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„Ein physikalischer statt eines mathematischen Fingerabdrucks“ – Wie Forschende am Karlsruher Institut für Technologie mit einer überraschenden Idee den Energieverbrauch von Kryptowährungen senken wollen - Campus-Report am 13.01.2026

Autor

Stefan Fuchs

Interviewter

Frank Rhein

Beteiligtes Institut

Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)
Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik (MVM)

Genre

Beiträge rund ums KIT

Beschreibung

Krypto-Währungen haben einen gewaltigen CO2-Fußabdruck. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds werden sie bis 2027 für mehr als ein Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich sein. Allein für den Marktführer Bitcoin wird der Ausstoß auf 100 Millionen Tonnen geschätzt. Je mehr der Wert in die Höhe schießt, umso mehr Energie muss für das Schürfen neuer Bitcoins, auch Mining genannt, aufgewandt werden. Gut 140 Terawatt Strom müssen gegenwärtig für den so genannten Proof of Work aufgewendet werden. Der schützt die Kryptowährung vor Manipulationen. Jede Transkation ist mit den vorherigen durch einen digitalen Fingerabdruck, das heißt mit einem komplexen kryptografischen Rätsel verbunden. Wer eine vergangene Transaktion in der dezentralen Datenbank, der so genannten Blockchain manipulieren will, müsste auch alle Folgetransaktionen verändern. Der dafür notwendige gewaltige Rechenaufwand macht nachträgliche Änderungen faktisch unmöglich. Angesichts des steigenden Energiehungers der Kryptowährungen wird weltweit nach Alternativen zum digitalen Proof of Work gesucht. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie haben jetzt eine radikal neue Strategie entwickelt, wie man Kryptowährungen vor Manipulationen schützen könnte. Anstelle der rechenintensiven Lösung eines mathematischen Rätsels im Cyberspace könnte der Proof of Work auch durch die Lösung eines Rätsels in der realen Welt erbracht werden. Die Carl Zeiss Stiftung fand die Idee so überzeugend, dass sie die Umsetzung des Konzepts mit 1.5 Millionen Euro fördert.

Schlagwörter

Kryptowährungen, Bitcoin, Proof of Work, PoW, Konsensmechanismus, digitaler Konsens, Blockchain, Energieverbrauch, CO2, Klimagase, Kryptografie, spektroskopisches Verfahren, Einweggleichung, physikalische Einwegfunktion, Reproduzierbarkeit, Nichtinvertierbarkeit, KI, Rechenleistung, digitaler Fingerabdruck, optischer Fingerabdruck, Manipulation, Proof of Stake, Mining, Schürfen, fälschungssichere Datenbank, Carl-Zeiss-Stiftung, Farbpigmente, Tintenstrahldrucker, Vier-Gewinn-Spiel, Mining Difficulty, Transaktionen, Hash, Trial and Error, physikalischer Prozess, Zeitbedarf, Partikeltechnik, Licht, Drucksequenzen, Druckbild, Machine-Learning, Druckanweisung, CO2-Ausstoß, Protokoll, Blockchain Simulation

Laufzeit (hh:mm:ss)

00:21:16

Serie

Campus-Report

Publiziert am

15.01.2026

Fachgebiet

Chemieingenieurwesen

Lizenz

Creative Commons Namensnennung 4.0 International

Audiobitrate 102095 bps
Audio Kanäle 2
Audio Codec mp3
Audio Abtastrate 44100 Hz
Gesamtbitrate 102096 bps
Container mp3
Dauer 1276.081633 s
Dateiname DIVA-2026-8_mp3.mp3
Dateigröße 16.285.362 byte

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