„Eingeschlossenes Wasser verstärkt die Bindung gelöster Moleküle.“ – Forschende am Karlsruher Institut für Technologie entscheiden langjährigen Streit über die Wirkungen von Wasser auf der molekularen Ebene - Campus-Report am 20.01.2026
Autor
Interviewter
Beteiligtes Institut
Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)
Institut für Nanotechnologie (INT)
Genre
Beschreibung
Auf der molekularen Ebene ist vieles anders als in der Makrowelt, in der wir im Alltag leben. So zeigt auch Wasser in lebenden Zellen überraschende Effekte. Seit langem streiten sich Chemiker darüber, wie Wasser die Bindung darin gelöster Moleküle beeinflusst. Verhalten Wassermoleküle sich als neutrales Medium? Oder verstärken sie nicht vielmehr die Bindekräfte der darin gelösten Moleküle? Forschenden des Karlsruher Instituts für Technologie ist es jetzt in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe an der Constructor University in Bremen gelungen, diese nicht nur für die Biochemie wichtige Grundsatzfrage zu entscheiden. Durch die Simulation molekularer Vorgänge in standardisierten Lösungen konnten sie zeigen, dass die Zellbindung einer in Wasser gelösten Wirksubstanz durch den hydrophoben, d.h. den wasserabweisenden Effekt aktiv verstärkt wird. Das Ergebnis einer bahnbrechenden Grundlagenforschung, die neue Wege für die Entwicklung von Medikamenten und Sensoren eröffnet.
Schlagwörter
Chemie, Biochemie, molekulare Taschen, Proteine, Zelle, Wassermoleküle, hochenergetisches Wasser, Kalorimetrie, hydrophober Effekt, Gedankenexperiment, Werner Nau, Bindung, Lösung, Simulation, Zellbindung, Wirkstoffdesign, Nanotechnologie, Wasserstoffbrückenbindungen, Gasphase, flüssige Phase, Einstülpungen, Thermodynamik, Entropie, molekulare Wechselwirkungen, Sensorik, Bulkphase, Löslichkeit, Hohlräume, Methylgruppe, Wasserfreisetzung, Wärmesignatur, Rezeptoren, Hohlraumwassermoleküle, Wirt-und-Gastmoleküle, Polymerketten, wässrige Lösung, Freisetzung, Gastlösung
Laufzeit (hh:mm:ss)
00:22:28
Serie
Publiziert am
23.01.2026
Fachgebiet
Lizenz
Creative Commons Namensnennung 4.0 International
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