WEBVTT

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Dass die Belastungen der Atemluft durch Feinstaub am Stuttgarter

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Neckartor immer wieder gefährliche Spitzenwerte erreicht, ist bekannt.

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Wie aber sieht es mit der Luft auf dem Weg aus, den wir regelmäßig zum

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Jogging nutzen?

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Wie beim Kindergarten um die Ecke?

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Über die Belastungen der Atemluft vor unserer Haustür wissen wir

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wenig, das Netz der Messstationen ist dafür viel zu großmaschig.

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Das Forschungsprojekt Smart Akunet will das jetzt ändern.

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Bisher existieren nur sehr ungefähre Modelle über die Ausbreitung des

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Feinstaubs.

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Was wirklich passiert, ist sehr viel schwerer vorherzusagen als etwa

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bei den Stickoxiden.

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Weil der Feinstaub sich nicht so verbreitet wie ein Gas.

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Der Feinstaub ist ja ein Partikel, wird vom Wind getragen, während ein

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Gas sich in alle Richtungen ausbreitet.

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Das heißt, wir können vor Ihrem Haus eine völlig andere

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Feinstaubkonzentration haben wie hinter Ihrem Haus.

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Professor Michael Beigel vertritt das Institut für Telematik im Rahmen

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des Smart-AQ-Forschungsprojekts.

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Die Idee dahinter ist einfach, warum nicht all die Smartphones in

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unseren Taschen zu Messstationen machen.

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Ein kleiner Aufsatz und eine Minute Aufmerksamkeit, mehr braucht man

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nicht.

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Das Smartphone ist deshalb ein sehr günstiges Medium für uns, weil es

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eben diese Ortung schon integriert hat.

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Auch der kleine Aufsatz besteht nur aus Plastik.

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Ein Plastikkontainer kann deshalb auch sehr preiswert ausgegeben

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werden.

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Das ist eine wichtige Voraussetzung, dass viele Personen hier eine

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Messung durchführen.

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Die Messung selbst muss nicht mit Personennamen oder so etwas versehen

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sein.

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Alles, was wir brauchen, ist natürlich Ort und Zeit.

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Wer die Messung durchgeführt hat, ist für uns völlig irrelevant.

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Die Bürgermessungen werden mit den Daten der stationären

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Messstationen, Wetterdaten und Daten zur Verkehrsbelastung kombiniert.

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Dabei entstehen riesige Datenmengen.

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Je größer die Datenmengen sind, desto stabiler ist das Modell, das

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sich automatisch durch eine Maschine, Stichwort künstliche

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Intelligenz, berechnen lässt.

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Und irgendwann werden wir sicher eine App haben, die einem sagen wird,

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wo ist die gesündeste Route, um mit dem Fahrrad zu fahren, um Joggen

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zu gehen und zwar genau in der aktuellen Situation.

