WEBVTT

00:02.940 --> 00:07.940
KIT Audio, der Forschungspodcast des Karlsruher Instituts für

00:07.940 --> 00:08.280
Technologie.

00:12.200 --> 00:14.060
Dem Wald geht es nicht gut.

00:14.580 --> 00:17.480
Vier von fünf Bäumen in Deutschland gelten als geschädigt.

00:17.860 --> 00:20.880
Etwa 120.000 Hektar Wald sind bereits tot.

00:21.580 --> 00:23.360
Schuld daran ist auch der Klimawandel.

00:23.820 --> 00:27.580
Die letzten beiden Sommer waren extrem heiß, monatelang regnete es

00:27.580 --> 00:27.820
kaum.

00:27.820 --> 00:31.340
Und auch für dieses Jahr erwarten die Forscher lange Hitzeperioden.

00:32.020 --> 00:35.440
Was genau passiert in den Bäumen, wenn sie über längere Zeit dürre und

00:35.440 --> 00:37.040
extremer Hitze ausgesetzt sind?

00:37.620 --> 00:40.580
Und was können wir dafür tun, damit der Wald besser damit umgehen

00:40.580 --> 00:40.920
kann?

00:41.400 --> 00:43.160
Ein Podcast von Moritz Schelius.

00:44.620 --> 00:46.060
KIT Audio.

00:46.800 --> 00:47.840
Forschung hören.

00:56.720 --> 00:58.440
Sägearbeiten im Schwarzwald.

00:58.680 --> 01:01.500
Die Forstarbeiter holen sogenanntes Sturmholz aus dem Wald.

01:02.040 --> 01:05.000
In den letzten beiden Jahren sind in Baden-Württemberg etwa fünf

01:05.000 --> 01:08.560
Millionen Festmeter Fichtenholz mehreren Stürmen zum Opfer gefallen.

01:09.140 --> 01:10.200
Und dem Borkenkäfer.

01:10.660 --> 01:12.080
Der Schädling hatte leichtes Spiel.

01:12.080 --> 01:15.040
Vor allem jüngere Bäume, die noch nicht so tief wurzeln, waren durch

01:15.040 --> 01:16.240
die Trockenheit schwer geschädigt.

01:16.940 --> 01:19.440
Das kann man mit sich selber vergleichen, wenn man halt zu wenig

01:19.440 --> 01:22.480
trinkt oder ein bisschen angeschlagen ist oder unter Stress steht.

01:23.140 --> 01:25.780
Dann ist es so, dass man auch schneller krank wird, sagt Hans

01:25.780 --> 01:28.720
Schipper, der am KIT das Süddeutsche Klimabüro leitet.

01:29.160 --> 01:32.940
Und das gilt ja auch für die Bäume so, dass sie halt keinen guten

01:32.940 --> 01:35.120
Widerstand mehr gegen Schädlinge aufbauen können.

01:35.420 --> 01:38.220
Und das sorgt dafür, dass sehr viele Schäden in den Wäldern entstehen.

01:39.240 --> 01:42.180
Fichtenholz ist seit Jahrhunderten die wichtigste Einkommensquelle des

01:42.180 --> 01:42.840
Schwarzwaldes.

01:43.220 --> 01:46.040
Nun gibt es ein Überangebot und die Preise sind im Keller.

01:46.580 --> 01:49.160
Für viele Forstwirtschaftsbetriebe ist das eine Katastrophe.

01:49.820 --> 01:51.260
Und ein Grund zum Umdenken.

01:51.520 --> 01:54.460
Wenn man mit Forstwirten redet, dann sieht man, die haben das sehr

01:54.460 --> 01:58.700
wohl verstanden, dass da etwas im Gange ist, worauf sie reagieren

01:58.700 --> 01:58.940
müssen.

01:59.100 --> 02:02.620
Und arbeiten sehr intensiv daran, ihre Forstbetriebe natürlich am

02:02.620 --> 02:03.320
Laufen zu halten.

02:03.320 --> 02:07.120
Das Süddeutsche Klimabüro arbeitet eng mit Forstwirten zusammen und

02:07.120 --> 02:09.960
stellt Modelle zur Verfügung, wie sich das Klima entwickeln könnte.

02:10.700 --> 02:13.960
Wie oft es in Zukunft aber konkret Dürresommer geben wird, das kann

02:13.960 --> 02:16.020
bislang kein Modell zuverlässig berechnen.

02:16.780 --> 02:19.160
Klar ist nur, dass die Wahrscheinlichkeit dafür zunimmt.

02:19.760 --> 02:22.600
Bis zum Ende dieses Jahrhunderts wird die durchschnittliche Temperatur

02:22.600 --> 02:25.320
im besten Fall um 1,5 Grad gestiegen sein.

02:25.800 --> 02:27.640
Und im schlimmsten Fall um 6 Grad.

02:28.260 --> 02:31.540
Je höher aber die Temperatur, umso mehr Wasserdampf kann in der Luft

02:31.540 --> 02:32.320
aufgenommen werden.

02:32.840 --> 02:35.640
Das erhöht das Potenzial für Extremereignisse.

02:35.700 --> 02:38.900
Im Sommer sind die Trockenperioden länger geworden und wenn es dann

02:38.900 --> 02:40.340
mal regnet, regnet es ordentlich.

02:41.080 --> 02:42.260
Das ist das eine Problem.

02:42.320 --> 02:44.820
Das andere Problem ist, wenn es länger trocken ist, dann trocknet der

02:44.820 --> 02:47.260
Boden ja aus und wird hart.

02:47.260 --> 02:51.580
Und wenn es auch normale Niederschlagsmenge gibt, dann fließt das

02:51.580 --> 02:55.480
Wasser oberflächlich ab und trinkt nicht in den Boden ein und ist so

02:55.480 --> 02:57.400
auch nicht für die Pflanze zur Verfügung.

02:57.940 --> 03:00.920
Über das ganze Jahr gesehen wird es in Zukunft gar nicht unbedingt

03:00.920 --> 03:02.180
weniger Niederschlag geben.

03:02.680 --> 03:06.080
Aber der Regen wird immer öfter quasi sintflutartig vom Himmel fallen.

03:06.600 --> 03:08.260
Davon haben die Bäume dann wenig.

03:13.920 --> 03:16.540
Aber wie viel Wasser braucht eigentlich ein Baum?

03:17.200 --> 03:19.560
Das erforscht die Umweltwissenschaftlerin Nadine Rühr.

03:20.260 --> 03:24.100
Wir messen das zum Beispiel, indem wir kleine Nadeln in den Baumstamm

03:24.100 --> 03:24.360
bohren.

03:24.480 --> 03:26.720
Und über eine Temperaturmethode können wir dann bestimmen, wie viel

03:26.720 --> 03:27.760
Wasser da durchfließt.

03:27.820 --> 03:28.920
Das nennen wir den Saftfluss.

03:29.020 --> 03:30.480
Wie viel Wasser fließt durch den Stamm?

03:31.460 --> 03:33.000
5 Liter vielleicht am Tag.

03:33.320 --> 03:35.180
Wenn der Baum klein ist, auch nur 100 Milliliter.

03:35.360 --> 03:36.460
Also es ist ganz unterschiedlich.

03:36.580 --> 03:40.380
Natürlich, ein ausgewachsener Baum kann natürlich 50 Liter am Tag

03:40.380 --> 03:42.800
locker Wasser verdunsten, wenn er die zur Verfügung hat.

03:43.080 --> 03:46.360
Nadine Rühr und ihre Arbeitsgruppe beschäftigen sich damit, wie sich

03:46.360 --> 03:49.140
extreme Trockenheit und Hitze auf Pflanzen auswirkt.

03:49.140 --> 03:54.140
An ihrem Institut am KIT Campus Alpin stehen mehrere Bäume in

03:54.140 --> 03:54.860
Gewächshäusern.

03:55.140 --> 03:58.460
Vom kleinen Kiefernsämling bis zur sechs Meter hohen Robinie.

03:59.300 --> 04:01.740
Die Temperatur lässt sich individuell einstellen.

04:02.140 --> 04:05.920
Genauso wie die Luftfeuchtigkeit, die Kohlendioxidkonzentration und

04:05.920 --> 04:07.340
natürlich die Niederschlagsmenge.

04:08.280 --> 04:10.700
Was passiert nun, wenn ein Baum kein Wasser mehr bekommt?

04:11.600 --> 04:14.440
Zuerst schließt er die Öffnungen auf den Blättern, in denen er im

04:14.440 --> 04:15.760
Austausch mit der Luft steht.

04:15.760 --> 04:19.260
Am Anfang macht der Baum sehr früh die Spaltöffnungen zu, um weniger

04:19.260 --> 04:22.160
Wasser zu verdunsten, damit er halt nicht sofort austrocknet.

04:22.240 --> 04:25.100
Weil wenn er austrocknen würde, wäre das das Todesurteil natürlich.

04:25.600 --> 04:28.540
Sind die Spaltöffnungen zu, bekommt der Baum auch kein Kohlendioxid.

04:29.040 --> 04:31.980
Das ist schlecht für den Klimawandel, denn weltweit nehmen die Wälder

04:31.980 --> 04:35.100
etwa ein Drittel des CO2 auf, das wir Menschen ausstoßen.

04:35.720 --> 04:39.120
Und es ist schlecht für die Bäume, denn Kohlendioxid brauchen sie als

04:39.120 --> 04:39.780
Nahrungsquelle.

04:39.780 --> 04:42.280
Und dann kommt man halt in eine Art Imbalance.

04:42.400 --> 04:44.980
Einmal fehlt das Wasser, auf der anderen Seite fehlen vielleicht auch

04:44.980 --> 04:45.780
bestimmte Reservestoffe.

04:47.380 --> 04:49.760
Was so ein Folgeschritt ist, was man zum Beispiel jetzt bei Fichten

04:49.760 --> 04:54.180
gesehen hat oder sehr stark annimmt, ist, dass durch diese Schwächung,

04:54.260 --> 04:57.240
durch eine Trockenheit, weniger Reservestoffe vorhanden sind.

04:57.800 --> 05:00.660
Und die Verteidigung gegenüber Borkenkäfern schlechter wird und die

05:00.660 --> 05:02.360
Bäume halt anfälliger werden für sowas.

05:02.480 --> 05:05.660
Durch einen Baum verlaufen Millionen winzige Röhrchen, in denen

05:05.660 --> 05:08.760
normalerweise Wasser von den Wurzeln bis zu den Blättern befördert

05:08.760 --> 05:08.960
wird.

05:08.960 --> 05:12.420
Bei starker Trockenheit blockieren kleine Luftbläschen den

05:12.420 --> 05:13.160
Wassertransport.

05:13.520 --> 05:16.100
Das heißt, das Wasser kommt nicht mehr bei den Blättern an.

05:16.620 --> 05:19.440
Der Baum bekommt eine Art Herzinfarkt, eine Embolie.

05:19.960 --> 05:22.400
Wenn er daran nicht stirbt, hat er trotzdem Folgeschäden.

05:22.780 --> 05:25.700
Denn die Luftbläschen bleiben in den Röhren, selbst wenn der Baum

05:25.700 --> 05:26.940
wieder genügend Wasser bekommt.

05:32.970 --> 05:36.250
Trockenheit und extreme Hitze sind nicht die einzigen Probleme, die

05:36.250 --> 05:37.430
die Wälder in Deutschland haben.

05:37.990 --> 05:40.250
Einige davon kann man im Auenwald beobachten.

05:40.250 --> 05:42.110
So, jetzt können wir mal reinlaufen.

05:44.670 --> 05:48.270
Unterwegs im strömenden Regen mit Florian Wittmann, dem Leiter des

05:48.270 --> 05:51.650
Aueninstituts am KIT, in seinem Forschungsgebiet der Rastatter

05:51.650 --> 05:52.170
Rheinauer.

05:52.990 --> 05:55.830
Die Auenwälder zählen zu den artenreichsten Wäldern in ganz

05:55.830 --> 05:56.590
Mitteleuropa.

05:56.970 --> 06:00.370
An manchen Stellen erinnern sie an einen Urwald, es gibt sogar Lianen.

06:01.090 --> 06:04.690
Das zuständige Regierungspräsidium bezeichnet den Auenwald als intakt.

06:05.250 --> 06:06.610
Wittmann ist anderer Meinung.

06:06.610 --> 06:09.870
Stellen Sie sich die unterschiedlichen Stockwerke eines Waldes vor,

06:10.210 --> 06:13.510
die natürlich wichtig sind für eine ganze Reihe von Lebewesen wie

06:13.510 --> 06:16.770
Vögel, Insekten, auch Säugetiere.

06:17.710 --> 06:21.370
Und Sie sehen hier, das ist halt alles ziemlich eintönig.

06:21.650 --> 06:24.790
Sie sehen hier ein Stockwerk, ganz wenig Unterwuch.

06:25.770 --> 06:27.530
Und das könnte eben ganz anders aussehen.

06:27.950 --> 06:31.310
Schauen Sie mal, so dicke Bäume wie diese dicke Eiche, die einen Meter

06:31.310 --> 06:35.770
Stammumfang hat, so was gibt es kaum noch, weil eben diese Sachen hier

06:35.770 --> 06:36.430
gemanagt werden.

06:37.710 --> 06:41.170
Obwohl der Auenwald als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, wird er

06:41.170 --> 06:42.550
intensiv bewirtschaftet.

06:42.950 --> 06:45.610
Dabei setzt die Forstwirtschaft vor allem auf Hybridpappeln.

06:46.230 --> 06:49.030
Die wachsen schnell und versprechen deshalb hohe Erträge.

06:49.810 --> 06:53.570
Für das Ökosystem sind sie weniger gut, Tiere zum Beispiel nutzen die

06:53.570 --> 06:57.230
Hybridpappeln kaum, weder als Lebensraum noch als Nahrungsquelle.

06:57.870 --> 07:00.690
Wittmann ist der Meinung, dass der Auenwald als Vollschutzgebiet

07:00.690 --> 07:01.830
ausgewiesen werden sollte.

07:01.830 --> 07:05.830
Dass man halt sagt, man nutzt diesen Wald forstwirtschaftlich nicht

07:05.830 --> 07:06.090
mehr.

07:07.390 --> 07:10.610
Und lässt auch zusammengefallene Bäume einfach liegen als

07:10.610 --> 07:13.690
Totholzreste, die halt dann 10, 15 Jahre im Wald liegen bleiben.

07:14.030 --> 07:14.810
Ist ja kein Problem.

07:16.730 --> 07:21.090
Und dann stellen sich eben wieder so eine Artenreichtum ein, der uns

07:21.090 --> 07:21.970
abhanden gekommen ist.

07:22.590 --> 07:26.750
20 bis 25 Gehölzarten würden sich im Auenwald wieder ansiedeln,

07:26.870 --> 07:27.810
schätzt Florian Wittmann.

07:27.810 --> 07:32.710
Ulmen, Eschen, Wildbirnen, Schwarzpappeln, Weißdornen oder Faulbäume,

07:32.990 --> 07:34.730
auch seltene Arten wie Tamarisken.

07:35.090 --> 07:37.990
Das wäre nicht nur für Tiere und Pflanzen gut, sondern würde den Wald

07:37.990 --> 07:40.470
auch widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen.

07:40.770 --> 07:44.290
Wenn Sie von 25 Arten ein oder zwei verlieren wegen dem Klimawandel,

07:45.090 --> 07:47.270
dann wird das eben ausgeglichen in diesem Wald.

07:47.870 --> 07:50.390
Wenn Sie aber nur drei oder vier Wirtschaftsraumarten haben und eine

07:50.390 --> 07:53.170
fällt aus, dann hat das natürlich dramatische Konsequenzen.

07:53.170 --> 07:56.730
Also der Klimawandel würde natürlich auch einen naturnahen Wald

07:56.730 --> 08:02.330
beeinflussen, aber dem Wald als Ganzes würde es nichts ausmachen oder

08:02.330 --> 08:03.250
wenig ausmachen.

08:04.050 --> 08:07.310
Noch immer aber setzen viele Förster auf Monokulturen.

08:07.570 --> 08:10.130
Welche Folgen das haben kann, sieht man derzeit an den Fichten im

08:10.130 --> 08:10.730
Schwarzwald.

08:11.470 --> 08:13.310
Aber auch der Auenwald ist deshalb gefährdet.

08:13.750 --> 08:16.970
In den 90er Jahren sind hier neun von zehn Ulmen eingegangen.

08:17.570 --> 08:20.790
Aktuell droht ein Pilz, den gesamten Eschenbestand zu vernichten.

08:21.430 --> 08:24.010
Ausbreiten kann sich dieser Pilz auch deswegen, weil die Eschen durch

08:24.010 --> 08:25.470
den Klimawandel geschwächt sind.

08:26.850 --> 08:30.250
Wo heimische Baumarten ausfallen, springen oft exotische Pflanzen ein,

08:30.450 --> 08:31.530
sogenannte Neophyten.

08:32.130 --> 08:34.850
Sie stammen aus wärmeren Regionen, etwa aus China oder aus

08:34.850 --> 08:38.090
Nordamerika, und kommen mit den Folgen des Klimawandels deshalb besser

08:38.090 --> 08:38.530
zurecht.

08:39.230 --> 08:41.950
Viele Förster experimentieren bereits mit Arten, die die heimischen

08:41.950 --> 08:45.550
ergänzen oder ersetzen könnten, etwa mit der Douglasie, der Rubinie

08:45.550 --> 08:46.570
oder der Roteiche.

08:46.570 --> 08:50.350
Unter Forschern wird kontrovers diskutiert, inwiefern sich diese

08:50.350 --> 08:53.790
Neophyten negativ auf das bestehende Waldökosystem auswirken.

08:54.810 --> 08:58.390
In den Rheinauen wachsen viele Neophyten auch einfach so, ohne dass

08:58.390 --> 09:01.530
sie jemand gezielt angepflanzt hätte, und sorgen dort für Probleme.

09:02.170 --> 09:05.690
Wenn Sie einen starken Neophytenbefall haben von exotischen Pflanzen,

09:05.830 --> 09:08.950
die hier eigentlich nicht hergehören, dann heißt das, dass die

09:08.950 --> 09:12.270
einheimischen Arten relativ wenig konkurrenzstark sind.

09:12.270 --> 09:15.330
Und das wiederum ist zurückzuführen natürlich auf den

09:15.330 --> 09:17.270
Gesundheitszustand des ganzen Ökosystems.

09:18.010 --> 09:22.030
In dem Fall handelt es sich um Fallopia japonica, also der japanische

09:22.030 --> 09:25.270
Staudenknöterich, der hier flächendeckend alles zuwächst.

09:25.930 --> 09:29.430
Das heißt, hier unten, da kann kein Pflänzchen mehr bestehen, weil es

09:29.430 --> 09:32.990
einfach so beschattet wird, dass letztendlich auf dieser Fläche nichts

09:32.990 --> 09:36.130
anderes mehr wachsen kann und wir somit diese Fläche verloren haben

09:36.130 --> 09:36.970
für heimische Pflanzen.

09:37.350 --> 09:40.530
Und das ist natürlich schlecht für unsere heimische Biodiversität.

09:45.760 --> 09:50.040
Wir brauchen den Wald als Erholungsort, als Lebensraum für Pflanzen

09:50.040 --> 09:54.360
und Tiere, als Wirtschaftsraum und als grüne Lunge im Kampf gegen den

09:54.360 --> 09:54.940
Klimawandel.

09:56.040 --> 09:58.960
Damit der Wald all das weiter erfüllen kann, ist es wichtig, ihn noch

09:58.960 --> 10:02.220
besser zu verstehen und die Forschung dazu in die Gesellschaft zu

10:02.220 --> 10:02.560
tragen.

10:02.940 --> 10:06.220
Da sollte quasi die Wirtschaft und auch Klimaschutz sehr eng

10:06.220 --> 10:09.440
zusammenarbeiten und nicht gegeneinander arbeiten, zu schauen, wie

10:09.440 --> 10:12.220
kriegt man eine nachhaltige Welt hin, die auch natürlich

10:12.220 --> 10:16.420
wirtschaftlich einigermaßen in Ordnung bleibt, aber auch für das Klima

10:16.420 --> 10:17.320
positiv ist.

10:38.840 --> 10:41.320
www.kit.edu.

