WEBVTT

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Am 24.

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August wurden die Einwohner von Amatrice und viele Touristen mitten in

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der Nacht aus dem Schlaf gerissen.

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Ein schweres Erdbeben erschütterte den Gebirgsort in Mittelitalien und

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hinterließ Chaos und Zerstörung.

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268 Menschen konnten nur noch tot geborgen werden.

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Jetzt, vier Wochen später, legt das Karlsruher Zentrum für

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Katastrophenmanagement, CEDIM, seinen Abschlussbericht vor.

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Fazit, Amatrice wird nicht mehr aufgebaut werden können und

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Investitionen in die Bausubstanz hätten das Schlimmste verhindern

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können.

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Mit einer Magnitude von 6 auf der sogenannten Richterskala war das

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Beben vom 24.

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August eher ein mittleres Erdbeben, wie es im Durchschnitt pro Jahr

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hunderte Male auftritt.

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Aber dieser Beben war nicht so tief.

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Deshalb war die Bodenbewegung viel, viel stärker als eine Magnitude

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von 6,5, die ein bisschen tiefer war.

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Die Tiefe war um die vier Kilometer unter der Erde und das war direkt

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vor Ort in Amatrice und Akumoli.

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So die Intensität ist dann die Stärke von dem Schadengrad von den

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Gebäuden.

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Das war deshalb sehr, sehr hoch.

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Das war um neun.

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Eine Intensität neun und eine Magnitude sechs.

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Der Australier Dr. James Daniel gehört zur Taskforce, die am

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Karlsruher Institut für Technologie rund um die Uhr Naturkatastrophen

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überall auf dem Globus verfolgt und detaillierte Ursachen und

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Schadensanalysen vorlegt.

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Da in Italien die afrikanische Platte auf die europäische trifft, sind

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Erdbeben dort die Regel.

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Durch die Mitte Italien gibt es eine riesige Bruchzone.

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Von Nord bis Süden gibt es dann immer Erdbeben.

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1908, 1980, 1997, 2009 und jetzt.

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Jede zwei Jahre in Italien gibt es einen großen Schadenbeben.

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In Amatrice selbst allerdings lag das letzte Beben 313 Jahre zurück.

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Man hatte die Gefahr fast vergessen.

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Es gab nur 20 Prozent von den Gebäuden, die unter einer Baunorm

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überhaupt gebaut waren.

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Es gab viel Holzboden, Mauerwerk von Flusssteinen.

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Und das hat viel Verwundbarkeit im Vergleich zu normalen Baustoffen,

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die man in Italien benutzt.

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Neben Amatrice wurden noch zwei weitere Orte praktisch ausgelöscht.

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7500 Gebäude insgesamt sind wahrscheinlich schwer beschädigt oder

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komplett zerstört.

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Das ist dann ein Teil des Schadens.

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Der andere Teil des Schadens ist natürlich der Tourismus.

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Der Gesamtschaden wird vom CEDEM auf zweieinhalb Milliarden Dollar

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geschätzt.

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Stefan Fuchs, Karlsruher Institut für Technologie.

