WEBVTT

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Ganz herzlich willkommen zu einem weiteren Video über

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Binomialkoeffizienten.

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Bei diesem Thema ist es ja so, dass man in erster Linie das Konzept

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verstanden haben muss.

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Rechnen können Computer nämlich viel besser als wir.

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Hat man verstanden, was ein Binomialkoeffizient ist, kann man sehr

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schnell eine Antwort auf die Frage geben, warum für jede natürliche

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Zahl n 2n über n gleich der Summe der Quadrate der

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Binomialkoeffizienten n über k ist, wobei über k von 0 bis n summiert

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wird.

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Nun, was ist die linke Seite, also 2n über n?

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Wer mein Video Binomialkoeffizienten verstehen oder rechnen gesehen

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hat, weiß, dass dieser Binomialkoeffizient gleich der Anzahl aller

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binären 2n-Tupel mit genau n Einsen ist.

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Konkret ist das hier ein binäres 10-Tupel mit 5 Einsen.

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Ortet man den 10 Plätzen dieses Tupels von links nach rechts gesehen

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10 Dinge zu, die von 1 bis 10 nummeriert sind, so zeigt dieses Tupel

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über die Einsen an, dass die Dinge 1, 5, 6, 8 und 10 ausgewählt worden

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sind.

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Binäre n-Tupel beschreiben also Teilmengen von Mengen.

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Wieso ist nun 2n über n gleich der oben stehenden über k laufenden

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Summe?

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Diese Gleichung schreit geradezu nach einer Fallunterscheidung.

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Wir unterscheiden die binären 2n-Tupel mit n Einsen danach, wie viele

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der Einsen an den ersten n Stellen stehen und wir nennen diese Anzahl

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k.

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Dabei kann k jeden Wert von 0 bis n annehmen.

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Was ist denn das Produkt dieser beiden Binomialkoeffizienten?

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Nun, es ist die Anzahl aller binären 2n-Tupel, die an den ersten n

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Stellen genau k Einsen und an den letzten n Stellen genau n-k Einsen

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haben.

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Der Binomialkoeffizient n über k ist ja die Anzahl der Möglichkeiten,

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aus den ersten n Stellen des Tupels k für Einsen auszuwählen.

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Für jede solche Auswahl gibt es dann n über n-k Möglichkeiten, aus den

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letzten n Stellen n-k für Einsen zu wählen.

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Damit sind im 2n-Tupel genau n Einsen vorhanden.

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Beachten wir jetzt noch die durch Flippen der Einsen und Nullen

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entstehende Gleichung n über n-k gleich n über k.

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So folgt die Behauptung, denn bei der Fallunterscheidung müssen wir

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über die Werte von k summieren.

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Selbstverständlich kann man versuchen, die obige Gleichung mithilfe

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vollständiger Induktion zu beweisen.

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Man erhält aber damit keinerlei Einsicht, warum diese Gleichung gilt.

