WEBVTT

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Mein Name ist Simone Schöle-Finke und ich bin Professorin für

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medizinische Mikrosysteme an der ETH Zürich.

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Um ein echter Ort der Zukunft zu sein, denke ich, muss neben den

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soliden Grundlagen, die gelehrt und gelegt werden müssen, muss vor

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allem wirklich auch das kritische und kreative Denken der Studierenden

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gefördert werden.

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Also ich denke natürlich, große Themen wie Klimawandel, die

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steigernden Gesundheitskosten, künstliche Intelligenz und deren

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Einfluss, all das sind Themen, die gesellschaftlich von großer

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Bedeutung sind und wo Institutionen wie das KIT natürlich ihren

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wichtigen Beitrag leisten müssten.

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Zum einen in der Forschung zu den Themen, wie können wir damit

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umgehen, wie können wir in meinem Bereich der Gesundheitsforschung,

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wie können wir mit neuen Technologien dieses Feld verbessern, die

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Bedingungen, Kosten senken, neue innovative Lösungen entwickeln.

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Und natürlich die Ausbildung von den jungen kreativen Denkern, die an

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diesen Lösungsmöglichkeiten mitentwickeln und diese dann auch

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umsetzen.

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Die Forschung jetzt in meinem Team befasst sich eigentlich mit der

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Entwicklung von Mikrorobotern für biomedizinische Anwendungen.

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Also zum einen entwickeln wir mikroskopische Systeme, die mit Zellen

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interagieren können oder auch mit Gewebstücken, um deren

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biomechanischen Eigenschaften besser zu verstehen.

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Wir entwickeln Systeme, die tatsächlich in der Blutlaufbahn

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zirkulieren können, um diagnostische Informationen nach außen zu

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transportieren, zum Beispiel mittels Ultraschall.

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Und ein weiteres ganz großes Thema in meinem Forschungsteam ist, wie

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können wir Wirkstofftransport verbessern, also zum Beispiel in der

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Krebstherapie Wirkstoffe gezielter zum Ort der Erkrankung zu kriegen.

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Und hier arbeiten wir speziell mit Magnetfeldern.

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Wir entwickeln Wirkstoffträger, die magnetisch sind und arbeiten dann

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an externen Systemen, die von außen diese magnetischen Träger bewegen

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können.

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Also die bewegen sich schon mal von alleine im Blutkreislauf

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natürlich, aber wir können dann sie sozusagen ablenken und anreichern

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im Gewebe über dynamische Magnetfelder.

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Also wie man vergleichsweise sonst im MRT liegt zur Bildgebung,

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während es dann ähnliche Spulen aufbaut.

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Und wir versuchen, ein bisschen kleineren Footprints zu machen, die

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dann für die Steuerung und nicht für die Bildgebung da sind.

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Das heißt, damit können wir weniger Wirkstoff so verpacken, den wir

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dann gezielt nur dahin bringen, wo er hinkommen soll.

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Also ich hatte eine wunderbare Studienzeit am KIT.

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Ich hatte mich für Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben, aber

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merkte dann doch, dass mir die Physik eine Leidenschaft von mir ein

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bisschen fehlte.

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Hatte dann eine ganz tolle Studienberatung aber, die mir dann

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empfohlen hat, doch erstmal das Grundstudium abzuschließen, denn ich

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hätte dann im Diplom-Teil doch recht freie Möglichkeit auch von

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verschiedenen Vertiefungen.

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Und da konnte ich mich dann tatsächlich wieder in die Physik stürzen

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und auch andere Fächer dazu wählen, wie Mikrosystemtechnik und

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Materialwissenschaften und dann doch auch so meinen Interessen

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komplett nachgehen.

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Und konnte dann auch erst Forschungserfahrungen sammeln am Helmholtz

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-Zentrum und war auch in der Lehre tätig.

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Ich möchte vielleicht von einer Anekdote doch erzählen, als ich ja

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dann mehr und mehr für mich herausgefunden habe, dass mich die

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Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie fasziniert.

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Ich hatte meine ersten praktischen Erfahrungen gesammelt am Helmholtz

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-Zentrum und hatte wohl meine Klausuren alle mit Bravour bestanden.

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Und der Prüfer, Herr Professor Seile, meinte dann, so Frau Schöle, was

03:06.450 --> 03:08.130
wollen Sie denn jetzt in Zukunft machen?

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Und ich sagte, ja, forschen.

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Und dann hat er mich unterstützt, dass ich meine Diplomarbeit an der

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Kyoto University im Bereich Kohlenstoffnanoröhren machen konnte und

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hat da die Kontakte aufgesetzt.

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Das war für mich damals als junge Studierende ein unglaubliches

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Ereignis und Erlebnis.

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Und dafür bin ich auch Professor Seile für immer dankbar.

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Ja, ich wünsche dem KIT weiterhin viele motivierte und engagierte

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Studierende, passionierte Professoren und Professorinnen, gute

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Fördergelder, dass man vorantreiben kann, was man sich vornimmt und

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einfach alles Gute.

