variablen randomen

01:54.160 --> 01:54.860
Vektor bilden.

01:55.100 --> 01:59.880
Wir haben Momente ausgesucht, siehst du, für ein Integral-Nummer k,

02:00.100 --> 02:04.260
diese Erwartung von x zu der Kraft k nennt sich der k-Moment eines

02:04.260 --> 02:05.360
randomen Variablen x.

02:05.920 --> 02:11.260
Wir haben auch absolute Momente ausgesucht, wo wir statt x das Modulus

02:11.260 --> 02:15.960
von x haben, und dann, statt k, können wir eine positive echte Zahl

02:15.960 --> 02:15.960
nehmen.

02:16.660 --> 02:22.360
Wir haben auch zentrale Momente ausgesucht, also die Mehrheit von x

02:22.360 --> 02:24.120
abzuschneiden, und dann Kraft zu nehmen.

02:24.360 --> 02:25.600
Dies sind zentrale Momente.

02:26.390 --> 02:29.340
Wenn wir eine normale Verteilung haben, besonders haben wir

02:29.340 --> 02:35.080
festgestellt, dass Mu die Erwartung ist, und Sigma² die Variante ist.

02:35.380 --> 02:40.200
Dies gibt also zusätzlichen Sinn zu diesen Parametern.

02:40.720 --> 02:44.060
Dann haben wir die sogenannte Gamma-Verteilung ausgesucht, also eine

02:44.060 --> 02:47.640
randome Variable x, die positiv ist, hat eine solche Verteilung.

02:48.140 --> 02:52.520
Dies ist die Densität für positive t, und dies nennt sich die Gamma

02:52.520 --> 02:53.160
-Verteilung.

02:53.160 --> 02:58.160
Seht, wenn ihr Alpha equal zu 1 stellt, dann erhaltet ihr die

02:58.160 --> 03:00.700
exponentielle Verteilung mit der Parameter Lambda.

03:01.740 --> 03:05.560
Wenn wir eine unabhängige randome Verteilung haben, und die x eine

03:05.560 --> 03:09.960
Gamma -Verteilung hat, seht ihr, die Beta wird fixiert, aber die Alpha

03:09.960 --> 03:14.000
verändert sich, also sieht man, dass y auch eine Gamma-Verteilung hat,

03:14.140 --> 03:18.480
und jetzt ist die Parameter Alpha², und dann die Parameter addieren,

03:18.580 --> 03:20.080
wenn ihr die randomen Verteilungen addiert.

03:20.260 --> 03:24.060
Dies bedeutet, für eine fixierte Beta gibt es eine Konvolution-Formel

03:24.060 --> 03:25.420
in der ersten Parameter.

03:25.600 --> 03:28.880
Wir nennen auch diese Addition-Theorien.

03:29.040 --> 03:31.780
Also haben wir eine Addition-Theorie für die Gamma-Verteilung.

03:33.300 --> 03:39.140
Um dies zu verbessern, haben wir eine sogenannte Beta-Funktion.

03:39.340 --> 03:42.540
Dieser berühmte Intervall nennt sich die Beta-Funktion.

03:43.000 --> 03:47.880
Alpha und Beta sind positive Parameter, und sie können durch die Gamma

03:47.880 --> 03:48.340
-Funktion ausgesprochen werden.

03:48.880 --> 03:52.480
Dies ist also eine wichtige Funktion, und dies gibt auch einen

03:52.480 --> 03:55.760
Aufstieg zu einer neuen Verteilung, die Beta-Verteilung nennt.

03:56.120 --> 04:00.900
Die Densität ist also nichts mehr als das Integral, und man muss es

04:00.900 --> 04:06.520
durch das Reziprokal der rechten Seite verteilen, um ein Integral zu

04:06.520 --> 04:08.760
bekommen, welches ein ist, über den ganzen Raum.

04:09.360 --> 04:14.500
Wenn man identisch verteilte randome Verteilungen hat, z.B.

04:14.580 --> 04:21.200
Z1 und ZK, die normal verteilt sind, dann hat die Summe der

04:21.200 --> 04:26.360
Zehenspitzen eine sogenannte Chi-Zehenspitze-Verteilung mit K-Graden

04:26.360 --> 04:26.940
der Freiheit.

04:27.620 --> 04:29.200
Also diese griechische Zehenspitze-Verteilung.

04:32.940 --> 04:36.020
Dies ist ein besonderer Fall der Gamma-Verteilung.

04:36.260 --> 04:39.740
Wenn man das mit der Gamma-Densität vergleicht, ist es ein besonderer

04:39.740 --> 04:40.000
Fall.

04:40.480 --> 04:44.200
Wir hatten auch ein Konvolution-Theorem, in dem wir die Densität

04:44.200 --> 04:48.060
ausgewertet haben, und dann haben wir endlich die sogenannte

04:48.060 --> 04:53.820
Quantalsfunktion eingeführt, die jede Nummer p, die strikt positiv und

04:53.820 --> 05:00.720
weniger als 1 ist, in etwas, das f-1 von p ist, das das Infimum aller

05:00.720 --> 05:03.600
x ist, sodass f von x mindestens p ist.

05:03.720 --> 05:07.520
Das ist die Quantalsfunktion, und wir haben natürlich Quantale

05:07.520 --> 05:07.540
definiert.

05:07.960 --> 05:09.900
Wir haben spezielle Quantale definiert, z.B.

05:09.960 --> 05:16.000
das Median, das der Quantal ist, der p-einhalb oder 0,5.

05:16.240 --> 05:19.880
Und wenn die gewöhnliche Variante x eine Distribution hat, die

05:19.880 --> 05:24.480
symmetrisch um eine gewöhnliche Werte a ist, also das ist Symmetrie,

05:25.340 --> 05:31.520
dann haben wir gesehen, und das ist eine genügende Bedingung, wenn der

05:31.520 --> 05:37.060
Derivativ von f existiert, der Punkt a ist und positiv ist, dann ist

05:37.060 --> 05:42.300
die Erwartung a, dafür brauchen wir nicht das Derivativ, aber dann

05:42.300 --> 05:46.080
gibt es ein einzigartiges Median, und das ist also auch a.

05:47.260 --> 05:51.820
Diese Bedingung regt nur aus, sagen wir mal, ein konstantes Intervall

05:51.820 --> 05:52.400
von f.

05:53.500 --> 05:57.300
Okay, also das waren die Hauptergebnisse der letzten Lesung.

05:59.760 --> 06:05.200
Okay, wir starten mit einer neuen Verteilung, der Log

06:05.200 --> 06:07.640
-Normalverteilung, die große Bedeutung hat.

06:08.840 --> 06:12.920
In der Finanzmathematik z.B., wenn man an das sogenannte Black-Scholes

06:12.920 --> 06:16.000
-Modell glaubt, was Sie noch kennenlernen, dann folgen eben

06:16.000 --> 06:19.160
Aktienkurse solchen Log-Normalverteilungen.

06:19.880 --> 06:22.440
Das ist ein multiplikatives Modell, wie wir gleich sehen werden.

06:23.620 --> 06:26.800
Eine Zufallsvariable x hat eine Log-Normalverteilung, jetzt kommt

06:26.800 --> 06:30.500
etwas, was Sie gleich vergessen können, aber ich sage Ihnen, was

06:30.500 --> 06:31.060
wichtig ist.

06:31.100 --> 06:34.500
Die Parameter sind µ und σ², genau wie bei der Normalverteilung.

06:35.700 --> 06:38.240
Also µ beliebig, σ² positiv.

06:38.680 --> 06:41.480
Falls x folgende Dichte besitzt, die sieht so aus.

06:42.540 --> 06:48.020
Sie sehen, dort taucht das x auf im Vorfaktor, vorm Exponenten, im

06:48.020 --> 06:48.320
Nenner.

06:48.760 --> 06:51.840
Das ist also für x positiv und ansonsten ist die Dichte gleich null

06:51.840 --> 06:52.240
gesetzt.

06:52.660 --> 06:55.080
Also das wäre die Dichte dieser Log-Normalverteilung.

06:55.580 --> 06:58.580
Ich merke mir die nicht auswendig, aber ich kann sie jederzeit wieder

06:58.580 --> 07:00.180
herleiten und ich sage Ihnen, wie das geht.

07:00.880 --> 07:02.440
Das ist eine ganz einfache Geschichte.

07:02.580 --> 07:05.220
Die Verteilung entsteht nämlich aus der Normalverteilung.

07:05.300 --> 07:06.660
Das ist erstmal die Erzeugungsweise.

07:07.020 --> 07:11.680
Wir schreiben kurz x Schlange Ln Log-Normalverteilung.

07:12.160 --> 07:14.840
Sie hat nämlich was mit dem Logarithmus zu tun, den sieht man da oben

07:14.840 --> 07:15.980
schon, im Exponenten.

07:16.860 --> 07:21.540
Und zwar gilt folgendes, wenn y eine Normalverteilung hat mit µ und

07:21.540 --> 07:29.660
σ², genau dann hat x und x ist nichts anderes als e hoch y hat diese

07:29.660 --> 07:31.200
logarithmische Normalverteilung.

07:32.700 --> 07:35.640
Das heißt, wir haben einfach nur die e-Transformation aus einer

07:36.200 --> 07:36.600
Normalverteilung.

07:37.360 --> 07:40.740
Durch diese Transformation spielt sich dann die gesamte Verteilung nur

07:40.740 --> 07:43.620
ab auf der positiven Halbachse.

07:44.800 --> 07:46.860
Und Sie können auch umgekehrt schließen.

07:46.980 --> 07:50.300
Das heißt, wenn Sie mit so einer Log-Normalverteilung starten, bilden

07:50.300 --> 07:52.980
Sie den Logarithmus dieser Zufallsvariante, dann hat der eine

07:52.980 --> 07:53.920
Normalverteilung.

07:54.460 --> 07:59.980
Sie kommen von e hoch y zurück, von e hoch y zurück zu x, indem Sie

07:59.980 --> 08:02.140
dann einfach den natürlichen Logarithmus bilden.

08:02.140 --> 08:03.760
Das ist also die eine Aussage.

08:04.040 --> 08:06.960
Damit kann man sehr einfach die Verteilung herleiten, denn ich kenne

08:06.960 --> 08:10.940
die Verteilungsfunktion von x und damit kenne ich auch die von y.

08:11.140 --> 08:13.000
Das ist eine einfache monotone Transformation.

08:14.580 --> 08:16.420
Der Erwartungswert sieht so aus.

08:17.400 --> 08:19.300
Der Median ist e hoch µ.

08:19.400 --> 08:22.120
Sie sehen, der Erwartungswert ist größer als der Median.

08:23.300 --> 08:28.940
Und dann gibt es noch etwas, die Stelle, an der die Dichte f ihr

08:28.940 --> 08:34.600
Maximum annimmt, das ist argmax von f, ist e hoch µ minus σ².

08:34.800 --> 08:36.920
Sie sehen, das ist offenbar kleiner als der Median.

08:38.020 --> 08:39.880
Das ist der sogenannte Modalwert.

08:41.080 --> 08:46.640
Insbesondere spricht man von Modalwert bei sogenannten unimodalen

08:46.640 --> 08:50.620
Verteilungen, Dichten, die sozusagen nur ein Maximum haben.

08:52.240 --> 08:53.880
Wir werden gleich hier ein Bild sehen.

08:54.560 --> 08:57.940
Zum Beispiel bei der Normalverteilung wäre der Modalwert genau die

08:57.940 --> 09:00.340
Stelle, wo die Dichte ihr Maximum hat, und das ist µ.

09:01.100 --> 09:03.060
Das ist auf dem neuen Übungsblatt.

09:03.320 --> 09:04.880
Das sind also einfache Übungsaufgaben.

09:05.320 --> 09:07.520
Beim Erwartungswert müssen wir ein bisschen rechnen.

09:08.600 --> 09:12.360
Da ist immer einfach nur die Frage, wie kann ich geschickt dann

09:12.360 --> 09:16.100
substituieren, sodass ich auf irgendein Integral komme, das ich kenne.

09:17.600 --> 09:22.400
Hier nochmal der wichtige Zusammenhang, y normalverteilt, genau dann,

09:22.500 --> 09:25.600
wenn e hoch y, das nennen wir dann x, diese logarithmische

09:25.600 --> 09:26.800
Normalverteilung besitzt.

09:26.880 --> 09:30.720
Die Dichte sieht dann so aus, hier ist x, also das ist die typische

09:30.720 --> 09:33.780
Gestalt, das wäre f von x, für positives x.

09:34.420 --> 09:39.420
Also relativ schnelles Ansteigen und dann fällt es eben, das ist hier

09:39.420 --> 09:42.480
der Modalwert, wo das Maximum angenommen wird.

09:43.260 --> 09:46.600
Danach kommt der Median, also an dieser Stelle ist die Hälfte der

09:46.600 --> 09:47.760
Fläche aufgelaufen.

09:48.340 --> 09:49.620
So können Sie das interpretieren.

09:50.080 --> 09:53.480
Aber der Erwartungswert ist der Schwerpunkt dieser Verteilung und der

09:53.480 --> 09:56.420
Erwartungswert liegt noch rechts vom Median.

09:56.900 --> 09:59.620
Hier geht also wirklich die Masse ein, das geht ja bis unendlich.

09:59.720 --> 10:00.900
Das ist eben das Entscheidende.

10:02.080 --> 10:07.180
In den Erwartungswert geht die andere Masse rechts davon auch noch

10:07.180 --> 10:07.340
ein.

10:07.500 --> 10:09.880
Ich kann ja das nicht bis zu Ende zeichnen.

10:10.580 --> 10:13.420
Das ist hier, man nennt so eine Verteilung rechtsschief, die Dichte

10:13.880 --> 10:14.280
rechtsschief.

10:15.760 --> 10:20.700
Wenn Sie das zum Beispiel spiegeln würden an der Achse, wo der Median

10:20.700 --> 10:23.120
ist, dann hätten Sie eine sogenannte linksschiefe Verteilung.

10:23.600 --> 10:26.780
Die fängt erst langsam an, hat sie irgendwo ein Maximum, dann fällt

10:26.780 --> 10:27.460
sie schnell ab.

10:28.140 --> 10:29.940
Hier, die Verteilung nennt man rechtsschief.

10:30.300 --> 10:31.900
Ist jedenfalls keine symmetrische Dichte.

10:32.920 --> 10:35.240
Folgendes sollte man beachten, stellen Sie sich vor, Sie haben

10:35.240 --> 10:40.320
unabhängige Zufallsvariablen und die haben alle Log-Normalverteilungen

10:40.320 --> 10:45.000
mit unter Umständen unterschiedlichen Parameterpaaren, µj und σj².

10:45.620 --> 10:46.820
So gilt Folgendes.

10:47.220 --> 10:48.380
Nehmen Sie mal das Produkt.

10:50.260 --> 10:52.380
So, ich behaupte, das hat eine Log-Normalverteilung.

10:53.240 --> 10:56.000
Wir kommen also hier bei Produktbildung nicht aus der Klasse der Log

10:56.000 --> 10:57.060
-Normalverteilung raus.

10:57.180 --> 11:00.220
Nun, das ist äquivalent dazu, nachdem was ganz oben steht, wenn ich

11:00.220 --> 11:03.580
zeigen könnte, dass der Logarithmus davon eine Normalverteilung hat,

11:03.620 --> 11:04.280
wäre ich fertig.

11:04.940 --> 11:06.780
Bilden Sie den Logarithmus in Gedanken.

11:07.260 --> 11:09.760
Logarithmus eines Produktes ist Summe der Logarithmen.

11:11.480 --> 11:14.780
Die einzelnen Logarithmen sind normal verteilt und unabhängig.

11:15.000 --> 11:16.500
Und da haben wir das Additionsgesetz.

11:16.500 --> 11:23.000
Also hat das eine logarithmische Normalverteilung und da addieren sich

11:23.000 --> 11:27.840
jeweils auch die Parameter, die µs und die σj² addieren sich auf.

11:29.000 --> 11:32.120
Das heißt, das entspricht dem Additionsgesetz für die

11:32.120 --> 11:35.680
Normalverteilung, entspricht hier einem Multiplikationsgesetz im

11:35.680 --> 11:37.900
Bereich der logarithmischen Normalverteilung.

11:42.780 --> 11:47.060
Gut, hier nochmal das Memo, das war die Quantilfunktion, auf die

11:47.060 --> 11:48.300
möchte ich noch zu sprechen kommen.

11:49.100 --> 11:51.860
Jetzt und zwar mit zwei wichtigen Sätzen.

11:52.220 --> 11:56.980
Das eine ist nochmal die Quantiltransformation und zwar jetzt so, dass

11:56.980 --> 12:00.800
wenn ich mit einer Verteilungsfunktion f starte, dann kann ich

12:00.800 --> 12:04.880
folgendes machen, wenn ich eine Zufallsvariable habe, ich nenne sie u,

12:05.040 --> 12:07.860
die eine Gleichverteilung hat im Einheitsintervall und immer daran

12:07.860 --> 12:10.940
denken, diese Gleichverteilung können Sie simulieren mit Pseudo

12:10.940 --> 12:11.720
-Zufallszahlen.

12:11.720 --> 12:15.940
Dann ist das Entscheidende, diese Aussage, ich bekomme ein x, dadurch,

12:16.080 --> 12:20.480
dass ich einfach die Quantiltransformation auf das u anwende, f hoch

12:20.480 --> 12:24.080
minus 1 von u und hier entsteht eine Zufallsvariable, die die

12:24.080 --> 12:25.480
Verteilungsfunktion f besitzt.

12:26.500 --> 12:30.380
Das bedeutet, ganz konkret beim Simulieren, wenn ich das f hoch minus

12:30.380 --> 12:35.840
1 einfach erhalten kann, dann kann ich sofort, erzeuge erst ein u,

12:36.500 --> 12:39.620
dann bilde diesen Algorithmus f hoch minus 1 von dem u und dann hast

12:39.620 --> 12:43.160
du eine Pseudo-Zufallszahl, die diese Verteilungsfunktion f hat.

12:43.480 --> 12:48.440
Also Simulation von Verteilungen steckt hier hinter, als eine mögliche

12:48.440 --> 12:52.240
Anwendung und man nennt das manchmal auch in dem Bereich die

12:52.240 --> 12:53.700
Inversionsmethode.

12:54.700 --> 12:57.320
Denken Sie einfach auch an die Inverse, manchmal lässt sich eine

12:57.320 --> 13:01.380
Verteilungsfunktion, ist eben streng monoton wachsend und wir können

13:01.380 --> 13:03.020
direkt auch die Inverse bilden.

13:03.700 --> 13:07.060
So entsteht dann eine Zufallsvariable mit Verteilungsfunktion f.

13:07.060 --> 13:08.440
Der Beweis ist ganz einfach.

13:09.680 --> 13:13.840
Wenn ich ein beliebiges x aus R hernehme und ein p, Strick positiv,

13:13.980 --> 13:17.780
Strick kleiner 1, dann gilt folgendes, schauen Sie in die Definition

13:17.780 --> 13:22.580
dort, wenn f von x größer gleich p ist, dann muss notwendigerweise das

13:22.580 --> 13:26.200
x mindestens, also größer gleich f hoch minus 1 von p sein.

13:26.460 --> 13:27.640
Die Umkehrung gilt auch.

13:28.020 --> 13:31.980
Wenn x größer gleich f hoch minus 1 von p ist, dann ist f von x größer

13:31.980 --> 13:32.460
gleich p.

13:34.160 --> 13:38.080
Das heißt, diese Äquivalenz, das ist alles, was wir brauchen.

13:38.840 --> 13:42.320
Wenn wir uns das ansehen, dann können wir jetzt sagen, jetzt versuche

13:42.320 --> 13:44.780
ich mal die Verteilungsfunktion von der Zufallsvariable x zu

13:44.780 --> 13:45.220
bestimmen.

13:45.380 --> 13:48.020
Das ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses x ein Wert anmimmt,

13:48.100 --> 13:50.520
kleiner gleich x, als Funktion von dem kleiner gleich x.

13:50.640 --> 13:53.060
Jetzt setze ich für x ein, f hoch minus 1 von u.

13:53.500 --> 13:54.560
Das ist das, was da oben ist.

13:54.800 --> 13:56.040
Jetzt sehen Sie diese Ungleichung.

13:56.320 --> 13:58.840
Sie müssen jetzt die Ungleichheitszeichen woanders herum lesen.

13:58.920 --> 14:01.380
Ganz auf der rechten Seite steht f hoch minus 1 von p.

14:01.780 --> 14:04.040
Für das p setze ich jetzt ein u.

14:04.600 --> 14:07.580
Sie müssen immer daran denken, das ist ja nur die Abkürzung von die

14:07.580 --> 14:12.040
Wahrscheinlichkeit der Menge aller Klein-Omega aus Groß-Omega mit der

14:12.040 --> 14:16.880
Eigenschaft f hoch minus 1 von u von Omega kleiner gleich x.

14:17.040 --> 14:18.460
Das ist immer unsere Abkürzung.

14:19.360 --> 14:23.000
Und f hoch minus 1 von u von Omega kleiner gleich x, u von Omega ist

14:23.000 --> 14:26.440
unser Klein-x da drüben, in der Ungleichung direkt drüber.

14:27.140 --> 14:29.560
Das heißt, wenn ich das einsetze, dann sieht man, das ist die

14:29.560 --> 14:33.120
Wahrscheinlichkeit, dass das u das entspricht dem p, jetzt links vom

14:33.120 --> 14:35.720
Äquivalenzpfeil, kleiner gleich f von x ist.

14:37.000 --> 14:39.620
So, das u hat aber eine Gleichverteilung auf dem Einheitsintervall.

14:39.700 --> 14:42.820
Die Wahrscheinlichkeit, dass u kleiner gleich einem Wert ist, ist die

14:42.820 --> 14:45.060
Länge des Intervalls von 0 bis zu diesem Wert.

14:45.620 --> 14:46.840
Und der Wert ist f von x.

14:47.060 --> 14:50.940
Also kommt daraus f von x und damit sehen wir, das galt für jedes x

14:50.940 --> 14:54.480
aus R, die Verteilungsfunktion von dieser Zufallswahl ist das f.

14:55.780 --> 14:57.060
Ganz einfacher Beweis.

14:58.880 --> 15:00.500
Ok, direkte Anwendung.

15:00.840 --> 15:03.700
Wir haben das sogar schon gehabt, ohne die Quantiltransformation zu

15:03.700 --> 15:03.940
kennen.

15:04.820 --> 15:06.800
Exponentialverteilung, die kann man sehr einfach erzeugen.

15:07.520 --> 15:10.280
Die Verteilungsfunktion der Exponentialverteilung sieht so aus.

15:10.900 --> 15:12.780
Also 1 minus irgendein Lambda x.

15:13.020 --> 15:16.560
Das können Sie direkt, wenn Sie das gleich p setzen, können Sie direkt

15:16.560 --> 15:20.160
das p-Quantil ausrechnen, die Gleichung nach x auflösen.

15:20.260 --> 15:23.860
Das heißt, setzen wir das gleich p, f von x gleich p, dann sehen Sie,

15:23.980 --> 15:28.120
müssen das 1 minus rüberbringen, dann müssen Sie e hoch wegbringen,

15:28.260 --> 15:32.720
das heißt, Sie müssen den Logarithmus bilden und um dann an das x zu

15:32.720 --> 15:36.180
kommen, müssen Sie nochmal mit minus 1 multiplizieren und dann nochmal

15:36.180 --> 15:37.540
durch Lambda teilen.

15:37.640 --> 15:40.200
So kommen Sie an das x, das heißt, wir lösen das direkt auf und

15:40.200 --> 15:41.240
erhalten x ist das.

15:42.220 --> 15:43.120
Direkt aus dem p.

15:43.840 --> 15:46.560
Jetzt sehen Sie, Sie haben hier die Abbildung f von minus 1, Sie haben

15:46.560 --> 15:49.520
hier direkt die Umkehrabbildung und das bedeutet, wenn Sie jetzt

15:49.520 --> 15:53.120
starten, x ist jetzt minus 1 durch Lambda, sehen Sie, Logarithmus von

15:53.120 --> 15:55.900
1 minus u hat diese Exponentialverteilung.

15:55.980 --> 15:59.060
Sie können sie so einfach erzeugen und wir hatten das schon am Anfang

15:59.060 --> 16:03.320
gehabt, nachdem wir die Exponentialverteilung hatten, haben wir diesen

16:03.320 --> 16:05.340
Zusammenhang mit der Gleichverteilung schon gehabt.

16:06.200 --> 16:09.380
Also immer wenn Sie f auf minus 1 sehr einfach haben, dann haben Sie

16:09.380 --> 16:12.780
eine gute Möglichkeit, direkt eine Zufallsvariable zu erzeugen mit

16:12.780 --> 16:15.260
dieser Verteilungsfunktion f.

16:17.700 --> 16:21.660
Ja, nochmal das Ganze, eine weitere Folie und auch eine wichtige

16:21.660 --> 16:24.580
Transformation, jetzt geht es in die andere Richtung, die

16:26.520 --> 16:26.920
Wahrscheinlichkeitsintegraltransformation.

16:28.160 --> 16:31.640
So, hier sehen Sie etwas, was blau unterlegt ist.

16:31.920 --> 16:34.700
Sie haben eine Zufallsvariable mit stetiger Verteilungsfunktion.

16:34.820 --> 16:37.840
Das ist hier eine notwendige und hinreichende Bedingung für das, was

16:37.840 --> 16:38.400
jetzt kommt.

16:39.340 --> 16:40.140
Stetige Verteilungsfunktion.

16:40.820 --> 16:45.040
Dann hat, jetzt sehen Sie, jetzt bilden wir auf das x, lassen wir das

16:45.040 --> 16:45.620
f los.

16:47.020 --> 16:49.920
Und da f eine Verteilungsfunktion ist, die Werte, die rauskommen, sind

16:49.920 --> 16:51.040
Werte im Einheitsintervall.

16:51.140 --> 16:56.460
Das heißt, diese Zufallsvariable u als f von X hat, nimmt nur Werte an

16:56.460 --> 16:57.720
im Intervall von 0 bis 1.

16:57.880 --> 17:01.320
Und ich behaupte, da kommt die Gleichverteilung raus im

17:01.320 --> 17:02.140
Einheitsintervall.

17:05.910 --> 17:07.350
Hier brauche ich aber die Stetigkeit.

17:08.050 --> 17:09.930
Wenn ich die nicht hätte, sieht man sofort, wenn die

17:09.930 --> 17:12.030
Verteilungsfunktion unstetig ist, habe ich Sprungstellen.

17:12.570 --> 17:13.230
Mindestens eine.

17:14.030 --> 17:16.350
Und dann können gewisse Werte im Einheitsintervall gar nicht

17:16.350 --> 17:17.170
angenommen werden.

17:17.330 --> 17:19.550
Das kann überhaupt nicht die Gleichverteilung rauskommen.

17:19.650 --> 17:22.070
Es können nicht nur einzelne Werte, sondern ganze Intervalle können

17:22.070 --> 17:22.970
nicht angenommen werden.

17:23.610 --> 17:26.790
Das heißt, die Stetigkeit ist hier eine notwendige Bedingung, damit

17:26.790 --> 17:28.470
hier die Gleichverteilung rauskommen kann.

17:30.130 --> 17:31.770
Die Bedingung ist aber auch hinreichend.

17:32.070 --> 17:35.190
Man nennt erstmal diese Transformation, die dem x zuordnet, f von X

17:37.030 --> 17:37.450
Wahrscheinlichkeitsintegraltransformation.

17:37.750 --> 17:38.290
So heißt die.

17:39.930 --> 17:41.490
So sehen wir uns mal den Beweis an.

17:42.270 --> 17:46.710
Es gilt, das, was wir eben schon hatten, f von x größer gleich p,

17:46.830 --> 17:49.950
genau dann, wenn x größer gleich f hoch minus 1 von p ist.

17:50.250 --> 17:51.110
Das ist das eine.

17:51.710 --> 17:56.410
Dann die Verteilungsfunktion f, wenn ich sie auswerte an dieser

17:56.410 --> 18:00.530
Stelle, f hoch minus 1 von p, oben sehen, das ist das Infimum aller x

18:00.530 --> 18:02.090
mit f von x größer gleich p.

18:02.470 --> 18:04.470
Der Funktionswert ist auch größer gleich p.

18:04.570 --> 18:06.870
Ich habe rechtzeitige Stetigkeit, das ist wichtig.

18:07.110 --> 18:09.150
f an dieser Stelle ist größer gleich p.

18:10.110 --> 18:12.730
Es könnte Ihnen aber passieren, dass hier strikt größer steht.

18:14.870 --> 18:18.490
Wenn Sie dort mit dem p in einen Sprungintervall reinlaufen.

18:18.770 --> 18:20.650
Wir haben das schon bei der Quantilfunktion gehabt.

18:20.750 --> 18:21.630
Wir haben ein Bild gesehen.

18:22.170 --> 18:26.650
Es ist aber f von f hoch minus 1 von p gleich p, falls wirklich dort

18:26.650 --> 18:28.690
der Wert p angenommen wird.

18:29.010 --> 18:32.490
Falls es ein x gibt mit f von x gleich p, dann kommt da auch der Wert

18:32.490 --> 18:33.250
gleich p raus.

18:33.370 --> 18:33.930
Das brauchen wir.

18:33.990 --> 18:34.630
Mehr brauchen wir nicht.

18:35.170 --> 18:36.130
Jetzt mache ich Folgendes.

18:36.730 --> 18:40.470
Ich rechne erstmal die Wahrscheinlichkeit aus, dass dieses f von x

18:40.470 --> 18:41.850
kleiner ist als p.

18:41.970 --> 18:43.910
Das ist natürlich noch nicht die Verteilungsfunktion.

18:44.310 --> 18:45.910
Da müsste ich kleiner gleich haben.

18:46.710 --> 18:47.650
Ich mache erstmal kleiner.

18:48.050 --> 18:49.830
Kleiner ist insofern besonders einfach.

18:50.210 --> 18:55.030
Schauen Sie sich diese Ungleichungsäquivalenz an, wo der Beweis steht.

18:55.670 --> 18:59.370
Es gilt natürlich dann auch, f von x ist kleiner p, genau dann, wenn,

18:59.450 --> 19:01.950
jetzt müssen Sie auf der rechten Seite auch größer gleich durch

19:01.950 --> 19:06.050
kleiner ersetzen, wenn x kleiner f hoch minus 1 von p ist.

19:06.470 --> 19:09.530
Das heißt, das ist gleichbedeutend damit, ist die Wahrscheinlichkeit,

19:09.670 --> 19:12.350
dass x kleiner ist als f hoch minus 1 von p.

19:14.310 --> 19:17.210
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zufallswert kleiner ist als ein

19:17.210 --> 19:20.610
Wert, wissen wir, ist der linksseitige Grenzwert der

19:20.610 --> 19:22.570
Verteilungsfunktion an dieser Stelle.

19:22.830 --> 19:25.930
Also ist das Verteilungsfunktion, jetzt sehen Sie den linksseitigen

19:25.930 --> 19:30.590
Grenzwert, f hoch minus 1 von p minus, heißt linksseitiger Grenzwert.

19:30.710 --> 19:33.530
Nun ist aber die Verteilungsfunktion f stetig.

19:34.030 --> 19:38.750
Der linksseitige Grenzwert ist gleich dem Funktionswert an der Stelle,

19:38.850 --> 19:43.430
das ist also f von f hoch minus 1 von p und f von f hoch minus 1 von p

19:43.430 --> 19:45.830
steht schräg links drüber, ist p.

19:46.510 --> 19:50.890
Das heißt, wir erhalten für jedes p, strikt zwischen 0 und 1, ist

19:50.890 --> 19:52.670
diese Wahrscheinlichkeit gleich p?

19:52.830 --> 19:54.350
Na, ich will aber auf das kleiner gleich kommen.

19:54.650 --> 19:57.110
Und dann nutze ich jetzt die Stetigkeit von oben aus, und

19:57.750 --> 19:58.970
Wahrscheinlichkeitsmaß ist stetig von oben.

19:59.390 --> 20:04.130
Das heißt, diese Wahrscheinlichkeit erhalte ich als ein Grenzwert der

20:04.130 --> 20:08.430
Wahrscheinlichkeiten f von x strikt kleiner p plus 1 durch n.

20:08.590 --> 20:11.010
Und wenn ich n gegen unendlich gehen lasse, erhalte ich das.

20:12.570 --> 20:15.790
Das heißt, das Wahrscheinlichkeitsmaß p, oder hier die Verteilung von

20:15.790 --> 20:18.590
x oder von f von x, stetig von oben.

20:19.010 --> 20:22.350
Und Sie sehen hier, bei kleiner habe ich natürlich immer den Wert, der

20:22.350 --> 20:24.290
da rechts steht, also p plus 1 durch n.

20:24.390 --> 20:27.230
Und der Lime ist p plus 1 durch n für n gegen unendliches p.

20:27.910 --> 20:31.570
Das heißt, wir sehen, ganz egal wie das p ist im Einheitsintervall,

20:31.570 --> 20:34.170
die Wahrscheinlichkeit f von x kleiner gleich p ist p.

20:34.650 --> 20:37.590
Und damit haben wir nachgewiesen, dass eine Gleichverteilung

20:37.590 --> 20:38.110
herauskommt.

20:38.930 --> 20:41.390
Diese Transformation ist wichtig, auch in der Statistik.

20:41.990 --> 20:47.710
Es gibt sehr viele Tests, die wenig Verteilungsvoraussetzungen machen,

20:48.610 --> 20:51.790
die dann nur auf sogenannten Rängen basieren, auf geordneten

20:51.790 --> 20:52.530
Stichproben.

20:52.890 --> 20:53.670
Wichtige Tests.

20:54.570 --> 20:58.630
Und die benutzen zur Behandlung der Theorie diese Transformation,

20:58.630 --> 21:00.550
diese Wahrscheinlichkeitsintegral-Transformation.

21:01.850 --> 21:03.530
Das ist also eine Reduktion.

21:06.830 --> 21:10.490
Ich möchte abschließend in dem Kapitel noch einen wichtigen Begriff

21:10.490 --> 21:12.930
ansprechen, nämlich den der Kovarianzmatrix.

21:14.950 --> 21:18.770
Wir werden alle Vektoren jetzt als Spaltenvektoren verstehen und für

21:18.770 --> 21:22.590
den Spaltenvektor x sei x oben transponiert der zu x transponierte

21:22.590 --> 21:23.350
Zeilenvektor.

21:23.630 --> 21:26.510
Spaltenvektoren deshalb, das ist manchmal bequem, wie schon mal

21:26.510 --> 21:29.870
gesagt, wenn wir dann mit Matrizen multiplizieren, also Matrix A mal

21:29.870 --> 21:31.010
ein Vektor.

21:31.190 --> 21:34.570
Das ist dann besonders schön, also Spaltenvektoren sein das ab jetzt.

21:35.410 --> 21:37.970
Jeder auftretende Erwartungswert möge existieren.

21:38.190 --> 21:39.750
Das muss man dann jeweils nachprüfen.

21:40.130 --> 21:41.630
Damit halte ich mich jetzt nicht auf.

21:41.850 --> 21:43.710
Und jetzt kommt folgendes.

21:44.790 --> 21:45.470
Eine Schreibweise.

21:45.910 --> 21:48.770
Stellen Sie sich vor, Z ist eine zufällige Matrix.

21:49.030 --> 21:52.950
Sie sehen, diese Zij sind Zufallsvariablen, reelle Zufallsvariablen,

21:53.030 --> 21:55.190
die wir jetzt in Form einer Matrix anordnen.

21:56.110 --> 21:58.690
Wenn Sie so wollen, ist das nichts anderes auch als ein Zufallsvektor.

21:59.370 --> 22:02.210
Ich kann die natürlich auch zahlenweise hintereinanderschreiben wie

22:02.210 --> 22:03.110
einen ganz langen Vektor.

22:03.190 --> 22:05.130
Das ist jetzt einfach eine zufällige Matrix.

22:06.650 --> 22:11.070
Also eine m kreuz n dimensionale Matrix hier.

22:11.670 --> 22:12.710
Zufallsvektor in der Form.

22:12.950 --> 22:17.070
Und jetzt definieren wir einfach der Erwartungswert von diesem Z, dass

22:17.070 --> 22:20.210
wir das komponentenweise machen, nämlich jeder Eintrag, bei jedem

22:20.210 --> 22:22.150
Eintrag wird der Erwartungswert gebildet.

22:22.310 --> 22:25.530
Erwartungswert einer Matrix ist Matrix der Erwartungswerte.

22:27.910 --> 22:31.250
Also insbesondere sieht man, ich habe jetzt auch den Erwartungswert

22:31.250 --> 22:34.570
eines Zufallsvektors definiert, ist einfach der Vektor der

22:34.570 --> 22:37.090
Erwartungswerte der Komponenten.

22:37.450 --> 22:39.690
Es ist also bequem, das so zu machen.

22:40.070 --> 22:44.090
Jetzt kommen die Begriffe Erwartungswert, Vektor und Kovariancematrix.

22:44.770 --> 22:47.350
Stellen Sie sich vor, Sie haben einen k-dimensionalen Zufallsvektor,

22:47.530 --> 22:51.290
die Einträge sind reellwertige Zufallsvariablen hier, die Komponenten.

22:51.670 --> 22:54.410
Dann ist eben E von X in dem Sinne oben.

22:54.830 --> 22:59.670
Ich nehme also nichts anderes als den Vektor der Erwartungswerte und

22:59.670 --> 23:01.210
schreibe ihn dann als Spaltenvektor.

23:01.650 --> 23:03.930
Das nennt man den Erwartungswertvektor von X.

23:04.630 --> 23:08.370
Und jetzt kommt eine Matrix, Sigma von X, wird die üblicherweise

23:08.370 --> 23:08.990
bezeichnen.

23:09.410 --> 23:12.870
Das ist nichts anderes als die Matrix, die aus den Kovarianzen

23:12.870 --> 23:13.290
besteht.

23:13.490 --> 23:17.490
Sie sehen in der Idenzeile und in der J-Spalte steht die Kovariance

23:17.490 --> 23:18.990
von XI und XJ.

23:19.350 --> 23:22.470
So erhalten Sie eine Matrix, in dem Fall eine K-Kreuz-K-Matrix.

23:22.810 --> 23:24.510
Das ist die Kovariancematrix von X.

23:25.270 --> 23:28.470
Speziell in der Diagonalen, wenn Sie I gleich J setzen bei dieser

23:28.470 --> 23:31.650
Kovariancematrix, die Kovariance von XI mit sich selbst ist die

23:31.650 --> 23:32.250
Varianz.

23:32.810 --> 23:34.630
In der Diagonalen stehen also die Varianzen.

23:36.110 --> 23:38.930
Und außerhalb der Diagonalen die echten Kovarianzen zwischen

23:38.930 --> 23:39.970
verschiedenen Komponenten.

23:40.890 --> 23:44.490
Sie können sofort sagen, naja, wenn die Komponenten unabhängig sind,

23:44.590 --> 23:47.070
dann sind die Kovarianzen alle null und schon erhalte ich eine

23:47.070 --> 23:48.190
Diagonalmatrix.

23:48.410 --> 23:50.530
Dann ist die Kovariancematrix eine Diagonalmatrix.

23:51.510 --> 23:54.230
Und wir wissen, bei Unabhängigkeit sind die Kovarianzen null.

23:55.910 --> 23:56.070
Okay.

23:56.570 --> 23:57.730
Also das wäre hier eine Bildung.

23:58.270 --> 23:59.290
So, nochmal das Memo.

23:59.710 --> 24:02.890
Das wäre die Kovariancematrix, die Matrix der Kovarianzen.

24:02.990 --> 24:04.770
Und wie war nochmal die Kovariance definiert?

24:05.450 --> 24:07.030
Sie sehen, es ist ein Erwartungswert.

24:07.130 --> 24:11.070
Ich habe vorher zentriert XI, davon wird der Erwartungswert

24:11.070 --> 24:14.070
subtrahiert, von XJ dort auch, dann nehme ich das Produkt und dann

24:14.070 --> 24:16.110
bilde ich den Erwartungswert.

24:16.830 --> 24:17.750
So war das definiert.

24:17.850 --> 24:18.870
Folgendes sollte man beachten.

24:19.690 --> 24:24.270
Man kann die Kovariancematrix kurz so schreiben als Erwartungswert.

24:25.270 --> 24:30.370
Jetzt sehen Sie, der Spaltenvektor X-EvanX ist ein Spaltenvektor, mal

24:30.370 --> 24:32.810
der Zeilenvektor X-EvanX.

24:36.910 --> 24:39.090
Wenn Sie das ausschreiben, sieht das so aus.

24:39.270 --> 24:40.350
Das wäre der Spaltenvektor.

24:40.950 --> 24:42.270
Da sehen Sie immer die Komponenten.

24:42.270 --> 24:44.670
X1-EvanX1 und so weiter.

24:44.770 --> 24:47.970
Xn-EvanXn mal und das ist der Zeilenvektor.

24:48.350 --> 24:49.990
Hier entsteht die zufällige Matrix.

24:50.810 --> 24:55.590
Nehmen Sie das oberste Element X1-EvanX1 mal jetzt sehen Sie dort von

24:55.590 --> 25:00.570
dem Zeilenvektor die erste Komponente X1-EvanX1 und Sie haben X1

25:00.570 --> 25:04.450
-EvanX1 in Klammern zum Quadrat und davon den Erwartungswert haben Sie

25:04.450 --> 25:05.030
die Varianz.

25:05.850 --> 25:09.150
Bilden Sie die oberste Komponente vom Spaltenvektor, multiplizieren

25:09.150 --> 25:12.470
Sie mit der zweiten Komponente des Zeilenvektors und Sie erhalten die

25:12.470 --> 25:14.250
Kovarianz von X1 und X2.

25:15.410 --> 25:18.870
Sie sollten insbesondere auch sehen, wenn ich dort gar keinen Vektor

25:18.870 --> 25:22.130
habe, sondern ich habe wirklich zufallsweise, dann ist natürlich

25:22.130 --> 25:24.890
transponiert überflüssig.

25:24.990 --> 25:29.430
Das heißt, da steht oben nichts anderes als X-EvanX mal X-EvanX und

25:29.430 --> 25:32.170
schon haben Sie X-EvanX in Klammern zum Quadrat und Sie haben die

25:32.170 --> 25:32.590
Varianz.

25:36.300 --> 25:39.720
Hieraus ergeben sich unmittelbar folgende Rechenregeln für Sie als

25:39.720 --> 25:40.440
Übungsaufgabe.

25:40.440 --> 25:44.160
Sie müssen einfach nur die Eigenschaften des Erwartungswertes

25:44.160 --> 25:47.560
ausnutzen als linearen Operator.

25:48.380 --> 25:52.980
Wir haben auch gesehen, die Kovarianz ist ein bilinearer Operator.

25:53.740 --> 25:58.080
Also wenn ich so einen Zufallsvektor habe, B sei ein Spaltenvektor aus

25:58.080 --> 26:03.140
dem RhoN und A sei eine n-Kreuz-K-Matrix, dann können Sie Folgendes

26:03.140 --> 26:03.640
bilden.

26:04.080 --> 26:07.340
Sie können den neuen Zufallsvektor A mal X plus B bilden.

26:07.580 --> 26:09.980
Das ist jetzt ein n-dimensionaler Zufallsvektor.

26:10.180 --> 26:12.800
Sie sehen die Matrizenmultiplikation harmoniert.

26:12.980 --> 26:16.200
A ist n-Kreuz-K und X ist ein K-Kreuz-1-Vektor.

26:17.360 --> 26:19.820
Und Sie können natürlich fragen, was ist der Erwartungswertvektor

26:19.820 --> 26:20.300
hiervon.

26:20.760 --> 26:22.760
Und die Regel ist wie im eindimensionalen.

26:23.000 --> 26:26.340
Die Matrix A ist wie eine Konstante, die ziehen Sie nach vorne und das

26:26.340 --> 26:27.160
B ist additiv.

26:27.260 --> 26:30.140
Das heißt nichts anderes als A mal E von X plus B.

26:31.160 --> 26:33.800
Bei der Kovarianzmatrix sieht das etwas anders aus.

26:33.860 --> 26:37.320
Wenn Sie die jetzt bilden, dann sieht man allein schon, durch diese

26:37.320 --> 26:40.840
Differenzbildung X minus E von X hebt sich das B weg.

26:40.960 --> 26:41.840
Das spielt gar keine Rolle.

26:43.040 --> 26:46.540
Und die Matrix A muss in irgendeiner Weise quadratisch eingehen.

26:47.140 --> 26:50.780
Sie wissen, die Varianz von klein A mal X wenn X eine Zufallsvariante

26:50.780 --> 26:52.500
ist, ist A-Quadrat mal Varianz von X.

26:53.220 --> 26:55.720
Das muss sich natürlich hier widerspiegeln, auch im Bereich der

26:55.720 --> 26:56.560
Zufallsvektoren.

26:57.340 --> 26:58.520
Und hier kommt Folgendes raus.

26:58.960 --> 27:03.260
Sie sehen, es ist die Matrix A mal die Kovarianzmatrix von X mal A

27:03.260 --> 27:04.060
transponiert.

27:05.160 --> 27:06.860
Das ist eben das Quadratische.

27:07.000 --> 27:11.500
A geht als Vorfaktor ein und noch die transponierte von A ganz hinten.

27:13.560 --> 27:15.700
Das wäre hier eine einfache Übungsaufgabe.

27:16.040 --> 27:18.940
Die Rechenregeln sind wichtig für Erwartungswertvektoren und

27:18.940 --> 27:19.840
Kovarianzmatrix.

27:21.440 --> 27:26.040
Folgendes ist jetzt bei Kovarianzmatrixen, also muss man wissen, das

27:26.040 --> 27:28.960
ist eine wichtige Eigenschaft, die Kovarianzmatrix ist positiv

27:28.960 --> 27:31.560
semidefinit, jede Kovarianzmatrix.

27:31.560 --> 27:33.580
Das sieht man wie folgt ein.

27:34.680 --> 27:39.140
Also, Sigma von X ist symmetrisch und positiv semidefinit.

27:39.920 --> 27:44.460
Es kann sein, dass die Matrix entartet ist, also nicht regulär, nicht

27:44.460 --> 27:45.260
invertierbar.

27:46.180 --> 27:46.740
Singulär.

27:46.980 --> 27:50.660
Die Matrix ist singulär, genau dann, wenn Folgendes passiert, wenn die

27:50.660 --> 27:53.880
Verteilung von X in irgendeiner Weise entartet ist.

27:54.520 --> 27:58.920
Also genau dann, wenn es gibt einen Vektor C aus dem RK, C ist vom

27:58.920 --> 28:03.300
Nullvektor verschieden, es gibt dann noch eine reelle Zahl Gamma, dass

28:03.300 --> 28:07.660
dann Folgendes passiert, die Wahrscheinlichkeit, dass diese Beziehung

28:07.660 --> 28:11.560
besteht, C transponiert mal X ist Gamma, die Wahrscheinlichkeit ist 1.

28:11.900 --> 28:18.280
Mit anderen Worten, die Komponenten des Zufallsvektors X, nämlich X1

28:18.280 --> 28:23.720
bis XK, liegen mit Wahrscheinlichkeit 1 in einer Hyper-Ebene des RK.

28:24.660 --> 28:27.840
K-1-dimensional, höchstens von der Dimension her.

28:28.240 --> 28:32.580
Das bedeutet, nicht invertierbar, genau dann, wenn ich so ein C habe

28:33.500 --> 28:35.600
und so ein Gamma, und das kann ich so beschreiben, die

28:35.600 --> 28:38.700
Wahrscheinlichkeit, dass X in so eine Hyper-Ebene H fällt, die

28:38.700 --> 28:41.280
natürlich beschrieben ist, dort oben durch diese Gleichung, es sind

28:41.280 --> 28:45.900
diejenigen kleinen X im RK mit der Eigenschaft C transponiert X ist

28:45.900 --> 28:46.260
Gamma.

28:47.620 --> 28:53.320
Das bedeutet, im RK kann das sein, eine Ebene, es kann aber noch

28:53.320 --> 28:56.900
weiter entartet sein, dass sich im RK alles nur auf einer Geraden

28:56.900 --> 28:57.500
abspielt.

28:58.280 --> 29:01.180
Schlimmstenfalls, dass ich eine degenerierte Verteilung habe, in einem

29:01.180 --> 29:01.580
Punkt.

29:03.960 --> 29:08.400
Aber die Kurvarianzmatrix ist eben nicht invertierbar, genau dann,

29:08.520 --> 29:14.620
wenn sich die Verteilung komplett konzentriert auf eine K-1

29:14.620 --> 29:17.820
-dimensionale Hyper-Ebene, und die wird eben H hier genannt.

29:18.720 --> 29:19.360
Beweis.

29:20.560 --> 29:24.600
Die Symmetrie ist klar, Kurvarianzmatrix, Sie sehen dort, Kurvarianz

29:24.600 --> 29:26.720
ist symmetrisch in XI und XJ.

29:27.000 --> 29:29.340
Wir haben eine symmetrische Matrix, das ist einfach.

29:29.920 --> 29:34.340
Wir nehmen uns einen beliebigen Vektor C her, aus dem RK, und

29:34.340 --> 29:39.220
betrachten jetzt mal diese Doppelsumme, CI mal CJ, Kurvarianz XI und

29:39.220 --> 29:39.640
XJ.

29:40.140 --> 29:42.940
Sie wissen, aus der linearen Algebra, ich muss nachweisen, hier kommt

29:42.940 --> 29:44.640
ein Wert raus, der größer gleich Null ist.

29:44.720 --> 29:48.340
Ganz egal, wie ich die Cs gewählt habe, dann habe ich positive

29:49.140 --> 29:49.620
Semidefinität.

29:50.260 --> 29:54.760
Nun aber, das ist nichts anderes als, die Kurvarianz ist bilinear, als

29:54.760 --> 30:01.000
die Kurvarianz von Summe CI XI, I von 1 bis K, und Summe J von 1 bis

30:01.000 --> 30:02.260
K, CJ XJ.

30:03.000 --> 30:05.440
Wir wissen, wir können die Summen nach vorne ziehen, die Konstanten

30:05.440 --> 30:09.020
nach vorne ziehen, aber Sie sehen, diese beiden Summen sind identisch,

30:09.100 --> 30:11.260
einmal wird nur über I summiert und einmal über J.

30:11.860 --> 30:15.420
Da steht also nichts anderes als Kurvarianz einer Zufallswahl mit sich

30:15.420 --> 30:17.940
selbst, und das ist eine Varianz.

30:17.940 --> 30:21.900
Das bedeutet, diese Kurvarianz ist die Varianz dieser Summe, und ich

30:21.900 --> 30:25.080
könnte jetzt kurz schreiben, für diese Summe CJ XJ ist das

30:25.080 --> 30:27.440
Skalarprodukt C transponiert X.

30:28.240 --> 30:30.980
Also habe ich eine Varianz, und die Varianz ist immer größer gleich

30:30.980 --> 30:31.200
Null.

30:31.820 --> 30:34.260
Damit haben wir die positive Semidefinität.

30:35.400 --> 30:37.960
Jetzt sieht man natürlich auch sofort, wann die Entartung kommt.

30:38.300 --> 30:41.800
Wir wissen, wann kann denn eine Varianz einer Zufallswahl Null sein?

30:42.260 --> 30:45.480
Die ist genau dann Null, wenn diese Zufallswahl mit Wahrscheinlichkeit

30:45.480 --> 30:47.380
1 nur einen einzigen Wert annimmt.

30:47.960 --> 30:53.360
Das heißt, diese Varianz ist Null, wenn C transponiert X einen

30:53.360 --> 30:54.420
einzigen Wert annimmt.

30:55.120 --> 31:00.280
Sigma ist singulär, genau dann, wenn es ein C gibt, aus dem RK, was

31:00.280 --> 31:03.240
nicht der Nullvektor ist, und jetzt kommt da Null raus.

31:08.740 --> 31:10.460
Nicht der Nullvektor, wohlgemerkt.

31:10.520 --> 31:13.840
Und das ist natürlich genau dann der Fall, wenn es ein C gibt,

31:14.100 --> 31:18.360
ungleich Null, und wenn es ein Gamma gibt, derart, dass C transponiert

31:18.360 --> 31:21.720
X diese Zufallswahl, deren Varianz Null ist, nur diesen Wert Gamma

31:21.720 --> 31:22.120
annimmt.

31:22.840 --> 31:23.640
Und das war zu zeigen.

31:25.040 --> 31:31.040
Sie sehen, Kurvarianzmatrizen sind im Allgemeinen strikt positiv

31:31.040 --> 31:34.180
definiert, es sei denn, es liegt ein Entartungsfall vor.

31:34.540 --> 31:35.500
Das ist die Warnung hier.

31:36.320 --> 31:38.240
Und man hat ein einfaches Beispiel hierzu.

31:40.240 --> 31:42.680
Nämlich Multinomialverteilung.

31:43.480 --> 31:48.700
Die haben wir gehabt, das ist lange her, war ein Zufallsvektor, den

31:48.700 --> 31:52.440
müssen Sie immer assoziieren mit Experimenten mit S verschiedenen

31:52.440 --> 31:55.440
Ausgängen, Treffer erster Art und so weiter, Treffer erster Art.

31:57.700 --> 32:00.480
das sei so ein Vektor X, der habe diese Multinomialverteilung, und

32:00.480 --> 32:03.540
damals haben wir hergeleitet, die Komponenten sind jeweils binomial

32:03.540 --> 32:06.940
verteilt, das heißt, die Varianzen, das haben wir in Kapitel 14

32:06.940 --> 32:11.260
gemacht von xj, ist N mal pj mal 1 minus pj, kommt von der

32:11.700 --> 32:12.320
Binomialverteilung her.

32:12.620 --> 32:16.640
Und die Kurvarianzen kennen wir auch, die sind N minus N mal pi mal

32:16.640 --> 32:17.040
pj.

32:18.180 --> 32:21.440
An die sind wir ohne große Rechnung gekommen, durch einen Trick, weil

32:21.440 --> 32:24.460
nämlich auch xj plus xj binomial verteilt ist.

32:24.820 --> 32:27.740
Das war der Hintergrund, um sehr schnell an diese Kurvarianz zu

32:27.740 --> 32:27.960
kommen.

32:28.500 --> 32:31.620
So, jetzt kann man das sofort hinschreiben, das gilt eben für alle i

32:31.620 --> 32:33.040
ungleich j, diese Kurvarianz.

32:33.560 --> 32:36.520
Also gilt sigma von x, jetzt sehen Sie, hier habe ich das kompakt

32:36.520 --> 32:40.840
geschrieben, N mal, und dann steht da Klammer auf pi mal delta ij,

32:40.940 --> 32:42.580
delta j ist das Kronecker-Symbol.

32:42.840 --> 32:47.100
Das bedeutet, es ist 1, wenn i gleich j ist und 0, wenn i ungleich j

32:47.100 --> 32:47.360
ist.

32:48.340 --> 32:50.920
Nehmen Sie erstmal den Fall i ungleich j, dann fällt das weg, dann

32:50.920 --> 32:54.120
würde da einfach stehen, minus N mal pi mal pj, das wäre dann die

32:54.120 --> 32:54.620
Kurvarianz.

32:55.780 --> 33:00.980
Setzen Sie mal i gleich j, dann würde da stehen, N mal pj mal 1 minus

33:00.980 --> 33:05.540
pj Quadrat, das ist N mal pj mal Klammer auf 1 minus pj, und das ist

33:05.540 --> 33:06.940
die Varianz, wie es sein muss.

33:07.040 --> 33:09.560
Das heißt, wir können die Kurvarianzmatrix so kompakt hinschreiben,

33:09.960 --> 33:13.140
und jetzt sollen Sie die Aufgabe lösen, zeigen Sie bitte, dass diese

33:13.140 --> 33:14.380
Matrix singulär ist.

33:15.380 --> 33:18.280
Wenn Sie das jetzt in der Linie ein Algebra vorgelegt bekommen, dann

33:18.280 --> 33:20.140
würden Sie vielleicht die Matrix mal hinschreiben und würden

33:20.140 --> 33:22.680
vielleicht überlegen, wie komme ich da irgendwie ran?

33:22.820 --> 33:26.120
Und bei uns ist das jetzt trivial, wir wissen, wann die singulär ist,

33:26.600 --> 33:28.080
wenn eine Entartung besteht.

33:28.300 --> 33:34.200
Nun, wir wissen, die Matrix ist singulär, ohne zu rechnen, weil die

33:34.200 --> 33:37.140
Wahrscheinlichkeit, die Summe der Komponenten gleich N ist, ist 1.

33:38.360 --> 33:41.860
Das war Bestandteil der Herleitung dieser Multinomialverteilung.

33:42.720 --> 33:45.140
Groß xj ist die Anzahl der Treffer jter Art.

33:47.080 --> 33:50.760
Und die Anzahlen, die Trefferanzahlen, addieren sich auf zur

33:50.760 --> 33:51.840
Gesamtanzahl N.

33:52.680 --> 33:57.120
Das war unser Modell für die Multinomialverteilung, die entstand eben

33:57.120 --> 34:01.080
bei N-unabhängigen Versuchen, wo ich Treffer erster, zweiter und so

34:01.080 --> 34:02.080
weiter jter Art habe.

34:02.360 --> 34:06.840
Das heißt, wir haben diese Beziehung, und 0 ist die Varianz dieser

34:06.840 --> 34:07.840
Summe.

34:08.480 --> 34:11.060
Weil die Summe mit Wahrscheinlichkeit 1 den Wert N annimmt.

34:11.380 --> 34:13.500
Also ist die 0, und jetzt können Sie natürlich das wieder schreiben

34:13.500 --> 34:16.040
als Kovarianz der Summe mit sich selbst.

34:16.180 --> 34:19.740
Ich habe jetzt also i und j genommen als Summationsindizes.

34:20.200 --> 34:21.480
Das können Sie wieder so schreiben.

34:21.980 --> 34:25.020
Die Vorfaktoren, die c, i, c, j, sind natürlich hier Einsen.

34:25.180 --> 34:29.620
Das ist nichts anderes als der Zeilenvektor 1 mal die Kovarianzmatrix

34:29.620 --> 34:31.760
mal der Spaltenvektor, der aus den Einsen besteht.

34:31.900 --> 34:34.440
Und der Vektor, der aus den Einsen besteht, ist nicht der Nullvektor.

34:34.540 --> 34:35.340
Sie kriegen 0 raus.

34:35.500 --> 34:39.440
Und damit haben Sie natürlich hier gezeigt, dass die Matrix singulär

34:39.440 --> 34:41.740
ist, ohne groß zu rechnen.

34:42.820 --> 34:42.860
Okay.

34:43.840 --> 34:46.060
Ja, damit möchte ich dieses Kapitel abschließen.

34:46.840 --> 34:49.960
Und wir haben noch ein relativ kurzes, letztes Kapitel.

34:50.780 --> 34:53.700
Und zwar ist das die multivariate Normalverteilung.

34:53.800 --> 34:58.660
Und ich sollte etwas vorsichtiger formulieren, es ist die nicht

34:58.660 --> 35:02.240
ausgeartete multivariate Normalverteilung.

35:02.240 --> 35:06.460
Es gibt dort im Bereich der Normalverteilung auch Ausartungen.

35:07.560 --> 35:09.620
Und auf die will ich aber jetzt nicht eingehen.

35:11.000 --> 35:12.360
Das ist unser Memo.

35:12.500 --> 35:13.760
Sie sehen das klein Vieh von T.

35:14.060 --> 35:17.340
Das war die Dichte der Standard-Normalverteilung.

35:17.400 --> 35:19.160
Wir haben das auch Gausche-Glockenkurve genannt.

35:19.420 --> 35:22.260
Die trat schon beim zentralen Grenzwertsatz auf.

35:23.360 --> 35:24.820
Die Dichte der Standard-Normalverteilung.

35:24.900 --> 35:26.820
So, wir starten mal mit folgender Situation.

35:27.660 --> 35:30.960
Y1 bis Yk seien unabhängige Zufallsvariablen.

35:30.960 --> 35:32.280
K haben mindestens zwei.

35:33.440 --> 35:35.960
Sonst macht es keinen Sinn, von Unabhängigkeit zu sprechen.

35:36.620 --> 35:38.140
Und zwar je Standard-Normalverteilung.

35:39.540 --> 35:42.680
Unabhängige je Standard-Normalverteilung der Zufallsvariablen.

35:42.820 --> 35:45.700
Das war auch der Ausgangspunkt für die Chi-Quadratverteilung.

35:46.820 --> 35:48.260
Damit sind wir gestartet.

35:48.720 --> 35:51.040
Dann haben wir die einzelnen Variablen quadriert und haben sie

35:51.040 --> 35:54.000
aufaddiert und so entstand die Chi-Quadratverteilung mit K

35:54.000 --> 35:54.620
-Freiheitsgrad.

35:54.740 --> 35:56.200
Also die Situation hatten wir schon mal.

35:57.540 --> 36:00.340
So, jetzt nehmen wir hier den Zufallsvektor mit diesen Komponenten,

36:00.480 --> 36:03.060
schreiben den als Spaltenvektor und nennen ihn Y.

36:04.920 --> 36:07.360
Komponentenweise unabhängige Standard-Normalverteilte

36:07.360 --> 36:08.280
Zufallsvariablen.

36:08.760 --> 36:13.700
Nach einem Satz, den wir vorher hatten, ich zitiere ihn, das war Satz

36:13.700 --> 36:18.420
24,16, hat er folgende Dichte, nämlich das Produkt der einzelnen

36:18.420 --> 36:18.800
Dichten.

36:18.940 --> 36:23.800
Das bedeutet, die Dichte von Y an der Stelle y ist das Produkt dieser

36:23.800 --> 36:24.600
einzelnen Dichten.

36:24.740 --> 36:29.080
Das y hat natürlich die Komponenten y1 bis yk.

36:30.100 --> 36:31.280
Das war nach diesem Satz.

36:31.320 --> 36:32.900
Jetzt schreiben wir hin, was da rauskommt.

36:33.440 --> 36:37.440
Wir sehen bei der Funktion Phi in dem Memo, es taucht immer der Faktor

36:37.440 --> 36:42.360
1 durch Wurzel 2π auf und ich habe ein Produkt mit K-Faktoren, also

36:42.360 --> 36:47.380
kann ich auf jeden Fall erstmal rausziehen, 1 durch Wurzel 2π hoch K

36:47.380 --> 36:49.440
oder 1 durch 2π hoch K halbe.

36:50.300 --> 36:51.940
So, was taucht dann in der Dichte auf?

36:51.960 --> 36:56.720
Phi von yj, das ist e hoch minus, jetzt sehen Sie 1 halb yj².

36:56.980 --> 36:58.500
Da muss ich ein Produkt bilden.

36:59.600 --> 37:03.360
Aber ein Produkt von Exponentialausdrücken ist Exponentialausdruck der

37:03.360 --> 37:03.740
Summe.

37:04.180 --> 37:08.780
Also bekomme ich ein e hoch minus 1 halb und jetzt summiere ich die

37:08.780 --> 37:11.380
yj² auf, j von 1 bis K.

37:12.560 --> 37:15.000
Das ist einfach nur Rechner mit der Exponentialfunktion.

37:15.740 --> 37:20.660
Also das ergibt sich als Dichte für jedes y, wieder als Spaltenvektor

37:20.660 --> 37:23.500
geschrieben mit diesen Komponenten y1 bis yk.

37:23.840 --> 37:24.600
Das ist die Dichte.

37:25.900 --> 37:32.380
Für spätere Zwecke sehen Sie diese Summe der yj², die kann ich ansehen

37:32.380 --> 37:37.580
als euclidische Norm dieses Vektors y zum Quadrat.

37:38.160 --> 37:39.900
Das ist hier die euclidische Norm.

37:41.700 --> 37:42.220
Zum Quadrat.

37:43.420 --> 37:47.180
Diese Verteilung von dem y nennt man Standardnormalverteilung im r

37:47.180 --> 37:47.580
hoch K.

37:47.840 --> 37:50.880
Und aus dieser Verteilung werden wir gleich eine allgemeine

37:51.600 --> 37:52.400
Standardnormalverteilung erzeugen.

37:52.840 --> 37:54.180
Durch eine simple Transformation.

37:55.180 --> 37:58.800
Erstmal die Bezeichnung hier Standardnormalverteilung im r hoch K.

38:00.260 --> 38:04.020
Also ein Vektor, dessen Komponenten unabhängig sind und je

38:04.020 --> 38:05.320
Standardnormal verteilt.

38:07.240 --> 38:10.360
Sie können jetzt sofort sagen, wie die Kovarianzmatrix von dem y

38:10.360 --> 38:11.060
aussieht.

38:11.720 --> 38:14.480
Nun, in der Kovarianzmatrix da stehen die Varianzen drin, auf der

38:14.480 --> 38:18.220
Diagonalen, die sind alle 1, weil die alle Standardnormal verteilt

38:18.220 --> 38:18.420
sind.

38:18.480 --> 38:20.520
Und weil die unabhängig sind, sind die Kovarianzen 0.

38:21.200 --> 38:25.300
Das heißt, dieses y hat die Einheitsmatrix, die k-Reihiger als

38:25.300 --> 38:26.260
Kovarianzmatrix.

38:31.260 --> 38:36.040
Diese Dichte da oben, Sie sehen, hängt nur ab vom Normquadrat von dem

38:36.040 --> 38:36.480
Vektor.

38:36.600 --> 38:38.300
Das heißt, sie ist konstant auf Kreisen.

38:38.500 --> 38:40.660
Und Kreis kann ich sprechen, wenn K gleich 2 ist.

38:41.140 --> 38:42.760
Wenn K gleich 3 ist, sind es Kugeln.

38:43.500 --> 38:44.500
Konstant auf Kugeln.

38:45.520 --> 38:47.020
Kugelschalen, sollte ich natürlich sagen.

38:48.120 --> 38:49.600
Konzentrisch, mit Mittelpunkt 0.

38:50.040 --> 38:52.600
Und das können Sie natürlich dort auch für höhere Dimensionen so

38:52.600 --> 38:52.900
ansehen.

38:52.980 --> 38:58.580
Sie haben jetzt einfach eine k-dimensionale Kugel und auf dem, bei

38:58.580 --> 39:02.000
festem Radius zentriert in 0 und darauf ist die Dichte konstant.

39:02.360 --> 39:09.520
Weil sie nur abhängt von der Norm des Punktes oder des Vektors y.

39:10.760 --> 39:11.780
Okay, Folgerung.

39:12.140 --> 39:15.520
Man kann sofort sehen, diese Verteilung von y ist invariant unter

39:15.520 --> 39:17.400
orthogonalen Transformationen.

39:18.280 --> 39:22.360
Das bedeutet, die Verteilung, Sie sehen, ich habe an das y eine

39:22.360 --> 39:25.160
orthogonale Matrix H ran multipliziert.

39:25.580 --> 39:28.120
Und diese Verteilung ist die gleiche wie die von y.

39:29.180 --> 39:32.960
Orthogonale Transformation, Funktionaldeterminante 1, denken Sie an

39:32.960 --> 39:34.160
den Transformationssatz.

39:34.720 --> 39:37.680
Und das Entscheidende ist, die Verteilung, die Dichte hängt nur ab von

39:37.680 --> 39:38.120
der Norm.

39:38.920 --> 39:43.420
Aus dem Grunde, ganz egal, wie Sie die orthogonale Matrix H wählen,

39:43.420 --> 39:45.400
hier kommt immer die gleiche Verteilung raus.

39:46.460 --> 39:47.060
Das ist wichtig.

39:47.740 --> 39:50.380
Da haben Sie eine Invarianz-Eigenschaft dieser Standard-Normal

39:50.380 --> 39:51.700
-Verteilung.

39:51.980 --> 39:53.420
So, und jetzt bauen wir...

39:54.760 --> 39:56.780
Sie können vielleicht nochmal einen Plot sehen.

39:57.360 --> 40:00.320
So könnte diese Standard-Normal-Verteilung im R2 aussehen.

40:00.380 --> 40:01.440
Das ist eine Dichte.

40:04.280 --> 40:06.940
der Gipfel ist wirklich über dem Ursprung.

40:07.560 --> 40:11.460
Und wenn Sie parallel zur x1, x2 Ebene dort einen Schnitt machen

40:11.460 --> 40:14.080
würden, würden Sie von oben drauf Kreise sehen.

40:16.500 --> 40:18.060
So sähe das aus.

40:19.080 --> 40:21.260
Wir betrachten jetzt folgende affine Abbildung.

40:21.540 --> 40:23.300
Sie müssen jetzt ein bisschen flexibel sein.

40:23.960 --> 40:26.720
Jetzt bilden wir ab Y auf T von Y.

40:26.980 --> 40:30.880
Und T von Y ist nichts anderes als Matrix mal Y plus µ.

40:31.820 --> 40:36.480
Wobei Y aus dem R auch K ist, also die affine Transformation ist auf

40:36.480 --> 40:37.380
dem ganzen R auch K.

40:38.060 --> 40:42.500
A ist eine reguläre K-Kreuz-K-Matrix, keine weiteren Voraussetzungen

40:42.500 --> 40:42.840
an A.

40:43.300 --> 40:44.600
Weder Symmetrie noch sonst was.

40:44.720 --> 40:46.300
Nur eine invertierbare Matrix.

40:48.060 --> 40:48.800
Plus µ.

40:50.120 --> 40:52.200
µ ist aus dem R auch K.

40:53.000 --> 40:55.480
Und wir setzen jetzt X gleich T von Y.

40:56.100 --> 40:59.520
Damals in dem Kapitel mit Dichten war Y gleich T von nichts, jetzt ist

40:59.520 --> 41:00.460
X T von Y.

41:00.660 --> 41:02.480
Wir starten mit dem Y und wollen auf den X.

41:02.900 --> 41:04.060
So flexibel sind wir alle.

41:05.880 --> 41:07.320
Also A mal Y plus µ.

41:07.320 --> 41:09.020
Jetzt kommt der Transformationssatz.

41:09.140 --> 41:11.960
Nach diesem Transformationssatz hat X folgende Dichte.

41:12.160 --> 41:13.800
Die Dichte von X und was war das?

41:14.200 --> 41:17.820
Das war die Dichte des Ausgangsvektors.

41:17.940 --> 41:22.840
In dem Fall ist das Y an der Stelle T minus 1 von 1 von X, dividiert

41:22.840 --> 41:28.620
durch den Betrag, der Determinante der Jacobi-Matrix, also T' an

41:28.620 --> 41:30.860
dieser Stelle T minus 1 von X.

41:30.940 --> 41:31.640
Das war die Dichte.

41:33.760 --> 41:35.480
Ich habe nur X und Y vertauscht.

41:35.480 --> 41:36.640
Das ist die Dichte.

41:36.880 --> 41:37.720
Jetzt setzen wir ein.

41:38.160 --> 41:40.380
Jetzt muss ich natürlich T auf minus 1 von X bilden.

41:40.460 --> 41:43.720
Sie sehen, das ist aber nichts anderes als A auf minus 1 mal X minus

41:43.720 --> 41:44.020
µ.

41:44.240 --> 41:46.060
Dann schauen Sie sich die Transformation an.

41:46.660 --> 41:50.060
Also T von Y ist ja X gesetzt, ist A Y plus µ.

41:50.140 --> 41:53.140
Und wenn Sie die Gleichung haben, X gleich A mal Y plus µ und wollen

41:53.140 --> 41:58.220
die nach dem Y auflösen, müssen Sie erst µ subtrahieren und dann von

41:58.220 --> 42:00.040
links multiplizieren mit A auf minus 1.

42:00.160 --> 42:02.580
Das heißt, Sie haben also diese Gleichung und die

42:03.620 --> 42:06.740
Funktionaldeterminante ist nichts anderes als die Funktionalmatrix ist

42:06.740 --> 42:07.720
A in diesem Fall.

42:08.120 --> 42:10.680
Das heißt, Sie haben den Betrag der Determinante von A.

42:10.960 --> 42:11.920
Das wäre die Dichte.

42:13.140 --> 42:15.240
So, mit der gehen wir jetzt gleich in einen Satz.

42:16.460 --> 42:21.260
Und dann werden wir sehen, wie die Dichte aussieht von X, ein X, was

42:21.260 --> 42:24.820
sich unter dieser Transformation ergibt oder aus dieser Transformation

42:24.820 --> 42:25.520
aus dem Y.

42:26.220 --> 42:27.420
Also das ist folgender Satz.

42:27.500 --> 42:30.780
Affine Transformation der Standardnormalverteilung.

42:30.780 --> 42:35.620
So, in dieser Situation, die wir gerade hatten, wir starten mit Y, was

42:35.620 --> 42:38.400
die Standardnormalverteilung hat und bilden eben diese affine

42:38.400 --> 42:39.040
Transformation.

42:39.260 --> 42:40.500
Das X hat folgende Dichte.

42:40.840 --> 42:41.320
F und X.

42:41.800 --> 42:43.280
Sie sehen, das ist der Vorfaktor.

42:44.400 --> 42:47.700
Da taucht jetzt auf die Wurzel aus der Determinante von Sigma.

42:49.180 --> 42:50.820
Ich muss Ihnen noch sagen, was Sigma ist.

42:50.860 --> 42:52.160
Sigma kam noch gar nicht vor.

42:53.660 --> 42:56.440
Jedenfalls tritt auf eine Wurzel aus der Determinante.

42:56.900 --> 42:58.360
Dann kommt hier E auf minus 1,5.

42:58.360 --> 43:02.700
Jetzt sehen Sie eine quadratische Form in der Inversen von Sigma.

43:03.060 --> 43:04.680
Sie wissen immer noch nicht, was Sigma ist.

43:05.000 --> 43:06.660
Wir haben oben nur das A stehen.

43:06.860 --> 43:08.880
Da oben steht X gleich A mal Y plus µ.

43:09.060 --> 43:12.460
Wenn das nicht mehr auftritt im Satz, ist irgendwie was faul.

43:12.660 --> 43:13.780
Aber das taucht auf.

43:14.400 --> 43:17.460
Und zwar, das Sigma ist nichts anderes als A mal A transponiert.

43:17.960 --> 43:20.360
Und schon kann es also alles wieder stimmen.

43:22.020 --> 43:22.260
Okay.

43:22.860 --> 43:23.580
Woran liegt das?

43:23.860 --> 43:24.300
Beweis?

43:25.740 --> 43:32.620
Nun, es ist die Dichte von Y, das haben wir eben gesehen, ist 1 durch

43:32.620 --> 43:33.840
2 Pi hoch K halbe.

43:34.140 --> 43:37.060
Und jetzt haben wir E auf minus 1,5 mal Norm von Y zum Quadrat.

43:37.180 --> 43:39.880
Das war die Darstellung eben, diese kompakte mit der Euclidischen

43:39.880 --> 43:40.140
Norm.

43:41.140 --> 43:42.860
So, und jetzt müssen wir nur einsetzen.

43:42.960 --> 43:47.320
Die Dichte von X war ja die Dichte von Y an dieser Stelle durch Betrag

43:47.320 --> 43:48.720
der Determinante von A.

43:49.220 --> 43:49.980
Nun fangen wir mal an.

43:50.840 --> 43:52.920
Also, die Dichte kommt später.

43:53.100 --> 43:56.440
Ich schreibe jetzt erst 1 dividiert durch Betrag der Determinante von

43:56.440 --> 43:56.580
A.

43:56.740 --> 43:58.280
Jetzt schauen Sie sich an, was Sigma ist.

43:58.500 --> 44:00.160
Sigma ist A mal A transponiert.

44:00.780 --> 44:04.980
Sie haben Rechenregeln gehabt für Determinanten.

44:06.200 --> 44:09.960
Die Determinante von Sigma ist Determinante von A mal Determinante von

44:09.960 --> 44:10.860
A transponiert.

44:11.640 --> 44:14.640
Die Determinante von A transponiert ist Determinante von A.

44:15.500 --> 44:17.660
Und die ist ungleich Null, weil A regulär ist.

44:18.040 --> 44:21.680
Also ist die Determinante von Sigma gleich der Determinante von A zum

44:21.680 --> 44:22.260
Quadrat.

44:24.780 --> 44:29.120
Also ist Betrag der Determinante von A nichts anderes als Wurzel aus

44:29.120 --> 44:30.880
der Determinante von Sigma.

44:31.500 --> 44:33.480
Das heißt, das kann ich jetzt einsetzen.

44:34.820 --> 44:36.760
Ich habe natürlich den Vorfaktor, den darf ich nicht vergessen.

44:37.600 --> 44:39.480
Da kommt die Determinante rein von Sigma.

44:42.300 --> 44:42.940
Das ist das Erste.

44:43.000 --> 44:45.160
Das Andere, jetzt haben wir den Exponentialausdruck.

44:45.460 --> 44:47.420
Ich muss jetzt für Y einsetzen.

44:47.500 --> 44:49.340
Oben steht Norm von Y zum Quadrat.

44:49.440 --> 44:53.060
Für das Y muss ich einsetzen A auf minus 1 mal X minus µ.

44:53.660 --> 44:55.780
Ich habe nichts anderes gemacht als das eingesetzt.

44:57.640 --> 44:58.620
Jetzt sehen wir uns das an.

44:59.120 --> 45:00.900
Den Vorfaktor lasse ich, wie er ist.

45:01.060 --> 45:03.600
Und jetzt ändere ich nur was im Exponenten ab.

45:03.940 --> 45:08.180
Nur Norm zum Quadrat von irgendeinem Vektor Z heißt ja Z transponiert

45:08.180 --> 45:08.680
mal Z.

45:09.340 --> 45:11.180
Das ist das Gleiche wie Norm von Z zum Quadrat.

45:11.280 --> 45:14.600
Z ist jetzt nichts anderes als A auf minus 1 X minus µ.

45:14.740 --> 45:19.460
Also steht da A auf minus 1 X minus µ in Klammern transponiert mal A

45:19.460 --> 45:20.860
auf minus 1 X minus µ.

45:22.380 --> 45:24.500
Da sehen Sie, jetzt wird die Rechnung ganz einfach.

45:24.700 --> 45:26.140
Schauen Sie sich diesen ersten Teil an.

45:26.280 --> 45:29.340
Man rechnet mit Transponierten, indem man jetzt die Faktoren

45:29.340 --> 45:29.860
vertauscht.

45:29.960 --> 45:34.400
Das ist X minus µ transponiert mal A auf minus 1 transponiert.

45:35.740 --> 45:38.200
Jetzt haben Sie schon, wenn Sie das oben ansehen, haben Sie schon X

45:38.200 --> 45:39.300
minus µ transponiert.

45:39.400 --> 45:40.980
Ganz rechts haben Sie auch X minus µ.

45:41.200 --> 45:43.520
Sie müssen nur noch auf Sigma auf minus 1 kommen.

45:43.940 --> 45:47.500
Das muss also sein, dies A auf minus 1 transponiert mal A auf minus 1.

45:47.500 --> 45:51.780
Aber das ist nichts anderes als, jetzt kommt die erste Rechenregel, A

45:51.780 --> 45:54.740
auf minus 1 transponiert ist A transponiert durch minus 1.

45:55.320 --> 45:56.420
Das heißt, dann kommt das ran.

45:56.800 --> 45:58.340
Und jetzt, wie rechne ich mit Inversen?

45:59.000 --> 46:02.480
Das ist nichts anderes als das Inverse des Produktes nur andersrum

46:02.480 --> 46:05.860
geschrieben, A mal A transponiert in Klammern auf minus 1 und A mal A

46:05.860 --> 46:08.400
transponiert habe ich oben Sigma getauft.

46:08.820 --> 46:10.820
Also ist das Sigma auf minus 1.

46:11.140 --> 46:12.400
Und das war der ganze Beweis.

46:13.560 --> 46:17.040
Sie sehen also, mit unserer Transformationsformel erhalten wir sehr

46:17.040 --> 46:26.160
schnell die Dichte eines mit einer Affinentransformation versehenen

46:26.780 --> 46:28.400
Standardnormalverteilten Zufallsvektors Y.

46:28.640 --> 46:32.260
Wenn wir mit dem starten und dann so eine Abbildung durchführen, eine

46:32.260 --> 46:35.500
reguläre Matrix, das ist wichtig, damit wir keinen Dimensionsverlust

46:36.040 --> 46:38.140
haben, dann erhalten wir diese Dichte.

46:38.840 --> 46:42.280
Jetzt kommt die Definition dieser nicht ausgearteten Normalverteilung.

46:42.340 --> 46:44.100
Ich schreibe im Grunde die Dichte nur nochmal hin.

46:45.160 --> 46:49.880
Wenn ich eine symmetrische, positiv definierte K-Kreuz-K-Matrix habe

46:49.880 --> 46:54.200
und µ aus dem R auch K, das ist der Ausgangspunkt, dann sagt man, ein

46:54.200 --> 46:57.620
Zufallsvektor X habe eine nicht ausgeartete K-dimensionale

46:57.620 --> 47:02.180
Normalverteilung mit Erwartungswertvektor µ und Covariancematrix

47:02.180 --> 47:04.760
Sigma, also hier steckt jetzt was hinter, hier steckt schon eine

47:04.760 --> 47:08.360
Behauptung hinter, µ ist der Erwartungswertvektor und Sigma ist die

47:08.360 --> 47:09.340
Covariancematrix.

47:09.560 --> 47:10.620
Das müssen wir noch begründen.

47:11.660 --> 47:15.600
Falls X diese Dichte besitzt, die hatten wir eben, also diesen

47:15.600 --> 47:20.080
Ausdruck ganz egal, X aus dem R auch K, keinerlei Einschränkung, diese

47:20.080 --> 47:23.680
Dichte besitzt und dafür schreibt man kurz X und jetzt sehen Sie diese

47:23.680 --> 47:26.740
Verteilungsgleichheit und dann an das N schreibt man die Dimension

47:26.740 --> 47:30.260
dran, N für Normalverteilung, K ist die Dimension und jetzt die

47:30.260 --> 47:34.460
Parameter sind jetzt einmal ein Vektor µ und eine Matrix.

47:37.220 --> 47:40.660
Formal enthält das auch den Fall K gleich 1, da wäre µ sozusagen nur

47:40.660 --> 47:46.120
eine Zahl und Sigma wäre die Varianz wäre da ein kleiner Sigma

47:46.120 --> 47:46.720
-Quadrat.

47:47.260 --> 47:52.280
Wenn K gleich 2 ist, haben Sie natürlich schon zwei µ´s, µ1 und µ2 und

47:52.280 --> 47:54.700
Sie haben wirklich eine Zwei-Kreuz-Zwei-Matrix.

47:55.840 --> 47:59.360
Das heißt, Sie haben zwei Parameter von µ und von der Matrix haben Sie

47:59.360 --> 48:02.560
nochmal drei Parameter das entscheidende ist, die Matrix ist

48:02.560 --> 48:07.260
symmetrisch, deshalb haben Sie nur fünf Parameter für eine

48:07.260 --> 48:09.240
zweidimensionale Normalverteilung.

48:10.920 --> 48:14.240
Nein, ein Parameter haben Sie in der Matrix nicht, weil die Matrix

48:14.240 --> 48:14.960
symmetrisch ist.

48:16.720 --> 48:21.440
Existenzsatz, zu jedem µ und zu jeder symmetrischen positiv

48:21.440 --> 48:24.480
definierten Matrix Sigma, K-Kreuz-Karambit, gibt es einen

48:24.480 --> 48:27.040
Zufallsvektor X, der diese Normalverteilung hat.

48:27.860 --> 48:29.880
Diesen Satz kann man später abschwächen.

48:30.760 --> 48:35.040
Also später werden Sie lernen, es reicht, wenn die Matrix symmetrisch

48:35.040 --> 48:37.280
ist und positive semi-definit.

48:38.140 --> 48:43.040
Wenn ich jetzt semi-definit sage und nicht definit, dann heißt das, da

48:43.040 --> 48:46.380
ist etwas nicht invertierbar und wir haben eben gesehen, das hat etwas

48:46.380 --> 48:47.780
mit Entartungen zu tun.

48:50.260 --> 48:52.720
So etwas gibt es auch, aber wir betrachten hier nur die nicht

48:52.720 --> 48:54.340
ausgeartete Normalverteilung.

48:54.700 --> 48:55.180
Beweis?

48:55.980 --> 48:59.860
Nun, Sie haben in der Numerik gelernt, es gibt die sogenannte Cholesky

48:59.860 --> 49:00.460
-Zerlegung.

49:00.540 --> 49:03.780
Wenn ich mit einer Matrix Sigma starte, die symmetrisch ist und

49:03.780 --> 49:08.900
positiv definit, dann gibt es immer eine Matrix A, das sich das Sigma

49:08.900 --> 49:11.480
so schreiben kann, als A mal A transponiert.

49:12.040 --> 49:15.500
Wir werden nachher auch sehen, wie man die Matrix dann konkret

49:15.500 --> 49:17.640
bekommen kann, die diese Eigenschaft hat.

49:18.540 --> 49:22.060
Es gibt eine Konstruktion mit den Eigenvektoren und Eigenwerten von

49:22.060 --> 49:22.320
Sigma.

49:23.260 --> 49:26.560
Jedenfalls so etwas gibt es und jetzt starten wir mit unabhängigen je

49:26.560 --> 49:28.980
standardnormal verteilten Zufallsvariablen, wie eben.

49:29.680 --> 49:34.400
Y nehmen wir als diesen Vektor und setzen an, nach dem Satz, den wir

49:34.400 --> 49:38.940
eben hatten, dieser Vektor X, der nichts anderes ist als A mal Y plus

49:38.940 --> 49:42.180
µ, hat diese Normalverteilung, das haben wir eben hergeleitet.

49:43.360 --> 49:46.940
Das bedeutet, die Konstruktion beinhaltet nur, dass wir auf die Matrix

49:46.940 --> 49:49.260
A kommen, wenn das Sigma gegeben ist.

49:49.880 --> 49:50.300
Das ist alles.

49:53.280 --> 49:56.600
Wenn ich das Sigma darstellen würde, vielleicht in einer anderen Form,

49:56.660 --> 49:59.340
mit einem B mal B transponiert, die Matrix muss nicht eindeutig

49:59.340 --> 50:00.940
bestimmt sein, mit dieser Darstellung.

50:01.460 --> 50:04.720
Dann kommt bei der Transformation, wenn ich dann mit X starte und sage

50:04.720 --> 50:06.940
B mal Y plus µ, die gleiche Verteilung raus.

50:07.340 --> 50:09.980
Man sieht, die Verteilung hängt nur ab von µ, schauen sich die Dichte

50:09.980 --> 50:11.280
an, und von Sigma.

50:15.070 --> 50:18.910
Obwohl die konkrete, affine Transformation diese Matrix A beinhaltet.

50:21.550 --> 50:21.990
Gut,

50:29.090 --> 50:31.590
das ist nochmal das Memo hier, das ist die Dichte.

50:32.390 --> 50:35.970
Diese Dichte ist konstant auf Ellipsoiden mit Zentrum µ.

50:36.130 --> 50:39.970
Sie sehen, sie ist konstant, wo die quadratische Form konstant ist.

50:42.350 --> 50:46.050
Konstant auf der Menge aller X, der das X minus µ transponiert, mal

50:46.050 --> 50:50.030
Sigma hoch minus 1 mal X minus µ, einen konstanten Wert annimmt.

50:50.330 --> 50:54.710
Das sind im R2 Ellipsen, im R3 Ellipsoide.

50:55.370 --> 50:58.230
Wir werden auch gleich sehen, wie das dann aussehen könnte.

50:58.230 --> 51:01.150
Hier könnt ihr zum Beispiel sehen, das ist hier so ein Gebirgsrücken,

51:01.530 --> 51:02.730
ziemlich langgestreckter.

51:03.390 --> 51:06.230
Vorher hatten wir bei der Standard-Normalverteilung, wenn ich Schnitte

51:06.230 --> 51:07.490
bilde, hatte ich eben Kreise.

51:07.550 --> 51:11.250
Wenn ich hier durchschneiden würde, würde von oben drauf sehen, hätte

51:11.250 --> 51:12.710
ich Ellipsen.

51:13.550 --> 51:14.430
Als Schnittfläche.

51:15.470 --> 51:18.270
Das wäre hier die Dichte der Zweidimensionalen Normalverteilung.

51:18.330 --> 51:22.650
Hier ist µ gleich dem Nullvektor, das heißt auch die Spitze des

51:22.650 --> 51:23.790
Gebirges ist im Nullpunkt.

51:25.370 --> 51:28.530
Sie sehen natürlich auch hier zwei ganz unterschiedliche Richtungen.

51:28.610 --> 51:33.230
Wenn ich jetzt in Richtung der Diagonalen wandern würde, x1 gleich x2,

51:33.350 --> 51:35.950
würde ich natürlich von dem Dichtegebirge runterkommen.

51:36.230 --> 51:40.270
Ich könnte natürlich auch in die andere Diagonale wandern, x1 gleich

51:40.270 --> 51:42.730
–x2, da geht es viel steiler runter.

51:45.790 --> 51:46.310
Anschaulich.

51:46.870 --> 51:49.850
Und hier wäre das die Kurvarianzmatrix.

51:50.130 --> 51:53.530
Sie sehen in der einen Richtung, die Varianz ist in der ersten

51:53.530 --> 51:57.510
Komponente 2,25, in der anderen ist sie wesentlich kleiner, ist sie 1.

51:58.170 --> 52:03.870
Also solche Gebilde ergeben sich da als Platz von solchen Dichten von

52:03.870 --> 52:05.130
Zweidimensionalen Normalverteilungen.

52:05.570 --> 52:08.290
Das µ würde natürlich nur eine Verschiebung bewirken.

52:08.390 --> 52:10.510
Das heißt, ich würde jetzt die Spitze nicht mehr haben über dem

52:10.510 --> 52:13.650
Ursprung, sondern dann wäre die Spitze über einem Punkt mit den

52:13.650 --> 52:15.210
Koordinaten µ1 und µ2.

52:15.350 --> 52:16.110
Ich kann das verschieben.

52:19.970 --> 52:20.930
Eine Folgerung.

52:21.710 --> 52:25.210
Wenn ich mit der Normalverteilung starte, dann ist das µ wirklich der

52:25.210 --> 52:28.470
Erwartungswertvektor und das Sigma ist wirklich die Kurvarianzmatrix.

52:28.570 --> 52:31.890
Das bedeutet, diese Beziehung rechtfertigen überhaupt erstmal die

52:31.890 --> 52:35.790
Sprechweise Normalverteilung mit Erwartungswertvektor µ und

52:35.790 --> 52:36.990
Kurvarianzmatrix Sigma.

52:38.170 --> 52:40.790
Und der Beweis ist auch hier ganz simpel.

52:41.070 --> 52:43.510
Wir starten mit dieser Verteilungsgleichheit.

52:43.650 --> 52:46.990
Wir haben gesehen, dieses x, was die Verteilung hat, hat die gleiche

52:46.990 --> 52:52.650
Verteilung wie Ay plus µ mit y und a wie in dem Beweis des Satzes, den

52:52.650 --> 52:53.230
wir eben hatten.

52:53.910 --> 52:57.690
Und Verteilungsgleichheit heißt immer, es müssen jetzt auch Momente

52:57.690 --> 52:58.470
übereinstimmen.

52:58.670 --> 53:02.030
Das heißt x muss die gleiche Kurvarianzmatrix haben wie A mal Y plus

53:02.030 --> 53:02.270
µ.

53:02.530 --> 53:05.250
Und den gleichen Erwartungswertvektor, weil die Verteilungen gleich

53:05.250 --> 53:05.530
sind.

53:06.230 --> 53:08.850
Wir wissen, wir brauchen bei Momenten noch nie auf den Grundraum

53:08.850 --> 53:12.070
runter, wir können immer mit den Verteilungen arbeiten.

53:12.350 --> 53:16.390
Das bedeutet, der Erwartungswertvektor von y, Der ist Null, weil

53:16.390 --> 53:20.410
nämlich die Komponenten unabhängig und je Standard normal verteilt

53:20.410 --> 53:20.710
sind.

53:21.390 --> 53:24.430
Und die Covariance Matrix, haben wir eben gesehen, ist die k-reihige

53:24.430 --> 53:25.790
Einheitsmatrix von dem Y.

53:26.610 --> 53:30.150
Und jetzt sehen wir natürlich, okay, der Erwartungswertvektor von X

53:30.150 --> 53:32.770
muss derjenige sein von A mal Y plus µ.

53:33.750 --> 53:35.190
Weil die die gleiche Verteilung haben.

53:36.350 --> 53:38.970
Und jetzt kommt die Rechenregel, ich kann das A rausziehen, das ist

53:38.970 --> 53:41.350
nichts anderes als A mal E von Y plus µ.

53:41.350 --> 53:44.890
Und E von Y ist der Nullvektor, also bleibt µ über.

53:45.830 --> 53:48.450
Also der Erwartungswertvektor von dem X ist das µ.

53:50.530 --> 53:52.230
Und wie ist es bei der Covariance Matrix?

53:52.430 --> 53:54.370
Die Covariance Matrix ist das gleiche.

53:54.650 --> 53:58.350
Die müssen die gleiche Covariance Matrix haben, das X und das A mal Y

53:58.350 --> 53:58.930
plus µ.

53:59.190 --> 54:01.970
Und jetzt haben wir die Rechenregel bei der Covariance, das µ fällt

54:01.970 --> 54:05.990
weg und das A geht so ein, dass es einmal nach vorne kommt, das ist

54:05.990 --> 54:08.930
also A mal Sigma Y mal A transponiert.

54:09.870 --> 54:11.650
Steht auf dem neuen Übungsblatt.

54:12.170 --> 54:16.270
Und Sigma Y ist die Einheitsmatrix, also steht da A mal A transponiert

54:16.270 --> 54:18.850
und das ist nach Konstruktion unser Sigma.

54:19.090 --> 54:20.830
Das heißt die Covariance Matrix ist Sigma.

54:21.450 --> 54:24.390
Ohne dass wir jetzt irgendwie mit der Dichte gerechnet hätten.

54:25.890 --> 54:28.650
Sie sehen, das ergibt sich strukturell aus der Erzeugungsweise der

54:28.650 --> 54:32.070
Verteilung und der Einsicht, dass sowas wie Erwartungswerte,

54:32.270 --> 54:34.270
Covariance nur abhängen von der Verteilung.

54:34.350 --> 54:38.190
Ich brauche nie auf den Grundraum, wo die Zufallsfeiern definiert

54:38.190 --> 54:39.130
sind, als Abbildung.

54:40.210 --> 54:41.310
Das ist gar nicht nötig.

54:45.640 --> 54:48.040
Zweite Folgerung, marginalen Verteilungen.

54:48.980 --> 54:52.280
Wenn ich mit der Normalverteilung starte, ich nenne sie wieder X, mit

54:52.280 --> 54:57.160
diesen Komponenten µ, habe die Komponenten µ1 bis µk, ich muss denen

54:57.160 --> 55:01.540
jetzt nur Namen geben, und die Covariance Matrix Sigma, ich habe die

55:01.540 --> 55:05.800
Einträge kleinen Sigma ij, ij von 1 bis k, dem muss ich jetzt auch

55:05.800 --> 55:06.420
Namen geben.

55:06.500 --> 55:10.980
Dann folgt, jede einzelne Komponente X, Y hat eine Normalverteilung

55:10.980 --> 55:14.140
mit Erwartungswert µj und Variant Sigma jj.

55:16.040 --> 55:20.560
So auch da, wenn Sie die Erzeugungsweise nicht wissen, müssen Sie sich

55:20.560 --> 55:24.200
die multivariante Dichte hernehmen und Marginalverteilungsbildung

55:24.200 --> 55:28.320
machen durch Integration über die nicht interessierenden Komponenten.

55:29.600 --> 55:33.420
Je nachdem, wie fit Sie da im Rechnen sind, kann das ein ziemlicher

55:33.420 --> 55:34.140
Aufwand sein.

55:34.740 --> 55:38.080
Aber wir brauchen gar nicht rechnen, wir sehen das wieder, Beweis,

55:38.200 --> 55:38.680
ganz simpel.

55:39.580 --> 55:42.600
A ist unsere Matrix, mit der wir die affine Transformation

55:42.600 --> 55:43.560
durchgeführt haben.

55:43.660 --> 55:49.420
Die habe ich jetzt, die Einträge aij und Y, und µ sei wie im Beweis

55:49.420 --> 55:50.960
von Satz 26.3.

55:50.960 --> 55:54.980
Aus dem Grund gilt, das ist der Ausgangspunkt, der Vektor X, den wir

55:54.980 --> 55:58.240
da oben haben, hat die gleiche Verteilung wie A mal Y plus µ.

55:58.800 --> 56:00.400
Sigma ist A mal A transponiert.

56:01.580 --> 56:02.620
Wir starten wieder damit.

56:02.860 --> 56:04.120
Also jetzt kommt der Clou.

56:04.680 --> 56:09.580
Wenn zwei Zufallsvektoren die gleiche Verteilung haben, dann müssen

56:09.580 --> 56:14.460
auch gleiche Funktionen des Zufallsvektors auch die gleiche Verteilung

56:14.460 --> 56:14.600
haben.

56:14.660 --> 56:17.240
Das heißt, wenn zwei Zufallsvektoren die gleiche Verteilung haben,

56:17.240 --> 56:22.680
muss insbesondere auch die J-Komponente des einen Zufallsvektors die

56:22.680 --> 56:25.100
gleiche Verteilung haben wie die J-Komponente des anderen

56:25.100 --> 56:25.380
Zufallsvektors.

56:26.020 --> 56:31.660
Also, hieraus folgt, XJ ist die J-Komponente von X, muss die gleiche

56:31.660 --> 56:34.460
Verteilung haben wie die J-Komponente von Y.

56:35.440 --> 56:37.580
So, wie kommen Sie an die J-Komponente von Y?

56:38.340 --> 56:40.600
Schon von A mal Y plus µ.

56:41.080 --> 56:44.720
Nun, die J-Komponente ergibt sich, indem Sie Skala A multiplizieren,

56:44.720 --> 56:49.400
die J-Zeile von A immer schön mit den Ys, das heißt, Sie erhalten eine

56:49.400 --> 56:56.960
Summe L von 1 bis K und dann haben Sie eben AJL mal YL und am Ende

56:56.960 --> 56:59.640
müssen Sie natürlich noch addieren µJ.

57:00.420 --> 57:04.180
Das heißt, XJ hat die gleiche Verteilung wie diese Summe.

57:05.340 --> 57:09.140
So, jetzt kommt es, diese YL, die da stehen, ich habe ja nur eine

57:09.140 --> 57:13.260
Linearkombination aus diesen YL, die sind unabhängige normal verteilte

57:13.260 --> 57:14.100
Zufallsvariablen.

57:15.500 --> 57:19.100
Auch AJL mal YL hat eine Normalverteilung.

57:21.360 --> 57:25.000
Der Erwartungswert bleibt 0 und die Varianz ist dann nur AJL².

57:25.660 --> 57:27.260
YL hat die Varianz 1.

57:27.620 --> 57:30.040
Wir haben ein Additionsgesetz für die Normalverteilung.

57:30.400 --> 57:33.480
Das heißt, diese Summe hat eine Normalverteilung und dann kann ich

57:33.480 --> 57:36.040
auch µJ addieren, das ist nur eine Verschiebung, es bleibt eine

57:36.040 --> 57:36.840
Normalverteilung.

57:37.200 --> 57:41.600
Das hat eine Normalverteilung und der Erwartungswert ist µJ und die

57:41.600 --> 57:45.220
Varianz ist Summe der einzelnen Varianzen und die sind AJL².

57:45.620 --> 57:48.880
Das ist nichts anderes als Anwendung des Additionsgesetzes für die

57:48.880 --> 57:50.180
Normalverteilung.

57:50.960 --> 57:55.240
Wenn wir das haben, dann ist natürlich nur die Frage, da wird

57:55.240 --> 58:00.060
behauptet, Sigma JJ, das ist natürlich die J-Komponente, also auf der

58:00.060 --> 58:02.500
Diagonalen das J-Element von links oben gesehen.

58:03.180 --> 58:05.640
Nun, aber Sigma ist A mal A transponiert.

58:06.260 --> 58:09.860
Aus dem Grund habe ich natürlich Sigma JJ, wie würde ich da rankommen,

58:10.580 --> 58:12.060
wenn das A mal A transponiert ist.

58:12.140 --> 58:15.760
Ich würde anzusummieren fangen, L von 1 bis K, dann würde ich jetzt

58:15.760 --> 58:19.660
bilden AJL und jetzt muss ich natürlich multiplizieren mit den

58:19.660 --> 58:22.820
betreffenden Elementen von A transponiert, das ist aber nichts anderes

58:22.820 --> 58:24.140
als AJL selbst.

58:24.540 --> 58:27.060
Das heißt, ich komme auf die Summe der Quadrate.

58:27.140 --> 58:31.200
Das ist das, was ich zeigen wollte, oben steht ja Summe der AJL², das

58:31.200 --> 58:33.240
ist die Varianz und das ist Sigma JJ.

58:33.860 --> 58:38.340
Also Sie sehen, auch hier haben wir versucht, eine Rechnung zu

58:38.340 --> 58:38.880
vermeiden.

58:40.220 --> 58:43.580
Wir haben die Verteilung erzeugt über eine affine Transformation,

58:44.200 --> 58:47.040
haben Rechenregeln für Erwartungswerte und Kurvvarianzmatrizen

58:47.040 --> 58:51.540
angewandt und haben sozusagen dieses Ergebnis fast ohne Rechnung

58:51.540 --> 58:51.980
erhalten.

58:52.560 --> 58:55.060
Das ist mir hier wirklich wichtig, dass Sie sehen, die Komponenten

58:55.060 --> 58:56.480
sind jetzt auch normal verteilt.

59:01.240 --> 59:05.100
Gut, ja, ich denke, wir machen...

59:05.100 --> 59:08.300
Die Frage ist, ich könnte auch durchlesen, wir sind sowieso früher

59:08.300 --> 59:09.540
fertig, es ist nicht mehr viel.

59:11.440 --> 59:12.260
Machen wir weiter.

59:13.120 --> 59:15.660
Also alternativer Beweis ist natürlich direkte Rechnung,

59:15.840 --> 59:16.920
Marginalverteilungsbildung.

59:17.420 --> 59:20.880
Also probieren Sie das mal, probieren Sie das einfach mal im Fall K

59:20.880 --> 59:21.360
gleich 2.

59:21.800 --> 59:24.060
Sie werden sehen, der Aufwand ist wesentlich größer.

59:26.900 --> 59:28.880
Unabhängigkeit und Unkorreliertheit.

59:28.980 --> 59:29.960
Auch ein weiterer Punkt.

59:30.520 --> 59:33.800
Wenn Sie so einen multivariat normal verteilten Zufallsvektor haben,

59:33.860 --> 59:37.080
das ist der Ausgangspunkt, Voraussetzung, das ist wichtig, dann gilt,

59:37.880 --> 59:43.240
die Komponenten sind stochastisch unabhängig, dann und nur dann, wenn

59:43.240 --> 59:45.100
die Kurvvarianzen alle verschwinden.

59:45.920 --> 59:47.480
Also eine Genau-Dann-Wenn-Beziehung.

59:49.940 --> 59:51.780
Das ist ja das Neue.

59:51.780 --> 59:55.520
Aber Sie setzen, die Voraussetzung ist multivariate Normalverteilung.

59:56.860 --> 01:00:00.540
So, die eine Richtung ist natürlich simpel, wenn Unabhängigkeit

01:00:00.540 --> 01:00:02.320
besteht, gilt immer Unkorreliertheit.

01:00:02.620 --> 01:00:05.340
Das heißt, dann muss die Matrix eine Diagonalmatrix sein.

01:00:06.200 --> 01:00:07.780
Die Kurvvarianzen müssen alle verschwinden.

01:00:08.940 --> 01:00:11.000
So, die Frage ist, gilt auch die Umkehrung?

01:00:11.220 --> 01:00:12.400
Nun, wie kann man das beweisen?

01:00:12.540 --> 01:00:13.440
Hier nochmal das Memo.

01:00:13.580 --> 01:00:16.700
Das ist die Dichte dieses normal verteilten Vektors.

01:00:16.760 --> 01:00:17.500
So sieht die aus.

01:00:18.100 --> 01:00:21.180
Jetzt kommt die Voraussetzung, die Kurvvarianzen sind 0.

01:00:22.060 --> 01:00:23.940
Wo treten die Kurvvarianzen auf?

01:00:24.080 --> 01:00:26.240
Die treten natürlich auf in der Matrix Sigma.

01:00:27.020 --> 01:00:31.560
Und die Matrix Sigma tritt auf im Exponenten als Inverse, Sigma hoch

01:00:31.560 --> 01:00:32.200
minus 1.

01:00:32.500 --> 01:00:35.500
So, die Voraussetzung ist jetzt die, dass Sigma ist eine

01:00:35.500 --> 01:00:36.520
Diagonalmatrix.

01:00:37.420 --> 01:00:40.720
In der Diagonal stehen die Sigma 1 Quadrat bis Sigma k Quadrat.

01:00:41.040 --> 01:00:42.740
Außerhalb der Diagonalen sind 0.

01:00:44.580 --> 01:00:47.460
Sigma j Quadrat, wissen wir auch, ist die Varianz von xj.

01:00:49.100 --> 01:00:50.120
Das haben wir eben gesehen.

01:00:50.920 --> 01:00:52.160
Für jedes j von 1 bis k.

01:00:52.240 --> 01:00:53.240
Das ist unsere Voraussetzung.

01:00:53.700 --> 01:00:55.460
So, jetzt müssen wir an Sigma hoch minus 1 kommen.

01:00:55.540 --> 01:00:59.120
Aber wenn Sigma diese Diagonalmatrix ist, ist Sigma hoch minus 1 die

01:00:59.120 --> 01:01:00.820
Inverse auch eine Diagonalmatrix.

01:01:01.100 --> 01:01:04.120
Die Einträge sind einfach nur die 1 durch Sigma 1 Quadrat und so

01:01:04.120 --> 01:01:06.320
weiter bis 1 durch Sigma k Quadrat.

01:01:07.480 --> 01:01:08.500
Was brauche ich noch?

01:01:08.560 --> 01:01:11.060
Ich brauche noch vorne die Determinante von Sigma.

01:01:11.060 --> 01:01:14.960
Und wenn Sigma diese Diagonalmatrix ist, ist die Determinante

01:01:14.960 --> 01:01:17.720
natürlich einfach Produkt der Sigma j Quadrat.

01:01:18.000 --> 01:01:19.100
Ich brauche dann die Wurzel.

01:01:19.660 --> 01:01:23.000
Das bedeutet, die Wurzel ist nichts anderes als Produkt der Sigma j.

01:01:23.800 --> 01:01:27.080
So, das bedeutet, jetzt kann ich die Dichte direkt hinschreiben mit

01:01:27.080 --> 01:01:28.020
dieser Information.

01:01:28.160 --> 01:01:29.020
Und zwar wie folgt.

01:01:29.640 --> 01:01:31.440
Die Dichte ist jetzt ein Produkt.

01:01:31.780 --> 01:01:36.060
Das Entscheidende ist eben, durch diese Diagonalmatrix faktorisiert

01:01:36.060 --> 01:01:37.160
das Ganze wunderbar.

01:01:37.420 --> 01:01:38.820
Und das Produkt sieht so aus.

01:01:39.320 --> 01:01:43.400
Ich kann immer ein Sigma j, packe ich rein als Faktor.

01:01:43.620 --> 01:01:46.840
Produkt dieser Sigma j ist nichts anderes als Wurzel aus der

01:01:46.840 --> 01:01:48.200
Determinante von Sigma im Nenner.

01:01:48.960 --> 01:01:51.860
Das Wurzel 2 Pi, was da steht, Sie sehen, es wird das Produkt

01:01:51.860 --> 01:01:53.240
gebildet, j von 1 bis k.

01:01:53.420 --> 01:01:58.080
Das führt natürlich bei dem Memo zu den 2 Pi hoch k Halbe.

01:01:58.100 --> 01:02:00.360
Zu dem ersten Vorfaktor, der im Nenner steht.

01:02:00.360 --> 01:02:03.340
Und jetzt haben wir natürlich nichts anderes als e hoch minus.

01:02:04.020 --> 01:02:08.320
Und jetzt steht immer xj minus µj² durch 2.

01:02:08.580 --> 01:02:11.360
Das ist der Faktor 2, der schon drüber steht im Exponenten.

01:02:11.560 --> 01:02:13.080
Und jetzt Sigma j².

01:02:13.280 --> 01:02:17.600
Das entspricht dem Sigma hoch minus 1, und zwar die Komponente in der

01:02:17.600 --> 01:02:19.700
Matrix auf der Diagonalen an der j-Stelle.

01:02:20.200 --> 01:02:21.440
Also so sieht die Dichte aus.

01:02:22.020 --> 01:02:26.040
Ganz konkret nur ausgenutzt, dass außerhalb der Diagonalen nichts mehr

01:02:26.040 --> 01:02:26.380
steht.

01:02:26.560 --> 01:02:27.240
Das ist die Dichte.

01:02:27.240 --> 01:02:31.760
So, jetzt haben wir aber gesehen in einem Satz, Unabhängigkeit besteht

01:02:31.760 --> 01:02:36.500
genau dann, wenn die Dichte faktorisiert, reicht es sogar fast

01:02:36.500 --> 01:02:39.360
überall, in das Produkt der marginalen Dichten.

01:02:40.800 --> 01:02:42.740
So, x hat jetzt genau die Dichte.

01:02:43.260 --> 01:02:45.460
Wir sehen also, dort habe ich genau diese Darstellung.

01:02:45.580 --> 01:02:50.500
Die gemeinsame Dichte ist das Produkt dieser einzelnen Dichten, und

01:02:50.500 --> 01:02:52.920
das ist ein Kriterium gewesen für Unabhängigkeit.

01:02:52.980 --> 01:02:54.300
Ganz egal, wie das x hier ist.

01:02:54.300 --> 01:02:58.960
Das heißt, das war der Satz 2416, und der garantiert uns, dass diese

01:02:58.960 --> 01:03:00.760
Komponenten stochastisch unabhängig sind.

01:03:00.840 --> 01:03:05.140
Ich arbeite also hier wirklich mit der konkreten Gestalt der Dichte.

01:03:05.800 --> 01:03:09.800
Im Allgemeinen gilt diese Umkehrung nicht, dass aus Unkorrelierter auf

01:03:09.800 --> 01:03:11.880
Unabhängigkeit geschlossen werden kann.

01:03:11.960 --> 01:03:12.560
Das ist wichtig.

01:03:12.880 --> 01:03:15.440
Aber durch diese konkrete Gestalt der Dichte kann ich das machen.

01:03:15.840 --> 01:03:17.000
Also kein Problem.

01:03:21.000 --> 01:03:23.340
Okay, jetzt kommt ein wenig lineare Algebra.

01:03:23.460 --> 01:03:25.320
Wir wollen noch etwas Struktur da reinbekommen.

01:03:25.400 --> 01:03:26.460
Was sagt die lineare Algebra?

01:03:26.640 --> 01:03:31.500
Die sagt, so eine positiv definierte symmetrische Matrix Sigma besitzt

01:03:31.500 --> 01:03:34.280
ein Orthonormalsystem von Eigenvektoren.

01:03:34.740 --> 01:03:36.440
Die nennen wir mal V1 bis Vk.

01:03:36.540 --> 01:03:38.020
Wir haben eine K-Kreuz-K-Matrix.

01:03:38.580 --> 01:03:42.400
Und wir haben auch zugehörige positive, strikt positive Eigenwerte

01:03:42.400 --> 01:03:43.760
Lambda 1 bis Lambda k.

01:03:44.160 --> 01:03:45.340
Es gilt dann Folgendes.

01:03:46.340 --> 01:03:49.980
Also sehen, Sigma mal Vj ist Lambda j mal Vj.

01:03:50.100 --> 01:03:53.880
Das heißt einfach nur, dass Vj ist ein Eigenvektor zum Eigenwert

01:03:53.880 --> 01:03:56.160
Lambda j für jedes j von 1 bis k.

01:03:57.280 --> 01:04:00.540
Wichtig ist, dass diese Vektoren auch aufeinander senkrecht stehen.

01:04:00.660 --> 01:04:03.140
In der linearen Algebra schreibt man gerne das Skalarprodukt auch so,

01:04:03.360 --> 01:04:04.700
mit solchen gewinkelten Klammern.

01:04:05.100 --> 01:04:08.980
Skalarprodukt von Vi und Vj ist nichts anderes als Vi transponiert mal

01:04:08.980 --> 01:04:11.160
Vj ist Kroneckers Delta.

01:04:11.480 --> 01:04:13.860
Also 1, falls i gleich j ist und ansonsten 0.

01:04:14.760 --> 01:04:18.220
Okay, das gilt für jedes i und j von 1 bis k.

01:04:19.300 --> 01:04:21.920
Und jetzt mache ich Folgendes, jetzt schreibe ich eine Matrix V hin

01:04:21.920 --> 01:04:25.660
und die einzelnen Spalten sind diese Eigenvektoren.

01:04:25.780 --> 01:04:27.840
V1 bis Vk als Spaltenvektoren.

01:04:28.240 --> 01:04:29.880
Ich erhalte eine orthogonale Matrix.

01:04:31.720 --> 01:04:35.180
Ich kann diese Gleichung, die da oben stehen, Sigma Vj gleich Lambda j

01:04:35.180 --> 01:04:39.580
mal Vj, jetzt mit dieser Diagonalmatrix D, die aus diesen Eigenwerten

01:04:39.580 --> 01:04:41.940
besteht, so schreiben.

01:04:41.940 --> 01:04:45.540
Also erstmal gilt V transponiert ist V minus 1, das ist die

01:04:45.540 --> 01:04:49.080
Orthogonalität dieser Matrix V aus den Eigenvektoren.

01:04:50.120 --> 01:04:54.000
Und dann habe ich diese Gleichung, Sigma mal V ist V mal

01:04:54.000 --> 01:04:55.040
Diagonalmatrix.

01:04:55.440 --> 01:04:57.580
Die ergibt sich aus diesen Gleichungen, die in der dritten Zeile

01:04:57.580 --> 01:05:00.060
stehen, aus diesen ersten Gleichungen, wenn ich die alle hinschreibe

01:05:00.060 --> 01:05:03.080
und das in Matrizenform schreibe.

01:05:03.720 --> 01:05:04.780
Also das sieht so aus.

01:05:05.500 --> 01:05:08.860
Jetzt mache ich folgendes, worauf ich hinaus will ist, ich will diese

01:05:08.860 --> 01:05:13.100
Matrix A konkret konstruieren, die die Eigenschaft hat, Sigma ist A

01:05:13.100 --> 01:05:14.100
mal A transponiert.

01:05:14.500 --> 01:05:17.100
Sie sehen, ich habe hier ein D hoch ein Halb, das ist nichts anderes

01:05:17.100 --> 01:05:20.740
als die Diagonalmatrix aus den Wurzeln, aus den Eigenwerten.

01:05:21.760 --> 01:05:26.340
Und die Matrix A setze ich mal an, als die Matrix V mal dieses D hoch

01:05:26.340 --> 01:05:26.900
ein Halb.

01:05:27.700 --> 01:05:31.760
Wenn ich das mache, bin ich damit fertig, denn es ist A mal A

01:05:31.760 --> 01:05:32.520
transponiert.

01:05:32.520 --> 01:05:34.040
Es soll Sigma rauskommen.

01:05:34.360 --> 01:05:38.280
Nun, ich setze ein, für das A setze ich ein, V mal D hoch ein Halb.

01:05:38.900 --> 01:05:42.260
Für das A transponiert, das müsste ich V mal D hoch ein Halb

01:05:42.260 --> 01:05:43.620
transponiert bilden.

01:05:43.680 --> 01:05:46.620
Das ist natürlich nichts anderes als D hoch ein Halb mal V

01:05:46.620 --> 01:05:47.380
transponiert.

01:05:48.340 --> 01:05:50.780
Aber D hoch ein Halb mal D hoch ein Halb, wenn ich die miteinander

01:05:50.780 --> 01:05:52.200
multipliziere, erhalte ich D.

01:05:52.500 --> 01:05:56.580
Das Produkt dieser beiden Diagonalmatrixen ist die Diagonalmatrix, die

01:05:56.580 --> 01:05:58.740
die Lambdas dann in der Diagonalen hat.

01:05:58.820 --> 01:06:01.560
Also ist das V mal D mal V minus 1.

01:06:01.560 --> 01:06:04.220
Und jetzt schauen Sie zwei Zeilen drüber nach rechts.

01:06:04.520 --> 01:06:07.940
Das V mal D, das ist nichts anderes als Sigma mal V.

01:06:08.740 --> 01:06:12.380
Also setze ich für V mal D das Sigma mal V ein, also habe ich Sigma

01:06:12.380 --> 01:06:14.360
mal V mal V minus 1.

01:06:14.480 --> 01:06:18.400
Aber V mal V minus 1 ist die Einheitsmatrix, also kommt daraus Sigma.

01:06:18.660 --> 01:06:19.540
Und das war zu zeigen.

01:06:20.220 --> 01:06:24.900
Sie sehen, ich habe hier aus der Matrix Sigma ganz konkret so eine

01:06:24.900 --> 01:06:26.720
Konstruktion gefunden, die ich brauche.

01:06:26.720 --> 01:06:30.120
A mal A transponiert gleich Sigma brauche ich ja für die affine

01:06:30.120 --> 01:06:33.900
Transformation, um die Normalverteilung zu erzeugen, brauche ich diese

01:06:33.900 --> 01:06:34.500
Matrix A.

01:06:34.560 --> 01:06:35.920
Die haben wir jetzt konkret konstruiert.

01:06:36.560 --> 01:06:41.480
Und nach diesem Satz 26a heißt das, das X hat die gleiche Verteilung

01:06:41.480 --> 01:06:45.340
wie V D hoch ein Halb, das ist das A mal Y.

01:06:46.560 --> 01:06:48.700
Natürlich plus µ, ich darf µ nicht vergessen.

01:06:49.280 --> 01:06:51.580
Das ist jetzt unsere konkrete affine Transformation.

01:06:51.580 --> 01:06:53.660
Und das kann ich jetzt so schreiben.

01:06:54.940 --> 01:06:58.360
Sie sehen, D hoch ein Halb ist die Diagonalmatrix, Y hat die

01:06:58.360 --> 01:07:01.660
Komponenten Y1 bis Yk.

01:07:02.560 --> 01:07:05.460
Und das ist hier eine endliche Summe J von 1 bis K.

01:07:05.800 --> 01:07:10.280
Und ich habe jetzt die Wurzeln aus Lambda J mal die J-Komponente von Y

01:07:10.280 --> 01:07:12.520
und jetzt kommt der Spaltenvektor VJ.

01:07:12.520 --> 01:07:18.360
Das heißt, die Summe dieser Spaltenvektoren mit den Vorfaktoren, die

01:07:18.360 --> 01:07:23.120
zum Teil fest sind, aber zum Teil zufällig, die YJ, das ist der

01:07:23.120 --> 01:07:25.540
Ausdruck, der darüber steht, V mal D hoch ein Halb mal Y.

01:07:26.180 --> 01:07:27.600
Und dann addiere ich noch das µ.

01:07:28.000 --> 01:07:30.700
Das heißt, X hat die gleiche Verteilung wie dieser Ausdruck.

01:07:32.560 --> 01:07:38.160
Das bedeutet, wenn Sie das X erzeugen wollen, auch in Simulationen,

01:07:38.180 --> 01:07:41.700
dann sehen Sie, Sie brauchen die Eigenvektoren.

01:07:41.700 --> 01:07:46.940
Sie brauchen die Lambdas und dann müssen Sie nur erzeugen diese YJ.

01:07:47.220 --> 01:07:49.820
Wenn Sie die erzeugen, wir wissen auch, wie man Normalverteilung

01:07:49.820 --> 01:07:53.460
erzeugt mit Pseudo-Zufallszahlen, da hat man diese Box-Muller-Methode.

01:07:53.920 --> 01:07:57.340
Das heißt, wir können hier uns doch eine ziemlich konkrete Vorstellung

01:07:57.340 --> 01:08:00.080
machen, wie jetzt so eine Normalverteilung entsteht.

01:08:00.440 --> 01:08:01.980
So machen wir das mal gleich am Bild.

01:08:03.260 --> 01:08:05.880
Das ist die Hauptkomponenten-Darstellung, nennt man die dann.

01:08:05.880 --> 01:08:08.160
X habe diese Normalverteilung.

01:08:09.640 --> 01:08:12.940
Und die normierten Eigenvektoren mit zugehörigen Eigenvektoren seien

01:08:12.940 --> 01:08:15.980
V1 bis Vk wie eben und Lambda 1 bis Lambda k.

01:08:17.060 --> 01:08:21.000
Und sind die Ys stochastisch unabhängig und je Standard normal

01:08:21.000 --> 01:08:24.140
verteilt, das ist jetzt der Punkt, dann hat eben X, jetzt schreibe ich

01:08:24.140 --> 01:08:28.700
die Darstellung von eben nochmal hin, ausführlich, Wurzel Lambda 1, Y1

01:08:28.700 --> 01:08:35.200
mal V1 und so weiter plus Wurzel Lambda k, Yk mal Vk plus µ hat diese

01:08:35.200 --> 01:08:39.480
Verteilung und man nennt das die sogenannte Hauptkomponenten

01:08:39.480 --> 01:08:40.500
-Darstellung von X.

01:08:42.000 --> 01:08:45.980
So kann man sich die Verzeilung erzeugt denken und vielleicht ein Bild

01:08:45.980 --> 01:08:48.000
dazu im R2, wie sieht das aus?

01:08:48.080 --> 01:08:51.400
Hier haben wir jetzt µ1, das ist der Erwartungswert der ersten

01:08:51.400 --> 01:08:52.160
Komponente.

01:08:52.620 --> 01:08:55.200
µ2 ist der Erwartungswert der zweiten Komponente.

01:08:55.720 --> 01:08:59.880
Das heißt, dort haben wir den Erwartungswertvektor, die Komponenten

01:08:59.880 --> 01:09:01.280
sind µ1 und µ2.

01:09:01.280 --> 01:09:05.360
Ok, jetzt brauche ich diese Eigenvektoren, die sind normiert, die

01:09:05.360 --> 01:09:09.460
haben die Länge 1, die trage ich jetzt an, das heißt, das wäre der

01:09:09.460 --> 01:09:13.560
erste Vektor V1, der liegt jetzt so ein bisschen schräg und der andere

01:09:13.560 --> 01:09:16.800
Vektor ist senkrecht dazu, hat die gleiche Länge 1, das ist hier ein

01:09:16.800 --> 01:09:17.400
rechter Winkel.

01:09:18.320 --> 01:09:20.720
Ich habe also die beiden Eigenvektoren angetragen hier.

01:09:21.960 --> 01:09:24.960
So, dann mache ich hier mal, ich verlänge einfach die Vektoren, ich

01:09:24.960 --> 01:09:28.300
mache sozusagen Achsen, ich kann sozusagen dort an die Achsen auch was

01:09:28.300 --> 01:09:32.720
heranschreiben, wo die Feilspitze endet von Y von V1, könnte ich an

01:09:32.720 --> 01:09:34.400
die Achse eine 1 heranschreiben.

01:09:34.860 --> 01:09:37.180
Ich könnte sozusagen auch diese schrägen Achsen beschriften.

01:09:37.880 --> 01:09:40.460
Und wenn ich jetzt einen Punkt erzeugen will, das sei zum Beispiel ein

01:09:40.460 --> 01:09:43.600
generierter Punkt dieser bivarianten Normalverteilung, wie kann ich

01:09:43.600 --> 01:09:44.380
mir das vorstellen?

01:09:44.760 --> 01:09:50.220
Nun, diese Strecke ist nichts anderes als Wurzellambda 1 mal Y1 und

01:09:50.220 --> 01:09:53.080
diese Strecke ist Wurzellambda 2 mal Y2.

01:09:53.080 --> 01:09:57.380
Sie sehen, angetragen ist das Ganze in Punkt µ1, µ2, also in Punkt µ.

01:09:58.300 --> 01:10:02.140
Das entspricht dieser Addition, dort in dem Satz oben.

01:10:02.860 --> 01:10:06.140
Und so sieht man, muss ich letztlich nur zwei unabhängige

01:10:06.140 --> 01:10:08.540
Standardnormalverteilte Zufallszweigungen erzeugen.

01:10:08.680 --> 01:10:12.600
Denken Sie an diese Cosinus-Sinus-Geschichte, Boxmuller, kann ich

01:10:12.600 --> 01:10:12.880
machen.

01:10:13.780 --> 01:10:17.840
Und je nachdem, bei mir sind jetzt die beiden Y1 und Y2 positiv

01:10:17.840 --> 01:10:20.140
ausgefallen als Realisierung.

01:10:20.140 --> 01:10:24.860
Wenn Y1 zum Beispiel negativ gewesen wäre, hätte ich natürlich nach

01:10:24.860 --> 01:10:26.880
links unten angetragen auf der Achse.

01:10:27.460 --> 01:10:31.220
Also so entsteht eine bivariante Normalverteilung.

01:10:31.560 --> 01:10:34.340
Also insbesondere sollte man erkennen, stellen Sie sich vor,

01:10:34.440 --> 01:10:39.220
Wurzellambda 1 ist wesentlich größer als Wurzellambda 2, wesentlich

01:10:39.220 --> 01:10:39.700
größer.

01:10:40.000 --> 01:10:44.120
Da würden Sie die Realisierung von Y1 viel stärker gewichten, das

01:10:44.120 --> 01:10:47.500
heißt in Richtung dieser schrägen Achse, die so langsam aufsteigt,

01:10:47.500 --> 01:10:50.820
hätten Sie eine viel größere Variabilität als in der anderen Achse.

01:10:51.440 --> 01:10:54.280
Und schon, wenn Sie das wiederholt machen, werden Sie sehen, es wird

01:10:54.280 --> 01:10:58.080
sich eine elliptische Punktwolke ergeben, wenn Sie das wiederholt

01:10:58.080 --> 01:11:04.560
machen, derart, dass die Ellipse ziemlich lang gestreckt ist.

01:11:04.760 --> 01:11:07.040
Stellen Sie sich vor, theoretisch sehen wir mal Wurzellambda 2

01:11:07.040 --> 01:11:10.860
vielleicht nur 0,1 und Wurzellambda 1 ist 10.

01:11:11.680 --> 01:11:15.780
Dann werden Sie eine sehr lang gezogene Wolke haben, die sich sehr nah

01:11:15.780 --> 01:11:17.900
um diese aufsteigende Gerade herum gruppiert.

01:11:18.060 --> 01:11:21.700
Das heißt, Sie sehen sofort an Lambda 1 und Lambda 2, wie diese

01:11:21.700 --> 01:11:22.360
Ellipse aussieht.

01:11:22.400 --> 01:11:25.380
Wenn Lambda 1 gleich Lambda 2 ist, werden Sie Kreise bekommen.

01:11:26.120 --> 01:11:29.800
Zentrum ist natürlich hier immer der Punkt mit den Komponenten µ1 und

01:11:29.800 --> 01:11:30.200
µ2.

01:11:30.480 --> 01:11:31.880
Also so entsteht die Verteilung.

01:11:33.340 --> 01:11:36.660
Ich möchte das vielleicht nochmal ganz konkret machen im R2, auch die

01:11:36.660 --> 01:11:40.320
Transformation, und zwar der Spezialfall k gleich 2.

01:11:41.220 --> 01:11:42.320
Die letzte Folie.

01:11:43.600 --> 01:11:47.320
Zwei Parameter, Sigma Tau strikt positiv, Sigma Quadrat wird die

01:11:47.320 --> 01:11:51.800
Varianz sein von x1 und Tau Quadrat die Varianz von x2.

01:11:52.880 --> 01:11:56.920
Dann ein Rho, Rho wird der Korrelationskoeffizient sein, werden wir

01:11:56.920 --> 01:11:57.100
sehen.

01:11:57.180 --> 01:12:01.220
Er muss betragsmäßig kleiner 1 sein, damit ich keine Entartung habe.

01:12:02.260 --> 01:12:06.220
So y1, y2 seien unabhängig und je Standard normal verteilt.

01:12:06.220 --> 01:12:08.300
Und jetzt kommt die konkrete Transformation.

01:12:08.580 --> 01:12:11.940
Ich setze einen Vektor an mit zwei Komponenten, jetzt kommt eine

01:12:11.940 --> 01:12:15.600
affine Transformation mit regulärer Matrix aus den Ys.

01:12:16.020 --> 01:12:16.780
Und zwar wie folgt.

01:12:16.920 --> 01:12:21.220
Wir sehen diese Matrix, wir sehen Sigma 0, die erste Zeile, und dann

01:12:21.220 --> 01:12:24.620
Sigma Tau mal und unten Tau mal Wurzel 1 minus Rho Quadrat.

01:12:24.660 --> 01:12:28.220
Sie erkennen sofort, Determinante ist von 0 verschieden, Matrix ist

01:12:28.220 --> 01:12:28.920
invertierbar.

01:12:31.500 --> 01:12:35.100
Mal y1, y2 und jetzt addieren Sie noch µ1, µ2.

01:12:35.100 --> 01:12:37.060
Die beiden Zahlen geben Sie sich auch vor.

01:12:37.140 --> 01:12:40.060
Und das nennen wir A, das ist unsere Matrix A, ganz konkret.

01:12:40.860 --> 01:12:43.140
Welche Verteilung erzeugen wir mit dieser Matrix?

01:12:45.120 --> 01:12:46.900
Wir erzeugen folgende Verteilung.

01:12:47.020 --> 01:12:50.740
Erstmal, wenn Sie A mal A transponiert ausrechnen, eine konkrete,

01:12:50.920 --> 01:12:53.680
einfache Rechnung, dann kommt eine Matrix Sigma raus.

01:12:54.160 --> 01:12:55.760
Und die besitzt folgende Gestalt.

01:12:55.760 --> 01:13:00.320
Zwei Kreuz Zwei Matrix, nämlich oben links Sigma Quadrat, dann Rho mal

01:13:00.320 --> 01:13:01.160
Sigma mal Tau.

01:13:01.680 --> 01:13:04.340
Da auch nochmal Rho mal Sigma mal Tau und Tau Quadrat.

01:13:05.500 --> 01:13:09.020
Sie erkennen oben links, das ist wunderbar, wenn das die Varianz von

01:13:09.020 --> 01:13:12.480
x1 sein soll, und unten rechts die Varianz von x2, haben Sie Sigma

01:13:12.480 --> 01:13:13.660
Quadrat und Tau Quadrat.

01:13:14.220 --> 01:13:17.520
Und wenn Rho der Korrelationskoeffizient sein soll, dann ist natürlich

01:13:17.520 --> 01:13:19.720
Rho mal Sigma mal Tau die Covarianz.

01:13:21.080 --> 01:13:24.380
Wenn Sie sich mal überlegen, wie der Korrelationskoeffizient definiert

01:13:24.380 --> 01:13:24.660
war.

01:13:25.440 --> 01:13:29.120
Als Covarianz dividiert durch Produkt der Standardabweichung war er

01:13:29.120 --> 01:13:29.640
definiert.

01:13:30.100 --> 01:13:33.880
Das heißt, das Rho mal Sigma mal Tau ist die Covarianz zwischen x1 und

01:13:33.880 --> 01:13:34.360
x2.

01:13:36.840 --> 01:13:39.360
Und das heißt, das Rho ist nichts anderes als der

01:13:39.360 --> 01:13:44.200
Korrelationskoeffizient, denn ich muss die Covarianz teilen durch das

01:13:44.200 --> 01:13:46.980
Produkt der Standardabweichung und die sind Sigma und Tau.

01:13:48.020 --> 01:13:52.700
Okay, x1, jetzt schreiben wir das nochmal ganz konkret hin, x1 ist

01:13:52.700 --> 01:13:57.980
also, schauen Sie auf die Matrix, Sigma mal y1 plus 0 mal y2 ist also

01:13:57.980 --> 01:14:03.180
einfach nur Sigma mal y1 und y1 hat die Standardnormalverteilung, also

01:14:03.180 --> 01:14:08.200
hat Sigma mal y1 die Normalverteilung mit 0, der Erwartungswert ändert

01:14:08.200 --> 01:14:10.860
sich nicht, aber die Varianz ändert sich quadratisch, Entschuldigung,

01:14:10.860 --> 01:14:12.580
Mü 1, ich habe Mü 1 vergessen.

01:14:13.520 --> 01:14:16.780
Das heißt, der Erwartungswert ist Mü 1 und die Varianz ist Sigma

01:14:16.780 --> 01:14:17.280
quadrat.

01:14:17.800 --> 01:14:22.220
Das heißt, x1 hat diese Normalverteilung mit Mü 1 und Sigma quadrat.

01:14:22.920 --> 01:14:25.660
Jetzt sehen Sie sich die zweite Komponente an, x2.

01:14:26.320 --> 01:14:29.780
Wenn Sie sich die Matrix ansehen, das ist Sigma Tau, also zweite

01:14:29.780 --> 01:14:35.860
Zeile, mal y1 plus, und jetzt die andere Komponente, Wurzel 1 minus

01:14:35.860 --> 01:14:40.800
Rho quadrat, ich habe das vorgezogen, mal Tau mal y2 plus Mü 2, so das

01:14:40.800 --> 01:14:45.160
hat natürlich auch eine Normalverteilung, nämlich y1 und y2 sind

01:14:45.160 --> 01:14:45.800
unabhängig.

01:14:46.720 --> 01:14:47.080
Standardnormalverteilt.

01:14:48.060 --> 01:14:49.400
Wir haben das Additionsgesetz.

01:14:50.220 --> 01:14:52.680
Es kommt eine Normalverteilung raus, ich muss nur die Parameter

01:14:52.680 --> 01:14:53.220
angeben.

01:14:54.060 --> 01:14:57.900
y1 und y2 haben die Erwartungswerte 0, das heißt, der Erwartungswert

01:14:57.900 --> 01:14:59.640
ist das, was da hinten steht, das Mü 2.

01:15:00.760 --> 01:15:02.840
Was ist die Varianz, und die habe ich schon hingeschrieben, Tau

01:15:02.840 --> 01:15:08.220
quadrat, die bekommen wir auch einfach raus, nämlich Mü 2 geht in die

01:15:08.220 --> 01:15:11.480
Varianz nicht ein, aber die Vorfaktoren gehen ein.

01:15:12.080 --> 01:15:16.380
Nun, da y1 und y2 unabhängig sind, sind die beiden Summanen

01:15:16.380 --> 01:15:17.040
unabhängig.

01:15:17.940 --> 01:15:20.860
Die Varianz einer Summe von unabhängigen Zufallsvarianten ist Summe

01:15:20.860 --> 01:15:21.480
der Varianzen.

01:15:22.220 --> 01:15:27.080
Varianz von Rho mal Tau y1, erster Summand, ist Rho quadrat mal Tau

01:15:27.080 --> 01:15:27.620
quadrat.

01:15:27.820 --> 01:15:29.360
Die Varianz von y1 ist 1.

01:15:30.280 --> 01:15:33.420
Varianz des zweiten Summanden ist das Quadrat vom Vorfaktor.

01:15:33.520 --> 01:15:36.440
Das wäre 1 minus Rho quadrat in Klammern mal Tau quadrat.

01:15:36.520 --> 01:15:38.840
Wenn Sie die beiden addieren, kommt Tau quadrat raus.

01:15:39.300 --> 01:15:40.460
So ergibt sich die Varianz.

01:15:40.840 --> 01:15:43.740
Das heißt, wir haben wirklich Verteilungen erzeugt,

01:15:44.100 --> 01:15:48.000
Normalverteilungen, also eine bivariante Normalverteilung erstmal als

01:15:48.000 --> 01:15:48.900
affine Transformation.

01:15:49.140 --> 01:15:52.620
Die Komponenten haben Normalverteilungen, die wir vorgeben, und wir

01:15:52.620 --> 01:15:57.420
haben auch ein Korrelationskoeffizient, den wir uns vorgeben, mit Rho.

01:15:57.420 --> 01:15:58.640
Rho betracht kleine 1.

01:15:59.320 --> 01:16:01.140
Das kann ich jetzt kurz so schreiben.

01:16:01.560 --> 01:16:03.980
Ich versuche, das y1 wegzubekommen.

01:16:04.460 --> 01:16:09.000
Schauen Sie in die Zeile drüber, da steht x1 ist Sigma mal y1 plus µ1.

01:16:09.100 --> 01:16:10.960
Das kann ich nach y1 auflösen.

01:16:11.780 --> 01:16:15.280
y1 ist nichts anderes als x1 minus µ1 durch Sigma.

01:16:15.800 --> 01:16:16.680
Und den Rest lasse ich.

01:16:16.880 --> 01:16:17.980
µ2 ziehe ich vor.

01:16:18.520 --> 01:16:19.280
Den Rest lasse ich.

01:16:20.340 --> 01:16:22.540
Jetzt sehen Sie, was wir erreicht haben.

01:16:22.540 --> 01:16:27.240
x2, diese zweite Komponente, worauf ich hinaus will, ist folgendes.

01:16:27.260 --> 01:16:30.460
Sie wollen auf die Abhängigkeit zwischen x1 und x2 raus.

01:16:30.880 --> 01:16:35.000
y1 und y2 waren unabhängig, aber nicht x1 und x2.

01:16:36.000 --> 01:16:40.380
Aber x2 haben wir jetzt geschrieben als einen ersten Term.

01:16:40.600 --> 01:16:42.540
Dieser, der hängt nur von x1 ab.

01:16:42.720 --> 01:16:44.000
Da sehen Sie kein x2.

01:16:50.160 --> 01:16:53.120
Das zweite vergessen Sie, der hängt nur von x1 ab.

01:16:53.120 --> 01:16:56.020
Ich nenne diesen Term mal h von x1.

01:16:56.540 --> 01:17:00.940
Das Entscheidende ist, dass x1, was da oben steht in der Zeile drüber,

01:17:01.060 --> 01:17:03.340
ist ja direkt eine Funktion von y1.

01:17:04.360 --> 01:17:07.380
Das heißt, dieser erste Summand, der da steht, der hängt nur von dem

01:17:07.380 --> 01:17:11.960
y1 ab und das y2, was davon unabhängig ist, taucht da hinten auf.

01:17:13.140 --> 01:17:16.640
Und das wird umso bedeutender, dieser zweite Summand, je näher das

01:17:16.640 --> 01:17:18.320
Rohquadrat an 1 ist.

01:17:18.360 --> 01:17:20.540
Denn da steht Wurzel 1 minus Rohquadrat.

01:17:20.540 --> 01:17:24.220
Sie sehen, wenn das ganz stark bei 1 ist oder bei minus 1, ist

01:17:24.220 --> 01:17:27.740
Rohquadrat in der Nähe von 1 und die Wurzel ist in der Nähe von 0.

01:17:28.260 --> 01:17:34.840
Das bedeutet, das x2 ist sehr stark bestimmend von h von x1 nur, wenn

01:17:34.840 --> 01:17:38.020
das Roh in der Nähe von plus oder minus 1 ist.

01:17:38.520 --> 01:17:41.720
Man nennt jetzt diese Zuordnung, Sie sehen hier diesen ersten Teil,

01:17:42.160 --> 01:17:46.620
Funktion x1 geht über in dieses h von x1, hat die Struktur einer

01:17:46.620 --> 01:17:48.020
Geraden im R2.

01:17:48.020 --> 01:17:54.020
Diese Gerade, die x1 abbildet auf h von x1, heißt Regressionsgrade von

01:17:54.020 --> 01:17:55.380
x2 auf x1.

01:17:55.860 --> 01:17:58.240
Jetzt schließt sich der Kreis, wir hatten das in der allerersten

01:17:58.240 --> 01:18:00.200
Stunde, zur deskriptiven Statistik.

01:18:01.980 --> 01:18:05.660
Das heißt, Sie können konkret eine bivariate Normalverteilung so

01:18:05.660 --> 01:18:09.140
erzeugen, aus unabhängigen standardnormal verteilten Zufallsvariablen.

01:18:10.040 --> 01:18:13.020
Hier habe ich nicht argumentiert mit Eigenwerten und Eigenvektoren,

01:18:13.020 --> 01:18:17.640
sondern wir haben uns ganz konkret Werte vorgegeben, µ1, µ2, Sigma

01:18:17.640 --> 01:18:19.260
-Quadrat, Tau-Quadrat und ein Roh.

01:18:19.740 --> 01:18:23.560
Und ich möchte gerne bivariate Normalverteilung haben mit diesen

01:18:23.560 --> 01:18:27.160
Erwartungswerten, diesen Varianzen und Korrelationskoeffizient Roh.

01:18:27.520 --> 01:18:29.800
Und das ist die konkrete Erzeugungsweise.

01:18:30.620 --> 01:18:36.580
Und wir sehen am Ende, dass x2 umso stärker nur durch x1 bestimmt ist,

01:18:36.900 --> 01:18:39.640
je näher das Roh bei plus und bei minus 1 liegt.

01:18:44.050 --> 01:18:48.150
Gut, an dieser Stelle, das war jetzt die letzte Folie, ist alles

01:18:48.150 --> 01:18:48.670
beendet.

01:18:49.790 --> 01:18:53.250
Also nochmal herzlichen Dank und alles Gute für Sie.

