WEBVTT

00:00.000 --> 00:02.360
Welche Berufe haben noch eine Zukunft?

00:02.680 --> 00:05.080
Welche neuen Berufe werden entstehen?

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Wird es überhaupt genügend Arbeitsplätze geben, wenn Roboter in vielen

00:09.300 --> 00:11.980
Produktionsbereichen die Regel sein werden?

00:12.480 --> 00:15.320
Wie werden Mensch und Maschine interagieren?

00:15.980 --> 00:19.860
Diese Fragen stellt das Bundesforschungsministerium im Rahmen des

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Wissenschaftsjahres 2018.

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Antworten sind schwierig.

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Noch weiß niemand genau, wie sich die Arbeitswelt in Zukunft

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entwickeln wird.

00:30.760 --> 00:34.920
Nur eines ist sicher, die Digitalisierung wird so gut wie alle Berufe

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grundlegend verändern.

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Die menschenleere Fabrik, in der Roboter alle Arbeit verrichten, wird

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sie bis zum Ende des Jahrhunderts Wirklichkeit geworden sein?

00:45.320 --> 00:46.880
Es ist wirklich schwierig zu beantworten.

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Also ich denke nicht umsonst heißt das Wissenschaftsjahr des

00:49.540 --> 00:53.480
Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2018 Arbeitswelt in der

00:53.480 --> 00:53.840
Zukunft.

00:54.020 --> 00:55.680
Das heißt, es ist im Plural formuliert.

00:55.820 --> 00:58.940
Ja, ich kann mir Teile vorstellen, wo eine Fabrik menschenleerer ist,

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aber es gibt wahrscheinlich auch andere Bereiche, wo Menschen nach wie

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vor vielleicht mehr als jetzt sogar gefordert sind.

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Also es wird sich einiges ändern und es gibt verschiedene Facetten.

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Die Professorin Barbara Demel leitet das Institut für

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Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation.

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Für sie ist die permanente Veränderung der Arbeitswelt seit der

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Industrialisierung im 19.

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Jahrhundert die Regel.

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Alte Berufe verschwinden und neue entstehen.

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Aber tatsächlich ist es dieses Mal vielleicht ein Stück weit noch

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stärker ernst zu diskutieren, dass tatsächlich bestimmte Berufe oder

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Tätigkeiten wegfallen und die eben nicht durch Neues gefüllt werden.

01:34.260 --> 01:35.140
Ja, das wird diskutiert.

01:35.240 --> 01:37.900
Das ist auch bestimmt ein Punkt, der eben unwahrscheinlich große

01:37.900 --> 01:38.740
Ängste schürt.

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Aber es ist eben im Moment eine Wolke, eine Diskussion, die über uns

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steht.

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Da muss man auch sagen, warten wir es einfach mal mit etwas

01:44.700 --> 01:45.360
Entspannung ab.

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Angesichts dieser Unsicherheit will die Arbeitswissenschaftlerin Mut

01:49.280 --> 01:49.740
machen.

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Es liegt auch immer ein Stück weit an uns, wie wir Tätigkeiten

01:52.460 --> 01:53.040
gestalten.

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Also es ist ja nichts, was einfach passiert von außen, sondern wir

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haben ja ein Stück weit zumindest in der Hand auch, die Weichen zu

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stellen, wie wir uns die Arbeit oder unser Berufsleben eben

02:01.640 --> 02:02.060
vorstellen.

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Das ist ja eben nichts, was einfach nur mit uns geschieht.

02:04.440 --> 02:08.800
Zum Beispiel Arbeitszeitregelungen, wenn sich Unternehmensstrukturen

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durch Industrie 4.0 auflösen.

02:11.560 --> 02:14.720
Wir sehen zum Beispiel im Maschinenbau das Konzept von Plattformen,

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dass es eben auf so einer Plattform bestimmte Anbieter gibt, die

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Dienstleistungen anbieten, die gar nicht mal organisiert sind in einem

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Unternehmen.

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Das heißt, es gibt eher einzelne Menschen, die Dienstleistungen

02:23.980 --> 02:26.380
anbieten, die dann gebucht werden, abgebucht werden.

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Das heißt, wir haben hier weniger die Strukturen, die vielleicht auch

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ein Stück weit den einzelnen Arbeitnehmer schützen.

02:31.180 --> 02:34.180
Dass man eben trotzdem versucht, Maßnahmen auf den Weg zu bringen,

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dass es eben auch sowas gibt wie geregelte Arbeitszeiten.

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Eben auch nicht die Möglichkeit, dass jemand sich selbst ausbeutet.

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Dass wir trotzdem eben Wertebleitplanken schaffen, dass Arbeit eben so

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bleibt, wie wir sie eigentlich gerne hätten.

