WEBVTT

00:09.660 --> 00:10.920
Guten Morgen.

00:12.620 --> 00:14.140
Gutes neues Jahr für Sie alle.

00:18.790 --> 00:20.990
Was ist heute das Programm?

00:21.110 --> 00:22.850
Wir schauen zunächst auf die Inhalte.

00:24.090 --> 00:28.210
Wie immer zu Beginn der Gesamtplan.

00:29.690 --> 00:33.570
Oh, heute wird die gesamte Fläche ausgefüllt.

00:34.410 --> 00:35.110
Auch gut.

00:36.610 --> 00:38.930
Wir sind heute am 10.01.

00:39.150 --> 00:43.110
Wir haben also das Thema Gravimetrie heute und auch in der nächsten

00:43.110 --> 00:43.810
Vorlesung.

00:44.730 --> 00:48.230
Und dann haben wir noch zwei Stunden, wo wir uns mit der Magnetik

00:48.230 --> 00:49.210
beschäftigen werden.

00:50.090 --> 00:51.530
Ein anderes Potenzialverfahren.

00:51.670 --> 00:53.450
Die Gravimetrie ist auch ein Potenzialverfahren.

00:53.690 --> 00:58.630
Und dann am letzten Vorlesungstermin vor der Klausur haben wir nochmal

00:58.630 --> 01:02.650
eine ausführliche Zusammenfassung aller Inhalte der Vorlesung.

01:03.350 --> 01:08.550
Also Thema heute ist die schwere Messung, die Gravimetrie, schwere

01:08.550 --> 01:09.210
Auswertung.

01:09.970 --> 01:14.390
Und da wollen wir zunächst das Gravitationsgesetz, was die Grundlage

01:14.390 --> 01:19.330
dieses Verfahrens ist, besprechen, diskutieren, kennenlernen.

01:20.070 --> 01:25.710
Und dann insbesondere die schwere Kraft und vor allen Dingen die

01:25.710 --> 01:28.970
schwere Beschleunigung an einer homogenen Kugel.

01:29.250 --> 01:33.370
Wir werden später auch sehen, dass diese Näherung homogene Kugel eine

01:33.370 --> 01:35.490
erste Näherung an die Erdform ist.

01:35.590 --> 01:39.330
Wir gehen davon aus, dass wir eine homogene Kugel haben und schauen

01:39.330 --> 01:44.030
uns an, wie die Schwerkraftwirkung oder die schwere Beschleunigung an

01:44.030 --> 01:48.610
der Oberfläche einer solchen homogenen Kugel ist und auch im Inneren

01:48.610 --> 01:49.730
und nach außen hin.

01:51.290 --> 01:56.490
Dann wollen wir mathematisch ein sogenanntes schwere Potenzial

01:56.490 --> 02:00.090
definieren, was sich ableiten lässt aus der schwere Beschleunigung.

02:00.570 --> 02:04.290
Schwere Beschleunigung ist ja ein Vektorfeld und das zugehörige

02:04.290 --> 02:07.150
Potenzialfeld nennt sich schwere Potenzial.

02:07.830 --> 02:12.770
Das werden wir definieren zunächst und in dem Kontext werden wir dann

02:12.770 --> 02:19.770
drei Gestalten der Erde kennenlernen, also wie man die Form der

02:19.770 --> 02:21.610
Erdoberfläche beschreibt.

02:22.490 --> 02:27.010
Die ersten beiden, Kugel und Ellipsoid, sind mathematische

02:27.010 --> 02:28.090
Definitionen.

02:29.810 --> 02:34.030
Die Kugel beschreiben wir auch schon zu Anfang bei der Beschreibung

02:34.030 --> 02:35.270
der schwere Beschleunigung.

02:36.130 --> 02:40.890
Dann haben wir das Ellipsoid als bessere mathematische Darstellung der

02:40.890 --> 02:41.710
Form der Erde.

02:43.010 --> 02:48.010
Und zuletzt das sogenannte Geoid, was eine Potenzialfläche des schwere

02:48.010 --> 02:49.330
Potenzials darstellt.

02:50.370 --> 02:52.650
Das werden wir uns im Detail anschauen.

02:53.670 --> 02:58.430
Und dann geht es im letzten Teil der Vorlesung dazu, wie man Messungen

02:58.430 --> 02:59.810
auswertet.

02:59.810 --> 03:04.670
Wir messen ja die schwere Beschleunigung an der Erdoberfläche und

03:04.670 --> 03:10.850
müssen zu deren Auswertung, um auch Anomalien herauszuarbeiten,

03:11.730 --> 03:15.430
Korrekturen von Effekten durchführen, um dann diese Anomalien auch

03:15.430 --> 03:16.270
sehen zu können.

03:17.410 --> 03:20.870
Und das sind hier die verschiedenen Effekte, die man korrigiert.

03:22.090 --> 03:27.750
Das ist einerseits die Beschleunigung durch die Rotation der Erde, die

03:27.750 --> 03:28.430
Fliehkraft.

03:29.130 --> 03:31.690
Dann haben wir die Topografie der Erdoberfläche.

03:31.950 --> 03:36.070
Man entfernt sich also bei einem Messprofil von der Erde.

03:36.230 --> 03:40.230
Und das hat eine Auswirkung auf die gemessene Schwere.

03:41.030 --> 03:42.710
Das möchte man auch korrigieren.

03:43.290 --> 03:46.640
Dann umgebende Gesteinsschichten, Bergetäler und Gezeiten.

03:47.170 --> 03:50.550
Das sind so Korrekturen, die man durchführen muss, um dann letztlich

03:50.550 --> 03:52.450
eine Auswertung machen zu können.

03:53.450 --> 03:57.530
Also wir haben sozusagen das Ziel heute ist, diese Korrekturen noch zu

03:57.530 --> 03:57.990
besprechen.

03:58.850 --> 04:03.790
Nächstes Mal geht es dann weiter in Richtung Interpretation dieser

04:03.790 --> 04:06.670
Anomalien, die man dann herausgearbeitet hat.

04:07.210 --> 04:11.030
Wir wollen auch noch anschauen, wie Gezeiten entstehen in dem Kontext.

04:11.190 --> 04:17.530
Das ist ja auch Fliehkraft und schwere Wirkung von planetaren Körpern.

04:18.350 --> 04:22.170
Dann, wie messen wir eigentlich, welche Messgeräte gibt es?

04:22.210 --> 04:23.710
Wie ist deren Funktionsprinzip?

04:23.710 --> 04:26.850
Da gibt es verschiedene Arten von Gravimetern, die also die schwere

04:26.850 --> 04:27.810
Beschleunigung messen.

04:28.610 --> 04:30.730
Und ein paar Beispiele wollen wir uns nächstes Mal auch noch ansehen.

04:31.590 --> 04:35.710
Dann haben wir also dieses Kapitel Gravimetrie abgeschlossen.

04:36.650 --> 04:37.070
Nächste Woche.

04:39.070 --> 04:41.410
Wir fangen natürlich ganz grundsätzlich an.

04:41.510 --> 04:44.950
Das Gravitationsgesetz wollen wir uns erstmal anschauen.

04:45.310 --> 04:47.910
Und das machen wir am besten an der Tafel in Ruhe.

04:48.710 --> 04:50.850
Also wir sind beim Thema Gravimetrie.

04:55.610 --> 04:59.030
Und den physikalischen Grundlagen, wie Sie da oben sehen.

05:00.090 --> 05:02.810
Und schauen uns erstmal das Gravitationsgesetz an.

05:37.890 --> 05:43.830
Wenn wir zwei Massen haben, nehmen wir mal hier eine Masse M1.

05:45.690 --> 05:51.950
Und in einer gewissen Entfernung eine weitere Masse M2.

05:51.950 --> 05:55.010
Die werden dann in Kilogramm gemessen.

05:55.290 --> 05:59.270
M1 und M2 von den Einheiten her.

06:00.750 --> 06:02.630
SI-Einheit Kilogramm.

06:02.710 --> 06:05.170
Dann ziehen diese beiden Massen sich an.

06:06.650 --> 06:08.930
Und zwar entlang der Verbindungslinie.

06:11.170 --> 06:16.170
Nehmen wir mal hier eine Kraft, die auf die Masse F1 wirkt.

06:16.670 --> 06:20.750
Auch ein Vektor entlang der Verbindungslinie orientiert.

06:20.750 --> 06:28.010
Und eine zweite Kraft, die auf die Masse F2 wirkt.

06:29.230 --> 06:33.210
Und diese beiden Kräfte sind vom Betrage her gleich.

06:34.150 --> 06:37.130
Allerdings eben entgegengesetzt orientiert.

06:37.350 --> 06:41.850
Das heißt, F1 ist gleich minus F2.

06:42.430 --> 06:44.830
Wirken also in die entgegengesetzte Richtung.

06:44.930 --> 06:46.490
Eben immer aufeinander zu.

06:46.490 --> 06:51.670
Die Massen haben also die Tendenz, sich aufeinander zuzubewegen.

06:55.290 --> 07:06.670
Und vom Betrage her sind also die beiden Kräfte proportional zu den

07:06.670 --> 07:07.050
Massen.

07:07.250 --> 07:09.130
Ich schreibe jetzt hier die Beträge hin.

07:09.210 --> 07:11.970
Die Orientierung ist immer entlang der Verbindungslinie.

07:15.210 --> 07:18.170
Die ist proportional zu den beiden Massen.

07:18.170 --> 07:20.410
Sind ja beide gleich.

07:21.790 --> 07:23.490
Also M1 durch M2.

07:24.170 --> 07:28.250
Die Kraft nimmt ab mit dem Abstand der beiden Massen zum Quadrat.

07:29.850 --> 07:36.330
Wenn wir also hier diesen Abstand mal noch zusätzlich einzeichnen und

07:36.330 --> 07:40.770
r nennen, dann nimmt das mit 1 durch r² ab.

07:40.970 --> 07:43.850
Also ist eine stark abnehmende Kraft mit der Entfernung.

07:44.850 --> 07:48.650
Und dann gibt es noch eine Naturkonstante G, die

07:48.650 --> 07:50.190
Gravitationskonstante.

07:51.450 --> 07:56.690
Die also quasi diese Kraft skaliert.

08:01.620 --> 08:06.360
Diese Naturkonstante G ist einigermaßen gut bekannt.

08:07.360 --> 08:23.480
Die beträgt 6,67408 ± 0,00031.

08:24.080 --> 08:29.620
Das ist also die Standardabweichung, wie man sie aus Experimenten

08:29.620 --> 08:30.980
bestimmt hat.

08:31.780 --> 08:36.760
Sie sehen also, dass hier in der vierten Nachkommastelle die

08:36.760 --> 08:38.200
Unsicherheit auftritt.

08:38.420 --> 08:44.780
Das heißt, bis auf vier Nachkommastellen ist diese Konstante heute

08:44.780 --> 08:45.320
bekannt.

08:46.220 --> 08:57.100
Mal 10 hoch minus 11 Meter hoch 3 Kilogramm Sekunde Quadrat.

08:59.880 --> 09:05.000
Gut, das ist die Physik sozusagen, die wir hier betrachten.

09:06.040 --> 09:09.520
Und wir wollen uns jetzt anschauen, wenn wir uns auf einer homogenen

09:09.520 --> 09:12.760
Kugel befinden, also auf einer Erde natürlich.

09:13.380 --> 09:16.240
Das haben wir dann im Hinterkopf dabei, aber wir betrachten jetzt

09:16.240 --> 09:17.940
erstmal eine homogene Kugel.

09:27.830 --> 09:32.230
Wir definieren sozusagen eine der Massen, nehmen wir mal M1, sei jetzt

09:32.230 --> 09:33.650
eine große Kugel.

09:36.660 --> 09:42.500
Irgendwie so, das sei jetzt unsere Masse M1, die ist homogen.

09:44.640 --> 09:47.460
Wir schauen uns jetzt die schwere Wirkung

09:51.610 --> 09:54.970
einer homogenen Kugel an.

10:03.640 --> 10:10.900
Die habe den Radius groß R, die Masse M1.

10:12.500 --> 10:17.660
Und die zweite Masse, die wir hier in der Gleichung haben, sei jetzt

10:17.660 --> 10:20.060
mal ein Massepunkt auf dieser Kugel.

10:21.120 --> 10:27.600
Also es ist ein Objekt auf der Erde, angenommen die Erde sei eine

10:27.600 --> 10:28.540
homogene Kugel.

10:28.800 --> 10:33.620
Dann können wir ja das nochmal hinschreiben, die Kraftwirkung auf

10:33.620 --> 10:35.060
diese Masse M2.

10:35.900 --> 10:42.060
Die würde ja hier in diese Richtung auf die Masse M1 wirken.

10:42.220 --> 10:48.960
Also in Richtung des Zentrums dieser Masse, jedenfalls auf die Masse

10:48.960 --> 10:49.720
zu.

10:50.840 --> 10:56.980
Und die Kraft vom Betrage her, ich vernachlässige jetzt mal die

10:56.980 --> 11:01.080
Richtungen, die würde also in radiale Richtung zum Mittelpunkt dieser

11:01.080 --> 11:01.920
Kugel wirken.

11:01.920 --> 11:10.220
Dann können wir ja hinschreiben, das wäre G mal, nennen wir diese

11:10.220 --> 11:14.140
Masse mal, um das von da oben zu unterscheiden, groß M.

11:15.540 --> 11:24.020
Also G mal M durch R², R wäre ja dann der Abstand oder die Entfernung,

11:25.000 --> 11:27.080
mal M2.

11:27.980 --> 11:37.560
Das wäre jedenfalls die Kraft, die auf eine Masse M2 wirkt, wenn sie

11:37.560 --> 11:40.000
sich auf einer homogenen Kugel befindet.

11:43.080 --> 11:48.480
Und dann kann man diese Größe hier identifizieren als Beschleunigung.

11:48.480 --> 11:50.560
Die können wir mal G0 nennen.

11:52.080 --> 11:54.400
G0 wäre so eine Beschleunigung.

11:55.320 --> 11:59.880
Beschleunigung mal Masse wäre dann die Kraft.

11:59.980 --> 12:06.060
Das wäre also die Beschleunigung, die die Masse M mit Radius R, die

12:06.060 --> 12:09.280
homogene Kugel, verursacht.

12:11.640 --> 12:15.680
Und multipliziert mit der Masse M2 wäre das die entsprechende

12:15.680 --> 12:20.260
Gravitationskraft, die auf die Masse M2 wirkt.

12:22.160 --> 12:31.680
Und wenn wir jetzt mal die Größen für die Erde einsetzen, wir nehmen

12:31.680 --> 12:37.460
also an, dass die Erde diese homogene Kugel sei, dann müssen wir einen

12:37.460 --> 12:41.900
Radius von 6371 km annehmen.

12:42.600 --> 12:47.360
Das ist also der mittlere Erdradius, wenn wir annehmen, die Erde sei

12:47.360 --> 12:48.140
eine Kugel.

12:49.760 --> 12:59.580
Die Masse kann man auch definieren, die beträgt etwa 5,97 mal 10 hoch

12:59.580 --> 13:00.860
24 kg.

13:01.860 --> 13:11.820
Die mittlere Dichte, die damit verbunden wäre, wäre 5,5 g pro cm³.

13:14.560 --> 13:18.580
Dann kann man das da einsetzen, R und M.

13:19.360 --> 13:24.700
G ist auch bekannt und kriegt eine Größe für G0 raus.

13:25.700 --> 13:31.200
Und das wären 9,81 m pro Sekunde².

13:32.960 --> 13:41.440
Das wäre also die sogenannte Normalbeschleunigung auf der Erde, wenn

13:41.440 --> 13:45.180
man annimmt, dass die Erde eine homogene Kugel ist,

13:49.650 --> 13:56.850
die sich nicht rotiert, die nur die Massen auf der Erdoberfläche

13:56.850 --> 13:57.590
anzieht.

13:57.590 --> 14:01.570
Das wäre also die Beschleunigung, die jeder Körper erfährt.

14:01.790 --> 14:07.390
Dieses Kreidestück zum Beispiel wird im Fall einer homogenen Kugel mit

14:07.390 --> 14:14.190
9,81 m pro Sekunde beschleunigt in Richtung Erdboden.

14:16.570 --> 14:22.450
Sofern diese Kreide sich auf der Erdoberfläche befindet und die

14:22.450 --> 14:25.270
Annahme erfüllt ist, dass die Erde eine solche Kugel ist.

14:27.910 --> 14:34.210
Es wird auch eine andere Größe verwendet, eine andere Einheit für m

14:34.210 --> 14:40.970
pro Sekunde², nämlich Gal nach Galileo Galilei.

14:42.350 --> 14:47.770
Und zwar wären 9,81 m pro Sekunde 981 Gal.

14:48.650 --> 15:00.030
Also ein Gal ist ein Zentimeter pro Sekunde² als andere Maßeinheit für

15:00.030 --> 15:00.990
eine Beschleunigung.

15:02.170 --> 15:07.850
Dann können wir uns vielleicht noch mal anschauen, das können wir

15:07.850 --> 15:12.010
vielleicht hier in der Präsentation machen, wie die Beschleunigung

15:12.010 --> 15:17.030
variiert, wenn wir uns innerhalb und außerhalb dieser Kugel befinden.

15:17.910 --> 15:20.250
Also das habe ich Ihnen hier aufgeschrieben.

15:22.590 --> 15:24.110
Das ist diese Skizze hier.

15:25.970 --> 15:34.890
Wenn wir uns also mal anschauen, wie die Beschleunigung g innerhalb

15:34.890 --> 15:42.730
und außerhalb der Kugel ist, dann ergibt sich, dass wir eine lineare

15:42.730 --> 15:47.290
Zunahme der schwere Beschleunigung haben, ausgehend vom Erdmittelpunkt

15:47.290 --> 15:50.230
zur Oberfläche.

15:50.930 --> 15:55.310
Also die Beschleunigung ist im Erdmittelpunkt null.

15:56.130 --> 15:59.770
Ich weiß nicht, ob Sie den Film kennen, wo man durch den

15:59.770 --> 16:03.470
Erdmittelpunkt rauscht und dann die Leute in dem Raumschiff kurzzeitig

16:03.470 --> 16:04.390
schwerelos sind.

16:08.210 --> 16:10.690
Das ist erst vor ein paar Jahren erschienen.

16:11.870 --> 16:14.570
Immerhin in dem Aspekt ist es ganz richtig, aber dann nimmt die

16:14.570 --> 16:17.790
schwere Wirkung plötzlich wieder auf Normalmaß zu in dem Film.

16:18.510 --> 16:19.850
Das ist eigentlich nicht der Fall.

16:20.750 --> 16:26.110
Sie nimmt halt linear zu, nach außen hin, erreicht dann den Wert G0,

16:27.630 --> 16:33.930
also die Normalbeschleunigung, die 9,81 und nimmt dann im Außenraum

16:33.930 --> 16:38.950
der Erde gemäß dem Gravitationsgesetz mit 1 durch r² ab.

16:39.610 --> 16:45.390
Also nach außen hin erscheint die schwere Wirkung der Erde so, als sei

16:45.390 --> 16:51.830
die Erde eine punktförmige Masse mit der Gesamtmasse m im

16:51.830 --> 16:52.710
Erdmittelpunkt.

16:52.850 --> 16:55.510
So ist also die schwere Wirkung dieser Kugel nach außen.

16:56.910 --> 17:00.650
Das wäre also G mal m, m wäre die Masse dieser Kugel durch r².

17:01.730 --> 17:03.010
Das wäre die Beschleunigung.

17:04.910 --> 17:12.030
Auch hier ist es ja so, dass diese Normalbeschleunigung, G mal m durch

17:12.030 --> 17:17.990
r², praktisch die Beschleunigungswirkung ist einer Punktmasse im

17:17.990 --> 17:19.810
Erdmittelpunkt mit der Masse m.

17:21.530 --> 17:26.050
Das ergibt sich, wenn man das ausrechnet und integriert, dass das

17:26.050 --> 17:27.750
quasi dann äquivalent ist.

17:28.610 --> 17:35.050
Okay, das ist natürlich eine grobe Näherung an die schwere Wirkung der

17:35.050 --> 17:35.370
Erde.

17:36.270 --> 17:40.350
Die Erde ist ja nicht homogen, das heißt, wir haben Dichteanomalien im

17:40.350 --> 17:42.970
Erdinneren, die diese Wirkung verändern.

17:43.710 --> 17:47.970
Das ist ja auch das Ziel einer Auswertung, dass wir eben diese

17:47.970 --> 17:53.090
Dichteanomalien auf Ausmessungen des Schwerefeldes dann auch

17:53.090 --> 17:56.990
detektieren, um dann die Erde besser zu beschreiben und

17:56.990 --> 17:59.670
kennenzulernen, was da für Prozesse ablaufen.

18:00.290 --> 18:02.350
Da werden wir auch gleich noch ein paar Beispiele sehen.

18:03.650 --> 18:08.690
Dann werden wir gleich sehen, dass die Erde keine Kugel ist, aber in

18:08.690 --> 18:10.670
relativ guter Näherung eine Kugel ist.

18:10.770 --> 18:12.750
Es gibt Abweichungen von der Kugelform.

18:12.970 --> 18:17.110
Also mathematisch wird sie besser durch einen Ellipsoiden beschrieben.

18:18.060 --> 18:23.710
Das führt zu Abweichungen der schwere Wirkung, insbesondere am Äquator

18:23.710 --> 18:24.550
und am Pol.

18:25.590 --> 18:27.290
Und die Kugel rotiert vor allen Dingen.

18:27.670 --> 18:29.750
Das macht auch nochmal einen großen Effekt.

18:30.790 --> 18:36.830
Wir befinden uns ja auf einer rotierenden Kugel mit 24 Stunden einmal

18:36.830 --> 18:37.170
rum.

18:38.150 --> 18:42.170
Das führt zu Veränderungen der schwere Wirkung durch die Wirkung der

18:42.170 --> 18:42.790
Fliehkraft.

18:44.130 --> 18:47.110
Außerdem sind wir nicht alleine im Weltall unterwegs.

18:47.250 --> 18:48.770
Wir haben noch Nachbargestirne.

18:49.030 --> 18:50.230
Der nächste ist also der Mond.

18:51.090 --> 18:53.410
Der hat also die größte schwere Wirkung.

18:53.590 --> 18:57.550
Das nimmt mit 1 durch r² ab, also das Gestirn mit der geringsten

18:57.550 --> 18:58.210
Entfernung.

18:58.930 --> 19:01.710
Hat dann auch eine relativ große schwere Wirkung.

19:02.170 --> 19:04.810
Die Sonne hat auch eine relativ große schwere Wirkung.

19:05.010 --> 19:07.870
Obwohl sie so weit weg ist, hat sie eben sehr viel größere Masse.

19:09.170 --> 19:12.990
Die sind etwa vergleichbar, die schwere Wirkungen von Sonne und Mond.

19:13.110 --> 19:15.270
Dann haben wir Massenveränderungen in der Atmosphäre.

19:16.250 --> 19:20.370
Und vielleicht auch noch benachbarte Berge, die einen Einfluss haben

19:20.370 --> 19:20.670
können.

19:22.270 --> 19:26.470
Die wollen wir vorfolgenden näher betrachten, diese Veränderungen.

19:26.730 --> 19:29.410
Das ist jetzt erstmal die allererste Näherung.

19:30.930 --> 19:35.530
Bevor wir das tun, definieren wir jetzt eine weitere Größe.

19:36.750 --> 19:39.210
Das sogenannte schwere Potenzial.

19:41.010 --> 19:43.710
Das können wir noch mal hier an der Tafel machen.

19:44.810 --> 19:47.130
Das ist auch eine mathematische Hilfsgröße.

20:00.310 --> 20:05.970
Was wir bisher kennengelernt haben, ist g, die Normalbeschleunigung

20:05.970 --> 20:06.970
vom Betrag her.

20:07.270 --> 20:09.510
Aber g ist ja eine vektorielle Größe.

20:10.970 --> 20:14.690
g hat also drei Komponenten.

20:21.340 --> 20:26.340
Das heißt, die Kraft hat drei Komponenten.

20:26.440 --> 20:31.160
Und man kann nun auch einen Beschleunigungsvektor g definieren, der

20:31.160 --> 20:33.180
eben in Richtung dieser Kraft wirkt.

20:33.660 --> 20:35.320
Und g skaliert mit m.

20:36.760 --> 20:41.140
Jetzt wäre dann die entsprechende Kraft, die Gravitationskraft dazu,

20:42.160 --> 20:44.140
die eben auch drei Komponenten hat.

20:49.860 --> 20:52.080
Wir haben es da mit Vektorfeldern zu tun.

20:52.080 --> 20:54.400
g und auch f sind Vektorfelder.

20:55.140 --> 20:58.780
Und zu jedem konservativen Vektorfeld kann man ein Potenzial

20:58.780 --> 20:59.440
definieren.

21:01.100 --> 21:06.240
Und der Gradient dieses Potenzials ergibt das entsprechende

21:06.240 --> 21:06.960
Vektorfeld.

21:08.780 --> 21:17.100
Das bedeutet, das dazugehörige, zur Beschleunigung gehörige Potenzial

21:17.910 --> 21:19.260
lässt sich berechnen.

21:20.380 --> 21:27.260
Aus g ist minus Gradient von W.

21:28.760 --> 21:32.280
Das wären also beides hier Raumfunktionen.

21:32.380 --> 21:34.080
g hängt also vom Raum ab.

21:35.560 --> 21:37.000
Ich schreibe mal von x hier.

21:38.060 --> 21:42.180
Genauso W hängt vom Raum ab.

21:42.180 --> 21:45.840
Wir können auch schreiben, minus Nabla mal W.

21:47.940 --> 21:55.040
Also Gradient angewendet auf dieses Potenzial ergibt das

21:55.040 --> 21:57.760
Beschleunigungsfeld.

21:59.060 --> 22:03.580
Man kann zeigen, dass man das Potenzial W ausrechnen kann.

22:06.240 --> 22:16.780
Als Raumintegral über Dichteanomalien und deren Entfernung vom

22:16.780 --> 22:22.480
Ursprung, von einem Fixpunkt.

22:23.000 --> 22:28.780
Wenn wir also mal hier einen Ursprung annehmen, an dem Punkt, dann

22:28.780 --> 22:36.700
müsste man, um das Potenzial zu berechnen, alle die Dichte geteilt

22:36.700 --> 22:41.240
durch deren Abstand vom Mittelpunkt aufintegrieren, über alle

22:41.240 --> 22:47.720
Volumina, also ein großes, dreidimensionales Raumintegral bilden, über

22:47.720 --> 22:54.240
die Größe rho durch L, skaliert mit der Gravitationskonstante, ergibt

22:54.240 --> 22:56.280
dann das schwere Potenzial.

22:56.280 --> 23:00.340
Und wenn ich das gemacht habe, könnte ich den Gradienten dieses

23:00.340 --> 23:04.980
schwere Potenzials ausrechnen und hätte dann die Wirkung dieser

23:04.980 --> 23:05.440
Massen.

23:06.040 --> 23:08.980
Das wäre dann die Beschleunigung und könnte dann, wenn ich eine

23:08.980 --> 23:14.480
Probemasse M habe, auch noch die entsprechende Gravitationskraft dazu

23:14.480 --> 23:15.180
ausrechnen.

23:15.400 --> 23:17.460
Das wäre eine Möglichkeit.

23:18.300 --> 23:22.000
Und wenn ich also eine komplexe Masse habe, könnte ich das Potenzial

23:22.000 --> 23:27.080
ausrechnen, und gebe mir dann die Beschleunigung bzw.

23:27.260 --> 23:30.600
auch die Kraft, die diese Masse ausübt.

23:33.120 --> 23:38.900
Diese Größe hier oder diese Beziehung hier kann man auch anschaulich

23:38.900 --> 23:44.040
darstellen, wenn ich mal eine Äquipotentialfläche mir anschaue, des

23:44.040 --> 23:45.360
schwere Potenzials.

23:49.300 --> 23:56.360
Äquipotentialfläche meint eine Fläche, wo das Potenzial konstant ist,

23:56.580 --> 23:58.830
also W gleich konstant.

24:01.380 --> 24:08.080
Dann kann das vielleicht eine solche Fläche sein, mit W gleich

24:08.080 --> 24:08.700
konstant.

24:13.080 --> 24:19.940
Dann, gemäß dieser Beziehung, ist G immer senkrecht auf dieser Fläche,

24:19.940 --> 24:26.600
wirkt also in Richtung des steilsten Anstiegs oder Abstiegs des

24:26.600 --> 24:30.940
Potenzials, steht immer senkrecht auf einer Äquipotentialfläche.

24:37.930 --> 24:42.990
Insofern gibt also diese Äquipotentialfläche die Richtung von G an,

24:43.110 --> 24:45.170
und zwar immer senkrecht zu der Fläche.

24:45.630 --> 24:48.750
Das wäre dann die Richtung der entsprechenden Beschleunigung.

24:49.750 --> 24:58.660
Das werden wir gleich noch mal verwenden.

24:59.620 --> 25:01.840
Hier habe ich Ihnen noch mal ein Bild mitgebracht.

25:15.560 --> 25:21.520
Das ist im Prinzip diese mathematische Beziehung, Gradient eines

25:21.520 --> 25:22.540
Potenzials.

25:23.320 --> 25:26.580
Dieser Vektor steht immer senkrecht auf den Äquipotentiallinien.

25:28.720 --> 25:30.580
Das ist mathematisch so.

25:31.640 --> 25:36.740
Gradient einer skalaren Größe steht senkrecht auf den Potentiallinien.

25:37.640 --> 25:40.720
Das kann man mathematisch so zeigen.

25:42.140 --> 25:43.420
Das steckt hier direkt drin.

25:45.440 --> 25:47.560
Genau, das ist das Bild hier dazu.

25:49.360 --> 25:54.860
Wenn man jetzt mal die Potentialflächen für die Erde ausrechnen würde,

25:54.860 --> 26:00.840
die Äquipotentialflächen des Schwerepotentials, dann wären das

26:00.840 --> 26:06.160
vielleicht solche Flächen hier, jetzt hier zweidimensional gezeichnet

26:06.160 --> 26:06.920
als Linien.

26:08.620 --> 26:15.120
Das heißt, die Lotlinie, das ist ja quasi die Fallrichtung eines

26:15.120 --> 26:15.720
Körpers.

26:16.580 --> 26:19.300
Das wäre also die Richtung von der Beschleunigung.

26:20.180 --> 26:24.040
Die wäre senkrecht auf diesen Äquipotentiallinien.

26:25.020 --> 26:29.040
Wenn Sie also hier einen Körper loslassen, dann würde der diese Bahn

26:29.040 --> 26:33.080
runterfallen, also nicht durch die Gebirge, aber zumindest hier bis

26:33.080 --> 26:35.700
dahin, würde der also fallen.

26:39.520 --> 26:45.320
Und das ist jetzt erstmal so rein mathematisch gesehen, weil es eben

26:45.320 --> 26:46.420
der Gradient ist.

26:47.240 --> 26:51.600
So ist das Potential ja definiert, dass es eben diese Beziehung gibt,

26:51.700 --> 26:52.560
dass es senkrecht ist.

26:53.260 --> 26:56.980
Und jetzt gibt es eine besondere Fläche, die man definiert hat.

26:58.420 --> 27:02.760
Und zwar diese Äquipotentialfläche, die mit der mittleren Meereshöhe

27:02.760 --> 27:03.740
zusammenfällt.

27:05.480 --> 27:09.660
Das Meer hat ja eine sehr geringe Topografie und ist auch immer

27:09.660 --> 27:12.500
bezüglich der Schwere ausgeglichen.

27:15.840 --> 27:22.640
Diese Potentialfläche dient auch als physikalische Definition der

27:22.640 --> 27:25.140
Erdform und wird Geoid genannt.

27:26.160 --> 27:32.540
Das Geoid ist also eine Äquipotentialfläche des Schwerepotentials und

27:32.540 --> 27:37.620
die also mit der Meeresoberfläche zusammenfällt.

27:38.840 --> 27:44.260
Das ist die dritte Definition der Form der Erde, die wir gleich noch

27:44.260 --> 27:48.660
neben den anderen beiden Kugel- und Ellipsoid anschauen wollen.

27:50.120 --> 27:53.580
Welche Formen der Erde kann man definieren?

27:53.720 --> 27:56.880
In dem Kontext macht es Sinn, sich damit zu beschäftigen.

27:57.400 --> 28:04.200
Erste Form haben wir gerade etwas diskutiert, die Kugel mit 6371

28:04.200 --> 28:05.220
Kilometer hier.

28:06.240 --> 28:12.520
Schwere Wirkung nicht rotierend wären also 9,81 Meter pro Sekunde

28:12.520 --> 28:13.080
Quadrat.

28:14.900 --> 28:16.340
Das ist die erste Möglichkeit.

28:16.340 --> 28:18.960
Wir können vielleicht hier auch gleich mal hinspringen.

28:20.920 --> 28:23.260
Also hier sind die ersten beiden Formen dargestellt.

28:24.740 --> 28:27.780
Die Kugel 6371 hier.

28:29.540 --> 28:33.580
Die nächste bessere mathematische Form wäre ein Ellipsoid.

28:33.800 --> 28:38.180
Dadurch, dass diese Kugel ja de facto rotiert, gibt es also eine

28:38.180 --> 28:44.100
Abplattung an den Polen und eine geringe Aufwölbung an dem Äquator.

28:44.100 --> 28:47.440
Weil die Massen leicht nachgeben.

28:49.620 --> 28:53.960
Diese Veränderungen gegenüber der Kugel, würde ich sagen, sind aber

28:53.960 --> 28:56.180
vergleichsweise gering.

28:57.100 --> 29:01.560
Also die Abplattung am Pol beträgt 14,2 Kilometer.

29:01.980 --> 29:07.440
Also die Differenz zwischen dem Radius einer Kugel und der zweiten

29:07.440 --> 29:10.720
Halbachse der Ellipse sind 14,2.

29:11.640 --> 29:20.560
Und am Äquator ist die Differenz zwischen dem Radius und der ersten

29:20.560 --> 29:23.160
Halbachse beträgt 7 Kilometer.

29:24.940 --> 29:25.680
Oh, Entschuldigung.

29:26.660 --> 29:27.500
Dann erkläre ich es nochmal.

29:27.760 --> 29:28.720
Also die Kugel ist hier.

29:30.020 --> 29:36.320
Hier ist die Abplattung am Pol, also die Differenz zwischen Kugel und

29:36.320 --> 29:39.000
Ellipsoiden 14 Kilometer.

29:39.000 --> 29:46.320
Und am Äquator ist der Radius sozusagen der Ellipse größer.

29:46.460 --> 29:50.860
Die erste Halbachse ist größer als der Kugelradius und zwar um den

29:50.860 --> 29:53.180
Betrag etwa 7 Kilometer.

29:53.360 --> 29:58.540
Also es ist eine relativ geringe Abweichung gegenüber der

29:58.540 --> 29:59.300
Kugelgestalt.

29:59.480 --> 30:04.640
Das wäre also die zweite Form mathematische Darstellung des

30:04.640 --> 30:05.220
Ellipsoiden.

30:05.320 --> 30:08.640
Und das ist auch die, die man in der Gravimetrie verwendet wird.

30:09.000 --> 30:12.980
Nämlich die des Ellipsoiden, denn die schwere Wirkung, die Veränderung

30:12.980 --> 30:15.820
der schwere Wirkung, gehen wir gleich noch darauf ein, ist dann schon

30:15.820 --> 30:16.840
deutlich messbar.

30:17.040 --> 30:19.680
Also diese 14 Kilometer machen einen deutlichen schweren Unterschied

30:19.680 --> 30:20.980
auch am Äquator aus.

30:22.120 --> 30:26.400
Zusätzlich kommt ja noch die Fliehkraft hinzu, die jetzt auch noch

30:26.400 --> 30:27.060
dazukommt.

30:27.920 --> 30:30.460
Genau, die dritte Definition sozusagen, das ist dann eine

30:30.460 --> 30:34.520
physikalische Definition, die wir gerade schon angedeutet haben,

30:34.520 --> 30:39.340
nämlich diese hier, dass man sagt, dass die Form der Erde ist eine

30:39.340 --> 30:43.440
Äquipotentialfläche, die mit der Meeresoberfläche zusammenfällt.

30:45.840 --> 30:50.980
Das wäre eine rein physikalische Definition hier mal dargestellt.

30:51.300 --> 30:54.420
Also hier fällt es mit der Meeresoberfläche zusammen.

30:55.840 --> 31:03.020
Und dann gibt es eben Abweichungen oder Topographie dieses sogenannten

31:03.020 --> 31:09.180
Geoids, die nicht so im Bereich Zehner Meter weltweit liegen, die aber

31:09.180 --> 31:14.780
durch Massenveränderungen in der Erde oder auch durch Berge und Täler

31:14.780 --> 31:16.460
hervorgerufen werden können.

31:18.240 --> 31:22.120
Hier auch noch mal dargestellt, wenn wir also zum Exemplarischen mal

31:22.120 --> 31:26.640
eine Massenanomalie, eine Massenerhöhung im Erdinneren haben, dann

31:26.640 --> 31:34.060
würden wir ja diese Masse vielleicht die Richtung der schwere Wirkung

31:34.060 --> 31:35.020
verändern.

31:35.840 --> 31:41.420
Und wir haben ja gerade gesagt, dass die Potentialfläche immer

31:41.420 --> 31:47.140
senkrecht steht oder die Beschleunigungen, die Kräfte senkrecht auf

31:47.140 --> 31:53.920
der Äquipotentialfläche, sodass die Veränderung der Richtung der

31:53.920 --> 31:59.420
Gravitationskraft in dem Fall eine Erhöhung, eine Aufwölbung dieser

31:59.420 --> 32:01.520
Äquipotentialfläche angibt.

32:02.160 --> 32:05.040
Also die Form der Äquipotentialfläche zeigt quasi

32:05.040 --> 32:09.180
Richtungsveränderungen der schwere Beschleunigung an.

32:09.260 --> 32:12.480
Nicht unbedingt deren Betrag, aber deren Richtung.

32:13.580 --> 32:20.340
Insofern würden also tendenziell Massenerhöhungen im Erdinneren eben

32:20.340 --> 32:24.240
die Richtung der Normalbeschleunigung verändern und zu einer

32:24.240 --> 32:26.620
Aufwölbung des Geoids führen.

32:27.240 --> 32:32.200
Umgekehrt, Massendefizite würden vielleicht die schwere Wirkung nach

32:32.200 --> 32:38.380
außen, also die Richtung der Kräfte nach außen hervorrufen und dann

32:38.380 --> 32:43.420
mehr ein Minimum im Geoid, also in der Äquipotentialfläche erzeugen.

32:46.620 --> 32:52.920
Genau, da sind also Dichterveränderungen im Erdinneren, auch letztlich

32:52.920 --> 32:55.760
Dichterveränderungen, die aber verschiedene Ursachen haben können,

32:56.380 --> 32:58.920
werden in der Form des Geoids wiedergespiegelt.

32:59.960 --> 33:04.980
Von daher beschreibt es die konkrete physikalische Effekte im

33:04.980 --> 33:05.680
Erdinneren.

33:07.140 --> 33:09.940
Diese Abweichungen hier, die können wir uns noch mal anschauen als

33:09.940 --> 33:10.560
nächstes.

33:12.420 --> 33:19.460
Die Abweichungen des Geoids von dem Rotationsellipsoiden, das ist

33:19.460 --> 33:26.180
diese Form hier, das ist ja ein dreidimensionaler Körper, ein

33:26.180 --> 33:27.180
Rotationsellipsoid.

33:27.240 --> 33:30.720
Sie müssen sich vorstellen, dieser Ellipsoid rotiert und ist dann

33:30.720 --> 33:35.240
rotationssymmetrisch bezüglich der zweiten Halbachse.

33:36.540 --> 33:42.840
Wenn man davon mal die Abweichung anschaut, N hier zwischen dem Geoid

33:42.840 --> 33:49.140
und dem Ellipsoiden, das ist hier mal weltweit dargestellt, diese

33:49.140 --> 33:53.380
Abweichung N nennt man Geoidundulation.

33:54.080 --> 33:59.580
Also eine Art Topographie des Geoids, Abweichung von der Gestalt des

33:59.580 --> 34:00.440
Ellipsoiden.

34:01.780 --> 34:05.510
Weltweit dargestellt, dann sieht man, dass erstmal die Abweichungen

34:07.400 --> 34:10.020
vergleichsweise gering sind, würde ich sagen.

34:10.020 --> 34:18.740
Also zwischen 100-100 Meter und etwa plus 70-80 Meter betragen

34:18.740 --> 34:19.480
weltweit.

34:21.220 --> 34:27.060
Gemessen an dem Radius von 6.370 bei einer Kugel.

34:27.760 --> 34:33.840
Also relativ geringe Abweichungen durch Massenveränderungen im

34:33.840 --> 34:34.620
Inneren.

34:34.620 --> 34:38.580
Aber teilweise eben schon gravierend.

34:38.640 --> 34:43.260
Hier zum Beispiel im Indischen Ozean haben wir ein Minimum des Geoids.

34:44.480 --> 34:49.960
Da ist sozusagen die schwere Wirkung deformiert.

34:50.280 --> 34:53.200
Also die Form des Geoids ist deformiert.

34:54.180 --> 35:00.160
Das führt man darauf zurück, um etwa 80-90 Meter, führt man darauf

35:00.160 --> 35:04.340
zurück, dass hier im tieferen Erdinneren Massendefizite sind, weil

35:04.340 --> 35:11.540
sich hier die Platte auf Indien zubewegt und den Himalaya aufschiebt.

35:12.240 --> 35:18.280
Und das soll ein Massendefizit im Erdinneren verursachen, was dann

35:18.280 --> 35:25.780
eben nach außen hin das Geoid zu einem kleinen Minimum zwingt.

35:26.200 --> 35:30.680
Die Richtung der Beschleunigungen werden da leicht verändert durch

35:30.680 --> 35:34.940
Massendefizite hier im tiefen Erdinneren, durch die Aufschiebung des

35:34.940 --> 35:35.480
Himalaya.

35:37.640 --> 35:43.220
Hier im Norden, Nordatlantik, Island, soll Mantelkonvektion eine Rolle

35:43.220 --> 35:43.780
spielen.

35:45.460 --> 35:49.520
Hier in Nordamerika ist es eine Vereisung.

35:50.660 --> 35:54.740
Vor 2000 Jahren war da eine Eiszeit und das Eis ist inzwischen

35:54.740 --> 36:00.420
geschmolzen und die fehlenden Massen führen dann auch zu einem Minimum

36:00.420 --> 36:02.340
im Geoid.

36:03.080 --> 36:08.960
Und auch hier Südamerika, die Westküste Südamerikas, hier gibt es also

36:08.960 --> 36:11.680
eine Aufschiebung, auch eine Subduktion.

36:11.880 --> 36:21.000
Da wird also heißes oder kaltes Mantelmaterial der ozeanischen Platte

36:21.000 --> 36:27.960
subduziert unter eine kontinentale Platte und dieses kalte Material

36:27.960 --> 36:33.540
hat eine höhere Dichte und führt im Erdinneren zu einer lokalen

36:33.540 --> 36:38.580
Massenerhöhung, die dann eben hier auch eine positive Anomalie des

36:38.580 --> 36:39.860
Geoids hervorruft.

36:40.600 --> 36:45.740
Also Sie sehen, dass da Prozesse, Massenveränderungen im ganz tiefen

36:45.740 --> 36:47.740
Erdinneren eine Rolle spielen können.

36:49.640 --> 36:51.240
Richtig, ja, das ist gering.

36:51.660 --> 36:55.060
Das sind also Prozesse, die im ganz tiefen Erdinneren sind.

36:56.660 --> 37:00.940
Man kann sich vorstellen, dass die Richtschwerewirkung durch den

37:00.940 --> 37:04.780
Himalaya, also die Richtung kaum verändert wird, durch das Gebirge

37:04.780 --> 37:05.220
selbst.

37:11.060 --> 37:14.120
Wir reden ja nicht über den Betrag, sondern über die Richtung.

37:14.120 --> 37:19.160
Das Geoid ist ja quasi diese Äquipotentialfläche und wenn die gleich

37:19.160 --> 37:22.500
bleibt, wird die Richtung des schwere Vektors nicht verändert.

37:25.970 --> 37:28.950
Das ist jetzt auch eine große Skala, man müsste jetzt da vielleicht

37:28.950 --> 37:33.850
den Himalaya nochmal rauszoomen, ob der wirklich die Geoid-Veränderung

37:33.850 --> 37:35.630
anzeigt, das weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht.

37:35.710 --> 37:41.250
Auf der Skala sieht man ihn jetzt direkt nicht, sondern mehr dieses

37:41.250 --> 37:47.590
große Minimum hier, was in großen Tiefen große Massenveränderungen

37:47.590 --> 37:49.650
anzeigt.

37:50.010 --> 37:52.750
Zu den eigentlichen Auswertungen, das kommt ja vielleicht auch

37:52.750 --> 37:55.910
schwerer, ich glaube, im Himalaya habe ich nächste Stunde eine Karte,

37:56.010 --> 37:58.610
wo wir das nochmal genau angucken können, wie die Gebirge, wie die

37:58.610 --> 37:59.570
schwere Wirkung ist.

38:00.630 --> 38:05.050
Aber im Geoid würde ich sagen, sieht man das Gebirge jetzt zumindest

38:05.050 --> 38:06.030
auf der Karte nicht.

38:06.870 --> 38:09.230
In der Auflösung, in der großen Skala nicht.

38:11.510 --> 38:18.010
Dann gibt es ein mehr so populäres Bild aus Potsdam.

38:18.770 --> 38:26.010
Die haben mal eine Form gebaut, wo sie quasi diese Topographie hier

38:26.010 --> 38:28.650
1500 -fach verstärkt haben.

38:29.790 --> 38:34.550
Und dann gibt es also eine deformierte Kugel und die sieht so aus.

38:35.490 --> 38:39.730
Also hat die Form einer Kartoffel, das wäre sozusagen das Geoid.

38:39.870 --> 38:48.250
Die Form des Geoids 15.000-fach verstärkt, ist ganz nett.

38:50.570 --> 38:54.250
Aber es ist eben 15.000-fach übertrieben.

38:54.930 --> 38:58.250
Genau, jetzt kommen wir vielleicht zu...

39:00.070 --> 39:01.950
Ja, wir haben hier schwere Reduktionen.

39:06.160 --> 39:10.180
Das können wir auch nochmal zunächst an der Tafel machen.

39:13.060 --> 39:16.420
Also erstmal zur Auswertung von solchen Messungen.

39:19.410 --> 39:24.310
Und dabei wollen wir die verschiedenen Effekte in Fliehkraft zum

39:24.310 --> 39:30.650
Beispiel und im Detail auch nochmal etwas mehr quantifizieren, weil

39:30.650 --> 39:33.870
man die ja auch konkret berücksichtigen muss bei einer solchen

39:33.870 --> 39:34.650
Auswertung.

39:40.550 --> 39:42.590
Also es geht um schwere Reduktionen.

39:47.080 --> 39:48.040
Was meint das überhaupt?

39:50.060 --> 39:52.600
Also wir stellen uns vor jetzt etwas konkreter.

39:53.100 --> 39:59.180
Wir haben irgendwie ein Gelände, jetzt auch mit Topographie.

40:00.180 --> 40:09.120
Und wir wollen jetzt irgendwelche Massenanomalien im Untergrund

40:09.120 --> 40:12.000
erkennen.

40:12.380 --> 40:14.680
Also es geht ja um die Dichte selbst.

40:14.900 --> 40:19.780
Die Gravimetrie ist nur sensitiv bezüglich der Dichte im Untergrund.

40:22.200 --> 40:27.280
Können Körper sein, Hohlräume, Salzkörper.

40:27.280 --> 40:30.460
Salz hat zum Beispiel auch eine geringere Dichte als die Umgebung.

40:30.640 --> 40:33.200
Ist auch klassisches Anwendungsgebiet für Gravimetrie.

40:34.200 --> 40:37.580
Also Dichteanomalien wollen wir detektieren, Basaltgänge oder so.

40:38.700 --> 40:42.400
Und messen jetzt die schwere Beschleunigung.

40:43.060 --> 40:48.180
Je, welche Messgeräte es gibt, wollen wir nächstes Mal mehr im Detail

40:48.180 --> 40:48.740
anschauen.

40:49.220 --> 40:50.900
Das seien jetzt unsere Messpunkte.

40:52.440 --> 41:01.620
Und wir wollen letztlich die Signatur einer Anomalie herausarbeiten.

41:02.120 --> 41:03.000
Das ist das Ziel.

41:04.420 --> 41:08.000
Und um das machen zu können, müssen wir bekannte Störfaktoren

41:08.000 --> 41:13.300
eliminieren, weil diese in der Regel viel größer sind als die schwere

41:13.300 --> 41:14.960
Wirkung einer Anomalie.

41:14.960 --> 41:22.540
Die ist eher klein und andere Faktoren haben also ein starkes Signal,

41:22.780 --> 41:26.320
aber die sind bekannt und müssen dann korrigiert werden.

41:26.460 --> 41:28.980
Und das ist mit dem Begriff Reduktion gemeint.

41:29.360 --> 41:34.800
Reduktion meint Korrektur von bekannten, in dem Fall Störfaktoren.

41:36.760 --> 41:43.140
Und diese Störfaktoren habe ich da auch schon mal aufgeführt.

41:47.120 --> 41:50.960
Können wir eigentlich auch daran ablesen.

41:52.420 --> 41:56.020
Das ist einerseits die Fliehkraft durch Erdrotation.

41:57.340 --> 42:00.440
Also wir befinden uns auf einer rotierenden Kugel.

42:01.240 --> 42:06.540
Und es kann sein, dass wir das Profil zum Beispiel in Nord-Süd

42:06.540 --> 42:09.240
-Richtung haben oder teilweise in Nord-Süd-Richtung.

42:09.760 --> 42:15.320
Und dann würden wir also zum Pol hin oder weg uns bewegen und dann

42:15.320 --> 42:17.740
verändert sich die Fliehkraft durch Erdrotation.

42:17.860 --> 42:19.260
Schauen wir uns gleich im Detail an.

42:20.520 --> 42:21.980
Das ist also ein starker Effekt.

42:23.020 --> 42:24.760
Dann kann Topographie eine Rolle spielen.

42:25.680 --> 42:27.640
Also hier die Messhöhe an sich.

42:28.340 --> 42:35.580
Wir entfernen uns ja vom Erdmittelpunkt und die schwere Wirkung ist

42:35.580 --> 42:38.360
auch groß durch Höhenveränderungen.

42:40.140 --> 42:42.400
Das hat einen starken Einfluss.

42:42.400 --> 42:46.480
Dann haben wir möglicherweise umgebende Gesteinsschichten.

42:47.240 --> 42:51.400
Also vielleicht hier irgendwie ein Umgebungsmaterial im Hintergrund.

42:52.740 --> 42:56.700
Und das können wir einfach abziehen, die schwere Wirkung einer solchen

42:56.700 --> 43:02.200
mittleren Gesteinsschicht, um dann die Anomalie besser sehen zu

43:02.200 --> 43:02.520
können.

43:03.720 --> 43:05.680
Das nennt man Bougier-Reduktion.

43:06.840 --> 43:09.200
Dann haben wir Bergetäler in der Nähe.

43:09.200 --> 43:13.320
Das heißt vielleicht ein großer Berg in der Nähe hat natürlich eine

43:13.320 --> 43:17.180
seitliche gravitative Anziehungskraft, auch so eine Messung.

43:17.800 --> 43:19.080
Das wollen wir korrigieren.

43:19.240 --> 43:23.640
Und dann noch zeitabhängige Effekte, Tagesvariationen durch Sonne,

43:23.740 --> 43:26.680
Mond und gegebenenfalls Atmosphäre.

43:31.580 --> 43:35.540
Die entsprechenden Korrekturen habe ich hier als nächstes aufgeführt,

43:35.680 --> 43:37.040
die damit zusammenhängen.

43:37.900 --> 43:44.820
Also die Fliehkraft durch Erdrotation wird durch eine normal schwere

43:44.820 --> 43:47.640
Reduktion und Breitenkorrektur korrigiert.

43:48.840 --> 43:51.420
Können wir vielleicht der Reihe nach jetzt mal durchgehen.

43:51.640 --> 43:57.660
Also die entsprechenden Korrekturverfahren oder Gleichungen, die zur

43:57.660 --> 44:01.180
Korrektur angewendet werden, haben bestimmte Namen.

44:02.220 --> 44:06.320
Wir gehen mal der Reihe nach durch und fangen an mit dem ersten

44:06.320 --> 44:06.760
Effekt.

44:07.500 --> 44:10.700
Das wäre also die Fliehkraft durch Erdrotation.

44:11.560 --> 44:14.160
Das wäre also die normal schwere Reduktion.

44:16.120 --> 44:20.760
Also die normal schwere Reduktion und die Breitenkorrektur korrigieren

44:21.560 --> 44:25.820
die Effekte durch die Rotation der Erde.

44:42.300 --> 44:45.760
Und da können wir uns mal vorstellen, dass wir uns auf einem solch

44:45.760 --> 44:49.340
rotierenden Ellipsoiden befinden.

44:49.340 --> 44:57.980
Ich mal jetzt mal so eine Viertel aus dieser rotierenden Ellipsoiden

44:57.980 --> 44:58.580
heraus.

44:59.940 --> 45:11.220
Also dieser Ellipsoid rotiert hier um diese Achse, diese zweite

45:11.220 --> 45:15.400
Halbachse, die hatten wir ja mit C bezeichnet.

45:15.400 --> 45:17.180
Und die ist A.

45:18.220 --> 45:24.860
Größen waren die Polachse 6.375 Kilometer.

45:26.420 --> 45:27.680
Das ist also hier der Pol.

45:28.720 --> 45:36.040
Und die Achse am Äquator, die erste Halbachse, 6378 Kilometer.

45:37.300 --> 45:41.460
Differenzen hatten wir ja 14,7 Kilometer zum mittleren Erdradius

45:41.460 --> 45:43.120
gerade definiert.

45:44.260 --> 45:47.100
Okay, jetzt versuchen wir mal.

45:47.200 --> 45:50.120
Eins, zwei, vier, so einigermaßen.

45:50.760 --> 45:52.420
Das ist ja mehr oder weniger eine Kugel.

45:56.350 --> 46:01.350
Wir müssen also etwa zeichnen.

46:05.470 --> 46:07.550
Also im Prinzip ist es eine Kugel in der Skizze.

46:09.050 --> 46:10.630
So, die rotiert jetzt.

46:11.450 --> 46:13.470
Das bedeutet, wir haben eine Fliehkraft.

46:13.470 --> 46:16.350
Also zunächst nehmen wir mal einen Massenpunkt hier.

46:17.370 --> 46:22.110
Hier irgendwie auf der Kugel bei einer gewissen Breite.

46:23.810 --> 46:26.610
Das Ganze ist ja jetzt breitenabhängig.

46:26.850 --> 46:30.030
Also Vieh sei jetzt die geozentrische Breite.

46:33.410 --> 46:40.110
Dann haben wir eine Kraftwirkung, gravitative Kraftwirkung Fg.

46:42.740 --> 46:49.620
Nenne ich sie mal senkrecht auf der Fläche des Ellipsoiden.

46:51.020 --> 46:53.940
Nicht notwendigerweise direkt zum Mittelpunkt.

46:54.140 --> 46:56.520
Bei einem Ellipsoiden weicht das geringfügig ab.

46:58.580 --> 47:02.940
Das wäre ja die schwere Wirkung, die wir gerade schon diskutiert

47:02.940 --> 47:03.180
haben.

47:03.320 --> 47:04.980
Also die gravitative Wirkung.

47:05.360 --> 47:09.100
Jetzt kommt eine weitere Wirkung hinzu, nämlich die Wirkung durch

47:09.100 --> 47:09.800
Fliehkraft.

47:09.800 --> 47:14.800
Und die ist, Sie können sich vorstellen, am Pol gleich null und am

47:14.800 --> 47:15.960
Äquator maximal.

47:18.200 --> 47:21.800
Und die wirkt immer senkrecht zur Rotationsachse.

47:22.680 --> 47:24.800
Das Omega sei die Rotationsgeschwindigkeit.

47:26.880 --> 47:29.600
Die könnten wir jetzt mal so einzeichnen.

47:33.640 --> 47:35.940
Mit Fz habe ich sie genannt.

47:39.570 --> 47:44.090
Also Fg sei die Gravitationskraft

47:49.780 --> 47:56.000
und Fz die Zentrifugalkraft.

48:03.820 --> 48:05.600
Und die beiden wirken jetzt.

48:06.540 --> 48:08.640
Das eine immer radial nach außen.

48:10.760 --> 48:14.380
Nein, nicht unbedingt radial nach außen, aber senkrecht zur

48:14.380 --> 48:16.060
Rotationsachse.

48:16.060 --> 48:21.780
Und die Gravitationskraft senkrecht nach unten, senkrecht auf der

48:21.780 --> 48:22.160
Fläche.

48:32.310 --> 48:36.450
Die wirken beide zusammen und es gibt dann eine resultierende Kraft.

48:40.420 --> 48:46.020
Die resultierende Kraft kriegen wir heraus, indem wir diese

48:46.020 --> 48:50.900
Zentrifugalkraft aufteilen in einen tangentialen Anteil.

48:51.900 --> 48:55.320
Das nenne ich mal FzT.

48:56.440 --> 49:11.510
Und einen radialen Anteil nenne ich mal FzR.

49:12.290 --> 49:17.970
Dieser radiale Anteil der Zentrifugalkraft, ich hoffe, das können Sie

49:17.970 --> 49:20.870
noch aus der Entfernung sehen.

49:22.230 --> 49:26.590
Diese Notizen lade ich Ihnen auch hoch, das ist ein bisschen schöner.

49:30.290 --> 49:32.990
Das heißt, die resultierende Kraft,

49:37.520 --> 49:47.660
zumindest in radialer Richtung, wo die beiden sich addieren, wäre Fr

49:47.660 --> 49:58.820
gleich Fg minus FzR.

49:58.820 --> 50:05.040
FzR ist also die radiale Anteile der Zentrifugalkraft.

50:08.280 --> 50:13.860
Fz ist die Zentrifugalkraft, die wirkt immer senkrecht zur Achse, kann

50:13.860 --> 50:16.920
man aufteilen in einen radialen und einen tangentialen Anteil.

50:17.400 --> 50:21.020
Diese beiden haben dann die gleiche Richtung und die resultierende

50:21.020 --> 50:23.540
dazu ist die Differenz dieser beiden.

50:23.640 --> 50:26.640
Die eine wirkt nach innen und die andere nach außen.

50:26.640 --> 50:31.800
Das heißt, wir haben immer eine Abschwächung der Gravitationskraft

50:31.800 --> 50:33.800
durch Fliehkraft.

50:34.440 --> 50:38.720
Diese Abschwächung ist hier am Pol maximal, also da ist dieser Wert am

50:38.720 --> 50:45.260
Equator am größten und am Pol am kleinsten, da ist es gleich 0.

50:47.780 --> 50:51.980
Das ist zunächst mal die schwere Wirkung in radialer Richtung, das

50:51.980 --> 50:53.800
heißt immer in Fallrichtung.

51:02.160 --> 51:12.900
Jetzt kann man zu dem Fr eine Beschleunigung definieren, zu der

51:12.900 --> 51:16.060
gesamten Kraft, der resultierenden Kraft eine Beschleunigung

51:16.060 --> 51:16.840
definieren.

51:18.160 --> 51:20.080
Die nennen wir Gamma Null.

51:21.300 --> 51:23.020
Gamma Null mal m.

51:23.880 --> 51:29.340
m wäre jetzt hier der Massenpunkt, den wir da betrachten und die

51:29.340 --> 51:34.180
entsprechende Beschleunigung eines Massenpunktes wäre jetzt Gamma

51:34.180 --> 51:34.520
Null.

51:35.300 --> 51:41.620
Und dieses Gamma Null ist die sogenannte Normalschwere.

51:47.160 --> 51:54.700
Die Normalschwere enthält also die gravitative Wirkung, Normalschwere

51:54.700 --> 51:56.060
Beschleunigung ist es,

51:59.250 --> 52:06.670
die gravitative Wirkung und die Wirkung durch Fliehkraft, durch

52:06.670 --> 52:07.270
Rotation.

52:10.940 --> 52:20.160
Gamma Null wäre also vom Betrage her resultierende Kraft geteilt durch

52:20.160 --> 52:20.620
Masse.

52:20.620 --> 52:30.790
Okay, können wir mal hier weitermachen.

52:38.840 --> 52:44.900
Für eine rotierende Kugel

52:50.590 --> 52:54.270
kann man das auch ausrechnen.

52:55.750 --> 53:02.950
Die Kraftwirkung der Zentrifugal- und der Gravitationskraft, das

53:02.950 --> 53:07.550
können wir nochmal hinschreiben, weil wir es zum Teil eben schon

53:07.550 --> 53:08.950
vorhin ausgerechnet haben.

53:08.950 --> 53:19.750
Da wäre Gamma Null einerseits g mal m durch r², also rotierende Kugel,

53:19.830 --> 53:20.930
die homogen ist.

53:24.200 --> 53:28.320
Da haben wir die schwere Wirkung ja vorhin schon ausgerechnet, da

53:28.320 --> 53:32.620
haben wir diese Größe als g0 bezeichnet.

53:33.140 --> 53:39.980
Und jetzt wirkt noch dazu die Fugalbeschleunigung.

53:41.720 --> 53:49.540
Und für eine rotierende Kugel beträgt die ω² r cos² φ.

53:51.000 --> 53:57.120
Das haben wir jetzt nicht im Detail ausgerechnet, aber lässt sich

53:57.120 --> 54:02.930
relativ leicht ausrechnen.

54:03.320 --> 54:10.700
Das wäre also die Größe hier fzr wäre gleich ω² r cos² φ.

54:10.700 --> 54:15.740
Und da sieht man auch, dass diese Größe eben 1 ist, wenn φ gleich 0

54:15.740 --> 54:16.140
ist.

54:17.240 --> 54:21.240
Dann wäre also der Betrag ω² mal r und 0 am Pol.

54:22.800 --> 54:24.700
Also das wäre die Zentrifugalbeschleunigung.

54:27.660 --> 54:28.700
Die ist breitenabhängig.

54:38.980 --> 54:43.700
Da ist aber die Kugel, wie haben wir gesehen, nicht die beste

54:43.700 --> 54:44.260
Näherung.

54:44.260 --> 54:50.600
Man kann jetzt auch eine Gleichung für einen Ellipsoiden aufschreiben.

54:55.940 --> 55:04.120
Das ist die Kugel hier, die man auch für praktische Messungen

55:04.120 --> 55:04.860
verwendet.

55:05.240 --> 55:10.720
Also die schwere Wirkung auf einen Ellipsoiden ist etwas genauer.

55:11.100 --> 55:15.520
Berücksichtigt also die geringen Abweichungen am Pol und Äquator.

55:16.680 --> 55:19.720
Auf einen rotierenden Ellipsoiden

55:28.290 --> 55:31.350
hat also

55:35.700 --> 55:39.660
Carlo Sommigliana

55:44.190 --> 55:50.070
das 1929 schon ausgerechnet.

55:55.310 --> 55:56.770
Und das können wir mal hinschreiben.

55:58.030 --> 56:02.610
A und C wären die Halbachsen, die da oben stehen.

56:04.450 --> 56:08.590
Gamma A wäre die schwere Wirkung am Äquator.

56:08.810 --> 56:11.010
Das sind also Zahlen, die bekannt sind.

56:11.690 --> 56:19.850
Q-Sinus-Quadrat Phi plus C Gamma C Sinus-Quadrat Phi

56:26.220 --> 56:40.160
durch Wurzel A-Quadrat Q-Sinus-Quadrat Phi plus C-Quadrat Sinus

56:40.160 --> 56:42.920
-Quadrat Phi.

56:44.440 --> 56:48.620
Genau, A und C sind die A-Achsen, die beiden Halbachsen.

56:50.180 --> 56:55.380
Und Gamma A und Gamma C ist die schwere Wirkung am Pol bzw.

56:55.640 --> 56:56.420
am Äquator.

56:56.520 --> 56:58.100
Gamma A am Äquator.

57:00.540 --> 57:04.920
Das wäre 9,78...

57:07.680 --> 57:11.000
Meter pro Sekunde Quadrat hat ein paar mehr Nachkommastellen.

57:11.000 --> 57:14.840
Das wäre also die schwere Wirkung am Äquator.

57:18.490 --> 57:22.550
Die ist reduziert gegenüber unserer Normalschwere von 9,81.

57:24.170 --> 57:27.950
Auch hier aufgrund der Gleichung kann man das sehen.

57:28.150 --> 57:30.550
Und Gamma C wäre die schwere Wirkung am Pol.

57:34.040 --> 57:36.400
Die beträgt 9,83...

57:38.620 --> 57:40.590
Meter pro Sekunde Quadrat.

57:42.290 --> 57:45.410
Hier gibt es noch ein paar weitere Stellen, kann man nachlesen.

57:46.150 --> 57:48.250
Das wäre die schwere Wirkung am Pol.

57:52.090 --> 57:53.930
Da kann man das auch nochmal vergleichen.

57:54.510 --> 58:02.710
Hier kommt die Reduktion gegenüber unserem G0 von 9,81 zustande, dass

58:02.710 --> 58:07.310
wir eine zusätzliche Fliehkraft haben, die am Äquator maximal ist und

58:07.310 --> 58:08.590
eben nach außen wirkt.

58:09.790 --> 58:14.490
Gleichzeitig haben wir einen etwas größeren Abstand am Äquator vom

58:14.490 --> 58:21.350
Erdmittelpunkt, nämlich 6.378 gegenüber 71, das wären also diese

58:21.350 --> 58:22.330
sieben Kilometer.

58:23.050 --> 58:30.850
Das führt beides zu einer Reduktion der Beschleunigung am Äquator.

58:32.170 --> 58:37.850
Am Pol haben wir keine Fliehkraft, die wirkt da also nicht, aber wir

58:37.850 --> 58:42.270
haben eine Abplattung, c ist also kleiner als der Kugelradius, das

58:42.270 --> 58:47.010
heißt am Pol sind wir etwas dichter dran am Erdmittelpunkt und das

58:47.010 --> 58:53.190
führt zu einer leichten Erhöhung gegenüber 9,81, nämlich auf 9,83.

58:56.960 --> 58:59.620
Das ist also ganz interessant, hier die Werte nochmal anzusehen.

59:00.580 --> 59:05.500
Das wäre also die Beschleunigung auf einem rotierenden Ellipsoiden.

59:07.420 --> 59:13.560
Wenn man also eine Messung macht in einer gewissen Breite Vieh, kann

59:13.560 --> 59:17.760
man die entsprechende Normalbeschleunigung dazu ausrechnen, mithilfe

59:17.760 --> 59:18.540
dieser Gleichung.

59:19.160 --> 59:23.680
In der Praxis wird diese Gleichung häufig noch genähert durch eine

59:24.680 --> 59:27.580
Tellerreihenentwicklung, habe ich Ihnen aufgeschrieben, diese

59:27.580 --> 59:31.420
Entwicklung gibt aber jetzt gerade nicht viel mehr Wert.

59:31.900 --> 59:40.980
Das ist eine Tellerreihenentwicklung, die etwas leichter auszurechnen

59:40.980 --> 59:43.360
ist, aber das ist auch nicht so schwer auszurechnen.

59:44.700 --> 59:46.400
Das war die erste Korrektur.

59:46.820 --> 59:48.020
Ich glaube, wir schaffen heute nicht mehr alle.

59:55.520 --> 59:58.420
Dann die nächste Korrektur, die Breitenkorrektur.

59:59.240 --> 01:00:00.540
Das ist im Prinzip,

01:00:04.340 --> 01:00:08.160
korrigiert sie den gleichen Effekt, nur etwas genauer.

01:00:11.040 --> 01:00:13.440
Oder etwas praktikabler, sagen wir es mal.

01:00:26.030 --> 01:00:30.030
Wir könnten ja, wenn wir bei einer gewissen geografischen Breite

01:00:30.030 --> 01:00:35.030
messen, unser Gamma Null gemäß dieser Formel ausrechnen.

01:00:35.030 --> 01:00:40.870
Nur müssten wir dann eben bei einer konkreten Messung für jeden

01:00:40.870 --> 01:00:44.990
Messpunkt unsere Breite kennen und dann diese Korrekturformel

01:00:44.990 --> 01:00:46.010
anwenden.

01:00:47.010 --> 01:00:52.170
Die Breitenkorrektur hat sozusagen die schwere Wirkung, die schwere

01:00:52.170 --> 01:01:00.610
Veränderung infolge von Fliehkraft mal auf Profilentfernungen in Nord

01:01:00.610 --> 01:01:05.150
-Süd -Richtung umgerechnet und eine ganz einfache Korrekturformel

01:01:05.150 --> 01:01:06.890
abgeleitet.

01:01:07.290 --> 01:01:13.110
Diese Formel ist aber abgeleitet aus dieser Formel hier.

01:01:14.910 --> 01:01:18.210
Das ist auch eine aus der Taylor-Reihen-Entwicklung, wenn man also

01:01:18.210 --> 01:01:24.390
entwickelt um einen fixen Punkt Beta und dann die Veränderung um

01:01:24.390 --> 01:01:29.010
diesen Entwicklungspunkt anschaut und das dann umrechnet in

01:01:29.010 --> 01:01:32.290
Entfernungen, kommt man auf die Breitenkorrektur.

01:01:33.610 --> 01:01:35.050
Lange Rede, kurzer Sinn.

01:01:35.990 --> 01:01:42.570
Was macht die Breitenkorrektur, wenn wir also ein Profil haben, Nord

01:01:42.570 --> 01:01:54.150
-Ost hier, ein paar Messpunkte im Gelände, dann wirkt ja,

01:01:57.680 --> 01:02:03.660
die schwere Veränderung ist eine Funktion der Breite und die verändert

01:02:03.660 --> 01:02:05.300
sich nur in Nord-Süd-Richtung.

01:02:06.740 --> 01:02:10.200
Das heißt, dann betrachten wir also die Veränderung der

01:02:10.200 --> 01:02:14.760
Profilkoordinaten in Nord-Süd-Richtung, das wäre jetzt mal unser Delta

01:02:14.760 --> 01:02:15.640
-Y hier.

01:02:16.620 --> 01:02:22.800
Und wir können eine schwere Veränderung Delta-Gamma-Null jetzt mal

01:02:22.800 --> 01:02:38.060
definieren und die beträgt 8,1 mal 10 hoch 4 Sinus-Quadrat von 2 Phi-B

01:02:38.060 --> 01:02:40.780
mal Delta-Y.

01:02:40.780 --> 01:02:46.020
Also wir definieren einen Fixpunkt, einen Basispunkt

01:02:52.630 --> 01:02:57.610
bei einer Breite Phi-B und können dafür ein Gamma-Null ausrechnen

01:02:58.050 --> 01:03:00.050
gemäß dieser Formel hier.

01:03:01.170 --> 01:03:08.010
Und Veränderungen des Gamma-Nulls für andere Profilkoordinaten, die in

01:03:08.010 --> 01:03:14.630
Nord -Süd-Richtung um Delta-Y von dem Basispunkt abweichen, sind durch

01:03:14.630 --> 01:03:15.970
diese Gleichung zu beschreiben.

01:03:16.430 --> 01:03:20.510
Das bedeutet, man muss nicht jedes Mal die Breite hier genau

01:03:20.510 --> 01:03:24.670
bestimmen, was gar nicht so genau oft möglich ist.

01:03:24.770 --> 01:03:28.170
Man braucht also Differential-GPS im Gelände und so weiter.

01:03:28.270 --> 01:03:32.130
Das kann man vielleicht auch vernachlässigen, indem man nur die

01:03:32.130 --> 01:03:35.850
Profilkoordinaten in Nord-Süd-Richtung kennt und dann diese

01:03:35.850 --> 01:03:39.970
Korrekturformel anwendet, die wäre dann in Milligall.

01:03:40.790 --> 01:03:46.370
Die beschreibt also die Veränderungen der Normalschwere in Nord-Süd

01:03:46.370 --> 01:03:50.490
-Richtung um einen Basispunkt Phi-B herum.

01:03:51.530 --> 01:03:56.310
Delta-Y wäre dann die entsprechende Veränderung, ergibt sich aus

01:03:56.310 --> 01:03:58.310
dieser Gleichung hier.

01:03:59.050 --> 01:04:00.690
Ist etwas praktikabler.

01:04:01.610 --> 01:04:14.370
Also für 50° Breite wäre der Gradient sozusagen Delta-Gamma-Null oder

01:04:14.370 --> 01:04:20.290
die Korrektur 0,8 Milligall pro Kilometer.

01:04:22.970 --> 01:04:26.170
Das ergibt sich also einfach, wenn man das hier einsetzt, hat man

01:04:26.170 --> 01:04:30.090
einfach einen skalierenden Faktor für jeden Kilometer, den ich in Nord

01:04:30.090 --> 01:04:37.770
-Süd -Richtung wandere, muss ich in Nord-Richtung eine etwas geringere

01:04:37.770 --> 01:04:42.810
Schwere erwarten, nämlich 0,8 Milligall aufgrund der Wirkung der

01:04:42.810 --> 01:04:49.190
Fliehkraft, die eben nach Norden hin abnimmt, um 0,8 Milligall pro

01:04:49.190 --> 01:04:52.110
Kilometer für 50° Breite.

01:05:01.560 --> 01:05:09.100
Dann haben wir noch eine weitere Korrektur, die wir heute machen

01:05:09.100 --> 01:05:09.480
können.

01:05:11.480 --> 01:05:15.420
Die haben wir in dem Beamer, der sich abgeschaltet hat.

01:05:16.520 --> 01:05:20.260
Die zweite Korrektur, die sogenannte Freiluftreduktion.

01:05:28.350 --> 01:05:32.530
Wir haben also bisher die Effekte durch Fliehkraft korrigiert.

01:05:33.590 --> 01:05:35.690
Jetzt korrigieren wir Höheneffekte.

01:05:38.580 --> 01:05:41.480
Wir können es hier nochmal kurz anmalen.

01:05:42.020 --> 01:05:48.710
Wir haben Geländetopografie, vielleicht hier eine Masse im Untergrund,

01:05:50.080 --> 01:05:52.370
die vielleicht ein schweres Signal erzeugt.

01:06:00.580 --> 01:06:05.000
Wir haben Höhenveränderungen auf unserem Messprofil.

01:06:06.240 --> 01:06:12.460
Die wollen wir gerne herausrechnen aus unserer Messung, weil wir ja

01:06:12.460 --> 01:06:14.780
nicht die Höhe kartieren wollen, sondern Anomalien.

01:06:15.900 --> 01:06:20.200
Die schwere Veränderung durch Höhendifferenzen ist schon relativ hoch.

01:06:21.020 --> 01:06:23.820
Das heißt, wir definieren jetzt ein Bezugsniveau,

01:06:30.010 --> 01:06:33.630
das planar ist, das kann zum Beispiel 0 sein, kann aber auch ein

01:06:33.630 --> 01:06:38.590
anderes Niveau sein, welches man definiert, und korrigieren die

01:06:38.590 --> 01:06:43.010
Abweichungen in Folge von Höhenveränderungen gegenüber dem

01:06:43.010 --> 01:06:43.890
Bezugsniveau.

01:06:45.170 --> 01:06:50.830
Nach der Korrektur scheinbar alle Messungen auf Bezugsniveau zu haben.

01:06:52.850 --> 01:06:54.190
Das nennt sich Freiluftreduktion.

01:06:55.810 --> 01:06:59.090
Jetzt können wir uns mal die Wirkung einer Höhenveränderung anschauen.

01:07:02.510 --> 01:07:08.250
Das lässt sich aus dem bisherigen auch ganz gut ausrechnen, denn wir

01:07:08.250 --> 01:07:12.150
haben ja schon die schwere Wirkung auf einer homogenen Kugel

01:07:12.150 --> 01:07:12.770
betrachtet.

01:07:13.810 --> 01:07:19.270
Und die Veränderung der schwere Wirkung, das nenne ich jetzt mal Delta

01:07:19.270 --> 01:07:25.070
-G -Freiluft, also die Veränderung der Beschleunigung aufgrund von

01:07:25.070 --> 01:07:28.610
Höhenveränderungen, nennt sich Freiluft, hat sich irgendjemand mal so

01:07:28.610 --> 01:07:34.090
ausgedacht, weil es keine Massen berücksichtigt, sondern lediglich

01:07:34.090 --> 01:07:40.230
Höhenveränderungen, so als hätten wir in Luft gemessen, in freier Luft

01:07:40.230 --> 01:07:40.630
gemessen.

01:07:40.630 --> 01:07:42.870
Also Massenkorrektur kommt später.

01:07:43.610 --> 01:07:46.750
Um das vielleicht hervorzuheben, hat man das Freiluftreduktion

01:07:46.750 --> 01:07:47.250
genannt.

01:07:49.330 --> 01:07:58.550
Wie dem auch sei, wenn wir uns auf einer Kugel befinden, G mal m, dann

01:07:58.550 --> 01:08:03.290
kann man das schon ausrechnen, ob man auf einer Kugel oder ein

01:08:03.290 --> 01:08:07.270
Ellipsoiden befindet, da ist es dann kein großer Unterschied oder kein

01:08:07.270 --> 01:08:07.670
Unterschied.

01:08:09.730 --> 01:08:15.710
Also wenn wir einmal in einer Entfernung r plus h messen und das

01:08:15.710 --> 01:08:24.950
gegenüber einer Messung in r, die Beschleunigung betrachten, das sei

01:08:24.950 --> 01:08:28.610
jetzt sozusagen hier mal zum Erdmittelpunkt.

01:08:29.290 --> 01:08:36.130
Das Bezugsniveau habe jetzt ein Radius r zum Erdmittelpunkt und das

01:08:36.130 --> 01:08:41.170
sei jetzt die zusätzliche Gravitationsbeschleunigung.

01:08:41.910 --> 01:08:45.170
Wenn wir uns also etwas weiter von diesem Erdmittelpunkt abbewegen,

01:08:46.090 --> 01:08:48.970
sieht man auch schon, dass es hier im Nenner steht, dass eben die

01:08:48.970 --> 01:08:51.770
Beschleunigungswirkung dann reduziert wird.

01:08:54.510 --> 01:08:58.870
Das wäre jetzt für eine homogene Kugel und haben wir wieder Taylor

01:08:58.870 --> 01:08:59.750
Reihenentwicklung.

01:09:01.330 --> 01:09:11.310
Wenn wir das um r herum entwickeln, kommt man in erster Näherung auf 2

01:09:11.310 --> 01:09:23.590
mal g mal m durch r Quadrat mal h durch r und hier können wir wieder

01:09:23.590 --> 01:09:25.050
unser g0 identifizieren.

01:09:27.490 --> 01:09:33.650
Das wäre also minus 2 mal g0, g0 waren diese 9,81 m pro Sekunde

01:09:33.650 --> 01:09:46.720
Quadrat mal h geteilt durch r und dieses g0 geteilt durch r mal 2 kann

01:09:46.720 --> 01:09:52.240
man ausrechnen, wenn man r jetzt mal als Erdradius einsetzt, das wären

01:09:52.240 --> 01:10:01.960
also 0,3086 mal h.

01:10:07.850 --> 01:10:19.440
Hier ist noch ein Minuszeichen, das wäre also die Veränderung in Folge

01:10:19.440 --> 01:10:27.260
von Freiluft wäre minus 0,3086 mal h.

01:10:28.720 --> 01:10:36.360
Also eine Abnahme der Beschleunigung mit der Höhe um 0,30 Milligall

01:10:36.360 --> 01:10:37.920
wäre jetzt hier die Einheit.

01:10:39.760 --> 01:10:42.560
Also Zentimeter pro Sekunde Quadrat.

01:10:53.410 --> 01:10:57.110
Also wenn man einen Meter mal einsetzt, also h gleich 1 Meter

01:10:57.110 --> 01:11:08.810
Höhendifferenz, wäre also die Reduktion eben ungefähr 0,3 Milligall, 0

01:11:08.810 --> 01:11:11.950
,3 Zentimeter pro Nanosekunde Quadrat.

01:11:12.670 --> 01:11:17.370
Das liegt also durchaus im Messbereich der heutigen Gravimeter, die

01:11:17.370 --> 01:11:21.890
eher Mikrogall messen, das heißt ein Meter Höhenunterschied hat eine

01:11:21.890 --> 01:11:23.770
sehr hohe, schwere Veränderung.

01:11:23.830 --> 01:11:30.350
Zufolge 0,3 Milligall, die deutlich größer ist als Gezeiteneffekte

01:11:30.350 --> 01:11:37.670
oder auch die Anomalien oft aus dem Untergrund, die auch eher im

01:11:37.670 --> 01:11:41.510
Milligall -Bereich liegen können, also im Bereich der Anomalien, die

01:11:41.510 --> 01:11:43.230
wir detektieren bei nur einem Meter.

01:11:45.010 --> 01:11:48.970
Also es ist ein großer Effekt, aber dadurch, dass man die Höhe gut

01:11:48.970 --> 01:11:55.210
messen kann, gut kennt, kann man also diese Korrektur auch genau

01:11:55.210 --> 01:11:55.490
ausführen.

01:12:05.190 --> 01:12:06.850
Dann schaffen wir es vielleicht auch noch.

01:12:10.100 --> 01:12:12.100
Dann machen wir noch zwei Korrekturen.

01:12:14.740 --> 01:12:22.820
Die zweite Korrektur soll, die dritte ist es ja, eigentlich die

01:12:22.820 --> 01:12:28.460
vierte, was wir jetzt bisher korrigiert haben, ist also Fliehkraft,

01:12:29.160 --> 01:12:32.240
quasi Veränderungen in Nord-Süd-Richtung durch Erdrotation.

01:12:33.680 --> 01:12:36.320
Dann haben wir Höhenveränderungen korrigiert.

01:12:36.880 --> 01:12:39.860
Wir haben das auf ein Bezugsniveau gebracht, diese Messungen.

01:12:40.860 --> 01:12:44.380
Wir haben sozusagen die Höheneffekte hier auf ein Bezugsniveau

01:12:44.380 --> 01:12:45.260
runtergerechnet.

01:12:47.260 --> 01:12:53.120
Jetzt als nächstes geht es um die Korrektur von bekannten Massen.

01:12:53.240 --> 01:12:59.080
Wir haben ja irgendwie Gesteine im Untergrund, die eine konstante

01:12:59.080 --> 01:12:59.840
Masse haben.

01:13:05.580 --> 01:13:09.640
Bei dieser Korrektur auf einem Bezugsniveau haben wir ja auch noch

01:13:09.640 --> 01:13:16.760
Massen zwischen dem Messpunkt und dem Bezugsniveau, so muss man es

01:13:16.760 --> 01:13:17.320
definieren.

01:13:17.740 --> 01:13:20.400
Die haben wir ja bisher nicht berücksichtigt, sondern lediglich

01:13:20.400 --> 01:13:24.640
deswegen der Name Freiluft, lediglich die Höhenveränderungen.

01:13:25.280 --> 01:13:28.300
Wir haben also angenommen, dass wir in Luft gemessen haben.

01:13:28.820 --> 01:13:34.700
Und jetzt geht es um die Korrektur der schwere Wirkung der Gesteine

01:13:34.700 --> 01:13:37.920
zwischen dem Messpunkt und dem Bezugsniveau.

01:13:43.100 --> 01:13:48.120
Diese Korrektur, die man da verwendet, nennt man Bogey-Reduktion,

01:13:48.120 --> 01:13:50.020
Bogey -Korrektur.

01:13:53.220 --> 01:14:00.580
Die korrigiert also die schwere Wirkung der Gesteine, schwere Wirkung

01:14:00.580 --> 01:14:03.620
von Gesteinen zwischen Messpunkt und Bezugsniveau.

01:14:08.370 --> 01:14:19.530
Und zwar ist das Modell, was man da verwendet, dass sich zwischen, ich

01:14:19.530 --> 01:14:24.990
kann es hier nochmal hinmalen, wir haben hier ein Bezugsniveau,

01:14:25.590 --> 01:14:31.010
Messpunkt, und wir wollen also diese Messpunkte korrigieren auf

01:14:31.010 --> 01:14:39.990
Bezugsniveau, haben also eine Höhe h und jetzt eine mittlere Dichte,

01:14:40.070 --> 01:14:43.150
die wir jetzt da mal annehmen, von roh quer.

01:14:46.110 --> 01:14:50.490
Das Modell dazu ist die Wirkung einer unendlich ausgedehnten

01:14:50.490 --> 01:14:57.840
Gesteinsplatte, die man jetzt bei jeder dieser Korrekturen annimmt.

01:14:58.860 --> 01:15:02.520
Und wir befinden uns also mit unserem Messpunkt an der Oberkante der

01:15:02.520 --> 01:15:08.640
Gesteinsplatte und reduzieren dann die schwere Wirkung runter.

01:15:09.740 --> 01:15:13.840
Und die Mächtigkeit dieser Gesteinsplattung ist unser Abstand vom

01:15:13.840 --> 01:15:16.660
Bezugsniveau, also hier unten ist unser Bezugsniveau.

01:15:18.560 --> 01:15:23.600
Und korrigieren dann die schwere Wirkung dieser Gesteinsplatte mit der

01:15:23.600 --> 01:15:24.540
Mächtigkeit h.

01:15:25.660 --> 01:15:26.960
Und das kann man ausrechnen.

01:15:27.120 --> 01:15:31.100
Man kann also die schwere Wirkung einer solchen unendlich ausgedehnten

01:15:31.860 --> 01:15:38.760
Gesteinsplatte, Oberkante und Unterkante, als Differenz ausrechnen.

01:15:39.920 --> 01:15:44.360
Und die beträgt, Delta gb, oder die Veränderung der

01:15:44.360 --> 01:15:52.420
Normalbeschleunigung, beträgt einfach 2 Pi mal g mal rho mal h.

01:15:52.820 --> 01:15:53.820
Rohquer habe ich es genannt.

01:15:54.500 --> 01:16:00.000
Also die Dichte der Gesteinsplatte entspräche der mittleren Dichte,

01:16:00.120 --> 01:16:01.460
die wir auch im Gelände erwarten.

01:16:03.580 --> 01:16:07.880
g ist die Gravitationskonstante, h ist die Mächtigkeit, Höhe der

01:16:07.880 --> 01:16:08.740
Platte bzw.

01:16:09.540 --> 01:16:10.440
Höhe über Bezugsniveau.

01:16:10.440 --> 01:16:16.680
Und das wäre dann die entsprechende Korrektur, die Bogey-Korrektur.

01:16:18.080 --> 01:16:24.880
Also bei einem h von 10 m, einer Mächtigkeit der Gesteinsplatte von 10

01:16:24.880 --> 01:16:31.700
m, oder ein 10 m mächtiges Gestein zwischen Messpunkt und

01:16:31.700 --> 01:16:38.500
Bezugsniveau, hätten wir einen Korrekturwert und einer mittleren

01:16:38.500 --> 01:16:44.720
Dichte von 2,39 g pro cm³.

01:16:45.520 --> 01:16:51.480
Was zu einer typischen Gesteinsdichte von kristallinem Gestein

01:16:51.480 --> 01:16:56.240
entspräche, hätten wir eine Korrektur von 1 Milligall.

01:17:01.770 --> 01:17:08.430
10 m machen 1 Milligall, 10 m Höhenunterschied machen schon 3

01:17:08.430 --> 01:17:09.050
Milligall.

01:17:11.630 --> 01:17:16.970
Die Höheneffekt ist größer, oder die Korrektur ist größer bei 10 m der

01:17:16.970 --> 01:17:23.150
Höhe als der Gesteinswirkung einer Gesteinsplatte, aber ist trotzdem

01:17:23.150 --> 01:17:30.630
noch groß im Vergleich zu den schweren Anomalien, die wir messen

01:17:30.630 --> 01:17:30.950
wollen.

01:17:31.410 --> 01:17:35.570
Also auf jeden Fall auch ein weiterer Effekt, den man korrigieren

01:17:35.570 --> 01:17:35.870
muss.

01:17:39.740 --> 01:17:44.340
Dann haben wir noch eine dritte Korrektur, die würde ich doch jetzt

01:17:45.120 --> 01:17:47.260
auf das nächste Mal verschieben.

01:17:48.200 --> 01:17:54.340
Die Geländereduktion, das wäre eine Korrektur von benachbarten Massen,

01:17:55.200 --> 01:17:57.760
Berge und Täler, die sich in der Nähe befinden.

01:17:58.680 --> 01:18:05.720
Das können wir auch das nächste Mal noch kurz besprechen, bevor wir

01:18:05.720 --> 01:18:09.800
dann auch zur Interpretation und Auswertung weitergehen.

01:18:11.240 --> 01:18:13.720
Aber lassen Sie mich noch mal ganz kurz zusammenfassen,

01:18:17.540 --> 01:18:19.240
was wir gemacht haben.

01:18:23.230 --> 01:18:26.030
Was haben wir uns heute angeschaut?

01:18:26.130 --> 01:18:30.370
Grundlage ist das Gravitationsgesetz, Anziehungskraft zwischen zwei

01:18:30.370 --> 01:18:30.750
Massen.

01:18:33.070 --> 01:18:36.350
Die Kraftwirkung ist proportional zur Masse.

01:18:37.270 --> 01:18:38.350
Haben wir es noch hier?

01:18:39.950 --> 01:18:40.810
Ne, ist schon weg.

01:18:42.370 --> 01:18:44.930
Nimmt also mit dem Quadrat der Entfernung ab.

01:18:45.130 --> 01:18:49.510
Das ist so das physikalische Grundprinzip, das Gravitationsgesetz.

01:18:50.230 --> 01:18:54.310
Wenn wir annehmen, die Erde ist eine homogene Kugel, dann haben wir

01:18:54.310 --> 01:18:59.490
auf einer solchen Kugel eine Normalbeschleunigung von 9,81 Meter pro

01:18:59.490 --> 01:19:06.150
Sekunde Quadrat, die aber tatsächlich am Pol etwas geringer ist.

01:19:06.350 --> 01:19:10.550
Weil wir uns in besserer Näherung auf einem rotierenden Ellipsoiden

01:19:10.550 --> 01:19:12.650
befinden.

01:19:12.810 --> 01:19:20.650
Am Pol ist es etwas größer, kleiner und am Äquator etwas geringer.

01:19:21.610 --> 01:19:24.610
Aufgrund der Abplattung der Erde und der Wirkung der Fliehkraft.

01:19:24.710 --> 01:19:26.930
Beide Effekte führen dann zu einer Veränderung.

01:19:28.870 --> 01:19:30.190
Da haben wir drei Formen.

01:19:30.330 --> 01:19:34.230
Kugel ist eine mathematische Beschreibung, Ellipsoid war eine bessere

01:19:34.230 --> 01:19:39.010
Beschreibung, wobei die Abflattung relativ gering ist.

01:19:39.090 --> 01:19:42.070
Also die Abweichung gegenüber der Kugelgestalt relativ gering.

01:19:42.470 --> 01:19:45.650
Und die dritte physikalische Beschreibung war das Geoid als

01:19:45.650 --> 01:19:47.910
Äquipotentialfläche des Schwerfeldes.

01:19:48.470 --> 01:19:51.910
Und die Geoid-Undulationen weltweit waren ja auch im Zehner-Meter

01:19:51.910 --> 01:19:54.170
-Bereich maximal 100 Meter.

01:19:54.310 --> 01:20:00.430
Also diese drei Formenbeschreibungen sind sehr vergleichbar.

01:20:01.080 --> 01:20:05.230
Aber durchaus auch relevant bei schwere Messungen, die

01:20:05.230 --> 01:20:06.550
unterschiedlichen Beschreibungen.

01:20:08.370 --> 01:20:14.230
Da haben wir jetzt die vier Korrekturen, die Fliehkraft durch

01:20:14.230 --> 01:20:18.760
Erdrotation, durch Normalschwere-Reduktion und Breitenreduktion.

01:20:19.290 --> 01:20:23.290
Die Normalschwere ist also eine breitenabhängige Korrektur, die die

01:20:23.290 --> 01:20:25.810
Fliehkraft global berücksichtigt.

01:20:25.810 --> 01:20:30.430
Lokal kann man dann auch besser die Breitenreduktion anwenden, weil

01:20:30.430 --> 01:20:36.550
die eben diese Effekte durch Fliehkraft umrichtet in Profilausrichtung

01:20:36.550 --> 01:20:37.790
in Nord-Süd-Richtung.

01:20:38.030 --> 01:20:39.790
Das ist etwas praktikabler.

01:20:42.010 --> 01:20:45.170
Höhenveränderungen durch Geländetopographie durch Freiluftreduktion,

01:20:45.290 --> 01:20:47.110
wie zuletzt hier besprochen.

01:20:47.430 --> 01:20:53.070
Also 0,3 Milligall pro Meter durch reine Höhenveränderungen des

01:20:53.070 --> 01:20:53.690
Profils.

01:20:54.690 --> 01:21:00.970
Und durch Gesteinswirkung einer Gesteinsplatte zwischen Messpunkt und

01:21:00.970 --> 01:21:06.110
Bezugsniveau kann man annehmen, dass man so eine unendlich ausgedehnte

01:21:06.110 --> 01:21:13.530
Gesteinsplatte hat, deren schwere Wirkung hier leicht auszurechnen ist

01:21:13.530 --> 01:21:18.190
und bei einer solchen Gesteinsmächtigkeit von Höhenveränderungen von

01:21:18.190 --> 01:21:21.210
10 Meter 1 Milligall ausmacht.

01:21:21.490 --> 01:21:26.330
Also auch durchaus hohe Werte wichtig ist bei einer Korrektur.

01:21:27.870 --> 01:21:30.850
Geländereduktion haben wir auf nächstes Mal verschoben und auch die

01:21:30.850 --> 01:21:34.770
Basismessungen können wir dann zu Beginn der nächsten Stunde machen.

