WEBVTT

00:04.480 --> 00:07.600
Ja, dann vielen Dank für die Ankündigung.

00:08.440 --> 00:12.720
Ich habe meine Präsentation eher wie einen Reisebericht, nämlich

00:12.720 --> 00:16.440
Einblick in die Reise, die am KIT zum Thema hybride Lehre

00:16.440 --> 00:19.040
stattgefunden hat und stattfindet, mitgebracht.

00:19.440 --> 00:23.700
Und ich finde das Bild dieses Weges für die hybride Lehre eigentlich

00:23.700 --> 00:27.320
ganz gut, weil ich auch noch denke, wir sind auch mit der Erfahrung,

00:27.320 --> 00:30.580
die wir schon gemacht haben, noch eher an so einem Anfang der Reise

00:30.580 --> 00:32.220
als am Ziel angekommen.

00:33.920 --> 00:36.440
Ich habe das jetzt ein bisschen andersherum aufgebaut.

00:36.580 --> 00:39.280
Ich möchte eigentlich damit anfangen, wo wir heute stehen und dann im

00:39.280 --> 00:42.700
zweiten Teil ein bisschen darauf eingehen, wie wir da hingekommen

00:42.700 --> 00:46.240
sind, weil ich denke gerade, wie kommt man da hin, auch ein sehr

00:46.240 --> 00:47.540
spannender Punkt ist.

00:49.560 --> 00:54.700
Wir sind am KIT davon überzeugt, dass hybride Lehre ein ganz wichtiger

00:54.700 --> 00:57.560
Baustein für uns als Präsenzuniversität ist.

00:57.780 --> 01:00.060
Also wir kennen uns zur Präsenzuniversität.

01:00.060 --> 01:04.120
Wir haben ein Campus, wir wollen die Leute auf dem Campus haben, aber

01:04.120 --> 01:08.120
wir halten einfach die hybride Lehre als ein wichtiges Werkzeug da

01:08.120 --> 01:08.280
drin.

01:08.420 --> 01:11.940
Und zwar sehen wir da eine große Chance auf die Flexibilisierung der

01:11.940 --> 01:12.240
Lehre.

01:12.920 --> 01:16.580
Wir sehen auch eine große Chance für mehr Internationalisierung, die

01:16.580 --> 01:17.740
uns sehr wichtig ist.

01:18.340 --> 01:22.020
Und wir sehen auch eine große Chance, das Thema Teilhabe besser zu

01:22.020 --> 01:22.780
adressieren.

01:23.560 --> 01:26.740
Und weil wir das so sehen, setzen wir uns sehr systematisch und sehr

01:26.740 --> 01:28.760
konkret mit dem Thema um.

01:29.560 --> 01:33.040
Auseinander, wie ermöglichen wir hybride Lehre in unseren Lehr- und

01:33.040 --> 01:33.760
Lernräumen?

01:34.320 --> 01:35.560
Was machen wir da draus?

01:37.200 --> 01:42.160
Und wir haben ein größeres Strategieprojekt jetzt durchgeführt, das

01:42.160 --> 01:47.900
jetzt auch erstmal zu einem Zwischenabschluss gekommen ist, indem wir

01:47.900 --> 01:51.240
uns damit auseinandergesetzt haben, jetzt schon eine ganze Weile, wie

01:51.240 --> 01:54.840
müssen wir denn unsere Lehr- und Lernräume weiterentwickeln im Sinne

01:54.840 --> 01:58.580
eines Digitalisierungskonzepts, insbesondere unter Betrachtung des

01:58.580 --> 02:02.200
Themas hybrider Settings letztendlich.

02:02.860 --> 02:06.080
Und da sind wir jetzt tatsächlich zu dem Schluss gekommen, wir wollen,

02:06.260 --> 02:11.220
dass alle unsere Hörsäle und ein Drittel unserer Seminarräume eben

02:11.220 --> 02:15.200
entsprechende Medientechnik bekommen, um tatsächlich da drin sozusagen

02:15.200 --> 02:17.800
ad hoc hybrid arbeiten zu können.

02:18.080 --> 02:21.420
Und zwar hybrid in der Art und Weise, die eine Interaktion zwischen

02:21.420 --> 02:27.340
den Lehrenden, den Personen im Auditorium und auch den Online-Personen

02:27.340 --> 02:28.780
tatsächlich ermöglicht.

02:29.520 --> 02:33.960
Drüber hinaus betrachten wir da noch nebenbei auch so das Thema

02:33.960 --> 02:37.320
kollaboratives Arbeiten, wo wir zwei Hörsäle eben entsprechend

02:37.320 --> 02:42.580
ausstatten wollen und betrachten aber auch nochmal das Thema, wie

02:42.580 --> 02:44.780
lernen unsere Studierenden auf dem Campus.

02:45.360 --> 02:48.820
Das heißt, also diese Räume wollen wir auch nochmal stärker öffnen für

02:48.820 --> 02:53.100
kollaboratives Arbeiten und digitale Aktivitäten im Sinne von

02:53.100 --> 02:53.740
Lernräumen.

02:53.920 --> 02:56.900
Also die Seminarräume zum Beispiel noch stärker öffnen für die

02:56.900 --> 02:59.880
Studierenden in den Phasen, wo die nicht benutzt werden.

03:01.260 --> 03:03.120
Was bedeutet das jetzt konkret?

03:03.240 --> 03:06.440
Ich habe das mal aus unserem Projekt, die Zahlen ein bisschen

03:06.440 --> 03:10.320
mitgebracht, dass man sieht, es hat bei so einer Universität wie dem

03:10.320 --> 03:12.320
KIT doch einen gewissen Umfang.

03:13.000 --> 03:15.860
Also wir haben 38 zentral verwaltete Hörsäle.

03:15.860 --> 03:19.740
Also das ist ein dickes Brett, was man da bohren muss.

03:20.400 --> 03:23.640
Wir haben die jetzt für uns mal unterteilt in drei Kategorien, einfach

03:23.640 --> 03:25.260
nach Anzahl der Sitzplätze.

03:25.780 --> 03:32.900
Also in die ganz großen, in so mittlere Größen und in kleinere Größen.

03:33.440 --> 03:37.400
Und wo wir da hingehen, ist jetzt, dass wir tatsächlich im Prinzip in

03:37.400 --> 03:41.140
den kleineren Räumen Mikrofone an die Decke packen, also abgehängt,

03:41.240 --> 03:45.320
soweit es geht und in den großen mit Wurfmikrofonen arbeiten, um eben

03:45.320 --> 03:47.380
das Auditorium beteiligen zu können.

03:48.500 --> 03:52.020
Wir wollen dahin, dass grundsätzlich zwei Bildflächen da sind und auch

03:52.020 --> 03:55.760
ganz wichtig für uns so ein Mitschaumonitor, für die Lehrenden, die

03:55.760 --> 03:59.180
quasi vorne stehen, dass die auch sehen, was passiert online und

03:59.180 --> 04:00.540
welches Bild geht raus.

04:01.840 --> 04:05.820
Grundsätzlich, das war bisher auch schon möglich, aber das ist es so,

04:05.900 --> 04:09.020
dass wir sagen, Vorlesungsaufzeichen soll in den Räumen immer möglich

04:09.020 --> 04:13.620
sein und auch eine Zuschaltung dann eben von externen Personen soll

04:13.620 --> 04:18.000
quasi als Regelmöglichkeit in jedem Raum vorhanden sein, sodass ich

04:18.000 --> 04:21.580
eben nicht im Prinzip den Raum nach der Technik aussuche, sondern Raum

04:21.580 --> 04:23.100
habe und die Technik da ist.

04:23.840 --> 04:28.440
Und was wir jetzt für uns entschieden haben, wir setzen auf ein Bring

04:28.440 --> 04:31.080
-Your -Own-Device-Konzept, das heißt, wir stellen keinen

04:31.080 --> 04:35.080
Hörsaalcomputer oder so hin, sondern die Lehrenden haben ihr Laptop,

04:35.160 --> 04:38.280
das sie anstüpseln, mit dem sie diese Technik verwenden können sollen.

04:38.280 --> 04:42.340
Das ist das Konzept, was wir jetzt für uns entschlossen haben, weil

04:42.340 --> 04:44.780
wir einfach da auch eine sehr heterogene Landschaft haben.

04:44.880 --> 04:48.060
Der eine hat einen Mac, der andere einen Macbook oder einen Linux

04:48.060 --> 04:48.540
-Laptop.

04:48.820 --> 04:51.080
Das soll alles gleichermaßen funktionieren.

04:52.400 --> 04:56.060
Und wenn wir dann auf die Seminarräume gucken, da betrachten wir im

04:56.060 --> 04:59.860
Moment erstmal die zentral verwalteten Seminarräume, das sind an die

04:59.860 --> 05:00.660
60 Stück.

05:01.180 --> 05:04.380
Das heißt, wenn wir da ein Drittel ausstatten wollen, dann reden wir

05:04.380 --> 05:05.320
von 20 Stück.

05:05.320 --> 05:09.220
Da haben wir auch gesagt, das muss in der Fläche möglich sein, dass es

05:09.220 --> 05:10.900
eben auf dem Campus verteilt ist.

05:11.320 --> 05:14.120
Natürlich gucken wir jetzt ein bisschen drauf, welche gehen besser und

05:14.120 --> 05:15.880
welche eignen sich und welche nicht.

05:16.340 --> 05:18.940
Aber wir wollen die eben auch auf dem Campus verteilen.

05:19.540 --> 05:22.320
Dort wollen wir tatsächlich Steckenmikrofone etablieren.

05:24.120 --> 05:27.260
Entsprechend auch Steckdosen und Strom ist ein ganz großes Thema, also

05:27.260 --> 05:30.720
auch für die Studierenden, weil die arbeiten natürlich auch viel

05:30.720 --> 05:32.320
digitaler in solchen Settings.

05:32.320 --> 05:35.640
Auch dort zwei Bildflächen und zwei Kameras.

05:35.860 --> 05:38.920
Das heißt, uns ist immer wichtig, dass die Lehrenden, aber auch das

05:38.920 --> 05:40.560
Auditorium zu sehen sind.

05:41.260 --> 05:44.820
Und wir setzen auch da im Prinzip per Schnittstelle zur Medientechnik

05:44.820 --> 05:48.180
quasi auf ein Bring-Your-Own-Device-Konzept.

05:50.280 --> 05:53.320
Und durchführen tun wir das eben über unsere Sanierungskonzepte.

05:54.100 --> 05:58.200
Das heißt also, im Prinzip so wie wir eben Räume sanieren, betrachten

05:58.200 --> 06:01.260
wir das jetzt als Standard immer mit und setzen das da eben

06:01.260 --> 06:02.240
entsprechend um.

06:05.060 --> 06:09.040
Wie sind wir da hingekommen, zu so einer, ich sag mal, doch sehr

06:09.040 --> 06:12.340
deutlichen Entscheidung zu kommen, die wirklich Hybridität als eine

06:12.340 --> 06:13.480
Normalität setzt?

06:14.160 --> 06:17.600
Wir haben tatsächlich angefangen bereits, also das ist jetzt der

06:17.600 --> 06:20.820
Reisebericht sozusagen, wie kommt man da hin, sich als Hochschule dazu

06:20.820 --> 06:21.560
zu entscheiden?

06:22.980 --> 06:27.160
Im Prinzip schon im Sommersemester 2020, im ersten Corona-Semester

06:27.160 --> 06:29.300
gesagt, wir wollen eigentlich wieder Präsenz.

06:30.080 --> 06:34.660
Wenn wir Präsenz erwollen, dann ist hybride Lehre das Werkzeug, das

06:34.660 --> 06:37.800
uns hybride Präsenz ohne Ausschuss von Personen ermöglicht.

06:38.240 --> 06:42.340
Das war sozusagen immer, hybride Lehre ermöglicht mehr Präsenz.

06:42.920 --> 06:46.920
Diese Denkweise führt zu einer gewissen Akzeptanz und ist die

06:46.920 --> 06:50.120
Denkweise, mit der wir eben letztendlich rangegangen sind und auch

06:50.120 --> 06:50.980
weiter rangehen.

06:52.280 --> 06:56.100
Wir haben damals dann schon für den Herbst tatsächlich alle unsere 38

06:56.100 --> 06:57.800
Hörsäle hybridfähig gemacht.

06:57.800 --> 07:00.300
Da haben 100 Euro pro Hörsaal gereicht.

07:00.640 --> 07:03.780
Das war ein einfacher Adapter und ein USB-Webcam, also mehr war das

07:03.780 --> 07:04.060
nicht.

07:04.860 --> 07:07.960
Und darum kümmern, dass der Ton vom Hörsaal-Mikrofon auch wieder

07:07.960 --> 07:09.680
zurück in Zoom fließt.

07:10.560 --> 07:15.520
Das war so halt sehr rudimentär von der Technik, auch nicht super

07:15.520 --> 07:18.080
tausendprozentig stabil, aber es hat getan.

07:18.220 --> 07:21.120
Und die Sachen sind auch noch in den Hörsälen, die wir noch nicht

07:21.120 --> 07:24.320
angefasst haben, weiter da und tun ihren Zweck.

07:25.880 --> 07:27.520
Und das war dann der erste Schritt.

07:27.520 --> 07:30.700
Wir haben es dann nicht benutzt, weil, das wissen die meisten von

07:30.700 --> 07:33.660
Ihnen vielleicht, wir sind dann doch komplett online gestartet, da kam

07:33.660 --> 07:34.620
da die nächste Welle.

07:35.180 --> 07:38.300
Aber wir hatten dann diese Hausaufgabe letztendlich schon getan und

07:38.300 --> 07:39.580
konnten auf die aufbauen.

07:40.480 --> 07:43.040
Und dann kam der nächste Schritt, zu sagen, ja, was machen wir denn

07:43.040 --> 07:45.020
mit den Seminaren dann im Sommersemester?

07:46.060 --> 07:49.640
Und da war ich auch erst mal so und hab gesagt, Seminare, das können

07:49.640 --> 07:50.780
wir vergessen, das geht nicht.

07:50.880 --> 07:52.660
Die Technik ist viel zu aufwendig.

07:53.220 --> 07:56.300
Haben uns dann aber doch systematisch auseinandergesetzt und

07:56.300 --> 08:00.200
festgestellt, eigentlich geht das erschreckend einfach mit heutiger

08:00.200 --> 08:00.880
Technologie.

08:02.360 --> 08:06.720
Und haben dann tatsächlich so ein Konzept entwickelt, das wir eben

08:06.720 --> 08:10.640
über Anleitungen und was muss ich mir kaufen, wie mache ich das, also

08:10.640 --> 08:13.080
wir haben nicht die Räume ausgestattet, weil es viel zu viele sind,

08:13.400 --> 08:16.220
sondern den Leuten gesagt, wie könnt ihr das tun, wenn ihr das tun

08:16.220 --> 08:16.600
wollt.

08:17.460 --> 08:20.760
Und heraus kam eben so ein mobiles Setup, das auch bei uns

08:20.760 --> 08:25.100
dokumentiert ist, das auch viel Anklang gefunden hat und auch viele

08:25.100 --> 08:30.500
sich abgeguckt haben, das für ungefähr 600 Euro zu haben ist und was

08:30.500 --> 08:33.940
in den normalen Rucksack reinpasst und auch in wenigen Minuten

08:33.940 --> 08:35.000
aufgebaut ist.

08:35.340 --> 08:38.500
Das ist so eine USB-Webcam, die ein Tracking kann, also den

08:38.500 --> 08:42.020
Dozierenden letztendlich im Blick behält, auch wenn der sich bewegt.

08:42.120 --> 08:45.720
Das heißt, ich habe eine Bewegungsfreiheit, ein Stativ, um das Ganze

08:45.720 --> 08:50.260
aufzustellen und als Mikrofon haben wir so ein kleines Wurf-Mikrofon

08:50.260 --> 08:53.740
-Set oder so ein kleines drahtloses Mikrofon-Set genommen.

08:54.280 --> 08:57.260
Das kostet so um die 200 Euro, da stecke ich mir eins als Dozierende

08:57.260 --> 09:00.700
an und das zweite kommt in so einen Schwamm oder einen Würfel oder was

09:00.700 --> 09:02.060
und dient als Wurf-Mikrofon.

09:02.620 --> 09:06.940
Und die sind gleichberechtigt und das funktioniert erstaunlich gut in

09:06.940 --> 09:10.340
normalen Räumen, ohne dass ich da was baulich vorsehen muss.

09:11.560 --> 09:17.040
Und in der Praxis sieht es dann so aus, dass man im Prinzip die Kamera

09:17.040 --> 09:22.580
quasi vorne hinstellt und da die Track kann sich der Dozierende jetzt

09:22.580 --> 09:26.080
in diesem vorderen Bereich frei bewegen, auch mal was an einem

09:26.080 --> 09:27.580
Flipchart und so weiter machen.

09:28.340 --> 09:32.020
Und wenn die dozierende Person im Prinzip ins Publikum reinläuft für

09:32.020 --> 09:36.320
eine Diskussionsrunde, sind eben auch die Studierenden sichtbar für

09:36.320 --> 09:40.040
die Gegenseite, die sozusagen auf der Projektion sichtbar ist, sodass

09:40.040 --> 09:44.100
tatsächlich auch mit so einem einfachen Setup bereits eine Interaktion

09:44.100 --> 09:48.560
zwischen Online- und Präsenzauditorium hergestellt werden kann.

09:48.780 --> 09:52.900
Und die komplette Steuerung erfolgt einfach nur, wo laufe ich hin als

09:52.900 --> 09:53.520
Dozierender.

09:54.020 --> 09:56.120
Und das macht es dann eben sehr einfach.

09:56.700 --> 09:59.240
Und wir haben auch da im Prinzip, die Kamera hat irgendwo einen

09:59.240 --> 10:01.040
Anschlag, dann dreht sie sich nicht weiter.

10:01.500 --> 10:04.020
Das heißt, wenn ich die eben entsprechend hinstelle, kann ich sogar

10:04.020 --> 10:06.800
auch sagen, ich habe einen Bereich, wo sich Leute hinsetzen wollen,

10:06.940 --> 10:10.160
die aus Datenschutzgründen eben nie im Bild sein wollen.

10:10.380 --> 10:13.940
Also auch solche Sachen kann ich bereits mit so einem einfachen Setup

10:13.940 --> 10:15.480
bewerkstelligen.

10:16.580 --> 10:19.960
Und das haben wir dann gemacht und dann war ein struktureller

10:19.960 --> 10:25.180
Schlüssel zum Erfolg, war zu sagen, die Hybridität, die beschränken

10:25.180 --> 10:28.240
wir nicht auf die Lehre, sondern wir betrachten auch gleich das Thema

10:28.240 --> 10:31.540
der Arbeitswelt mit und der Gremiensitzung.

10:31.540 --> 10:35.460
Und dort haben wir dann diese gleiche Technik in so einen Koffer

10:35.460 --> 10:39.960
gepackt und haben dann vier Koffer quasi im Campus Nord und Süd

10:39.960 --> 10:41.960
aufgestellt zur Ausleihe.

10:42.260 --> 10:45.280
Für die Lehre haben wir gesagt, Ausleihen, ich laufe nicht jede Woche

10:45.280 --> 10:47.000
hin und leihe mir was aus und bringe es zurück.

10:47.380 --> 10:50.720
Kauft euch das für 600 Euro, habt ihr weniger Stress mit.

10:51.200 --> 10:54.760
Aber für die Gremiensitzung haben wir dann sowas gemacht und haben das

10:54.760 --> 10:57.700
auch dann tatsächlich in die Gremiensitzung reingebracht.

10:57.700 --> 11:01.260
Und das führt dann eben zu der Akzeptanz bei den Lehrenden, weil wenn

11:01.260 --> 11:04.760
sie es täglich sozusagen in Gremiensitzungen selbst erleben, so wie

11:04.760 --> 11:08.220
ich arbeite, lehre ich auch eher, um nicht zu sagen, die Lehre ist

11:08.220 --> 11:09.700
hybrid und das Gräme nicht.

11:10.120 --> 11:13.640
Und inzwischen wird das auch weiter fleißig eingesetzt und führt eben

11:13.640 --> 11:15.900
dann zu einer gewissen Akzeptanz.

11:16.140 --> 11:19.280
Und das ist auch was, was sich heute immer wieder wundert, dass ich,

11:19.380 --> 11:24.860
wenn ich mit Leuten rede, im Prinzip irgendwie getan wird, Lehre geht

11:24.860 --> 11:27.780
nicht hybrid, aber in Gremiensitzungen machen wir es ständig, also

11:27.780 --> 11:31.100
dass so eine gewisse Paradoxie aufgespannt wird.

11:31.420 --> 11:33.720
Das verwundert mich dann doch eher immer wieder.

11:34.480 --> 11:38.360
Aber ich denke, dass es ein Hebel ist, quasi über das eigene Arbeiten

11:38.360 --> 11:41.640
da reinzukommen und dann zu sagen, das ist die Arbeitswelt und die

11:41.640 --> 11:43.200
bilden wir auch in der Lehre ab.

11:45.700 --> 11:48.860
Und ich habe das dann auch nochmal, das ist dann nachher auch in den

11:48.860 --> 11:50.960
Links drin, nochmal genauer untersucht.

11:50.960 --> 11:55.360
Ich habe dann mit 18 Lehrenden bei uns nach dieser ersten größeren

11:55.360 --> 11:59.660
Phase systematische Interviews durchgeführt und gesagt, wie habt ihr

11:59.660 --> 12:02.520
denn hybride Lehre erfahren?

12:03.380 --> 12:04.780
Was ist euch begegnet?

12:05.420 --> 12:09.600
Und diese Interviews haben wir dokumentiert und auch publiziert und

12:09.600 --> 12:12.880
können eigentlich auf dem Grund auch schon mal sagen, diese typischen

12:12.880 --> 12:16.680
vier Vorurteile, die kommen, wenn ich über hybride Lehre lege, die

12:16.680 --> 12:19.440
kann ich zumindest anekdotisch widerlegen.

12:19.440 --> 12:22.500
Also Technik, ich glaube, das habe ich eben schon gezeigt, die ist

12:22.500 --> 12:23.440
nicht so anspruchsvoll.

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Das ist einfach ein bisschen Übung gefragt und wir können, so wie

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Johann das gezeigt hat, auch Sachen installieren, die einfach

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verwendbar sind.

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Das Zweite ist, dass so immer der personelle Aufwand kommt.

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Das braucht unbedingt eine Moderationsunterstützung.

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Also ich hatte eine Lehrperson, die ich glaube, jetzt nächstes Jahr

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dann auch in den Ruhestand geht.

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Also das hat auch nichts mit Alter zu tun, will ich damit sagen.

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Die hat eine Erstsemestervorlesung mit 500 Studierenden auf die Art

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und Weise alleine gemacht.

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Das ist eher eine Frage der Moderationsmethode als der

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Moderationsunterstützung.

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Und dann haben wir so dieses Thema, hybride Lehrveranstaltungen sind

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nicht mehr zu empfehlen, da hier Studierende unversehrbar in den

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Online -Bereich einer so angebotenen Lehrveranstaltung verschwinden.

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Also den Satz habe nicht ich geschrieben, der stammt tatsächlich aus

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dem Senatsbeschluss einer baden-württembergischen Hochschule.

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Welche verrate ich mal nicht, das KIT war es nicht.

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Das Bild, was man hier sieht, ist aus unserem Audimax von 2012.

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Und auch wenn Sie auf dem Bild so ein bisschen hin und her gucken,

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sehen Sie, da ist auch nicht jeder bei der Lehre dabei.

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Die sind physisch im Raum, aber wirklich aktiv anwesend sind sie alle

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auch nicht.

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Also von Handy bis Schlafen oder mit dem leiben Nebenpersonenreden

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kommt da alles vor.

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Also auch das sollten wir tatsächlich noch mal systematischer,

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gründlicher untersuchen.

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Und wir haben ein sehr schönes Beispiel, was bei uns auf der Webseite

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dokumentiert ist, auch zum Thema Didaktik.

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Auch da gibt es ganz viele neue Spielräume, die wir erstmal erkunden

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müssen.

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Wir haben so einen arenaartigen Hörsaal, da haben Lehrende mit dieser

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Technik, die ich gezeigt habe, tatsächlich dann das wirklich wie eine

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Quizshow gemacht, in der das Online gegen das Präsenzpublikum

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angetreten ist.

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Also das hat auch eine ganz besondere Intensität dann bekommen.

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Also auch da lässt sich tatsächlich viel machen.

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Und das ist sozusagen das, was wir so mit hybrider Geschichte machen.

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Und mir ist sehr wichtig, eben auch zu sagen, wenn ich mir das

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angucke, hybride Lehre, ist das ein Zusammenspiel.

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Und Technik ist da sicherlich nicht das, was ich als oberste Stelle

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stehe.

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Die muss funktionieren, die muss da sein.

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Aber es ist sehr stark auch mit Kultur, wie gehen wir damit um?

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Was sagen wir, was wir da für Mehrwerte haben?

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Und ein so ein Nebeneffekt, den ich noch nicht drin hatte, ist so auch

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das Thema Software.

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Also wir haben gemerkt bei uns, wir hatten von Anfang an Zoom.

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Wenn das Werkzeug wie Zoom gut funktioniert und leicht zu verwenden

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ist, führt das natürlich zur Akzeptanz.

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Mit Victor Button wäre das bei uns sicherlich auch nicht so gut

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gelaufen, weil es einfach umständlicher ist.

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Also auch dieses Zusammenspiel von Software und Technik muss man da

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auch mit in Betracht ziehen.

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Und es muss nicht zwingend Zoom sein, aber ich muss es im Prinzip ein

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gutes Zusammenspiel da herstellen.

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Genau, und das war mein Input.

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Vieles davon ist auch nochmal nachzulesen.

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Ich glaube, die Links gibt es auch nochmal im Chat oder auch hinterher

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in der Zusammenfassung, sodass Sie da auch nochmal Sachen nachlesen

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können.

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Und dann sage ich vielen Dank.

