WEBVTT

00:05.320 --> 00:09.450
Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Projektkollegen und Kollegen,

00:09.590 --> 00:14.050
sehr geehrte Referenten und Referentinnen, verehrte Kollegen und

00:14.050 --> 00:22.190
Kollegen des KIT, ich freue mich sehr, dass Sie dabei sind und begrüße

00:22.190 --> 00:26.130
natürlich ganz herzlich die, die vor Ort sind.

00:26.250 --> 00:31.490
Es ist schön, auch wenn mit stricken Hygieneregelungen wir zumindest

00:31.490 --> 00:36.470
ein wenig auch face-to-face, wie man sagt, dabei sein können.

00:36.770 --> 00:40.370
Ich heiße Sie im Namen des gesamten Projekts Futurework sehr herzlich

00:40.370 --> 00:40.930
willkommen.

00:41.710 --> 00:46.250
Für alle, die mich nicht kennen, mein Name ist Caroline Roberts von

00:46.250 --> 00:46.630
Trota.

00:47.170 --> 00:52.010
Ich bin Gründungsdirektorin des ZAK, Zentrum für Angewandte

00:52.010 --> 00:58.250
Kulturwissenschaft und Studium Generale des KIT und ich zeichne als

00:58.250 --> 01:02.810
wissenschaftliche Leiterin der zweitägigen öffentlichen Konferenz, die

01:02.810 --> 01:03.430
wir hier machen.

01:04.850 --> 01:11.590
Nach dem gestrigen Eröffnungsabend im ZKM, einige waren dabei, und an

01:11.590 --> 01:16.890
dem wir uns mit dem Spannungsverhältnis von Medienkunst sowie

01:16.890 --> 01:22.790
bildender Kunst und Arbeitszukünften befasst haben, und der Frage, wie

01:22.790 --> 01:28.730
Kunstschaffende unsere Zukunft vorstellen, begrüße ich Sie heute zum

01:28.730 --> 01:32.690
öffentlichen Symposium unserer Konferenz Arbeit von Übermorgen

01:32.690 --> 01:35.390
zwischen Science und Fiction.

01:36.770 --> 01:43.790
Seit April 2019 arbeiten wir im Verbundprojekt Futurework, das vom

01:43.790 --> 01:47.930
Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, begrüße

01:47.930 --> 01:53.250
deshalb erneut herzlich den Projektleiter Dr. Oliver Führmann und den

01:53.250 --> 01:57.450
stellvertretenden Projektleiter Dr. Claudio Zettel, Sie werden beide

01:57.450 --> 02:02.590
gleich hören, sowie Felicitas Schlitz und Patrick Stumm von unserem

02:02.590 --> 02:08.530
Projektpartner iKIB, Institut für Qualifizierende Innovationsforschung

02:08.530 --> 02:09.370
und Beratung.

02:10.210 --> 02:14.970
Als weiterer Projektpartner möchte ich ebenfalls begrüßen Prof. Dr.

02:15.030 --> 02:21.070
Martin Mörle von der Universität Bremen und Dr. Lars Schmeink von der

02:21.070 --> 02:26.150
Europa -Universität Flensburg, sowie vom ZAK Christine Märcher, Dr.

02:26.230 --> 02:28.850
Ralf Schneider und Dr. Günter Walter.

02:30.210 --> 02:34.710
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle vor allem beim BMBF und

02:34.710 --> 02:39.810
begrüße sehr herzlich Dr. Alexander Lukumi vom Projektträger

02:39.810 --> 02:45.350
Karlsruhe, der uns immer, aber auch schon vor Projektbeginn mit Rat

02:45.350 --> 02:47.670
und Tat zur Seite stand.

02:48.410 --> 02:52.130
Unser Dank gilt auch dem Team der IHK.

02:52.690 --> 02:56.190
Ich freue mich, dass wir wieder in diesem schönen Saal sein können, wo

02:56.190 --> 03:00.230
wir Karlsruhe-Gespräche und Wissenschaftsgespräche vor Corona-Zeiten

03:00.230 --> 03:02.110
gerne auch hier gemacht haben.

03:02.110 --> 03:07.850
Durch deren Unterstützung und Mitarbeit wir das heutige Symposium hier

03:07.850 --> 03:11.130
gemeinsam stattfinden lassen können.

03:11.870 --> 03:16.770
Für die langjährige gute Zusammenarbeit mit der IHK bedanke ich mich

03:16.770 --> 03:17.270
sehr.

03:18.790 --> 03:23.550
Mein besonderer Gruß gilt selbstverständlich unseren Referenten und

03:23.550 --> 03:24.490
Referenten.

03:25.110 --> 03:29.510
Diskutanten und Diskutanten des heutigen Tages werde ich sie jeweils

03:29.510 --> 03:34.550
später alle noch vorstellen und freue mich schon sehr auf ihre

03:34.550 --> 03:35.590
Beiträge.

03:36.050 --> 03:39.390
Ich weise aber jetzt auch schon darauf hin, sowohl für die, die im

03:39.390 --> 03:41.010
Netz sind, als auch hier im Saal.

03:41.310 --> 03:47.170
Es gibt auch natürlich längere und weitere Informationen auf unserer

03:47.170 --> 03:47.790
Homepage.

03:51.440 --> 03:57.000
Es ist sehr wichtig, dass wir diskutieren können und wir werden heute

03:57.000 --> 04:02.540
die Chance nutzen, vom Angesicht zu Angesicht neue Perspektiven über

04:02.540 --> 04:06.060
Szenarien von Arbeitszukünften zu erfahren.

04:07.060 --> 04:09.800
Wie wird unsere Zukunft aussehen?

04:11.180 --> 04:14.120
Worauf können wir hinarbeiten?

04:14.980 --> 04:16.140
Was gilt es zu vermeiden?

04:17.200 --> 04:22.980
Unsere Zukunft ist ungewiss, aber vielleicht nicht unvorstellbar.

04:23.100 --> 04:25.800
Das hoffen wir sehr im Laufe des Tages.

04:25.800 --> 04:31.100
In unserem Forschungsprojekt Future Work, Arbeit im Übergang zum 22.

04:31.580 --> 04:36.500
Jahrhundert, stellen wir uns die Herausforderung, in eine fernere

04:36.500 --> 04:38.780
Zukunft der Arbeit zu blicken.

04:39.180 --> 04:43.340
Genauer gesagt, circa 80 Jahre in die Zukunft.

04:44.340 --> 04:48.580
Wie wir methodologisch dieses ambitionierte Vorhaben entwickelt haben,

04:49.340 --> 04:55.120
wird sogleich mein Kollege Dr. Claudio Zettel kurz erläutern.

04:55.120 --> 05:00.300
Und nach der Keynote von Prof. Dr. Marius Busemeier, wird das Projekt

05:00.300 --> 05:05.340
von unseren Projektmitgliedern Dr. Oliver Führmann und Patrick Stumm,

05:05.960 --> 05:07.860
ein Eingehender vorgestellt werden.

05:09.480 --> 05:17.260
Wenn wir heute über Szenarien von Arbeitszukünften sprechen, dann

05:17.260 --> 05:23.820
sollte es sich immer um so ganzheitlich wie möglich erarbeitete

05:23.820 --> 05:29.000
Beschreibungen von durchaus möglichen Zukunften handeln.

05:29.880 --> 05:34.240
Wir haben in unserem Projekt die Möglichkeit, uns mit Zukunften

05:34.240 --> 05:39.880
auseinandersetzen, die nicht unbedingt wahrscheinlich sein müssen.

05:40.690 --> 05:44.700
Sie sind aber so interessant und lassen sich sehr unterschiedlich

05:44.700 --> 05:52.160
zwischen Utopien und Dystopien verorten, dass wir darüber sprechen

05:52.160 --> 05:52.760
sollten.

05:53.480 --> 05:57.880
Und ich hatte es gestern auch kurz erwähnt, wir sind alle davon

05:57.880 --> 06:01.420
überzeugt, dass es sehr sinnvoll ist und dass wir darüber sprechen

06:01.420 --> 06:02.060
müssen.

06:03.480 --> 06:07.100
Im Projekt Design ist auch ein anderer Blick in die Zukunft

06:07.100 --> 06:07.760
vorgesehen.

06:07.760 --> 06:12.560
Neben den etablierten Wissenschaftsdisziplinen sind Ressourcen

06:12.560 --> 06:18.080
integriert, die bisher eher selten zu Forschungsprojekten herangezogen

06:18.080 --> 06:20.740
werden, nämlich Science Fiction.

06:21.680 --> 06:26.000
Neben der wissenschaftlichen Integration der Science Fiction durch

06:26.000 --> 06:32.140
unseren geschätzten Kollegen Dr. Lars Schmeink möchten wir mit dem von

06:32.140 --> 06:37.360
ihm und Dr. Ralf Schneider herausgegebenen und gerade eben just-in

06:37.360 --> 06:42.880
-time veröffentlichten Science Fiction-Kurzgeschichtenband Future

06:42.880 --> 06:48.980
Work, die Arbeit von Übermorgen, zugleich einen künstlerischen Beitrag

06:48.980 --> 06:49.460
leisten.

06:50.180 --> 06:55.920
Der Band ist übrigens per Open Access frei zugänglich, aber auch, und

06:55.920 --> 07:00.100
wir freuen uns, wenn Sie davon Gebrauch machen, über die Seiten des

07:00.100 --> 07:04.240
KIT -Verlags als gedrucktes Buch bestellbar.

07:06.580 --> 07:09.740
Meine Damen und Herren, am heutigen Tag haben wir die Möglichkeit,

07:10.520 --> 07:15.160
neue Perspektiven auf unsere Zukunft zu erhalten, bei der die Rolle

07:15.160 --> 07:18.800
der Arbeit sicherlich eine wesentliche Bedeutung hat.

07:19.760 --> 07:23.900
Wir diskutieren sicherlich auch zum Thema Grundeinkommen.

07:23.900 --> 07:29.460
Manche von Ihnen werden sich vielleicht auch an das 2000 bereits

07:29.460 --> 07:33.780
publizierte Manifest, was damals auch ziemlich diskutiert würde,

07:34.420 --> 07:37.280
nämlich die glücklichen Arbeitslosen erinnern.

07:38.200 --> 07:44.080
Uns erwarten Vorträge, Diskussionsrunden und zwei Kurzlesungen aus dem

07:44.080 --> 07:46.360
erwähnten Science Fiction-Band.

07:47.090 --> 07:53.680
Auch das Online-Publikum möchten wir herzlich dazu einladen, live

07:53.680 --> 07:54.780
Fragen zu stellen.

07:55.240 --> 07:59.080
Wir werden kurz nachher Ihnen sagen, wie Sie das alles machen können.

07:59.860 --> 08:01.800
Ich werde darauf zurückkommen.

08:03.040 --> 08:08.120
Gleich hören wir die Keynote von Prof. Dr. Marius Busemeier zu einem

08:08.120 --> 08:13.720
sehr zentralen Thema, auf das wir sicherlich im Laufe des Tages

08:13.720 --> 08:16.080
zurückkommen werden.

08:16.800 --> 08:22.010
Die Zukunft der guten Arbeit im Zeitalter der Digitalisierung.

08:23.420 --> 08:28.340
Danach werden die im Projekt, ich hatte schon gesagt, erarbeiteten

08:28.340 --> 08:32.200
Szenarien von Arbeitszukünften am Ende des 21.

08:32.640 --> 08:36.800
Jahrhunderts von Dr. Oliver Führmann und Patrick Stumm vorgestellt.

08:37.800 --> 08:44.680
Ich freue mich auf neue Erkenntnisse, neue Fragestellungen und

08:44.680 --> 08:46.080
kontroversen Debatten.

08:46.600 --> 08:51.440
Teilweise zu Debatten und Fragen, die wir schon lange und immer wieder

08:51.440 --> 08:53.620
mal diskutieren, aber immer neu.

08:54.260 --> 08:57.900
Und ich denke, das ist wichtig und das ist auch richtig so.

08:58.500 --> 09:02.560
Jetzt darf ich Dr. Claudio Settel ganz kurz vorstellen.

09:02.560 --> 09:07.480
Er arbeitet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR,

09:08.160 --> 09:12.880
Projektträger und leitet dort die Einheit Arbeit der Zukunft.

09:13.720 --> 09:20.040
Er studiert Geografie an der Universität Bonn und Brasilia, hat viele

09:20.040 --> 09:23.160
Lehrtätigkeiten, Forschungsarbeiten, die ich hier nicht aufzählen

09:23.160 --> 09:23.580
werde.

09:24.160 --> 09:28.920
Und im Auftrag des BMBF betreute er die wissenschaftlich-technische

09:28.920 --> 09:33.280
Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ländern in Lateinamerika,

09:34.040 --> 09:38.820
baute das europäische Netzwerk zu Arbeitsinnovationen, Workenet, auf

09:38.820 --> 09:46.080
und seit 2019 wirkt er im Projekt Future Work mit.

09:46.980 --> 09:48.620
Claudio Settel, the floor is yours.

09:48.700 --> 09:49.200
Vielen Dank.

09:58.210 --> 10:01.630
Lieben Dank, liebe Frau Prof. Robertson von Trota.

10:02.570 --> 10:05.130
Wissen Sie, es ist ja eine öffentliche Konferenz hier und ich habe

10:05.130 --> 10:07.750
reflektiert, wenn ich jetzt mal nicht als Wissenschaftler, sondern

10:07.750 --> 10:09.830
mich als Mensch betrachte, wie ich die Zukunft sehe.

10:10.670 --> 10:14.290
Mir ist als erstes eingefallen, ich als begeisterter Hobbykoch stehe

10:14.290 --> 10:18.270
häufig in der Küche und mein Herz sagt mir, nein, dieser Topf ist zu

10:18.270 --> 10:20.810
klein, das akzeptiere ich nicht, ich gehe nicht an.

10:20.810 --> 10:22.650
Nein, so kannst du nicht mit mir umgehen.

10:22.710 --> 10:27.130
Dann gehe ich zum Kühlschrank, will eine Ingredienz dort holen, lasse

10:27.130 --> 10:30.490
die Tür offen und piep, piep, piep, er beschwert sich, die Tür ist

10:30.490 --> 10:32.070
offen, piep, piep, piep, mach sie zu.

10:33.090 --> 10:36.510
Da sage ich, Kinder, ich bin immer noch der, der kocht, ich bin immer

10:36.510 --> 10:37.790
noch der, der hier entscheidet.

10:38.290 --> 10:41.070
Und dann gehe ich rüber zu meinem Thermomix und der sagt, nein, nein,

10:41.150 --> 10:44.510
nein, wenn du diese Tomatensuppe kochen willst, dann musst du diese

10:44.510 --> 10:46.230
Ingredienz bringen, diese, diese, diese.

10:46.830 --> 10:48.270
Ja, Kinder, also wirklich.

10:49.150 --> 10:54.050
Und am Ende stehe ich da mit meiner supergesunden Tomatensuppe, habe

10:54.050 --> 10:57.270
sie gekocht mit meinem Thermomix und wissen wir, was ich dann tue?

10:57.630 --> 11:01.430
Ich tue einen Schuss Ketchup rein, weil ich weiß, dass mir das dann

11:01.430 --> 11:04.050
schmeckt und irgendwie gibt das dann doch ein besseres Gefühl.

11:04.570 --> 11:07.770
Damit bin ich immer noch derjenige, der sagt, wo es lang geht.

11:09.450 --> 11:11.150
Sind diese Maschinen intelligent?

11:12.550 --> 11:15.450
So sehe ich auch mit ihnen Schimpfe und behaupte, sie wären es immer.

11:15.950 --> 11:18.910
Nein, sie sind es nicht, natürlich sind sie es nicht.

11:20.290 --> 11:29.470
Aber sie sind ein kleiner Glimpse, ein kleiner Hauch, ein kleiner

11:29.470 --> 11:32.910
Blick in die Zukunft, was uns vielleicht erwartet.

11:33.770 --> 11:36.630
Und projizieren wir doch mal den berühmten Thermomix oder den

11:36.630 --> 11:40.270
intelligenten Kühlschrank, den smarten, in die Arbeitswelt.

11:40.270 --> 11:42.070
Denn das ist genau das, was wir getan haben.

11:42.190 --> 11:45.210
Und deshalb vielen, vielen Dank, liebe Frau Professor Robertson.

11:46.130 --> 11:49.490
Zusammen mit Günter Walther, mit Oliver Föhrmann und Ralph Schneider

11:49.490 --> 11:52.430
sind sie eine der Vordenkerinnen dieses Projektes.

11:52.690 --> 11:54.030
Und sie waren begeistert.

11:54.250 --> 11:58.050
Begeistert von der Idee, dass wir einmal einen Blick in eine weitere

11:58.050 --> 11:59.330
Zukunft werfen wollen.

12:00.250 --> 12:05.450
Nein, es sind keine Welten, die ein Mensch noch nie betreten hat, die

12:05.450 --> 12:06.170
wir nicht kennen.

12:07.330 --> 12:08.250
Nein, ist es nicht.

12:08.250 --> 12:12.650
Aber die Arbeitswelt von morgen ist uns eigentlich genauso unbekannt.

12:13.410 --> 12:15.470
Denken Sie mal jetzt gerade zu Corona-Zeiten.

12:15.630 --> 12:18.950
Vor zwei Jahren war mobile Arbeit noch überhaupt gar kein Thema und

12:18.950 --> 12:21.850
ich habe missionarisch gepredigt, bietet es doch an, liebe

12:21.850 --> 12:24.830
Arbeitgeber, liebe Unternehmen, kostet euch nichts, aber könnte

12:24.830 --> 12:25.470
vielleicht helfen.

12:25.950 --> 12:27.470
Und jetzt ist es gar kein Thema mehr.

12:27.550 --> 12:28.750
Es gibt ein schnelles Umdenken.

12:29.710 --> 12:34.450
Diese Welt von morgen wissen wir jetzt, dort wird alles möglich sein.

12:35.270 --> 12:38.070
Aber es wird von vielen Facetten abhängen.

12:38.250 --> 12:40.790
Wie werden politische Systeme gestrickt sein?

12:41.170 --> 12:43.110
Wie wird sich die Technologie entwickeln?

12:44.310 --> 12:46.990
Wie werden uns vielleicht Katastrophen ereilen?

12:47.090 --> 12:50.810
Vor zwei Jahren hatte bereits Futurework gesagt, es wird irgendeine

12:50.810 --> 12:53.590
Wildcard geben, irgendwas Disruptives, wir wissen nicht was.

12:54.230 --> 12:57.430
Und es ist gekommen in Form von Corona.

12:58.130 --> 13:02.590
Das heißt, wir werden unsere Arbeitswelt der Zukunft von ganz vielen

13:02.590 --> 13:05.230
Entscheidungen abhängig machen müssen.

13:05.230 --> 13:10.030
Wir werden aber jetzt uns eins bewusst machen müssen.

13:10.550 --> 13:12.630
Viele Weichen können wir heute stellen.

13:13.610 --> 13:14.770
Und die sollten wir uns stellen.

13:15.230 --> 13:20.510
Allein beispielsweise, indem wir uns bewusst machen, was ist uns

13:20.510 --> 13:21.890
eigentlich etwas wert.

13:22.290 --> 13:25.270
Beispielsweise, was ist uns wert, einen Arbeitsvertrag zu haben?

13:26.450 --> 13:30.010
Was ist es uns wert, dass wir feste Arbeitszeiten haben?

13:30.550 --> 13:31.390
Ist es ein Wert?

13:31.670 --> 13:34.850
Damit sind wir einfach aufgewachsen, aber was ist es uns wert?

13:35.230 --> 13:39.130
Was ist es uns dann wert, dass wir Unternehmen haben, dass wir

13:39.130 --> 13:40.470
Gewerkschaften haben?

13:40.950 --> 13:41.850
Ist es ein Wert?

13:42.450 --> 13:44.450
Diese Weichen müssen wir uns heute stellen.

13:44.910 --> 13:48.470
Wir werden nicht wissen, was für eine Katastrophe uns ereignet.

13:49.150 --> 13:53.290
Wir werden aber sehr wohl tun können, etwas tun können an der

13:53.290 --> 13:55.450
Schnittstelle, was ist uns etwas wert?

13:55.770 --> 13:59.890
Wo können wir da auf eine wünschenswerte Zukunft, eine Utopie

13:59.890 --> 14:00.230
hinauslaufen?

14:01.310 --> 14:02.550
Genau das haben wir gemacht.

14:02.550 --> 14:05.450
Wir haben verschiedene Blickwinkel im Projekt eingefangen.

14:06.030 --> 14:07.730
Ganz viele verschiedene Facetten.

14:08.030 --> 14:09.670
Frau Robertson, Sie nannten es schon.

14:09.990 --> 14:13.070
Wir haben die Science Fiction, wir haben Arbeitgeber, Sozialpartner

14:13.070 --> 14:13.990
eingefangen.

14:14.130 --> 14:18.570
Wir haben Arbeitsforscher mitgenommen, Innovationsforscher, um genau

14:18.570 --> 14:20.550
diese Facetten abzubilden.

14:20.990 --> 14:22.650
Und dann haben wir folgendes gemacht.

14:23.170 --> 14:26.810
Wir haben in einem kleinen Konsortium, was hier auch jetzt präsent

14:26.810 --> 14:30.710
ist, mit verschiedenen Aufgaben diese Blickwinkel analysiert.

14:32.030 --> 14:35.370
Keine Prognose gemacht, aber wir haben geguckt, was sein könnte,

14:35.510 --> 14:36.750
welche Dystopie und welche Utopie.

14:37.890 --> 14:41.010
Wir haben eins weiter gemacht, das ist die Karlsruher Kolleginnen und

14:41.010 --> 14:41.370
Kollegen.

14:41.770 --> 14:46.650
Die sind zurückgegangen und in der Retrospektive haben sie alte

14:46.650 --> 14:49.490
Literatur, Science Fiction Literatur analysiert.

14:49.810 --> 14:50.690
Total spannend.

14:51.830 --> 14:55.050
Was meinen Sie, wie wir vor 50, 60 Jahren noch technikgläubig waren?

14:55.130 --> 14:57.150
Wir dachten eigentlich, unsere Zukunft wird nur durch Technik

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gestaltet.

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Und, ich will nicht vorgreifen, die Kollegen werden es ja nachher

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vorstellen, wir dachten damals, es kommt alles morgen.

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Das dauert viel länger.

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Die Einführung des Telefons, das waren nicht 20 Jahre, das war viel

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länger.

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Also gibt es da bereits ganz spannende Einblicke aus dieser

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Retrospektive.

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Wir haben Professor Mörle bzw.

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das Bremer Team gewonnen, die haben uns in Szenariomethodik beraten

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und sich eingebracht.

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Und wir haben gemeinsam mit ihnen diese Methodik angepasst für unser

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Projekt, das wir Sie hier anwenden können, in einem ganz neuen Puzzle.

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Wir haben Lars Schmeink mit der Gesellschaft für Fantastikforschung

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gewonnen.

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Ihn haben Sie gestern schon gesehen.

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Ganz toller Mensch.

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Lars Schmeink war für uns die Brücke zur Science Fiction.

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Weil wir dachten, wir können nicht alle so viel Wein trinken, dass wir

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in der Lage sind, so gut zu abstrahieren, so kreativ zu werden.

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Ein Arbeitswissenschaftler muss eben auch noch wissenschaftlich sein,

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aber durch dich hatten wir diese Brücke und ganz kreative Ideen, die

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wir dort eingebracht haben.

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Mit Interviews, die du geführt hast, die uns da geholfen haben.

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Und dann haben wir das Team am Deutschen Zentrum für Luft- und

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Raumfahrt, beziehungsweise am EKIB.

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Und die haben dann diese Szenarien gestaltet mit dieser Methodik, die

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wir Ihnen gleich auch vorstellen werden.

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Insgesamt also rundum ein Projekt, was sehr, sehr außergewöhnlich ist,

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dank ans BMBF.

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Die wussten auch gar nicht, wo sie uns hinstecken sollen mit diesem

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außergewöhnlichen Ansatz.

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Aber ich glaube, es ist ein sehr schöner Ansatz, der sehr viele

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Möglichkeiten auch für andere Themen bietet, dass wir mal unbefangen

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in die Zukunft denken und überlegen können, was wollen wir, was können

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wir heute schon tun.

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In dem Sinne wünsche ich Ihnen und uns eine sehr schöne Tagung und

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würde mich freuen auf einen Austausch auch später.

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Vielen Dank.

