WEBVTT

00:10.950 --> 00:17.950
Und wir gehen über zum nächsten Kapitel, das da heißt Kodierungen.

00:19.830 --> 00:25.310
Und die Grundlagen dessen, was man braucht, um jetzt zum Beispiel

00:25.310 --> 00:31.150
Zahlen in einem Rechner darzustellen, die reichen sehr lange zurück.

00:31.850 --> 00:37.250
Die reichen zurück in die Zeit des ausgehenden 17.

00:38.030 --> 00:38.870
Jahrhunderts.

00:38.870 --> 00:44.490
Und hier ist ein Ausschnitt aus einem Brief an den Herzog von

00:44.490 --> 00:46.010
Braunschweig -Wolfenbüttel.

00:46.410 --> 00:50.330
Damals halt Deutschland noch nicht ein Land, sondern eine Ansammlung

00:50.330 --> 00:55.110
unterschiedlicher Herzogtümer, Fürstentümer, die zum Teil in

00:55.110 --> 00:57.370
Königreiche zusammengefasst sind.

00:57.830 --> 01:00.690
Und hier halt entsprechend an den Herzog von Braunschweig

01:00.690 --> 01:06.830
-Wolfenbüttel, der den Ruf hatte, ein Freund und Förderer der

01:06.830 --> 01:07.870
Wissenschaften zu sein.

01:07.870 --> 01:11.790
Also wenn man halt damals Geld wollte, dann hat man nicht an die DFG

01:11.790 --> 01:15.410
einen Projektantrag geschrieben oder an die Europäische Kommission,

01:15.910 --> 01:20.650
sondern musste sich an den jeweiligen Herrscher wenden, der viel Geld

01:20.650 --> 01:25.250
zur Verfügung hatte und musste da dann irgendwie mit dem verhandeln,

01:25.670 --> 01:28.010
ob man nicht Geld für seine Forschung bekommen kann.

01:28.090 --> 01:33.170
Und das gehört dann halt dazu, dass man Weihnachts- und Neujahrskarten

01:33.170 --> 01:33.450
schreibt.

01:33.450 --> 01:35.990
Und die Weihnachts- und Neujahrskarte hieß dann damals, und jetzt

01:35.990 --> 01:38.930
schauen wir mal, ob wir das irgendwie verständlich zusammenbekommen.

01:39.690 --> 01:43.350
Ich hoffe, es werden eure hochfürstliche Durchlaut in Gnaden

01:43.350 --> 01:47.070
vermerken, dass ich sowohl dem Gebrauche als meinem Gemütstriebe

01:47.070 --> 01:50.930
zufolge bei dem eingetretenen neuen Jahre auf dieses und viele

01:50.930 --> 01:55.210
folgende denselben in beständiger Gesundheit alle selbst verlangende

01:55.210 --> 02:00.990
hohe fürstliche Ersprießlichkeit zu gemeinem und derulande besonderen

02:00.990 --> 02:02.990
Besten aus treuem Herzen anwünsche.

02:03.770 --> 02:06.150
Das ist mal eine Neujahrskarte, die hat Stil.

02:09.230 --> 02:12.910
Wenn man das liest, das könnte auch so ein bisschen so klingen, als

02:12.910 --> 02:16.390
sei das Ganze schon ein bisschen schiffriert, ist aber tatsächlich

02:16.390 --> 02:17.170
Klartext.

02:17.610 --> 02:21.250
Mit anderen Worten, alles Gute zum neuen Jahr, viel Erfolg und gute

02:21.250 --> 02:21.750
Gesundheit.

02:22.930 --> 02:30.270
Geschrieben hat das Ganze Gottfried Wilhelm Leibniz, gelebt 1646 bis

02:30.270 --> 02:35.010
1716, Philosoph, Mathematiker, Physiker, Bibliotheker.

02:36.110 --> 02:39.650
Also noch ein fast universal Gelehrter.

02:39.750 --> 02:43.810
Zu der Zeit damals konnte man noch sehr viele Wissenschaften parallel

02:43.810 --> 02:47.730
haben, weil das Wissen in einer einzelnen Teildisziplin überschaubar

02:47.730 --> 02:47.970
war.

02:47.970 --> 02:53.810
Wenn man jetzt sieht auf die Jahresdaten, 1716 geboren, wenn man jetzt

02:53.810 --> 02:56.550
ratterratter schnell rechnet, dann weiß man, letztes Jahr ist der

02:56.550 --> 02:58.570
Todestag 300 Jahre her.

02:59.210 --> 03:02.350
Also letztes Jahr vor 300 Jahren ist Leibniz gestorben.

03:02.810 --> 03:05.750
Dementsprechend war letztes Jahr auch eine Art Leibnizjahr.

03:06.190 --> 03:09.250
Wenn man so ein bisschen schaut, ist letztes Jahr relativ viel zu

03:09.250 --> 03:12.750
Leibniz publiziert und geschrieben worden.

03:12.750 --> 03:15.090
Ich habe da auch was ins Ilias gestellt.

03:15.710 --> 03:19.470
Wenn man sich mal ein bisschen dafür interessiert, wie so diese Genies

03:19.470 --> 03:23.010
gelebt und getickt haben, kann man sich das da auch mal anschauen.

03:23.090 --> 03:26.550
Das ist manchmal ganz interessant, dass man weiß, wo die Sachen, mit

03:26.550 --> 03:31.130
denen wir heute ganz selbstverständlich umgehen, wo die ursprünglich

03:31.130 --> 03:34.570
entstanden sind und was für eine Geistesleistung eigentlich

03:34.570 --> 03:41.250
dahintersteckt, diese hervorzubringen, um zu formalisieren, überhaupt

03:41.250 --> 03:42.630
erstmal auf die Idee zu kommen.

03:43.470 --> 03:48.750
Und das, was Leibniz gemacht hat, hat unter anderem eine große

03:48.750 --> 03:51.750
Bedeutung für die sogenannte Codierung.

03:53.650 --> 03:58.510
Und wenn Sie in einem Rechner etwas addieren oder subtrahieren

03:58.510 --> 04:03.770
heutzutage, dann wird das mehr oder weniger auf dieselbe Art und Weise

04:03.770 --> 04:06.430
gemacht, wie Leibniz das damals herausgefunden hat.

04:08.190 --> 04:11.790
Und eine der Dinge, die Leibniz halt gemacht hat, war auch, dass er

04:11.790 --> 04:16.930
erste Addier- und Arithmetikmaschinen gebaut und erfunden hat.

04:17.010 --> 04:21.110
Das waren sozusagen mechanische Taschenrechner, mit denen man

04:21.110 --> 04:23.910
mechanisch bestimmte Grundrechenarten ausführen konnte.

04:26.130 --> 04:29.330
Womit wir uns jetzt in diesem Kapitel insbesondere beschäftigen, ist

04:29.330 --> 04:32.590
erstmal, wie kann ich Zahlen im Rechner darstellen?

04:33.230 --> 04:36.470
Und ich will das natürlich so machen, dass ich hinterher auch diese

04:36.470 --> 04:41.290
arithmetischen Operationen, wie Addition, Subtraktion usw., auch

04:41.290 --> 04:42.770
vernünftig darstellen kann.

04:43.670 --> 04:50.510
Und da steckt wieder eine gewisse Transfer- und Entdeckungsleistung

04:50.510 --> 04:53.230
dahinter, mit der wir heutzutage eigentlich selbstverständlich

04:53.230 --> 04:56.990
umgehen, weil wir es in der Grundschule schon so beigebracht bekommen

04:56.990 --> 05:00.090
haben, die aber noch nicht unbedingt jederzeit eine

05:00.090 --> 05:01.350
Selbstverständlichkeit waren.

05:01.350 --> 05:04.570
Zum Beispiel sowas wie das Konzept der negativen Zahlen.

05:05.250 --> 05:08.110
Es ist also nicht nur reicht, positive Zahlen darzustellen.

05:08.270 --> 05:11.810
Bisher haben wir in der Regel in der Vorlesung immer mit positiven

05:11.810 --> 05:13.990
Zahlen gearbeitet, mit den natürlichen Zahlen.

05:14.490 --> 05:18.410
Entweder natürliche Zahlen einschließlich Null, als Null beschrieben,

05:18.510 --> 05:20.430
oder die positiven natürlichen Zahlen.

05:20.950 --> 05:24.590
Allein die Entdeckung der Null, dass das sowas ist wie eine Zahl für

05:24.590 --> 05:26.770
nichts, war schon eine große Leistung.

05:27.090 --> 05:29.390
Und auch die Entdeckung des Negativen.

05:29.390 --> 05:33.670
Bis sich die Mathematik mal mit negativen Zahlen beschäftigt hat, war

05:33.670 --> 05:37.870
halt auch schon eine gewisse Leistung, weil am Anfang hat man sich

05:37.870 --> 05:40.830
erst einmal damit begnügt, Dinge, die da sind, zu zählen.

05:41.450 --> 05:43.350
Irgendetwas, was nichts da ist, interessiert nicht.

05:43.870 --> 05:46.910
Und sich damit zu überlegen, was ist denn mit sozusagen dem Gegenteil

05:46.910 --> 05:47.690
von was da sein.

05:47.750 --> 05:48.810
Das hat eine Weile gedauert.

05:50.250 --> 05:53.070
Und das ist auch etwas, was wir uns anschauen müssen.

05:54.150 --> 05:58.930
Was Sie heutzutage verwenden, wenn Sie mit Zahlen umgehen, ist in der

05:58.930 --> 06:00.710
Regel immer die Dezimaldarstellung.

06:01.390 --> 06:04.790
Da gibt es verschiedene, unterschiedliche Theorien, warum das ist,

06:04.870 --> 06:06.970
warum wir unbedingt Dezimaldarstellung verwenden.

06:08.850 --> 06:12.450
Zum einen macht es teilweise bestimmte Rechenoperationen einfach.

06:12.650 --> 06:15.390
Zum anderen sagt man, das liegt halt daran, dass wir meistens zehn

06:15.390 --> 06:21.710
Finger haben, dass das also etwas ist, was uns natürlich ist, mit

06:21.710 --> 06:26.530
Zahlenbereich bis zehn zu hantieren und dann Vielfachen von zehn.

06:26.530 --> 06:30.170
Das kann auch was ein bisschen mit der Psychologie zu tun haben, dass

06:30.170 --> 06:34.590
wir bestimmte Spannungen nur bedingt bedecken.

06:35.130 --> 06:38.050
Es ist zum Beispiel klar, nicht immer muss man unbedingt mit

06:38.050 --> 06:41.610
Zehnerbasis arbeiten, wenn Sie sich schon in der Schule mit römischen

06:41.610 --> 06:43.170
Zahlen zum Beispiel beschäftigt haben.

06:43.510 --> 06:46.730
Die haben ein ganz komisches System gehabt, das zum Teil 12er basiert

06:46.730 --> 06:52.290
ist, zum Teil ganz seltsame Regeln hatte, um Zahlen darzustellen.

06:54.270 --> 06:56.770
Wir arbeiten mit der Dezimaldarstellung.

06:57.330 --> 07:01.110
Und jetzt sind wir wieder an einem Punkt in der Vorlesung angelangt,

07:01.210 --> 07:03.950
wo Farbe auf den Folien wichtig ist.

07:04.590 --> 07:10.730
Und wenn immer Sie irgendwas lesen, was aussieht wie eine Ziffer oder

07:10.730 --> 07:16.050
eine Konkatenation von Ziffern, dann müssen Sie unterscheiden, schaue

07:16.050 --> 07:21.350
ich mir zurzeit ein Wort an, das besteht aus der Konkatenation von

07:21.350 --> 07:27.970
Zeichen und diese Zeichen können aussehen wie Ziffern oder spreche ich

07:27.970 --> 07:32.070
über eine Zahl und diese Zahl ist zufälligerweise in

07:32.070 --> 07:33.670
Dezimaldarstellung dargestellt.

07:35.930 --> 07:41.650
Wenn wir jetzt also Zahlen kodieren wollen als Nachrichten, wir

07:41.650 --> 07:45.070
erinnern uns, eine Nachricht ist irgendwie was abstrahiertes vom

07:45.070 --> 07:49.450
Signal, dass es sich dabei um eine Zahl handelt, das ist schon

07:49.450 --> 07:51.670
Information, davon weiß der Rechner nichts.

07:52.250 --> 07:56.170
Der Rechner weiß nur was von Nachrichten und dass das eine Zahl ist,

07:56.230 --> 08:00.010
das ist das, was wir rein interpretieren, wenn wir das Bezugssystem

08:00.010 --> 08:00.690
erkennen.

08:00.970 --> 08:05.990
Also in diesem Fall Bezugssystem, Darstellung einer Zahl als Nachricht

08:05.990 --> 08:07.050
im Dezimalsystem.

08:07.730 --> 08:11.230
Dann sieht das so aus, dass es eine Nachricht ist, dann kann man

08:11.230 --> 08:14.550
daraus Wörter machen und damit man Wörter machen kann, braucht man ein

08:14.550 --> 08:14.950
Alphabet.

08:15.290 --> 08:19.670
Und wir haben ein Alphabet, das nennen wir Z10, wichtig, das Z ist

08:19.670 --> 08:22.490
nicht so doppelt gestrichen, wie wir das schon mal hatten, das ist

08:22.490 --> 08:25.130
einfach gestrichen und das soll damit eben andeuten, dass wir es hier

08:25.130 --> 08:29.170
mit Zeichen oder Symbolen zu tun haben und nicht mit Zahlen per se.

08:29.950 --> 08:31.630
Und deswegen schreiben wir die auch blau.

08:32.130 --> 08:35.070
Wir sind erstmal, das sind Zeichen, da interpretieren wir erstmal noch

08:35.070 --> 08:35.810
nichts rein.

08:36.570 --> 08:40.690
Wenn wir wissen wollen, für welche Zahl das steht, dann müssen wir

08:40.690 --> 08:44.470
interpretieren, dann brauchen wir Bedeutung, Semantik und eine

08:44.470 --> 08:49.050
Möglichkeit, zum Beispiel diese Ziffern, die Zeichen sind, in diesem

08:49.050 --> 08:55.270
Alphabet, zu interpretieren ist, dass man sagt, okay, so eine blaue 0,

08:55.450 --> 09:01.530
das Zeichen 0, das soll stehen für die Zahl 0 und das Zeichen 1 soll

09:01.530 --> 09:05.250
stehen für die Zahl 1 und so weiter, das Zeichen 9 soll stehen für die

09:05.250 --> 09:05.830
Zahl 9.

09:06.710 --> 09:10.650
Und jetzt beißt sich die Katze in den Schwanz, weil damit ich Ihnen

09:10.650 --> 09:16.350
mitteilen kann, für welche Zahl so ein Zeichen aus diesem Alphabet

09:16.350 --> 09:20.630
stehen soll, da muss ich Ihnen das mitteilen und wenn ich Ihnen das

09:20.630 --> 09:23.090
mitteile, muss ich das als Nachricht kodieren und Ihnen übermitteln.

09:24.250 --> 09:28.330
Eine Möglichkeit, das zu kodieren und zu übermitteln ist zum Beispiel,

09:28.510 --> 09:33.610
indem ich die Zahl in natürlicher Sprache ausschreibe.

09:34.050 --> 09:37.970
Indem ich also das Wort 0, das ausgesprochen 0 ist, da halt im

09:37.970 --> 09:40.730
lateinischen Alphabet, im deutschen hinschreibe.

09:42.250 --> 09:43.710
Was ist das jetzt?

09:44.310 --> 09:46.950
Das ist offensichtlich eine Abbildung.

09:47.670 --> 09:50.570
Ich habe einen Definitionsbereich, der ist Z10.

09:51.330 --> 09:56.630
Ich habe einen Zielbereich, das ist die Menge der Worte 0, 1, 2, 8, 9,

09:57.330 --> 10:01.970
die aber in Wirklichkeit für die zugehörigen Zahlen stehen.

10:01.970 --> 10:05.530
Das heißt also, ich habe auf der einen Seite einen Definitionsbereich,

10:06.010 --> 10:08.970
der ist ein Alphabet von Zeichen und auf der anderen Seite habe ich

10:08.970 --> 10:11.750
einen Zielbereich, das sollen Zahlen sein.

10:12.310 --> 10:14.550
Zum Beispiel eine Teilmenge der natürlichen Zahlen.

10:15.130 --> 10:16.830
Und wenn ich sie hinschreibe, muss ich halt wieder Ziffern schreiben,

10:16.910 --> 10:17.870
dann habe ich wieder ein Kodierungsproblem.

10:18.310 --> 10:22.690
Jedenfalls, ich habe da also eine Abbildung, die nenne ich Numm10 von

10:22.690 --> 10:23.010
x.

10:23.290 --> 10:28.350
Und diese Abbildung bildet halt ab, die Zeichen aus dem Alphabet auf

10:28.350 --> 10:29.610
die zugehörigen Zahlen.

10:31.070 --> 10:35.610
Jetzt ist das natürlich recht mühsam, immer die Zahlen auszuschreiben.

10:35.730 --> 10:39.190
Wenn ich also sehr große Zahlen haben will und ich will deutlich

10:39.190 --> 10:41.630
machen, dass es mir jetzt nicht um die Zeichen geht, sondern um die

10:41.630 --> 10:47.250
Zahl selber und ich will 1.365.723 hinschreiben, dann ist das ein sehr

10:47.250 --> 10:47.870
langes Wort.

10:48.710 --> 10:52.510
Das macht es natürlich unhandlich, deswegen hat man ja auch zum

10:52.510 --> 10:55.490
Beispiel sowas wie die Dezimaldarstellung sich hergenommen.

10:56.310 --> 11:00.110
Das heißt, angenehmer ist es natürlich, das Ganze so zu schreiben.

11:01.290 --> 11:02.710
Und da ist jetzt halt Farbe wichtig.

11:02.870 --> 11:06.190
Wenn ich also darauf hinaus will, dass es sich im Augenblick um das

11:06.190 --> 11:09.130
Zeichen aus dem Alphabet handelt, dann schreibe ich das in Blau.

11:09.650 --> 11:13.810
Wenn ich darauf hinaus will, dass ich mich jetzt auf die tatsächliche

11:13.810 --> 11:18.250
Zahl beziehe und diese Zahl halt ihnen mitteile in der

11:18.250 --> 11:21.210
Dezimaldarstellung, dann schreibe ich das Ganze in Schwarz.

11:21.210 --> 11:26.710
Dann haben wir halt hier diese Abbildung, die erst mal kleinen Num 10

11:26.710 --> 11:32.690
von X abbildet, aus dem Z10 in eine Teilmenge der natürlichen Zahlen.

11:33.730 --> 11:36.810
Und wir machen das natürlich so, wir bilden jetzt Wörter über diesem

11:36.810 --> 11:42.270
Alphabet, indem wir diese Zeichen, diese Ziffern irgendwie miteinander

11:42.270 --> 11:45.430
konkatenieren, bekommen wir Wörter heraus.

11:46.150 --> 11:51.870
Und diese Wörter sollen eben gerade eine Zahl darstellen aus den

11:51.870 --> 11:57.970
natürlichen Zahlen und das Ganze in der Dezimaldarstellung, im

11:57.970 --> 11:59.030
Zehnerzahlensystem.

11:59.650 --> 12:03.610
Und auch das ist wieder eine Abbildung, die nenne ich Num 10, diesmal

12:03.610 --> 12:05.170
Num großgeschrieben.

12:06.050 --> 12:09.790
Und die bildet jetzt nicht mehr ab einzelne Zeichen aus dem Alphabet,

12:10.350 --> 12:13.910
sondern die bildet gesamte Wörter ab aus diesem Alphabet und die Menge

12:13.910 --> 12:17.250
aller möglichen Wörter hatten wir eben mit dem Konkatenationsabschluss

12:17.250 --> 12:18.130
hingeschrieben.

12:18.250 --> 12:20.510
Das ist eben gerade Z10 Stern.

12:21.110 --> 12:24.690
Das ist eben gerade der Konkatenationsabschluss und das wird jetzt

12:24.690 --> 12:27.710
abgebildet wieder in die natürlichen Zahlen hinein.

12:27.870 --> 12:32.350
Das heißt also, ich bilde jetzt mit der Dezimaldarstellung, will ich,

12:32.430 --> 12:36.490
wenn ich die interpretiere, die Dezimaldarstellung einer Zahl, bilde

12:36.490 --> 12:41.870
ich eben ein Wort über diesem Alphabet Z10 ab auf eine natürliche

12:41.870 --> 12:42.210
Zahl.

12:43.490 --> 12:44.910
Das ist das, was ich meinte.

12:45.010 --> 12:47.590
Deswegen ist das, dass Sie wissen, was eine Abbildung ist, was ein

12:47.590 --> 12:50.190
Alphabet ist, eine Sprache ist, so wichtig.

12:50.290 --> 12:53.250
Weil alles, was wir jetzt machen, um solche Dinge zu definieren, wir

12:53.250 --> 12:55.870
hantieren mit Mengen, wir hantieren mit Abbildungen, wir müssen in der

12:55.870 --> 12:58.410
Lage sein, eine Abbildung zu definieren.

12:58.530 --> 13:01.010
Das erste, wenn ich eine Abbildung definiere, ist Definitions- und

13:01.010 --> 13:02.650
Zielbereich, steht da schon.

13:02.650 --> 13:06.410
Da oben bei dieser kleinen Abbildung NUM10 von X, da habe ich die

13:06.410 --> 13:09.970
Abbildungsvorschrift hingeschrieben, in Form so einer Tabelle, aber

13:09.970 --> 13:12.910
zum Beispiel noch nicht den Definitions- und Zielbereich.

13:13.030 --> 13:15.210
Dann habe ich Ihnen nur gesagt, das können Sie sich aber denken, dass

13:15.210 --> 13:19.350
es von Z10 auf die natürlichen Zahlen abbildet, gemäß dieser

13:19.350 --> 13:20.350
Abbildungsvorschrift.

13:22.070 --> 13:26.770
Jetzt können Sie sich auch überlegen, als einfache Überlegung, diese

13:26.770 --> 13:32.450
kleine Abbildung, klein NUM10 von X, ist das eine sujektive Abbildung?

13:34.990 --> 13:36.130
Wer ist für sujektiv?

13:39.540 --> 13:41.540
Wer ist für nicht sujektiv?

13:43.560 --> 13:49.040
Diese kleine Abbildung NUM10 von X, was ist denn das Urbild der Zahl

13:49.040 --> 13:49.620
1000?

13:51.480 --> 13:53.360
Gibt es nicht, in der Tabelle gibt es nicht.

13:53.360 --> 13:59.020
Ich habe Urbilder 0 bis 9, aber zum Beispiel die Zahl 1000 ist kein

13:59.020 --> 14:01.700
Ziel, kein Abbild.

14:01.940 --> 14:05.740
Das heißt, sujektiv ist diese Abbildung nicht das kleine NUM10 von X.

14:06.280 --> 14:07.340
Ist sie injektiv?

14:10.820 --> 14:12.280
Ja, injektiv ist sie.

14:12.280 --> 14:20.600
Also es gibt keine Zeichen, keine Ziffer aus dem Alphabet, die auf...

14:20.600 --> 14:25.260
es gibt keine zwei Zeichen, zwei unterschiedlichen Zeichen aus dem

14:25.260 --> 14:28.080
Alphabet, die auf eine und dieselbe Zahl abgebildet werden.

14:28.640 --> 14:31.440
Also sujektiv ist es nicht, aber immerhin injektiv.

14:32.180 --> 14:41.640
Jetzt kann man sich überlegen, groß NUM10, das soll jetzt jeder Zahl

14:41.640 --> 14:50.900
als Wort über dem Alphabet Z10, soll jedes dieser Wörter abbilden auf

14:50.900 --> 14:53.420
eine Zahl aus der natürlichen Zahl.

14:54.000 --> 14:56.020
Ist das eine sujektive Abbildung?

14:57.320 --> 14:58.220
Wer ist für sujektiv?

14:59.920 --> 15:01.860
Okay, wer ist nicht für sujektiv?

15:03.100 --> 15:05.820
Okay, das ist offensichtlich sujektiv.

15:06.440 --> 15:11.720
Weil für jede natürliche Zahl kann ich ja ein Wort hinschreiben.

15:11.860 --> 15:14.580
Jede natürliche Zahl kann ich im Dezimalsystem darstellen.

15:14.720 --> 15:18.120
Haben Sie in der Schule gelernt, das hat man Ihnen nicht so explizit

15:18.120 --> 15:18.900
vielleicht beigebracht?

15:19.240 --> 15:23.600
Die andere Abfrage, ist diese Abbildung injektiv?

15:25.080 --> 15:26.160
Wer ist für injektiv?

15:29.880 --> 15:31.620
Wer ist für nicht injektiv?

15:33.400 --> 15:36.340
Einfaches Beispiel, das zeigt, dass die Abbildung nicht injektiv ist.

15:38.160 --> 15:39.800
Zahlen mit führenden Nullen.

15:40.060 --> 15:45.100
Wenn ich also hinschreibe 0,1 oder wenn ich hinschreibe 1, dann wird

15:45.100 --> 15:47.940
das auf 1 und dieselbe Zahl abgebildet.

15:48.280 --> 15:49.600
Zeils ist nicht injektiv.

15:49.780 --> 15:54.000
Also NUM10 mit groß geschrieben ist zwar sujektiv, aber im Gegensatz

15:54.000 --> 15:57.160
zu kleinen NUM10 nicht injektiv.

15:59.600 --> 16:02.460
Jetzt haben wir ja das Problem, wenn wir eine Abbildung definieren,

16:02.600 --> 16:05.840
Ziel - und Definitionsbereich brauchen wir und wir brauchen die

16:05.840 --> 16:07.200
Abbildungsvorschrift.

16:07.860 --> 16:11.000
Es ist die Frage, wie können wir jetzt diese Abbildungsvorschrift, der

16:11.000 --> 16:15.060
Dezimaldarstellung, groß NUM10, vernünftig hinschreiben.

16:16.180 --> 16:18.380
Und jetzt kommt wieder etwas, was wir hier machen.

16:18.500 --> 16:24.440
80% der Dinge sind Abbildungen, Relationen, Alphabete, formale

16:24.440 --> 16:28.380
Sprachen und ganz wichtig auch, haben wir extra ein eigenes Kapitel

16:28.380 --> 16:32.600
zu, was ist so eine typische Methode, um etwas zu definieren?

16:35.580 --> 16:38.560
Was ist so eine typische Methode, die Sie kennengelernt haben, um

16:38.560 --> 16:39.260
etwas zu definieren?

16:44.700 --> 16:47.540
Wir haben kennengelernt, wie können wir Sachen definieren.

16:47.880 --> 16:52.120
Und wir hatten uns eine Methode rausgesucht, um etwas zu definieren

16:52.120 --> 16:53.620
und die recht ausführlich besprochen.

16:55.680 --> 16:57.860
Genau, induktive Definition.

16:58.580 --> 17:02.460
Und wenn Sie irgendwie mit Sprachen und mit Wörtern hantieren und

17:02.460 --> 17:07.320
Abbildungen auf Wörtern definieren müssen, dann ist die induktive

17:07.320 --> 17:11.300
Definition immer ein guter Verdächtiger, der vielleicht hier ganz

17:11.300 --> 17:12.160
nützlich sein könnte.

17:12.820 --> 17:15.460
Und genauso kann man sich jetzt hier überlegen, dass für die

17:15.460 --> 17:20.380
Definition der Dezimaldarstellung eben eine induktive Definition recht

17:20.380 --> 17:21.640
geeignet sein könnte.

17:22.860 --> 17:26.320
Jetzt überlegen wir uns, was soll denn das der Zahlenwert sein?

17:26.400 --> 17:31.060
Wenn ich jetzt also ein Wort habe über dem Alphabet, das bestehe aus K

17:31.060 --> 17:37.380
-Zeichen, jetzt nummeriere ich die Zeichen nicht von links nach rechts

17:37.380 --> 17:40.660
durch, sondern ich nummeriere sie von rechts nach links durch und

17:40.660 --> 17:44.840
sage, das Zeichen ganz rechts habe den Index 0, das sei x0, das

17:44.840 --> 17:50.100
Zeichen ganz links, das habe den Index k-1, dann kann ich relativ

17:50.100 --> 17:56.040
leicht aus dem Wort und dieser Abbildung, klein num 10 von x, die ich

17:56.040 --> 18:01.100
da habe, die jeder Ziffer einen Zahlenwert zuordnet, kann ich relativ

18:01.100 --> 18:03.570
leicht jetzt die eigentliche Zahl errechnen.

18:04.080 --> 18:06.100
Das ist etwas, das machen sie ganz intuitiv.

18:06.620 --> 18:10.580
Das ist eben, ich nehme das ganz rechts, nehme davon den Zahlenwert

18:10.580 --> 18:14.840
von der Ziffer und multipliziere die mit 10 hoch 0 mit 1.

18:15.380 --> 18:19.860
Dann gehe ich einen Ziffer weiter nach links nehme davon wieder den

18:19.860 --> 18:23.580
Zahlenwert und multipliziere das mit 10 hoch 1.

18:24.420 --> 18:28.040
Gehe einen Ziffer weiter nach links, nehme davon den Zahlenwert gemäß

18:28.040 --> 18:32.920
klein num 10 von x, multipliziere das Ganze mit 10 hoch 2 und so

18:32.920 --> 18:35.620
weiter und so fort, bis ich bei der ganz linken Ziffer bin.

18:36.220 --> 18:42.280
Jeder hat den Index k-1 und multipliziere jetzt den Zahlenwert dieser

18:42.280 --> 18:46.540
Ziffer gemäß klein num 10 von x mit 10 hoch k-1.

18:47.840 --> 18:52.540
Das hat halt die unschöne Eigenschaft, dass ich die Länge des Wortes

18:52.540 --> 18:54.840
kennen muss, wenn ich das so definiere.

18:56.000 --> 18:57.440
Das geht eleganter.

18:58.600 --> 19:02.420
Jetzt kann man sich einmal damit ein bisschen rum-experimentieren und

19:02.420 --> 19:06.980
kann zum Beispiel einfach mal den Faktor 10 aus dieser Summe da oben

19:06.980 --> 19:08.940
raus multiplizieren.

19:09.260 --> 19:17.740
Dann erhalte ich sowas wie 10 mal alles bis auf die ganz rechte Ziffer

19:17.740 --> 19:23.280
plus den Zahlenwert der ganz rechten Ziffer, weil diese 10 hoch 0 habe

19:23.280 --> 19:26.380
ich entsprechend ausmultipliziert.

19:28.000 --> 19:34.300
Und was passiert ist, dass in diesem Inneren die ganzen Exponenten um

19:34.300 --> 19:35.280
1 niedriger werden.

19:35.520 --> 19:39.240
Das heißt, die gehen dann nur noch von 10 hoch 0 bis 10 hoch k-2.

19:39.900 --> 19:42.660
Das ist eigentlich ein ganz guter Hinweis darauf, wenn da immer

19:42.660 --> 19:46.220
irgendwas kleiner wird, dann kann man da der Sache vielleicht mit

19:46.220 --> 19:47.800
Induktion R werden.

19:49.020 --> 19:53.160
Und wenn ich mir das anschaue, die Definition von dem, was da in den

19:53.160 --> 19:56.320
runden Klammern steht, dann ist das eben gerade wieder diese

19:56.320 --> 20:01.520
Definition von groß num c, also Wert gemäß Dezimaldarstellung von dem

20:01.520 --> 20:04.860
Wort xk-1 bis x1.

20:05.540 --> 20:09.740
Das heißt, ich habe also x0 abgeschnitten, habe dem den Wert

20:09.740 --> 20:13.160
vorgegeben, gemäß meiner oben festgelegten, einfach festgelegten

20:13.160 --> 20:19.060
Abbildung und habe das, was übrig bleibt, zurückgeführt auf groß num

20:19.060 --> 20:25.200
10 von x1 bis xk-1 und das Ganze mit 10 multipliziert.

20:25.680 --> 20:29.300
Ich habe also die Größe des Problems dadurch reduziert, dass ich

20:29.300 --> 20:31.860
rechts was vom Wort abgeschnitten habe und mich jetzt wieder

20:31.860 --> 20:36.500
zurückbeziehe auf die Definition des Gleichens mit auf ein kürzeres

20:36.500 --> 20:36.720
Wort.

20:38.760 --> 20:42.420
Gut, wenn wir also eine Induktion induktiv definieren wollen, dann

20:42.420 --> 20:45.000
haben wir kennengelernt, das erste, was wir brauchen, ist ein

20:45.000 --> 20:46.140
Induktionsanfang.

20:46.740 --> 20:48.660
Und da müssen wir uns jetzt ein bisschen was überlegen.

20:49.600 --> 20:51.460
Worüber lassen wir überhaupt die Induktion laufen?

20:51.620 --> 20:55.620
Worüber lassen wir jetzt diesen Index n aller natürlichen Zahlen, für

20:55.620 --> 20:58.860
die wir zeigen, etwas definieren wollen, laufen?

20:59.300 --> 21:02.660
Und bei formalen Sprachen ist eine so der Standardtechniken, was

21:02.660 --> 21:05.500
häufig gut funktioniert, wir lassen den Index über die Länge des

21:05.500 --> 21:06.260
Wortes laufen.

21:06.920 --> 21:12.520
Wir fangen also mit ganz kurzen Wörtern an und das kürztmögliche Wort

21:12.520 --> 21:14.080
hat halt die Länge 0, ist Y.

21:14.980 --> 21:19.580
Wir müssen jetzt also Num groß Num 10 von Y festlegen.

21:20.120 --> 21:23.480
Und da lehnen wir per Definition fest, das sei gleich 0.

21:24.700 --> 21:26.020
Und das ist relativ wichtig.

21:26.400 --> 21:31.600
Das heißt also, mit anderen Worten, wenn Sie ein Wort über den Ziffern

21:31.600 --> 21:36.480
haben, der Dezimaldarstellung, das nichts hat, das kein Zeichen hat,

21:36.560 --> 21:40.620
das also Länge 0 hat, das nichts lang ist, dann hat das trotzdem einen

21:40.620 --> 21:44.460
Zahlenwert und dann hat das den Zahlenwert eben von 0.

21:47.540 --> 21:51.800
Und jetzt ist als nächstes, den Induktionsanfang haben wir, brauchen

21:51.800 --> 21:52.920
wir den Induktionsschritt.

21:53.460 --> 21:56.300
Jetzt nehmen wir uns also ein Wort her, aus dem

21:56.300 --> 22:00.640
Konkatenationsabschluss, über dem Alphabet der Ziffern der

22:00.640 --> 22:09.760
Dezimaldarstellung und wir nehmen uns ein Zeichen her, aus dem Z10.

22:10.340 --> 22:17.580
Und wir sagen jetzt, dieses Wort konkateniert mit dem Zeichen, dafür

22:17.580 --> 22:22.440
legen wir jetzt einen Zahlenwert fest.

22:23.180 --> 22:25.480
Und jetzt muss man sich was überlegen.

22:26.380 --> 22:30.860
Nämlich, kann ich denn jedes Wort so zerlegen?

22:30.860 --> 22:34.060
Kann ich also jedes beliebige Wort, das es gibt, auch wirklich

22:34.060 --> 22:40.300
darstellen, als ein Wort aus Z-Stern und aus einem einzelnen Zeichen?

22:42.300 --> 22:46.980
Das leere Wort kann ich so offensichtlich schon mal nicht darstellen,

22:47.100 --> 22:54.220
weil das leere Wort ist nicht die Konkatenation mit irgendeinem

22:54.220 --> 22:59.040
Zeichensymbol aus dem Alphabet Z10, sondern dann habe ich mindestens

22:59.040 --> 23:00.660
ein Wort, das mindestens einslang ist.

23:01.400 --> 23:05.380
Aber Wörter, die einslang sind, die kann ich so zum Beispiel

23:05.380 --> 23:05.940
darstellen.

23:06.620 --> 23:10.160
Also eben nehme ich gerade die Konkatenation von Y und das ist

23:10.160 --> 23:13.840
wiederum in Z10-Stern enthalten, weil es der Konkatenationsabschluss

23:13.840 --> 23:21.380
ist, der Y auch enthält, und einem Zeichen aus dem Alphabet Z10.

23:21.380 --> 23:24.360
Da kann ich immerhin Wörter, die mindestens einslang sind, darstellen

23:24.360 --> 23:28.700
und für jedes beliebige andere Wort kann ich natürlich hinten immer

23:28.700 --> 23:33.620
das letzte Zeichen abschneiden und kann es als das Restwort W und

23:33.620 --> 23:35.840
dieses letzte Zeichen X darstellen.

23:36.660 --> 23:39.780
Jetzt lautet einfach, so wie wir das vorhin ausgerechnet haben, dieser

23:39.780 --> 23:44.900
Induktionsschritt, Nummer von 10 von einem Wort, das diese Gestalt

23:44.900 --> 23:50.820
hat, wie X, wie aus Z-Stern, X aus dem Alphabet Z, dann ist das gerade

23:50.820 --> 23:58.080
10 mal Nummer 10 von W plus klein Nummer 10 von X.

23:58.840 --> 24:02.020
Klein Nummer 10 von X ist immer definiert, das ist das letzte Zeichen

24:02.020 --> 24:07.540
des Wortes und dann produziere ich die Länge des Wortes und muss das

24:07.540 --> 24:11.660
Ganze dann wieder rekursiv reintun und kann dann das Ganze aber mit 10

24:11.660 --> 24:12.900
multiplizieren.

24:14.600 --> 24:18.700
Das heißt, das ist also eine allgemeine Technik, die wir sehr häufig

24:18.700 --> 24:23.320
anwenden können, wenn wir Abbildungen definieren, die von einer

24:23.320 --> 24:28.940
Sprache irgendwie in eine andere oder die vom Konkatenationsabschluss

24:28.940 --> 24:31.320
in irgendeine andere Menge abbilden.

24:31.700 --> 24:34.160
Also nicht nur von einer Sprache, sondern von dem gesamten

24:34.160 --> 24:38.480
Konkatenationsabschluss über einem Alphabet abbildend in einer Menge.

24:40.200 --> 24:44.380
Wir wollen jetzt diese Funktion definieren für jedes Wort beliebiger

24:44.380 --> 24:44.600
Menge.

24:45.300 --> 24:48.660
Wir definieren den Wortanfang, Wortlänge ist gleich 0.

24:48.800 --> 24:53.120
Wir definieren also, was soll der Funktionswert von Y sein und

24:53.120 --> 24:58.740
definieren dann den Definitionsschritt von Wortlänge n nach Wortlänge

24:58.740 --> 25:00.040
n plus 1.

25:00.540 --> 25:03.460
Wir gehen also davon aus, dass die Funktion schon für ein Wort der

25:03.460 --> 25:09.220
Länge n definiert ist und definieren jetzt, was ist der Wert der

25:09.220 --> 25:11.640
Funktion für ein Wort der Länge n plus 1.

25:14.340 --> 25:18.260
Und wenn wir das gemacht haben, haben wir halt gemäß des Prinzips der

25:18.260 --> 25:24.460
vollständigen Induktion das für alle Wörter beliebiger Länge gezeigt.

25:25.080 --> 25:30.780
Und dabei ist es wichtig, es ist egal, ob ich das Wort nach rechts hin

25:30.780 --> 25:34.460
verlängere, also ob ich ein Wort nehme und rechts ein Zeichen dran

25:34.460 --> 25:38.460
nehme oder ob ich ein Wort nehme und links ein Zeichen dran lege.

25:38.840 --> 25:41.680
Ich kann das entweder auf die eine Art und Weise definieren oder ich

25:41.680 --> 25:44.680
kann es auf die andere Art und Weise definieren.

25:45.200 --> 25:50.620
Ich muss halt nur aufpassen, das Wort muss von der Länge n sein und X

25:50.620 --> 25:54.840
muss ein Zeichen sein und dann als Wort interpretiert hat es

25:54.840 --> 25:59.020
logischerweise die Länge 1, wenn es ein Zeichen aus dem Alphabet war.

26:04.400 --> 26:08.260
Die Dezimaldarstellung ist das, was Sie meistens in der Schule

26:08.260 --> 26:09.060
verwendet haben.

26:09.180 --> 26:12.180
Wenn Sie Informatikunterricht hatten oder ein bisschen ausgereifteren

26:12.180 --> 26:15.420
Mathematikunterricht, haben Sie auch schon mal ansatzweise andere

26:15.420 --> 26:20.960
Zahlendarstellungen kennengelernt, zum Beispiel das Binärsystem oder

26:20.960 --> 26:22.760
auch die römischen Zifferndarstellung.

26:23.560 --> 26:29.180
Wir hätten gerne, dass wir beliebige, möglichst beliebige

26:29.180 --> 26:30.160
Darstellungen haben.

26:30.160 --> 26:36.520
Und die Frage lautet da, und das ist vielleicht von Interesse, was ist

26:36.520 --> 26:40.720
das kleinstmögliche Alphabet, das ich verwenden kann, um alle

26:40.720 --> 26:43.240
natürlichen Zahlen darzustellen.

26:44.640 --> 26:49.240
Und das ist eben eine der großen Leistungen von Leibniz, dass er

26:49.240 --> 26:55.820
gezeigt hat, dass zwei Ziffern ausreichen, um jede andere beliebige

26:55.820 --> 27:04.540
natürliche Zahl, nicht negative, natürliche Zahl darzustellen und auch

27:04.540 --> 27:06.280
damit rechnen.

27:06.840 --> 27:11.940
Und das ist jetzt hier ein Beispiel aus der Art und Weise, wie Leibniz

27:11.940 --> 27:12.860
das gemacht hatte.

27:13.160 --> 27:17.160
Er hat beispielsweise gezeigt, wie man jetzt addieren kann mit einer

27:17.160 --> 27:21.980
Zahl, die im Binärsystem, also nur mit zwei Ziffern dargestellt wird.

27:21.980 --> 27:27.160
Rechts sieht man immer den Wert der Zahlen im Dezimalsystem, links im

27:27.160 --> 27:28.520
Binärsystem.

27:29.100 --> 27:31.800
Und dann hat er gezeigt, wie man die Sachen addieren kann.

27:33.960 --> 27:37.000
Wenn wir uns jetzt mal ganz oben links in der Matrix das Ding

27:37.000 --> 27:40.800
anschauen, dann ist das nichts anderes als eine Addition, so wie Sie

27:40.800 --> 27:44.000
mal mit Papier und Bleistift gelernt haben zu addieren.

27:44.420 --> 27:48.540
Wenn man also im Binärsystem die Zahlen 1,1,0 und 1,1,1 addieren will,

27:48.540 --> 27:52.420
dann geht man ganz rechts hin und addiert 1 und 0 ist 1.

27:53.360 --> 27:56.620
Dann addiert man 1 und 1, das ist halt 0.

27:57.220 --> 27:59.320
Übertrag 1, Übertrag hingeschrieben.

28:00.140 --> 28:06.880
Dann habe ich jetzt also da Übertrag plus 1 ist 0 und ein Übertrag

28:06.880 --> 28:08.240
plus 1 ist 1.

28:08.540 --> 28:10.340
Den Übertrag wieder hingeschrieben.

28:10.640 --> 28:15.080
Übertrag plus nichts, nichts ist immer 0, ist 1 und dann habe ich halt

28:15.080 --> 28:16.320
addiert.

28:17.280 --> 28:22.740
Und jetzt denken Sie mal an die Aussagenlogik und in der Aussagenlogik

28:22.740 --> 28:24.320
an die Bool'schen Funktionen.

28:25.480 --> 28:29.140
Bool'sche Funktionen hatten wir so definiert, dass man damit immer

28:29.140 --> 28:34.240
zwei Wahrheitswerte, wahr oder falsch, miteinander verknüpfen kann und

28:34.240 --> 28:36.600
man hat neun Wahrheitswerte herausbekommen.

28:37.240 --> 28:40.660
Und wir hatten damals schon gesagt, manchmal schreibt man WF und

28:40.660 --> 28:42.200
manchmal schreibt man 1 oder 0.

28:49.550 --> 28:51.690
Jetzt gucken wir mal durch, was wir alles hatten.

28:51.690 --> 28:56.130
Wir hatten und, 1 und 0 ist 0.

28:57.830 --> 28:57.830
Gut.

28:59.350 --> 29:04.230
1 oder 0 ist 1, ok, da kommt zumindest schon mal das Richtige raus,

29:04.810 --> 29:05.130
unten.

29:05.790 --> 29:09.790
Bei der nächsten haben wir dann stehen, 1 oder 1 ist 0.

29:11.030 --> 29:16.390
Also und oder oder, 1 oder 1 ist 1, sollte aber 0 sein.

29:16.390 --> 29:20.410
Also und oder oder funktionieren irgendwie nicht als

29:20.410 --> 29:24.130
Einzeloperationen, um da zum Beispiel sowas einfach zu addieren zu

29:24.130 --> 29:24.330
können.

29:24.970 --> 29:26.610
Es gibt aber noch andere Dinge.

29:27.270 --> 29:29.370
Es gibt zum Beispiel das exklusive oder.

29:29.810 --> 29:31.590
Ist jedem das exklusive oder bekannt?

29:31.770 --> 29:32.450
Wer kennt es nicht?

29:34.550 --> 29:39.990
Das exklusive oder ist auch sowas wie eine Bool'sche Funktion und sagt

29:39.990 --> 29:46.170
halt, nicht wie das oder eines von, eines von beiden oder beide müssen

29:46.170 --> 29:47.410
wahr sein, damit es weiß.

29:47.590 --> 29:53.590
Also 1 oder 0 ist wahr, 1 oder 1 ist wahr, 0 oder 1 ist wahr, sondern

29:53.590 --> 29:57.050
die sagt, genau eines von beiden muss wahr sein.

29:57.470 --> 30:02.270
Und da heißt es halt, 1 exklusiv oder 0 ist wahr.

30:03.910 --> 30:10.870
War falsch, exklusive war ist wahr und alles andere ist falsch.

30:11.330 --> 30:17.750
Also 0 exklusiv oder 0 ist falsch, 1 exklusiv oder 1 ist falsch.

30:18.170 --> 30:21.430
Und das ist genau gerade das, was wir brauchen hier zum addieren.

30:22.850 --> 30:26.390
1 exklusiv oder 0 ist 1, kommt das Richtige raus.

30:27.070 --> 30:30.670
1 exklusiv oder 1 ist 0, kommt auch das Richtige raus.

30:30.670 --> 30:33.250
Das Einzige, was wir machen müssen ist, wir brauchen diesen

30:33.250 --> 30:36.630
Sonderfall, dass wenn ich 1 exklusiv oder 1 mache, dann brauche ich

30:36.630 --> 30:37.290
noch einen Übertrag.

30:37.570 --> 30:39.410
Da muss ich den Übertrag setzen.

30:40.390 --> 30:42.590
Das passiert jetzt beim nächsten Mal, da habe ich drei Einsen.

30:42.690 --> 30:47.890
Da habe ich erstmal 1 exklusiv oder 1 ist 0 und einen Übertrag und

30:47.890 --> 30:50.730
dann 0 exklusiv oder 1 ist 1.

30:51.330 --> 30:54.370
Und dann habe ich da noch den Übertrag stehen und irgendwas, was 0

30:54.370 --> 30:57.450
ist, dann habe ich 0 exklusiv oder 1 ist 1.

30:57.450 --> 31:04.930
Das heißt, wenn ich also im Binärsystem addieren möchte, dann ist das

31:04.930 --> 31:10.350
nichts anderes als eine exklusive Oder-Operation mit Übertrag, den ich

31:10.350 --> 31:12.830
behalten muss, wenn ich 1 exklusiv oder 1 mache.

31:12.830 --> 31:17.650
Das heißt, wenn Sie also jetzt in Hardware etwas gießen wollen, das

31:17.650 --> 31:22.730
addiert, sogenanntes Addierwerk, dann beschreiben Sie das mit einer

31:22.730 --> 31:27.630
bool'schen Funktion, die da heißt exklusiv oder und müssen noch einen

31:27.630 --> 31:29.750
Mechanismus haben für den Übertrag.

31:31.610 --> 31:35.110
Bei der Subtraktion ist das leider nicht mehr so schön.

31:35.110 --> 31:37.370
Da muss man sich was einfallen lassen.

31:38.650 --> 31:43.610
Insbesondere will man ja eigentlich nicht dann noch sich verdrängen,

31:43.810 --> 31:46.950
dass man irgendwie anders addiert, als man subtrahiert.

31:47.370 --> 31:50.990
Im Idealfall hätte man gerne, dass man genauso subtrahiert, wie man

31:50.990 --> 31:51.490
addiert.

31:52.470 --> 31:55.990
Und damit man das hinbekommt, muss man hinterher sich ein bisschen

31:55.990 --> 31:59.690
Gedanken darüber machen, wie stelle ich denn negative Zahlen dar.

32:00.590 --> 32:04.190
Weil eine Subtraktion als Addition ist die Addition mit einer

32:04.190 --> 32:04.970
negativen Zahl.

32:05.390 --> 32:08.630
Und wenn ich mich dann geschickt anstelle bei der Repräsentation

32:08.630 --> 32:14.550
negativer Zahlen, dann funktioniert das mit diesem Exklusiv-Oder immer

32:14.550 --> 32:14.870
noch.

32:15.850 --> 32:16.290
Ja?

32:24.200 --> 32:25.060
Ah, nee.

32:25.360 --> 32:27.200
Ah doch, da fehlt ein Punkt für den Übertrag.

32:31.060 --> 32:32.760
Wahrscheinlich beim Scannen verloren gegangen.

32:33.920 --> 32:35.100
Ja, das Ding ist ein bisschen älter.

32:35.320 --> 32:37.700
Das ist von 1649.

32:39.740 --> 32:41.380
Da waren die Scanner noch nicht so gut.

32:44.520 --> 32:49.860
Oder der Herr Leibniz war übermüdet und dem Kurfürsten ist es eh nicht

32:49.860 --> 32:50.440
aufgefallen.

32:51.840 --> 32:52.700
Aber stimmt schon.

32:52.860 --> 32:56.420
Also hier an der Stelle, da fehlt ein Punkt für den Übertrag.

32:56.920 --> 32:58.180
Jetzt zoomen wir mal rein.

32:58.900 --> 32:59.960
Oh, nee, funktioniert nicht.

33:02.700 --> 33:06.720
Der muss irgendwo, also 1 und 1 exklusiv 0 und da müsste hier noch ein

33:06.720 --> 33:09.360
Übertrag stehen, weil sonst passt es nicht, dass hier die 0 rauskommt.

33:11.400 --> 33:13.600
Hat vielleicht einer gedacht, das ist ein Fliegenschiss und hat ihn

33:13.600 --> 33:14.060
wegradiert.

33:14.720 --> 33:15.660
Kann auch passieren.

33:21.350 --> 33:22.070
Gut.

33:23.210 --> 33:30.730
Diese Darstellung mit zwei Zeichen aus dem Alphabet, die nennt man

33:30.730 --> 33:32.090
Binärdarstellung.

33:32.830 --> 33:36.250
Da verwenden wir also dieses Alphabet Z2, bestehend aus den Zahlen 0

33:36.250 --> 33:36.810
und 1.

33:37.550 --> 33:41.850
Und wir definieren uns diese kleinen Nummern von 2 eben gerade so,

33:42.030 --> 33:49.630
dass der Binärwert von dem Zeichen 0 gerade der Zahl 0 sein soll und

33:49.630 --> 33:53.410
dass der Binärwert von dem Zeichen 1 gerade dem Zeichen 1 sein soll.

33:54.090 --> 33:58.690
Und dann definieren wir wieder diesen großen Num von 2 vom leeren Wort

33:58.690 --> 33:59.290
als 0.

34:00.290 --> 34:04.290
Und ansonsten für jedes andere Wort über dem Alphabet und für jedes

34:04.290 --> 34:08.010
einzelne Zeichen, wenn das Wort halt die Form hat WX, dann ist das

34:08.010 --> 34:11.890
eben gleich zweimal Num 2 von W plus Num 2 von X.

34:13.450 --> 34:16.410
Dann kann man das jetzt wieder so machen, wenn ich da jetzt eine

34:16.410 --> 34:20.910
beliebige Zeichenfolge reingebe, also die Zeichenfolge 1 1 0 1, also

34:20.910 --> 34:24.770
das Wort 1 1 0 1 und ich das nach dieser induktiven Definition

34:24.770 --> 34:29.750
ausrechne, dann komme ich am Ende wieder bei dieser Kettendarstellung

34:29.750 --> 34:33.010
dran, wie wir sie ursprünglich bei der Überlegung hatten, dass das

34:33.010 --> 34:36.450
eben gerade rechtes Zeichen mal 2 hoch 0 ist, plus nächstes Zeichen

34:36.450 --> 34:40.870
mal 2 hoch 1, plus nächstes Zeichen mal 2 hoch 2, plus letztes Zeichen

34:40.870 --> 34:42.290
mal 2 hoch 3.

34:42.910 --> 34:46.770
Das heißt, auch da die induktive Definition macht auch genau das, was

34:46.770 --> 34:47.690
wir bitteschön wollen.

34:49.970 --> 34:56.050
Wichtig ist halt, dass man sich hier immer überlegt, was bedeuten das?

34:56.150 --> 35:00.450
Wir haben diese Zeichen in schwarz geschrieben, jetzt mal hier in rot

35:00.450 --> 35:01.350
gehighlighted.

35:01.350 --> 35:08.330
Die sehen zwar aus wie die Zeichen aus dem Alphabet, das ist aber

35:08.330 --> 35:14.550
nicht das Zeichen aus dem Alphabet, sondern das ist bereits der Wert

35:14.550 --> 35:18.370
von kleinen Nummer 2 von einer blau geschriebenen 1.

35:19.930 --> 35:26.310
Und genauso ist das andere hier auch logischerweise schon die Zahlen

35:26.310 --> 35:30.730
und das Ganze alles in Dezimalschreibweise hingeschrieben.

35:31.350 --> 35:34.490
Ich könnte das in jeder anderen beliebigen Schreibweise hinschreiben,

35:34.590 --> 35:35.710
es wird immer noch das Richtige herauskommen.

35:35.770 --> 35:39.610
Das Rechnen ist halt anders, die Zahlen sehen halt anders aus, das

35:39.610 --> 35:42.050
sind dann irgendwie andere Wörter, die ich da habe.

35:42.510 --> 35:47.410
Aber hier ganz wichtig, dass man weiß, hier hat man bereits die

35:47.410 --> 35:52.530
Funktion kleinen Nummer 2 von x angewandt und das hier ist sowieso

35:52.530 --> 35:57.310
eine Zahl in einer Darstellung und hier per Konvention immer die

35:57.310 --> 35:59.490
Dezimaldarstellung, wenn wir das Ganze so schreiben.

36:01.130 --> 36:03.050
Es gibt auch andere Darstellungen.

36:03.150 --> 36:05.970
Ich kann das auch zu einer anderen Basis machen.

36:06.090 --> 36:08.190
Ich kann zum Beispiel mit 16 Zeichen arbeiten.

36:08.930 --> 36:12.390
Wenn ich also das Alphabet Z16 habe, dann nennt man das die

36:12.390 --> 36:16.270
Hexadezimaldarstellung und jetzt hat man das Problem, man hat also die

36:16.270 --> 36:20.330
Zeichen 0 bis 9, die man auch so in der Dezimaldarstellung verwendet,

36:20.330 --> 36:23.770
aber ich brauche ja 16, da fehlen mir noch 6 Stück.

36:25.050 --> 36:28.430
Damit man jetzt halt nicht mit der Konkatenation in Probleme kommt,

36:28.530 --> 36:31.110
weil dann kann ich die Konkatenation nicht mehr auseinanderhalten,

36:31.410 --> 36:34.930
nimmt man dann eben nicht Symbole, die sozusagen aus zwei Ziffern, wie

36:34.930 --> 36:37.770
aus dem Z10 bestehen, sondern man braucht neue Zeichen.

36:38.790 --> 36:41.950
Man muss seine 16 vollkriegen und das kann man zum Beispiel machen,

36:41.990 --> 36:44.390
indem man dann Buchstaben aus dem lateinischen Alphabet gibt.

36:44.850 --> 36:47.090
Dann hat man hinten halt noch A, B, C, D, E, F.

36:48.050 --> 36:51.710
Wenn man das Ganze wieder macht und sich überlegt, für welche Zahlen

36:51.710 --> 36:57.810
sollen denn diese Zeichen stehen, dann macht man das halt so von 0 bis

36:57.810 --> 36:58.690
9.

36:58.950 --> 37:03.250
Die 0 ist halt für die 0, die 2 für die 2, die 9 für die 9 und dann

37:03.250 --> 37:04.330
macht man da hinten weiter.

37:04.750 --> 37:09.950
Dann sagt man halt, dass A ist halt in 10, dass B ist 11, C ist 12 und

37:09.950 --> 37:12.830
so weiter bis F soll eben für die Zahl 15 stehen.

37:12.830 --> 37:16.950
Und dann kann ich das wieder genau nach dem gleichen Prinzip induktiv

37:16.950 --> 37:17.650
definieren.

37:17.870 --> 37:22.190
Num 16 von Epsilon ist eben gleich 0 und für jedes Wort, das ich habe,

37:22.550 --> 37:26.190
mit einem Zeichen hintendran, das ist eben gerade das letzte Zeichen

37:26.190 --> 37:31.890
davon, kleinen Num 16 von dem letzten Zeichen plus 16 mal Num 16 von

37:31.890 --> 37:32.750
dem restlichen Wort.

37:33.250 --> 37:38.450
Und dann kommt eben raus, wenn ich sowas habe wie 20A, das ist halt A,

37:38.730 --> 37:47.030
hat Wert 10, ist also 10 mal 16 hoch 0, dann 0 mal 16 hoch 1, 2 mal 16

37:47.030 --> 37:47.570
hoch 2.

37:51.910 --> 37:54.750
Wieder da muss ich klar machen, hier hat man schon eine kleine Nummer

37:54.750 --> 37:58.670
angewandt, das ist sowieso eine Zahl im Dezimalsystem und so weiter.

38:00.830 --> 38:04.310
Das hat jetzt halt das kleine Problem, das wir schon gesehen haben,

38:04.450 --> 38:06.990
als wir Nachrichten und Informationen besprochen haben.

38:07.570 --> 38:12.770
Wenn ich jetzt so eine Zeichenfolge sehe, ein Wort, das über einem

38:12.770 --> 38:20.070
Alphabet dieser Form Z2, Z16, Z10 gebildet wurde, dann kann ich nicht

38:20.070 --> 38:23.290
notwendigerweise dem Wort ansehen, aus welchem Alphabet es denn

38:23.290 --> 38:23.910
gebildet wurde.

38:24.550 --> 38:29.770
Wenn ich dreimal die 1 habe, das kann sowohl nach binär Darstellung

38:29.770 --> 38:32.610
sein, das kann nach Dezimal Darstellung sein, das kann nach 16,

38:33.590 --> 38:36.730
Hexadezimal Darstellung sein, das kann nach Basis 8 sein, da kann ich

38:36.730 --> 38:40.310
genau das gleiche Spiel machen, Alphabet mit 8 Zeichen, dann wäre es

38:40.310 --> 38:41.890
zur Basis 8.

38:43.670 --> 38:45.770
Das kann ich nicht unterscheiden.

38:46.230 --> 38:48.230
Das ist eben gerade das Bezugssystem.

38:48.230 --> 38:51.470
Wir hatten gesagt, wenn wir eine Information interpretieren wollen,

38:51.570 --> 38:53.710
brauchen wir dazu ein Bezugssystem.

38:54.330 --> 38:57.430
Und wenn wir halt Bezugssystem und ursprüngliche Nachricht irgendwie

38:57.430 --> 39:00.150
geeignet abspeichern wollen, dann nennen wir das Ganze ein Datum.

39:00.670 --> 39:05.350
Und das macht man dann zum Beispiel, wenn man es hinschreiben will,

39:05.430 --> 39:07.150
mit solchen Präfixen.

39:07.250 --> 39:10.810
Wenn man also explizit machen will, und das ist per Konvention in

39:10.810 --> 39:14.030
manchen Programmiersprachen, wenn ich also explizit machen will, dass

39:14.030 --> 39:18.190
das, was kommt, die Zeichenfolge, die ich jetzt hinschreibe, eine Zahl

39:18.190 --> 39:22.090
in Binärdarstellung sein soll, dann gebe ich dem den Präfix 0B.

39:22.950 --> 39:26.490
Wenn ich will, dass das zur Basis 8 ist, also in Oktardarstellung,

39:26.870 --> 39:29.250
dann gebe ich ihm das Präfix O0.

39:29.690 --> 39:32.670
Und wenn ich es halt haben will als Hexadezimal, dann gebe ich ihm den

39:32.670 --> 39:33.790
Präfix 0X.

39:34.270 --> 39:36.810
Und wenn es keinen Präfix hat, dann gehe ich halt davon aus, dass es

39:36.810 --> 39:38.630
zum Beispiel zur Dezimaldarstellung ist.

39:38.630 --> 39:42.730
Das muss halt in einer Programmiersprache festgelegt werden, damit man

39:42.730 --> 39:47.370
weiß, die Wörter, die hinter der Programmierer hinschreibt, welche

39:47.370 --> 39:49.590
Semantik haben sie, welche Bedeutung haben sie.

39:50.830 --> 39:57.630
Das heißt, sowas ist im Prinzip ein minimales Beispiel für ein Datum.

39:58.710 --> 40:03.210
Ich habe mein Bezugssystem durch eine Nachricht codiert, eben durch

40:03.210 --> 40:07.810
die Nachricht 0B, 0O, 0X, und ich habe die Nachricht selber.

40:07.810 --> 40:12.050
Und anstatt es als Tupel zu schreiben, könnte genauso gut den

40:12.050 --> 40:16.110
Programmierer zwingen, Klammer auf, erst das Bezugssystem, Komma, dann

40:16.110 --> 40:19.950
das Wort, das die Zahl wahrstellt, hinzuschreiben, habe ich es einfach

40:19.950 --> 40:20.650
konkretisiert.

40:21.550 --> 40:24.490
Wenn wir es ordentlich machen, für uns ist ein Datum eigentlich immer

40:24.490 --> 40:27.750
ein Tupel, müsste man das, wenn man es richtig notiert, mit den runden

40:27.750 --> 40:30.930
Klammern und mit dem Komma schreiben, anstatt einfach die Wörter zu

40:30.930 --> 40:31.690
konkretisieren.

40:36.460 --> 40:42.300
Wie wir gesehen haben, diese Form der Definition des Zahlenwertes

40:42.300 --> 40:47.060
eines Wortes über so einem Alphabet ZI, das kann ich für jedes I

40:47.060 --> 40:50.080
machen, solange das I größer gleich 2 ist.

40:50.200 --> 40:54.180
Also solange ich mindestens zwei Zeichen im Alphabet habe, kann ich so

40:54.180 --> 40:58.620
induktiv diese Definition dieser großen Numm zu irgendeiner beliebigen

40:58.620 --> 41:00.340
Basis I hinschreiben.

41:01.920 --> 41:05.440
Wir haben uns eben schon so informell überlegt, wie sieht das aus mit

41:05.440 --> 41:07.300
Injektivität und Subjektivität.

41:08.040 --> 41:09.380
Wir wären aber gerne sicher.

41:09.720 --> 41:13.920
Wir hätten nicht nur gerne ein intuitives Gefühl, wie das aussieht,

41:14.000 --> 41:15.120
sondern wir wären gerne sicher.

41:15.120 --> 41:19.440
Und deswegen gibt es zwei Fragen, die wir beantworten müssen.

41:20.900 --> 41:29.120
Kann ich aus jedem hingeschriebenen Wort eine Zahl interpretieren, ist

41:29.120 --> 41:33.160
also zu jedem Wort die dargestellte Zahl definiert?

41:33.160 --> 41:38.800
Und umgekehrt, kann ich zu jeder Zahl, die ich gerne hinschreiben

41:38.800 --> 41:44.040
möchte, kann ich da ein Wort definieren, sodass Numm von dieser Zahl

41:44.040 --> 41:47.060
eben gerade den gewünschten Zahlenwert ergibt?

41:50.540 --> 41:53.400
Das eine nennen wir halt die KR-Darstellung.

41:53.660 --> 41:56.840
Das ist halt die Verallgemeinerung von Dezimaldarstellung,

41:56.980 --> 41:59.100
Binärdarstellung, Hexadezimaldarstellung.

42:01.060 --> 42:04.720
Wir nehmen uns jetzt eine beliebige Basis, zu der wir darstellen

42:04.720 --> 42:05.020
wollen.

42:05.020 --> 42:07.480
K aus der Null und K größer gleich zwei.

42:07.880 --> 42:11.780
Wir definieren dann, wir haben ein Alphabet ZK mit K-Ziffern.

42:11.920 --> 42:18.000
Wir haben für diese ZK-Ziffern diese Zuordnung Klein-Numm.

42:18.120 --> 42:22.100
Das heißt, für jedes Zeichen aus dem Alphabet haben wir eine Zahl

42:22.100 --> 42:26.160
zugeordnet, die gerade eben aus dieser Menge Z, diesmal doppelt

42:26.160 --> 42:27.320
gestrichen K, kommt.

42:27.320 --> 42:32.340
Das heißt, also aus der Menge der Zahlen Null bis Klein-K, K so viele

42:32.340 --> 42:33.440
Zeichen wie im Alphabet.

42:38.040 --> 42:43.180
Das können wir umgekehrt festlegen, indem wir jetzt sagen, vorher

42:43.180 --> 42:45.620
hatten wir gesagt, für den Zeichen haben wir mit dieser Abbildung

42:45.620 --> 42:47.680
Klein -Numm den Zahlenwert zugeordnet.

42:47.680 --> 42:49.460
Jetzt kann ich es auch umgekehrt machen.

42:49.620 --> 42:54.920
Ich kann für jeden Zahlenwert aus diesem ZK das Alphabetzeichen

42:54.920 --> 42:55.460
zuordnen.

42:55.660 --> 42:57.680
Das wäre sozusagen die inverse Abbildung.

42:58.960 --> 43:04.660
Und diese inverse Abbildung nenne ich dann Rep, die Repräsentation von

43:04.660 --> 43:04.860
K.

43:06.040 --> 43:15.600
Und jetzt muss man aufpassen bei der Definition.

43:15.720 --> 43:18.360
Und hier ist nämlich was auf der Folie, das gefällt mir nicht.

43:19.360 --> 43:23.760
Also wir hatten gesehen, okay, also nicht hier auf der Folie, aber wir

43:23.760 --> 43:25.740
müssen uns jetzt was überlegen, weil wir es nicht hingeschrieben

43:25.740 --> 43:25.940
haben.

43:25.940 --> 43:29.300
Also wir haben Groß-Numm-K und gesehen für die Zuordnung des

43:29.300 --> 43:30.960
Zahlenwertes eines komplexen Wortes.

43:31.000 --> 43:32.940
Wir suchen etwas, das ist Groß-Reprä-K.

43:33.280 --> 43:37.420
Das weist einer Zahl seine Repräsentation zu und das soll definiert

43:37.420 --> 43:39.720
sein für alle N Null.

43:41.200 --> 43:47.480
Dieses Klein-Numm, hatten wir gesagt, bildet ab von dem Alphabet ZI

43:47.480 --> 43:49.220
hin in die natürliche Zahl.

43:49.840 --> 43:52.040
Und wenn wir das so gemacht haben, dann war das Ganze eben nicht

43:52.040 --> 43:52.680
subjektiv.

43:53.880 --> 43:55.720
Das kann ich jetzt nicht umdrehen.

43:56.100 --> 43:58.960
Ich kann jetzt nicht sagen, Klein-Reprä-K bildet ab von den

43:58.960 --> 44:02.480
natürlichen Zahlen hin nach dem Alphabet ZK.

44:03.040 --> 44:03.820
Das geht nicht.

44:04.540 --> 44:05.160
Warum nicht?

44:13.940 --> 44:16.080
Die ist nicht eindeutig.

44:16.220 --> 44:18.980
Oder was ist das eigentliche Problem, wenn ich abbilde von den

44:18.980 --> 44:20.320
natürlichen Zahlen?

44:20.500 --> 44:21.500
Also das ist nicht das Problem.

44:22.220 --> 44:24.220
Eine Funktion muss nicht eindeutig sein.

44:25.100 --> 44:27.920
Eine eindeutige Funktion ist injektiv.

44:29.680 --> 44:30.680
Was ist eine Funktion?

44:30.880 --> 44:31.580
Was ist eine Abbildung?

44:31.940 --> 44:34.560
Definition einer Funktion, auch genannte Abbildung.

44:35.420 --> 44:43.660
Eine Relation, die muss sein, links total und rechts eindeutig.

44:44.140 --> 44:51.340
Wenn ich jetzt von N Null abbilde nach ZK, das Alphabet, was bin ich

44:51.340 --> 44:51.620
nicht?

44:52.500 --> 44:53.640
Nein, links total.

44:55.660 --> 44:59.960
Was will ich denn für die Zahl 16 abbilden?

45:00.580 --> 45:02.200
Darf ich nichts abbilden?

45:03.780 --> 45:06.660
Weil ich habe nur, wenn ich, sagen wir mal, eine Dezimaldarstellung

45:06.660 --> 45:06.980
habe.

45:07.220 --> 45:12.200
Ich habe zehn Zeichen und will jetzt bei Klein-Reprä-K abbilden zu

45:12.200 --> 45:13.000
diesen zehn Zeichen.

45:13.100 --> 45:15.380
Und das kriege ich als Zahl aus den natürlichen Zahlen 16.

45:17.720 --> 45:20.240
Da darf ich nichts abbilden, sonst funktioniert das hinterher nicht.

45:20.420 --> 45:22.500
Sonst funktioniert die Invertierung nicht mehr.

45:22.500 --> 45:25.720
Das heißt, ich darf also nicht von den natürlichen Zahlen als

45:25.720 --> 45:30.280
Definitionsbereich abbilden bei dem kleinen Reprä-K, sondern ich darf

45:30.280 --> 45:33.940
eben nur von dem doppelt gestrichenen ZK abbilden.

45:34.480 --> 45:37.160
Das muss jetzt an dieser Stelle mein Definitionsbereich sein.

45:37.280 --> 45:40.920
Da muss ich den Definitionsbereich darauf einschränken, damit ich

45:40.920 --> 45:43.840
hinterher was bekomme, was eine Abbildung ist und auch so definiert

45:43.840 --> 45:44.780
ist, wie ich es gerne hätte.

45:46.320 --> 45:46.880
Klar.

45:47.860 --> 45:52.080
Irgendwem nicht klar, worüber wir hier gerade geschwafelt haben.

45:56.670 --> 45:58.490
Wie ist das mit dem leeren Wort?

45:59.910 --> 46:03.370
Leere Wort wird da ja gar nicht abgebildet.

46:03.910 --> 46:07.330
Also eine Abbildung, wir gehen ja von den Zahlen zu den Zeichen.

46:07.450 --> 46:10.310
Das leere Wort ist in der Menge der Zeichen nicht enthalten.

46:10.450 --> 46:15.770
Das Alphabet ZK enthält K-Zeichen, aber nicht das leere Wort.

46:16.750 --> 46:20.790
Ein Alphabet kann ein leeres Wort enthalten, in unserem Fall machen

46:20.790 --> 46:21.590
wir das aber nicht so.

46:21.650 --> 46:25.390
Wir hätten gerne ein Alphabet ZK mit K-Symbolen, die nennen wir

46:25.390 --> 46:25.950
Ziffern.

46:26.310 --> 46:28.010
Und das leere Wort ist eben keine Ziffer.

46:28.870 --> 46:31.950
Das leere Wort ist aber durchaus ein Wort, das über Ziffern gebildet

46:31.950 --> 46:32.190
wurde.

46:32.410 --> 46:32.970
Das ist halt leer.

46:32.970 --> 46:37.290
Und wird dann halt entsprechend in dieser induktiven Definition von

46:37.290 --> 46:40.930
der Groß-NUMKA-Abbildung abgedeckt.

46:41.670 --> 46:48.050
Genauso kann es sein im Zielbereich der Groß-Reprika, aber es hat eben

46:48.050 --> 46:51.610
keine Bedeutung bei den Klein-NUMKA oder bei den Klein-Reprika

46:51.610 --> 46:53.430
-Definitionen.

46:54.470 --> 47:00.050
Okay, also wir suchen jetzt dieses Groß-Reprika basierend auf diesem

47:00.050 --> 47:02.030
Klein -Reprika, das wir gesehen hatten.

47:02.130 --> 47:06.470
Und wir wollen jede beliebige natürliche Zahl, wollen wir ein Wort

47:06.470 --> 47:07.310
zuweisen.

47:11.190 --> 47:16.690
Und zwar möchten wir das so gerne haben, dass ja diese Repräsentation

47:16.690 --> 47:22.170
von K von der Zahl, wenn ich da mit Hilfe von Groß-NUMKA wieder

47:22.170 --> 47:25.890
zurückrechne die Bedeutung dieser Repräsentation, dann soll eben

47:25.890 --> 47:29.910
gerade wieder die Zahl, die ich vorher mit Reprika enkodiert habe,

47:29.970 --> 47:32.670
hingeschrieben habe, soll eben gerade wieder diese gleiche Bedeutung

47:32.670 --> 47:32.950
haben.

47:34.870 --> 47:38.170
Wie gesagt, man redet jetzt halt, wenn man solche Sachen hat, von

47:38.170 --> 47:42.530
Binärdarstellung, wenn K gleich 2 ist, von Ternärdarstellung, falls K

47:42.530 --> 47:43.350
gleich 3 ist.

47:43.750 --> 47:45.670
Wenn K gleich 8 ist, ist es die Oktal.

47:45.950 --> 47:48.350
Und wenn K gleich 16 ist, ist es die Hexadezimal.

47:49.990 --> 47:56.150
Und mehr griechische und lateinische Zahlen kann ich leider nicht

47:56.150 --> 47:58.870
mehr, als dass ich jetzt sagen könnte, wie es für K gleich 4 ist.

47:58.930 --> 48:02.510
Das ist wahrscheinlich Quartier, aber K gleich 5 hört man Latein schon

48:02.510 --> 48:02.850
auf.

48:07.010 --> 48:13.330
Damit wir jetzt diese Funktion Groß-Reprika vernünftig darstellen

48:13.330 --> 48:18.070
können, brauchen wir noch zwei Operationen, die nicht unbedingt ganz

48:18.070 --> 48:18.930
so geläufig sind.

48:19.090 --> 48:23.690
Für NUMKA hatten wir halt diese Exponenten, immer 10 hoch 0, 10 hoch

48:23.690 --> 48:24.530
1, 10 hoch 2.

48:24.530 --> 48:26.690
Das gehen wir auch davon aus, dass Sie wissen, was das ist.

48:27.270 --> 48:30.850
Das hier gehen wir jetzt mal nicht von aus, sondern definieren sie

48:30.850 --> 48:31.130
uns.

48:31.270 --> 48:35.370
Wir haben einmal die Operation LIV und einmal die Operation MOD oder

48:35.370 --> 48:37.790
ausgesprochen DIVISION und MODULO.

48:38.650 --> 48:43.050
Wenn ich eine Zahl aus den natürlichen Zahlen habe, x, und eine Zahl

48:43.050 --> 48:48.270
aus den positiven natürlichen Zahlen, also nicht 0, y, dann kann ich

48:48.270 --> 48:54.350
den Modulo von x mit y ausrechnen, x Modulo y und das soll eben gerade

48:54.350 --> 48:58.950
der Rest sein, der bei der ganzzahligen Division von x durch y

48:58.950 --> 48:59.590
rauskommt.

49:00.190 --> 49:06.950
Wenn ich also x durch y mit Rest teile, also den Rest übrig lasse,

49:07.050 --> 49:09.810
ganzzahlige Divisionen dürfen nur ganze Zahlen rauskommen und es

49:09.810 --> 49:12.590
bleibt halt ein Rest übrig, dann ist dieser Rest eben gerade der

49:12.590 --> 49:12.990
Modulo.

49:12.990 --> 49:16.290
Man kann sich dann überlegen, der Rest muss dann halt entsprechend

49:16.290 --> 49:20.470
größer gleich 0 sein, aber er muss echt kleiner sein, diesem y, weil

49:20.470 --> 49:23.710
sonst hätte ich ja das y nochmal da teilen können, sozusagen

49:23.710 --> 49:24.570
rausteilen können.

49:24.570 --> 49:34.010
Und umgekehrt, die ganzzahlige Division ohne Rest ist eben dieses x

49:34.010 --> 49:40.830
div y und dementsprechend gilt halt, dass wenn ich beliebiges x habe

49:40.830 --> 49:45.390
und beliebiges positives y aus den natürlichen Zahlen, dass ich x dann

49:45.390 --> 49:52.250
immer darstellen kann als y mal x div y plus x Modulo y.

49:54.010 --> 49:58.530
Einfaches Beispiel, 6 ganzzahlig geteilt durch 2 ist 3, der Rest bei

49:58.530 --> 50:06.030
der Division ist 0, dementsprechend ist eben 2 mal 3 plus 0 wieder 6.

50:06.690 --> 50:12.410
7 ganzzahlig geteilt durch 2 ist eben 3, Rest 1, dementsprechend ist

50:12.410 --> 50:17.830
dann wieder 2 mal 3 plus 1 7 und so weiter und so fort.

50:19.390 --> 50:24.990
Und mit diesen beiden Operatoren kann ich jetzt diese k-äre

50:24.990 --> 50:27.610
Darstellung definieren.

50:28.670 --> 50:32.750
Definieren wir jetzt also diese Abbildung, Reprekar, die bildet ab.

50:35.280 --> 50:35.960
Oh, da ist ein Fehler.

50:37.460 --> 50:40.980
Die müsste mich abbilden von N0 nach ZK Sternchen.

50:41.100 --> 50:42.340
Wer hat mir letztes Mal eine E-Mail geschrieben?

50:42.800 --> 50:43.640
Ein Empfehler.

50:43.800 --> 50:44.280
Wer war das?

50:45.220 --> 50:49.880
Schreibt mir bitte wieder eine E-Mail, Folie 16, dass ich das Ganze

50:49.880 --> 50:51.840
bitte schön korrigiere.

50:53.800 --> 50:55.860
Da kann man zehnmal drauf gucken, man sieht es nicht.

50:56.700 --> 51:01.040
Hier, da oben, da muss halt nach ZK Stern entsprechend abgebildet

51:01.040 --> 51:01.260
werden.

51:01.260 --> 51:05.540
Und dann brauchen wir, also Ziel- und Definitionsbereich haben wir,

51:05.600 --> 51:07.240
jetzt brauchen wir noch eine Abbildungsvorschrift.

51:07.660 --> 51:13.400
Jede natürliche Zahl N wird jetzt eben abgebildet, entweder auf kleine

51:13.400 --> 51:19.320
Reprekar von N, nämlich dann, wenn sie kleiner ist als diesem K, also

51:19.320 --> 51:24.200
wenn es ein einzelnes Zeichen gibt aus dem Alphabet, das für den

51:24.200 --> 51:25.600
Zahlenwert N steht.

51:27.500 --> 51:32.820
Oder ich muss es, wenn es größer ist, konkatenieren aus zwei Wörtern.

51:34.160 --> 51:40.680
Nämlich einmal ganz rechts schreibe ich in den Modulo, wenn ich die

51:40.680 --> 51:46.860
Zahl N durch K teile und links davon schreibe ich halt hin Reprekar

51:46.860 --> 51:48.900
von N Div K.

51:49.660 --> 51:55.100
Das heißt, ich habe hier wieder eine induktive Definition in einer

51:55.100 --> 51:56.060
gewissen Art und Weise.

51:57.340 --> 52:01.140
Alternativ kann man es halt auch so schreiben, dann ist es nämlich

52:01.140 --> 52:07.280
schöner, wenn ich das nach rechts hin rocke, dann sieht man schön,

52:07.440 --> 52:10.680
dass die Stellen, die ich hinterher in den Wörtern habe, wenn ich die

52:10.680 --> 52:13.560
durchnummeriere, die Position, wie das bei Wörtern so ist, dann

52:13.560 --> 52:16.300
stimmen die halt schön miteinander überein und das Wort wächst

52:16.300 --> 52:17.700
sozusagen nach links heraus.

52:18.900 --> 52:21.780
Das hatten wir schon gesagt, wenn Sie eine Definition sehen, eine

52:21.780 --> 52:25.760
Abbildung, müssen Sie als Übung und immer um sicher zu sein, dass der

52:25.760 --> 52:28.800
Kollege wie ich zum Beispiel keinen missbaut, das Ganze abklopfen.

52:29.300 --> 52:32.520
Und Sie hätten jetzt schon als erstes gesehen, oh, oh, oh, oh,

52:32.980 --> 52:35.280
Definitionen zum Zielbereich stimmen schon mal nicht.

52:35.460 --> 52:37.040
Das ist schon mal ganz böse.

52:37.800 --> 52:40.120
Abzug in der Klausur, Punktabzug in der Klausur.

52:42.640 --> 52:46.680
Was ist mit der Abbildungsvorschrift?

52:47.100 --> 52:47.820
Reicht die aus?

52:49.060 --> 52:52.080
Gut, die Frage ist, ist das Ganze sinnvoll?

52:52.540 --> 52:58.300
Und sinnvoll ist das Ganze dann, wenn für jedes N aus N0 dieses

52:58.300 --> 53:00.840
Großreplika auch definiert ist.

53:00.960 --> 53:03.520
Denn eine Abbildung muss linkstotal sein.

53:03.980 --> 53:07.680
Wenn das Ding nicht linkstotal ist, dann ist es keine Abbildung, dann

53:07.680 --> 53:09.160
ist die Definition Mist.

53:09.160 --> 53:13.480
Also müssen wir zeigen, dass für jede natürliche Zahl diese Abbildung

53:13.480 --> 53:15.100
bitteschön auch definiert ist.

53:18.860 --> 53:25.280
Behauptung, wenn wir ein positives M aus N plus haben, dann gilt für

53:25.280 --> 53:32.120
jedes N minus aus den natürlichen Zahlen mit N kleiner K hoch M ist

53:32.120 --> 53:34.500
Replika von N definiert.

53:36.020 --> 53:41.460
Das können wir mithilfe vollständiger Induktion beweisen.

53:45.600 --> 53:50.340
Denn ich habe hier dieses M, das kann ich laufen lassen, das kann ich

53:50.340 --> 53:56.120
loslaufen lassen von Null und wenn ich für jedes M aus den natürlichen

53:56.120 --> 54:02.600
Zahlen zeige, dass das gilt, dann ist offensichtlich auch für jedes N

54:02.600 --> 54:05.320
aus den natürlichen Zahlen Replika von N definiert.

54:06.340 --> 54:09.340
Das kann man so ansehen, das ist so ein bisschen so ein Spezialfall,

54:09.400 --> 54:12.180
den wir bei der induktiven Definition und dem induktiven Beweisen

54:12.180 --> 54:13.560
dargestellt haben.

54:13.760 --> 54:17.160
So ein bisschen der Spezialfall, wenn wir etwas in einem Schema

54:17.160 --> 54:17.820
treffen sollen.

54:18.820 --> 54:20.420
Also, wir wollen das behaupten.

54:20.500 --> 54:26.760
Wir behaupten, das ist, dass für jedes N kleiner K hoch M mit M

54:26.760 --> 54:31.940
natürliche Zahl und K halt das Ding da, zu dem wir Replika definiert

54:31.940 --> 54:36.000
haben, also K großer gleich zwei, dass dann Replika definiert ist.

54:37.120 --> 54:43.380
Induktionsanfang M gleich eins, also N kleiner K.

54:44.700 --> 54:45.900
Alles in Ordnung.

54:48.440 --> 54:49.160
Induktionsschritt.

54:51.120 --> 54:56.580
Wir haben so ein M und es gilt die Induktionsvoraussetzung für jedes N

54:56.580 --> 55:01.400
Null beliebiges, aber festes N Element Null mit N kleiner K hoch M ist

55:01.400 --> 55:03.040
Replika von N definiert.

55:04.340 --> 55:07.120
Also der Induktionsanfang ist jedem klar, oder?

55:07.480 --> 55:11.960
M gleich eins, dann ist N kleiner K und wenn ein kleiner K ist, dann

55:11.960 --> 55:16.600
bin ich in dem oberen Zweig der Abbildungsvorschrift und dann ist es

55:16.600 --> 55:19.240
definiert, weil Replika ist selber eine Abbildung.

55:20.980 --> 55:23.800
Also Replika hat man bewiesen, dass das eine Abbildung ist, oder man

55:23.800 --> 55:26.100
sieht, dass es eine Abbildung ist, also muss das auch für M gleich

55:26.100 --> 55:31.080
eins gelten, weil für M gleich eins nämlich mal kleine Replika und

55:31.080 --> 55:31.820
alles in Ordnung.

55:32.900 --> 55:33.300
Induktionsschritt.

55:33.540 --> 55:34.940
Jetzt ist das nicht mehr unbedingt so.

55:35.660 --> 55:38.320
Ich habe also ein N, M plus und es gelte diese

55:38.320 --> 55:39.740
Induktionsvoraussetzung.

55:40.440 --> 55:42.340
Wie sieht es jetzt aus mit M plus eins?

55:42.340 --> 55:46.120
Das heißt, wir zeigen jetzt für jedes N aus den natürlichen Zahlen mit

55:46.120 --> 55:50.900
N kleiner K, M plus eins, das Replika von N auch definiert ist und

55:50.900 --> 55:55.200
greifen dabei zurück auf die Tatsache, dass Replika von N für jedes N

55:55.200 --> 55:56.960
kleiner K hoch M definiert ist.

55:59.240 --> 56:04.200
Falls dieses N, das ich mir hernehme, kleiner K hoch M ist, alles in

56:04.200 --> 56:06.120
Ordnung, Induktionsvoraussetzung greift.

56:06.900 --> 56:11.820
Falls dieses K hoch M eben nicht, also das N nicht kleiner K hoch M

56:11.820 --> 56:15.840
ist, also wenn es echt größer gleich K hoch M ist oder echt kleiner K

56:15.840 --> 56:23.520
hoch M plus eins, dann ist aber immerhin N div K, also N ganzteilig

56:23.520 --> 56:26.840
geteilt durch K, kleiner K hoch M.

56:29.040 --> 56:32.280
Eigenschaften kann man sich gleich klar machen, wenn man also durch

56:32.280 --> 56:38.280
Definitionen der ganzteiligen Division, wenn ich da so eine Zahl habe,

56:38.560 --> 56:43.480
die größer gleich K hoch M ist und kleiner K hoch M plus eins, wenn

56:43.480 --> 56:48.580
ich die durch K zeile, dann wird das Ganze eben M plus eins durch K

56:48.580 --> 56:49.920
geteilt, ist halt K hoch M.

56:49.920 --> 56:54.620
Dann ist also diese Zahl auch echt kleiner, also N dividiert durch K

56:54.620 --> 56:55.800
echt kleiner K hoch M.

56:56.740 --> 57:04.820
Also nach Induktionsvoraussetzung ist Replika von N div K definiert.

57:07.660 --> 57:10.460
Das ist ja der zweite Fall, in dem ich mich befinde bei der

57:10.460 --> 57:11.180
Abbildungsvorschrift.

57:11.540 --> 57:15.900
Da verwende ich ja in Rekursiv Induktiv dieses Replika von N div K.

57:16.400 --> 57:20.200
Das ist definiert und wird dann konkretisiert mit kleinen Replika von

57:20.200 --> 57:22.460
K und kleinen Replika von K ist eine Abbildung, ist also auch

57:22.460 --> 57:22.900
definiert.

57:22.900 --> 57:27.400
Also ist auch der zweite, greift dann dieser zweite Ast in der

57:27.400 --> 57:30.920
Fallunterscheidung bei der Abbildungsvorschrift und das Ganze ist

57:30.920 --> 57:31.480
definiert.

57:32.620 --> 57:38.640
Somit ist also nach vollständiger Induktion definiert oder gezeigt,

57:38.820 --> 57:42.960
dass Replika, Großreplika überall definiert ist.

57:44.380 --> 57:47.600
Und jetzt wollen wir uns überlegen, macht das das, was es soll?

57:47.960 --> 57:52.840
Also die zweite Sache war beim Untersuchen, Abklopfen einer

57:52.840 --> 57:53.460
Definition.

57:53.840 --> 57:54.920
Ist es links total?

57:55.040 --> 57:56.000
Ist es überall definiert?

57:56.700 --> 57:59.060
Und macht es denn auch das, was es machen soll?

58:00.200 --> 58:03.360
Und das, was es machen soll, ist eben gerade das, was wir schon gesagt

58:03.360 --> 58:03.640
haben.

58:03.740 --> 58:07.260
Ich habe also eine Zahl, aus der mache ich ein Wort über diesem

58:07.260 --> 58:11.420
Alphabetzettuch K und das Wort soll eben gerade der Gestalt sein.

58:12.140 --> 58:15.760
Wenn ich auf dieses Wort wieder Großnum von K anwende, dann soll eben

58:15.760 --> 58:19.400
wieder die ursprüngliche Zahl herauskommen.

58:20.260 --> 58:23.900
Also das ist gerade dieses Lemma, das sagt, für jede natürliche Zahl

58:23.900 --> 58:30.180
M0 soll eben gerade sein Großnum von K von Großreplika von N und das

58:30.180 --> 58:31.260
gerade wieder N.

58:33.700 --> 58:36.840
Wichtig hier nochmal diese Überlegung zur Injektivität.

58:37.780 --> 58:41.820
Umgekehrt ist das nicht notwendigerweise so, wegen der führenden Null.

58:42.820 --> 58:44.900
Aber das haben wir auch nicht verlangt.

58:56.270 --> 58:59.170
Ja, müsste es?

59:09.400 --> 59:23.280
Nein, also das Repre produziert zwar nicht

59:26.380 --> 59:28.260
Zahlen mit führenden Nullen.

59:29.120 --> 59:34.660
Ich kann aber ein Wort hinschreiben über diesem Alphabet einfach ZK

59:34.660 --> 59:36.480
mit führenden Nullen.

59:37.660 --> 59:41.280
Das kann ich reinstecken in die Num-Funktion.

59:41.940 --> 59:44.040
Das habe ich nicht mit Repre erzeugt, das habe ich einfach

59:44.040 --> 59:45.100
hingeschrieben.

59:45.620 --> 59:51.780
Das stecke ich rein in die Num, kriege die Zahl raus und dann wird die

59:51.780 --> 59:55.980
wieder mit Repre erzeugt und das macht eben keine führenden Nullen.

59:55.980 --> 59:59.740
Und daraus ergibt sich dann eben das, dass einem gerade die

59:59.740 --> 01:00:03.940
Repräsentation des Zahlenwertes eines beliebigen Wortes über diesem

01:00:03.940 --> 01:00:08.920
Alphabet ZK eben nicht notwendigerweise der Repräsentation seines

01:00:08.920 --> 01:00:09.900
Zahlenwertes ist.

01:00:10.900 --> 01:00:15.760
Dementsprechend ist halt Repre auch nicht sujektiv.

01:00:16.440 --> 01:00:20.640
Repre ist nicht sujektiv, es erzeugt keine Zahlen mit führenden

01:00:20.640 --> 01:00:20.900
Nullen.

01:00:23.140 --> 01:00:24.480
Beantwortet das die Frage?

01:00:28.100 --> 01:00:29.580
Das muss man sich klar machen.

01:00:29.840 --> 01:00:31.940
Also Repre ist nicht sujektiv.

01:00:32.040 --> 01:00:34.760
Es erzeugt keine Zahlen mit führenden Nullen von der Art und Weise

01:00:34.760 --> 01:00:35.840
her, wie es aufgebaut ist.

01:00:36.160 --> 01:00:42.500
Das sind aber durchaus gültige Darstellungen zu einer Basis.

01:00:42.980 --> 01:00:45.680
Dem kann ich auch einen Zahlenwert zuordnen, nur wenn ich halt von

01:00:45.680 --> 01:00:48.040
diesem Zahlenwert, dem es zugeordnet ist, wieder die Repräsentation

01:00:48.040 --> 01:00:49.780
rechne, kriege ich ein anderes Wort raus.

01:00:52.100 --> 01:00:54.020
Das kann ich auch beweisen.

01:00:54.800 --> 01:00:57.960
Genauso mit vollständiger Induktion wie eben.

01:00:59.540 --> 01:01:03.000
Also für jedes N aus N Null ist NumKarRepreKar von N gleich N.

01:01:03.920 --> 01:01:08.140
Induktionsanfang für N Element N Null mit N kleiner K passt alles.

01:01:08.600 --> 01:01:12.800
Wegen eben der Definition von kleinen RepreKar und kleinen Num von K.

01:01:14.520 --> 01:01:14.960
Induktionsschritt.

01:01:15.040 --> 01:01:19.360
Wir haben jetzt wieder ein M Element positiven natürlichen Zahlen.

01:01:20.360 --> 01:01:25.040
Unter dem Induktionsschritt für jedes N aus den natürlichen Zahlen mit

01:01:25.040 --> 01:01:30.060
N kleiner K hoch M ist NumKar von RepreKar von N gleich N.

01:01:30.260 --> 01:01:32.280
Das ist unsere Induktionsvoraussetzung.

01:01:32.280 --> 01:01:35.700
Wir müssen jetzt zeigen, dass wenn diese Induktionsvoraussetzung gilt,

01:01:35.820 --> 01:01:42.740
dann auch für jedes beliebige N mit N kleiner K hoch M plus 1 auch

01:01:42.740 --> 01:01:46.900
diese Eigenschaften hat, dass der Zahlenwert, der Repräsentation der

01:01:46.900 --> 01:01:51.080
Zahl gerade wieder gleich dem Zahlenwert ist.

01:01:51.840 --> 01:01:57.280
Also für jedes beliebige N müssen wir zeigen, falls N kleiner K hoch M

01:01:57.280 --> 01:02:00.400
ist, bleibt die Induktionsvoraussetzung schon von vornherein.

01:02:00.500 --> 01:02:01.200
Alles in Ordnung.

01:02:01.800 --> 01:02:06.620
Falls dieses N wieder zwischen K hoch M und K hoch M plus 1 ist, dann

01:02:06.620 --> 01:02:08.680
ist N div K kleiner K hoch M.

01:02:09.880 --> 01:02:14.400
Also gilt die Induktionsvoraussetzung und wir müssen das Ganze jetzt

01:02:14.400 --> 01:02:14.860
zerlegen.

01:02:14.860 --> 01:02:16.280
Wir müssen jetzt gucken.

01:02:17.880 --> 01:02:20.340
NumKar von RepreKar von N dividiert durch K.

01:02:20.500 --> 01:02:25.520
Das ist nach der Induktionsvoraussetzung gleich N div K.

01:02:27.200 --> 01:02:34.420
Wenn ich da die Induktionsvoraussetzung da oben reinsetze, weil

01:02:34.420 --> 01:02:38.340
RepreKar von N div K ist eben N div K und der NumKar von N div K ist

01:02:38.340 --> 01:02:39.320
logischerweise N div.

01:02:42.160 --> 01:02:45.460
Also die Repräsentation von N div K hat eben gerade den Zahlenwert N

01:02:45.460 --> 01:02:49.120
div K und welche Zahlenwert davon ausrechnet, ist das eben gerade N

01:02:49.120 --> 01:02:49.480
div K.

01:02:50.460 --> 01:02:55.000
Das heißt also, dass NumKar von RepreKar von N und jetzt setze ich das

01:02:55.000 --> 01:02:58.640
ein, was ich vorhin weiß, dass ich so eine Zahl N halt darstellen kann

01:02:58.640 --> 01:03:00.980
als K mal N div K plus N mod K.

01:03:01.720 --> 01:03:06.200
Davon die Repräsentation ist gemäß der Definition der Repräsentation

01:03:06.200 --> 01:03:11.540
eben RepreKar von N div K konkateniert mit RepreKlein RepreKar von N

01:03:11.540 --> 01:03:16.180
mod K und das ist dann eben gerade nach der Definition von NumKar K

01:03:16.180 --> 01:03:22.340
mal NumKar von Repre von N div K plus Klein NumKar von Repre von N mod

01:03:22.340 --> 01:03:22.520
K.

01:03:22.520 --> 01:03:27.500
Das löse ich wieder von innen nach außen auf, ist also nach

01:03:27.500 --> 01:03:31.620
Induktionsvoraussetzung, weil dieses RepreKar von N div K und da von

01:03:31.620 --> 01:03:35.680
NumKar ist gerade N div K, dann steht da eben gerade wieder K N div K

01:03:35.680 --> 01:03:40.060
plus N mod K und das ist eben gerade wieder gleich der Eigenschaft bei

01:03:40.060 --> 01:03:43.800
diesen Modulo-Sachen, das ist eben gerade wieder gleich N.

01:03:44.520 --> 01:03:48.080
Also durch einfaches Rechnen und von innen nach außen wieder auflösen

01:03:48.080 --> 01:03:53.420
und durch dieses Induktionsschritt dadurch machen, dass ich diese

01:03:53.420 --> 01:03:59.460
Eigenschaft habe, dass ich jede Zahl darstellen kann als mit

01:03:59.460 --> 01:04:02.780
irgendeiner Beliebung, dass ich es durch eine positive Zahl K teile,

01:04:02.900 --> 01:04:07.040
mehr die Division plus den Rest nehme, dass das gerade wieder die Zahl

01:04:07.040 --> 01:04:07.400
ist.

01:04:09.200 --> 01:04:17.720
Hier muss man halt aufpassen, hier innen drin, hier mache ich

01:04:17.720 --> 01:04:22.240
arithmetische Operationen, hier außen, wenn ich mit RepreKar arbeite,

01:04:23.020 --> 01:04:26.120
mache ich hier innerhalb der Klammern Konkatenationen von Wörtern.

01:04:27.120 --> 01:04:33.560
Und dementsprechend hier innen drin numerisch, dann RepreKar, bin ich

01:04:33.560 --> 01:04:37.200
bei einem Wort, dann NumKar, bin ich wieder numerisch und kann das

01:04:37.200 --> 01:04:38.480
dann wieder entsprechend addieren.

01:04:38.620 --> 01:04:43.120
Genauso hier, N mod K RepreKar ist ein Wort, das kommt nach NumKar

01:04:43.120 --> 01:04:45.900
rein, ist wieder eine Zahl, kann ich wieder addieren.

01:04:46.820 --> 01:04:50.220
Man muss also aufpassen, dass man da nicht irgendwie einen Fehler

01:04:50.220 --> 01:04:53.580
macht, sich verschreibt oder nicht aufpasst, dass plötzlich der

01:04:53.580 --> 01:04:58.840
Definitionsbereich, was ich da in die Funktion reintue oder das Ding,

01:04:58.940 --> 01:05:02.020
was ich in die Funktion reintue, eben nicht im Definitionsbereich der

01:05:02.020 --> 01:05:02.640
Funktion ist.

01:05:02.640 --> 01:05:05.500
Dass ich also das eine wirklich nur auf Wörter und das andere wirklich

01:05:05.500 --> 01:05:08.680
nur auf Zahlen anwende und dass, wenn ich irgendwo was addiere, dass

01:05:08.680 --> 01:05:10.040
ich auch bitteschön Zahlen addiere.

01:05:12.460 --> 01:05:16.700
Alles, was wir bisher gemacht haben, gilt nur für positive Zahlen.

01:05:18.760 --> 01:05:22.020
Und dann ist man irgendwann auf die Idee gekommen, ja was ist denn,

01:05:22.200 --> 01:05:24.260
wenn ich negative Zahlen repräsentieren will.

01:05:24.260 --> 01:05:28.960
Das ist jetzt in dieser Leibnizschen Darstellung noch nicht der Fall.

01:05:29.680 --> 01:05:34.700
Wir haben das erstmal gezeigt für natürliche Zahlen, die sind per se

01:05:34.700 --> 01:05:37.840
null oder positiv, aber nicht für negative Zahlen.

01:05:38.720 --> 01:05:42.400
Und da gibt es durchaus unterschiedliche Wege, das zu machen.

01:05:43.860 --> 01:05:49.360
Und ein Weg ist der hier, der ist der unübliche Weg, aber er

01:05:49.360 --> 01:05:50.100
funktioniert.

01:05:50.820 --> 01:05:52.980
Man könnte das problemlos so machen.

01:05:53.820 --> 01:05:57.560
Das ist dieser Weg mithilfe dieses Meins.

01:05:58.440 --> 01:06:02.040
Und dafür definiere ich mir eine Ziffermenge, die hat drei Zeichen.

01:06:03.200 --> 01:06:08.420
Ich habe 0, 1 und das Zeichen, diese umgekehrte 1, die nennt man in

01:06:08.420 --> 01:06:09.260
der Regel Meins.

01:06:10.260 --> 01:06:16.680
Und jetzt definiere ich den Zahlenwert dieser Ziffern und das ist

01:06:16.680 --> 01:06:17.940
jetzt kein NumKa mehr.

01:06:18.200 --> 01:06:23.640
Das NumKa war für diese positiven Zahlen mit K-Zeichen, sondern das

01:06:23.640 --> 01:06:24.400
ist jetzt eine andere.

01:06:24.400 --> 01:06:28.020
Deswegen das Alphabet ist nur noch Z und ich definiere jetzt eine

01:06:28.020 --> 01:06:32.900
Abbildung Num, die von diesem Z auf die ganzen Zahlen abbildet,

01:06:32.960 --> 01:06:37.460
positive wie negative, und die sagt, dass Meins steht für minus 1, die

01:06:37.460 --> 01:06:39.880
0 für 0 und die 1 für 1.

01:06:40.540 --> 01:06:45.060
Und jetzt definiere ich mir die Großabbildung Num, die also beliebigen

01:06:45.060 --> 01:06:49.540
Wörter hat, den Zahlenwert, positive oder negative Zahlen usw., wie

01:06:49.540 --> 01:06:49.840
gehabt.

01:06:50.460 --> 01:06:55.560
Ich sage, der Zahlenwert des leeren Wortes ist gleich 0 und ansonsten

01:06:55.560 --> 01:07:00.580
habe ich ein Wort, WX, das letzte Zeichen wird abgespalten, kommt in

01:07:00.580 --> 01:07:04.600
NumX rein und der Rest ist halt dreimal Num von W.

01:07:05.460 --> 01:07:10.960
Das ist letztendlich die gleiche Definition wie bei dem Z3 für die

01:07:10.960 --> 01:07:14.500
positiven Zahlen, nur jetzt ist es so, dass plötzlich eines der

01:07:14.500 --> 01:07:20.320
Zeichen in dem Z negativen Wert hat und das Ganze funktioniert immer

01:07:20.320 --> 01:07:20.620
noch.

01:07:22.080 --> 01:07:25.880
Und das sieht man halt, wenn man das mal beispielsweise macht, Meins 0

01:07:25.880 --> 01:07:31.420
1, das ist halt gleich minus 3 hoch 2 plus 0 plus 3 hoch 0 gleich

01:07:31.420 --> 01:07:32.080
minus 8.

01:07:33.120 --> 01:07:38.360
Oder sowas wie Num von 1 Meins 0 1 ist halt 3 hoch 3 minus 3 hoch 2

01:07:38.360 --> 01:07:40.960
plus 0 plus 3 hoch 0 gleich 19.

01:07:42.440 --> 01:07:47.000
Und jetzt wird es mit der Intuition schon ein bisschen schwieriger.

01:07:47.800 --> 01:07:50.700
Bei diesen Binärdarstellungen, Dezimaldarstellungen,

01:07:50.800 --> 01:07:54.560
Hexadezimaldarstellungen, da konnte man schon intuitiv erahnen,

01:07:55.680 --> 01:08:01.460
offensichtlich kann ich jede Zahl, die ich darstellen will, irgendwie

01:08:01.460 --> 01:08:03.120
in so einer Darstellung darstellen.

01:08:03.120 --> 01:08:06.400
Und der Beweis war ja auch relativ einfach.

01:08:07.040 --> 01:08:09.660
Die Frage ist, ist das hier immer noch möglich?

01:08:09.900 --> 01:08:14.920
Kann ich jede beliebige Zahl mithilfe dieser Meinsdarstellung

01:08:14.920 --> 01:08:16.360
darstellen?

01:08:16.460 --> 01:08:18.780
Also jede beliebige negative oder positive Zahl.

01:08:19.200 --> 01:08:20.400
Funktioniert das immer noch?

01:08:23.740 --> 01:08:25.680
Erstmal schauen wir uns ein paar Eigenschaften an.

01:08:25.780 --> 01:08:29.840
Was ist denn, wenn ich jetzt addieren und subtrahieren möchte in

01:08:29.840 --> 01:08:31.560
dieser Darstellung?

01:08:32.920 --> 01:08:37.240
Was ich da machen kann, ist, dass ich mir eine Invertierungsfunktion

01:08:37.240 --> 01:08:41.820
definiere, dass ich mir das Inverse einer Zahl definiere.

01:08:41.820 --> 01:08:49.460
Und dieses Inverse einer Zahl in dieser Wortzahl, in dieser

01:08:49.460 --> 01:08:52.880
Meinsdarstellung, kann ich wieder induktiv definieren.

01:08:53.020 --> 01:08:56.860
Ich sage einfach, das Inverse von 1 ist Meins, das Inverse von Meins

01:08:56.860 --> 01:08:58.780
ist 1 und das Inverse von 0 ist 0.

01:08:58.780 --> 01:09:02.620
Das Inverse des leeren Wortes ist das leere Wort.

01:09:03.500 --> 01:09:07.120
Und für jedes andere Wort, das ich so zerlegen kann, W und ein Zeichen

01:09:07.120 --> 01:09:15.000
X, ist gerade die Konkatenation aus dem Inverse von W und dem Inverse

01:09:15.000 --> 01:09:16.580
von dem Zeichen X.

01:09:17.440 --> 01:09:25.480
Also sowas wie das Inverse von 1 Meins 0 1 ist eben gerade Meins 1 0

01:09:25.480 --> 01:09:26.220
Meins.

01:09:27.620 --> 01:09:32.180
Und wenn ich das Inverse so definiere, dann macht das eben gerade das,

01:09:32.320 --> 01:09:32.840
was ich möchte.

01:09:33.080 --> 01:09:35.120
Eine Multiplikation mit Minus 1.

01:09:35.580 --> 01:09:39.400
Dann gilt für jedes Wort, dass also der Zahlenwert des Inversen von W

01:09:39.400 --> 01:09:45.260
gerade das negative Zahlenwert von dem ursprünglichen Wert W ist.

01:09:45.260 --> 01:09:49.120
Also die Inversion macht sozusagen, das Invertieren macht genau das,

01:09:49.200 --> 01:09:51.500
was es numerisch auch bitteschön soll.

01:09:56.970 --> 01:10:02.870
Wenn ich mir jetzt sowas anschaue und ich will dahin kommen, dass

01:10:02.870 --> 01:10:06.150
Subtraktion und Addition dasselbe ist und dass ich eine

01:10:06.150 --> 01:10:13.230
Zahlendarstellung bekomme, in der ich subtrahiere, indem ich einfach

01:10:13.230 --> 01:10:17.930
die negative Darstellung der Zahl addiere, dann muss ich das ein

01:10:17.930 --> 01:10:18.850
bisschen anders machen.

01:10:19.650 --> 01:10:22.370
Und dafür kann man sich jetzt ein bisschen anschauen.

01:10:22.890 --> 01:10:25.690
Das Rechnen ist in diesem doppeltgeschriebenen ZK.

01:10:25.930 --> 01:10:26.930
Das hatten wir halt definiert.

01:10:27.030 --> 01:10:29.850
Das ist halt die Menge der Zahlen 0 bis K-1.

01:10:30.770 --> 01:10:33.570
Und was ist, wenn ich da jetzt drin addiere und subtrahiere?

01:10:33.570 --> 01:10:38.310
Dann wissen Sie jetzt aus Ihrer linearen Algebra-Vorlesung, wenn man

01:10:38.310 --> 01:10:43.210
solche Operatoren definiert, dann darf man natürlich nicht den

01:10:43.210 --> 01:10:44.910
Definitionsbereich verlassen.

01:10:45.090 --> 01:10:50.450
Also wenn ich zwei Zahlen aus dem ZK miteinander zum Beispiel addiere,

01:10:50.790 --> 01:10:54.890
dann soll auch bitteschön wieder eine Zahl aus dem ZK rauskommen.

01:10:55.390 --> 01:10:58.570
Das heißt, die normale Addition, wie man das auf den natürlichen

01:10:58.570 --> 01:11:00.050
Zahlen macht, das funktioniert nicht.

01:11:00.650 --> 01:11:03.090
Auf den natürlichen Zahlen kann ich zwei beliebige Zahlen nach der

01:11:03.090 --> 01:11:05.150
Addition, so wie Sie sie kennen, addieren, und es kommt wieder eine

01:11:05.150 --> 01:11:06.150
natürliche Zahl raus.

01:11:06.150 --> 01:11:14.850
Wenn ich aus dem Z6 die 5 hernehme und 5 mit 1 addiere, kommt 6 raus,

01:11:15.150 --> 01:11:16.590
aber das nicht im Z6.

01:11:17.010 --> 01:11:18.230
Das ist dann in den natürlichen Zahlen.

01:11:18.330 --> 01:11:19.650
Das heißt, die Addition tut nicht.

01:11:20.170 --> 01:11:22.870
Sondern wir brauchen eine andere Addition und diese Addition nennen

01:11:22.870 --> 01:11:29.230
wir halt plus subscript k und sagen halt x plus subscript ky.

01:11:29.770 --> 01:11:32.930
Das ist eben gerade x plus y Modulus k.

01:11:34.010 --> 01:11:39.770
Und genauso mache ich das mit x minus subscript ky und sage, das ist

01:11:39.770 --> 01:11:42.530
halt x minus y Modulus k.

01:11:43.950 --> 01:11:48.390
Und aus gutem Grund nennt man dann das, was man da hat, einen Ring.

01:11:50.070 --> 01:11:51.630
Den Ring ZK.

01:11:53.230 --> 01:11:53.750
Warum?

01:11:55.430 --> 01:12:00.390
Das können wir uns leicht darstellen, wenn wir halt das ZK uns nicht

01:12:00.390 --> 01:12:04.170
als Menge darstellen, sondern als Ring, als einen Kreis.

01:12:05.530 --> 01:12:07.490
Was heißt das, wenn ich das so definiere?

01:12:08.610 --> 01:12:12.410
Wenn ich Zahlen in diesem Ring, die kann ich als Pfeile darstellen.

01:12:13.130 --> 01:12:16.290
Ich kann zum Beispiel die Zahl 6 als so einen Pfeil darstellen, der

01:12:16.290 --> 01:12:19.050
geht bei der 0 los und geht bis zur 6.

01:12:19.650 --> 01:12:22.590
Und wenn ich die Zahl 3 darstellen würde, dann wäre das halt ein

01:12:22.590 --> 01:12:24.790
Pfeil, der geht bei der 0 los und endet bei der 3.

01:12:25.610 --> 01:12:29.230
Und wenn ich die jetzt miteinander addiere, dann kann ich mir das so

01:12:29.230 --> 01:12:33.530
vorstellen, dass ich mir erst die erste Zahl hernehme, die 6, und dann

01:12:33.530 --> 01:12:39.410
auf dessen Pfeilspitze setze ich die zweite Zahl, den Pfeil für die 3.

01:12:40.150 --> 01:12:42.690
Und wenn ich das mache, dann komme ich bei der 9 an.

01:12:44.390 --> 01:12:49.870
Oder, wenn ich jetzt halt das provozieren möchte, dass ich halt da im

01:12:49.870 --> 01:12:55.470
Kreis rumlaufe, ich kann die Zahl 14 nehmen, also von der 0 bis zur 14

01:12:55.470 --> 01:12:58.470
und da soll jetzt die 3 drauf, dann setze ich halt das auf die Spitze

01:12:58.470 --> 01:13:01.850
des roten Pfeiles und komme gerade bei der 1 raus.

01:13:02.630 --> 01:13:08.390
Das heißt, diese Definition von dem Plus als x plus y modulus k kann

01:13:08.390 --> 01:13:11.510
man schön darstellen in so einer Kreisdarstellung.

01:13:15.340 --> 01:13:18.380
Jetzt gibt es noch ein kleines Lemma, das man nachrechnen kann.

01:13:19.440 --> 01:13:24.540
Wenn ich diese Operationen Plus und Minus nehme und ich weiß vom

01:13:24.540 --> 01:13:27.660
Kontext her, dass ich nicht auf den natürlichen Zahlen landen will,

01:13:27.720 --> 01:13:31.920
sondern dass ich in diesem Ring zk rechnen will, dann lasse ich das

01:13:31.920 --> 01:13:35.720
Subscript k meistens weg, damit es halt nicht verwirrt.

01:13:35.720 --> 01:13:39.480
Und kann jetzt zum Beispiel sowas Nettes zeigen, dass für jede

01:13:39.480 --> 01:13:43.960
beliebige natürliche Zahl, wenn ich x plus y oder x minus y rechne,

01:13:44.660 --> 01:13:50.320
dann gilt halt x plus oder minus y modulus k ist das gleiche, als wenn

01:13:50.320 --> 01:13:58.400
ich erst x modulus k rechne und dann Plus Minus im Ring y modulus k.

01:13:59.000 --> 01:14:03.780
Das heißt also, diese Modulus-Operation sorgt dafür, dass ich in

01:14:03.780 --> 01:14:06.700
diesem Ring zk drin bleibe.

01:14:07.040 --> 01:14:10.440
Dass egal welche zwei Zahlen, die müssen nicht mal aus dem

01:14:10.440 --> 01:14:13.460
ursprünglichen zk kommen, die können aus den natürlichen Zahlen

01:14:13.460 --> 01:14:13.780
kommen.

01:14:13.780 --> 01:14:17.640
Wenn ich die auf diese Art und Weise addiere, x plus minus y und

01:14:17.640 --> 01:14:23.560
modulus k rechne, dann werde ich immer in dem Ring zk landen.

01:14:25.940 --> 01:14:31.660
Also Beweis, ich kann also x zerlegen als ein kqx plus rx und ein y

01:14:31.660 --> 01:14:33.180
ist ein ky plus ry.

01:14:33.720 --> 01:14:37.980
Das ist also Ergebnis der Division plus Rest.

01:14:39.580 --> 01:14:43.220
Und dann kann ich das halt entsprechend zerlegen in a.

01:14:44.200 --> 01:14:48.960
Und dieser Rest kommt eben gerade aus diesem zk, aus diesem Ring zk.

01:14:49.480 --> 01:14:53.300
Dann kann ich das halt entsprechend zerlegen als k gleich kqx plus

01:14:53.300 --> 01:14:57.040
minus ky plus rest x plus minus rest y.

01:14:57.040 --> 01:15:01.620
Das ganze modulus k nehmen und kann das dann wiederum der Rechenregel

01:15:01.620 --> 01:15:05.840
von diesem Modulus entsprechend zeigen, dass es Rest x plus minus Rest

01:15:05.840 --> 01:15:07.060
y modulus k ist.

01:15:07.280 --> 01:15:13.960
Also Rest x plus minus in dem k-Ring Rest y.

01:15:15.600 --> 01:15:20.700
Also addieren mache ich, indem ich Pfeile aufeinandersetze.

01:15:21.620 --> 01:15:26.240
Und zwar Basis des Pfeils an die Spitze des vorhergehenden Pfeils.

01:15:26.880 --> 01:15:32.680
Wenn ich jetzt subtrahiere, dann muss ich die Spitzen der Pfeile

01:15:32.680 --> 01:15:33.580
nebeneinander setzen.

01:15:34.040 --> 01:15:38.300
Also angenommen, ich möchte 4 minus 7 im Z16 rechnen.

01:15:39.900 --> 01:15:41.960
Dann nehme ich mir erstmal den Pfeil für die 4 her.

01:15:42.020 --> 01:15:44.400
Das ist dieser rote Pfeil, der geht von der 0 bis zur 4.

01:15:45.100 --> 01:15:49.320
Und dann setze ich jetzt den Pfeil für die 7 Spitze auf Spitze, also

01:15:49.320 --> 01:15:50.540
auf die Spitze der 4.

01:15:51.800 --> 01:15:55.600
Verfolge dann den Pfeil zurück bis zu seinem Anfang und komme da bei

01:15:55.600 --> 01:15:56.500
der 13 raus.

01:15:57.900 --> 01:16:02.920
Das heißt also, wenn ich 4 minus 7 rechne, dann komme ich bei der 13

01:16:02.920 --> 01:16:04.980
raus in diesem ZK.

01:16:07.780 --> 01:16:12.640
Diese ZKs sind deshalb so interessant und so nützlich, weil in den

01:16:12.640 --> 01:16:15.660
Rechnern, in denen wir arbeiten, haben wir ja auch nicht unendlich

01:16:15.660 --> 01:16:16.680
viel Speicher zur Verfügung.

01:16:16.680 --> 01:16:21.360
Sondern in den Rechnern, in denen wir arbeiten, können wir in der

01:16:21.360 --> 01:16:25.340
Regel nur Zahlen aus einem bestimmten Bereich hinschreiben.

01:16:25.880 --> 01:16:29.180
Wir verwenden in der Regel die Binärdarstellung und wir haben jetzt

01:16:29.180 --> 01:16:32.660
Speicherstellen, die haben eine bestimmte Länge.

01:16:33.940 --> 01:16:40.400
Können 8 Binärzeichen lang sein, 16 Binärzeichen, 32 Binärzeichen, 64

01:16:40.400 --> 01:16:41.160
Binärzeichen.

01:16:41.640 --> 01:16:44.440
Das ist sowas Übliches in den heutigen Rechnerarchitekturen.

01:16:45.480 --> 01:16:48.220
Hier in der Vorlesung und später in der Vorlesung Technische

01:16:48.220 --> 01:16:51.780
Informatik werden Sie eine sehr einfache Rechnerarchitektur

01:16:51.780 --> 01:16:52.400
kennenlernen.

01:16:52.400 --> 01:16:55.480
Da sind das eben gerade 24 Zeichen.

01:16:56.060 --> 01:16:58.240
Man spricht dann auch von 24 Bits.

01:16:59.580 --> 01:17:02.940
Das heißt, die Zahlen, die ich jetzt, wenn ich positive Zahlen

01:17:02.940 --> 01:17:10.220
darstellen will, die ich mit, wenn ich sie nur 16 Binärzeichen zur

01:17:10.220 --> 01:17:14.200
Verfügung habe, die Zahlen, die ich damit darstellen kann, die sind

01:17:14.200 --> 01:17:16.460
eben gerade dieser Ring Z16.

01:17:16.920 --> 01:17:21.140
Wenn ich also mich nur auf positive Zahlen beschränke und ich habe 16

01:17:21.140 --> 01:17:24.620
solcher Bits zur Verfügung und will mit denen Dingern rumrechnen, dann

01:17:24.620 --> 01:17:27.960
kann ich gerade eben diese Zahlen aus dem Z16 darstellen und alles,

01:17:28.080 --> 01:17:33.440
was ich irgendwie da hin und her addiere, wird immer in diesem Z16

01:17:33.440 --> 01:17:33.660
landen.

01:17:34.320 --> 01:17:36.580
Weil, wenn wir uns jetzt nochmal überlegen, was vorhin bei der

01:17:36.580 --> 01:17:41.140
Addition passiert ist, dieser Übertrag, den ich habe, wenn ich ganz

01:17:41.140 --> 01:17:43.860
links einen Übertrag habe, dann habe ich ja keine Speicherzelle mehr,

01:17:43.920 --> 01:17:44.820
wo ich den hinschreiben kann.

01:17:45.060 --> 01:17:48.160
Mein Wort kann nur 16 Zeichen lang sein.

01:17:48.640 --> 01:17:51.940
Und jetzt habe ich einen Übertrag, der muss nach links raus und da ist

01:17:51.940 --> 01:17:52.880
kein Platz mehr vorhanden.

01:17:53.320 --> 01:17:55.720
Dieser Übertrag, der geht halt flöten, der geht verloren.

01:17:55.720 --> 01:17:59.520
Und das Ergebnis ist, dass ich wieder bei einer anderen Zahl in diesem

01:17:59.520 --> 01:18:03.600
Z16 entsprechend dieser Rechenvorschrift lande.

01:18:04.920 --> 01:18:08.520
Jetzt würden wir ja gerne, wie gesagt, auch subtrahieren und wir

01:18:08.520 --> 01:18:13.020
würden gerne das so haben, dass eine Subtraktion auch gleich eine

01:18:13.020 --> 01:18:13.860
Addition ist.

01:18:13.860 --> 01:18:17.120
Jetzt habe ich hier das Problem, 4 minus 7 ist gleich 13.

01:18:18.920 --> 01:18:24.100
Das soll eigentlich das gleiche sein wie 4 plus minus 7.

01:18:24.420 --> 01:18:26.420
Eine minus 7 kann ich jetzt erstmal noch gar nicht darstellen.

01:18:27.000 --> 01:18:32.620
Aber ich hätte das gerne so, dass es 4 plus minus 7, das soll bitte

01:18:32.620 --> 01:18:38.120
schön der Darstellung der Zahl minus 3 entsprechen.

01:18:38.280 --> 01:18:40.940
Das, was da rauskommt, soll eine minus 3 sein.

01:18:41.780 --> 01:18:44.300
Wie kann man das machen?

01:18:46.780 --> 01:18:50.100
Also das hier ist erstmal noch das, was ich mündlich gesagt habe.

01:18:50.200 --> 01:18:54.100
Das ist diese Darstellung, die Binärdarstellung, wenn ich nur Speicher

01:18:54.100 --> 01:18:55.280
begrenzter Größe habe.

01:18:55.400 --> 01:18:59.180
Zum Beispiel die Mima benutzt 24 Bit und dann kann ich diese

01:18:59.180 --> 01:19:01.400
Binärdarstellung eben definieren.

01:19:01.520 --> 01:19:04.280
Die Binärdarstellung zu einer bestimmten Länge L.

01:19:05.800 --> 01:19:08.240
Ja, das ist lustig.

01:19:10.980 --> 01:19:14.280
Also die Binärdarstellung zu einer bestimmten Länge L, wenn ich halt L

01:19:14.280 --> 01:19:19.940
Zeichen zur Verfügung habe, die bildet eben gerade ab in diesem Z 2

01:19:19.940 --> 01:19:20.300
hoch L.

01:19:20.960 --> 01:19:23.460
Und wenn ich also 16 Zeichen zur Verfügung habe, dann habe ich ja

01:19:23.460 --> 01:19:26.160
diesen Z 2 hoch 16.

01:19:28.100 --> 01:19:31.520
Wenn ich den Z 16 habe, dann ist das eben 2 hoch 4.

01:19:31.740 --> 01:19:36.660
Dann habe ich halt 4 Zeichen aus dem Binärsystem zur Verfügung.

01:19:37.220 --> 01:19:44.200
Man kann halt sagen, die Binärdarstellung von N, das ist eben gerade 0

01:19:44.200 --> 01:19:49.640
hoch L, minus Länge der Repräsentation zu 2 von N.

01:19:50.160 --> 01:19:53.920
Das heißt also, ich gucke, wenn ich jetzt die Repräsentation 2 von N

01:19:53.920 --> 01:19:56.800
habe, die also keine Beschränkung hat in der Länge der Worte, die ich

01:19:56.800 --> 01:20:00.760
darstellen kann, wie viele führende 0 muss ich dann erstmal einfüllen,

01:20:00.940 --> 01:20:02.340
damit ich alle Positionen habe.

01:20:02.340 --> 01:20:07.020
Und dann kommt dahinter diese Repräsentation von 2 von N.

01:20:07.800 --> 01:20:11.780
Und da ich mich halt einschränke, dass die Zahlen eben gerade aus

01:20:11.780 --> 01:20:17.180
diesem Z 2 hoch L kommen, kann es nie passieren, dass Reprä 2 von N

01:20:17.180 --> 01:20:20.960
eine Darstellung benötigt, die länger ist als 2 hoch L Zeichen.

01:20:21.780 --> 01:20:25.660
Das heißt also, vorne mit führenden Nullen auffüllen und dann die

01:20:25.660 --> 01:20:29.940
Repräsentation, so wie wir sie bei beliebiger Wortlänge definiert

01:20:29.940 --> 01:20:31.680
haben, eben hinten dran schreiben.

01:20:32.520 --> 01:20:36.780
Und dementsprechend, wenn ich diese Binärdarstellung so definiere,

01:20:36.900 --> 01:20:41.260
dann ist eben die Länge der Binärdarstellung einer beliebigen Zahl aus

01:20:41.260 --> 01:20:47.920
dem Z 2 hoch L, hat eben gerade immer die Länge L, aber der Nummer 2

01:20:47.920 --> 01:20:51.840
Wert von L von N hat halt immer den richtigen Wert, nämlich wieder N.

01:20:52.560 --> 01:20:56.880
Das ist also das, jetzt eine Repräsentation, die eben diese führenden

01:20:56.880 --> 01:20:58.840
Nullen einfügt.

01:21:00.100 --> 01:21:04.700
Wo aber immer noch der Zahlenwert der Nummer 2 so erhalten wird, wie

01:21:04.700 --> 01:21:06.000
wir ihn bitte gerne schon hätten.

01:21:07.420 --> 01:21:09.920
Okay, was machen wir jetzt mit negativen Zahlen?

01:21:11.380 --> 01:21:15.700
Das hier ist jetzt mal der Z 16, also mit 4 Bit dargestellt.

01:21:17.820 --> 01:21:21.680
Der bildet halt die Zahlen 0 bis 15, so in einem Kreis dar.

01:21:23.500 --> 01:21:26.720
Wir definieren uns auch jetzt einen anderen.

01:21:27.700 --> 01:21:32.480
Das ist nicht mehr der Z 16, sondern das nennen wir K 4.

01:21:34.500 --> 01:21:38.200
Und dieses K, das steht für Komplementär.

01:21:38.900 --> 01:21:45.400
Und 4 ist die Anzahl der Bits, der Zeichen, die wir in unserem Wort,

01:21:45.640 --> 01:21:50.780
das wir zur Basis 2 in Binärdarstellung darstellen wollen, da haben,

01:21:50.860 --> 01:21:53.160
aber es sollen negative Zahlen auch darstellen können.

01:21:53.660 --> 01:21:56.700
Und das macht man jetzt halt so, dass das mit der Addition passt.

01:21:57.880 --> 01:22:00.380
Dass es mit der Addition und der Subtraktion passt.

01:22:00.800 --> 01:22:03.980
Wenn ich auf eine negative Zahl was Positives aufaddieren will, dann

01:22:03.980 --> 01:22:07.800
mache ich halt den Pfeil von 0 bis zu dieser negativen Zahl und dann

01:22:07.800 --> 01:22:11.940
setze ich den Pfeil, der die positive Zahl darstellt, eben an die

01:22:11.940 --> 01:22:12.360
Spitze.

01:22:12.360 --> 01:22:19.960
Wenn ich zu einer positiven Zahl eine negative Zahl addiere, dann geht

01:22:19.960 --> 01:22:24.200
der Pfeil der positiven Zahl bis zu irgendeiner Zahl und dann kommt

01:22:24.200 --> 01:22:29.680
der negative Pfeil und den setze ich gerade wieder auf die Spitze und

01:22:29.680 --> 01:22:33.120
da negative Zahlen sozusagen nach links gehen, geht der automatisch in

01:22:33.120 --> 01:22:33.860
die richtige Richtung.

01:22:38.100 --> 01:22:41.640
Also Addition, Spitze auf Spitze, da kann es halt passieren, dadurch,

01:22:41.800 --> 01:22:44.540
dass ich immer in diesem K4 lande, dass da Minus reinkommt.

01:22:47.920 --> 01:22:52.360
Aber, wenn ich zum Beispiel jetzt eine negative Zahl 2 plus eine

01:22:52.360 --> 01:22:55.840
positive Zahl 3 addiere, dann funktioniert das genau wieder so.

01:22:56.060 --> 01:22:59.680
Also Pfeil der positiven Zahl auf die Spitze der negativen Zahl

01:22:59.680 --> 01:23:04.620
stellen und ich komme bei 1 raus, genau da, wo ich bitteschön auch

01:23:04.620 --> 01:23:05.580
landen möchte.

01:23:07.820 --> 01:23:12.220
Genauso hier 3 plus Minus 2, also die Subtraktion als eine Addition

01:23:12.220 --> 01:23:15.800
der negativen Zahl, funktioniert genauso, wie ich will.

01:23:15.900 --> 01:23:19.320
Wieder den Beginn des Pfeils auf die Spitze der ersten Zahl stellen.

01:23:21.700 --> 01:23:26.660
Wenn man sich jetzt das anschaut, der K4 und der Z16, die haben genau

01:23:26.660 --> 01:23:27.840
gleich viele Positionen.

01:23:28.400 --> 01:23:31.400
Die stellen jeweils 16 verschiedene Zahlen dar.

01:23:32.120 --> 01:23:34.120
Einmal mit und einmal mit negativen Zahlen.

01:23:34.480 --> 01:23:38.100
Einmal mit negativen Zahlen und einmal ohne negative Zahlen.

01:23:38.100 --> 01:23:42.920
Wenn ich mir den Z16 anschaue, der hat halt auch 16 Positionen, dem

01:23:42.920 --> 01:23:49.680
kann ich jetzt die Darstellung, die Binärdarstellung zuordnen und kann

01:23:49.680 --> 01:23:54.500
jetzt einfach die Werte, die schwarzen Zahlenwerte austauschen durch

01:23:54.500 --> 01:23:57.540
das, was ich in dieser Zweierkomplementdarstellung machen will.

01:23:57.540 --> 01:24:02.160
Ich habe also die gleiche Kodierung wie vorher, die gleichen Folgen

01:24:02.160 --> 01:24:05.960
von Nullen und Einsen an den Positionen, wie ich sie vorher hatte im

01:24:05.960 --> 01:24:10.100
Z16, hier im K4, nur sie bedeuten jetzt etwas anderes.

01:24:11.380 --> 01:24:15.140
Die 4 mal die 1 bedeutet jetzt halt nicht 15, sondern die bedeutet

01:24:15.140 --> 01:24:16.900
jetzt halt Minus 1.

01:24:17.620 --> 01:24:21.720
Und das ist jetzt die Darstellung von negativen Zahlen nach diesem

01:24:21.720 --> 01:24:22.700
Zweierkomplement.

01:24:23.440 --> 01:24:27.560
Und das Schicke daran ist, wenn ich jetzt addiere, wenn ich jetzt eine

01:24:27.560 --> 01:24:32.680
positive Zahl mit einer negativen Zahl addiere und das genauso mache,

01:24:32.840 --> 01:24:36.980
wie ich das vorher bei Leibniz nur mit positiven Zahlen mache, dann

01:24:36.980 --> 01:24:38.420
kommt wieder das Richtige raus.

01:24:38.420 --> 01:24:45.440
Also angenommen, ich möchte von der Zahl 2, die dargestellt wird als

01:24:45.440 --> 01:24:48.140
0010, 1 abziehen.

01:24:48.840 --> 01:24:53.100
Dann ist das 0010 plus 1111.

01:24:53.780 --> 01:24:55.240
Schreibe ich das darunter?

01:24:56.580 --> 01:25:01.940
0 exklusiv oder 1 ist 1.

01:25:03.720 --> 01:25:07.820
1 exklusiv oder 1 ist 0, 1 Übertrag.

01:25:08.820 --> 01:25:11.980
1 exklusiv oder 1 ist 0, 1 Übertrag.

01:25:12.100 --> 01:25:14.800
1 exklusiv oder 1 ist 0, 1 Übertrag.

01:25:14.900 --> 01:25:17.140
Der 1 Übertrag fällt weg, weil wir haben nur 4 Stellen.

01:25:17.860 --> 01:25:21.360
Und heraus kommt die Zahl 0001.

01:25:21.360 --> 01:25:26.020
Das heißt, addieren und subtrahieren ist dasselbe.

01:25:26.200 --> 01:25:31.080
Diese Art der Darstellung negativer Zahlen ermöglicht es mir, so ein x

01:25:31.080 --> 01:25:36.020
-oder -basiertes Rechenwerk zu bauen und damit sowohl zu addieren als

01:25:36.020 --> 01:25:37.500
auch zu subtrahieren.

01:25:38.340 --> 01:25:41.460
Wie wir das dann jetzt mathematisch genau machen, schauen wir uns dann

01:25:41.460 --> 01:25:42.600
am Freitag an.

