WEBVTT

00:01.120 --> 00:04.000
Herzlich willkommen zur Vorstellung des Teilprojektes

00:04.000 --> 00:08.500
Problemorientiertes Interdisziplinäres Softwarepraktikum Mathematik

00:08.500 --> 00:11.720
aus dem Gesamtprojekt KIT Lehre Hochforschung Plus.

00:12.500 --> 00:15.240
Das Teilprojekt ist beheimatet an der Forschungsgruppe

00:15.240 --> 00:19.280
Rechenarchitektur und Parallelverarbeitung und wird vor allem betreut

00:19.280 --> 00:22.180
von Professor Wolfgang Kahl und von mir.

00:22.180 --> 00:24.020
Mein Name ist Markus Hoffmann.

00:24.860 --> 00:28.260
Am Projekt beteiligt sind ebenfalls einige Hiwis, die uns vor allen

00:28.260 --> 00:30.480
Dingen bei den Programmieraufgaben unterstützen.

00:31.320 --> 00:35.300
Das Teilprojekt selbst besteht aus zwei wesentlichen Kernaspekten.

00:35.820 --> 00:38.640
Der erste ist das Softwarepraktikum Parallelnumerik.

00:39.300 --> 00:42.400
Das Ziel im Rahmen der Förderperioden war es, dieses Praktikum zu

00:42.400 --> 00:45.800
implementieren, weiterzuentwickeln und vor allem in der Lehre zu

00:45.800 --> 00:46.460
verstetigen.

00:46.460 --> 00:50.800
Der zweite Kernaspekt ist die Entwicklung einer interaktiven Lehr-Lern

00:50.800 --> 00:54.900
-Plattform, die die Inhalte aus dem Praktikum noch einmal aufgreift

00:54.900 --> 00:58.840
und einer breiten Masse an Studierenden zur Verfügung stellt.

00:59.720 --> 01:03.740
Ich beginne zunächst mit dem Softwarepraktikum Parallelnumerik.

01:04.340 --> 01:07.500
Die Idee hinter diesem Praktikum ist zunächst mal, wie hinter jeder

01:07.500 --> 01:10.620
Lehrveranstaltung, die Aus- und Weiterbildung unserer Studierenden.

01:10.620 --> 01:13.360
Vor allem wollen wir den akademischen Fortschritt fördern.

01:13.480 --> 01:17.560
Wir wollen Wissen den Studierenden mitgeben, dass sie ihr Fachwissen

01:17.560 --> 01:18.260
vertiefen können.

01:18.680 --> 01:21.340
Aber auch Softskills sollen im Rahmen des Praktikums natürlich

01:21.340 --> 01:22.720
vermittelt werden.

01:23.440 --> 01:27.900
Dabei funktioniert das Praktikum von der Motivation her auf Basis von

01:27.900 --> 01:30.300
zwei Kernelementen.

01:30.460 --> 01:33.440
Das eine ist die Praxisrelevanz der Inhalte.

01:33.440 --> 01:37.200
Wir unterrichten also nicht nur den rein theoretischen Stoff, sondern

01:37.200 --> 01:40.640
wir versuchen auch immer, das Ganze in praktische Arbeiten

01:40.640 --> 01:46.060
einzugliedern, die die Studierenden in ihrer universitären oder

01:46.060 --> 01:48.040
beruflichen Laufbahn weiterhelfen.

01:49.000 --> 01:53.220
Und deshalb weist dieses Praktikum wirklich einen extremen Praxisbezug

01:53.220 --> 01:56.340
auf, vor allem, wenn man das unter dem Aspekt sieht, dass es auch

01:56.340 --> 01:57.740
viele Mathematiker mitmachen.

01:58.490 --> 02:02.740
Auf der anderen Seite ist einer der Kernpunkte die interdisziplinäre

02:02.740 --> 02:03.260
Arbeit.

02:03.760 --> 02:06.600
Wir legen sehr viel Wert darauf, dass die Studierenden in Teams

02:06.600 --> 02:10.640
arbeiten und dass diese Teams bezüglich ihrer Fachausbildungen sehr

02:10.640 --> 02:12.420
heterogen aufgestellt sind.

02:12.420 --> 02:16.300
Deshalb ist dieses Praktikum auch so generiert, dass es für alle

02:16.300 --> 02:18.760
Fachrichtungen aus dem Bereich der Naturwissenschaften,

02:18.800 --> 02:23.600
Ingenieurwissenschaften, Informatik, Mathematik zugänglich ist und

02:23.600 --> 02:27.180
dass die Studierenden innerhalb ihrer Teams möglichst selbstständig

02:27.180 --> 02:27.620
arbeiten.

02:27.620 --> 02:31.600
Sie werden zwar von uns betreut und auch Fragen werden beantwortet

02:31.600 --> 02:35.360
natürlich von uns, jedoch ist es uns ein Anliegen, dass die

02:35.360 --> 02:39.120
Studierenden gerade ihr Fachwissen an die anderen Teammitglieder

02:39.120 --> 02:44.300
weitergeben können und sich das Team sozusagen so selbst auch aus- und

02:44.300 --> 02:45.040
weiterbildet.

02:45.040 --> 02:48.180
Wenn man mal in dieses Praktikum hineinschaut, welche Inhalte da

02:48.180 --> 02:51.200
vermittelt werden sollen, dann bestehen die im Wesentlichen aus drei

02:51.200 --> 02:52.320
Teilen.

02:52.400 --> 02:57.500
Der erste Teil sind die Ingenieurswissenschaften, die im Wesentlichen

02:57.500 --> 03:00.040
die Modellbildung und die Evaluation beisteuern.

03:00.040 --> 03:03.920
Gemeint ist dabei, dass wir in den Ingenieurswissenschaften ja oft

03:03.920 --> 03:07.460
physikalische, naturwissenschaftliche Probleme beobachten und daraus

03:07.460 --> 03:09.240
erstmal mathematische Modelle bauen müssen.

03:09.640 --> 03:12.960
Und der Weg dahin ist nicht allen Fachrichtungen immer gleich klar,

03:13.020 --> 03:13.820
wie das funktioniert.

03:14.540 --> 03:17.540
Genauso am Ende, wenn da Ergebnisse dabei herauskommen, müssen die

03:17.540 --> 03:18.980
natürlich validiert werden.

03:19.060 --> 03:20.960
Wir müssen schauen, ob sie der Realität entsprechen.

03:21.680 --> 03:25.260
Und auch das berücksichtigt nicht jede Fachrichtung gleichermaßen.

03:25.260 --> 03:30.200
In der Mathematik ist ganz klar, dass wir natürlich uns die Theorie,

03:30.340 --> 03:33.080
die mathematische Theorie dahinter anschauen und dass wir uns auch die

03:33.080 --> 03:34.480
numerischen Verfahren anschauen.

03:34.840 --> 03:37.720
Wenn man das im Gesamtzusammenhang der interdisziplinären Arbeit

03:37.720 --> 03:41.900
betrachtet, braucht man natürlich ein Themengebiet aus der Mathematik,

03:42.020 --> 03:43.960
das irgendwie alle Bereiche betrifft.

03:43.960 --> 03:47.760
Und das sind im Wesentlichen die Differenzialgleichungen, da sehr

03:47.760 --> 03:51.280
viele naturwissenschaftliche Problematiken eben mit diesen Gleichungen

03:51.280 --> 03:52.820
modelliert werden können.

03:53.460 --> 03:57.340
Auf der dritten Seite haben wir dann die Informatik, die sich eher mit

03:57.340 --> 03:59.100
der Umsetzung dieser Verfahren befasst.

03:59.220 --> 04:02.400
Da geht es vor allem darum, dass wir ja mit großen Datenmengen zu tun

04:02.400 --> 04:06.340
haben, dass wir mit Verfahren zu tun haben, die auch sehr hohen

04:06.340 --> 04:09.320
Rechenaufwand haben und dass das Ganze irgendwie schnell und effizient

04:09.320 --> 04:10.060
funktionieren soll.

04:10.060 --> 04:12.900
Deswegen müssen wir uns da sehr viel mit Parallelisierung zum Beispiel

04:12.900 --> 04:15.420
beschäftigen, aber auch mit den Hardware-Architekturen, die da

04:15.420 --> 04:16.200
dahinter stecken.

04:16.200 --> 04:19.960
Wenn man diese drei Bereiche jetzt mal nimmt und was wir uns dafür

04:19.960 --> 04:23.260
vorgenommen haben, was so dieses Praktikum beinhalten soll und man

04:23.260 --> 04:26.840
gliedert das mal feiner auf, was da so dann alles eine Rolle spielt,

04:27.220 --> 04:30.300
dann entstehen da diese drei Waggons, die man hier an diesem Zug

04:30.300 --> 04:30.600
sieht.

04:30.600 --> 04:34.040
Und wenn man mal so schaut, was da so mit enthalten ist, irgendwelche

04:34.040 --> 04:37.160
Erhaltungsgleichungen, Funktionen oder mehr schwache Formulierungen,

04:37.600 --> 04:42.300
Skalierbarkeit, Speicherzugriff, Hardware-Sachen, da stellt man

04:42.300 --> 04:45.260
schnell fest, dass man bei sehr vielen dieser Themen schon eigene

04:45.260 --> 04:46.380
Vorlesungen halten kann.

04:46.380 --> 04:50.700
Deswegen ist das doch sehr viel Stoff, der da zusammengefasst in

04:50.700 --> 04:52.660
diesem Praktikum unterrichtet werden muss.

04:52.880 --> 04:56.960
Um das effizient zu machen, haben wir diesen Zug auf eine Schiene

04:56.960 --> 05:00.740
gestellt und diese Schiene ist abgebildet durch eine Finite-Elemente

05:00.740 --> 05:01.380
-Bibliothek.

05:01.380 --> 05:05.280
In unserem Fall ist das HighFlow und diese Finite-Elemente-Bibliothek

05:05.280 --> 05:08.920
zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr modular ist, was bedeutet,

05:09.240 --> 05:12.620
dass wir sehr viele Module davon verwenden können, die den Studenten

05:12.620 --> 05:14.860
zunächst mal kein Wissen vermitteln, sondern für die reine

05:14.860 --> 05:20.380
Organisation der Programmstrukturen zum Beispiel zuständig sind und

05:20.380 --> 05:23.160
wir die Studierenden darauf fokussieren können, was sie wirklich

05:23.160 --> 05:26.340
brauchen in der Praxis und was sie wirklich aus dem Praktikum

05:26.340 --> 05:27.220
mitnehmen müssen.

05:27.220 --> 05:30.780
Das heißt, sie können einzelne Verfahren davon sich erstmal anschauen,

05:30.880 --> 05:32.960
können die implementieren, können die mit anderen Verfahren

05:32.960 --> 05:36.600
verknüpfen, müssen sich aber um äußere Gegebenheiten keine Gedanken

05:36.600 --> 05:36.940
machen.

05:38.820 --> 05:41.480
Diese Stoffmenge muss man natürlich auch irgendwie in einen zeitlichen

05:41.480 --> 05:42.320
Rahmen gießen.

05:42.700 --> 05:45.840
Wenn man das Praktikum innerhalb eines Semesters stattfinden lassen

05:45.840 --> 05:49.300
möchte, ist dieser zeitliche Rahmen sehr eng. Deshalb muss man das

05:49.300 --> 05:52.300
irgendwie effizient gestalten und wir haben uns gedacht, wir machen

05:52.300 --> 05:54.840
das im Rahmen einer Dreiteilung des Semesters.

05:55.340 --> 06:00.420
Die ersten beiden Teile sind sehr ähnlich aufgebaut im Rahmen von

06:00.420 --> 06:02.960
einem Projekt, was die Studierenden bearbeiten müssen.

06:03.460 --> 06:06.740
Jedes Projekt beginnt zunächst mit Vorlesungsstunden, das sind ein

06:06.740 --> 06:10.140
paar wenige Vorlesungen, die vor allem dazu dienen, den Studierenden

06:10.140 --> 06:11.980
eine Kommunikationsbasis zu liefern.

06:11.980 --> 06:15.140
Das heißt, wir vermitteln zwar Wissen über definierte Elemente, über

06:15.140 --> 06:18.660
Parallelisierung und so weiter, Ziel ist es aber nicht, dieses Wissen

06:18.660 --> 06:22.460
sehr tief und sehr umfangreich zu vermitteln, sondern Ziel ist es, den

06:22.460 --> 06:25.680
Studierenden vor allen Dingen Fachbegriffe mit an die Hand zu geben,

06:25.760 --> 06:28.840
sodass der Mathematiker dem Informatiker den Hintergrund erklären

06:28.840 --> 06:32.060
kann, der Informatiker dem Ingenieur die Parallelisierung und der

06:32.060 --> 06:35.120
Ingenieur den anderen beiden erklären kann, wie man eigentlich aus der

06:35.120 --> 06:37.840
Physik zu diesem mathematischen Modell kommt.

06:39.000 --> 06:42.280
Angeschlossen an diese Vorlesungsstunden ist dann immer Projektarbeit

06:42.280 --> 06:46.300
im Team, die begleitet wird durch ein Übungsblatt.

06:46.460 --> 06:49.380
Dieses Übungsblatt besteht aus mehreren Aufgaben, die alle aufeinander

06:49.380 --> 06:53.040
aufbauen, beginnt mit sehr einfachen Aufgaben, wo es zum Beispiel um

06:53.040 --> 06:56.280
die Implementierung einfacher Datenübertragungen geht, zwischen

06:56.280 --> 06:59.400
verschiedenen Hardware-Elementen und am Ende steht dann immer eine

06:59.400 --> 07:03.260
größere Projektaufgabe, die eine ganze Simulation zum Beispiel

07:03.260 --> 07:06.300
umfasst, so das Aufheizen einer Herdplatte beispielsweise, das

07:06.300 --> 07:07.280
simuliert werden soll.

07:08.000 --> 07:12.740
Abgeschlossen wird jedes dieser Teilprojekte mit einer Präsentation,

07:12.840 --> 07:16.880
jeweils über den gesamten Stock des vorangegangenen Teils des

07:16.880 --> 07:20.480
Semesters, das heißt die Präsentation von Projekt 1 beinhaltet eben

07:20.480 --> 07:23.980
das Projekt 1, die Präsentation von Projekt 2 beinhaltet Projekt 1 und

07:23.980 --> 07:24.680
Projekt 2.

07:24.680 --> 07:28.140
Abgeschlossen wird das Semester dann mit einer Ausarbeitung, die jeder

07:28.140 --> 07:32.080
einzeln machen muss und die nochmal das gesamte Semester quasi

07:32.080 --> 07:35.040
zusammenfassen soll, die Ergebnisse zusammenfassen soll, die

07:35.040 --> 07:38.340
Herangehensweise zusammenfassen soll und einfach aufzeigen soll, was

07:38.340 --> 07:40.380
so über das Semester passiert ist.

07:40.820 --> 07:44.060
Inhaltlich werden über diese zwei Projekte dann bestimmte

07:44.060 --> 07:46.720
Aufgabengebiete abgedeckt, das ist einmal die Modellierung von

07:46.720 --> 07:50.860
Simulationen, parallele Verfahren werden abgedeckt, heterogene

07:50.860 --> 07:53.900
Hardware wird abgedeckt, Ergebnis-Evaluation und Validierung wird

07:53.900 --> 07:57.500
abgedeckt und ein Aspekt, der natürlich besonders wichtig ist, auch im

07:57.500 --> 08:00.700
Rahmen von Lehrerhochforschung, ist, dass wir aktuelle

08:00.700 --> 08:02.140
Forschungsinhalte eingliedern.

08:02.220 --> 08:05.520
Das ist auch im Rahmen der praktischen Anwendung sehr wichtig, weil

08:05.520 --> 08:08.760
hier die interdisziplinäre Arbeit besonders zu tragen kommt.

08:09.320 --> 08:12.140
Wir können zum Beispiel den Informatikern sehr viel Wissen über

08:12.140 --> 08:15.420
approximate Computing-Strategien mitgeben, die gerade aktueller

08:15.420 --> 08:18.900
Forschungsinhalt sind und die können die dann auch sehr gut umsetzen,

08:19.000 --> 08:22.480
aber sie verlieren dabei oft auch aus dem Blick, dass diese Strategien

08:22.480 --> 08:25.180
auch die mathematischen Hintergrund beeinflussen und dann braucht es

08:25.180 --> 08:28.560
eben einen Mathematiker, der den Informatikern dann kurz erklärt, dass

08:28.560 --> 08:31.380
hier Konvergenzbedingungen verletzt werden und man da eine etwas

08:31.380 --> 08:33.260
andere Herangehensweise braucht.

08:33.740 --> 08:37.260
Also hier ist uns das auch sehr wichtig, dass Forschungsinhalte

08:37.260 --> 08:41.160
integriert werden, auch schon im Rahmen der interdisziplinären Arbeit.

08:42.980 --> 08:45.040
An der Stelle würde ich jetzt gerne so ein bisschen

08:45.040 --> 08:48.920
Evaluationsergebnisse aufzeigen, die so im Rahmen des Praktikums

08:48.920 --> 08:49.780
entstanden sind.

08:49.880 --> 08:54.540
Das kann ich aber leider nicht, weil wir pro Semester so vier bis

08:54.540 --> 08:58.200
sechs Studierende in etwa haben, was uns eine Evaluation praktisch

08:58.200 --> 08:59.000
unmöglich macht.

08:59.820 --> 09:03.380
Deswegen würde ich einfach gerne ein paar Erfahrungen berichten, die

09:03.380 --> 09:07.300
so in den letzten Jahren und Semestern entstanden sind und

09:07.300 --> 09:11.160
insbesondere dabei Wert auf die interdisziplinäre Arbeit legen, weil

09:11.160 --> 09:13.880
die so ein Kerngedanke eben bildet.

09:15.160 --> 09:18.840
Wir versuchen natürlich, die Gruppen so einzuteilen, dass sie eben

09:18.840 --> 09:22.440
möglichst interdisziplinär sind und das funktioniert auch relativ gut.

09:23.540 --> 09:27.320
Wir beobachten immer dann, wenn die Gruppen besonders interdisziplinär

09:27.320 --> 09:30.180
sind, dass vor allem die Ergebnisse am Ende auch besser werden.

09:30.180 --> 09:34.360
Dass zum Beispiel, wenn eine Simulation gemacht werden soll, nicht nur

09:34.360 --> 09:37.380
Vorergebnisse aus dem Übungsblatt genommen werden, die zwar eine

09:37.380 --> 09:42.460
Simulation liefern, deren Akkuratizität aber nicht besonders hoch ist,

09:42.540 --> 09:47.300
also die nicht besonders genau sind, die nur so gerade so die

09:47.300 --> 09:49.400
geforderte Simulation liefern.

09:50.480 --> 09:54.440
Während wenn diese Gruppen möglichst heterogen sind, dann beobachten

09:54.440 --> 09:57.340
wir das, was wir hier in der Mitte sehen, nämlich dass wirklich

09:57.340 --> 10:01.740
Herleitungen auf Basis der Materialeigenschaften, der Grundwahl des

10:01.740 --> 10:04.380
Materials, zum Beispiel der Geometrie usw.

10:05.320 --> 10:08.520
herausgesucht werden und damit ordentliche Modelle entworfen werden,

10:08.600 --> 10:11.700
diese Modelle auch ordentlich implementiert werden von Seiten der

10:11.700 --> 10:14.000
Mathematik mit den numerischen Verfahren und auch ordentlich

10:14.000 --> 10:17.500
parallelisiert werden von Seiten der Informatik und dann am Ende auch

10:17.500 --> 10:18.940
ordentliche Ergebnisse dabei herauskommen.

10:19.120 --> 10:21.840
Und wir beobachten auch regelmäßig, dass die Studierenden dabei sehr

10:21.840 --> 10:23.580
viel Spaß an der Thematik entwickeln.

10:23.580 --> 10:24.700
Wir sehen das hier ganz rechts.

10:25.620 --> 10:27.840
Im unteren Bereich ist das so eine Standardlösung von so einer

10:27.840 --> 10:29.180
Herdplatte, die sich aufheizt.

10:29.240 --> 10:32.820
Im oberen Bereich ist das eine Studierendenlösung, die sich mal so im

10:32.820 --> 10:36.300
Rahmen des Praktikums entwickelt hat und eben auch mal lustige Smiles

10:36.300 --> 10:36.740
zeigt.

10:37.840 --> 10:41.440
Im Rahmen des Praktikums sind dann noch so ein paar Kooperationen

10:41.440 --> 10:41.740
entstanden.

10:41.920 --> 10:45.680
Eine ist da zum Beispiel die Kooperation mit der MassSEE Modelling

10:45.680 --> 10:49.060
Week, die im Wesentlichen zunächst mal daraus besteht, dass wir für

10:49.060 --> 10:52.000
die Veranstaltung, die hier bei den Mathematikern beheimatet ist,

10:52.000 --> 10:55.780
Werbung machen und diese Veranstaltung für uns Werbung macht.

10:56.220 --> 11:01.060
Diese Modelling Week ist eine Woche, in der sich die Mathematiker in

11:01.060 --> 11:05.660
einer Jugendherberge einschließen und Probleme lösen, die eben auf

11:05.660 --> 11:07.180
Basis der Modellbildung entstehen.

11:07.680 --> 11:10.300
Das heißt auch physikalische Problemuntersuchungen, daraus Modelle

11:10.300 --> 11:13.780
bilden, die auch umsetzen, also deren Inhalte überschneiden sich ganz

11:13.780 --> 11:14.540
stark mit unseren.

11:14.540 --> 11:17.160
Und wir haben es jetzt auch schon ein paar Mal erlebt, dass Studenten

11:17.160 --> 11:20.460
von uns dann in diese Modelling Week noch gegangen sind oder umgekehrt

11:20.460 --> 11:24.800
Studierende aus der Modelling Week zu uns gekommen sind ins Praktikum.

11:25.480 --> 11:29.000
Und man merkt es immer sehr speziell, weil die Studierenden dann schon

11:29.000 --> 11:32.540
sehr viel Wissen selber mitbringen und auch nochmal sehr viel mehr aus

11:32.540 --> 11:34.720
den einzelnen Veranstaltungen mitnehmen können.

11:34.720 --> 11:39.400
Außerdem sind im Rahmen mit der Kooperation mit der Finiten Elemente

11:39.400 --> 11:42.920
Bibliothek Tutorien entstanden, die zunächst mal eigentlich dafür

11:42.920 --> 11:47.520
gedacht sind, in diese Finiten Elemente Bibliothek einzuweisen, die

11:47.520 --> 11:50.540
sich aber im Rahmen unseres Praktikums auch sehr gut nutzen lassen, um

11:50.540 --> 11:54.800
daraus eben so Simulationsaufgaben zu generieren, die sich sehr gut

11:54.800 --> 11:57.920
formulieren lassen und wo man dann auch sehr schnell den Hintergrund

11:57.920 --> 12:01.340
noch dazu liefern kann, ohne dass das große Probleme macht.

12:01.440 --> 12:04.180
Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn man verschiedene Gruppen hat

12:04.180 --> 12:07.360
und diese verschiedenen Gruppen mit verschiedenen Aufgaben ausstatten

12:07.360 --> 12:07.660
möchte.

12:08.240 --> 12:11.220
Soviel zum Softwarepraktikum Parallelen und Numerik.

12:11.300 --> 12:14.380
Ich möchte nun anschließen mit der interaktiven Lehr- und

12:14.380 --> 12:15.120
Lernplattform.

12:15.640 --> 12:19.380
Die Idee hinter dieser Lehr- und Lernplattform war zunächst der

12:19.380 --> 12:22.100
Grundgedanke, dass im Praktikum doch sehr, sehr, sehr viel Wissen

12:22.100 --> 12:25.440
vermittelt werden muss in sehr kurzer Zeit und dass das doch den einen

12:25.440 --> 12:28.040
oder anderen Studenten abschrecken oder vielleicht auch überfordern

12:28.040 --> 12:28.420
könnte.

12:29.000 --> 12:34.000
Deswegen war der Grundgedanke, wir entwickeln eine Plattform, die sich

12:34.000 --> 12:37.800
dafür eignet, verschiedenste Studierende aus den verschiedensten

12:37.800 --> 12:41.080
Fachgebieten zu unterstützen, in das Thema hineinzukommen, sich Wissen

12:41.080 --> 12:45.000
daraus anzueignen, selber auch Experimente dann mitzumachen, Fehler

12:45.000 --> 12:47.900
machen zu können, sich selber einfach mal ausprobieren im Rahmen

12:47.900 --> 12:52.120
dieses Themas und dann eben die Möglichkeit zu bieten, dass sich die

12:52.120 --> 12:56.840
Aufgaben sowohl in der Schwierigkeit, im Lerntempo als auch in der

12:56.840 --> 12:59.920
Vertiefung an den entsprechenden Studierenden anpassen.

13:00.040 --> 13:03.180
Immer mit dem Ziel, dass der Studierende auch dorthin ausgebildet

13:03.180 --> 13:05.340
wird, wo er bisher nicht ausgebildet war.

13:05.500 --> 13:07.640
Das heißt, der Informatiker zum Beispiel auch ein bisschen mehr im

13:07.640 --> 13:10.260
Bereich der Mathematik und der Ingenieurswissenschaft beispielsweise.

13:11.440 --> 13:14.560
Ziel ist aber auch, dass der Studierende das nicht unbedingt allein

13:14.560 --> 13:17.340
machen muss, sondern dass er die Möglichkeit hat, das auch in Gruppen

13:17.340 --> 13:22.460
zu machen und dass er wirklich Einblick in ungefähr alle Fachbereiche

13:22.460 --> 13:24.740
bekommt, die da so mit anschließen.

13:25.480 --> 13:27.160
Wie soll das funktionieren?

13:27.260 --> 13:29.600
Wir haben uns zunächst mal um die Software Gedanken gemacht.

13:30.160 --> 13:33.600
Kernelement der Software ist eine 3D-Umgebung, die ich gleich noch

13:33.600 --> 13:37.380
genauer erläutern werde, auf die die Studierenden zugreifen und auf

13:37.380 --> 13:39.700
der sie quasi alles erstmal ausführen können.

13:39.860 --> 13:42.200
Das heißt, sie können dort ihre Experimente machen, sie finden dort

13:42.200 --> 13:46.480
ihr Lehrmaterial, sie kriegen dort auch die Ergebnisse her und damit

13:46.480 --> 13:52.060
es reale Ergebnisse sind, wird dieses Interface an definierte Elemente

13:52.060 --> 13:55.120
-Bibliothek gekoppelt, die wir auch schon im Rahmen des Praktikums

13:55.120 --> 13:55.560
verwenden.

13:55.760 --> 13:59.280
Die Idee ist hierbei, dass dieses 3D-User-Interface im Rahmen der

13:59.280 --> 14:03.300
Aufgaben, die dort gestellt werden, natürlich virtuelle Lösungen

14:03.300 --> 14:07.280
bereitstellen kann, die vom Studierenden dort entwickelt werden, die

14:07.280 --> 14:11.840
werden dann in Programme für Highflow umgesetzt und daher kommen dann

14:11.840 --> 14:16.740
reale Ergebnisse, das heißt, reale Simulationsergebnisse, auch reale

14:16.740 --> 14:21.140
Laufzeiten auf der entsprechenden Hardware, die da benutzt wurde und

14:21.140 --> 14:24.460
der Studierende kann genau sehen, was da jetzt genau passiert ist, ob

14:24.460 --> 14:27.780
er effizient gearbeitet hat oder eben nicht, ob er Fehler gemacht hat

14:27.780 --> 14:28.480
oder eben nicht.

14:29.040 --> 14:31.380
Auf der anderen Seite sollen Studierende ja auch im Team arbeiten

14:31.380 --> 14:36.620
können, deswegen gibt es auch noch ein MOOC-Interface innerhalb dieses

14:36.620 --> 14:39.420
Programms, das eben dazu da ist, dass Studierende miteinander

14:39.420 --> 14:43.320
kommunizieren können, dass Studierende mit dem Lehrpersonal effizient

14:43.320 --> 14:46.080
kommunizieren können, dass sie dort Hilfestellungen kriegen können,

14:46.180 --> 14:50.600
dass sie auch Anleitungen kriegen können und das Lehrpersonal auch ein

14:50.600 --> 14:53.240
bisschen die Organisation übernehmen kann an der Stelle.

14:53.780 --> 14:57.400
Das Lehrpersonal wiederum kriegt noch eine zusätzliche Option, das ist

14:57.400 --> 15:01.800
dieser Exercise Creator, die Idee dahinter ist, dass ich als Lehrender

15:01.800 --> 15:04.820
natürlich vielleicht Wert auf andere Aufgaben lege, wie das ein

15:04.820 --> 15:09.140
Kollege von mir macht und so habe ich die Möglichkeit, eigene Aufgaben

15:09.140 --> 15:12.940
zu entwickeln, die auch in dieses Interface, in dieses 3D-Interface zu

15:12.940 --> 15:16.520
integrieren, die Schwierigkeitsstufen auch unterschiedlich zu

15:16.520 --> 15:20.300
gestalten, so wie ich denke, dass es gerade am passendsten ist für

15:20.300 --> 15:26.040
meine Gruppen und so kann ich quasi dieses 3D-User-Interface immer

15:26.040 --> 15:30.420
anpassen, an das, was ich gerade meinen Studierenden an Wissen

15:30.420 --> 15:33.160
vermitteln möchte und auch die Art und Weise, wie ich das vermitteln

15:33.160 --> 15:33.500
möchte.

15:34.060 --> 15:38.140
Wir schauen mal in dieses 3D-User-Interface ein bisschen hinein.

15:38.620 --> 15:41.880
Gestaltet ist das so, wie man das hier auf der rechten Seite im Bild

15:41.880 --> 15:42.160
sieht.

15:42.560 --> 15:45.620
Wir haben also wirklich eine 3D-Experimentierumgebung, in der ich mich

15:45.620 --> 15:49.460
bewegen kann, wie ich das von Computerspielen beispielsweise gewohnt

15:49.460 --> 15:49.660
bin.

15:49.660 --> 15:51.880
Das ist auch absichtlich so.

15:52.360 --> 15:56.380
Die Idee ist dabei, dass man eine Lernmotivation sicherstellen kann,

15:56.480 --> 15:59.200
beispielsweise durch Elemente, die wir hier schon im Bild sehen.

15:59.280 --> 16:04.620
Wir sehen zum Beispiel oben links so ein paar Kennziffern, die eben

16:04.620 --> 16:06.260
für diese drei Teilbereiche stehen.

16:06.520 --> 16:08.780
Informatik, Mathematik, Ingenieurswissenschaften.

16:09.060 --> 16:11.400
Und hier kann der Studierende sehen, wie weit habe ich mich in den

16:11.400 --> 16:13.820
einzelnen Teilbereichen eigentlich schon weiterentwickelt.

16:13.820 --> 16:16.440
Wo muss ich noch was tun und wo kann ich noch was tun?

16:17.200 --> 16:21.580
Und er hat hier sozusagen den Antrieb, bestimmte Bereiche auch

16:21.580 --> 16:21.860
voranzutreiben.

16:22.740 --> 16:25.340
Das Ganze wird auch noch gesteuert durch diesen Balken, den man unten

16:25.340 --> 16:25.940
im Bild sieht.

16:26.300 --> 16:30.540
Das ist so ein Lernfortschrittsbalken, gekoppelt an einen

16:30.540 --> 16:34.640
geschichtlichen Hintergrund, sozusagen einen Story-Hintergrund, der

16:34.640 --> 16:37.700
dem Studierenden sozusagen einen Fortschritt vermittelt.

16:37.700 --> 16:41.600
Wenn er Aufgaben löst, dann sieht er sofort, ich habe mich als

16:41.600 --> 16:44.480
Charakter sozusagen weiterentwickelt innerhalb dieses Spiels.

16:46.360 --> 16:49.240
Dieser Spielecharakter ermöglicht auch eine interaktive

16:49.240 --> 16:50.200
Aufgabenführung.

16:50.320 --> 16:52.920
Wir können die Studierenden mithilfe von einer kleinen Geschichte zum

16:52.920 --> 16:54.500
Beispiel durch die Aufgaben führen.

16:55.560 --> 16:59.460
Es ermöglicht eine dynamische Anpassung an die Gegebenheiten, die ein

16:59.460 --> 17:00.380
Studierender mitbringt.

17:00.380 --> 17:03.460
Das heißt, wir können die Aufgaben so gestalten, dass sie zum Beispiel

17:03.460 --> 17:06.360
in bestimmten Fachbereichen schwerer sind als in anderen Fachbereichen

17:06.360 --> 17:10.220
oder dass sie sich im Rahmen der Aufgaben, die der Studierende löst,

17:10.280 --> 17:14.060
auch weiterentwickeln, sodass der Studierende immer wieder vor neue

17:14.060 --> 17:15.880
Herausforderungen gestellt wird.

17:17.100 --> 17:20.500
Von der Aufgabenstellung selber sieht das dann beispielsweise so aus,

17:21.060 --> 17:23.640
wie man es hier im rechten Bild sieht.

17:23.640 --> 17:27.140
Da haben wir eine Kanalströmung, die so typischerweise aus einer

17:27.140 --> 17:30.800
numerischen Problemstellung heraus stammt, nämlich aus einer Navier

17:30.800 --> 17:32.380
-Stokes -Gleichung in der Implementierung.

17:32.680 --> 17:36.380
Und dieser Kanal, der hat in der Mitte ein Hindernis und wenn dieses

17:36.380 --> 17:38.280
umströmt wird, dann entstehen da eben so Wirbel.

17:38.720 --> 17:42.000
Man kann dem Studierenden jetzt vermitteln, ja, dieses

17:42.000 --> 17:45.260
Strömungselement ist jetzt kaputt und man soll jetzt hier eine Pumpe

17:45.260 --> 17:45.740
generieren.

17:45.820 --> 17:48.080
Man sieht es auch ganz direkt, wo das Problem liegt.

17:48.120 --> 17:50.060
Die Strömung fließt offensichtlich nicht.

17:50.060 --> 17:53.060
Das heißt, es ist sehr viel effizienter darzustellen, wo ist

17:53.060 --> 17:57.380
eigentlich das Problem, was muss ich eigentlich tun, wo ist die

17:57.380 --> 18:02.660
Aufgabenstellung, was ist das relevante Wissen, was ich jetzt umsetzen

18:02.660 --> 18:02.860
muss.

18:03.680 --> 18:06.740
Das Ganze funktioniert also auch ohne viel Abstraktion.

18:06.900 --> 18:12.400
Ich kann das sehr direkt und sehr geradlinig alles darstellen.

18:12.400 --> 18:15.740
Außerdem habe ich hier die Möglichkeit, die Tutorials, die wir ja

18:15.740 --> 18:19.520
schon aus dem Praktikum kennen, sehr direkt auch abzubilden.

18:19.780 --> 18:22.960
Diese Kanalströmung ist zum Beispiel eins der Highflow-Tutorials.

18:23.640 --> 18:27.340
Das lässt sich ohne Probleme in diese Plattform integrieren.

18:28.020 --> 18:31.120
Wenn der Studierende jetzt diese Aufgabe versucht zu lösen, dann

18:31.120 --> 18:32.780
braucht er Hilfsmittel, um das zu tun.

18:32.880 --> 18:37.460
Und diese Hilfsmittel werden ihm im Rahmen dieser 3D-Umgebung in Form

18:37.460 --> 18:40.780
von solchen Maschinen zur Verfügung gestellt, wie wir sie hier im Bild

18:40.780 --> 18:41.060
sehen.

18:41.060 --> 18:44.380
Das sind jetzt mehrere Maschinen, die so im Raum verteilt sind und die

18:44.380 --> 18:47.520
auch durchnummeriert sind, sodass der Studierende quasi eine

18:47.520 --> 18:51.560
Anlaufstation nach der anderen hat, die er abarbeiten muss.

18:51.640 --> 18:56.760
Und diese Anlaufstationen sind unmittelbar gekoppelt an die

18:56.760 --> 19:00.380
verschiedenen Teile der Lösungsmethodik für solche partiellen

19:00.380 --> 19:03.220
Differenzialgleichungen, zum Beispiel an die Finite-Elemente-Methode.

19:04.040 --> 19:07.120
Das beginnt beispielsweise mit dieser großen Druckmaschine, die wir

19:07.120 --> 19:11.040
hier im Vordergrund sehen, wo der Studierende zunächst das Wissen

19:11.040 --> 19:16.040
abverlangt wird, eben Funktionenräume richtig auszuwählen, die

19:16.040 --> 19:18.100
passenden Differenzialgleichungen zu wählen, die passenden

19:18.100 --> 19:19.680
Randbedingungen zu wählen usw.

19:19.680 --> 19:22.980
Und geht dann weiter über die verschiedenen Maschinen, bis er am Ende

19:22.980 --> 19:27.160
an eine Programmierplattform kommt, die ihn dazu auffordert, die

19:27.160 --> 19:30.580
passende Parallelisierung zu wählen, das passende Paradigma dazu, die

19:30.580 --> 19:32.620
passende Hardware und solche Sachen.

19:33.140 --> 19:35.220
So funktioniert das Ganze quasi sehr modular.

19:35.360 --> 19:38.840
Der Studierende kann sich genau anschauen, was er tut und so können

19:38.840 --> 19:41.660
wir dem Studierenden zum Beispiel auch sehr schnell vermitteln, wo

19:41.660 --> 19:42.720
gerade Fehler entstehen.

19:42.720 --> 19:45.420
Im Grunde kann der Studierende nämlich zwei Sorten von Fehlern machen.

19:45.820 --> 19:48.840
Er kann nämlich auf der einen Seite Fehler machen, die dazu führen,

19:48.920 --> 19:51.860
dass Simulationen entstehen, die nicht mehr gültig sind, also wo keine

19:51.860 --> 19:54.300
ordentliche Simulation bei mehr entstehen kann.

19:54.700 --> 19:57.440
Das können wir hier direkt auch zeigen, indem einzelne Maschinen

19:57.440 --> 19:58.020
kaputt gehen.

19:58.100 --> 20:01.000
Die explodieren dann auch ganz nett und erzeugen Rauch und so sieht

20:01.000 --> 20:03.940
der Studierende sofort, ah, hier habe ich jetzt einen Fehler gemacht,

20:04.240 --> 20:05.520
den muss ich sofort korrigieren.

20:05.520 --> 20:08.680
Dann kann er auf der anderen Seite Fehler machen, die zwar zu einer

20:08.680 --> 20:11.760
validen Simulation führen, die aber eben nicht das Problem abbilden.

20:11.800 --> 20:14.440
Er kann zum Beispiel falsche Randbedingungen wählen, was eine

20:14.440 --> 20:16.660
ordentliche Simulation liefert, aber die eben nicht mehr in einem

20:16.660 --> 20:17.380
Kanal läuft.

20:17.740 --> 20:21.460
Das sieht er dann ganz am Ende, wenn er seine fertig gebaute Pumpe in

20:21.460 --> 20:25.440
die Aufgabenstellung wieder integriert, dann können dort nämlich so

20:25.440 --> 20:28.540
die Glaswände, die wir gesehen haben, zerbrechen und er sieht ganz

20:28.540 --> 20:31.600
gezielt, da ist ein Fehler entstanden, ich muss nochmal ran.

20:31.600 --> 20:34.640
Außerdem können wir dem Studierenden hier nochmal Lehrmaterial

20:34.640 --> 20:37.680
bereitstellen, das sehen wir hier in Form dieser blauen Punkte auf dem

20:37.680 --> 20:38.120
Podest.

20:38.900 --> 20:42.320
Das ist so eine eigene Anlaufstation, wo vom Lehrpersonal

20:42.320 --> 20:46.160
Lehrmaterialien bereitgestellt werden können, in Form von Videos, in

20:46.160 --> 20:49.800
Form von Texten, Skripten zum Beispiel oder PowerPoint-Präsentationen.

20:49.800 --> 20:54.080
Alles, was mir als Lehrender so einfällt, was ich dem Studierenden

20:54.080 --> 20:54.940
mitgeben möchte.

20:55.040 --> 20:57.600
Und so hat der Studierende eine zentrale Anlaufstelle, wo er sich mit

20:57.600 --> 21:00.420
Wissen und Informationen versorgen kann, wo er Hilfestellungen

21:00.420 --> 21:02.700
bekommt, wenn er an irgendeiner Stelle nicht weiterkommt.

21:02.700 --> 21:07.300
An den einzelnen Maschinen sind immer so kleine Terminals angebaut,

21:07.520 --> 21:10.720
die als Zugangspunkt zur Maschine quasi fungieren.

21:11.180 --> 21:14.860
Wenn man so ein Terminal anschaut oder anklickt, dann öffnet sich

21:14.860 --> 21:17.640
immer so ein Fenster und dieses Fenster sieht immer in etwa irgendwie

21:17.640 --> 21:19.180
so aus, wie man es hier im Bild sieht.

21:20.000 --> 21:24.020
Und dieses Fenster besteht immer aus so einzelnen Teilaufgaben, die

21:24.020 --> 21:27.580
jetzt den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad implementieren können.

21:27.800 --> 21:30.520
Beispielsweise sehen wir hier einen sehr einfachen Schwierigkeitsgrad,

21:30.660 --> 21:33.140
wo ich noch, wenn ich eine Differenzialgleichung aufstellen möchte,

21:33.500 --> 21:35.940
nur den Namen der Differenzialgleichung wissen muss.

21:36.660 --> 21:39.100
Ich kann das aber auch so gestalten, dass am Ende nur noch eine

21:39.100 --> 21:41.180
Eingabezeile da ist und der Studierende die komplette

21:41.180 --> 21:44.800
Differenzialgleichung eingeben muss, inklusive der rechten Seite, die

21:44.800 --> 21:47.620
nachher quasi die entsprechende Situation steuert.

21:47.620 --> 21:52.480
Und so können hier quasi verschiedene Schwierigkeitsgrade direkt

21:52.480 --> 21:53.540
implementiert werden.

21:54.180 --> 21:57.260
Und jetzt kann der Studierende natürlich auch hier Probleme bekommen

21:57.260 --> 22:01.740
und deswegen werden zu den einzelnen Teilaufgaben auf der rechten

22:01.740 --> 22:04.760
Seite hier immer wieder Buttons bereitgestellt, die hier rot umrahmt

22:04.760 --> 22:04.940
sind.

22:05.460 --> 22:08.720
Und über diese Buttons erhält der Studierende quasi direkt Zugriff

22:08.720 --> 22:11.280
nochmal auf speziellen Lehrstoff, der sich direkt auf diese

22:11.280 --> 22:12.620
Aufgabenstellung bezieht.

22:12.740 --> 22:15.440
Das heißt, der Lehrende kann hier nochmal Lehrstoff hinterlegen in

22:15.440 --> 22:19.420
Form zum Beispiel von Videos oder auch hier in Textform, Skripte,

22:19.720 --> 22:23.020
PowerPoint -Präsentationen, der direkt nochmal erklärt, was es mit

22:23.020 --> 22:25.320
dieser Aufgabe auf sich hat.

22:25.320 --> 22:29.580
Und diese Teilaufgaben wiederum zusammenbilden ein zusammengefasstes

22:29.580 --> 22:33.400
Themengebiet, jetzt auch aus dem Bereich der finiten Elemente, sodass

22:33.400 --> 22:36.520
das Ganze immer irgendwie blockweise funktioniert und sodass zum

22:36.520 --> 22:39.320
Beispiel einzelne Blöcke unterschiedliche Schwierigkeitsgrade haben

22:39.320 --> 22:39.560
können.

22:39.680 --> 22:42.540
Das heißt, wenn ein Informatiker in der Mathematik noch nicht ganz so

22:42.540 --> 22:45.040
weit ist, kann es da ein bisschen einfacher gestaltet sein, wie es

22:45.040 --> 22:47.820
später in den informatischen Abschnitten ist, wo es um die

22:47.820 --> 22:49.340
Parallelisierung, um die Hardware geht.

22:49.920 --> 22:52.280
Da kann es dann doch deutlich schwerer sein.

22:52.280 --> 22:57.060
Soviel mal zur Vorstellung der interaktiven Lehr- und Lernplattformen.

22:58.100 --> 23:00.640
Abschließend möchte ich das Teilprojekt einfach nochmal ganz kurz

23:00.640 --> 23:01.380
zusammenfassen.

23:01.880 --> 23:03.700
Es besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen.

23:03.800 --> 23:07.080
Das eine ist das Softwarepraktikum Parallelenumerik, das inzwischen

23:07.080 --> 23:11.560
als erfolgreiches Lehrkonzept in unseren Lehrplan integriert wurde.

23:11.560 --> 23:15.020
Wir schätzen dabei sehr die interdisziplinäre Arbeit, weil wir

23:15.020 --> 23:17.940
feststellen, dass Studierende davon sehr viel mehr mitnehmen können,

23:18.040 --> 23:21.840
als wenn die Forschungsgruppen, die hier entstehen, eher heterogen

23:21.840 --> 23:22.620
sind.

23:22.620 --> 23:27.320
Und deshalb ist unser Ziel, auch über das Projekt Lehrhochforschung

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hinaus, die Kooperation mit anderen Instituten weiter auszubauen,

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sodass das Praktikum insgesamt etwas bekannter wird, wir aus den

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verschiedenen Fachbereichen noch mehr Studenten ins Praktikum

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hineinziehen können und so ein bisschen mehr Gruppen bilden können,

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die auch im Wesentlichen sehr heterogen arbeiten können.

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Der zweite Teil ist diese interaktive Lehr-Lern-Plattform.

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Wir haben gesehen, dass es eine virtuelle Experimentierumgebung ist,

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die dem Studierenden alle Möglichkeiten bietet, sich in die Methode

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der Finiten Elemente, in das Lösen partieller

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Differenzierergleichungen sehr tief hineinzuarbeiten, mit Hinblick auf

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alle Aspekte, die da eben so wichtig sind, angefangen von der

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Modellierung über die Mathematik, über die Informatik bis hin zur

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Evaluierung der Ergebnisse, die dann real auch von der Finiten Element

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Bibliothek erzeugt werden, in der er komplett Einblick erhält, auf

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Basis seines Vorwissens den Schwierigkeitsgrad eingestellt kriegen

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kann und das auch in Teamarbeit lösen kann.

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Aktuell ist das System in dem Zustand, dass es in die erste Testphase

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übergehen kann, damit wir auch feststellen können, dass das System

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stabil läuft, dass es die Kinderkrankheiten überwunden hat, dass es

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auch das liefert, was es soll im Rahmen des Lehraspekts, den es haben

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soll.

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Und wir hoffen, dass da in naher Zukunft auch ein ordentliches

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Programm daraus entsteht.

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Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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Das war die Vorstellung des problemorientierten, interdisziplinären

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Softwarepraktikums Mathematik.

