WEBVTT

00:10.440 --> 00:14.860
Guten Morgen, ich begrüße Sie zur heutigen und für die Semesterletzten

00:14.860 --> 00:15.620
Veranstaltung.

00:16.080 --> 00:19.080
Ich freue mich, dass doch ein paar noch gekommen sind, obwohl ich die

00:19.080 --> 00:21.800
letzten drei Male hier vor Ort nicht erscheinen konnte.

00:22.820 --> 00:27.280
Ich hatte einen Fahrradunfall und bin auch so ein bisschen lädiert

00:27.280 --> 00:30.200
noch, also ich laufe immer so ein bisschen schief, weil die eine Seite

00:30.200 --> 00:34.880
etwas in Mitleidenschaft gezogen ist, aber ich war jetzt so weit

00:34.880 --> 00:37.180
wieder hergestellt, dass ich hier vor Ort wieder erscheinen konnte.

00:37.180 --> 00:41.400
Und die letzten Veranstaltungen, die hatte ich ja in verschiedener

00:41.400 --> 00:45.600
Weise versucht, da ich nicht direkt hier sein konnte, auf andere Weise

00:45.600 --> 00:47.600
Ihnen bereitzustellen.

00:48.020 --> 00:52.260
Das sind zweimal Aufnahmen mit Camtasia, also mit einer

00:52.260 --> 00:54.480
Aufnahmeanwendung gewesen.

00:54.720 --> 00:56.720
Ich weiß nicht, ob Sie die aus anderen Veranstaltungen kennen.

00:57.200 --> 00:58.280
Die ist eigentlich relativ einfach.

00:58.400 --> 01:02.560
Man kann vor seinem eigenen Gerät mit der Kamera, die in dem Gerät

01:02.560 --> 01:06.140
verbunden sind und der PowerPoint-Präsentation dann eine

01:06.140 --> 01:08.000
Vollaufzeichnung machen.

01:08.620 --> 01:12.120
Ich habe auch versucht, das Video sozusagen dazuzuschalten, dann wird

01:12.120 --> 01:15.360
es aber eine so riesige Datei, dass ich dann wieder zurückgegangen bin

01:15.360 --> 01:18.940
auf die reine Darstellung der Präsentation.

01:20.340 --> 01:22.260
Wenn man sich dann selber nochmal anhört.

01:22.380 --> 01:25.500
Ich habe also versucht, auch diese Aufnahme in einem Durchlauf zu

01:25.500 --> 01:29.160
machen, also jetzt nicht da riesig zu optimieren, sondern eigentlich

01:29.160 --> 01:34.120
versucht, diese Live-Situation der Vorlesung selber auch im Rahmen der

01:34.120 --> 01:37.920
Aufzeichnung herzustellen, weil das aus meiner Sicht der Mehrwert

01:37.920 --> 01:47.520
gegenüber dem sehr ausführlich erarbeiteten Vortrag ist, dass Sie

01:47.520 --> 01:51.640
nämlich so eine Art unmittelbares Erleben von dem, wie ich jetzt mit

01:51.640 --> 01:54.480
Gedanken zum Thema umgehe, erhalten.

01:55.520 --> 01:59.960
Ich bin insgesamt jetzt auch bei der didaktischen Betrachtung dessen,

01:59.960 --> 02:08.680
was eine Vorlesung ist, skeptisch, welche Bedeutung, welche Güte das

02:08.680 --> 02:08.920
hat.

02:09.280 --> 02:12.920
Vorlesung ist ja an sich erstmal eine Tradition, auch eine

02:12.920 --> 02:17.040
hochschulische Tradition, eine universitäre Tradition, vielleicht eine

02:17.040 --> 02:25.940
der ältesten Formen, dass von Lehrenden, Lernenden etwas vorgetragen,

02:26.040 --> 02:33.680
vorgestellt wird, das dann angenommen gehört werden kann, vielleicht

02:33.680 --> 02:36.920
auch später erlernt, auswendig gelernt werden kann.

02:38.040 --> 02:41.400
Es ist als Traditionselement so geblieben, es ist natürlich nur eines

02:41.400 --> 02:47.980
von vielen Arten des Lehrens und Lernens, auch an der Hochschule, und

02:47.980 --> 02:52.800
ich meine, dass der besondere Vorzug der Vorlesung eben ist, dass man

02:52.800 --> 02:57.640
als Lernender, als Studierender unmittelbar miterleben kann, wenn

02:57.640 --> 03:00.880
jemand, der sich längere Zeit mit einem Thema beschäftigt, zu diesem

03:00.880 --> 03:04.860
Thema vorträgt, seine Gedanken vorstellt, dabei natürlich auch andere

03:04.860 --> 03:05.940
Quellen zur Hilfe nimmt.

03:06.540 --> 03:10.360
Aber es ist natürlich vieles darin dann nicht so perfekt, wie man es

03:10.360 --> 03:15.980
ausführen kann, wenn man entweder eine sehr stark redaktionell

03:15.980 --> 03:20.040
bearbeitete Aufzeichnung vornimmt oder wenn man ein Lehrbuch oder ein

03:20.040 --> 03:21.800
Fachbuch nimmt.

03:22.900 --> 03:28.420
Die Vorlesung als Begriff geht ja tatsächlich auch zurück auf das

03:28.420 --> 03:33.020
tatsächlich Abgelesene, also dass der Professor oder der

03:33.020 --> 03:38.360
Hochschullehrende das geschriebene Skript entsprechend gelesen

03:38.360 --> 03:43.940
vorträgt, das habe ich zum Teil auch gemacht, ich habe also auch eine

03:43.940 --> 03:48.680
Aufzeichnung dieses Skriptes durchgeführt, und es war lange Zeit so,

03:48.760 --> 03:51.840
dass diese Vorlesung tatsächlich der Standard war.

03:52.760 --> 03:56.240
Es gibt es heute immer noch, ich kenne auch Kollegen, die, muss ich

03:56.240 --> 03:59.480
sagen, begeisternd vorlesen, wo ich einfach sage, dass es einfach

03:59.480 --> 04:02.560
fantastisch ist, selbst wenn es rein vom Papier abgelesen ist, weil es

04:02.560 --> 04:06.140
einfach unheimlich gut in der Betonung, in der Konzentration ist, sehr

04:06.140 --> 04:06.880
gut formuliert.

04:08.520 --> 04:11.760
Ich bin jetzt nicht so ein toller Autor, wahrscheinlich auch nicht so

04:11.760 --> 04:15.440
ein toller Vortrager, aber bei denen, die das wirklich sehr gut

04:15.440 --> 04:17.100
beherrschen, ist es sicherlich sehr gut.

04:17.380 --> 04:24.200
Ich finde es aber eigentlich nicht den bestmöglichen Stil vorzulesen.

04:24.620 --> 04:27.380
Früher war es übrigens auch so, dass dieses Vorgelesene nicht nur

04:27.380 --> 04:31.600
deswegen üblich war, weil man da genau kontrollieren konnte, was man

04:31.600 --> 04:34.440
vorträgt, und eben die Güte und die Korrektheit entsprechend

04:34.440 --> 04:38.040
sicherstellen konnte, sondern man musste das vorher vorlegen, es

04:38.040 --> 04:41.600
musste also genehmigt werden, was man vorgelesen hat, und man war als

04:41.600 --> 04:50.700
Hochschullehrer auch nur befugt, das vorher durch die Zensur für

04:50.700 --> 04:53.040
Gutbefundene dann vorzulesen.

04:53.660 --> 04:56.800
Und ich glaube, da kann man ganz froh sein, dass es diese Art der

04:56.800 --> 05:01.700
Vorlesung nicht mehr gibt, oder vielleicht zu unserer Zeit momentan

05:01.700 --> 05:02.140
nicht gibt.

05:03.400 --> 05:07.760
Ja, und ich habe jetzt in dieser Aufzeichnung der Dreimale, wo ich

05:07.760 --> 05:12.080
jetzt hier nicht vor Ort war, versucht, also diese Live-Version direkt

05:12.080 --> 05:16.160
zu versuchen, zu erklären, was man zu einem Thema hier denkt, auch

05:16.160 --> 05:20.700
dort in der Konserve bereitzustellen.

05:21.540 --> 05:23.740
Wenn Sie es hier anhören, werden Sie auch bei einigen Formulieren

05:23.740 --> 05:26.040
merken, das ist jetzt nicht so ganz geglückt, der Satz ist nicht

05:26.040 --> 05:28.580
wirklich zu Ende geführt, das merke ich natürlich auch, wenn ich mir

05:28.580 --> 05:31.460
das anhöre, dafür kriegen Sie es aber sozusagen unmittelbar mit.

05:31.940 --> 05:36.880
Korrekter und ausgeführter, ausgearbeiteter finden Sie es von meiner

05:36.880 --> 05:40.340
Seite im Skript, oder eben in entsprechenden Lehr- und Fachbüchern,

05:40.460 --> 05:44.920
die bestimmt auch noch deutlich substanzieller sind, vielleicht noch

05:44.920 --> 05:50.420
korrekter, und wenn Sie eine Veröffentlichung bei einem Verlag haben,

05:50.500 --> 05:52.260
dann gehört ja auch immer noch das Lektorat dazu,

05:52.480 --> 05:55.100
Vielfachüberarbeitung, also das, was Sie in den Fachbüchern finden,

05:55.460 --> 06:00.340
ist entsprechend tiefer bearbeitet, oftmals in mehreren Auflagen, dann

06:00.340 --> 06:04.460
auch mit Korrekturen, also meine Vorstellung ist nicht, dass die Live

06:04.460 --> 06:09.100
-Vorlesung sozusagen ein Ersatz für das Lesen des Lehrbuchs oder des

06:09.100 --> 06:11.860
Fachbuchs ist, sondern es ist einfach eine andere Art, eine andere Art

06:11.860 --> 06:12.500
des Zugangs.

06:13.320 --> 06:17.080
Dann, wenn Sie ein Lehrbuch lesen oder ein Fachbuch lesen, dann haben

06:17.080 --> 06:21.900
Sie natürlich auch noch weiter von dem direkten Gedanken entferntes

06:21.900 --> 06:26.380
Produkt, also es ist immer noch stärker bearbeitet und korrigiert,

06:26.460 --> 06:31.160
nachgelesen, konzentriert, sodass Sie immer ferner von dem Autor oder

06:31.160 --> 06:34.940
von der Person sind, die die Grundgedanken einmal entwickelt hat.

06:35.280 --> 06:41.380
Und beides soll im Rahmen der universitären Lehre auch erlebbar sein,

06:42.440 --> 06:44.540
ein Gegenstand des Lehren und Lernens sein.

06:45.920 --> 06:49.200
Und die Vorlesung hier ist ja sozusagen auch nur eine Art der

06:49.200 --> 06:52.620
Veranstaltung, also ich habe heute, glaube ich, sechs Veranstaltungen

06:52.620 --> 06:55.580
und davon ist nur eine Vorlesung, ich höre zum Beispiel in der letzten

06:55.580 --> 06:59.500
Veranstaltung heute ausschließlich zu und kann vielleicht irgendwie

06:59.500 --> 07:02.840
mitdiskutieren, aber ich höre mir auch die Vorträge von Studierenden

07:02.840 --> 07:06.400
an, zu ihren Arbeiten, das ist zum Beispiel eine letzte Veranstaltung

07:06.400 --> 07:06.720
heute.

07:07.220 --> 07:10.620
Ich habe Veranstaltungen, wo es etwas mehr Diskussionen gibt, weil man

07:10.620 --> 07:14.460
gemeinsam an Aufgabenstellungen arbeitet, auch da ist mehr eine

07:14.460 --> 07:16.740
gleichartige Beteiligung, Sie kennen das ja auch in den

07:16.740 --> 07:20.520
unterschiedlichen Arten, und unsere Vorstellung war eben, diese

07:20.520 --> 07:27.320
Varianz auch von Veranstaltungen Ihnen anzubieten und eben, das hier

07:27.320 --> 07:30.800
ist eine Vorlesung, auch da unterscheiden wir uns ein bisschen, also

07:30.800 --> 07:36.220
Martin Fischer als Direktorkollege führt seine Vorlesung etwas anders

07:36.220 --> 07:41.020
durch, da ist auch ein bisschen das, was einem so gegeben ist, was der

07:41.020 --> 07:44.140
eigenen Art entspricht, kommt dabei zum Ausdruck.

07:44.140 --> 07:47.620
Ich denke, es ist auch ganz gut, wenn Sie Ines Langemeyer erleben,

07:47.700 --> 07:52.120
dass Sie diese Unterschiedlichkeit auch bemerken und damit auch

07:52.120 --> 07:55.240
feststellen, dass Wissenschaft auch eben Menschenwerk ist und durch

07:55.240 --> 07:58.320
diese Unterschiedlichkeit der Menschen und der Charaktere auch geprägt

07:58.320 --> 07:58.540
ist.

07:59.320 --> 08:03.600
Und auch das soll Ihnen in gewisser Weise offenbart werden durch die

08:03.600 --> 08:06.200
Art der Vorlesung.

08:07.120 --> 08:13.140
In der Vorlesung umgekehrt bleiben Sie für mich weitgehend verborgen,

08:14.000 --> 08:21.180
weil Sie eben dort sitzen und zuhören und ich fand das in den ersten

08:21.180 --> 08:26.280
Veranstaltungen, die ich hier durchgeführt habe, auch etwas hinderlich

08:26.280 --> 08:32.800
und habe unter anderem deswegen diese Wiki-Arbeit eingeführt, weil das

08:32.800 --> 08:38.360
für mich doch auch ganz gut einsehbar macht, wie Sie über ein Thema

08:38.360 --> 08:41.560
denken, wie Sie sich mit den Themen beschäftigen und wie Sie auch

08:41.560 --> 08:45.340
aufeinander eingehen und dadurch habe ich so ein bisschen diese

08:45.340 --> 08:52.020
Verborgenheit, die ich als Vortragender in der Vorlesung empfinde,

08:52.580 --> 08:56.360
auflösen können und konnte etwas mitvollziehen, wie Sie mit den

08:56.360 --> 08:57.440
einzelnen Themen umgehen.

09:00.770 --> 09:05.700
Ich würde dieses Wiki jetzt ab heute Nacht einmal dokumentieren und

09:05.700 --> 09:08.840
würde daraus auch dann die Grundlage für die Anerkennung der

09:08.840 --> 09:11.260
Leistungsnachweise ableiten.

09:12.460 --> 09:17.120
Da wäre jetzt die Frage, ob es von Ihrer Seite noch Nachfragen, gerade

09:17.120 --> 09:19.800
akut, dazu gibt, dann könnte ich jetzt noch was dazu sagen.

09:20.260 --> 09:22.740
Ich habe eine ganze Reihe von E-Mails bekommen und habe da auch

09:22.740 --> 09:25.400
eigentlich, meine ich, auf alle reagiert.

09:25.980 --> 09:27.220
Ich hoffe, ich habe niemanden übersehen.

09:29.160 --> 09:32.140
Da war immer die Frage, ob es gestern Nacht oder heute Nacht die

09:32.140 --> 09:39.260
Deadline ist, es ist also jetzt heute der 23.59 Uhr, wobei ich

09:39.260 --> 09:42.420
wahrscheinlich nicht um 23.59 Uhr das dokumentieren werde, aber das

09:42.420 --> 09:46.280
ist sozusagen der Zielzeitpunkt, weil irgendwann muss man ja ein Datum

09:46.280 --> 09:46.780
setzen.

09:47.700 --> 09:50.500
Einzelne Kommilitonen haben mich auch angeschrieben und haben aus

09:50.500 --> 09:53.720
bestimmten Begründungen um einen Nachfrist gebeten, also ich bin da

09:53.720 --> 09:57.520
jetzt auch nicht so vollkommen dogmatisch, aber es ist einfach bei

09:57.520 --> 10:00.120
diesem ganzen Ablauf sinnvoll, einen bestimmten Rahmen zu schaffen,

10:00.120 --> 10:03.760
eben hier auch eine Ziellinie zu definieren, damit Sie auch eine

10:03.760 --> 10:06.240
Orientierung haben, worauf Sie zuarbeiten.

10:06.660 --> 10:10.220
Und wenn wir jetzt heute stattdessen, wie das zu Beginn meiner Zeit

10:10.220 --> 10:13.540
hier und von meinem Vorgänger her war, eine Klausur schreiben würden,

10:13.860 --> 10:18.940
dann wäre es ja auch die heutige Zeit von 9.45 bis 11.15 Uhr, in der

10:18.940 --> 10:22.100
Sie Ihre Leistung, die für den Leistungsnachweis als Grundlage

10:22.100 --> 10:26.720
genommen wird, erbringen würden, das wäre genauso punktuell sozusagen,

10:27.140 --> 10:30.720
und Sie hätten nicht diesen intensiven Austausch und Vorlauf, den Sie

10:30.720 --> 10:32.960
für die Bearbeitung der Artikel nutzen könnten.

10:33.760 --> 10:36.120
Ich hatte eine Frage zur Verlinkung.

10:48.660 --> 10:52.160
Ja, die Frage, wie das jetzt mit der Aufgabenstellung der Anregung,

10:52.240 --> 10:57.140
Verlinkungen zwischen den Artikeln vorzunehmen aussieht, da ist aus

10:57.140 --> 11:02.320
meiner Sicht die Absicht dieses Hinweises, es ist, dass Sie, wie es in

11:02.320 --> 11:06.780
der Wissenschaft üblich ist, versuchen, die einzelnen Ansätze und

11:06.780 --> 11:10.140
Inhalte zu den Arbeiten anderer in Beziehung zu setzen, sich

11:10.140 --> 11:13.280
aufeinander zu beziehen, und das ist etwas, was in gewisser Weise in

11:13.280 --> 11:16.500
den letzten Jahren sich auch intensiviert hat, also in früheren Jahren

11:16.500 --> 11:19.720
in der Wissenschaftsrelation ist das auch schon üblich gewesen, aber

11:19.720 --> 11:22.960
heute hat man natürlich durch die Hypermediatechniken viel mehr

11:22.960 --> 11:25.980
Möglichkeiten, und deswegen wollte ich Sie also auch sozusagen

11:25.980 --> 11:28.840
verlocken oder anregen, das mal auszuprobieren, wie ist das denn

11:28.840 --> 11:32.120
eigentlich, wie kann man mit anderen Kontakt aufnehmen, wie kann man

11:32.120 --> 11:36.240
so eine Art Netzwerk oder Seilschaft, wie auch immer, herstellen und

11:36.240 --> 11:39.360
aufeinander verweisen, und das ist sozusagen ein technisches Element,

11:40.220 --> 11:44.000
das kann man jetzt in Ilias machen, das ist nicht so schwierig, aber

11:44.000 --> 11:47.260
es ist ein bisschen umständlich, und man kann es aber auch einfach

11:47.260 --> 11:51.520
machen, indem man es textlich schreibt, ohne dass diese technische

11:51.520 --> 11:54.140
Verlinkung vorgenommen ist, also einige von Ihnen haben da auch

11:54.140 --> 11:59.020
geschrieben, wie in Artikel so und so ausgeführt, das ist aus meiner

11:59.020 --> 12:03.440
Sicht auch im Sinne der Aufgabe, wobei das jetzt für mich jetzt nicht

12:03.440 --> 12:06.720
so, es ist nicht alles, was ich an Anregungen gegeben habe, dass ich

12:06.720 --> 12:10.220
sage, davon leidet sich die Benotung ab, also die Benotung ist ja mehr

12:10.220 --> 12:13.960
so eine Art Erfordernis, die ich erbringen muss, mir geht es mehr

12:13.960 --> 12:18.380
darum, dass ich Sie anregen möchte, bestimmte Dinge zu erproben,

12:18.560 --> 12:22.540
auszuprobieren, damit umzugehen, und da ist fast das Inhaltliche

12:22.540 --> 12:24.420
relevanter als das Technische.

12:25.200 --> 12:28.320
Also das Technische, hatte ich ja erklärt, ist aus meiner Sicht nur

12:28.320 --> 12:32.740
deswegen für diese Veranstaltung relevant, weil Didaktiker und

12:32.740 --> 12:37.780
Pädagogen heute zu einem erheblichen Anteil in derartigen Umgebung

12:37.780 --> 12:41.800
tätig sind und gegenüber den Teilnehmern, gegenüber den Lernenden oder

12:41.800 --> 12:46.420
auch gegenüber den Dozenten und Autoren die Rolle haben, das System zu

12:46.420 --> 12:49.700
vermitteln und das System zu organisieren und das System zu erklären,

12:49.860 --> 12:51.980
innerhalb derer dann diese Akteure tätig sind.

12:52.340 --> 12:55.220
Wenn Sie also als Berufspädagogen zum Beispiel in einem Unternehmen

12:55.220 --> 12:57.920
tätig werden oder bei einem Bildungsträger, kann es Ihnen gut

12:57.920 --> 13:02.220
passieren, dass Sie für Ilias oder Moodle oder für das Learning

13:02.220 --> 13:05.500
Management System zuständig sind oder das System, was es dann gibt,

13:05.980 --> 13:09.220
und dann sind Sie eigentlich in der Rolle, dass Sie andere anregen,

13:09.300 --> 13:12.200
mit diesen Möglichkeiten umzugehen und es auszuprobieren und die

13:12.200 --> 13:15.420
Schwierigkeiten zu überwinden und das, denke ich, ist dann auch ein

13:15.420 --> 13:21.420
Aspekt dieser Veranstaltung quer jetzt dazu, ob das jetzt ganz formal

13:21.420 --> 13:24.840
für den Erwerb der ECTS sozusagen erforderlich ist.

13:27.440 --> 13:33.760
Ja, gibt es noch andere Kommentare oder Fragen zu dem Wiki, dann ist

13:33.760 --> 13:36.000
das hoffentlich soweit auch geklärt.

13:37.000 --> 13:41.200
Die letzte Thematik der heutigen Veranstaltung ist ja die Evaluation

13:43.780 --> 13:48.400
und ich hatte im Vorfeld gesagt, dass sie relativ nah auch an dem

13:48.400 --> 13:52.040
Thema Prüfung ist, man kann sogar auch die Prüfung natürlich

13:52.040 --> 13:56.120
begrifflich als eine Art Evaluation bezeichnen, also da verschwimmen

13:56.120 --> 14:00.140
auch die Begriffsbedeutungen, ich habe versucht, es abzugrenzen, dass

14:00.140 --> 14:02.840
es bei der Prüfung, so wie sie hier im Rahmen der Veranstaltung

14:02.840 --> 14:09.080
definiert wird, darum geht, dass ein Lehr-Lern-Prozess auf eine

14:09.080 --> 14:16.320
Prüfung häufig zuläuft und die Prüfung sich darauf bezieht, dass

14:16.320 --> 14:19.760
Lernende nachweisen, dass sie eine Kompetenz erworben haben, dass sie

14:19.760 --> 14:23.540
ein Wissen erworben haben, dass sie eine bestimmte Befähigung, ein

14:23.540 --> 14:26.860
Können erworben haben, dass sie in einer Prüfung wiedergeben können

14:26.860 --> 14:31.680
und damit ein Testat, ein Zertifikat erwerben, einen Titel erwerben,

14:32.160 --> 14:38.560
der ihnen bestätigt, dass hier Gelernte, hat sich derjenige, der die

14:38.560 --> 14:42.740
Prüfung abgelegt hat, angeeignet und ist in der Lage, damit umzugehen.

14:43.200 --> 14:45.520
Das ist sozusagen das, was ich hier mit Prüfung bezeichne.

14:45.560 --> 14:52.100
Und Evaluation, aus meiner Sicht, bezieht sich eher auf das Lehr-Lern

14:52.100 --> 14:55.340
-Konzept selber, das Lehr-Lern-Arrangement, es ist also nicht

14:55.340 --> 14:58.840
Gegenstand der Evaluation der einzelnen Teilnehmer, der einzelnen

14:58.840 --> 15:02.880
Lernende, der einzelnen lernenden Person, sondern die Veranstaltung

15:02.880 --> 15:05.200
als solche wäre Gegenstand der Evaluation.

15:06.120 --> 15:09.060
Und Sie haben hier ja eine Evaluation zu dieser Veranstaltung

15:09.060 --> 15:12.820
mitgemacht, es gibt also am KIT eine Evaluation aller Veranstaltungen,

15:13.360 --> 15:15.680
Sie haben dabei festgestellt, und Sie kennen ja diesen

15:15.680 --> 15:18.440
Evolutionsbogen, weil Sie den glaube ich in allen Veranstaltungen auch

15:18.440 --> 15:24.600
ausfüllen, da ist keinerlei Frage, was jetzt der einzelne Student

15:24.600 --> 15:28.200
leistet in dem Rahmen, sondern es ist eigentlich eine Frage, wie die

15:28.200 --> 15:30.580
Rückmeldung zu der Art und Weise der Veranstaltung ist.

15:31.160 --> 15:35.640
Und das Spektrum, was Sie in diesem Erhebungsbogen des KIT finden, ist

15:35.640 --> 15:38.960
auch ein erster Einstieg in das Spektrum, was durch Evaluation

15:38.960 --> 15:41.420
abgedeckt werden kann.

15:42.820 --> 15:47.660
Ich habe mir jetzt zu dem Thema heute noch so einen kleinen

15:47.660 --> 15:51.660
inhaltlichen Rahmen überlegt, und ich werde zu einem Teil auf das

15:51.660 --> 15:55.560
eingehen, was im Skript auch enthalten ist, zum Teil werde ich etwas

15:55.560 --> 16:00.420
im Umfeld ausführen, ich weiß nicht genau, wie es zeitlich abläuft,

16:00.480 --> 16:03.340
weil das auch jetzt nicht ein Vortrag ist, den ich Jahr für Jahr

16:03.340 --> 16:06.420
gleich halte, sondern ich versuche auch da einfach aus der Situation

16:06.420 --> 16:09.920
heraus mit dem Thema umzugehen, es könnte also sein, dass wir ein

16:09.920 --> 16:16.540
bisschen früher fertig werden, und da ich in dem letzten Teil meiner

16:16.540 --> 16:21.080
Thematisierung von Evaluation auf das Hochschulstudium kommen will,

16:21.180 --> 16:24.240
und damit auch vielleicht auf Ihre Studiengänge, die ja auch einer

16:24.240 --> 16:27.860
Evaluation unterliegen, könnte es auch ein Einstieg sein, dass Sie da

16:27.860 --> 16:30.920
selber überlegen, inwieweit ist eigentlich aus unserer Sicht

16:30.920 --> 16:36.500
Studierender es wichtig, bestimmte Qualitätskriterien an das Studium

16:36.500 --> 16:41.460
anzulegen, und die Qualität des Studiums zu bessern zu versuchen, auch

16:41.460 --> 16:47.400
aus didaktischer Perspektive, da würde ich gerne zum Ende der heutigen

16:47.400 --> 16:52.880
Vorlesung kommen, möglicherweise können wir darüber auch nochmal

16:52.880 --> 16:55.520
diskutieren, ist auf jeden Fall ein Thema, was uns in den letzten

16:55.520 --> 16:59.620
Jahren stärker beschäftigt hat als in den Jahrzehnten davor, es ist

16:59.620 --> 17:03.080
ein großes Thema, Evaluation auch in der Hochschullehre, in der

17:03.080 --> 17:03.720
Hochschulbildung.

17:04.720 --> 17:10.060
Ja, ich hatte zunächst mal aus meiner Sicht versucht, abzugrenzen von

17:10.060 --> 17:14.600
dem Begriff der Prüfung, wobei ich dazu sage, diese Abgrenzung nehme

17:14.600 --> 17:18.700
ich im Rahmen dieser Vorlesung vor, wenn Sie in Lehrbücher schauen

17:18.700 --> 17:21.260
oder in Fachbücher, kann es sein, dass die Begriffe auch in einer

17:21.260 --> 17:26.400
anderen Abgrenzung verwendet werden, oder auch zum Teil überlappend,

17:26.900 --> 17:29.540
also nur für hier versuche ich, diese beiden Themen abzugrenzen.

17:29.540 --> 17:34.220
Ich glaube, dass es dennoch zwei abschließende Themen zu der Thematik

17:34.220 --> 17:37.480
der Didaktik und Methodik im beruflichen Lehren und Lernen ist.

17:37.980 --> 17:41.940
Ich hatte bezogen auf die Prüfung ja gesagt, dass es in vielen Fällen

17:41.940 --> 17:46.440
der Berufsbildung so ist, dass über die Prüfung überhaupt der gesamte

17:46.440 --> 17:48.460
Bildungsgang reguliert ist.

17:48.580 --> 17:52.000
Das heißt, es gibt eine Verordnung, die sich auf die Art und Weise der

17:52.000 --> 17:55.020
Prüfung bezieht, die überhaupt nichts darüber aussagt, wie man sich

17:55.020 --> 17:56.300
auf die Prüfung vorbereitet.

17:56.300 --> 17:59.240
Man kann sich ganz unterschiedlich auf die Prüfung vorbereiten und

17:59.240 --> 18:03.960
braucht nur zur Prüfung selber anzutreten, um dann entsprechend der

18:03.960 --> 18:07.560
Verordnung auch einen Titel zu erwerben, ein Zertifikat zu erwerben.

18:07.880 --> 18:11.500
Ich hatte als Beispiel die Fortbildungsprüfung genannt, wo das auf

18:11.500 --> 18:12.660
diese Weise geregelt ist.

18:13.320 --> 18:15.540
Es schafft dann natürlich die Möglichkeit für eine Vielfalt

18:15.540 --> 18:19.060
unterschiedlicher Vorbereitungen auf die Prüfung, es schafft aber auch

18:19.060 --> 18:22.240
die Notwendigkeit, dass, was in der Prüfung stattfindet, sehr genau

18:22.240 --> 18:26.160
erkennbar sein muss, sehr genau definiert sein muss, damit man sich

18:26.160 --> 18:27.420
eben darauf vorbereiten kann.

18:27.880 --> 18:32.200
Und dann gibt es dafür formelle Lehrgänge, die man über zwei oder drei

18:32.200 --> 18:36.300
Jahre besuchen kann, ganz unterschiedlicher Art, Vollzeit, Teilzeit,

18:36.840 --> 18:41.500
Selbststudiengänge, aber es gibt auch die Vorbereitung in Eigenarbeit

18:41.500 --> 18:43.640
als autodidaktischen Vorgang.

18:44.100 --> 18:47.960
Das unterscheidet sich von der Ausbildung, der Berufsausbildung, wie

18:47.960 --> 18:53.260
sie in Deutschland geregelt ist, die ja wesentlich über die Bestimmung

18:53.260 --> 18:58.160
dessen, was während der Ausbildung stattfindet, aufgebaut ist.

18:58.940 --> 19:01.560
Zur Prüfung wird doch auch etwas gesagt, im Wesentlichen wird aber

19:01.560 --> 19:03.740
etwas gesagt, wie die Ausbildung selber erfolgt.

19:03.840 --> 19:07.480
Und der Vertrag, der über die Ausbildung zwischen dem Auszubildenden

19:07.480 --> 19:10.960
und dem Ausbilder geschlossen wird, bezieht sich eigentlich auf ein

19:10.960 --> 19:15.140
Anrecht, dass bestimmte Inhalte während der Ausbildung auch zum Thema

19:15.140 --> 19:19.500
gemacht werden, vermittelt werden, und es ist also hier ein anderes

19:19.500 --> 19:22.720
Verhältnis zwischen Bildungsgang und Prüfung.

19:23.860 --> 19:27.060
Dennoch gibt es eine Auswirkung dessen, was in der Prüfung, wie

19:27.060 --> 19:30.300
geprüft wird, wie man sich auf die Prüfung vorbereitet.

19:30.780 --> 19:34.220
Natürlich wissen alle, auch wie Sie wissen, wenn Sie ein Studium

19:34.220 --> 19:38.040
beginnen, wie ungefähr die Prüfungen aussehen, man versucht dann immer

19:38.040 --> 19:40.260
herauszubekommen, was muss ich denn lernen, damit ich die Prüfung

19:40.260 --> 19:40.740
bestehe.

19:40.740 --> 19:48.060
Und diese Wechselwirkung zwischen Prüfung und Lernen ist unbestreitbar

19:48.060 --> 19:50.740
und wahrscheinlich auch unvermeidbar, deswegen gibt es diese

19:50.740 --> 19:56.780
Wechselbeziehung aus der Prüfung zu der Didaktik der Vorbereitung auf

19:56.780 --> 20:00.200
der Prüfung, beziehungsweise des Lernens, was auch auf die Prüfung hin

20:00.200 --> 20:00.900
sich bewegt.

20:00.900 --> 20:07.300
Und es ist so, dass ein ganz erheblicher Teil der Spannungen, der

20:07.300 --> 20:13.340
Probleme, die im Bereich der Bildungsprozesse selber sich ergeben, aus

20:13.340 --> 20:16.400
der Spannung zwischen der Art der Prüfung und der Art der

20:16.400 --> 20:17.880
Prüfungsvorbereitung sich ergibt.

20:18.460 --> 20:23.640
Wenn Sie eine Prüfung organisieren, eine Prüfung definieren, die

20:23.640 --> 20:27.940
überwiegend auf die Abfrage von Wissen ausgerichtet ist, dann wird es

20:27.940 --> 20:30.000
wahrscheinlich hochproblematisch sein, wenn Sie eine

20:30.000 --> 20:33.360
Prüfungsvorbereitung durchführen, die hochgradig auf

20:33.360 --> 20:38.460
Handlungsorientierung, Handlungssituationen ausgerichtet ist.

20:38.680 --> 20:41.740
Weil Sie da ja sehr viel mehr in die ganzen unterschiedlichen Arten

20:41.740 --> 20:45.160
mit Situationen umgehen, sich ausrichten, während Sie dann nach einer

20:45.160 --> 20:48.300
Prüfung ganz bestimmtes Wissen möglicherweise abfragen.

20:48.760 --> 20:51.820
Also sobald ein Widerspruch zwischen der Art der Prüfung und der Art

20:51.820 --> 20:55.100
der Vorbereitung da ist, führt das natürlich zu einer Spannung.

20:56.000 --> 21:01.080
Das wäre aus meiner Sicht der Grund, dass Prüfung auch relevant für

21:01.080 --> 21:04.260
die didaktische Methodik im gesamten Bereich, der auf die Prüfung

21:04.260 --> 21:05.820
zuführt ist.

21:06.340 --> 21:10.040
Und Evaluation wäre jetzt nochmal ein weiterer Bereich, weil er eine

21:10.040 --> 21:13.600
Gesamtbetrachtung des Vorgangs eigentlich thematisiert.

21:14.240 --> 21:18.420
Und die Evaluation beginnt möglicherweise mit der Frage, was sind denn

21:18.420 --> 21:21.920
eigentlich die Absichten, die Ziele, die Intentionen eines

21:21.920 --> 21:26.160
Bildungsgangs, und ich hoffe, dass ich mit der Thematisierung heute

21:26.160 --> 21:29.540
auch immer nochmal wieder Verbindungen Ihnen ermögliche, zu dem, was

21:29.540 --> 21:33.360
im gesamten Rahmen der Vorlesung hier vorgetragen worden ist, dass

21:33.360 --> 21:38.900
nämlich diese didaktischen Modelle als ein Beispiel, ich hatte ja da

21:38.900 --> 21:41.260
auf das Hamburger-Berliner-Modell hingewiesen, ich hatte auf die

21:41.260 --> 21:46.060
didaktische Analyse hingewiesen, ich hatte auf das Strukturkonzept von

21:46.060 --> 21:50.560
Lernbart und Nikolaus hingewiesen, dass dort die Voraussetzungen, also

21:50.560 --> 21:56.460
die Absichten ein wesentlicher Aspekt dessen sind, was Lehren und

21:56.460 --> 22:02.220
Lernen definiert und damit auch Gegenstand von Evaluation sein kann.

22:03.520 --> 22:12.000
Ich habe hier etwas textlastig den ganz groben Rahmen von Evaluation

22:12.000 --> 22:19.980
dargestellt, sie beginnt also damit zu erkunden, zu rekapitulieren,

22:20.180 --> 22:23.580
was sind die Zielstellungen, was sind die Vorbedingungen, was sind die

22:23.580 --> 22:30.460
Ausgangssituationen für ein Konzept des Lehrens und Lernens, da können

22:30.460 --> 22:33.860
Ziele eines organisierten Lernprozesses beispielsweise sein, das

22:33.860 --> 22:39.220
Bestehen der Prüfung am Ende, tatsächlich werden viele Bildungsgänge

22:39.220 --> 22:44.720
aus Sicht der Lernenden deswegen angegangen, weil man die Prüfung

22:44.720 --> 22:49.460
bestehen will und auch aus Sicht der Lehrenden oder derjenigen, die

22:49.460 --> 22:53.000
diese Veranstaltung organisieren, brauchen sie vor allem die

22:53.000 --> 22:56.040
Bestätigung, dass alle, die dann später zum Beispiel eine Tätigkeit

22:56.040 --> 22:58.860
übernehmen, die entsprechende Prüfung bestanden haben.

23:00.220 --> 23:03.180
Es könnte sein, die eigenständige Beherrschung der Handhabung eines

23:03.180 --> 23:07.420
technischen Ablaufes sein, also zum Beispiel Einarbeitung in einer

23:07.420 --> 23:11.480
Maschine oder die Einarbeitung in einer Software, in einer

23:11.480 --> 23:16.640
Computeranwendung etc., oder es könnte die Kompetenz für die Tätigkeit

23:16.640 --> 23:19.360
als souveräne Fachkraft in einem Beruf sein.

23:19.780 --> 23:23.220
Das wäre die Prüfung zum Beispiel am Ende einer Ausbildung oder die

23:23.220 --> 23:28.140
Prüfung am Ende einer Fortbildung, beziehungsweise auch eine Prüfung,

23:28.200 --> 23:30.900
die sich aus verschiedenen Prüfungsleistungen während einer

23:30.900 --> 23:35.280
Bildungsaktivität ergeben und dann am Ende dazu führen, dass man sagen

23:35.280 --> 23:43.460
kann, ich darf als Kfz-Mechatroniker Fahrzeuge reparieren, ich darf

23:43.460 --> 23:49.780
als Krankenpflegerin Patienten behandeln, Medikamente ausgeben etc.,

23:49.780 --> 23:53.060
also die Voraussetzung dafür, später verantwortungsvolle Tätigkeiten

23:53.060 --> 23:53.700
zu übernehmen.

23:55.820 --> 24:02.400
Diese Ziele geben nicht direkt vor, wie das angegangen werden kann,

24:02.480 --> 24:04.740
aber sie sind Bezugspunkt der Konzeption.

24:05.120 --> 24:09.440
Die Konzeption eines Lehren und Lernens versucht, das, was in den

24:09.440 --> 24:11.840
Zielen angelegt ist, umzusetzen.

24:11.960 --> 24:15.360
Sie muss immer wieder in ihren Teilen begründen, warum die

24:15.360 --> 24:19.580
konzipierten Elemente im Sinne der Zielstellungen förderlich sind.

24:19.580 --> 24:25.380
Also die Definition der Ziele gibt auch vor, woran die Konzeption

24:25.380 --> 24:26.420
gemessen werden muss.

24:26.540 --> 24:29.860
Wenn ich also das Ziel der Handlungskompetenz im Bereich der

24:29.860 --> 24:33.800
Berufsbildung setze, dann ist immer wieder die Frage, inwieweit die

24:33.800 --> 24:36.920
einzelnen Teile der Ausbildung selber zur Förderung von

24:36.920 --> 24:38.160
Handlungskompetenz beitragen.

24:38.280 --> 24:41.200
Sobald es als Ziel benannt ist, ist es auch die Frage an die

24:41.200 --> 24:46.740
Konzeption und damit die Frage an die Interventionen, hier die

24:46.740 --> 24:51.620
pädagogischen Interventionen, also was zum Beispiel machen Ausbilder,

24:51.720 --> 24:54.680
was machen Lehrende, was machen Organisierende von Lehr- und

24:54.680 --> 24:59.560
Lernprozessen, um diese Konzeption, diese Zielstellung dann im

24:59.560 --> 25:03.320
konkreten Bildungsgang, im Unterricht oder in der Lehrwerkstatt

25:03.320 --> 25:04.680
umzusetzen.

25:05.440 --> 25:08.440
Ich habe geschrieben, die Konzeption beinhaltet im Wesentlichen die

25:08.440 --> 25:11.680
systematische Darstellung aller Bestandteile des Lehr- und

25:11.680 --> 25:15.060
Lernprozesses, welcher vorgesehen ist, zur Verwirklichung der Ziele zu

25:15.060 --> 25:15.480
führen.

25:15.480 --> 25:20.300
Das kann sich um Inhalte, Arrangements oder Vorgänge handeln.

25:21.180 --> 25:24.980
Die Intervention umfasst alle Aktivitäten der praktischen Umsetzung

25:24.980 --> 25:25.920
der Konzeption.

25:26.460 --> 25:28.920
Sie wird in erster Linie durch die Lehrenden vorbereitet und

25:28.920 --> 25:29.500
durchgeführt.

25:29.840 --> 25:32.700
Die Lernenden sind Zielpersonen und Beteiligte der Intervention.

25:32.940 --> 25:36.860
Also die Pädagogenrolle ist sozusagen dann hier in der

25:36.860 --> 25:41.600
Aufgabenstellung das, was konzipiert ist, durch pädagogische

25:41.600 --> 25:44.240
Arrangements, durch pädagogische Interventionen umzusetzen.

25:45.300 --> 25:48.860
Dann geht hier ein Pfeil weiter in Richtung der Wirkung, und da war ja

25:48.860 --> 25:53.820
in der einführenden Veranstaltung gesagt, es geht eigentlich bei der

25:53.820 --> 25:58.500
gesamten Pädagogik darum, Lernen zu ermöglichen.

25:59.080 --> 26:02.080
Es geht also nicht darum, dass der Dozent, die Dozentin etwas

26:02.080 --> 26:05.400
vorträgt, oder wie man das vorträgt, oder was der Inhalt ist, sondern

26:05.400 --> 26:08.420
es geht um die Frage, wie die Lernenden etwas aufnehmen, wie sie sich

26:08.420 --> 26:09.140
etwas anreichen.

26:09.140 --> 26:13.700
Das ist Ziel eigentlich des Arrangements von Unterricht oder einer

26:13.700 --> 26:14.980
Vorlesung oder eines Studiums.

26:16.040 --> 26:20.080
Und die Interventionen, die Aktivitäten der Lehrenden, die

26:20.080 --> 26:23.740
organisationalen Elemente, sind eigentlich nur dazu gehalten, dieses

26:23.740 --> 26:27.100
Lernen zu unterstützen, zu ermöglichen, hervorzurufen.

26:28.460 --> 26:33.280
Und damit ist also die Pädagogik eigentlich auch ausgerichtet, eine

26:33.280 --> 26:35.300
entsprechende Wirkung zu unterstützen.

26:35.920 --> 26:40.000
Man kann sie nun nicht unmittelbar erreichen, die Wirkung, also da war

26:40.000 --> 26:43.120
ja in dem Teil, der sich mit der menschlichen Lernfähigkeit

26:43.120 --> 26:47.060
beschäftigt hat, auch die eigentlich weitgehend einvernehmliche

26:47.060 --> 26:49.580
Annahme, dass man Lernen nicht direkt beobachten kann.

26:50.560 --> 26:52.780
Vielleicht kann man es in einigen Jahren beobachten, aber bisher kann

26:52.780 --> 26:56.560
man es nicht direkt beobachten, und von daher geht es um einen

26:56.560 --> 26:58.360
hypothetischen Vorgang.

26:59.300 --> 27:03.800
Deswegen ist auch die Frage, wie die Wirkung nachgewiesen werden kann,

27:05.320 --> 27:09.460
keine Triviale und die Prüfung selber muss nicht unbedingt tatsächlich

27:09.460 --> 27:13.360
die Wirkung zeigen, sie ist nur ein Indikator dafür, dass etwas

27:13.360 --> 27:14.460
gelernt worden ist.

27:14.860 --> 27:19.520
Dass eine Prüfung bestanden wird, die eine lernende Person nicht

27:19.520 --> 27:22.840
bestanden hätte, wenn sie nicht durch den Lehrgang, durch den

27:22.840 --> 27:26.180
Unterricht gelaufen wäre, sich nicht die Inhalte erarbeitet würden,

27:26.540 --> 27:28.580
das gilt als ein Nachweis von Wirkung.

27:29.480 --> 27:35.760
Und es wird versucht, über die Konzeption in der Intervention

27:35.760 --> 27:41.460
bestimmte Merkmale möglichst mit großer Sicherheit hervorzurufen, die

27:41.460 --> 27:44.000
ich dann als Wirkungsnachweis verwenden kann.

27:44.860 --> 27:49.240
Also als Beispiel, ich trage hier 1,5 Stunden vor und ich nehme mir 10

27:49.240 --> 27:52.720
Punkte aus diesem 1,5-Stunden-Programm, wo ich sage, die wären mir so

27:52.720 --> 27:56.740
wichtig, dass ich, wenn hinterher ich sie danach frage, ich relativ

27:56.740 --> 27:59.260
sicher davon ausgehen kann, dass sie die gehört haben, wenn sie nicht

27:59.260 --> 28:04.500
total hier abwesend waren während der Zeit des Vortrags.

28:04.840 --> 28:10.040
Und diese 10 Punkte sind für mich die Indikatoren, die ich nachher für

28:10.040 --> 28:11.480
den Wirkungsnachweis verwende.

28:11.780 --> 28:15.240
Das ist aber nur meine Rückmeldung, wie die Wirkung bei Ihnen sich

28:15.240 --> 28:18.780
ergibt, das ist darüber nur ganz bedingt zu erfahren und das könnte

28:18.780 --> 28:22.660
man tatsächlich eher über das Resultat herausbekommen, indem ich

28:22.660 --> 28:27.740
nämlich Jahre später bei Ihnen nochmal beobachte, wie Sie in Ihrer

28:27.740 --> 28:31.060
Tätigkeit als Pädagogen vorgehen und ob Sie irgendetwas dabei

28:31.060 --> 28:33.580
verwenden, was hier Gegenstand der Lehre war.

28:34.900 --> 28:40.580
Und dieses, was heute ja auch Martin Fischer, denke ich, in den

28:40.580 --> 28:43.820
Mittelpunkt steht, Output und Outcome, also das, was eigentlich die

28:43.820 --> 28:47.520
spätere Folge des Lernens und Lernens ist, das wäre natürlich die

28:47.520 --> 28:49.680
eigentliche Absicht, vor allem im beruflichen Bereich.

28:49.680 --> 28:53.980
Weil die berufliche Bildung findet ja statt, um ein kompetentes

28:53.980 --> 28:57.400
Handeln später im Beruf zu ermöglichen, also es geht eigentlich um

28:57.400 --> 28:59.820
dieses Resultat längere Zeit später.

29:00.240 --> 29:03.340
Das ist aber nahezu verschlossen für die unmittelbare

29:03.340 --> 29:04.560
wissenschaftliche Erkundung.

29:05.040 --> 29:08.160
Also diesen Zusammenhang zwischen dem, was in einzelnen Bestandteilen

29:08.160 --> 29:11.240
der Ausbildung stattgefunden hat oder auch des Studiums und dem, wie

29:11.240 --> 29:15.140
später der Beruf ausgeübt wird, der ist wissenschaftlich bislang

29:15.140 --> 29:16.720
praktisch nicht nachweisbar.

29:16.720 --> 29:20.700
Auch dafür gibt es natürlich den Versuch über einige Indikatoren, über

29:20.700 --> 29:23.240
entsprechende wissenschaftliche Methodik, sich dem zu nähern.

29:23.740 --> 29:28.160
Man muss aber dabei immer den Vorbehalt berücksichtigen, dass es

29:28.160 --> 29:31.100
natürlich vielfältige andere Einflüsse sein kann, die dann einen

29:31.100 --> 29:32.520
bestimmten Effekt hervorrufen.

29:33.440 --> 29:37.940
Und das umso mehr, wenn das Ziel, zum Beispiel an der Berufsbildung,

29:38.280 --> 29:42.840
nicht mehr ist wie in dem terroristischen Prinzip der Organisation von

29:42.840 --> 29:46.740
Arbeit, wo, wie hier vorgetragen, eben eine sehr genau bestimmte

29:46.740 --> 29:51.660
kontrollierbare Arbeit Ziel der Ausbildung war, sondern wie heute eine

29:51.660 --> 29:55.140
Arbeit, in der man sich immer wieder mit neuen Bedingungen, mit neuen

29:55.140 --> 29:58.580
Herausforderungen, mit unbekannten Situationen auseinander setzen

29:58.580 --> 30:01.960
können soll und die Befähigung erwerben soll, das zu tun.

30:02.860 --> 30:06.000
Und damit ist ja auch das, was ich später erwarte, was machen die

30:06.000 --> 30:09.540
Absolventen einer Ausbildung, machen die Absolventen eines Studiums

30:09.540 --> 30:12.600
für den Pädagogen immer weniger greifbar, weil ich weiß tatsächlich

30:12.600 --> 30:15.680
nicht, was sie in fünf oder zehn Jahren in ihrem Beruf vorfinden.

30:16.360 --> 30:20.680
Man meint, dass man vor 100 oder 200 Jahren sich darüber klarer war,

30:20.760 --> 30:24.360
weil die Zeiten sich weniger schnell verändern, aber man meint seit

30:24.360 --> 30:28.460
30, 40 Jahren, dass die Beschleunigung der Veränderung in den

30:28.460 --> 30:32.040
beruflichen Tätigkeiten so rasch ist, dass man mit einer Ausbildung

30:32.040 --> 30:34.960
oder einem Studium nicht alle Inhalte anlegen kann, die man dann

30:34.960 --> 30:38.600
später nur noch immer wiederholt in gleicher Weise verwenden kann,

30:38.600 --> 30:44.400
sondern man bereitet vor auf eine offene, unbekannte Situation der

30:44.400 --> 30:51.140
beruflichen Tätigkeit und damit ist es ganz schwer, diese Effekte auf

30:51.140 --> 30:56.060
die spätere Tätigkeit im Sinne des Resultates als Gegenstand von

30:56.060 --> 30:59.120
Evaluationen zu erschließen.

31:00.620 --> 31:04.640
Also Evaluation würde sich darauf noch beziehen, real ist es

31:04.640 --> 31:06.940
allerdings so, dass das äußerst schwierig ist.

31:09.160 --> 31:12.520
Deswegen gibt es eigentlich meines Erachtens, oder unter anderem,

31:12.640 --> 31:15.720
deswegen gibt es einen anderen Ansatz, auch mit der Evaluation

31:15.720 --> 31:20.040
umzugehen, als jetzt genau diese Abfolge nur zu vollziehen.

31:21.020 --> 31:29.280
Man hat seit auch schon 20, 30 Jahren einen Ansatz gewählt, der eher

31:29.280 --> 31:39.600
sich auf die Gestaltung des gesamten Bildungsrahmens und des gesamten

31:39.600 --> 31:45.940
Bildungsprozesses bezieht und diesen als solchen so gut wie möglich zu

31:45.940 --> 31:49.700
organisieren und immer wieder innerlich zu prüfen, ob er in sich

31:49.700 --> 31:54.020
stimmig ist, ob er den Zielstellungen entspricht, und das, was man so

31:54.020 --> 31:59.820
als eine Art Qualitätsmanagement verstehen kann, zu verwenden, um Güte

31:59.820 --> 32:03.360
zu sichern und dann auch über Evaluationen zu verfolgen.

32:04.040 --> 32:09.980
Wenn Sie also heute zum Beispiel in die Schulen gehen, und das gilt

32:09.980 --> 32:13.060
für allgemeinbildende Schulen oder berufliche Schulen, ist der Begriff

32:13.060 --> 32:17.420
der Evaluation inzwischen relativ gut bekannt, und ist aber ein

32:17.420 --> 32:21.940
Begriff, der nicht schon seit jeher bekannt war, sondern der seit 10,

32:22.020 --> 32:24.560
15, 20 Jahren in die Schule vorgedrungen ist.

32:25.180 --> 32:29.980
Und da gibt es zwei Begriffe, die da sozusagen Evaluationen

32:29.980 --> 32:33.760
thematisieren, nämlich die Selbstevaluation und die Fremdevaluation.

32:35.160 --> 32:39.780
Zunächst einmal war die Annahme, dass die Evaluation, also die

32:39.780 --> 32:45.680
Betrachtung, Bewertung, Begutachtung einer Bildungsmaßnahme, eines

32:45.680 --> 32:50.860
Bildungsarrangements, Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen

32:50.860 --> 32:55.140
von externen Gutachtern wäre, die dann vielleicht ein Ranking

32:55.140 --> 32:59.500
aufstellen oder einen Testat verfassen.

33:00.240 --> 33:01.780
Das ist auch eine Art der Evaluation.

33:02.020 --> 33:05.540
Das, was aber in den Schulen sich stärker erst einmal entwickelt hat,

33:05.640 --> 33:06.840
ist die Selbstevaluation.

33:06.840 --> 33:13.320
Dass nämlich Lehrerkollegen aufgefordert waren, zu überlegen, woran

33:13.320 --> 33:15.240
messen wir eigentlich die Güte unserer Arbeit.

33:16.780 --> 33:21.040
Woran erkennen wir, ob das, was wir in unserem unterrichtlichen Alltag

33:21.040 --> 33:23.320
tun, überhaupt gut ist.

33:23.800 --> 33:26.100
Dem entspricht, was wir eigentlich für sinnvoll halten.

33:26.560 --> 33:31.440
Was sind überhaupt die Leitlinien, an denen wir uns orientieren, um

33:31.440 --> 33:33.820
Sinnhaftigkeit unseres Tuns zu überprüfen.

33:35.240 --> 33:38.560
Eigenartigerweise hat man vor 15, 20 Jahren auch in den Schulen

33:38.560 --> 33:41.160
gemerkt, dass man sich darüber gar nicht im Klaren war.

33:42.300 --> 33:44.740
Wir als Schüler hätten vielleicht gedacht, die wissen genau, was sie

33:44.740 --> 33:45.100
wollen.

33:45.520 --> 33:48.240
Tatsächlich ist es aber umgekehrt, dass wenn man darüber gesprochen

33:48.240 --> 33:51.140
hat, auch in Lehrerkollegen, man gar nicht so eindeutig sagen könnte,

33:51.240 --> 33:53.480
was sind denn die Gütemerkmale unseres Unterrichts.

33:54.020 --> 33:59.480
Ist das Gütemerkmal, dass ich die vorgegebene Seitenzahl im Halbjahr

33:59.480 --> 34:05.220
abgearbeitet habe, die im Curriculum definiert war oder die im

34:05.220 --> 34:06.540
Lehrbuch vorgesehen ist?

34:07.280 --> 34:12.580
Ist es ein Gütemerkmal, dass alle Klassenangehörigen die nächste

34:12.580 --> 34:16.160
Jahrgangsstufe erreichen und das Jahrgangsziel erreichen?

34:17.080 --> 34:18.360
Was ist das Gütemerkmal?

34:18.680 --> 34:23.140
Und das war eigentlich ein Impuls zu thematisieren, dass sich

34:23.140 --> 34:27.460
Lehrerkollegien in Schulen selber darüber klar werden, was sind unsere

34:27.460 --> 34:33.880
Ziele, was tun wir, um diese Ziele auch in unserem schulischen Alltag

34:35.360 --> 34:40.060
sich auswirken zu lassen, an welchen Interventionen wollen wir

34:40.060 --> 34:46.780
arbeiten, um gezielter auch diese Absichten in die schulische

34:46.780 --> 34:49.300
Wirklichkeit zu bringen und an welchen Merkmalen wollen wir erkennen,

34:49.380 --> 34:50.100
ob das funktioniert.

34:51.140 --> 34:54.920
Auch das nicht einfach, wir reflektieren da frei darüber, sondern im

34:54.920 --> 34:57.700
Vorfeld zu sagen, was sind die Merkmale, an denen wir messen wollen,

34:57.780 --> 35:00.340
ob das, was wir uns vorgenommen haben, auch eintrifft.

35:01.260 --> 35:06.160
Ja und das war ein Vorgang, der das Thema der Evolution in der Bildung

35:06.160 --> 35:10.080
überhaupt sehr stark eingebracht hat, auch mit vielen Widerständen bis

35:10.080 --> 35:14.180
heute, und wenn Sie in die Schulen kommen, ist so das Thema Evolution

35:14.180 --> 35:18.980
einerseits relativ präsent, auch als eine Art notwendiger Vorgang,

35:19.460 --> 35:21.160
aber es ist nicht unbedingt besonders beliebt.

35:21.160 --> 35:24.800
Man ist dort bislang weiter zwiespältig, ist das eigentlich wirklich

35:24.800 --> 35:25.820
hilfreich oder nicht.

35:26.600 --> 35:33.200
Und ein Hintergrund für die Zwiespältigkeit ist, dass die neue

35:33.200 --> 35:36.680
Konjunktur oder überhaupt die Konjunktur des Themas Evolution in der

35:36.680 --> 35:39.420
allgemeinen Bildung und der beruflichen Bildung nicht so sehr aus der

35:39.420 --> 35:40.980
Pädagogik kam, sondern aus der Wirtschaft.

35:42.260 --> 35:47.020
Und damit wieder zurück zu dem einen Einführungsteil hier, der mit der

35:47.020 --> 35:49.080
Veränderung der Arbeitsrealität verbunden ist.

35:51.160 --> 35:55.800
Ich hatte in dem Einführungsteil ja nicht nur diesen Übergang vom

35:55.800 --> 36:01.280
Terrorismus angesprochen, sondern auch den damit verbundenen

36:01.280 --> 36:06.120
Veränderungsprozess der Vervollständigung der Arbeitstätigkeiten.

36:07.000 --> 36:09.820
Also das, was für den Terrorismus das Wesentliche ist, nämlich die

36:09.820 --> 36:14.240
Trennung von Planung, Ausführung und Kontrolle, sollte hier wieder

36:14.240 --> 36:15.360
reintegriert werden.

36:15.360 --> 36:19.020
Man hat sich also überlegt, wie eine Person, die eine Arbeit

36:19.020 --> 36:23.580
durchführt, auch einen gewissen Handlungsspielraum bekommen kann, die

36:23.580 --> 36:26.560
eigene Arbeit zu planen und eben nicht nur Anweisungen zu folgen,

36:26.700 --> 36:29.880
sondern wirklich zu überlegen, ich habe eine Aufgabe, welche

36:29.880 --> 36:33.240
Informationen brauche ich, wie gehe ich am besten vor, einen gewissen

36:33.240 --> 36:35.960
Handlungsspielraum zu nutzen und dann auch zu prüfen, zu

36:35.960 --> 36:40.020
kontrollieren, war das in Ordnung, was ich getan habe.

36:40.020 --> 36:45.900
Hat tatsächlich das, was beabsichtigt war, durch den umgesetzten

36:45.900 --> 36:47.920
Vorgang erreicht werden können.

36:48.660 --> 36:53.140
Und diese Veränderung, also die Reintegration von Qualitätssicherung,

36:53.260 --> 36:56.860
von Bewertung der eigenen Arbeit in die Arbeitsstätigkeit selber, hat

36:56.860 --> 37:00.460
die betriebliche Wirklichkeit, die Arbeitsrealität in vielen Berufen

37:00.460 --> 37:01.740
sehr stark verändert.

37:02.500 --> 37:06.360
Sie hat auch dazu geführt, dass die vorher getrennt organisierten

37:06.360 --> 37:10.120
Qualitätsprüfungen, Qualitätskontrollen, die Laufprüfer, die

37:10.120 --> 37:15.640
Inspektoren, in gewisser Weise wieder in die Arbeitsteams reintegriert

37:15.640 --> 37:18.920
worden sind, die Aufgaben sind reintegriert worden, das heißt nicht,

37:18.960 --> 37:21.840
dass man gesagt hat, Qualitätskontrollen sind weniger wichtig, im

37:21.840 --> 37:25.680
Gegenteil, man hat eigentlich gesagt, zu jeder Tätigkeit gehört die

37:25.680 --> 37:29.300
Sicherung der Qualität der eigenen Arbeit dazu und es ist eine

37:29.300 --> 37:33.300
Teilaufgabe jeder Fachkraft, für die Qualität der eigenen Arbeit

37:33.300 --> 37:34.620
Verantwortung zu übernehmen.

37:35.580 --> 37:39.000
Man hat also das, was eine reine Endkontrolle war, in jede Tätigkeit

37:39.000 --> 37:41.960
mit hineingenommen, trotzdem, wenn Sie ein Unternehmen geben, gibt es

37:41.960 --> 37:45.300
weiter die Qualitätssicherung, es gibt auch weiter Labore und so

37:45.300 --> 37:48.120
weiter, es gibt auch diese Expertise, aber Sie werden feststellen,

37:48.220 --> 37:52.340
dass zu jedem Beruf dazugehört, Verantwortung für die Qualität der

37:52.340 --> 37:58.720
eigenen Arbeit zu übernehmen und dafür bestimmte Vorgehensweisen zu

37:58.720 --> 38:04.240
beachten und man hat dieses nicht so sehr nur über den Anspruch an

38:04.240 --> 38:07.800
jeden gemacht, sondern man hat den Arbeitsprozess als solchen

38:07.800 --> 38:08.340
verändert.

38:08.980 --> 38:12.980
Und diese Prozessoptimierung in jede Tätigkeit, eine Teiltätigkeit,

38:13.200 --> 38:18.120
Prüfung dessen, was man gemacht hat, auch Reflexion und Verbesserung

38:18.120 --> 38:24.100
der eigenen Arbeit, ist als Teil der Prozessoptimierung in die

38:24.100 --> 38:26.520
Organisation von Arbeit hineingeführt worden.

38:26.520 --> 38:31.240
Man hat da über viele Jahre, und das ist etwas, was in gewisser Weise

38:31.240 --> 38:36.920
sich noch fortsetzt, angefangen, Handbücher zu schreiben über die

38:36.920 --> 38:40.960
Aspekte, die für die eigene Arbeit bedeutsam sind, was die Qualität

38:40.960 --> 38:45.400
angeht, was die gute Arbeit angeht, und dabei auch die Übergaben mit

38:45.400 --> 38:45.960
zu definieren.

38:46.120 --> 38:50.800
Also wenn ich ein Teilprodukt annehme, welche Erwartungen habe ich an

38:50.800 --> 38:53.820
den Kollegen, an die andere Abteilung, die mir dieses Teil zuliefert,

38:53.820 --> 38:59.620
und welche Aufgaben muss ich am Anfang ausführen, um sicherzustellen,

38:59.720 --> 39:01.540
dass diese Vorgaben auch erfüllt worden sind.

39:01.960 --> 39:05.220
Also sobald ich ein Teil, was mir zugeliefert hat, akzeptiere,

39:05.860 --> 39:09.240
akzeptiere ich auch, dass es von der Qualität her in Ordnung ist, den

39:09.240 --> 39:10.640
Anforderungen entspricht.

39:11.380 --> 39:15.080
Man hatte zu einem Teil als Effekt in den 90er-Jahren dann sehr

39:15.080 --> 39:17.780
umfangreiche Waren-Eingangsprüfungen als ein Beispiel.

39:17.780 --> 39:21.360
Am Anfang wurde aufgrund dieses Anspruchs dann lange geprüft, ob das,

39:21.440 --> 39:25.020
was geliefert wurde, wirklich den Anforderungen entspricht.

39:25.560 --> 39:28.240
Das war sehr umständlich, und man hat dann eigentlich das Vorverlagen,

39:28.340 --> 39:32.880
man hat gesagt, der Lieferant muss über den Prozess sicherstellen,

39:33.120 --> 39:36.120
dass das zugelieferte Produkt den Anforderungen entspricht.

39:36.560 --> 39:41.880
Und diese Sicherstellung der prozessualen Stimmigkeit ist der Nachweis

39:41.880 --> 39:43.560
für die Qualität.

39:43.560 --> 39:47.740
Also man hat hier über die Definition des Prozesses, die Bestimmung

39:47.740 --> 39:52.140
des Prozesses, die Dokumentation des Prozesses einen hohen

39:52.140 --> 39:55.360
Qualitätsstandard erreichen können, tatsächlich hat das in der

39:55.360 --> 39:58.580
Wirtschaft gewirkt, in dem Sinne, dass die Unternehmen, die auf diese

39:58.580 --> 40:02.400
Weise gearbeitet haben, am Markt erfolgreich waren, und es gab damals

40:02.400 --> 40:07.820
ein schönes Propagandakonzept dafür, was vielleicht diesem Begriff

40:07.820 --> 40:11.640
Telelogismus etwas entspricht, das Total Quality Management.

40:12.300 --> 40:18.460
Also ein totalitäres Konzept, um Qualität zu sichern, um über die

40:18.460 --> 40:24.220
Sicherung der Güte eines Prozesses, eines Systems durchzusetzen, dass

40:24.220 --> 40:25.860
eine hohe Qualität erreicht ist.

40:26.640 --> 40:29.960
Das hat den Unternehmen enorme Veränderungen mit sich gebracht und ist

40:29.960 --> 40:32.660
dann in gewisser Weise in die Schulen übertragen worden.

40:32.660 --> 40:37.360
Also vieles in diesem Zusammenhang wurde aus erfolgreicher

40:37.360 --> 40:41.180
wirtschaftlicher Umsetzung dann in Bildungsinstitutionen beachtet,

40:41.300 --> 40:44.340
aufgenommen, möglicherweise zunächst vermittelt, dass die

40:44.340 --> 40:47.000
betrieblichen Bildungseinrichtungen auch sich diesem Anspruch

40:47.000 --> 40:53.300
aussetzen mussten oder diesem Anspruch gerecht werden mussten, also

40:53.300 --> 40:55.880
die haben ihre ganzen Prozesse natürlich, wenn eine

40:55.880 --> 41:00.680
Bildungseinrichtung, eine Lehrwerkstatt in einem Unternehmen tätig

41:00.680 --> 41:04.640
war, dann musste die auch diesen Ansprüchen gerecht werden, die die

41:04.640 --> 41:11.340
Produktion oder der Vertrieb entsprechend beachtet und dabei ist ein

41:11.340 --> 41:14.920
ganz wesentliches Element, dass das jetzt als Total Quality Management

41:14.920 --> 41:19.160
nicht nur eine reine Obrigkeitsfunktion war, sondern dass sie ganz

41:19.160 --> 41:23.080
wesentlich enthielt, dass alle Mitarbeiter diese Idee aufnahmen, dass

41:23.080 --> 41:28.280
sie das Konzept als solches als sinnvoll und förderlich für sich

41:28.280 --> 41:36.400
verstehen und dabei dann zur Realisierung dieses Konzeptes mitwirken.

41:36.860 --> 41:39.440
Also ähnlich, ich hatte das Stichwort Selbstevaluation und

41:39.440 --> 41:43.540
Fremdevaluation für die Schule genannt, ganz wesentlich für den Erfolg

41:43.540 --> 41:48.600
dieses Ansatzes ist, dass die Menschen selber, die für einen Vorgang

41:48.600 --> 41:53.900
zuständig sind, auch die Verantwortung für die Evaluierung des

41:53.900 --> 41:54.880
Vorgangs übernehmen.

41:55.660 --> 42:02.820
Also in dem Sinne, dass die Lehrenden sich nicht nur zuständig fühlen

42:02.820 --> 42:06.280
für den Unterricht als solches, sondern auch dafür, dass Ziele

42:06.280 --> 42:10.560
definiert werden oder Ziele bewusst sind, die den Unterricht leiten,

42:10.660 --> 42:14.420
dass ein Konzept existiert, was für den Unterricht als solches

42:14.420 --> 42:17.840
funktioniert, dass ich Merkmale definiere, an denen ich den Unterricht

42:17.840 --> 42:20.780
als solchen beurteilen kann und dass ich auch vielleicht die

42:20.780 --> 42:25.300
Klassentür öffne und mit meinem Kollegen gemeinsam hier an der Güte

42:25.300 --> 42:28.480
der Veranstaltung arbeite.

42:30.140 --> 42:34.780
Ich hatte mir noch ein Beispiel überlegt aus dem Betriebchenbereich,

42:35.380 --> 42:41.280
was wir in dem Zusammenhang einer Untersuchung erkundet haben, das

42:41.280 --> 42:54.400
wäre jetzt zum Beispiel die Aufgabe, in einem Produktionsbetrieb die

42:54.400 --> 43:01.040
Bewirtschaftung der Messmittel zu organisieren und der Fall, der also

43:01.040 --> 43:04.540
auch diesem Veränderungsprozess über das Total Quality Management dort

43:04.540 --> 43:10.120
unterworfen wurde, war zunächst mal auch eine gewachsene Praxis.

43:11.140 --> 43:18.180
Man hat einen Betrieb, der über Jahrzehnte existiert und erfolgreich

43:18.180 --> 43:24.680
arbeitet, in dem wachsen einfach viele einzelne Verhältnisse,

43:24.820 --> 43:30.540
Arrangements, Abläufe und man überlegt für gleich gar nicht jedes Mal

43:30.540 --> 43:36.140
die Sinnhaftigkeit oder die zielführende Ausrichtung, sondern solange

43:36.140 --> 43:39.600
es erfolgreich ist, wird auch der gewachsene Zustand erstmal

43:39.600 --> 43:40.740
weitergeführt.

43:41.600 --> 43:47.060
Durch diese Aufforderung zu evaluieren und zu überdenken, was man tut,

43:47.580 --> 43:54.500
werden solche Arrangements dann nochmal wieder in den Mittelpunkt der

43:54.500 --> 43:58.160
Untersuchung gestellt und zwar durch die Mitarbeiter selbst, das heißt

43:58.160 --> 44:02.000
es sind dann Aufgaben, wo ein Team, was in der Produktion mit einer

44:02.000 --> 44:05.780
Fülle von Messmitteln umgeht, betrachtet wird, ist eigentlich unsere

44:05.780 --> 44:08.800
Art, mit Messmitteln umzugehen, sinnvoll.

44:09.260 --> 44:13.720
Und angestoßen war hier der Vorgang, den ich als Beispiel nehme, auch

44:13.720 --> 44:18.720
dadurch, dass ein Auftraggeber, also ein Abnehmer, zum Beispiel ein

44:18.720 --> 44:24.040
Automobilhersteller, den Zulieferer verpflichtet, nachzuweisen, dass

44:24.040 --> 44:28.520
alle Prozesse, die zu der Herstellung des Teilproduktes führen, in

44:28.520 --> 44:31.960
sich mit einer hohen Qualität ausgestattet sind.

44:32.320 --> 44:38.120
Zum Beispiel, die Messmittel entsprechend systematisch bewirtschaftet

44:38.120 --> 44:38.440
werden.

44:39.200 --> 44:44.300
Und dieses Arbeitsteam, was sich damit beschäftigt hat, was das als

44:44.300 --> 44:49.460
einen Teilvorgang genommen hat, hat sich dann die, und das sind dann

44:49.460 --> 44:54.460
einige hundert oder einige tausend Messmittel, und das beginnt bei dem

44:54.460 --> 44:58.560
allen bekannten Zollstock oder dem Maßband, es geht aber auch in sehr

44:58.560 --> 45:03.340
detaillierte Messgeräte, die vielleicht eine spezielle Ausbildung

45:03.340 --> 45:09.860
erfordern, und all diese Messmittel waren in einem Lager

45:09.860 --> 45:16.160
zusammengeführt, es war aber relativ unsystematisch, zum Beispiel, wie

45:16.160 --> 45:22.780
diese Messmittel entsprechend ausgegeben werden, wie sie verfolgt

45:22.780 --> 45:28.820
werden, ob Messgenauigkeit vorhanden ist, ob sie in unterschiedlicher

45:28.820 --> 45:32.720
Weise eine Befähigung, eine Kompetenz bei den Mitarbeitern erfordern,

45:32.800 --> 45:35.300
ob eine Prüfung bei der Rückgabe zum Beispiel des Messmittels

45:35.300 --> 45:40.980
erforderlich ist, und so war ein Bestandteil der Verbesserung dieses

45:40.980 --> 45:44.940
Vorgangs einerseits die Typisierung der Messmittel, also die

45:44.940 --> 45:47.780
Messmittel, die vorher wie gewachsen eben so vorhanden waren,

45:47.780 --> 45:51.400
ausgegeben waren, in Gebrauch waren, zu typisieren, indem einerseits

45:51.400 --> 45:56.080
gesagt, das sind Messmittel, die sind zum Beispiel nach einem halben

45:56.080 --> 46:00.580
Jahr Verwendung auszutauschen, sie sind nach einem Jahr Verwendung zur

46:00.580 --> 46:04.640
Herstellerfirma zurückzusenden und neu zu kalibrieren, sie sind nur

46:04.640 --> 46:07.500
auszugeben, wenn die Person, die sie in Gebrauch nimmt, eine

46:07.500 --> 46:09.340
entsprechende Weiterbildung durchlaufen hat, etc.

46:10.340 --> 46:14.220
Es wurden Zuständigkeiten zugewiesen, also Verantwortlichkeiten für

46:14.220 --> 46:19.700
bestimmte Teile der Messmittel, und es wurde gezielt entschieden,

46:19.920 --> 46:23.600
brauchen wir hier noch Personen, die Weiterbildung besuchen, die zum

46:23.600 --> 46:26.520
Beispiel zu einem Messmittelhersteller in eine Schulung gehen und dann

46:26.520 --> 46:31.240
den verantwortlichen Umgang mit dieser Art des Messmittels im Rahmen

46:31.240 --> 46:35.280
der Verwendung in den Betrieb übernehmen.

46:35.800 --> 46:40.760
Also das, was hier für einen Betrieb als Beispiel gelten soll, einen

46:40.760 --> 46:45.620
Vorgang zu verändern, einer Qualitätssicherung zu unterlegen, könnte

46:45.620 --> 46:50.160
man jetzt auch auf die Bildung übertragen, und da wäre meines

46:50.160 --> 46:54.220
Erachtens naheliegend der erste Bereich, der das übernimmt, eben die

46:54.220 --> 46:56.200
betriebliche Ausbildungseinrichtung.

46:56.960 --> 47:00.760
Oder auch überhaupt die Bildungsabteilung im Betrieb, die

47:00.760 --> 47:03.560
Personalentwicklung, das waren diejenigen, die zuerst eigentlich auch

47:03.560 --> 47:09.820
diesen ähnlichen Vorgängen sich haben stellen müssen, und dafür gab es

47:09.820 --> 47:14.320
einen Begriff, der mit dem Begriff der Evaluation im Bereich der

47:14.320 --> 47:17.460
Berufsbildung nah in Verbindung steht, nämlich das

47:17.460 --> 47:18.400
Bildungscontrolling.

47:19.820 --> 47:24.380
Bildungscontrolling hatte auch eine gewisse Konjunktur, die meines

47:24.380 --> 47:26.540
Erachtens im Augenblick nicht auf dem Höhepunkt ist, aber

47:26.540 --> 47:33.140
Bildungscontrolling hatte eine erhebliche Bedeutung vor 10, 15 Jahren

47:33.140 --> 47:37.420
und ist sozusagen mitgezogen, diesen Anspruch, dass eine

47:37.420 --> 47:45.080
Bildungsmaßnahme im Betrieb ihre Wirkung, ihre Effizienz nachweisen

47:45.080 --> 47:45.440
muss.

47:46.080 --> 47:49.600
Und zwar nicht erst am Ende, indem eine Prüfung gemacht wird und

47:49.600 --> 47:52.320
bestätigt wird, alle haben die Prüfung gestanden, sondern indem von

47:52.320 --> 47:58.020
vornherein Zielstellung, Konzept, Maßnahmen selber, die dadurch

47:58.020 --> 48:01.380
erreichte Wirkung und auch vielleicht sogar die Arbeitsverbesserung im

48:01.380 --> 48:03.860
Effekt, zum Beispiel Reduktion von Fehlern etc.

48:04.780 --> 48:08.540
zu definieren und daraufhin erst die Mittel, die Ressourcen zu

48:08.540 --> 48:10.660
erhalten, diese Bildungsmaßnahme durchführen zu dürfen.

48:11.220 --> 48:15.120
Und auch über die entsprechende Dokumentation dessen, was dann

48:15.120 --> 48:20.480
stattgefunden ist, zu legitimieren, dass man als Bildungsabteilung

48:20.480 --> 48:24.740
korrekt gearbeitet hat und einen Folgeauftrag zu bekommen oder eben

48:24.740 --> 48:28.180
auch nicht weitergeführt zu werden.

48:28.180 --> 48:32.300
Das Bildungscontrolling war zunehmend auch ein Teil, die

48:32.300 --> 48:39.740
Bildungseinrichtungen in den Betrieben anzuregen, zu fordern,

48:40.320 --> 48:47.740
nachweislich effektiv zu arbeiten und eigentlich ähnliche Arten des

48:47.740 --> 48:51.960
Nachweises der eigenen Arbeitsgüte zu übernehmen, wie sie im

48:51.960 --> 48:55.060
Produktionsbereich oder in anderen Bereichen durchgeführt worden sind.

48:55.060 --> 48:58.380
Es ist dann eben der Vergleich hier ein ganz wesentliches Element,

48:58.580 --> 49:03.160
also man hat sich überlegt, kann die unternehmenseigene Abteilung

49:03.160 --> 49:08.500
dadurch nachweisen, sinnvoller, kostengünstiger, wirkungsvoller zu

49:08.500 --> 49:12.920
arbeiten als ein am Markt aktiver Anbieter von externen.

49:13.380 --> 49:16.260
Auch diese Frage, ist es eigentlich günstiger, selber etwas zu machen

49:16.260 --> 49:20.060
oder etwas von einem externen Anbieter zu nehmen, ist ein Gegenstand

49:20.060 --> 49:23.880
der Evaluation und hier in dem Rahmen des Bildungskontrollens gewesen.

49:27.580 --> 49:30.060
Die Zielorientierung war hier ein wesentlicher Punkt, also zu

49:30.060 --> 49:32.760
definieren, was ist jetzt eigentlich das Ziel der Maßnahme und eben

49:32.760 --> 49:35.520
nicht, vor allem im betrieblichen Bereich, nur das Bestehen der

49:35.520 --> 49:37.560
Prüfung, sondern die Besserung der Arbeit.

49:38.200 --> 49:41.040
Also wenn Sie eine betriebliche Bildungsmaßnahme nehmen, dann ist die

49:41.040 --> 49:45.860
ganz selten darüber definiert, dass man sagt, die Teilnehmer der

49:45.860 --> 49:49.160
Prüfung sollen am Schluss ein Zertifikat haben, dass sie die Prüfung

49:49.160 --> 49:49.840
gestanden haben.

49:49.840 --> 49:52.960
In der betrieblichen Bildung geht es eigentlich darum, dass man eine

49:52.960 --> 49:55.940
bestimmte Arbeit, eine bestimmte Arbeitstätigkeit übernehmen möchte

49:55.940 --> 49:57.860
und dafür kompetente Personen braucht.

49:58.440 --> 50:04.280
Und die Zielstellung bezieht sich darauf, dass diese Arbeit in der

50:04.280 --> 50:08.520
Nachfolge einer entsprechenden Bildungsmaßnahme übernommen werden kann

50:08.520 --> 50:12.280
und eben auch gelingt, zum Erfolg des Unternehmens beiträgt.

50:12.360 --> 50:16.540
Insofern diese Zielstellung der Besserung von Praxis ist ein ganz

50:16.540 --> 50:19.680
wesentliches Element der betrieblichen Bildung und auch das ist in

50:19.680 --> 50:23.200
andere Bildungsbereiche etwas mit hineingeflossen.

50:23.340 --> 50:25.600
Also man hat sich auch gefragt, inwieweit geht das nicht auch für

50:25.600 --> 50:26.240
Berufsschulen?

50:26.740 --> 50:28.960
Inwieweit geht das nicht auch für berufliche Fortbildung?

50:29.480 --> 50:33.180
Dass das Ziel eigentlich nicht sein kann, Prüfung bestehen, das ist

50:33.180 --> 50:37.200
auch ein Ziel, sondern das eigentliche Ziel ist, später erfolgreich in

50:37.200 --> 50:38.260
seinem Beruf zu arbeiten.

50:38.920 --> 50:42.200
Für das Unternehmen, in dem man arbeitet, in diesem beruflichen

50:42.200 --> 50:45.780
Bereich sinnhaft und erfolgreich arbeiten zu können.

50:47.380 --> 50:53.700
Ja, und damit gibt es sozusagen eine gewisse Beeinflussung dessen, was

50:53.700 --> 50:56.460
in den Schulen sich heute findet, in den Bildungseinrichtungen findet,

50:56.620 --> 50:59.080
aus den Entwicklungen in der Wirtschaft und das ist vielleicht auch

50:59.080 --> 51:03.100
ein bisschen Begründung von diesem ambivalenten Verhältnis, was man in

51:03.100 --> 51:07.420
den Schulen zu diesem Stichwort hat, denn einerseits ist es, denke

51:07.420 --> 51:10.860
ich, schon einsichtig, dass auch die Güte der eigenen Arbeit, auch als

51:10.860 --> 51:17.720
Lehrende, sinnvollerweise betrachtet, gesichert, reflektiert und

51:17.720 --> 51:18.780
verbessert werden soll.

51:19.220 --> 51:22.520
Andererseits möchte man sich nicht aus ökonomischen Effizienzgründen

51:22.520 --> 51:23.380
dann nur leiten lassen.

51:23.460 --> 51:26.820
Man möchte das nicht so tun, wie man ein Fahrzeug baut, sondern man

51:26.820 --> 51:29.460
möchte das eigentlich aus einem vielleicht höheren Bildungsanspruch

51:29.460 --> 51:31.040
heraus betrachten.

51:31.340 --> 51:34.320
Und man möchte auch die Schule nicht ökonomisieren, man möchte die

51:34.320 --> 51:37.580
Universität, die Hochschule nicht ökonomisieren, sondern vielleicht

51:37.580 --> 51:40.920
hier nur einen begrenzten Einfluss dessen, was in der Wirtschaft

51:40.920 --> 51:43.320
stattfindet, übernehmen.

51:44.120 --> 51:53.240
Ja, das vielleicht zu dem Punkt noch, der Entstehung und der Bedeutung

51:53.240 --> 51:59.340
des Begriffes der Evaluation im Bereich der Bildung und auch dieser

51:59.340 --> 52:02.340
Betrachtung, die nach meinem Verständnis eben hochgradig durch die

52:02.340 --> 52:04.400
Entwicklung der Wirtschaft geprägt ist.

52:04.400 --> 52:14.240
Und da gibt es nun eine Reihe von Bestandteilen des Vorgangs, der zu

52:14.240 --> 52:19.600
verwenden ist, wenn man die Evaluation als bezogen auf einen

52:19.600 --> 52:21.640
Gesamtvorgang betrachtet.

52:21.740 --> 52:28.320
Ich hatte hier schon diese Folge aus den Zielen, die Konzeption, die

52:28.320 --> 52:31.580
Intervention, die Wirkung und das Resultat zu bewerten.

52:31.580 --> 52:36.400
Ich habe hier nochmal von der Absicht her die beiden Begriffe der

52:36.400 --> 52:40.920
formativen und der summativen Evaluationen dazugefügt.

52:41.500 --> 52:47.240
Im Skript ist da ja enthalten ein Ausschnitt aus einem Vorhaben, das

52:47.240 --> 52:50.080
hier in Karlsruhe vor einigen Jahren gelaufen ist und das ist so ein

52:50.080 --> 52:52.780
bisschen mein Versuch, auch die Beziehung zu Ihrem Studium

52:52.780 --> 52:53.460
herzustellen.

52:54.230 --> 53:00.160
Man hat für hochschuldidaktische Konzepte an der damals noch

53:00.160 --> 53:07.980
Universität Karlsruhe ein Evolutionsmodell verwendet, was sich auf

53:07.980 --> 53:12.440
Daniel Stachelbeam zurückführen lässt, der ist sehr häufig verwendet,

53:13.260 --> 53:19.340
und der diese Begriffe auch der formativen und der summativen

53:19.340 --> 53:20.680
Evaluationen verwendet.

53:20.680 --> 53:24.960
Diese Begriffe möchte ich noch kurz erläutern.

53:25.340 --> 53:31.620
Das ist hier das Schema, das auf Stachelbeam zurückgeht, und hier sind

53:31.620 --> 53:38.180
im Bereich der Zu-Ohr-Begriffsevaluationen die vier Teilbegriffe

53:38.180 --> 53:41.980
Prozessevaluationen, Produktevaluationen, Kontextevaluationen und

53:41.980 --> 53:44.400
Input -Evaluationen benannt.

53:44.400 --> 53:50.040
In dem Ausschnitt, den ich auch im Skript im Anhang aufgenommen habe,

53:50.140 --> 54:00.100
sind diese Begriffe erläutert und beginnend mit der näheren Bestimmung

54:00.100 --> 54:04.720
des Begriffs Prozessevaluationen, die häufig auch als formative

54:04.720 --> 54:09.460
Evaluation bezeichnet würde, ich lese da gerade aus dem Skript vor,

54:10.460 --> 54:15.140
sie ist zumeist begleitend, Ergebnisse werden möglichst frühzeitig

54:15.140 --> 54:18.860
wieder an betroffene Akteure rückgekoppelt, damit Probleme, die

54:18.860 --> 54:22.540
während des Lernprozesses sichtbar werden, noch während des Verlaufs

54:22.540 --> 54:24.760
eine Bearbeitung und Veränderung erfahren können.

54:25.620 --> 54:29.880
Formative Evaluation hat eine erweiterte Perspektive bezüglich des

54:29.880 --> 54:33.900
Untersuchungszeitraums und Untersuchungsgegenstands, denn hier werden

54:33.900 --> 54:37.020
prozessrelevante Faktoren, wie zum Beispiel Prozesse der

54:37.020 --> 54:40.080
Organisationen, Rahmenbedingungen der Lernorganisationen,

54:40.180 --> 54:44.340
Kommunikationsabläufe oder die Wechselwirkung zwischen externen und

54:44.340 --> 54:47.060
internen Bedingungszusammenhängen thematisiert.

54:47.780 --> 54:51.480
Es ist das explizite Ziel der formativen Evaluation, diese

54:51.480 --> 54:55.560
Voraussetzungen selbst mitherzustellen, also optimierend in den

54:55.560 --> 54:57.020
Verlauf einzugreifen.

54:58.480 --> 55:02.300
Vielleicht können Sie es übertragen dazu, dass tatsächlich ein Teil

55:02.300 --> 55:05.920
der Tätigkeit selber auch die kontinuierliche Evaluation ist, also

55:05.920 --> 55:09.940
dieses Betrachten dessen, was ich als lehrende Person selber tue,

55:10.420 --> 55:14.820
messen an meinen Zielstellungen, überlegen bezüglich der Intervention,

55:15.020 --> 55:17.340
die ich vorhatte, ob die als solche auch stattgefunden hatten,

55:17.760 --> 55:20.440
betrachten der Indikatoren, die ich mir vorher überlegt habe, an denen

55:20.440 --> 55:23.740
ich erkennen kann, hat das funktioniert, was ich gemacht habe, und

55:23.740 --> 55:26.740
darüber dann auch Schlussfolgern, wie muss ich nochmal anders

55:26.740 --> 55:30.720
vorgehen, wie muss ich nochmal anders handeln, um besser zu sein, um

55:30.720 --> 55:35.440
sicherer das zu erreichen, was ich mir vorgenommen habe, um sicherer

55:35.440 --> 55:40.500
zu erkennen, wie die Indikatoren, die ich als relevant ausgewählt

55:40.500 --> 55:44.180
habe, sich im Verlauf des Unterrichts zeigen.

55:44.320 --> 55:48.040
Also dieses Element in die Tätigkeit selber zu übernehmen, und dann

55:48.040 --> 55:51.300
ist hier eigentlich in der Art der Darstellung auch nochmal diese

55:51.300 --> 55:57.800
Gegenüberstellung von Beobachter und dem Akteur vorgenommen, das wäre

55:57.800 --> 56:02.160
also zum Beispiel in der einfachen Form, eine Kollegin, ein Kollege im

56:02.160 --> 56:07.280
Rahmen meiner Bildungseinrichtung beobachtet meine Tätigkeit und gibt

56:07.280 --> 56:11.180
mir Rückmeldung über das, was beobachtet worden ist, nach einem

56:11.180 --> 56:15.000
entsprechenden definierten Konzept der Evaluation, und ich mache das

56:15.000 --> 56:18.360
vielleicht umgekehrt auch, ich gehe auch als Lehrender in die

56:18.360 --> 56:21.960
Unterrichtssituation, in die Lehrveranstaltung meiner Kollegin, meines

56:21.960 --> 56:25.300
Kollegen, und gebe Rückmeldung nach einem definierten

56:25.300 --> 56:29.700
Beobachtungsinstrumentarium über das Erlebte, über den Zusammenhang

56:29.700 --> 56:36.500
und beeinflusse selber förderlich das, was hier ein Lehr- und

56:36.500 --> 56:38.040
Lernarrangement ausmacht.

56:39.660 --> 56:43.480
Prozessevaluation bezieht sich dann eben auf einen Vorgang und nicht

56:43.480 --> 56:47.220
auf eine irgendwie gesetzte punktuelle Endsituation oder

56:47.220 --> 56:49.860
Prüfungssituation, sondern auf den Verlauf selber.

56:50.740 --> 56:54.420
Das Dilemma bei der formativen Evaluation ist, dass man nicht

56:54.420 --> 56:58.960
unterscheiden kann, zwischen dem, was sozusagen durch die Evolution

56:58.960 --> 57:02.900
ausgewirkt wird und was die Evolution in sich ergibt.

57:02.900 --> 57:09.400
Also die Situation oder die Verläufe, die man beobachtet, selber

57:09.400 --> 57:14.300
prägen, das ist natürlich eine gewisse Problematik, die immer mit der

57:14.300 --> 57:17.000
formativen Evaluation zusammenhängt.

57:17.760 --> 57:21.560
In dem Bereich von Vorgängen, die wissenschaftlich untersucht worden

57:21.560 --> 57:25.140
ist, ist das auch als ein Dilemma, zum Beispiel von Dieter Euler

57:25.140 --> 57:32.680
vorgehoben worden, dass diese Art von formativ evaluierten Vorgängen

57:32.680 --> 57:34.880
eigentlich immer positiv evaluiert werden.

57:35.880 --> 57:39.380
Es schafft sich also aus der Situation heraus ein gewisser Drang, das,

57:39.460 --> 57:42.000
was man dann selber auch noch förderlich geformt hat, natürlich in dem

57:42.000 --> 57:44.360
Sinne als gelungen zu bewerten.

57:44.900 --> 57:51.020
Und diese positive Schlagseite, die sich ergeben kann im Rahmen der

57:51.020 --> 57:54.540
formativen Evaluation, ist eine gewisse Problematik, deswegen gibt es

57:54.540 --> 58:01.760
dort auch die Anregung, dass Evaluatoren und Evaluierte eigentlich

58:01.760 --> 58:04.140
nicht die gleichen Personen sein sollten und hier eine gewisse

58:04.140 --> 58:08.240
Distanz, eine gewisse Unabhängigkeit da sein sollte, damit hier nicht

58:08.240 --> 58:10.960
eine Art Selbstbestätigung erfolgt.

58:12.160 --> 58:17.040
Davon abgegrenzt wird hier auch in dem Konzept mit Berufung auf

58:17.040 --> 58:19.780
Stufflebeam die Produktevaluation.

58:21.000 --> 58:25.640
Ich lese da hier nochmal aus dem Auszug, oder summative Evaluation

58:25.640 --> 58:29.240
besteht darin, dass die Wirkung einer bestimmten Intervention

58:29.240 --> 58:33.880
nachhängig gemessen wird, das ist die Produktorientierung, wobei in

58:33.880 --> 58:37.760
der Regel alle einzelnen Auswirkungen in einem Index zusammengefasst

58:37.760 --> 58:41.040
werden, das wäre eben summativ zum Beispiel ein Prüfungsgeschehen,

58:41.740 --> 58:44.880
untersucht werden dabei im Bildungsbereich zum Beispiel die durch eine

58:44.880 --> 58:49.560
bestimmte Bildungsmaßnahme erreichten Lernergebnisse, also Erfolge,

58:49.660 --> 58:54.440
Lernzeit, Zufriedenheit der Teilnehmer, subjektiver Ertrag, Verhaltens

58:54.440 --> 58:57.480
- und Persönlichkeitsveränderungen der Teilnehmer etc., das, was man

58:57.480 --> 59:02.220
zum Ende eines Bildungsgangs hier erfassen kann, und Abschlüsse, also

59:02.220 --> 59:06.640
Abbrecherquoten, Wiederholer, Notendurchschnitt etc., sowie die

59:06.640 --> 59:08.640
externe Effizienz eines Programms.

59:09.500 --> 59:11.960
Auch die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen kann durch summative

59:11.960 --> 59:14.760
Evaluation überprüft werden, also zum Beispiel der finanzielle oder

59:14.760 --> 59:15.880
zeitliche Aufwand.

59:16.670 --> 59:22.800
Das wäre in der Tradition wahrscheinlich das, was im Wesentlichen

59:22.800 --> 59:28.240
schon vorhanden war, als diese sozusagen neue Konjunktur der

59:28.240 --> 59:30.480
Evaluation in den Bildungsbereich hineingekommen ist.

59:30.760 --> 59:34.140
Diese Produktevaluation, die hatte man schon seit Langem, also die

59:34.140 --> 59:37.300
Etablierung von Prüfungen, unterschiedliche Arten von Prüfungen, auch

59:37.300 --> 59:41.400
Zufriedenheitserkundungen von Prüfungsteilnehmern, also etwas zum Ende

59:41.400 --> 59:45.700
eines Bildungsgangs erfassen, um dann einen Eindruck darüber zu

59:45.700 --> 59:51.500
bekommen, war dieser Bildungsgang zielführend, war er erfolgreich im

59:51.500 --> 59:55.760
Sinne dessen, was beabsichtigt war, was intendiert war, das ist

59:55.760 --> 01:00:02.260
vielleicht das Element, was schon auch eine längere Stetigkeit im

01:00:02.260 --> 01:00:03.240
Rahmen der Bildung hatte.

01:00:03.240 --> 01:00:09.640
Und dann kommt dazu das, was hier in dem Modell als Kontextevaluation

01:00:09.640 --> 01:00:10.440
bezeichnet wird.

01:00:10.920 --> 01:00:17.080
Auch da nehme ich nochmal den Ausschnitt aus dem Auszug hier im

01:00:17.080 --> 01:00:17.400
Skript.

01:00:18.440 --> 01:00:22.400
Kontextevaluationen treffen Aussagen darüber, ob eine Institution oder

01:00:22.400 --> 01:00:25.920
ein Projektrahmen definierte Kriterien erfüllt, die für die

01:00:25.920 --> 01:00:29.240
Bereitstellung förderlicher Lehr-Lern-Situationen als sinnvoll oder

01:00:29.240 --> 01:00:30.720
notwendig erachtet werden.

01:00:31.360 --> 01:00:35.320
Ein zentraler Gesichtspunkt von Kontextevaluation ist die

01:00:35.320 --> 01:00:38.920
systematische Feststellung der mit der evaluierten Maßnahme

01:00:38.920 --> 01:00:40.880
verbundenen Zielvorstellungen.

01:00:41.520 --> 01:00:45.400
Auch die Dauer, Transparenz, die inhaltliche Breite und die Varianz

01:00:45.400 --> 01:00:49.240
der Lernformen können Hinweise auf die Qualität eines Angebots bieten.

01:00:50.040 --> 01:00:53.080
Organisatorische und strukturelle Bedingungen wie die Trainer-Lerner

01:00:53.080 --> 01:00:57.060
-Realation, die Kompetenz der Leitung und der Trainer sowie die

01:00:57.060 --> 01:01:00.160
Rechtsform, Ausstattung und wirtschaftliche Situation der

01:01:00.160 --> 01:01:04.640
Trägerinstitutionen können als Kontextvariablen evaluiert werden.

01:01:05.400 --> 01:01:08.560
Teil einer Kontextevaluation sind schließlich auch die formalen

01:01:08.560 --> 01:01:11.540
Bedingungen und Möglichkeiten, die eine Dienstleistung zur Verfügung

01:01:11.540 --> 01:01:14.660
stellt, das heißt die Zugangsbedingungen und Abschlussmöglichkeiten,

01:01:14.780 --> 01:01:16.760
die sich dem einzelnen Lerner eröffnen.

01:01:17.740 --> 01:01:20.820
Und hier ist vielleicht ein guter Punkt, mal auf das KIT einzugehen

01:01:20.820 --> 01:01:21.620
und Ihr Studium.

01:01:22.660 --> 01:01:26.420
Das KIT ist als Einrichtung evaluiert.

01:01:27.060 --> 01:01:30.480
Sie haben hier die Evaluationsbögen für die Veranstaltung ausgefüllt,

01:01:30.860 --> 01:01:34.380
aber ganz wesentlich hat das KIT für alles, was es im Bereich der

01:01:34.380 --> 01:01:38.740
Hochschulbildung übernimmt, eine Systemakkreditierung durchlaufen.

01:01:39.340 --> 01:01:42.260
Das heißt, es gibt hier unterschiedliche Modelle, aber das KIT hat

01:01:42.260 --> 01:01:47.160
sich dafür entschieden, als Gesamtorganisation sich einer bestimmten

01:01:47.160 --> 01:01:53.800
Evaluation und damit auch einem bestimmten definierten Prozess zu

01:01:53.800 --> 01:02:03.040
unterwerfen, könnte man sagen, sich an diesem zu orientieren.

01:02:03.960 --> 01:02:09.180
Und genau das, was hier in dem gesamten Kontext da ist, hat man sehr

01:02:09.180 --> 01:02:14.700
genaue Definitionen vorgenommen, wie am KIT prinzipiell gearbeitet

01:02:14.700 --> 01:02:15.100
wird.

01:02:16.000 --> 01:02:21.400
Und diese Herstellung von ganz bestimmten Kontextaspekten soll zur

01:02:21.400 --> 01:02:26.020
Sicherung der Qualität jedes Studiengangs, letztendlich auch jeder

01:02:26.020 --> 01:02:27.520
Lehrveranstaltung beitragen.

01:02:27.960 --> 01:02:32.240
Weil der Gesamthaben als solcher wesentliche Voraussetzung dafür

01:02:32.240 --> 01:02:32.980
erfüllt.

01:02:33.540 --> 01:02:37.140
Und diese Systemakkreditierung ist zu einem Teil aus eigener

01:02:37.140 --> 01:02:40.960
Definition entnommen, zum Teil aber durch die Bezugsetzung auf

01:02:40.960 --> 01:02:45.100
übergeordnete Regulierung, also zum Beispiel den Bologna-Prozess.

01:02:45.520 --> 01:02:48.380
Vorgaben, die im Rahmen der europäischen Orientierung der

01:02:48.380 --> 01:02:51.440
Hochschulbildung verwendet worden sind, wurden hier auch als

01:02:51.440 --> 01:02:57.060
Leitorientierung für die Definition der Qualitätsmerkmale von Lehre am

01:02:57.060 --> 01:02:58.060
KIT verwendet.

01:02:59.440 --> 01:03:03.220
Und dadurch, dass es hier einen Prüfprozess des Konzeptes gegeben hat,

01:03:03.220 --> 01:03:09.140
und ein Testat durch externe Gutachter darüber, dass dieses System als

01:03:09.140 --> 01:03:13.700
solches stimmig ist, und dass es auch in den Lehralltag des KIT

01:03:13.700 --> 01:03:20.960
eingegangen ist, konnte sozusagen der Kontext hier akkreditiert

01:03:20.960 --> 01:03:21.380
werden.

01:03:21.920 --> 01:03:24.920
Das heißt nicht, dass das für immer und ewig so bleibt, aber dass zu

01:03:24.920 --> 01:03:28.660
einem bestimmten Zeitpunkt eine Situation bestanden hat, wo sowohl das

01:03:28.660 --> 01:03:35.940
Konzept stimmte, als auch die dann aufgenommene Situation, Realität,

01:03:36.400 --> 01:03:41.180
Praxis, und dass damit der Kontext die Grundlage eigentlich für die

01:03:41.180 --> 01:03:44.660
Güte der Studiengänge und der Lehre als sich schafft.

01:03:45.120 --> 01:03:47.620
Das erleben Sie jetzt vielleicht hier unmittelbar in diesem Moment

01:03:47.620 --> 01:03:51.240
nicht so sehr, aber es ist sozusagen der Hintergrund dessen, was für

01:03:51.240 --> 01:03:59.540
die Güte auch aus den Resultaten von Evaluation der Lehre am KIT

01:03:59.540 --> 01:04:00.080
spricht.

01:04:00.540 --> 01:04:02.860
Und damit natürlich Orientierung auch für mich jetzt zum Beispiel als

01:04:02.860 --> 01:04:04.980
Lehrer, das heißt ich werde mich daran orientieren.

01:04:05.480 --> 01:04:08.280
Wir sind hier aber jetzt in einem Übergang, wo wir in die nächste

01:04:08.280 --> 01:04:12.080
Prüfung der Akkreditierung gehen, und wo man eigentlich immer wieder

01:04:12.080 --> 01:04:20.260
auch aus einem dann mal erlangten Testat der Akkreditierung dann in

01:04:20.260 --> 01:04:27.660
die nächste Phase und auch eben den nächsten Akkreditierungsvorgang

01:04:27.660 --> 01:04:28.160
hineingeht.

01:04:28.340 --> 01:04:31.720
Ja und dann gibt es als einen vierten Bereich, der aus dem Stuffelbeam

01:04:31.720 --> 01:04:37.340
-Konzept entspringt, die Input-Evaluation, beziehungsweise außer den

01:04:37.340 --> 01:04:40.200
organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen der Maßnahmen

01:04:40.200 --> 01:04:43.020
beziehungsweise der Institutionen auch die jeweils spezifischen

01:04:43.020 --> 01:04:45.540
Ressourcen und Angebote in die Analyse mit ein.

01:04:46.200 --> 01:04:50.320
Hier wird nicht die anbietende Organisation, sondern die Lehrangebote

01:04:50.320 --> 01:04:53.800
für die Teilnehmer als solche zum Gegenstand von Evaluation.

01:04:55.000 --> 01:04:59.180
Input-Evaluationen stellen häufig Fallstudien dar, bei denen mithilfe

01:04:59.180 --> 01:05:02.180
von teilnehmenden Beobachtungen, Interviews, Befragungen oder

01:05:02.180 --> 01:05:06.180
Gruppendiskussionen wesentliche Ressourcen und Angebote der Lehr-Lern

01:05:06.180 --> 01:05:07.460
-Situation erfasst werden.

01:05:07.460 --> 01:05:11.360
Eine andere oft verwendete Evaluationsmethode ist die der Bewertung

01:05:11.360 --> 01:05:12.880
mittels Kriterienkatalogen.

01:05:13.420 --> 01:05:17.500
Hier werden Programme mittels vorgängig entworfener Checklisten auf

01:05:17.500 --> 01:05:19.680
bestimmte Aspekte hin geprüft.

01:05:20.760 --> 01:05:24.660
Diese Ausführungen zum Thema Input-Evaluation sind, meine ich, schon

01:05:24.660 --> 01:05:27.800
hier aus dem Verwendungszusammenhang etwas beeinflusst.

01:05:28.140 --> 01:05:32.020
Im Grunde ist die Input-Evaluation wieder diese Frage Voraussetzungen

01:05:32.020 --> 01:05:33.440
und Folgen zu beachten.

01:05:33.440 --> 01:05:37.900
Auch die Position eines Bildungsangebots am Markt zu beachten.

01:05:38.260 --> 01:05:42.380
Als Beispiel natürlich die universitäre Bildung in Baden-Württemberg

01:05:42.380 --> 01:05:46.160
zu vergleichen mit dem, was andere Universitäten anbieten, die

01:05:46.160 --> 01:05:50.860
universitären Studiengänge als Beispiel zu vergleichen mit den

01:05:50.860 --> 01:05:53.900
Angeboten von angewandten Hochschulen oder auch von dualen Hochschulen

01:05:53.900 --> 01:05:58.460
oder auch von Berufsausbildung, also dieses Betrachten eines

01:05:58.460 --> 01:06:03.360
Bildungsganges in seinem Umfeld zum Thema zu machen und dann eben die

01:06:03.360 --> 01:06:10.100
Frage, welche Rahmenbedingungen, welche Eingaben die organisationale

01:06:10.100 --> 01:06:14.320
Gestaltung, also auch das akkreditierte Verfahren am KIT prägen,

01:06:14.400 --> 01:06:18.780
beeinflussen, für die Lernenden hier Orientierung bringen und eben

01:06:18.780 --> 01:06:24.120
auch als Wahrnehmung dessen, was evaluiert worden ist, für eigenes

01:06:24.120 --> 01:06:25.380
Handeln zu nutzen.

01:06:32.880 --> 01:06:38.040
Ja, im Skript sind da noch einige Ausführungen und das hoffe ich, dass

01:06:38.040 --> 01:06:42.160
Sie das eher beispielhaft nehmen, welche Fragestellungen und welche

01:06:42.160 --> 01:06:47.620
Aspekte dann Gegenstand von Evaluation im Einzelnen sein kann, also

01:06:47.620 --> 01:06:51.460
mal wegen die Örtlichkeiten können auch Gegenstand von Evaluation

01:06:51.460 --> 01:06:54.780
sein, auch die Abstimmung unterschiedlicher Orte, also das, was Sie

01:06:54.780 --> 01:06:57.500
hier vielleicht erlebt haben, dass wir einen Teil der Veranstaltung

01:06:57.500 --> 01:07:02.580
hier in diesem Raum haben, einen Teil können Sie in Verbindung mit

01:07:02.580 --> 01:07:06.660
anderen Veranstaltungen dann, dass wir die Annahme nutzbar machen,

01:07:06.780 --> 01:07:11.140
dass Sie für Seminarveranstaltungen Themen, die hier behandelt,

01:07:11.220 --> 01:07:17.320
angeboten worden sind, dann vertiefen oder in praktische Konzepte

01:07:17.320 --> 01:07:22.200
umsetzen, es ist eine Beziehung zu dem, wo Sie vielleicht etwas selbst

01:07:22.200 --> 01:07:25.300
lernen, also die Frage, inwieweit konzeptionell das, was Gegenstand

01:07:25.300 --> 01:07:28.380
der Veranstaltung selber ist, verbunden ist mit der Nutzung

01:07:28.380 --> 01:07:36.860
verschiedener Orte und verschiedener Rahmenbedingungen von Lehren und

01:07:36.860 --> 01:07:44.700
Lernen der Lernenden, die Betrachtung von Lehr- und Lernmethoden, auch

01:07:44.700 --> 01:07:49.520
die Bewertung dessen, was die Lehrenden tun, also diese Einzelheiten,

01:07:49.600 --> 01:07:53.060
die sind dadurch nicht sozusagen in dem Gesamtrahmen vollkommen

01:07:53.060 --> 01:07:56.260
aufgelöst, sondern sie sind eigentlich Bestandteile dann der

01:07:56.260 --> 01:08:02.620
Prozessevaluation oder hier auch der Kontext-Evaluation, also es geht

01:08:02.620 --> 01:08:08.420
dann im Einzelnen bis in die Details und letztendlich bis das, was Sie

01:08:08.420 --> 01:08:14.680
hier dann auch als einen Teil ausfüllen, in jeder Lehrveranstaltung,

01:08:14.840 --> 01:08:16.240
also diese Evaluationsbögen.

01:08:18.400 --> 01:08:21.620
Ich hatte überlegt, dass es vielleicht zu dem Thema heute ein ganz

01:08:21.620 --> 01:08:28.040
guter Ansatzpunkt ist, auf die nochmal kurz einzugehen, weil die

01:08:28.040 --> 01:08:34.520
Evaluationsbögen zunächst einmal für sich einem ja durchaus nicht

01:08:34.520 --> 01:08:41.960
absolut eingängig und selbstverständlich scheinen, man überlegt beim

01:08:41.960 --> 01:08:47.180
Ausfüllen oft bei diesem Item, was kann ich jetzt dazu sagen, in

01:08:47.180 --> 01:08:50.660
meiner Veranstaltung zum Beispiel, inwieweit Präsentationstechniken

01:08:50.660 --> 01:08:57.340
dadurch gefördert worden sind, oder inwieweit die berufliche Nutzung

01:08:57.340 --> 01:09:02.560
im Rahmen der Veranstaltung eine der wesentlichen Wirkungen sein

01:09:02.560 --> 01:09:09.820
könnte, dennoch ist es so, dass dieser Evaluationsbogen seinen Wert

01:09:09.820 --> 01:09:16.180
erhält dadurch, dass er seit vielen Jahren in weitgehend gleichartiger

01:09:16.180 --> 01:09:20.320
Form am KIT eingesetzt wird, ist also ein wesentlicher Bestandteil

01:09:20.320 --> 01:09:23.020
auch der Akkreditierung.

01:09:23.020 --> 01:09:28.120
Also dass diese Evaluation zu jeder Veranstaltung durchführt, ist ein

01:09:28.120 --> 01:09:32.280
Indikator, der eingebracht wurde in die Stimmigkeit des

01:09:32.280 --> 01:09:33.020
Gesamtkonzeptes.

01:09:34.300 --> 01:09:39.020
Das heißt, das KIT hat deswegen eine Anerkennung auch der Güte der

01:09:39.020 --> 01:09:42.640
Lehre bekommen, weil unter anderem gesagt worden ist, es gibt eine

01:09:42.640 --> 01:09:47.620
systematische Form der Erhebung der Einschätzung der Teilnehmenden,

01:09:47.680 --> 01:09:49.680
der Studierenden zu ihren Lehrveranstaltungen.

01:09:49.680 --> 01:09:53.240
Und das nicht nur einmal, sondern jedes Jahr und eigentlich aller

01:09:53.240 --> 01:09:54.100
Veranstaltungen.

01:09:54.960 --> 01:09:56.560
Und zwar in einer gleichen Form.

01:09:57.400 --> 01:10:02.440
Das schafft jetzt nur bedingt eine genaue Rückmeldung zu der einzelnen

01:10:02.440 --> 01:10:06.260
Veranstaltung, aber es schafft in der Gesamtheit etwas, was man sehr

01:10:06.260 --> 01:10:11.540
gut auch als Merkmal für die Einschätzung der Veranstaltung der

01:10:11.540 --> 01:10:15.780
Gesamtheit und ihrer Entwicklung verwenden kann, aber auch als

01:10:15.780 --> 01:10:20.000
Auslöser, Impulsgeber dafür, wo müsste eingegriffen werden.

01:10:20.820 --> 01:10:22.800
Tatsächlich kann man in der Entwicklung und auch in der

01:10:22.800 --> 01:10:25.660
Gesamtbetrachtung erkennen, ob es einzelne Veranstaltungen zum

01:10:25.660 --> 01:10:28.780
Beispiel gibt, oder auch Gruppen von Veranstaltungen, die sehr

01:10:28.780 --> 01:10:29.980
kritisch betrachtet werden.

01:10:30.380 --> 01:10:33.800
Und die einem natürlich ermöglichen, dann gezielt sich mit diesen

01:10:33.800 --> 01:10:37.360
Veranstaltungen zu beschäftigen, nicht in erster Linie die Lehrenden

01:10:37.360 --> 01:10:40.280
zu sanktionieren, sondern einfach auch mit denjenigen, die diese

01:10:40.280 --> 01:10:43.840
Veranstaltungen durchführen, ins Gespräch zu gehen, zu überlegen,

01:10:44.280 --> 01:10:47.380
woran kann das liegen, dass hier so kritische Rückmeldungen sind, was

01:10:47.380 --> 01:10:50.720
könnte getan werden, um diese Veranstaltung nochmal zu verändern, dass

01:10:50.720 --> 01:10:54.940
eine höhere Akzeptanz, eine vielleicht höhere Zufriedenheit, eine

01:10:54.940 --> 01:11:00.120
höhere Anerkennung der Veranstaltung entsteht, und das nennt sich das

01:11:00.120 --> 01:11:04.040
Follow -up-Verfahren, es gibt also zu dieser Evolution selber einen

01:11:04.040 --> 01:11:09.500
definierten Prozess, was geschieht, wenn bestimmte Rückmeldungen aus

01:11:09.500 --> 01:11:14.260
der Veranstaltung sich ergeben, gerade kritische Rückmeldungen, die

01:11:14.260 --> 01:11:17.840
nicht nur in einem Semester, sondern in mehreren Semestern z.B.

01:11:17.920 --> 01:11:20.980
aufeinander folgen, sich zeigen, dann gibt es ein definiertes

01:11:20.980 --> 01:11:25.020
Verfahren, wie mit den Dozenten, mit denen die verantwortlich sind für

01:11:25.020 --> 01:11:28.340
die Veranstaltung, weitergearbeitet werden kann, damit ihre

01:11:28.340 --> 01:11:30.380
Veranstaltung sich bessert.

01:11:31.380 --> 01:11:34.440
Und das kann übrigens auch dazu führen, dass eine kritische Bewertung

01:11:34.440 --> 01:11:37.860
bleibt, wenn sie sehr gut begründet werden kann.

01:11:38.020 --> 01:11:39.960
Also das ist sozusagen eine Veranstaltung, die offenbar den

01:11:39.960 --> 01:11:45.060
Studierenden vielleicht auch den Schwerfall, die große Herausforderung

01:11:45.060 --> 01:11:46.980
mit sich bringt, deswegen immer vergleichsweise kritische

01:11:46.980 --> 01:11:49.700
Rückmeldungen, wenn man sie gut begründen kann, wenn sie gut

01:11:49.700 --> 01:11:54.180
entsprechend auch in der gemeinsamen Arbeit mit denjenigen, die z.B.

01:11:54.280 --> 01:11:57.740
hier für Hochschuldidaktik zuständig sind, untersucht und

01:11:57.740 --> 01:12:01.080
aufgearbeitet worden ist, dann kann sie auch durchaus fortbestehen,

01:12:01.480 --> 01:12:04.640
aber im Wesentlichen soll es natürlich dazu führen, dass die Akzeptanz

01:12:04.640 --> 01:12:08.680
bei den Studierenden steigt und dass eine kritisch bewertete

01:12:08.680 --> 01:12:14.040
Veranstaltung nach und nach in eine höhere Bewertung, eine bessere

01:12:14.040 --> 01:12:15.740
Bewertung überführt wird.

01:12:15.820 --> 01:12:18.500
Was nicht heißt, dass die Dozenten sozusagen immer den Lernenden nach

01:12:18.500 --> 01:12:21.020
dem Munde reden sollen, sondern dass man angesichts der gesamten

01:12:21.020 --> 01:12:24.640
Evaluation in einem mittleren Bereich oder vielleicht auch in einem

01:12:24.640 --> 01:12:26.180
guten Bereich landen kann.

01:12:26.800 --> 01:12:30.160
Auch das kann man als Pädagoge so und so sehen, es ist natürlich eine

01:12:30.160 --> 01:12:34.360
Art Ökonomisierung, eine Formalisierung auch der Beurteilung von

01:12:34.360 --> 01:12:34.840
Lehre.

01:12:35.280 --> 01:12:39.880
Es kann sein, dass dadurch so eine Art Gleichförmigkeit hergestellt

01:12:39.880 --> 01:12:42.980
wird, dass alle versuchen, sich nach den Normen zu orientieren und

01:12:42.980 --> 01:12:46.280
damit das Spektrum, die Unterschiedlichkeit, vielleicht auch die

01:12:46.280 --> 01:12:49.800
Individualität der Lehre leidet.

01:12:49.800 --> 01:12:54.420
Aber zunächst mal angesichts der Systemevaluationskonzeption ist es

01:12:54.420 --> 01:12:57.580
schlüssig, dass man ein entsprechendes Instrumentarium nutzt, um einen

01:12:57.580 --> 01:13:01.520
Teil der Beeinfassung der Lehre zu erreichen.

01:13:02.280 --> 01:13:07.920
Und das ist übrigens etwas, was nach allgemeiner Einschätzung Sie in

01:13:07.920 --> 01:13:15.460
Ihrem Studienerleben relativ stark betrifft, weil das Studium in der

01:13:15.460 --> 01:13:23.640
Zeit bis vor 10, 15 Jahren offenbar im Allgemeinen durchaus anders

01:13:23.640 --> 01:13:28.180
aussah und durch die Veränderung, die mit dem Bachelor-Master-System

01:13:28.180 --> 01:13:31.860
sich ergeben hat, und das ist ja sozusagen nur eine Betitelung, die

01:13:31.860 --> 01:13:36.180
die Art des Studiums sich verändert hat, es wird häufig gesagt, es ist

01:13:36.180 --> 01:13:42.360
schulischer geworden, es ist formalisierter geworden, es ist sehr viel

01:13:42.360 --> 01:13:47.760
durchstrukturierter und wenn Sie ein bisschen in den letzten Tagen und

01:13:47.760 --> 01:13:50.560
Wochen auch die Nachrichten verfolgt haben, ist ja gerade auch wieder

01:13:50.560 --> 01:13:54.200
eine Diskussion, ob man diesen Weg, den man eine Weile gegangen ist,

01:13:54.300 --> 01:13:57.860
also auch das Studium, das universitäre Studium sehr viel stärker

01:13:57.860 --> 01:14:03.980
durchzustrukturieren, in Modulen zu definieren, in genau sechs

01:14:03.980 --> 01:14:08.200
Semestern mehr oder weniger verpflichtend und nachweislich studierbar

01:14:08.200 --> 01:14:13.380
anzulegen, dass der Studiengang absolviert werden kann, das war in den

01:14:13.380 --> 01:14:18.840
davorliegenden Jahren offener, freier, hat mehr Möglichkeiten geboten,

01:14:19.140 --> 01:14:22.880
den einzelnen Studierenden seine eigene Geschwindigkeit zu bestimmen,

01:14:23.380 --> 01:14:26.160
und man ist auch mit dem Zustand, wie er sich jetzt ergeben hat, nur

01:14:26.160 --> 01:14:29.540
ganz bedingt zufrieden, also man sagt eigentlich, diese Festlegung,

01:14:29.640 --> 01:14:33.160
die sich ergeben hat, die hat zwar eine Erhöhung der nachweislichen

01:14:33.160 --> 01:14:36.900
Qualität ergeben, also die Evaluationen sind sicherlich im Sinne des

01:14:36.900 --> 01:14:40.960
Positiven auch in der Entwicklung, also all das, was früher gewachsen

01:14:40.960 --> 01:14:44.440
war, was vielleicht auch förderlich oder auch weniger förderlich

01:14:44.440 --> 01:14:48.780
gewachsen war, wurde jetzt hier einer Sichtung unterzogen, einer

01:14:48.780 --> 01:14:53.020
Prüfung und wurde entsprechend verändert, angeglichen, aber es führt

01:14:53.020 --> 01:14:57.060
eben auch zu sehr viel Formalisierung, es führt auch zu einem weniger

01:14:57.060 --> 01:14:59.640
anregenden Studium, es führt auch zu Problemen wiederum bei

01:14:59.640 --> 01:15:02.600
Studierenden, die eben mit diesem gesetzten Rahmen nur bedingt

01:15:02.600 --> 01:15:06.500
zurechtkommen und deswegen ist im Augenblick gerade auch eine

01:15:06.500 --> 01:15:11.460
zunehmende Diskussion hier wieder zu öffnen.

01:15:11.920 --> 01:15:16.840
Und das ist vielleicht ganz gut eine Möglichkeit, die Merkmale, die

01:15:16.840 --> 01:15:21.200
für die Evaluation im Sinne von Zielstellung hier relevant waren, mit

01:15:21.200 --> 01:15:24.440
Bezug auf Ihr Studium nochmal zu betrachten.

01:15:25.500 --> 01:15:29.260
Einen Punkt, den ich gerade schon kurz angesprochen habe, ist der

01:15:29.260 --> 01:15:31.360
Aspekt der Studierbarkeit.

01:15:33.260 --> 01:15:41.460
Anders als in der allgemeinen Schule, wo die Frage der Schulbarkeit

01:15:41.460 --> 01:15:45.420
sozusagen, die hat sich dort ja kaum gestellt, weil da Jahr für Jahr

01:15:45.420 --> 01:15:54.580
klar war, welche Fächer man in welcher Anzahl erlebt, das war auch

01:15:54.580 --> 01:15:59.480
kein Thema für den Schüler, im universitären Studium war es

01:15:59.480 --> 01:16:06.220
tatsächlich ein erheblicher, ein wesentlicher Aspekt, dass nämlich das

01:16:06.220 --> 01:16:11.120
Studium als solches für den Studierenden sehr vielfältig anzugehen

01:16:11.120 --> 01:16:11.420
war.

01:16:11.960 --> 01:16:16.400
Und man viele Möglichkeiten der Wahl hatte, Schwerpunkte zu setzen,

01:16:16.880 --> 01:16:20.400
Reihenfolgen unterschiedlich anzugehen, und das hat natürlich eine

01:16:20.400 --> 01:16:24.180
gewisse Freiheit im Studium mit sich gebracht, aber auch eine gewisse

01:16:24.180 --> 01:16:25.440
Unübersichtlichkeit.

01:16:25.440 --> 01:16:28.900
Es gab also eine erhebliche Anzahl von Studierenden, die sich lange

01:16:28.900 --> 01:16:33.480
verirrt haben in den vielen Möglichkeiten des Studiums, es gab auch

01:16:33.480 --> 01:16:38.580
viele letztendlich nicht abgeschlossene Studienerfahrungen, weil eine

01:16:38.580 --> 01:16:43.380
so langjährige Verirrung in dem Studiengang sich ergeben hat, und die

01:16:43.380 --> 01:16:47.300
Veränderung, die sich auch mit dem Evolutionsprozess der

01:16:47.300 --> 01:16:52.420
Akkreditierung der Hochschulstudiengänge ergeben hat, ist, dass wir

01:16:52.420 --> 01:16:55.440
nachweisen müssen, dass der Studiengang studierbar ist.

01:16:56.420 --> 01:16:58.940
Und Sie studieren ja zu einem Teil Pädagogik, zu einem Teil

01:16:58.940 --> 01:17:01.940
Ingenieurpädagogik, bei Pädagogik ist es noch relativ einfach.

01:17:02.520 --> 01:17:09.420
Wir weisen also nach, dass das Vorgesehene im Studium in drei Jahren

01:17:09.420 --> 01:17:11.540
im Bachelorstudium zu absolvieren ist.

01:17:13.000 --> 01:17:16.120
Da wir jetzt hier keinen riesigen Studiengang haben, können Sie das

01:17:16.120 --> 01:17:19.300
mehr oder weniger nur auf eine Art und Weise tun, weil mehr Dozenten

01:17:19.300 --> 01:17:19.860
haben wir nicht.

01:17:20.160 --> 01:17:22.980
Also es muss auch nachgewiesen werden, dass die Studenten mit ihren

01:17:22.980 --> 01:17:26.440
Ressourcen in der Lage sind, diese Veranstaltung in der Zeit

01:17:26.440 --> 01:17:29.060
zuverlässig anzubieten, dass sie die belegen können, und zwar die

01:17:29.060 --> 01:17:33.220
Anzahl der Studierenden, die da sind, und in der Zeit zu einem

01:17:33.220 --> 01:17:34.080
Abschluss kommen können.

01:17:35.360 --> 01:17:38.160
Wir sagen sogar, Sie müssen zu dem Abschluss kommen, weil wenn Sie das

01:17:38.160 --> 01:17:40.800
nicht tun, dann haben wir ja danach immer noch diejenigen, die

01:17:40.800 --> 01:17:43.380
verbleiben, obwohl sie eigentlich schon weg sein sollten, die kommen

01:17:43.380 --> 01:17:47.920
ja als Summe auf die dann vorhandenen Studierenden dazu, deswegen ist

01:17:47.920 --> 01:17:53.920
dieser Nachweis der Studierbarkeit in vielen Aspekten eine ganz starke

01:17:53.920 --> 01:17:55.860
Regulierung des Studiums selbst.

01:17:56.080 --> 01:17:59.000
Und es führt uns dazu, dass wir vieles als Pflicht definieren müssen,

01:17:59.520 --> 01:18:03.440
was eigentlich vielleicht von der Möglichkeit, auch individuell zu

01:18:03.440 --> 01:18:04.920
studieren, besser frei wäre.

01:18:05.680 --> 01:18:07.860
Und es ist noch sehr viel stärker in dem Studiengang der

01:18:07.860 --> 01:18:12.020
Ingenieurpädagogik, weil hier die Studierbarkeit auch zu den ganzen im

01:18:12.020 --> 01:18:15.600
Studium enthaltenen Bestandteilen hergestellt werden muss.

01:18:15.600 --> 01:18:19.000
Das heißt, wir haben ja hier Studierende, die Maschinenbau und Physik

01:18:19.000 --> 01:18:22.660
zum Beispiel studieren und dazu Berufspädagogik, und wir müssen im

01:18:22.660 --> 01:18:26.360
Konzept nachweisen, dass diese studierbar ist innerhalb der sechs

01:18:26.360 --> 01:18:26.840
Semester.

01:18:27.340 --> 01:18:30.380
Das heißt, wir bauen unsere ganzen Veranstaltungen auch in der Lage,

01:18:30.500 --> 01:18:33.300
wann sie in der Woche sind, danach auf, dass sie in diesem

01:18:33.300 --> 01:18:36.700
Gesamtkonzept nachweisbar möglich sind.

01:18:37.140 --> 01:18:42.820
Also etwas, was wir hier als Vorgabe der Kontextevaluation bekommen,

01:18:42.820 --> 01:18:47.260
nämlich wir müssen nachweisen, dass die Studiengänge studierbar sind,

01:18:47.760 --> 01:18:51.340
führt uns bis in die Regulierung der einzelnen Verpflichtungen an Sie

01:18:51.340 --> 01:18:55.000
als Student, eine Veranstaltung als Pflicht zu belegen, und zwar genau

01:18:55.000 --> 01:18:57.880
in dem Semester, wann wir sie anbieten und genau in der Gruppe.

01:18:58.580 --> 01:19:01.980
Und diese Wirkung geht vielleicht auch über das hinaus, was eigentlich

01:19:01.980 --> 01:19:04.040
mit dem Ziel des Studiums verbunden ist.

01:19:06.080 --> 01:19:11.820
Ein weiterer Aspekt, der hier enthalten ist als Anspruch, ist die

01:19:11.820 --> 01:19:15.100
Berufsbefähigung, die mit dem Bachelorstudium schon erreicht sein

01:19:15.100 --> 01:19:15.360
soll.

01:19:15.800 --> 01:19:19.820
Auch hier ist eine Vorgabe, die sozusagen als Zielstellung benannt

01:19:19.820 --> 01:19:23.480
ist, die man auch für sich erstmal sagen kann, okay, das ist

01:19:23.480 --> 01:19:27.860
wahrscheinlich ein sinnvolles Qualitätsmerkmal, das nämlich

01:19:27.860 --> 01:19:32.760
diejenigen, die die Hochschule nach dem Bachelorstudium verlassen und

01:19:32.760 --> 01:19:39.720
in die Erwerbstätigkeit wechseln, damit auch tatsächlich in einen

01:19:39.720 --> 01:19:44.860
Markt eintreten, in dem ihre Qualifikation nachgefragt ist und Sinn

01:19:44.860 --> 01:19:47.420
macht, also eine Berufsbefähigung erwerben.

01:19:48.200 --> 01:19:51.300
Nur ist diese Berufsbefähigung vorher gar kein Gegenstand des

01:19:51.300 --> 01:19:52.680
universitären Studiums gewesen.

01:19:52.680 --> 01:19:56.060
Schon gar nicht zu diesem Stadium, es gab ja vorher vielleicht das

01:19:56.060 --> 01:20:03.520
Vordiplom oder den Zwischenrahmen eines Magisterstudiums, aber es gab

01:20:03.520 --> 01:20:08.400
nicht diese Berufsbefähigung schon zur Hälfte des Studiums oder nach

01:20:08.400 --> 01:20:11.880
zwei Dritteln, deswegen musste hier eine neue Orientierung geschaffen

01:20:11.880 --> 01:20:15.140
werden, die vorher als Gesamtes gar nicht da war, weil das

01:20:15.140 --> 01:20:18.700
universitäre Studium eigentlich als Einführung in die Wissenschaft und

01:20:18.700 --> 01:20:21.200
nicht als Berufsvorbereitung aufgebaut war.

01:20:21.200 --> 01:20:26.540
Hier ist also ein Ziel, was im Bereich der, vielleicht hier nochmal,

01:20:27.640 --> 01:20:31.960
Einführung der Evaluation sehr vorne dran steht, nämlich was sind die

01:20:31.960 --> 01:20:35.420
Ziele des Bildungsgangs, verändert worden, und es führt dazu, dass wir

01:20:35.420 --> 01:20:39.060
in den Veranstaltungen beachten müssen, inwieweit ist das, was

01:20:39.060 --> 01:20:41.460
Gegenstand der Veranstaltung ist, zumindest zu einem wesentlichen Teil

01:20:41.460 --> 01:20:43.220
auch berufsrelevant.

01:20:44.780 --> 01:20:47.940
Und einige Studiengänge müssen sich überhaupt einen Beruf erst suchen,

01:20:48.200 --> 01:20:52.800
der für den entsprechenden Studiengang der Zielberuf ist.

01:20:53.060 --> 01:20:55.860
Viele Studiengänge sind gar nicht auf einen expliziten Beruf

01:20:55.860 --> 01:20:59.720
ausgerichtet, wie es bei der Berufsausbildung ist, wo ich Kfz

01:20:59.720 --> 01:21:03.480
-Mechatroniker Ausbildung mache, um dann als Kfz-Mechatroniker zu

01:21:03.480 --> 01:21:06.680
arbeiten, viele Studiengänge sind eigentlich wissenschaftliche

01:21:06.680 --> 01:21:10.380
Vorbereitungen, die auf eine Fülle von Tätigkeiten später hinführen

01:21:10.380 --> 01:21:14.280
können, und deswegen war das hier ein vollkommen neuer Anspruch, der

01:21:14.280 --> 01:21:17.640
sich bis in die didaktische Gestaltung der einzelnen Veranstaltungen

01:21:17.640 --> 01:21:19.120
hinein auswirkt.

01:21:20.440 --> 01:21:25.460
Und damit vielleicht hier abschließend auch der Versuch, das, was hier

01:21:25.460 --> 01:21:31.000
zu dem Thema Evaluation von meiner Seite Ihnen vorgestellt wird, zu

01:21:31.000 --> 01:21:33.740
verbinden mit dem, was Sie in den einzelnen Lehrveranstaltungen

01:21:33.740 --> 01:21:39.540
erleben, und zwar nicht als ausgewählter Inhalt oder als ganz konkrete

01:21:39.540 --> 01:21:43.900
Methodik nur oder als Verhaltensvorgabe an den Lehrenden, sondern als

01:21:43.900 --> 01:21:50.260
einen Rahmen, der aus einem Rahmenkriterium der Bewertung der

01:21:50.260 --> 01:21:54.720
Gütemerkmale, der Zielstellung, sich auf Ihr Erleben im Rahmen des

01:21:54.720 --> 01:21:55.800
Studiengangs auswirkt.

01:21:55.800 --> 01:22:03.040
Und damit auch vielleicht nochmal der Schluss, den ich hoffe, dass ich

01:22:03.040 --> 01:22:07.880
Ihnen deutlich machen konnte, inwieweit diese nachgelagerten Bereiche

01:22:07.880 --> 01:22:14.780
Prüfung und Evaluation sich auf Art und Weise der Didaktik auswirken

01:22:14.780 --> 01:22:18.660
und wie wiederum auch Begründungen sich aus dem, was ich hier als

01:22:18.660 --> 01:22:24.840
Hinführung im Rahmen der Veranstaltungen Ihnen vorgetragen habe, sich

01:22:24.840 --> 01:22:25.260
ergeben.

01:22:25.260 --> 01:22:31.320
Also dieses, was sowohl von den Lebensrealitäten als auch aus der

01:22:31.320 --> 01:22:34.520
Geschichte sich ergibt, als auch aus den Überlegungen zu menschlichem

01:22:34.520 --> 01:22:38.440
Lehren und Lernen, das dann über Rahmenvorgaben wie den Bologna

01:22:38.440 --> 01:22:44.220
-Prozess oder wie eben die Akkreditierungspraxis der Studiengänge im

01:22:44.220 --> 01:22:47.860
deutschen Hochschulsystem oder eben auch aus der Berufsbildung sich

01:22:47.860 --> 01:22:53.080
ergibt, wie hier Auswirkungen entstehen, die dann wiederum in der

01:22:53.080 --> 01:22:55.100
Didaktikbeachtung fehlen müssen.

01:22:56.400 --> 01:23:00.900
Ja, ich hoffe, dass es so eine Abrundung nochmal war, um die

01:23:00.900 --> 01:23:07.140
verschiedenen Bestandteile der Vorlesung Ihnen auch erklärlich zu

01:23:07.140 --> 01:23:12.300
machen und ich würde mich dennoch freuen, wenn zwar keine direkte

01:23:12.300 --> 01:23:16.180
Wirkung erkennbar ist, aber dennoch für Sie etwas für Ihr Studium und

01:23:16.180 --> 01:23:20.120
vielleicht auch für Ihre Selbstfindung als Pädagogen sich aus dem

01:23:20.120 --> 01:23:21.580
Vorgetragenen ableiten lässt.

01:23:21.720 --> 01:23:23.100
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

