WEBVTT

00:05.490 --> 00:07.190
Hallo, mein Name ist Jürgen Becker.

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Willkommen in Karlsruhe am KIT.

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Ich freue mich sehr, Ihr Dozent zu sein in Digitaltechnik im ersten

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Semester.

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Sie heute hier begrüßen zu dürfen.

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Und ja, meine Person, ich bin seit über 20 Jahren am KIT, in der

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Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

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Leite gemeinsam mit meinen Kollegen Sachs und Stork das ITIV, Institut

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für Technik der Informationsverarbeitung.

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Und ja, den Bereich eingebindete elektronische Systeme, den ich in

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Forschung, Lehre und Innovation vertrete, der ist natürlich hier

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zentral auch ein Thema in der Digitaltechnik als Anwendung in

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Smartphones, in Autos, in Laptops, in Computersystemen.

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Und wie wir da digital die Systeme entsprechend integrieren, wie wir

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sie mathematisch korrekt strukturiert von der Anwendungsspezifikation

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dann auch entwerfen mit der richtigen Methodik.

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Das versuche ich Ihnen mit meinen Mitarbeitern und auch unseren

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Tutoren in den entsprechenden Tutorien, denen wir Sie begleiten, dann

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im Laufe des Semesters nahezubringen.

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Organisieren Sie sich in Teams.

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Die Komplexität ist eine große Herausforderung in den ersten Wochen,

01:28.950 --> 01:34.250
Monaten, in den ersten Semestern wirklich gemeinsam zu adressieren.

01:34.590 --> 01:40.210
Aber nutzen Sie auch die Möglichkeit, meine Mitarbeiter, mich selbst,

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meine Kollegen als Ansprechpartner, wir sind Ihre Mentoren, die Sie

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begleiten während Ihres gesamten Studiums und insbesondere auch in den

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Anfangsphasen direkt zu kontaktieren.

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Wir stehen hier für jederzeit zur Verfügung.

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Die Vorlesung Digitaltechnik wird basierend auf Ihrem Schulwissen von

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Anfang an in das formale mathematische Gerüst, das algebraische

02:07.270 --> 02:13.910
Axiomensystem entsprechend beibringen, wie wir formal korrekt,

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effizient, strukturiert, komplexe digitaltechnische Systeme entwerfen.

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Dazu gehört natürlich auch, wie man diese Systeme entsprechend

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spezifiziert und kodiert.

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Wir müssen praktisch basierend auf unserem binären Dualsystem das

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Ganze in 0,1 Sequenzen entsprechend kodieren.

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Und diese Kodierung hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

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Eine ist zum Beispiel auch, wie kann ich Daten effizient abspeichern

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und übertragen.

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Sie kennen Kompressionsverfahren wie JPEG, MPEG beispielsweise.

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Und hier werden wir dann entsprechend auch Themenblöcke vertiefen.

02:59.950 --> 03:05.550
Generell ist die Vorlesung aufgebaut in zwei Vorlesungen pro Woche,

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alle 14 Tage.

03:07.530 --> 03:12.750
Damit kombiniert eine Übung, die entsprechend Ihnen auch vorab zur

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Verfügung steht, diese dann in kleinen Teams gemeinsam lösen können

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und entsprechend dann auch die Musterlösungen von meinen Mitarbeitern

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präsentiert bekommen.

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Das Ganze wird 14-tägig mit einem Tutorium, wo Sie von Studenten,

03:32.210 --> 03:37.650
Studierenden älterer Semester entsprechend abgeholt werden, die Ihnen

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mit ihrer Sprache, Terminologie und auch in Kleingruppen entsprechend

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das Ganze erläutern, offene Fragen beantworten und das eine oder

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andere auch noch vertiefen können, was wir eben in den Vorlesungen und

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Übungen zeitlich nicht ganz schaffen.

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Ein besonderes Element in der Veranstaltung Digitaltechnik sind unsere

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sogenannten Challenges.

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Hier werden wir nach dem Prinzip Blended Learning digitale Elemente

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gezielt, wie beispielsweise Videosequenzen, digitale Zusatzmaterialien

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und so weiter, mit der physischen Präsenzveranstaltung kombinieren.

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Und in diesen sogenannten Challenges werden ausgewählte Themenblöcke,

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vier Themenblöcke der Vorlesung Digitaltechnik besonders adressiert,

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um den Anwendungs- und Forschungsbezug Ihnen nach dem Prinzip

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projektbasiertem Lernen möglichst frühzeitig nahe zu bringen.

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Und die Codierung, Codename Huffman wird die erste Challenge sein in

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diesem Kontext.

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Herr Huffman war seinerseits Student am MIT in Boston und hat mit

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seinem Mitkommilitonen Ferneux in einer Klasse gesessen.

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Sie werden beide Codes, den Huffman-Code und den Ferneux-Code in der

05:02.290 --> 05:03.810
Vorlesung kennenlernen.

05:04.310 --> 05:08.390
Und wie wir das Ganze dann auch im realen System integrieren, das wird

05:08.390 --> 05:13.690
entsprechend in der Challenge Codename Huffman adressiert werden.

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Die zweite Challenge wird die Rechenoperationen, die Arithmetik.

05:22.650 --> 05:28.730
Also der Name der Challenge ist APACUS 2.0 entsprechend behandeln.

05:29.230 --> 05:34.510
Wir müssen das Ganze ja irgendwo hier auch möglichst effizient,

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schnell und korrekt als Rechenoperationen in nicht nur Rechnen, auch

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Smartphones und allen möglichen Geräten integrieren.

05:45.950 --> 05:52.250
Und wie das Ganze dann auch entsprechend von der Methodik, von der

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Codierung, die wir auch für die Zahlen natürlich dann entsprechend

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behandeln müssen und auch dann der Umsetzung auf dann

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transistorbasierte Systeme, das wird in der Challenge 2, APACUS 2.0

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adressiert.

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Die Challenge 3, weniger ist mehr, mit einem vielversprechenden Namen,

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wird insbesondere die Effizienz von der Perspektive der Flächen, was

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ja auch mit dem entsprechenden Energieaufwand direkt korreliert,

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behandeln.

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Das heißt, wie kann ich eine komplexe, digitaltechnische Funktion,

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ohne die Funktionalität zu verändern, so transformieren, dass sie

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quasi noch effizienter, kleiner auf den heutigen Chip-Technologien

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integriert werden kann.

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Und dies ist das Thema der Challenge 3, weniger ist mehr.

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Die Challenge 4 wird versuchen, das Ganze dann auch abzurunden, indem

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wir dann auch die Inhalte der ersten drei Challenges und auch der

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Vorlesung, wo wir ja Systeme, die aus den gleichen Logikelementen und

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digitalen Bausteinen aufgebaut, strukturiert zusammensetzen, dann auch

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in der Ansteuerung von zum Beispiel Bildschirmen und auch in der

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Elektromobilität Elektromotoren in sogenannten Kontrollerbausteinen

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integrieren müssen.

07:28.210 --> 07:34.510
Und hier spielt das Zeitverhalten, das Timing dieser Schaltungen eine

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ganz wichtige und entscheidende Rolle.

07:36.230 --> 07:41.390
Und dieses Timing und die Synchronisation in der Challenge 4 von der

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Rechen - zur Zeitmaschine wird das Thema abrunden.

07:47.970 --> 07:50.530
Ich wünsche Ihnen viel Spaß in Ihren Teams.

07:51.290 --> 07:54.370
Nicht nur bei den Challenges, auch bei der Lösung der Übungsaufgaben

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und auch in der Teilnahme der Vorlesung, wo ich mich ganz besonders

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freue, wenn Sie zahlreich erscheinen im Hörsaal, wo wir auch mit

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direktem Blickkontakt und Interaktion und hoffentlich vielen Fragen

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dann gemeinsam das Thema Digitaltechnik in diesem Semester adressieren

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können und wünsche Ihnen einen erfolgreichen, guten, angenehmen Start

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in das Studium.

08:22.410 --> 08:24.270
Bis bald in der Vorlesung.

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Dankeschön.

